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26. September 2022: Wenn der Himmel schon von der falschen Seite aus so schön ist, wie ist es dann erst auf der richtigen Seite? (Marylin McAuley)

Manches Buch wirkt wie ein Schlüssel zu verborgenen Sälen unseres eigenen Schlosses. (Kafka)

Foto: Eggenfelden

Heute erinnere ich an Dina Andersen, Architektin. Sie will ihr Alter nicht preisgeben. Wenn Schmitz und Co auf sie aufmerksam geworden wären – ob sie hier alles in Bewegung gesetzt hätten, um ihr Alter herauszufinden und preiszulegen? Als wäre Alter ein Schaden. Ein Mangel. Ein Erfolgszerstörer. Eine Peinlichkeit. Ein Verbrechen.

Manche Männer mit oder ohne  Kontrollzwang reiben sich die Hände, wenn sie entblößen können, wenn es gegen Frauen geht und ihr Alter, sexistische Tendenzen, als ob es für Frauen beschämend wäre, älter zu werden, als wäre es für Frauen beschämender als für Männer. Viele Männer sind altersphob gegen Frauen. Das Verrückte ist, solche Leute finden tatsächlich gar nichts heraus, weil sie herablassend und blind sind für das, was vor ihren Augen liegt sichtbar und klar. Wahrscheinlich müssen wir uns alle daran gewöhnen, dass wir im Leben mehr oder weniger so eine Art Schmitz haben, der nur nach dem Schlechten sieht und sucht, nichts glaubt und Wertvolles abwertet, weil sie selbst einem nicht das Wasser reichen können. Man muss nur richtig damit umgehen können.

Heute erinnere ich auch an Geva Wittkamp-Veltman. Geva – ein schöner Name. Ich habe sie in Freckenhorst „kennengelernt“. Und an Christine von Schweden und Amalia von Gallitzin, und an die Organistin und Nonne Anna Katharina Emmerick – alles christliche Frauen. Auch Maris Alberti fand ihre Bestimmung im Kloster.

Stade

Italienische Orgel Stade

Rieger Öhninger Sauer Orgel Dom zu Fulda

Fulda

Ruffatti Orgel Saint Mary San Francisco, USA

USA

25. September 2022: Um Menschen nicht zu hassen, muss ich den Umgang unterlassen. (C.D. Friedrich)

Ihr nennt mich Menschenfeind, weil ich euch meide? Um Menschen nicht zu hassen, muss ich den Umgang unterlassen. (Caspar David Friedrich, 1774-1840)

Na, da wären aber die ihn ehrenden Greifswalder nicht glücklich über diese Aussage. Wer so etwas öffentlich äußert, wird in seinen Lebenszeiten kaum so gefeiert wie nach seinem Tod.

Heute erinnere ich an Margaret de Patta, Schmuckdesignerin.

Zu Rauterberg: Dass Kunst nicht frei ist, ist klar. Kunst und Politik sind nicht zu trennen. Der Traum vom freien Denken ist eher eine Utopie. Kunst muss immer erklärlich sein. Unerklärliches macht “guten Menschen“ Angst. Dass die Gesellschaft frei sei – nun. Da muss man nur unsere Medien und Preise betrachten.
Maske tragen ist – Kunst?

Foto: Piano Noten im Shop

Bensheim

Bensheim

Orgel Info Schriesheim

Schriesheim

Neu: Orgel Info Bamberg

Bamberg

Bamberg
Bensheim

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24. September 2022: Ich sehe dich in tausend Bildern, Maria, lieblich ausgedrückt. (Friedrich von Hardenberg 1798, später als Novalis bekannt, ein junger Jurist: Ein evangelisches Marienlied)
 
Heute erinnere ich an Friederike Kempner, den sogenannten „schlesischen Schwan“, ein dichtendes „Fräulein“, wie man früher sagte. (Selbst ich wurde schon oft Fräulein genannt.)
 
