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Wir stehen auf der Erde und gucken in die Unendlichkeit. (AHS)

Foto oben: St. Johannes Nürtingen 

Morgen Foto-Termin.
Neu: Orgel-Information:

West Orgel Bielefeld

Heute erinnere ich an Adele Haenel (Metoo) und Menschenrechtlerin Guo Jianmei. Und Marguerite Stern, die Frauenmorde anprangert: Heldin aus Paris. Welche Medien berichten über diese Frauen? Außer EMMA. Ich lese. Die Männer-Ideologie dieses Planeten ignoriert sie. Ich frage mich auch, ob gegen Dieter Wedel vorgegangen wurde? Ich bin insgesamt erstaunt, dass unser Rechtssystem erschreckend ungerecht ist. 

Wir alle brauchen manchmal Verschnaufspausen, viele scheinen auch nachts online zu sein. Als Pause war ich gestern zur Gans eingeladen. Lecker. Auch ohne Schnee.

Meine ganz neuen Kompositionen AHS 2021:

Neue Kompositionen 2021

Ich erinnere mich gern an die Ladegast Rudolstadt:

Die erste Orgel der Kirche: Orgelbau Adam Dietrich

Orgelneubau: 1882/1883

Friedrich Ladegast: 1879 Vertrag

Ladegast verehrte Silbermann. Die Schleiflade hielt Ladegast für die beste Lade. Die Ronneburg Orgel von 1879 drei Jahre später hat nur Schleifladen. Rudolstadt bekam die moderne Mischform: Kegellade Manuale, Schleifladen Pedal. Aber nur, weil so gewünscht und alle „kegeltoll“ waren, wie Ladegast betonte. 1911: elektrischer Wind-Erzeuger.

1906 bekam die Lutherkirche Rudolstadt eine Steinmeyer Orgel mit 27 Registern (Taschenladen), vollpneumatisch. Da nichts Bestand hat, galt Ladegast schon wieder als altmodisch. Der Sohn Oskar Ladegast erneuerte 1915 die Orgel milde, sie bekam fünf feste Kombinationen und eine pneumatisierte Register-Traktur. Die Herzstücke einer Orgel sind die Windladen.

Doch: 1949: Heinze: Umdisponierung nach dem Klangideal der Orgelbewegung – das alte Wesen der Orgel war nun nicht mehr erkennbar, sie war entstellt. Ladegast vergessen. Die denkmalwerte Orgel wurde ohne Respekt nach den Moden behandelt. Andere wurden beseitigt. Doch diese wurde wiederbelebt. Siehe: 

Orgel-Information

Beckerath Chororgel Bielefeld

Steinmann Orgel Ibbenbüren

Orgel Vlog

Ott Orgel Bad Oeynhausen

Wer Diskriminierung sieht und nichts dagegen tut, ist ein Rassist. (Johanna Rahner)

Foto oben: Ann-Helena mit Erich Stoffers und Volker Hege in Ibbenbüren

Orgel-Information: Janke Compenius Orgel Rinteln

Janke Compenius Orgel Rinteln

Heute erinnere ich an die Musikerin Esther Bejarano, die Auschwitz überlebte. Und an die Menschenrechtlerin Sahraa Karimi.

Neu: meine Kompositionen bei Furore Verlag Kassel  2021:

Orgelwerke AHS

Kompositionen AHS

Es stimmt, wie Erich sagt, viele Kirchenmusiker spielen oft „volles Rohr“, also laut, so dass die Intonateure seufzen und sagen: Warum intonieren wir eigentlich, wenn nur organo pleno gespielt wird? Zudem wird das Pedal meist viel zu laut gespielt. Besonders bei polyphoner Musik.

Ich lese … EMMA. Und da: Johanna Rahner, Zitat oben: Theologie-Professorin. Sie sagt, dass Kirche ohne Frauen eine irrelevante Sekte sei. Ich habe, ohne sie zu kennen, wie sie Frauenfeindlichkeit bzw. Sexismus (in der Musik, Kirche und der Kirchenmusik) mit Rassismus verglichen, als Struktur-Analogie, denn Sexismus löst nicht so viel Empörung aus wie Rassismus. Es ist offenbar ein größeres Problem, Rassist zu sein als ein Sexist. Aus genau dem Grund zog ich den Vergleich mit Rassismus, um aufzurütteln. Ist die Orgelwelt nicht voll Sexismus? Extra Frauenkonzerte, Extra-Frauenverlage, Extra-Frauentage usw. Der Rest ist die normale Männerwelt. Weiße (alte) Männer, die bestimmen: Die Bosse unserer Erde und Orgeln, wie viele sagen. Viele dieser Männer drehen bei Kritik oft den Spieß um, lenken ab und spielen sich als Opfer auf, mit modernen politischen Empörungsworten. Manche Organisten sind so was wie Mafiosi, was das „Business“ angeht.

Alice Schwarzer schreibt, dass die sogenannten Quotenfrauen oft junge Frauen sind, die eine Zeitlang die weißen (alten) Männer flankieren, aber sobald die Frauen älter werden, werden sie ausgetauscht, Männer aber bleiben. Egal wie alt und hässlich.

