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Walcker Orgel Ilmenau

ev. Jakobuskirche, Thüringen

Orgelbauer:

E. F. Walcker & Cie

Baujahr:

1911

Datum des Erstbesuchs:

2019

Disposition und Spielhilfen

Größte Orgel Thüringens, weißer Schrickel-Prospekt, Notspieltisch

Thüringens größte Orgel gehört zu den wichtigen Instrumenten im mitteldeutschen Raum. Ihre Größe ist beeindruckend: Auf drei Manuale und Pedal: 65 Register. Fünf der Pedalregister sind Transmissionen aus Schwell- und Hauptwerk, beim Register „Glockenspiel” wird ein Metallophon angeschlagen. Der Stimmton liegt mit a’ = 435 Hz unter dem heute üblichen. Taschen- und Kegelladen, elektropneumatische Traktur zum Bauzeitpunkt eine neue und moderne Technik. Interessant ist die Erwähnung von Johann Sebastian Bach, Gottfried Silbermann und Max Reger in der Festschrift zur Orgelweihe von 1911.

Französische Appels. Renovierung durch die Orgelwerkstatt Christian Scheffler aus Sieversdorf (Frankfurt/O.) 1993. Zustand 1911.

II/I, III/I,

  • Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P
  • Superoktavkoppeln: II/I, III/I
  • Suboktavkoppeln: II/I, III/I

I Hauptwerk C-f3

1. Principal 16′
2. Bordun 16′
3. Principal 8′
4. Doppelflöte 8′
5. Gedackt 8′
6. Gambe 8′
7. Gemshorn 8′
8. Dolce 8′
9. Octave 4′
10. Rohrflöte 4′
11. Gemshorn 4′
12. Quinte 2 2⁄3′
13. Octave 2′
14. Cornett III-V
15. Mixtur V
16. Scharff IV
17. Trompete 8′
18. Cor anglais 4′

II Positiv C-f3

19. Quintatön 16′
20. Principal 8′
21. Rohrflöte 8′
22. Flauto amabilé 8′
23. Quintatön 8′
24. Salicional 8′
25. Principal 4′
26. Flauto traverso 4′
27. Quinte 2 2⁄3′
28. Piccolo 2′
29. Mixtur IV
30. Clarinette 8′
Glockenspiel

III Schwellwerk C-f3

31. Lieblich Gedackt 16′
32. Geigenprincipal 8′
33. Lieblich Gedackt 8′
34. Konzertflöte 8′
35. Viola 8′
36. Aeoline 8′
37. Voix céleste 8′
38. Flûte octaviante 4′
39. Fugara 4′
40. Flautino 2′
41. Sesquialtera II 2 2⁄3′
42. Cymbel III
43. Basson 16′
44. Trompête harm. 8′
45. Oboe 8′
46. Clairon 4′
Tremulant

Pedal C-f1

47. Principalbass 16′
48. Violonbass 16′
49. Subbass 16′
50. Bordun (Nr. 31) 16′
51. Harmonikabass 16′
52. Quintbass 10 2⁄3′
53. Oktavbass 8′
54. Violon 8′
55. Bordun 8′
56. Violoncello 8′
57. Zartbass 8′
58. Principal 4′
59. Cornettbass V
60. Bombarde 32′
61. Posaune 16′
62. Basson (Nr. 43) 16′
63. Trompete 8′
64. Clairon (Nr. 46) 4′

 

Klang und Akustik

Üppiger und unverwechselbarer Klang, edel intoniert. Sinnlich, farbig, flexibel. Sinfonische und kammermusikalische Anlage. Zungenorientierter Schwellwerksklang und Verschmelzung. Wunderschöne Kombinationsmöglochkeiten und Klangkonzept, viele Grundstimmen, besonders schön “Cornett” (Nr. 14), die Aliquoten, die “Gemshornregister” (Nr. 7 und 11), das französische „Basson” (Nr.65), “Trompête harmonique” (Nr. 66) mit der deutschen “Oboe” (Nr. 76) und dem “Lieblich Gedackt” (Nr. 55). Oscar Walcker erbaute eine Orgel, deren Klang durch den Einfluss der elsässisch-neudeutschen Orgelreform geprägt ist: Hier zu hören: Albert Schweitzer entwickelte die Idee einer französisch-deutschen Orgelsynthese.
Dynamik von den leisen Tönen der Äoline im geschlossenen Schwellwerk zum vollen Werk mit Super- und Suboktavkoppeln, in Positiv und Schwellwerk 16-, 8- und 4-Fußstimmen bis zum a”” ausgebaut.

Persönliche Note

Wunderschöne helle gelbe Kirche. In jedem der vier Werke gibt es einen ausgebauten Prinzipalchor. Prinzipale als auch weit mensurierte Register und Streicher und Zungenstimmen können werkweise gegenübergestellt werden.


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