Man verdirbt einen Menschen am sichersten, wenn man ihn anleitet, die Gleichdenkenden höher zu achten als die Andersdenkenden. (Nietzsche) Bestes Beispiel  .. na, ihr wisst schon.

Heute erinnere ich auch an Saliha Scheinhardt, türkisch.

 
Ich finde es wichtig, dass man an einer Orgel kantabel spielen kann, um klanglich inspiriert zu werden. Eine Orgel braucht also neben Gravität auch warme, sanfte, kantable Klänge.
 
Und erinnere mich sehr gern an Schloss Schönbrunn (Wien). Ich liebe Schlösser. Auch das Wasserpalais Schloss Pillnitz. Diese Schlösser Pillnitz haben etwas Japanisches. Es wurde Kunst von Chiharu Shiota ausgestellt. Der Bonbon-Teppich hat mir besonders gefallen. Ob es allerdings auch als Kunst aufgefasst worden wäre, wenn wir die Bonbons (die schrecklich geschmeckt haben) auf das ausgestellte Porzellan gelegt oder ausgespuckt hätten?
Die Parkanlage Großsedlitz war das Schönste. Auch das Coselpalais gegenüber der Frauenkirche hat mir gefallen. Und der Kuppelaufstieg. Die Kirche ist 92 Meter hoch. Die Aussichtsplattform liegt im Wind. Mit mir und Mount Everest – hm. Nee. Leider. Oder? Von oben sieht man das Rathaus, den Kulturpalast, den Zwinger, die Brücken. 
 
Ob ich bald wieder Down Under reisen und mal den Ayers Rock bewundern kann?
 

Die Kunst der Zukunft

Abends lese ich „Die Kunst der Zukunft“. Aus dem Kunstmuseum Dresden. Es geht um „den Traum einer kreativen Maschine“. Ich bezweifle, dass Maschinen wahrhaft kreativ sein können. Ich träume auch nicht davon. Das muss ein maskuliner Traum sein. Dass der Geist eine Maschine sei – das lehne ich ab. Weder eine Künstlerin noch das Universum sind eine Maschine. Großkonzerne, Massen, Maschinen, Big-Tech-Welt, Geld – das ist eben der Traum gewisser Männer. Feminine Kunst ist jedenfalls davon ausgenommen.


Ich schätze die Freigeisterei. Dass Maschinen frei und kreativ sind, glaube ich nicht.

Es ist allerdings eine spannende Frage, ob eine Glühbirne, ein Herd nicht Kunst seien.

Kunst ist nicht Selbstbefriedigung oder Selbsterlösung. (AHS)

 
Von Rauterberg stammt auch „Wie frei ist die Kunst?“
 

Wie frei ist die Kunst?

Es geht um Kunstfreiheit – vs Zensur und Gleichberechtigung? Hanno Rauterbach beherrscht perfekt die passive, indirekte Sprache und das Schreiben „vom Menschen“, das verschleiert, dass es um männliches „Kunstverständnis“ geht gegenüber moderner femininer Minderheit. Es ist für manche Männer schade, dass es nicht mehr so einfach möglich ist, frei nach Gutdünken sexistische „Kunst“ zu betreiben. 

 
Ich freue mich auf die wundervolle Bach-Orgel:
 
Ann-Helena Schlüter

Klais Orgel Heilig Kreuz Würzburg

Orgel-Information

23. September 2022: Orgeln sind Klangweiden. Ohrweiden. (AHS)

Foto: eins meiner ersten Orgelabende mit Pedal

Die Mitglieder der Mehrheit schreiben sich selbst positive und Außenseitern negative Eigenschaften zu; die Definition von „Anderen“ hat immer die Funktion, die Selbstbewertung und die Kohärenz der eigenen Gruppe zu verbessern. (Harald Welzer)

Ich befinde mich wie immer quer durch Deutschland, Ankunft ungewiss. 😊

Neu: Himmelstöne

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Kommentare, Bewertung, Kritik und Gruppendynamik

Solche digitalen Gruppen, Grüppchen, kriminelle Fake-Profile, Attacken, Foren kennt man.

