Archiv

24. Oktober 2021

Schlagwörter: , ,

1 Kommentar
Kommentar verfassen

Das ist kein Heuler, da hat ein Holzwurm auf einen Nagel gebissen. (Spruch aus Rinteln)

Heute habe ich etwas ausgeruht und habe meine Aufgaben erledigt. Und kamen meine schönen warmen leguano Kosmos an. Ich werde ja von leguano gesponsert und liebe diese Schuhe, auch an der Orgel. Und schöne Post von der GVL.

Apropo Holzwurm: Die Gretchen-Frage ist: Soll ich oder muss ich Mich-Attackiernde beim Namen nennen oder nicht? Hier bin ich noch am Ringen. Schreibt mir hierzu eure Meinung.

Heute bekam ich erneut einen Hinweis darauf, wer der „Dorforganist“ ist, man schrieb mir hierzu via email und sandte mir Auszüge seiner Lästereien. Ich prüfe das noch. 

Und:

„Ich möchte Sie vor Johannes Sommer aus Bayreuth warnen. Ein 60-jähriger Kirchenmusikstudent. Dabei ist Johannes Sommer ein eher schlechter Organist, wie man auf seinem Youtubekanal sehen und vor allem hören kann – ein ewiger Kirchenmusikstudent ohne Fortschritt. Dennoch brüstet er sich, ein Konzertorganist zu sein und Sie, werte Frau Schlüter, von Ihrem Thron stürzen zu wollen…“

Das war ein Ausschnitt. Ich erinnere mich dunkel: Johannes Sommer war mal ein Fan von mir, hat auch Kompositionen via E-Mail 2018 bei mir bestellt und bezahlt, bis ich den Kontakt abbrach, weil er mich genervt hat, und ihn auf fb blockierte. Das hat er wohl nicht verkraftet. Fans, die Hater werden oder sind, sind die schlimmsten Typen: So eine Mischung aus Bewunderung und Ablehnung, Stalking und Fanen und Haten. Seltsam, dass irgendwelche unwichtigen No-Name-60-jährige, die ich nie gesehen und denen ich nichts getan  oder die ich total vergessen habe, darauf eingeschossen sind, zu versuchen, mir zu schaden, die sich rund um die Uhr mit mir zu beschäftigen scheinen. Sie sind sauer, dass ich deren Anfeindungen direkt und offen erwidere. Das sind Männer von Frauen nicht gewöhnt. Deshalb schieben sie ihre kleine Kanone ins Depot zurück, um die großen Raketenwerfer in Stellung zu bringen und abzufeuern. Da ist ein Club von lästernden +- 60-Jährigen (Hater-Fans): Rochus Schmitz, Karl-Bernhardin Kropf, Barry Jordan, Matthias Dreißig, Johannes Sommer, um nur einige zu nennen, und dann deren „Nachwuchs“ im Lästern. Mit ihren Angriffen lenken sie davon ab, dass sie sich mit ihrem Lebenswerk nur im alltäglichen Mittelmaß befinden, wie ich finde. Das ist das, was sie „eint“. Ob sie sich gegenseitig überhaupt leiden können? Ich bezweifle es.
Das Hauptmotiv, das ich erkennen kann, ist, dass ich eine Frau bin und sehr viele Fans, Videos, Follower, Unterstützer, Abschlüsse, CDs, Noten, Bücher und Video-Aufrufe habe, von denen sie nur träumen können. Und dass ich mir nichts gefallen lasse. Sie gehen in ihren Attacken sehr hintenrum und feige vor. Man kann ja gern jemand kritisieren. Auch mich. Aber was die machen, ist längst etwas ganz anderes. Keiner von denen hat je offen, ehrlich und vernünftig mit mir geredet, wenn sie denn Kritik haben. Im Gegenteil. Rochus Schmitz war so feige, dass er am Telefon allen Ernstes behauptete, „er würde mich nicht kennen“, als ich eine Klärung am Telefon verlangte. Um mich Minuten später wieder mit Emails zu bombardieren. Ich bin erstaunt über solch unreifes Verhalten von +-60-Jährigen. Eigentlich traurig. Das Einzige, wodurch diese bekannt werden, ist ihr Brass auf mich. Ich sage nicht, dass ich keine Fehler habe. Aber warum sind diese so sehr an mir interessiert? „Verliert ein Mann gegen einen Mann, ist es nicht schlimm. Verliert ein Mann gegen eine Frau, ist es sehr schlimm.“ Sommer hat auch Videos, aber schlecht, sehr durchschnittlich, Mittelmaß, und sehr schlecht besucht, mit fast keinen Abonnenten. Aber ich hätte mich nie um ihn gekümmert. Das Mittelmaß kann doch so langweilig und schlecht spielen wie es will und weiter total irrelevant bleiben. Es ist mir egal. Aber warum ist ein Johannes Sommer so aktiv gegen mich? Und was mich auch wundert: Fällt denn Johannes Sommers Mitlästerer überhaupt nicht auf, wie mittelmäßig er spielt und wie schlecht seine Videos sind, während er über mich lästert und sich beschwert? Wie unglaubwürdig und unmusikalisch ist denn dieser Club. Um sachliche Kritik geht es also gar nicht. Oder haben sie deswegen einen Fake-Namen, um ihre jämmerlichen oder nicht vorhandenen Eigenleistungen zu verschleiern und zu verbergen? Während sie Frauen kritisieren? Der Club kommt mir vor wie ein Pulk alter, schlechter Autos, die einen Rennwagen kritisieren, während sie selbst aus ihrem Auspuff den letzten Qualm ausstoßen. Und dann noch eine Frau! Oho! Ein weiblicher Rennwagen! Ich habe hierbei ein Bild aus einem Walt Disney Film vor Augen. Cars? Yep.