Frauen sind keine Deko für Männer. Es braucht echte „Quotenfrauen“. #ichwill
Aber darf eine Musikerin politisch sein? Oder werde ich dann mein Leben lang angefeindet von Mafiosi-Kirchenmusikern, die in einer lokalen Subkultur zusammenhalten?

Ich bin erstaunt, dass sich Melinda Gates von Bill Gates trennt. Mutig. Ich möchte wissen, was dieser Mann alles getan hat, wenn man die Artikel liest, wie eng er mit dem ermordeten Sexualverbrecher Jeffrey Epstein zu tun gehabt haben soll (Lolita Express). Die Frauenbenutzung geht bis in die oberste finanzielle Macht unserer Erde.

Heute erinnere ich an Daphna Joel, die herausfand, dass das Gehirn kein Geschlecht hat. Und toll finde ich auch Kate Winslet, die keine retuschierten Fotos mag.

Ich las heute das erste Mal die EMMA – das Frauenmagazin. Ich hatte zuvor noch nie davon gehört. Aber seit Donnerstag Konzert Dortmund 🌺 … die aufmüpfigen Frauen … kenne ich es auch. Und bin verblüfft, was frau dort liest: Das steht nicht in den normalen Zeitungen. Denn was sind die normalen Zeitungen? Eben. Meist Männerzeitungen.
Steht dort in den Männerzeitungen, dass Babys durch (erzwungene) Leihmütter für 50.000 € verkauft werden? Dass der Präsident der Münchner Musikhochschule Siegfried Mauser vor seiner Gefängnisstrafe (Übergriffe) floh? Dass er überhaupt fliehen durfte/konnte? Dass Sexismus im Beruf, im Sport zunimmt und auch häusliche Gewalt? Dass Femizide (Mord) zunehmen? Dass Merkel mit Alice Schwarzer befreundet ist? Ich kann nur sagen: Diese Zeitung ist wichtig, nicht nur für Frauen. Auch wenn manches weh tut, zu lesen. Auch wenn ich nicht alles richtig finde und manches anders sehe. Aber vieles ist genau so.

Die Wahrheit ist nicht illegal. Und Wahrheit ist wichtiger als Political Correctness.

Christuskirche Ibbenbüren

15. Oktober 2021

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Wegen Diskriminierung der Eiche: „Oh Tannenbaum“ an deutschen Schulen verboten. (Czech/Domzalski)

Foto oben: Steinmann Orgel 1972 ev. Christuskirche Ibbenbüren

Klaßmeyer Orgel Laggenbeck, NRW

An 6 Tagen 15 Orgeln:

Mühleisen Orgel und Berner Orgel in Stuttgart

Schulte Orgel Dortmund

Eule Orgel Bielefeld

West Orgel Bielefeld

2 Beckerath Orgeln Bielefeld

Führer Orgel in Herford/Laar

2 Janke Orgeln in Rinteln und Bückeburg

2 Ott Orgeln Bad Oeynhausen und Mettingen

Klaßmeyer Orgel Laggenbeck

Steinmann Orgel Ibbenbüren

Wenthin Orgel Halverde


Ich denke gern an die Rowan West Orgel zurück:

1992-1994 erbaut, 43 Register, 3 Manuale, leichtgängig, klares Pedal, Stimmung ungleich schwebend, besonders gut für Barock geeignet. Jedoch auch mit „universalem“ Charakter. Westfälische Orgeldenkmalpflege. Schnitger diente West als Vorbild. Den Klang einer leeren Kirche auf sich wirken zu lassen, ist wunderbar. Mächtige Orgel in leerer Kirche.
Viele Menschen aber haben das Berührtwerdenkönnen verlernt. Auch Musiker.

Ich mag Orgeln, die auch das Neue suchen, nicht nur Historismus praktizieren.

 Die Windversorgung wird über 4 Keilbälge geregelt (Gebläse und Kalkant), Tremulant, 5 Koppeln.

Erich kennt Janke übrigens persönlich. Seine Werke gefallen mir übrigens gut, besonders seine Orgelwerke und Chorwerke. Erich Stoffers‘ Musik ist eine Mischung aus Hindemith, Jazz, Distler und postromantischer Musik, finde ich. Distler pur mag ich übrigens nicht. Erich hat mit 91 noch immer flinke Finger.

Super finde ich Kamala Harris. Und Jacinda Ardern. Top Politikerinnen. Wen ich nicht mag, ist Christian Lindner. Ich traue diesem Politiker nicht. 

Schade, dass ich auf meinen Touren keine Zeit hatte für Museen. Ich liebe Museen. Ich könnte alle meine Tage mit Museen verbringen. 