Labile, depressive, einsame oder psychisch kranke Männer tummeln sich in diesen Gruppen, Fake-Seiten und auf diesen Profilen. Tom Anschütz, Maximilian Nicolaus, Lucas Kluck, Benjamin Otto Benjamin Frensel, zudem Fake-Profile und unmoralische Lästerer wie Rochus Schmitz etc. wirken geradezu besessen von mir. Man denke an Jürgen Strupat. An Benjamin Otto und Ansgar Kreutz, Martin Schmitz aus Föhren mit ihren Kommentaren und Likes zur Unterstützung von lügenden Mobbing-Portalen.

Diese Gruppen werden von Arbeitslosen, Rentnern, Laien und Kranken als Hobby mit viel Zeit unterstützt und von denen, die fast das Rentenalter erreicht haben, am Ende von allem sind oder anderweitig nicht viel zu verlieren haben, gelangweilt oder neidisch sind.

Leuten wie Jan Wilke, Barry Jordan, Christoph Bornheimer, Karl-Bernhardin Kropf – Männer, die offensichtlich gern lästern, attackieren und kritisieren und feige Mobbing-Portale unterstützen. 

Kirchenmusik ist erstaunlicherweise ein Ort, der lästernde, kritisierende, labile, charakterlich schwache Männer ohne Skrupel anzieht. Warum? Corona scheint das verschlimmert zu haben. Diese Männer scheinen besessen von mir. Kommentare, die diese Leute unterstützen, aber auch Kommentare, die diese Leute attackieren, schalte ich nicht mehr frei. Wenn es etwas Gravierendes gibt, werde ich es ansprechen. Ansonsten konzentriere ich mich wieder auf alles Positive. Positive Vibes ❤️🎵

Mir gefällt die „Philosophie“ von Harald Welzer, besonders seine Formel des Selbstdenkens.

Neu: J. M. Molter- Herzlich tut mich verlangen, MWV XII/2a, Choral, Jehmlich Orgel Dresden

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Neu: Orgel Information Pillnitz

Jehmlich Orgel Schloss Pillnitz

22. September 2022: Es gibt laut Bibel keinen guten Menschen außer Jesus. (AHS)

Selbstgerechtigkeit steht bei „guten“ Menschen hoch im Kurs. (AHS)

Heute erinnere ich an Almuth Schult, Fußballerin.

Wieder daheim. Ich las Pascal Mercier „Klavierstimmer“ und Marianne Fredriksson „Hannas Töchter“ auf Schwedisch.

Schade ist, dass es in Sachen Karriere oft nur um Wachstum und Erfolg geht: Fixierung auf Erfolg. Lernt man nicht gerade auch aus Misserfolgen?

Ich wurde gefragt: Was bedeutet, Krieg ernährt den Krieg? Ich denke, es ist wie Feuer; Feuer zündet sich gegenseitig an und wird immer heißer und größer. Diese Art der Ernährung basiert oft auf Testosteron-Sturheit, denn Krieg basiert auf männlicher Sturheit, gelinde formuliert.

Ich wünschte, ich hätte meine schwedische Urgroßmutter kennengelernt. Frida.

Werft einen Blick in meinen Shop, besonders auf meine Noten „Geh aus mein Herz und suche Freud“.

Helene Bresslau

Empfehlen kann ich das Buch „Ein Leben für Lambarene“. Von Verena Mühlstein. Sie beschreibt, dass Frauen wie Helene oft nur von hinten gezeigt werden statt von vorn als eigenständige kluge Persönlichkeiten. Helene kommt aus einem jüdischen Elternhaus. Albert war Protestant. Helenes Vater soll ein sehr liebevoller Mensch gewesen sein, großzügig, gebildet, der seine Töchter ausbilden ließ, einer der wenigen jüdischen Professoren, da die Gesellschaft schon antisemitisch war.