Anbei ein Video von dem, der meint, über mich stänkern zu müssen – so schlecht:

Der Titel passt zu seinem Verhalten, finde ich. Er freut sich darauf, „dass ich zerbreche“. Wie krank sind solche Leute.
Wie kann denn jemand mit solchen Videos und so schlechter Leistung überhaupt jemand anderen kritisieren? Er muss ja blind über sein eigenes dürftiges Können sein. Und alle seine Mitlästerer auch, oder wissen die das und sagen nichts? Denken sie wirklich, sie sind die Größten? Wenn man nicht mal weiß, wie man YouTube buchstabiert? Und apropo Aufnahme-Qualität. No words left.

Dass Fußballfan-Niveau (wo Männer Profispieler auf dem Bildschirm kritisieren und selbst keinen Ball treffen) in der Orgel-Szene existiert, wusste ich nicht. Und dass Hunderte Männer tatenlos zusehen, wie solche Männer über eine Frau lästern, ist erschreckend. Das ist noch trauriger. Kirchenmusik 2021.

Neu: Orgel-Info:

Laar Führer Orgel
Förner Orgel

19. Oktober 2021

Schlagwörter: , ,

Kommentar verfassen

Schöne Registergesichter. (AHS)

Oh was schreibt Stig Dagerman so schön.

Am Wochenende habe ich die Vergleichsstichproben für meine Promotion gemacht, an den Schulen, mit Konzert. Und den Nachhaltigkeits-Fragebogen entworfen. Endrunde! Morgen Methodentreffen. Und nächste Woche treffen Schweiz und Österreich aufeinander (kein Fußball). Luzern und Salzburg. Dass ich in beiden Nachbarländern tätig bin, ist schön.

Ah, die Filmmusik zu James Bond auf iTunes mag ich. Manchmal bin ich gern etwas … kitschig. Wenn ich da an meine Hausschuhe denke.

Ich liebe Kirchen als Kunstwerke, Steinkolosse, Paraden von romanischen Kirchen, Gotik auf römischen Ruinen, Dome und Zeitgeschichte, Chorgestühle und Akustik.
Doch ist die Scheinheiligkeit in den Kirchen leider ein Problem. Für mich ist die Kirche ein Musiksaal für Konzerte – und das ist in der säkularen Saal-Welt viel klarer und echter und ehrlicher definiert. Da redet man offen Business. In den Kirchen aber geht es auch um Business, aber keiner will es zugeben. Dabei geht es in den Kirchen mehr um Macht, Geld, Konkurrenz und Neid als irgendwo anders. Und das war schon immer so. Jesus hat besonders die Pharisäer verurteilt. Die Ultra-Kirchis (Wort erfunden). Davon gibt es auch genug in Freikirchen. Es gibt ausländische, sehr religiös wirkende Stipendiaten beim CVJM Würzburg. Einer dieser hat eine Freundin zuhause in Afrika, mit der er ein kleines Kind hat (bewusst unverheiratet). Während er die junge Frau zurücklässt, arm und unversorgt mit dem Kind, wird er hier vom CVJM allein durch Europa kutschiert, versorgt und gefeiert. Dass er sie nicht geheiratet hat, aber Geld für alles andere hat, macht den finanziellen Stand der Frau in Afrika sicher nicht leichter. Ratet mal, was Jesus zu Kirchenmitarbeitern und Kirchenmusikern heute zu sagen hat. Ganz zu schweigen von Rom, der katholischen Kirche und ihren massiven Missbrauchssünden in sämtlichen Richtungen. Die Orgel aber leidet darunter. Denn es würde mehr Orgel-Fans geben, wenn nicht die Kirche  dazwischen stehen würde, ein Ort, den viele (junge) Menschen zurecht nicht (mehr) betreten wollen. Das schönste Kunstwerk wird zum Hindernis aufgrund der Bosheit, Unmoral und Blindheit.

Dazu kommt, dass viele Kirchenmusiker ihre Orgel bewachen wie Platzhirsche. Andere wiederum sind eher Sozialarbeiter als Künstler. Üben und Literaturspiel ist fremd. Ich erinnere mich, wie Karl-Bernhardin Kropf mich kritisierte, dass ich eine Konzertanfrage stellte und ein Video sandte. „Das macht man doch nicht“. (Ob man sein Geläster „macht“, lassen wir mal lieber dahingestellt.) Solche Leute können sich offenbar nicht vorstellen und nicht verstehen, wie das ist, von Konzerten und Kunst zu leben. Das haben sie selbst noch nie getan und ausprobiert, nur von Kunst zu leben, wie ich. Keinen Schimmer davon, wie es ist, selbständig zu sein, aber verurteilen, wohl aus Neid. Sie sind meiner Meinung nach weiter weg von einem Leben der freien Kunst und einer Künstlerin wie … (selbst einsetzen). Ist es nicht ohnehin peinlich für solche Kirchenmusiker, zusammen mit mittelmäßigen Kollegen und Studenten und Laien als eine Art Pöbel über Frauen herzuziehen im Niveau eines Johannes Richter? Barry Jordan zweifelt, Andreas Friedrich wäre eine reale Person. Ich finde so etwas wirklich krank. Gerade die, die noch nie geschafft haben, von Kunst zu leben, füttern Laien und ihre mittelmäßigen Kollegen mit Lästern, Gerüchten und Lügen, die sich dann „verstanden fühlen“. 

Bedenklich finde ich, dass und auf welche Art Stephan Mathé aus Pinneberg von mir verlangt, dass ich ein bestimmtes normales deutsches Wort nicht oder scheinbar nur unter ganz bestimmten Umständen (welche, nannte er nicht) verwenden zu hätte. So weiß ich noch nicht, ob ich dieses deutsche Wort, um was es hier geht, jetzt erläuternd nennen kann. Es geht jedenfalls um Geld, Macht, Kontrolle und meiner Meinung nach um dominant-männliche Einschüchterungsversuche. Das Verhalten erscheint mir manipulativ und mit zwei Gesichtern. Kein Wunder, bei dem Klientel dieser Szene, wie ich finde, das zieht sich wohl gegenseitig an. Ich mag Janusköpfe nicht. Attackierende Männer wollen gern die Reaktionen von Frauen entsprechend kontrollieren. Frei nach dem Motto: Männer dürfen Frauen ungestraft zusetzen. Frauen sollen und dürfen nicht reagieren?