Beckerath 1965 in Altstädter Kirche Bielefeld

Wenthin Orgel

Bald: Innsbruck:

9. Oktober 2021

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Skating around the truth who I am but I know, Dad, the ice is getting thin. (Tori Amos)

Oberes Foto: Knauf Orgel Bleicherode

Manchmal schaue ich bewusst nicht nach, was mich für eine Orgel erwartet, wenn ich eingeladen werde. Ich mag Überraschungen. Aber diesmal fiel ich aus allen Wolken, als ich (nachdem ich um 7:56 aus dem Bett fiel, weil ich die Heizung anhatte) etwas verspätet in die Kirche taumelte: Eine total moderne Orgel! Eine hohe helle Kirche ohne Emporen direkt in der Innenstadt, das „Goldene Wunder“ (Altar, 500 Jahre alt) vor meiner Nase und links eine moderne Orgel, die perfekt, kreativ, mutig in die Gesamtarchitektur eingefügt wurde – von Oliver Schulte. Sofort ließ ich mir alle Infos geben. Später erklärte ich dem Küster, dass ich ein Orgelfreak wäre. Er sagte: „Ach… echt? Das habe ich doch gleich gemerkt, als Sie die Kirche betreten haben“.

Ich war die erste, die die Kirche betrat, und die letzte, die wieder ging.

Der Prospekt der neuen Schulte-Orgel will bewusst polarisieren. Er ist im Dialog mit der flandrischen Altareetabel (1521) („Goldenes Wunder“) und dem Raum. Eine eigenständige Skulptur, gewagt und zeitgenössisch.

Mit Lamellen aus Birkenholz wurde der pfeifenlose Prospekt zur scharfen Diskrepanz zum goldenen alten Altar kreiert. Der bewegliche Spieltisch, ebenfalls passend zum Design des Prospektes geschnitzt, mit zwei Manualen, Setzern und Schweller und den englischen Ton-Farben von Radcliff ist interessant. Den enormen Nachhall fängt die ebenerdige Orgel gut auf. Ich postete die Orgel auf facebook und löste damit viel internationale Diskussion zu diesem außergewöhnlichen Prospekt aus. Häßlich oder schön?
Mir gefiel es zu sehen, wie sich der Balg drin bewegt. Und dass ich Kontakt mit dem Publikum hatte. Ich mag Unique.

Das Konzert war super, die Frauen-Stiftung spannend. Diese vielen süßen Frauen, die sich freundlich, aber bestimmt gegen das Patriarchat stellen. Ich war überrascht, dass die 81jährigen Gründerinnen so schön und fit sind: Die ehemalige Professorin an der TU Dortmund, Gründerin Siegrid Metz, ist eine so warmherzige Dame, 81, gebildet und geduldig, wirkt so schön, relaxed und jung. Ihr Mann unterstützt sie in allem. Sie kennt Alice Schwarzer gut. Insgesamt habe ich sie alle bewundert. Wir hatten auch eine kleine Diskussion über „Feminismus“ im Allgemeinen. Da ich nicht weiß, ob und wie ich mich da einfügen soll, da ich doch irgendwie anders bin: Christlich, konservativ und doch eine Kämpferin. Sie sagte, ich soll mich da nicht beunruhigen. Jede Frau hat ihre eigene Identität.

Pfeifenwerk der Radcliff/Sagar Orgel (1868, St. Mary bei Leeds), 2014 von Schulte restauriert.

Der fast komplette Neubau wird vollelektrisch angesteuert über ein Castellan System von Sinua.

Es wurde gefilmt, gestreamt. 8köpfiges Filmteam. Ich bekam Ker wat gut – Pott au chocolat. Dortmund ist eine große, interessante Stadt.

Neu: Orgel-Information:

Schulte/Radcliff Orgel Dortmund

 

Berner Orgel Stuttgart Schloß 

Strebel Orgel Hohenstein

Schulte Orgel Dortmund 

J.S. Bach – BWV 542 g-Moll, Schulte Orgel St. Petri Dortmund

6. Oktober 2021

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Wir hauen uns hier auf der Erde die Köpfe ein und sind doch behütet. (AHS)

Vorsicht, Frauen, vor dem Kommunikations-Berater Michael Vetter aus Köln. Der mir total Unbekannte hat mich gestern bewusst mit den seltsamsten Geschichten über seine angeblichen „Neigungen“ auf facebook getäuscht und manipuliert und, um meine Aufmerksamkeit zu gewinnen und anbändeln zu können, mir bewusst Lügengeschichten erzählt. Ich war sehr naiv, dass ich darauf reingefallen bin. Ich frage mich, wie oft er das schon getan hat mit anderen Frauen. Er wirkte unglaublich „trainiert“, Frauen einen Bären aufzubinden, um mit ihnen telefonieren und schäkern zu können und um Mitleid zu erheischen. Da spricht er dann mit dunkler Samt-Stimme, spielt sich als Retter auf und erzählt ein Märchen nach dem anderen. Er wirkt so, als wäre das eine Art „professionelle Masche“, ein ihm bekanntes Spiel. Ich habe ihm wirklich geglaubt. Er hat einen Riecher dafür, welche Frau er täuschen kann. Ich ärgere mich über mich selbst. So was habe ich noch nie erlebt.