Helene erkrankte mit 10 schwer. Doch sie berichtete später nie davon, was bezeichnend ist für ihre Art. Die süße, goldige, wunderschöne Helene soll wohl schon von Anfang in Albert verliebt gewesen sein, schon beim ersten Treffen, als sie 19 war. Irgendwie ist das traurig und schön zugleich. Sie mußte so lange warten. Diese Zeit muss eine enorm schwierige Zeit für sie gewesen sein, gerade in dieser Gesellschaft, wartend, unsicher, sich immer zurücknehmen müssend. Allein beim Gedanken daran kommen mir die Tränen. Sie hatte Kummer und Druck, nicht als Alberts Liebchen ins Gerede zu kommen. Dass Albert sie schon längst liebte, schien ihm nicht klar zu sein, denn es dauerte ewig, bis er um ihre Hand anhielt. Helene war bereits tuberkulosekrank bzw. anfällig, dennoch folgte sie ihm nach Afrika. Sie heirateten zuvor in Günsbach.

Dass er eine an Tuberkulose erkrankte jüdische Frau nach Afrika mitnahm, verurteilte die Gesellschaft. Helene bekam spät ihr Kind. Sie war ab da nicht mehr in der Lage, ihn nach Afrika zu begleiten. Albert lehnte dennoch eine Professorenstelle ab, baute Frau und Kind  ein Haus und verließ sie. Und sie ließ ihn ziehen, obwohl sie im Grunde bereits sehr krank war. Tuberkulose war damals ein Stigma. Was ich nicht verstehe. Warum? Und Albert konnte ihr nicht helfen. Als Arzt.

Albert ließ sie unglaublich viel allein, jahrelange Trennungen. Trotz ihrer Krankheit begleitet sie Albert ein zweites Mal nach Afrika, was im Grunde unverantwortlich war. Aber Gott schützt sie. Und so reist sie auch ein drittes Mal, endlich mit ihrer Tochter, nach Lambarene. In der Zeit dazwischen hält sie Vorträge und hilft der Sache ihres Mannes und reist bis nach New York. Helene hält durch. Ihr Mann wird 80 und umjubelt. Sie an seiner Seite. Er will erneut nach Lambarene aufbrechen. Und die kranke, fast 80jährige Tapfere, beinahe bereits ein Pflegefall, begleitet ihn. Irgendwann muss sie zurückfliegen, weil es ihr nicht gut geht. Er darf nicht fliegen (sie eigentlich auch nicht, wegen ihrem Herzen) und er will auch bleiben. Dass er nachkommen werde. Doch sie stirbt bereits 10 Tage nach ihrem Flug, was abzusehen war. Sie war bereits todkrank, und es ist ein Wunder, dass sie so lange durchgehalten hatte. Wegen ihm. Der stoische Albert reagiert – stoisch. Er stirbt, völlig erschöpft, 8 Jahre später in Lambarene. Und wurde neben seiner Frau begraben.

Er hätte ein reiches, akademisches Leben haben können, mit aller Anerkennung, mit allem Tamtam. Aber er hatte verzichtet. Und erwartete auch von seinen Liebsten – Verzicht.
Der Nobelpreis hätte auch an sie gehen müssen.

Jedoch: Der Preis war ihnen völlig unwichtig.

Neu: Orgel Information Dresden Prohlis

Jehmlich Orgel Dresden Prohlis

J.S. Bach – Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542, Beckerath Orgel Hamm-Heessen

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Neu: Die wunderschöne Muschelorgel

Muschel-Orgel Schulkirche Amberg

21. September 2022: Wir suchen Glück außerhalb von uns im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen voll Missgunst ohne Sinn für Gerechtigkeit. (La Bruyere)

Das Musikbusiness ist wettbewerbsorientiert, aggressiv, anspruchsvoll. Aber auch fantasievoll, inspirierend, erhebend. (AHS)

Heute erinnere ich an Vera Rubin, Astronomin.