Und wenn man mich fragt: Was ist Üben für dich? Das Wort Üben ist falsch. Es ist: Geschenk. Vorrecht, Ehre, Arbeit und in gewisser Weise Medizin und Therapie. Und das ist in Ordnung und sehr gut. 

Neu: Orgel-Information: 

Führer Orgel Laar

Schuster Orgel Nordhausen
Himmelslieder auf der Orgel

9. Oktober 2021

Schlagwörter: , ,

2 Kommentare
Kommentar verfassen

Skating around the truth who I am but I know, Dad, the ice is getting thin. (Tori Amos)

Oberes Foto: Knauf Orgel Bleicherode

Manchmal schaue ich bewusst nicht nach, was mich für eine Orgel erwartet, wenn ich eingeladen werde. Ich mag Überraschungen. Aber diesmal fiel ich aus allen Wolken, als ich (nachdem ich um 7:56 aus dem Bett fiel, weil ich die Heizung anhatte) etwas verspätet in die Kirche taumelte: Eine total moderne Orgel! Eine hohe helle Kirche ohne Emporen direkt in der Innenstadt, das „Goldene Wunder“ (Altar, 500 Jahre alt) vor meiner Nase und links eine moderne Orgel, die perfekt, kreativ, mutig in die Gesamtarchitektur eingefügt wurde – von Oliver Schulte. Sofort ließ ich mir alle Infos geben. Später erklärte ich dem Küster, dass ich ein Orgelfreak wäre. Er sagte: „Ach… echt? Das habe ich doch gleich gemerkt, als Sie die Kirche betreten haben“.

Ich war die erste, die die Kirche betrat, und die letzte, die wieder ging.

Der Prospekt der neuen Schulte-Orgel will bewusst polarisieren. Er ist im Dialog mit der flandrischen Altareetabel (1521) („Goldenes Wunder“) und dem Raum. Eine eigenständige Skulptur, gewagt und zeitgenössisch.

Mit Lamellen aus Birkenholz wurde der pfeifenlose Prospekt zur scharfen Diskrepanz zum goldenen alten Altar kreiert. Der bewegliche Spieltisch, ebenfalls passend zum Design des Prospektes geschnitzt, mit zwei Manualen, Setzern und Schweller und den englischen Ton-Farben von Radcliff ist interessant. Den enormen Nachhall fängt die ebenerdige Orgel gut auf. Ich postete die Orgel auf facebook und löste damit viel internationale Diskussion zu diesem außergewöhnlichen Prospekt aus. Häßlich oder schön?
Mir gefiel es zu sehen, wie sich der Balg drin bewegt. Und dass ich Kontakt mit dem Publikum hatte. Ich mag Unique.

Das Konzert war super, die Frauen-Stiftung spannend. Diese vielen süßen Frauen, die sich freundlich, aber bestimmt gegen das Patriarchat stellen. Ich war überrascht, dass die 81jährigen Gründerinnen so schön und fit sind: Die ehemalige Professorin an der TU Dortmund, Gründerin Siegrid Metz, ist eine so warmherzige Dame, 81, gebildet und geduldig, wirkt so schön, relaxed und jung. Ihr Mann unterstützt sie in allem. Sie kennt Alice Schwarzer gut. Insgesamt habe ich sie alle bewundert. Wir hatten auch eine kleine Diskussion über „Feminismus“ im Allgemeinen. Da ich nicht weiß, ob und wie ich mich da einfügen soll, da ich doch irgendwie anders bin: Christlich, konservativ und doch eine Kämpferin. Sie sagte, ich soll mich da nicht beunruhigen. Jede Frau hat ihre eigene Identität.

Pfeifenwerk der Radcliff/Sagar Orgel (1868, St. Mary bei Leeds), 2014 von Schulte restauriert.

Der fast komplette Neubau wird vollelektrisch angesteuert über ein Castellan System von Sinua.

Es wurde gefilmt, gestreamt. 8köpfiges Filmteam. Ich bekam Ker wat gut – Pott au chocolat. Dortmund ist eine große, interessante Stadt.

Neu: Orgel-Information:

Schulte/Radcliff Orgel Dortmund

 

Berner Orgel Stuttgart Schloß 

Strebel Orgel Hohenstein

Schulte Orgel Dortmund 

J.S. Bach – BWV 542 g-Moll, Schulte Orgel St. Petri Dortmund

3. Oktober 2021

Schlagwörter: , ,

2 Kommentare
Kommentar verfassen

Es ist ein Wunder vor unseren Augen. (Psalm 118,23)

Tag der deutschen Einheit!

Es ist sehr schön in Rudolstadt, ich habe hier jetzt schon das 5. Mal gespielt, auch im Schloss bzw. der Burg. Der sonnige Marktplatz ist voller Brunnen, Stände, Fachwerkhäuser, und ich übernachte im Hotel Adler. Es ist ein sehr schönes, romantisches Zimmer mit dicken, schweren, hellen Vorhängen, was ich liebe. Die große Ladegast-Orgel in der evangelischen St. Andreas mit ihrer schön programmierten Walze (von Frank), Barker und ihrem besonderen originellen Schwellertritt rechts für das dritte Manual liebe ich. Die hohe Kirche mit dem Lebensbaum ist für Erntedank geschmückt. Morgen um 19 Uhr ist das Konzert.