Neu: Orgel-Information:

 

Röver Orgel Quedlinburg

Werner Orgel Limlingerode

Werner Orgel
Sendschreiben für Orgel

Neue Musik für Orgel! Offenbarung 3.

Weil gefragt wurde: Wenn ihr meine Orgel-Information und den Orgel-Blog oder die Videos finanziell oder anders unterstützen wollt, denn es ist viel Arbeit: Deutsche Bank Würzburg, IBAN: DE85790700240026181800

Eure Anni

Bente Orgel Walkenried

Ladegast Orgel

Stiftskirche
Stabkirche

Hindere die Spielleute nicht. Und wenn man lauscht, so schwatzt nicht dazwischen… (Martin Luther)

Kluger Mann, dieser Luther. Ich glaube, das ist das Schlimmste, wenn bei armen Kirchenmusikern im Gottesdienst das Volk einfach quatscht, wenn er spielt. Ob deswegen manche so sauertöpfisch sind? Aber das ist auch gemein.

Ich mag es auch nicht, wenn man mich hindert.

Das Konzert war schön. Die Barker-Maschine seufzte manchmal, aber ansonsten liegt sie mir gut in der Hand, die Ladegast.
Es geht mir auch gut ohne Barker. Ladegast pur. 

Übrigens letzte Woche, da lief noch nebenbei mein AMPF = Doktorandennetzwerk. Ich hatte auch Vortrag. Ich beobachte mich selbst manchmal kopfschüttelnd, während ich zwischen Orgeln, Reisen, Videos noch eben mal meine Doktorarbeit vortrage. Und dafür mein MacBook hervorkrame – und es doch ganz gut mache. Während die anderen über Musikpädagogik philosophieren, habe ich via Handy das Zoom am Ohr und diskutiere mit, während wir auf der Autobahn oder durch Wiesen zur nächsten Orgel brausen. Der nächste Kantor kommt, und ich stelle das Zoom auf leise.

Genauso wie ich jetzt auf der Autobahn Blog schreibe, nachdem ich „Vitello tonnato“ gegessen habe. Während im Bayern 1 Lovesongs laufen. Waltzing Matilda. Ob Rod Stewart schon tot ist? 

Gestaltung und Klanggebung einer Orgel finde ich schön.

Gedankensprung.

Habe heute nebenbei an der Ladegast eine neue Gruppe auf facebook gegründet:
Neben „Orgel Prospekte“. Sie heißt „Musik in der Kirche. Kirchenmusik in der Welt“ – poetisch, finde ich. Hier ist der Link dazu: 

Neue Kirchenmusik-Gruppe facebook

Warum eine neue? Sie soll dazu dienen, ohne Lästern, Mobbing und Schmähkritik Musik in der Kirche zu diskutieren und zu präsentieren.
Kurz: Das Gegenteil zur Ansgar Kreutz-Kirchenmusik-Gruppe, wie ich finde, in der gehässige Kritik und Hetze durch Leute und „Administratoren“ wie – wie hieß er noch mal – Benjamin Frensel beinahe „normal“ zu sein scheinen. Ein Lob für die Gruppe Organisten-Forum – da landete Hetze von Thomas Anschütz, von dem ich gar nicht weiß, wer das ist, der unter Frauennamen stänkert und Gruppen benutzt, seinen persönlichen Haß abzuladen, bei weitem nicht so, wie es in der Ansgar Kreutz-Gruppe gelandet wäre. Dort hätten sich Hater wie Köter auf Fleisch geworfen, es sind immer die gleichen, während Ansgar Kreutz und „Kirchenmusiker“ schweigend zugesehen hätten. Vorbilder für die Läster-Bengel sind die lästernden Altherren. So wird dieses Haß-Verhalten an die nächste Generation weitergegeben, während Kirchenmusik, Gottesdienst und Kirchen weiter absterben. Überall werden Kirchen geschlossen, zusammengelegt, Orgeln verkauft. Und was weiß man über die Kirchenmusik? Sie brüstet sich weiter nach außen als gehässiger Männer-Verein, anstatt aufzuhalten und zu retten, was hier unter ihrer eigenen Regie immer weiter abgestorben ist: Gottesdienst.

Allein in Mannheim schließen über 10 Kirchen. Tragödie. Wer traut sich das schon zu sagen?

Oder könnt ihr euch vorstellen, dass solche Leute Choräle spielen und Gottesdienst halten können, wo sie doch das Gegenteil von Gottesdienst tun und präsentieren? Wen werden sie in die Kirche locken? Wieviele? 
Der Fokus der Kirchenmusik sollte auf die Anbetung Gottes ausgerichtet sein. Wie können wir uns neu ausrichten? 

Ich frage mich allgemein immer, was das eigentlich für – Abschaum darf man ja nicht sagen – Menschen sind, die zusehen, wie andere fertig gemacht werden und noch treten. Oho! Ist ihnen die „Macht“ (einer Gruppe) zu Kopf gestiegen?