Schloß Pillnitz

Heute bin ich mit dem Raddampfer (Maschinenanlage PD Leipzig, 1929) von Dresden zum Schloss Pillnitz gefahren. Es war sehr schön. Wir fuhren an den drei Schlössern an der grünen Elbpromenade vorbei, an den Villen, unter dem Blauen Wunder durch (eine Brücke, die dem WW II stand hielt), durch Blasewitz und Bachwitz („witz“ oder „itz“ bedeutet Dorf oder Ort) hin zu den Parkanlagen von Pillnitz.

Hier gibt es ein Orgelpositiv von 1725 von Johann Heinrich Gräbner, Cembalo und Spinett. Die Palmen und die Orangerie waren beeindruckend, auch die große Magnolia und die uralte Kamelie aus dem 18. Jahrhundert, die im Winter in ein fahrbares Glashaus kommt, extra für sie angefertigt. Sie wird gehegt und gepflegt, damit sie in Winter und Frühjahr blüht.

Schlosskapelle Pillnitz

Die drei Pillnitz Schlösser gefielen mir, der große Kuppelsaal, die katholische Kapelle mit Jehmlich Orgel 1855, die Kunstausstellungen, der englische Garten. Die malende Mathilde. Das Wetter war unbeständig, dennoch immer gerade schön genug. Gute Führung durch die Anlage.

Kunstgalerie Dresden

Dann besuchten wir mal wieder die Alten Maler wie Rubens, Cranach, Rembrandt, Rafael. Besonders gefällt mir das brieflesende Mädchen von Vermeer van Delft. Das mochte ich schon als Kind. Zu viel Alte Kunst jedoch löst bei mir ein unangenehmes Gefühl aus, da ein Museum voll überladener Bilder unheimlich wirkt auf mich, düster.

Die Semperoper hatte heute leider Pause/Ruhepause.

Übrigens ist die Wolke des Himmelreichs wie ein Kreuz geformt in der Frauenkirche. Untendrunter Jesus in Gethsemane.

Ich habe von F. Reichheld „Der Loyalitätseffekt“ gelesen, denn ich mag die Bücher von Campus. Als ich über Loyalität nachdachte, fiel mir folgendes auf: Frauen gelten in der Business-Welt, in der oft Männer-Loyalität herrscht, als „illoyal“, wenn sie nicht tun, was man ihnen sagt. Für manche Konservativen sind Frauen, die Karriere machen wollen, an sich schon illoyal. Warum? Weil sie sich nicht an Männer binden, auch nicht an deren Meinung. Männer bieten Frauen eine Art „Zuhälterschutz“ an, aber nur, wenn frau tut, was man erwartet.

Neu: Video: Choral

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Neu: Orgel-Information Frankfurt am Main

Albiez Orgel Frankfurt Niederrad

In 100 Tagen Weihnachten: Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein‘ höchsten Bord – Advent Improvisation Fantasia, Schnitger Ahrend Orgel St. Cosmae Stade

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Foto: Zeichnungen

20. September 2022: Gott: Mein Herz ist eine Uhr, die an seinem Herzen hängt wie ein Pendel. Sein Herz aber steht über Raum und Zeit. (AHS)

Das Altern soll uns Demut und Gott lehren. Mein Herz ist eine Uhr, die an seinem Herzen hängt wie ein Pendel. Sein Herz aber steht über Raum und Zeit. (AHS)

Heute erinnere ich an Nina Hugendubel, die wie ich Bücher liebt.

Foto: Klais Orgel Köln-Rondorf

Frauenkirche Dresden

Heute war ich spontan den ganzen Tag in der evangelischen Frauenkirche. Und es wurde mir nicht eine Sekunde langweilig. Sie ist die größte Kuppelkirche nördlich der Alpen. Zudem ist sie weltweit die einzige Kirche, deren Kuppel eine Sandstein-Glocke ist.