Das HW der Orgel befindet sich im 2. Manual. Rechts sind die Register für HW und SW, links für das 1. Manual, Pedal und die Koppeln. Die Walze kann man anhand eines „Thermometers“ links beobachten. Wenn dieses oben anschlägt, ist auch die Mixtur Progressio in Kraft getreten. Zuvor Zungen. Die Setzer pp, p, mf, f und ff sind recht stabil, nur manchmal kann es passieren, dass sie nicht richtig auslösen. Register können sowohl bei diesen Setzern als auch bei der Walze additiv hinzugenommen werden, was gut ist, was man aber planen muss, und so auch bei der historischen Tastenfessel. Die Walze ist leichtgängig, da sie in Metall gelagert ist. Die Walze der Weigle Orgel Mannheim ist wohl in Holz gelagert, dadurch eventuell gequollen und schwergängig geworden. Wichtig beim Walzen ist, präzise und langsam zu walzen, mit ihr zu schwingen. Denn auch die beste „Programmierung“ einer Walze bringt nichts ohne gut gehörtes Walzen. Natürlich ist keine Walze komplett ohne Sprünge, weil es vielleicht keine Orgeldynamik ohne Sprünge gibt? Vielleicht sind Sprünge typisch für Orgel? Eigentlich schade. Aber die Nahtstellen gut hören.

Im SW sind Aeoline und die Gedackten besonders schön. Die breiten weißen Tasten erinnern mich an alte Klaviere. An der Weigle habe ich tatsächlich die Walze unten beobachtet, was natürlich mühsam und Unsinn ist. Denn es gibt immer einen visuellen Anzeiger oben, eine Uhr, ein Thermometer, Zahlen oder Lichter. Das hilft. Einen tutti-Knopf gibt es natürlich nicht. Das ist auch nicht nötig. Wichtig ist – trotz der historischen pneumatischen Setzer – alle Klangfarben und ihre Verortungen zu kennen: wo welches Register ist.

Was mir beim neuen James Bond-Film besonders gefallen hat, ist, dass es der mit Abstand am wenigsten sexistische Bondfilm war, der sogar Werte vermittelt hat.

Neu: Orgel-Information:

Deppeé Orgel Obersachswerfen

Orgel Date AHS- Johann Heinrich Deppeé Orgel St. Marien Obersachswerfen, Südharz, Thüringen

Obersachswerfen Orgelführung

30. September 2021

Schlagwörter: , ,

2 Kommentare
Kommentar verfassen

Wenn man Gott nicht findet, sagt das sehr viel mehr über einen selbst aus als über Gott. (AHS)

Heute besuchten und spielten wir die neue schöne Jörg Bente-Orgel von 2017 im Kloster Walkenried im Harz in Niedersachsen. Es war meine erste Bente-Orgel. Früher gab es im Kapitelsaal nur ein Positiv, dann eine kleine Engelhardt/Kiessling-Orgel, später Kemper, dann Hammer. Die riesige Klosterkirche (90 m lang, 30 m hoch) wurde im Bauernkrieg 1525 zerstört, aber die anderen Gebäude und der Kapitelsaal der Mönche blieben leidlich erhalten und wurden Stück für Stück restauriert. Der Kapitelsaal wird nun auch für Konzert und Gottesdienst benutzt. Mönche gibt es seit der Reformation leider keine mehr hier, die Kirche ist nun evangelisch. Luther aber kam nur bis Nordhausen. Der dunkle, jedoch schöne, feine Kapitelsaal besitzt eine besondere Atmosphäre, besonders, wenn er von Kerzen erhellt ist. Die neue Bente-Orgel zeigt sich in zwei Stufen: Einmal das HW von rechts oben, und das zweite Manual ist weiter hinten, dort, wo auch der Spieltisch versteckt und geschützt liegt. Die helle Orgel duftet neu nach Holz und ist von Orgelbau Bente aus Helsinghausen bei Hannover für ca. eine halbe Million Euro hervorragend gebaut worden. Auch innen in der Orgel sieht alles einwandfrei aus und zeugt von hoher Qualität, eine eigene Welt, Kunsthandwerk pur, ein Kunstwerk, das versteckt wird, so ist das Innenleben einer wunderbaren Orgel. Die Orgel besitzt viele warme und zarte Achtfüße, zwei Manuale, ist leichtgängig, jedoch hat Griff, Biß und Halt, die Tasten sind absolut gleichmäßig wie bei einem Steinway; auch wenn sie keinen Schweller hat, eignet sie sich sehr für romantische Musik. Sie mußte in einem recht niedrigen und engen Raum und unter Maßgaben des Denkmalschutzes eingepasst und auch farblich dementsprechend gestaltet werden, was sicher nicht ganz einfach war. Von der Orgel aus sieht man auch den Kreuzgang mit seiner hervorragenden Akustik. Die Akustik im Kapitelsaal ist dagegen eher samtig trocken, vor allem bei Publikum. Man trifft nicht immer Orgeln an, die so zarte, leise Farben haben und so ausgeglichene Tasten.
Nach der Reformation beherbergte das Kloster eine Klosterschule. Daraus ging Eckstorm hervor, der lange Rektor war.
Die riesigen Ruinenteile sind beeindruckend. 
 Walkenried war einmal Nabel der Welt im Mittelalter. Heute beherbergt das Kloster ein modernes, sinnliches Museum zur Zisterzienser-Geschichte, von Frauen gestaltet. Frau Haußecker kümmert sich sehr um die Orgel.
Nach der Reformation traf sich regelmäßig im Kloster das evangelische Konvent der Grafschaft Hohenstein. (Die Grenzen waren damals anders.)