Ich habe schon 4 eigene Gruppen, die teilweise größer sind, aber Macht kam mir nie in den Sinn: Gruppen zu benutzen, um andere schlecht zu machen, weil sie selbst keine Konzerte oder Videos oder Fotos oder Ideen präsentieren können und voller Neid sind.

Es sind Gender-based Attacken, denn die meisten dieser Gruppen bestehen fast nur aus Männern. Es gibt eine Art digitalen Femizid, finde ich: Ehrgeizige Frauen wie ich sollen digital ermordet oder „ausgelöscht“ oder vertrieben werden, aus Berufsgruppen, aus Gruppen…

Über Femizid gibt es einiges auf YouTube. Hört es euch an. Das war für mich auch neu. Digitaler Femizid – den Begriff habe ich gegründet bzw. erfunden.
Leider sind die wenigen Frauen auch nicht gerade hilfreich, sondern eher mit Männern verbündet.

Ich weiß, dass mein Blog provozierend empfunden werden kann und dass getroffene Hunde bellen, aber ich halte meine Kritik für sehr wichtig und notwendig (gerade als Frau in der Männer-Domäne Kirchenmusik). Wahrscheinlich muss man meinen Blog im Ganzen lesen, um ihn zu verstehen. 

Das Heuchlerische ist: Johannes Richter und andere setzen sich angeblich für vergessene Orgeln ein, attackieren mich aber, die genau das Gleiche macht – weil es ihnen gar nicht um vergessene Orgeln geht, sondern um sich selbst und um Konkurrenz. Wer mehr Aufmerksamkeit, Views, Likes und Kommentare bekommt. Und dass ich wage, ebenfalls in Mitteldeutschland zu sein.  Sonst würden sie doch jeden unterstützen, wenn es ihnen wirklich um die Sache und die Orgel gehen würde, jeden, der sich ebenfalls um kleine Orgeln kümmert. Und eben nicht attackieren. Da ich aber mehr Views, Kommentare, Aufmerksamkeit bekomme, egal, ob ich an großen oder kleinen Orgeln sitze, egal wo, zeigt sich deren wahres Gesicht: Attacken. Damit graben sie sich selbst das Wasser ab und zeigen, dass es ihnen nur um sich selbst geht und um Selbstverwirklichung. Mir aber geht es wirklich um die Orgeln. 

J.S. Bach – WTK I BWV 850 Präludium und Fuge D-Dur, neue Jörg Bente Orgel Kloster Walkenried Harz

Aria Deppeé Orgel
Orgelvorstellung

27. September 2021

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Flöte spiel ich mit links und mit den Füßen Posaune. (Spielertypen an der Orgel)

Heute schönes Konzert 19 Uhr an der Weigle Orgel Echterdingen 1954 Opus 995 in der evangelischen  Markuskirche Mannheim-Zentrum (helle, warme Holzkirche), 2021 von Orgelbau Popp renoviert, festliches Einweihungskonzert mit Sekt heute, gut besucht trotz Wahl und Regen. Blumen. CDs verkauft. Pandemic Dance kam gut an. Meine vierte Weigle. 
Eine liebe Pfarrerin, die Indien liebt und mir richtig Lust auf Indien gemacht hat. Zudem hat sie indisch gekocht. Die pneumatische dreimanualige Orgel, wie ein großer Kamm aufgefächert, besitzt Walze und Schweller, freie Kombinationen, Absteller, hat gewisse „neobarocke“ Schrillheit hier und da, was ich jedoch gut abfedern konnte. Zudem macht sie Holz-Nebengeräusche, die ich oben kaum gehört habe, und pfeift etwas beim Treten von Tutti. Ich informiere Popp.
Mitte Oktober spielt hier Johannes Michel – dessen Stücke mir nicht gefallen, zu gefällig, weniger originell, nach dem Zeitgeist mit einer Prise „Jazz“, U. Pop an der Orgel ist nicht so meins. Die meiste sogenannte neue „Klassik“ heute in Kirchen ist U. Vor allem Chor und Orgel. Gefälliges.

Ich stehe auf E. Auf Neue Musik.

Die Weigle ist völlig anders als die Strebel Orgel gestern. Es macht großen Spaß, als Konzertorganistin Orgeln zu bereisen und zu erobern. Es gibt ja kaum Konzertorganistinnen. Ich bin eine absolute Rarität. Jedes Mal ein Abenteuer: Diesmal heute habe ich neu Liszt Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen (WKSZ) das zweite Mal gespielt, heute komplett mit Walze. Auch Ritter d-Moll zum ersten Mal komplett mit Walze. Und Schweller.
Walze ist ja eine Welt für sich. Es ist wirklich interessant, es zu trainieren. Wichtig ist hier, alle Koppeln und Register vorher zu entfernen. Die Walze ist schwergängig, sie visuell beobachten und mit der Ferse betätigen, sonst tut sich da nichts. Man muss mit der Walze eins werden. Nach unten wird es lauter. Man muss ein Gespür bekommen, unsichtbar dafür, wo die Nähte und Brüche der Klänge sind. Man muss mit der Walze atmen.