Zuerst nahm mich Matthias hoch zur Orgel. Er hatte mich schon mal hoch zur Orgel mitgenommen vor längerer Zeit, aber wir konnten nicht spielen, weil Führung war (was gefühlt den ganzen Tag ist). Diesmal hörte ich sie von oben. Oben klingt sie natürlich anders als unten. Unten ist sie viel zarter, „leiser“, wie ich bei der Abendandacht später hörte. Oben hat sie ganz schön Wumms, besonders das Pedal. Singend, tief.

Ich liebe tiefes, singendes Pedal. Das Gehäuse ist exakt nach der damaligen Silbermann Orgel  gebaut worden. Das erste und zweite Manual ist Silbermann, außer dass im zweiten noch ein romantisches Salicional dazu gekommen ist von Daniel Kern. Das dritte ist neu und romantisch, das vierte wieder Silbermann, mit herberen Zusatzklängen für norddeutsche Musik.. Eine „Universalorgel“ im besten Sinne.

Kern Orgel vs Silbermann Orgel

Klar, sie ist wundervoll. Fast 5000 Pfeifen, 68 R, 4 M. Dennoch ist es so traurig, dass die unvergleichliche Silbermann nicht mehr da ist, an der Bach saß. 1945: Die angloamerikanischen Flieger bombten 16 Stunden (!!) auf Dresden ein. Und die als unzerstörbar geltende Frauenkirche, die WW I  ertragen hatte, hielt bis zum Schluss durch ❤️ Doch dann.

Sie wurde in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar (also in der Nacht zu meinem Geburtstag, nur 1945) attackiert und fing Feuer. Das Feuer kam durch die geborstenen Fenster. Und sie stand noch meinen ganzen Geburtstag lang. Aber am Morgen des 15.2.45 fiel sie in sich zusammen 😥 Die Glut war ringsum so heiß, 1000 Grad (!!), aufgrund der Feuersbrunst, dass der Sandstein VERGLÜHTE und die Sandsteinpfeiler die tonnenschwere Kuppel nicht mehr tragen konnten und alles einstürzte. Die Orgel war da schon längst komplett verbrannt. Der Ort, an dem Bach vor 2000 Menschen spielte. Nur das Kuppelkreuz ließ Gott zwar beschädigt und verformt, aber nicht zerstört zurück. Und dieses steht nun innen.

Die Frauenkirche stürzte. Ich habe selbst heute noch alte Dresdnerinnen und Dresdner in der Kirche erlebt, die heute noch darüber weinen. Und selbst mir kommen die Tränen, während ich dies hier schreibe.

Mahnmal und Wende

200 Jahre stand sie, dann ein Trümmerfeld. Und sie blieb dies 48 Jahre: Ein Mahnmal. Zudem war die DDR an Gott und Kirche kaum interessiert. Doch dann kam sie. Die Wende. Und der christliche Glaube schwappte auch wieder zurück nach Mitteldeutschland. Die Zeit war reif. Gott ist gnädig. Er hat innerhalb von 11 Jahren mit nur 180 Millionen alles wieder aufbauen lassen, mit 2/3 Spenden; es kostete allein 13 Millionen, die Trümmer korrekt zu enttrümmern. Ein Jahr früher als geplant war sie fertig. Kein Vergleich mit der Elbphilharmonie, die immer teurer und länger wurde.

Frauenkirche vs Elphi

Bei der Frauenkirche flossen die Spenden. Nobelpreisträger gaben ihr ganzes Preisgeld. Engländer schenkten Geld und Gold. Alle gaben alles. ❤️ Es berührt so sehr. Ich konnte die Kirche nicht verlassen. Ich war bei der Emporenführung dabei und oben auf der Kuppel und unten in der Unterkirche, und bei allen Andachten. Das habe ich alles schon mal gemacht, aber abends, nach einem Konzert, in dem ich war, und schon lange her. Und ich finde, tagsüber ist es etwas anderes. Vor allem habe ich mich geändert: Ich behalte alles und dokumentierte ganz anders als früher. Die Orgel hat mich verstehen lassen und mich Geschichte lieben gelehrt.

