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19. Februar 2020

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Man kann eine Frau nicht hoch genug überschätzen. (Karl Kraus)

Ich mag die biblische Sonaten von Kuhnau sehr. Auch Gabrieli, Cabezon, Fischer, Cabanilles. Und neu entdeckt: Reincken, Scheidemann, Weckmann. Interessant ist Bach auf einem Pedalcembalo. An meiner Hauptwerkorgel mag ich besonders Heppenheim, die Silbermann-Orgeln, die Führer-Orgel und die Holzhey. Manche Orgeln sind eher trocken, andere mit viel Akustik aufgenommen. Ich freue mich auf das Video-Wochenende (Klavier und Orgel). Empfehlen kann ich den Film Can a song save your life mit Keira und Jailhouse Rock mit dem phänomenalen Elvis.

15. Februar 2020

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Tägliches Üben ist wie tägliche Medizin. Medikamente brauchen Zeit, um zu wirken. (Ann-Helena Schlüter)

Ein Tag mit gemütlichen Düften, ein schöner Geburtstag. Ich hoffe, dass Bienen in mein Bienenhaus kommen und sich mit den Kohlmeisen verstehen. Hoffentlich schaffe ich mal einen Tag ohne Musik.

Ich liebe Gutscheine :).

Empfehlen kann ich Jane Austen: Verstand und Gefühl (Hörbuch). Eine kluge Schriftstellerin, eine nette Gesellschaftskritik. Mozartbearbeitungen dabei miteinander verglichen (beide Fantasien f-Moll). Ich denke, meine eigene ist die beste. 

Ich freue mich auf Schweden.

30. Januar 2020

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Was ist wohl schöner, als die eigenen Gefühle in Töne zu kleiden? Welcher Trost in trüben Stunden, welcher Genuss. (Clara Schumann)

Meine Mozarts beginnt zu grooven.

Das Wichtige an der Orgel:

Man regelt den Klang über Zeit, nicht über Gewicht. Armgewicht. Am Flügel aber breite ich meine Arme aus. 

Klang über Zeit?

Also die Längen der Töne in ihren verschiedenen Tempi und Eigenarten.  Man muss bei der Orgel die Töne immer noch orten können, sonst ist da nur Geräusch. Anders als am Flügel. Also nicht zu kurz.

Ich fange an, das Drehen an der Orgel (das Pedaldrehen) zu mögen. Es ist nicht mehr seltsam und unangenehm.

Ich singe an der Orgel, aber nüchterner. Töne nicht wegrupfen. Das Pedaldrehen, die Knie, das Aufrichten, die Organisation der Längen machen zusätzliche Bewegungen, die vom Klavier her normal sind, wie vor allem meine Ellenbogen, die sich für den Klang wie Flügel ausbreiten, unnötig. Flügel ausbreiten mache ich am Flügel.

Es tut gut, nach dem Üben zu entspannen, ich mag Feldenkrais und Atmen und in meinen Körper spüren. Die Orgel schenkt ein anderes Körpergefühl. Ich bin dankbar für die guten Helfer und Trainer, die ich habe.

Wenn ein großer Führer sein Werk vollbracht hat, sagt das Volk: Wir haben alles selbst getan. 

Gedanke 83

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Baldachin von Klang

Musik ist sinnliche Wahrnehmung. Ein Baldachin von Klang, ein Firmament der Töne. Leere gibt es gar nicht: Das Universum singt: In Musik baden. Wir können uns auf unsere Sinne verlassen. Wir sind ein Instrument. Ein sinnlicher Globus. Kunst wird nie überholt sein; wird immer gedeutet werden.

Innen-Wahr-Nehmung: zwischen Wahrheit und Sinnen. Staunend. Dankbar. Die Ebene der Kunst: Mutterboden der Unschuld: Alle Heiligkeit ist Unschuld.

23. Mai 2019

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Heidelberg, Krämer-Orgel

Es war sehr schön, den wunderschönen bunten Spieltisch der Walcker-Orgel und den der Krämer-Orgel zu sehen und den Klang zu hören. Auch der Heidelburger schmeckte bestens danach. 

Daheim bin ich beim Üben barfuß auf den Holzdielen der Orgel gelaufen und habe einen Splitter in den rechten Ballen bekommen, da ich ganz weiche Haut habe; das war vielleicht ein Drama, bis der wieder draußen war. Meine Lieblingskantate ist momentan BWV 110, besonders “Ach Herr, was ist ein Menschenskind, dass du sein Heil so schmerzlich suchest”, und “Frieden” danach. Und BWV 63: “Gott, du hast es wohl gefüget.” Bach hat dieses Psychologische und Sensible, als wüsste er, welche Botschaft die Menschen brauchen; die Musik rangt sich gerade nachdrücklich, geradezu beschwörend um diese Worte. Diese Musik ist wirklich Proklamation. Ich liebe das Trillern von Barockinstrumenten. 

Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass es noch nicht lange her ist, dass es eine Zeit in meinem Leben gab, in der Orgel keine Rolle gespielt hat. 

“Alles, was man tun muss, ist, die richtige Taste zum richtigen Zeitpunkt zu treffen” – soll Bach gesagt haben, zumindest auf dem Bachfest Rostock. Da sehr viel mehr dazu gehört, weiß keiner besser als Johann Sebastian. Ich kann mir kaum vorstellen, dass er das (außer zum Spaß) gesagt haben soll…

Schade eigentlich, dass Bach keine Frau war. 

 

29. April 2019

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Berlin / Heidelberg

Klangvolle Steinmeyer-Orgel Berlin-Spandau, schönes Konzert, Madame Tussauds Berlin, unterwegs nach Heidelberg: Peterskirche.

Gedichte und Roman im Domradio Köln und ERF-Lesezeichen gelesen (mit Interview). Konzert bald in Erftstadt. Fotos mit Donata Wenders.