Ich achte meist darauf während eines Konzerts, alle Register hervorgehoben präsentiert verwendet zu haben. Ausnahmslos. Keines soll vergessen werden. Das gelingt mir besonders durch Pandemic Dance, bei dem ich ganz neu mische.
Danach Käseplatte und jetzt dringend schlafen. 

Sind Sie eigentlich schwul? (AHS)

Konzert Mannheim AHS

AHS

Weigle Orgel Mannheim

11. September 2021

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Der Motor meines Handelns ist Gerechtigkeit. (Alice Schwarzer)

Bin in Ansbach (wunderschön, Mittelfranken, 49.000 Einwohner). Kaum zuhause, am nächsten Tag schon wieder im ICE: Diesmal zuerst Unterricht Stiftskirche Stuttgart bei Kay, dann Konzert Ansbach. Gleich zwei tolle Orgeln hintereinander an einem Tag, und so unterschiedlich wie Tag und Nacht, Stiftskirche und Gumbertus beim Schloss, Mühleisen und Wiegleb. Ich übernachte in Ansbach und treffe morgen vielleicht Rainer Goede wegen den Rezensionen. Die Konzerte in Schmölln sind auf Oktober verlegt. Rudolstadt ist am 3.10.
Nächste Konzerte Ansbach, Nürtingen, Liebenrode Hohenstein und Mannheim. Die Wiegleb 2007 ist einfach genial, was für wunderschöne Farben und Prinzipale! Ich berichte morgen.

Der Unterricht in Stuttgart ist super an der Orgel: Produktiv, auf den Punkt gebracht, sehr effektiv, klar und direkt und trotzdem ruhig. Es kommt mir wie „Hausputz“ oder wie „Zähne putzen“ vor: Ein guter Lehrer ist wie eine regelmäßige Reinigung. Sei es ein Fingersatz, ein Fußsatz, eine Korrektur, Legato, Erkenntnisse der Einstellung zum Instrument im Allgemeinen. Beispielsweise stretta – eine (von mir geliebte) beliebte „Vorgehensweise“ am Klavier, jedoch problematisch an der Orgel. Denn stretta kann man am Flügel gut ausgleichen und abfangen durch Dynamik und Klang, der automatisch entsteht (crescendo). Jedoch an der Orgel ist kein Ausgleich durch Dynamik da, daher verliert stretta an Klang! Dieses von mir instinktiv gewählte Ausdrucksmittel fällt an der Orgel also meist flach. Im Gegenteil: Zügel in der Hand. Tastengrund ausfüllen. Ruhig fließen.
Genauso auch Kraft und Adrenalin: An der Orgel braucht man mehr Kontrolle als Kraft. Dass ich eine Kompass-Nadel werde, die gleich aus dem Gehäuse springt, nutzt an der Orgel wenig. Im Gegenteil. Man braucht viel Erdung und Ruhe, um (positiv) Kontrolle zu haben. Weiterhin ist auch, neben starken (kontrollierenden) Fingern das weiche Strömen in oder auf der Luft wichtig, ohne Akzente, ohne ritardandi, ohne Drücken.
Die Pedale in der Stiftskirche sind schmal. Daran muss ich mich immer erst gewöhnen. Die Setzeranlage ist top. In Ansbach wiederum gibt es keine, auch keine Zahlen. Ein Registrant hat auch keinen Sinn, denn es soll hier „Horror“ sein zu registrieren, denn man sieht von der Seite die Schrift kaum, und zudem kann leicht verwechselt werden, zu welcher Schrift welcher goldene Knopf gehört, darüber oder darunter. Die einzige Möglichkeit ist es, es selbst zu tun. Die Verschmelzung mit den Registerfeldern ist hierbei wichtig. Das Fühlen, wo was ist. Das Wissen. Wie auf den Tasten. Genauso. Hier ist d und es auf den Tasten und in den Noten, hier ist die Posaune und die Pedalkoppel in den Feldern. Die Pedalkoppel muß angehoben werden. Die Mixtur auf II Ist weicher. 32 Fuß mächtig. Posaune gut gestimmt. Usw. Das muss ich alles im Kopf und im Herzen haben. Das Echo in III ist erstaunlich laut, das Bügeleisen (Schweller) wird nach rechts laut, barocke Wiegleb-Klänge in Ritter draußen lassen (wissen, wo die sind, also Sesqui, Aliquoten, Zimbel, Quinta, Quintatön, 2-Fuß, Vorsicht auch mit der Mixtur…). Wo kann man oktavieren. Usw. Es sind also vier Bereiche: Manuale (Aufteilung auch), Pedale, Noten und Registrierfelder. Die Pedale sind dick und weit. In Stuttgart schmal und eng. Jede Orgel anders. Und der fünfte Bereich Klang: Die jeweilige Größe der Orgel und die Akustik des Raumes. Die jeweiligen Einzelfarben und die „chemischen“ Reaktionen auf das Mischen.