Ich liebte Geschichte in der Schule schon, weswegen andere dachten, ich sei eine Streberin. Aber das wirkliche Leben ist mehr als Schule.

2022:

Frauenkirche-Dresden

19. September 2022: Organistin sein bedeutet nicht, unsichtbar zu sein. (AHS)

Künstlerin sein bedeutet generell nicht, auf sieben Zwerge hinter sieben Bergen zu warten. Organistin sein bedeutet nicht, unsichtbar zu sein, sondern das Gegenteil: Sichtbar zu sein. (AHS)

Heute erinnere ich Mary Kingsley, Forschungsreisende.
Schön, dass sich Curie vom Geld ihres Nobelpreises ein Gramm Radium gekauft hat. Was ist mein Radium?

Dresden

Bin immer noch in Dresden. Übernachte im Gästehaus. Was eine tolle Stadt, selbst jetzt, dunkel, weil wenig angestrahlt werden darf. Jetzt erst merke ich, wie düster eine Großstadt ohne Licht ist, schon ab 21 Uhr wirkt es wie Nacht. Und dann diese riesigen Baustellen.

Aber die Frauenkirche war hell und auf ❤️. Es ist immer eine Wucht, dass die Orgel direkt vorn an der Altarseite, hoch unter der Decke thront, umrundet von Gold, Stuck und Rund, buchstäblich. Was ich allerdings vermisse, ist ein Kreuz. Der bewaffnete Sicherheitsmann wusste auch nicht, wo und warum nicht.

Es gibt ein paar kleine, krumme, sehr unauffällige Kreuze, die man suchen muß.

Und gegenüber ist (leicht geschmacklos) ein bayerisches Alpenrestaurant. In Dresden an der Frauenkirche! Und wer saß drin und aß Eis mit Schlagobers (statt Sahne)? Die schwedische Fränkin, deren Alpen die Frauenkirche war, durchs Fenster. Während Dirndl-Frauen um uns herumwuselten. Zuvor holten wir uns in der Kexerei, die bis spät auf hat, ein Pfauenauge. Normalerweise bin ich kein Kekse-Fan, aber dieser Dresdner Keks war frisch, saftig und mit Marzipan.

Dresden Prohlis

Das Konzert war gut besucht, trotz dickem Regenguss kurz vorher. Durch das Publikum war die Akustik innen sehr trocken geworden. Da musste ich neu justieren. Draußen nass, innen trocken. Ich mochte die grüne Jehmlich Orgel und den Blüthner Flügel unten. Orgel plus. Beide Instrumente bedient und am Schluss ein Gebet gesungen. Ich habe schöne Blumen bekommen. 

Happy Birthday, Emilia ❤️

Neu: Hier ist sie: Orgel Dresden

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Neu: Orgelinformation Schönefeld bei Leipzig 

Eule Orgel Gedächtniskirche Schönefeld

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Henry du Mont – Allemande

18. September 2022: Die Orgel ist ein Klanggebirge. Ich bin Sturm und Wirbelwind. (AHS)

Die Erfahrung, die man teuer bezahlt, hat erst Gewicht; die, welche uns geschenkt wird, will man nicht. (Karl von Holtei) Das sehe ich nicht so. Ich finde, auch geschenkte haben Gewicht!

Heute erinnere ich an Marion Donovan, amerikanische Erfinderin. Frauen mit Erfindergeist mag ich.

Foto: Kunst von Ann-Helena

Ich bin unterwegs zum Konzert nach Dresden und freue mich. Bin jetzt schon das 4. Mal geimpft, weil es so ein blödes Gefühl war, als ich positiv war, ich hatte Fieber und Husten.