Ich spielte dann ebenfalls die große, schöne, klassizistische und dennoch auch romantische Andreas Engelhardt-Orgel von 1845 mit 36 Registern in der evangelischen Nicolaikirche (ebenfalls 1845) in Herzberg im Südwestharz in Niedersachsen. Sie ist eine der wenigen klassizistischen Orgeln der Welt. Die große Kirche St. Nicolai ist hell, weiß, sauber, weiträumig, mit zarten Goldornamenten verziert. Dabei wirkt sie sehr edel, keineswegs kitschig, so auch die Orgel, die perfekt hineinpasst. Um die Orgel wurde ein Gitter zum Schutz gebaut, weil die Empore früher schmaler war und der Weg der Organisten nicht ungefährlich. Dieses weiße, filigrane Gitter blieb historisch erhalten. Zudem besitzt die zweimanualige Engelhardt-Orgel, die größte besterhaltenste (die große dreimanualige in Goslar (Niedersachsen) wurde leider als „abgängig“ bewertet und zerstört, was ich persönlich unmöglich finde; jedoch bekam diese Kirche dann eine schöne Schuke Potsdam Orgel) zwei Tritte beim Pedal, die die linke Seite der Register samt Koppeln und Zungen „abstellen“ kann. Dies ist besonders, ich habe so etwas noch nie gesehen. Obwohl auch diese Orgel keinen Schweller besitzt und zudem wenig leise Achtfüße, kann man sehr schön hier Mendelssohn und Liszt, aber auch süffigen Bach spielen. Die Akustik ist nicht zu trocken. Der Klang ist ausgewogen, warm, füllig und sehr angenehm. Die Tasten waren nicht immer ausgeglichen.
Im Museum des Welfen-Schlosses Herzberg ist Engelhardt ein eigener Museumsraum gewidmet und eingerichtet.
Dies war meine erste Engelhardt-Orgel. Danke an alle sehr netten Kantoren.

Unten im Saal steht auch eine sehr feine, italienisch anmutende Barockorgel von 1743 (Orgelbauer unbekannt), frisch renoviert und bemalt, ein wunderschönes Schmückstück, von Orgelbau Janke hervorragend betreut und restauriert. Ahrend und Janke sind geniale Firmen, was Restaurierung von Orgeln angeht. Hierzu braucht man enormes Geschick und Wissen. Ich bin froh, dass Orgelbau Ahrend vom Sohn Hendrik weitergeführt wird. Dieser weiß alles. Auch das singende Prinzipal der Schnitger-Orgel von Hamburg ist eine Glanzleistung von Hendrik Ahrend.

Niedersachsen ist ja sehr nah am heutigen thüringischen Harz, von dem wir gekommen sind. Hier im Westen (Westharz) ist viel Geld für Orgeln vorhanden. Jedoch im Südharz Thüringen/Sachsen-Anhalt sind viele Orgeln (annähernd die Hälfte aller Orgeln) zerstört oder unspielbar. Dies ist nicht hinnehmbar, finde ich. Ich hoffe, dass sich die jeweiligen Gemeinden (trotz massiver Säkularisierung) dazu entscheiden, das Geld zusammenzutrommeln, das für die Restaurierungen benötigt wird. Dazu braucht es Kraft, Zeit, Enthusiasmus, Ausdauer und vor allem Glaube.

Auf dem Weg nach Herzberg besichtigte ich auch die Schlosskirche von Klettenberg (Thüringen). Auch dort gab es einmal eine Orgel von Friedrich Knauf, die leider aufgrund von Baufälligkeit der Kirche (eingestürztes Dach) zerstört wurde, was einem in der Seele weh tut. Stattdessen steht nun ein Notbehelf (Keyboard) dort. Der Verein aber konnte zumindest einiges andere Wertvolle erhalten und die Kirche instandsetzen. Die ehemalige achthundertjährige Grafenburg wurde leider auch zerstört. Dort ist nicht mal mehr ein Schild des Denkmalschutzes aufgestellt, was eigentlich eine Schande ist.

In Klettenberg gibt es auch ein Gehege mit Rehen, Hirschen, Enten, Gänsen, Albinorehen, Muffelböcken etc. Die Gegend insgesamt ist von Karst geprägt (verwittertes Gipsgestein) mit romantischen Senken und kleinen Seen. Überall sind Pferde und Kühe glücklich auf sehr großzügigen Weiden.

Wir besuchten auch die größte spielbare Friedrich Knauf Orgel der Welt von 1837 (erneuert 1898 vom Neffen Robert Knauf) in Bleicherode, einer schönen Kleinstadt nicht weit von Limlingerode. Der letzte Knauf in Bleicherode, Roberts Sohn Ernst Knauf, starb sehr früh mit 35 (1904). Ein Mitgesellschafter (Friedrich Johnson aus Nordfriesland) übernahm die Firma und ging aber schon 1908 in Konkurs. Dann gründete Knaufs ehemaliger Mitarbeiter Jakob Kießling mit den Söhnen Georg und Ernst in Bleicherode eine eigene Firma, die die Knauf-Orgeln weiter betreuten. Und dieser Kießling mit Söhnen ging 1939 in Konkurs. Damit Ende des Orgelbaus in Bleicherode. Die romantische Knauf-Orgel in der evangelischen Marienkirche Bleicherode gehört zu den schönsten Orgeln überhaupt. Es ist sehr schade, dass die Firma Knauf 1908 erloschen ist. Ihre Schachfiguren-Registerzüge (auch die freien Kombinationen oben), zwei Manuale, Handregister, Auslöser, die Chöre einzeln als „Setzer“ (aber kein Zungenchor), der schöne Spieltisch und die warmen, dunklen, süffigen Klänge, nichts grell oder scharf, in einer ausgewogen zarten Akustik machen diese Orgel zu einem Glanzstück. Die Kirche wirkt hell, rund, angenehm „leer“, und von der Orgel aus sieht man die Palmen im Spiegel. Auch für Bach ist die Orgel gut geeignet, auch wenn die Tasten nicht ausgeglichen sind.
Damit muss man bei historischen Orgeln einfach klar kommen. Der Klang ist wie dunkle Bitterschokolade, jedoch auch wuchtig, warm. Der Bruder Gottlieb hat eine eigene Firma gegründet (bis 1939 weitergeführt) und versorgte die ganze Gegend mit Orgeln.

Insgesamt erkundete und erspielte ich in diesen wenigen Tagen 11 Orgeln – sehr viel… alles außergewöhnliche Instrumente, durch die ich viel gelernt habe.
Morgen berichte ich von Heringen (größte erhaltene Schulze Orgel) und der wunderbaren Emil Reubke Orgel in Görsbach (Goldene Aue).