Wiegleb Orgel Ansbach

10. September 2021

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Klischees sind keine Missverständnisse, sondern geplante Strategie. (Alice Schwarzer)

Ich bin wieder in Deutschland. Leider. Und doch wieder vertraut normal. ICE. So kalt und modern. Ich bekam zum ersten Mal in meinem Leben eine „Corona-SMS“. Woher die meine Nummer haben? Von den Reisetickets oder von den Passkontrollen? Bluetooth? Von mir jedenfalls nicht, unheimlich. Im Nachtzug wurden wir gegen halb 4 Uhr morgens geweckt. Dann wurden alle Pässe kontrolliert. Seltsamerweise fühlte ich mich im Nachtzug sicher und geborgen und konnte gut schlafen. Langsam muss man wieder eine halb zerfetzte Maske hervorkramen. Aber erst noch mal einen Kaffee trinken. Ich sitze in meiner schwedischen blaugelben, mega-nationalschwedischen Wolljacke von Kiina Kilgren und meinen schwedischen Socken und meiner Schwedentasche mit dem roten Dalarna Häst als lebendige nationale Flagge im ICE Hamburg nach Würzburg (so ganz anders als Snabbtåg SJ) und bin verwirrt und schaue finster drein. (Meistens verstehen Menschen meine Miene falsch und fragen mich besorgt, ob alles in Ordnung sei oder finden mich gar süß). Verwirrt, dass Videos von Künstlern wie Til Schweiger, die Impfungen hinterfragen und eine eigene Meinung haben, gelöscht werden. Künstler werden teilweise sogar verspottet und als „Schwurbler“ dargestellt. Öffentlich eine andere Meinung zu haben als die gewünschte, scheint mehr und mehr verboten zu werden? Was mich auch wundert: Alte Leute hat die Regierung nicht besonders interessiert bis dato, denn die Renten sind viel niedriger als in anderen Ländern, manche alte Menschen sammeln Flaschen. Und plötzlich sind alte Menschen besonders wichtig geworden?
Gesundheit wurde bis dato nicht gerade gefördert, Pflegerinnen usw. erschreckend schlecht bezahlt, Krankenhäuser dicht gemacht, Ärztinnen arbeiten ein Wahnsinnspensum ab… und plötzlich ist unsere Gesundheit wichtig geworden? Ob es wirklich so ist, wird sich zeigen eines Tages.
Ob es wirklich schon feststeht, dass unser Land nun so richtig und noch mehr rotgrünlinks wird als zuvor – wird sich zeigen. (Noch linkser geht wohl kaum noch.) Ich vermisse Schweden jetzt schon. Auch wenn ich nicht üben konnte. Also, wenn man nicht übt, dann ist und wird man wie all die anderen Menschen auf der Welt.
Ausgewanderte Deutsche wie Michael Ermann sind teilweise aber auch nicht das, was ich mir unter Auswanderern, geschweige denn echten Schweden vorstelle: Nach 16 Jahren können sie immer noch kaum Schwedisch, sind nirgendwo angeschlossen oder eingebunden und leben in einer eigenen Welt.

Noch zu der Frage der Flöten: Laukvik zitiert eine Formulierung von Liszt und fügt erklärend ein, dass mit “sehr dumpf” nur Flöten und Gedackte gemeint sein können. Liszt kann den Begriff “dumpf” wohl kaum negativ meinen, sondern hat – etwas unglücklich ausgedrückt – dunkel und ohne Kontur o.ä. beschreiben wollte. Solche Klänge gibt es nur bei weit mensurierten Flöten und auch Gedackten. Prinzipale und Streicher können einen solchen Klang nicht bieten, denn das ist ja nicht ihre Funktion. Flöten und Gedackte können auch ganz andere Klänge bieten als dunkle – die Vielfalt der Bauformen und Intonationsmöglichkeiten ist da eher noch größer als bei Prinzipalen.

Ich höre/lese gerade Franz Kafka. Er hat ein erstaunlich beschauliches, bescheidenes und kurzes Leben geführt. Er hat nebenbei „Weltliteratur“ (teilweise in einer einzigen Nacht) geschrieben. In einem Flow. Wie er sehe ich das auch als fast „die einzige Art des Schreibens“ an. So möchte ich das auch tun. Und er wurde während seines Lebens angefeindet: Was er schreibe, sei peinlich. Aber er wusste dabei immer ganz genau, dass er ein sehr guter Schriftsteller ist.

Ich weiß, ihr findet das wahrscheinlich lustig, aber ich höre auch gern Kinderhörspiele, von Astrid Lindgren und Ottfried Preußler…

Ich saz uf eime steine und dahte bein mit beine. (v.d.Vogelweide)