Konzertplakate

Übrigens: Ich hatte einige meiner Zimmer voller Konzertplakate der letzten Jahre, und viele habe ich übereinander geklebt, weil sie keinen Platz mehr fanden. Das habe ich von meinem Papa, der unten in unserem Studio im Keller Wände und Türe mit seinen internationalen Plakaten vollgeklebt hatte, was ich als Kind immer schön fand. Es gibt ja auch Kantoren, die den Weg zur Orgel mit Plakaten vollkleben, was ich nett finde.
Aber bei mir hat es Ausmaße angenommen. Wenn Gäste auf Toilette gingen, sagten sie mir, sie fühlten sich von meinem Gesicht beim „Geschäft machen“ beobachtet, weil mein Gesicht überall auf den Plakaten zu sehen war. Wenn ich einen Schrank oder Schubladen aufmachte, kamen mir Plakate wie Wolle entgegen.

Mein Flügel – oben, unten, voller Plakate. Ich habe also Großputz gemacht und (gar nicht mal mit schwerem Herzen, eher mit Erleichterung) die Plakate alle abgemacht, gesäubert und eingetütet in Folien und Ordnern. Jetzt sieht es viel freier aus für neue Dinge. Ich dokumentiere einfach gern. Wegwerfen von schönen Dingen fällt mir schwer.

Erzählt mir, was macht ihr mit euren Konzertplakaten? Schmeißt ihr sie weg?

Teebaumöl

Seit ich in Australien war, liebe ich den Geruch von Teebaumöl. Ich habe es immer im Haus und tröpfle es in die Badewanne oder in Duftbehälter. Es erinnert mich sofort zurück an meine geniale Zeit in Australien.

Würzburg Straßenfest

Heute habe ich mal wieder das Stadtfest erlebt, es war schön mit frischem, jungen, süffigen Federweißer (ich mag nicht, wenn er zu lange gegoren hat, dann schmeckt er nicht mehr süß), warmen Zwiebelkuchen, Salat und Saft. Die Weinorte der Welt mag ich stets besonders gern, ich finde, hier ist das Volk geselliger, gemütlicher und gebildeter als in „Bier-Gegenden“ (außer Köln), wo fast nur Männer anzutreffen sind. Ich hoffe, ich bin hiermit niemandem auf den Schlips getreten. Es ist halt einfach meine Meinung und Erfahrung. Ich habe auch schon auf dem Stadtfest Würzburg gespielt, es sind ja große Bühnen aufgebaut, aber es ist für mich seltsam, wenn Leute herumlaufen, während man konzertiert. Das macht etwas mit meinem künstlerischen Anspruch. Heute spielten gute rockige Coverbands. Aber eben Cover-Songs. Da sagte ein Freund (aus Zentral-Bayern) zu mir: „Naja, du coverst ja auch, wenn du Bach spielst.“

Hm. Was denkt ihr darüber? Ich habe mich noch nie als Cover-Musikerin betrachtet. Abgesehen davon, dass dieses Jahr oder Anfang 2023 mein erstes Klavierkonzert veröffentlicht wird als Noten, der Vertrag ist gekommen. Dennoch: Ist Bach interpretieren covern? Ich finde: Nein.

Neu: Klais Orgel Bonn Orgel Information

Klais Orgel St. Franziskus Bonn

Neu: Orgel-Information

Sauer Orgel Altenburg

Konzert-Orgel-Prohlis-Herbstfest

Die Pflicht ist Freude. (Tagore)

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17. September 2022: Ideen umsetzen. Denn: „Der Herr ist dein sicherer Schutz“. Sprüche 3,26

Die Pflicht ist Freude. (Tagore) Heute erinnere ich an Mae Jemison, Ärztin. Ich mag gern die Kunst von Åsa Norinder, eine Freundin meiner Mutter aus Stockholm, deren Mann ebenfalls Künstler ist.

Foto: Sei uns gnädig, Herr. (AHS)

Neu: Bessenbach Orgel-Info

Hoffmann Orgel St. Wendelin Bessenbach Aschaffenburg

Neu: Orgel-Information Wien Peterskirche (eines meiner ersten Orgelkonzerte)

Sonnholz Orgel Peterskirche Wien

Orgel-Information Strasbourg

Silbermann Orgel Strasbourg