400 Jahre Orgelbau allein in Nordhausen! Der Harz, der sich über drei Bundesländer zieht (S-A, T, NS) hat viel zu bieten.

Engelhardt Orgel Herzberg

Beautiful Andreas Engelhardt Orgel Herzberg, Niedersachsen, Harz, ev. St. Nicolai – Orgel Date AHS

22. September 2021

Schlagwörter: , ,

2 Kommentare
Kommentar verfassen

Wo die Welt nur das Ende sieht, lässt Gott auch die Müden beginnen. (Jochen Klepper)

Neu: Piece d‘Orgue live, Konzertmitschnitt Albiez Orgel

Neue Konzerte:



Aber jetzt freue ich mich erst mal auf das nächste WE.

Ich liebe Liszt „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ – was für ein süffiges, intensives, durchtränktes Stück voller Seufzer.
Dass viele das pianistische Werk mit starker Terrassen-Dynamik spielen (diese, so nenne ich es, steife Orgel-Dynamik voller harter Registerbrüche) gefällt mir nicht und zeigt deutlich, wie wenig viele Organisten Klavier-Dynamik kennen und können. Da wird dann spröde etwas gezogen, wenn man es lauter braucht, und Dynamik wie harte Schnitte aneinander gesetzt, wie einzelne Bauklötze, die keine Verbindung haben. Das klingt so unmusikalisch. Auch die Aufnahme von Martin Lücker gefällt mir hier gar nicht. Sehr hart.
Und fast alle machen an der gleichen Stelle das gleiche accelerando, das gar nicht da steht (gähn). Uniformität. Bei den meisten Aufnahmen erkennt man nicht mal den Rhythmus der ersten beiden Seiten. Es ist wie ein Geschwanke auf dem Boot, ohne Eins, mit langgezogenen Pausen. Der Dreiertakt geht dabei völlig verloren. Ich war überrascht, dass das Werk tatsächlich in 3 geschrieben ist. Bei welchen YT-Aufnahmen kann man das hören?

Wo sind die weichen Seufzer? Das Stück braucht Sensibilität und Musikalität und pianistisches Spiel.
Ich liebe Liszt an der Orgel.
Nach Ad nos und B-A-C-H mein drittes Orgelwerk.

Übrigens wurde ich erneut von Manuel Kelber-Benders Frau belästigt. Die Nötigungs-Emails sind grammatikalisch und sprachlich und was Satzzeichen angeht ungefähr auf dem Level, wie Manuel Kelber-Bender Orgel spielt. Sehr niedriges Niveau. Meist finden sich solche mit ihresgleichen, sei es nun Lucas Kluck oder Markus Theising und Johannes Richter. Für mich ist das alles gleiches Niveau. Da ich eine der wenigen Frauen in der männerlastigen Orgelwelt bin, sind sie wohl sauer wie Zitronen. Kaum zu fassen, dass solche Leute in Kirchen spielen. Was für ein Sammelsurium.

Sprache und Musik sind eins. Ich glaube, dass Spieler, die keine Grammatik und Gespür für Wort haben und kaum Kommas setzen können an die richtige Stelle (außer, es wurde ihnen nicht beigebracht), wahrscheinlich auch keine Phrasierungsbögen, musikalische Abschnitte spüren und erkennen können. Es gibt allerdings auch mathematische Menschen. Es kann sein, dass Musik auch mit einer „mathematischen Brille“ verstanden und gefühlt werden kann. Allerdings ist ja die Sprache ein Teil von Mathematik. Ohne Sprache geht es nie.

20. September 2021

Schlagwörter: , ,

4 Kommentare
Kommentar verfassen

Das Leben ist gar nicht so. Es ist anders. (Tucholsky)

Nürtinger Orgelkonzerte waren super, Pandemic Dance in Nürtingen, schönes Wetter, wieder daheim. Briefwahl gemacht. Nicht zu wählen ist keine Option, Leute! Außerdem konzertiere ich am Wahlabend, daher Briefwahl. Den wunderschönen Innenraum von St. Johannes hat Hajek gestaltet.


Heute durfte ich die schöne große Goll-Orgel in Nürtingen (Stadtkirche Laurentius) spielen. Meine vierte. Smooth mit fabelhaften Zungen, french Style, Power. Pure Qualität. Schöne evangelische Kirche im Zentrum mit top Akustik. Hanzo Kim ist super Typ. Schöne A-Stelle. Er und Karl-Heinz sind einfach nett und lustig. Wir waren am Neckar etwas essen. Die vielen ings in Baden-Württemberg (Sindelfingen, Reutlingen, Esslingen, Tübingen…) lassen Nürtingen in seiner Schönheit nicht genug zur Geltung kommen, wie Nürtingen es verdient hätte. Andreas Merkelbach hat viel für die Kultur dieser Stadt getan.

Es ist richtig, dass man als öffentliche Person – ob Politiker oder Musiker… – eine Figur ist. Es ist nur ein Bruchteil von mir. Ich habe eine völlige private und persönliche Seite. Das darf man nie vergessen, das schützt einen auch, vor Fans und Anti-Fans. Wer ich selbst bin – ist ein Geheimnis sogar für mich. Wer kennt sich selbst? Wie sollten uns andere dann wirklich kennen? Außer Gott. Ich bin oft verblüfft über mich selbst.
Auch entwickelt man sich immer weiter, verändert sich, teilweise sehr.

Zudem haben öffentliche Personen Berater. Das ist tatsächlich wichtig. Darauf hören, was Berater raten. Und insgesamt gilt: Immer mind. 48 Stunden warten. 12 oder 24 Stunden reichen nicht. Je sensibler frau ist, desto länger warten mit Reaktionen. Manchmal lernt man effektiv nur auf die „harte Tour“. Warum? Weil nur dann echte Erkenntnisse geschehen, Nieren-Erkenntnisse. Denn was nützen Berater, wenn man nicht vertrauen kann oder will? Was nützen Berater, wenn man nicht abwarten kann? Wenn man selbst alles besser weiß? Eben. Der Boden muss erst fruchtbar sein. Echten Erfolgen müssen Niederlagen vorweg gehen. Glück auf dieser Erde sind Nieren-Erkenntnisse.