Ich bin in Västernorrland angekommen, es riecht nach Meer: Die Ostsee ist hier direkt. (Ich kann immer Meer schon in 2 Stunden Entfernung wittern und riechen.) Nordschweden. Lappland ist nicht weit.
Ich fuhr mit dem Snabbtåg von Stockholm nach Sundsvall über Gävle und Söderhamn (4 h) und wurde in Sundsvall abgeholt. Die Hafenstadt Sundsvall hat 60.000 Einwohner. Bis Umeå sind es noch 2 Stunden. Auch Haparanda am Meer ist nicht mehr weit weg.
Vi har varit i hotellet Södra Berget. Vi krossade stora brun över hamnet: Die Autobahnbrücke E4. Die Aussicht ist enorm und wunderschön. Der Himmel in Schweden ist groß und leuchtend wie in den USA. Wir haben einen unglaublichen Regenbogen gesehen. Die Luft ist so sauber und voller Sauerstoff, dass ich müde wurde anfangs und mich erst eingewöhnen musste. Wir sind am nördlichsten Ende Europas. Das fühlt sich schön an, kein Transitverkehr, alles ruhig und ohne Vermischung. Eben individuelle skandinavische Lebensart. Vi har varit i Birsta City bei Ikea und in der großen modernen Mall. Dann fuhren wir nach Smitingen (der bekannteste Badeort hier und Naturreservat und Sandstrand und Felsen). Wunderschöner Strand. Es gibt dort auch blaue Nurdachhäuser. Und Härnö Gin. Dann fuhren wir nach Östanvik und Gåltjärn, mitten im Wald. Und ratet, wer hier in der Nähe wohnt? Hans-Ola.

Wie ich allerdings ein Haus mit 10 Hektar Grundstück mit Wald, Wiese, Biber-Teich und Bach neben meiner Karriere bewirtschaften soll, ist mir ein Rätsel.

Heute besuchten wir Höga Kusten (Hohe Küste) und Höga Kusten Brun, das ist die drittgrößte Hängebrücke der Welt. Die größte ist die Golden Gate Bridge, da war ich schon zweimal, 2016 und 2006, und die zweitgrößte ist in Japan. Direkt an der Brücke gibt es das schöne große Höga Kusten Hotellet (Hotel). Unter der Brücke fließt der riesige Ängerman Älven (Fjord, Ausbuchtung des Meeres), der in die Ostsee fließt. Im Grunde ist dieser Älven schon Ostsee. Das Septemberwetter ist mild und sonnig, und so auch die Ostsee, keine einzige Welle.
Wir waren in der wunderschönen kleinen Hafenstadt Härnösand, in der die Leute Boote (Segelboote und Motorboote) und Chevys und schicke große Oldtimer haben. Es ist die Zeit der Elchjagd, man darf nicht ins Dickicht. Wir waren in Eriks Hjälpen und kauften einen weißen Schaukelstuhl für mich. Wir kauften in Hemköp einen Salat an der Salatbar und aßen diesen am Hafenbecken (Brackwasser). Die Ostsee ist nicht so salzig wie die Nordsee. Dann fuhren wir mit dem schönen alten VW T4-Bus mit Spüle und Vorhängen nach Sälsten an den Steinstrand (altes Fischerdorf), sahen aber leider keine Robben. Ich bildete mir ein, in Felsen Robben zu sehen. Überall gibt es noch vereinzelt Camper. Dann fuhren wir nach Vårdkasen: ein Rundumblick auf dem Turm (Vogelperspektive). Gretaland. Windräder.

Containerhafen Frachthafen Härnosand. Kramfors. Brunne. Byn. Gissjö…

In Gåltjärn (Waldsee) auf dem Grundstück gibt es einen riesigen Biberteich (Biotop). Biberfamilien fressen Rinde, große Bäume werden geknackt. Der Biber staut Wasser und baut Dämme. Von Damm zu Damm baut er, um seinen Lebensraum zu vergrößern. Er isst Birke. Er schält den Baum komplett ab. Ich habe die zerstören Birken gesehen. Wo ich doch Birken liebe. Er fällt die Birken nach dem Sanduhrprinzip. Er entrindet Laubbäume. Killer-Tier. Er verändert die Landschaft und Wälder massiv. Schweden muss sich momentan gegen die Biber so wehren. Manche werden erschossen.
Vor dem Fenster sind Schafe und Katzen, da es auch Mäuse gibt. Und Seven, der Australier (wuscheliger Hund). Und ganz viele riesige Pilze überall, Steinpilze und Fliegenpilze, richtige Oschis. Und Igel habe ich auch gesehen. Noch keine Elche. Noch keine Füchse. Wildschweine gibt es hier nicht, zu viel Schnee.

Es gibt hier massiv viel Schnee Dezember bis März. Er taut erst im April. Hier ist noch absolut kein Klimawandel. 1, 75 m hohen Schnee gibt es hier, den höchsten Schneestand Schwedens (war im Fernsehen). Ich wäre im Schnee ertrunken. Aber jetzt ist es warm, sonnig, samtig und angenehm. Man kann es sich nicht vorstellen. Aber wie ich 10 ha wildes Land und 4 Monate meterhohen Schnee mit meiner Karriere verbinden soll, ist mir ein Rätsel. Was denkt ihr?
Da ich hier bei lieben deutschen Freunden bin, spreche ich momentan leider kein Schwedisch. Aber lese.

Abends hörten wir Back to Black (LP) von Amy Winehouse. Ich lese Agnes von Krusenstjerna (1894-1940).