Change. Make that change. (Michael Jackson 🌟Man in the Mirror)

Wir haben heute am Neckar auch darüber geredet, warum es diese dumm-eingebildete Laien-Semi-Orgelszene gibt, was es bei keinem anderen Instrument gibt. Antwort: Die Kirche braucht Orgelspiel. Es muss Leute geben, die Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen spielen. Und das möglichst billig. Das können Profis und Künstler gar nicht auffangen, und schon gar nicht für 40 €. Deswegen gibt es diese „billige Szene“. Die übernimmt das. Die Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen sind öffentlich. Dann sitzen also unmusikalische Typen mit langen Fingernägeln, dicken Wurstfingern und staksender Nicht-Technik an den Orgeln, zappeln herum und lichten ihr Hochzeits-Tauf-Gottesdienst-Pop-Geklimper ab und halten sich für Stars, weil sie da mal öffentlich vor Leuten spielen können. Das Erschreckende ist, dass diese Billigen den Unterschied gar nicht hören und bemerken. Dass sie gar nicht unterscheiden können, so unterirdisch ist das Niveau. Es ist hinter der feisten, fetten Stirn keine Erkenntnis, kein IQ, keine Bildung da, kein demütiges Wissen über ihr Unvermögen, über ihre Antibrillanz. Im Gegenteil. Sie lästern noch über andere und halten sich tatsächlich für besser als Profis und Künstler. Ich habe selten so eine Verblendung erlebt. Es muss damit zusammen hängen, dass die jeweilige Kirchengemeinde die billige Hilfskraft nicht verlieren will und daher dem Laien Honig ums Maul schmiert und ihn über den grünen Klee lobt fern jeder Realität. (Und dass viele dieser Laien insgesamt keine Akademiker sind bzw. niedrige Intelligenz besitzen.)

Wenn diese Billigen Christen wären, wäre es noch ok und erträglich. Aber nichts könnte ferner sein. Es sind oft ganz hinterhältige Menschen.

Ich unterscheide in folgende Gruppen (crescendo nach unten):

  1. Nichtchristen mit schlechtem Charakter
  2. Nichtchristen mit gutem Charakter
  3. Christen mit schlechtem Charakter
  4. Christen mit gutem Charakter

Ich habe viele Kirchenmitarbeiter/Kirchenmusiker erlebt, die ich unter Punkt 1 einsortiere. Deutlich weniger gehören zu Punkt 2 (mit diesen zu tun zu haben ist schon eine Erleichterung) und noch weniger zu Punkt 3 (keine leichten Menschen, aber hier finden sich irgendwie viele Christen wieder, evtl. Durchgangsstation) und leider nur ganz wenige, maximal 3-5 Prozent, zu Punkt 4: Die seltene Creme de la Creme, Pannacotta mit bester Himbeersauce, von Punkt 1 Lichtjahre entfernt.

Charakter und Musikalität gehören natürlich zunächst nicht zusammen, aber bedingen sich doch. Ich finde zudem, dass Sprache und wie sich jemand sprachlich ausdrückt (dazu gehören auch Rechtschreibung, Grammatik und Satzzeichen), mit Musikalität und musikalischer Interpretation zusammenhängen. Schlechte sprachliche Ausdrucksformen können auf mangelnde Musikalität hindeuten. Es gibt Ausnahmen, vor allem bei Störungen, mangelnder Bildung und bei Krankheiten.

Orgel-Verzeichnis


Goll Orgel Nürtingen

17. September 2021

Schlagwörter: , ,

1 Kommentar
Kommentar verfassen

Es gibt kaum etwas Passenderes für einen klugen, ehrlichen Menschen in dieser Welt des Versagens, als Trauer zu empfinden. (AHS)

Bin nun zweimal geimpft. BioNTech, linker Arm tut etwas weh, bin schlapp, aber ich gehe da nach Markus 16,18 vor.
Im Grunde werden Künstlerinnen genötigt, sich impfen zu lassen, finde ich. Vermutlich 1x im Jahr, obwohl ich nicht zur Viren-Zielgruppe gehöre – nur um Ruhe zu haben und normal mit Veranstaltern essen zu gehen und reisen zu können… Die meisten Veranstalter sind erleichtert, wenn sie hören, dass ihre Künstler geimpft sind.

Morgen fahre ich nun nach Nürtingen (über Stuttgart) zur Orgel, bin gespannt. Die Tage vergehen so schnell. Wenn ich angerufen werde, wann ich denn ankommen würde, bin ich überrascht, dass es schon wieder so weit ist. Nächstes Konzert.

Ach, ich liebe Bachs Musikalisches Opfer, dieses Thema Regium. Das kann man nicht laut genug hören. So, dass die Wände wackeln. Ich habe einige schöne Aufnahmen. Und auch meine eigene letzte CD mit Ricercar 3 und 6 (auch auf YouTube). Was ich auch liebe, ist das Lied Winter von Tori Amos. Und neu entdeckt: Die isländische Sängerin Eivör. 

Sehr spritzig ist Masaaki Suzukis (der auch Orgel spielen kann und auch schon an der Wiegleb war) BWV 66 aus seiner tollen Box.

Ich liebe auch sehr BWV 26.

Was ich nicht mag, wenn Bach-Kantaten oder überhaupt Bachs Musik so herb, streng, perfektionistisch, maskulin und schroff aufgeführt werden. Das berührt mich überhaupt nicht, und ich kann mir nicht vorstellen, dass Bachs Aufführungen jemals so waren. Rethinking Classical Music.

Sehr empfehlen kann ich den Film zur Bachwoche Ansbach. Solistengemeinschaft! Tolle Idee!

Nicht empfehlen kann ich den sogenannten Freimund-Verlag, weder deren „Feste Burg“ noch das CA-Magazin. Es kommen ausgerechnet in einem Verlag namens „Freimund“ Frauen nicht zu Wort. Auch nicht 2021. Solche Schriften sollten gekennzeichnet und gelabelt werden als frauenfeindlich, finde ich. So wie Pfandflaschen gelabelt werden mit einem Zeichen.
Allgemein sollten frauenfeindliche, diskriminierende und/oder sexistische Schriften, Menschen und Institutionen als solche gelabelt werden. Denn viele sind genau dies verborgen.

Ich habe bewusst keinen Fernseher. Daher bekomme ich gewisse Dinge aus der Virus-Welt nicht mit. Aber ich merke sofort bei manchen Fernseher-Leuten, die haben ein anderes Vokabular als ich, da heißt es Long Covid, britische Variante usw. usw.

Ich schaue lieber True Crime auf YT, am liebsten originale amerikanische Verhöre mit Mördern. Ich finde es sehr spannend, wie die Detectivs zu Geständnissen kommen. Das ist Psychologie pur. Manche Detectivs sind richtig gut, andere nicht.

Manche fragen mich, wie ich mich täglich bilde: Ich lese viel, auch Schwedisch und Englisch, lerne jeden Tag neue Begriffe und Wörter, höre viel geniale Musik, übe, schreibe.


Ansbach St. Gumbertus

16. September 2021

Schlagwörter: , ,

1 Kommentar
Kommentar verfassen

Ist Winken etwas Weibliches? (AHS)

Einer meiner Lieblingsfilme ist: Catch me if you can

Was ich nicht mag: Vegane Soja-Spaghetti-Bolognese. Ich habe es dreimal versucht.


Ich glaube, der Grund, warum ich für manche so anders, „gierig“, ehrgeizig und unbescheiden wirke, so radikal und ehrgeizig und einzigartig, ist einfach, weil ich die Schieflage in einer Männerwelt wieder gerade rücken möchte. Ich tue es, weil ich spüre, dass dies eine wichtige Aufgabe ist. Es ist, als müsste ich etwas sicher auf die andere Seite bringen. Ohne Radikalität ist das nicht möglich, da die Schieflage schon so schief ist.

Neu: Rezensionen. Wird bald sichtbar sein. Gern können Rezensionen hier eingereicht werden.



Ladegast St. Marien vor der Einweihung 

Mozart im Gewandhaus

13. September 2021

Schlagwörter: , , ,

Kommentar verfassen

Niedrigkeiten und pöbelnde Männer entlarven sich von selbst. (Alice Schwarzer)

Die schwedischen musischen „Klassiker“ sind interessant: Roman, Bellmann, Kraus, Berwald, Rangström, Nilsson, Attenberg, Hallström…

Schön ist, dass St. Gumbertus Ansbach, evangelische Stifts- und Hofkirche, auf einem Johann Sebastian Bach– Platz steht… mitten in der Innenstadt, am Schloss, in der sich die Regierung Mittelfrankens befindet. Nah der Orangerie. Und dass das kleine Ansbach (bei Nürnberg) ein eigenes feines Theater hat.
Ich fragte den Taxifahrer, wo St. Gumbertus sei. (Wir waren zwar schon mal mit Christoph Bossert da, ist aber schon lange her). Der Taxifahrer sagte, am besten mit Taxi. Ich antwortete, es sei doch nur 7 min zu Fuß entfernt. Er sagte: Wer verrät denn so was?
Ich lachte: Sie hätten wahrscheinlich mit dem Taxi 30 min gebraucht. Klar, lachte er.

Eine schöne Stadtführung hätte ich da bekommen…

Ich finde, an jeder neuen (fremden) Orgel muss frau sich erst wieder neu eingrooven, Hüfte, Gelenke, Körper, sich strecken. Sich streckend dem jeweiligen Instrument entgegenbiegen und anpassen. Nicht zu schwungvoll sein. Anti-Stretta. Ruhe. Wissen, wo man die Ferse platziert. Die Hand merkt schon vorher, wenn und dass etwas unangenehm wird.
Man muss so vieles an der Orgel beachten: 

Frau muss das jeweilige Werk als Tastatur, aber auch als Register begreifen und auch als Klang, als Pfeifen. Dreifach! 

In Ansbach ist das Schließwerk ähnlich wie in Wiesbaden, ein Chip mit Doppelpieps.
Ich mag den schlichten, hellen Raum, in dem das Schmucke einzig und allein die Orgel ist.

In meinem eigenen Stück hatte ich im Mittelwerk (3. Manual) einen Heuler (evtl. wegen den Glissandi). Es war ein a und perfekt und passend, wie er weiterklang. Ich baute mein Stück um den Heuler herum. Man muss flexibel sein. Ich dachte mir nur: Ich muß zudem auch schauen, dass und wie ich ihn im Spiel kreativ wieder wegbekomme. Das ist mir gelungen. Ich war stolz auf mich selbst. Es war ein kreativer Heuler.
Ansonsten hat mir der Ritter besonders Spaß gemacht. Ich habe alles allein gemacht. Der Kantor sagte mir, es sei ein Horror für einen Registranten, hier zu registrieren. Der könne seitlich die Schilder kaum lesen. Setzer und Hilfen und Nummern gibt es nicht. Das finde ich auch schön.
Rainer Goede sagte mir hierzu: In der Bibel steht: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, nicht bei einer Nummer. – So ist es: Man muss alle Register vom Namen (und Klang) her kennen, nicht von einer Nummer. Gembshorn, Petitt, Oboe, Gambe… Ich bin das Register Ann-Helena.

High Risk SOS Pandemic Dance XIV – Wiegleb Orgel Ansbach live in Concert. Uraufführung AHS

 

 

 

Wiegleb Orgel