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28. Juli 2021

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Ich finde, man sollte das Register Schwiegel in Schwengel umbenennen, für mehr wärmende Reibung. (Anonymer Kommentar)

☺️🤣

5 Konzerte Thüringen und Bach-Festival ❤️💕 und Ruhrgebiet
29.7. Dornheim 19:30
30.7. Arnstadt Bachkirche 12 Uhr
30.7. 18 Uhr Gangolfsömmern
30.7. 20 Uhr Greußen
31.7. 17 Uhr Oberhausen, Hey-Orgel

21. Juli 2021

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Abstoßend ist Mangel an Erkenntnis. Womit nicht Mangel an Wissen, das nicht zu erwarten ist, sondern Mangel an Erkenntnis gemeint ist: Erkenntnis, die zu erwarten ist. (AHS)

Anbei aus meiner Orgel-Info:

Schlimbach Orgel Aub

Strobel Orgel Bad Frankenhausen

Es macht Spaß. Denn warum sollten nur Männer und Semis Orgeln listen und vorstellen? Ich finde zwar „Orgel Info“ keinen besonders hübschen Begriff. Wenn euch etwas Originelleres und Schöneres einfällt, schreibt mir gern.

Daniel Kunert befürchtet wohl Konkurrenz. Dabei gestalte ich meine gesamte Seite völlig anders als er seine. Kunert reiht sich, weil er sauer ist, geübt in die Hater-Szene ein: Mit dem dort typischen und trainierten Verhalten der „Kirchenmusikszene“: Hintenrum. Er schreibt hintenrum Leute an, in einer falschen, manipulativen Art, als sei er rein zufällig über meine Videos gestolpert. Ein weiteres typisches Zeichen von Hatern und Feiglingen dieser Szene ist, meine persönliche, offene, direkte, empörte Reaktion auf die Hintenrum-Attacken an Dritte weiterzuleiten, wie Kunert tat, oder zu veröffentlichen, wie Rochus Schmitz. Um dann wieder darüber zu lästern. Ich aber bin froh, dass ich geradeheraus und gefühlvoll bin und immer den offenen, direkten Kontakt suche. Zudem toben sich diese solche Leute in ihrem Hobby-Bereich aus und haben keine Ahnung, was sie Menschen, die Kunst als Beruf haben, damit antun. Oder sie wissen es genau, was ihr gemeines Verhalten verdoppelt. Ich weiß, dass ich solchen Menschen vergeben muss. Sie spornen sich gegenseitig zu Gemeinheiten an.

Warum sollte ich nicht tun, was ich möchte? Tun nicht genug Männer, was sie möchten, ohne Rücksicht? Ohne attackiert zu werden?

Sind Frauen nicht sichtbar, heißt es, sie hätten keinen Mumm. Sind sie sichtbar, sind sie „zu aggressiv und zu sehr von sich eingenommen“. Ich glaube, in dieser Szene ist es gar nicht anders möglich als so zu sein wie ich, wenn große Ziele in einer schlummern.

Neu: Himmlische Tropfsteinhöhle

18. Juni 2021

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Ich singe dem Herrn. (Klopstock)

Juchu, meine neue Seite ist online, hier auf dieser meiner: 

Orgel-Informations-Seite Ann-Helena

Sie ist noch neu, wenn euch Fehler auffallen, mir gleich sagen 🙂

Finde deine Favoriten-Orgel, jeden Tag kommt eine neue hinzu. Dispositionen, Spielhilfen, meine persönliche Note, Klang, Fotos und Videos.

Mein Weg mit der Orgel (7): 

Nun, da meine Prüfung (Gesamtnote Zeugnis sehr gut) auf diese Weise so mitten außerhalb der normalen Prüfungszeit gefallen und ich mit dieser ausgelastet gewesen war, waren alle Deadlines für das Sommersemester bereits abgelaufen. Mir blieb nur, mit Ausnahmeregelung, die HfK Heidelberg für das SS 2019, da Carsten  Klomp einen netten Eindruck auf mich gemacht hatte. Er war der externe Prüfer gewesen. Zum WS wollte ich dann aber auf jeden Fall zu einem bekannten Prof. an eine staatliche Hochschule wechseln und machte dafür einige Aufnahmeprüfungen. Dass ich zu KE Konzertexamen in Heidelberg eingestuft wurde dieses Sommersemester lang, war mir eine Ehre, denn ich war somit von Bachelor direkt zu KE Konzertexamen gesprungen, was es so zuvor sicher auch nie gegeben hatte.

Ich hatte für das Semester ein externes Stipendium. Und anfangs war es nett in Heidelberg: Die Kirchen, die Orgeln, die Stadt, Unterricht bei Klomp. Es gab einen Gottesdienst mit Abendmahl in der Hochschule. War mir neu so. Alle waren nett, dass ich mich fragte: Wo ist der Haken? Den fand ich dann auch: Diese Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg kam mir schnell wie ein enger, kleiner Lästerpfuhl vor, denn nichts konnte wohl für sich behalten werden. Jeder schien alles wissen zu wollen und auch im Leben der anderen, vor allem in meinem herumschnüffeln zu wollen, aus meiner Sicht. Jedes Gespräch im Sekretariat fand bei weit geöffneten Türen statt. Ich kam mir vor wie in einem Internat. Manche schienen in der Hochschule zu wohnen. Ich erwähnte Frankfurt einmal gegenüber einer Studentin. Am nächsten Tag wussten alle Bescheid. Ich wurde ständig neugierig darauf angesprochen. So erfuhr ich auch, dass und wie Wiebusch und Viegelahn beide hier zuvor unterrichtet hatten. Ich konnte mir vorstellen, dass es diesen nicht recht war, dass ich in Heidelberg gelandet war. Würde ich denn nie von diesen frei kommen? War ich vom Regen in die Traufe gekommen? Oder besser, von der Traufe in den Regen. Christlich kam mir diese meine erste Kirchenmusikhochschule in keiner Weise vor. Im Gegenteil. Dazu morgen. 

Predigerkirche Schuke Erfurt 

Markuskirche Weigle Mannheim

8. Juni 2021

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Der Herr hat Großes mir getan. (Ämilie Juliane von Schwarzburg, 1699)

Heute spielte ich die sehr schöne Schuke-Orgel in der Predigerkirche in Erfurt. Fabelhafter Klang. Leuchtende Akustik. 3 M. Und ein sehr schöner, welliger, mächtiger Prospekt, 1648 Ludwig Compenius. Früher, 1899, war sie eine Walcker Orgel. Hätte mich auch sehr interessiert. Dann nun 1977 Neubau Schuke. Sehr anders als die Schuke im Dom Erfurt. Schuke Potsdam ist oft sehr unterschiedlich, wie Tag und Nacht. Das mag ich. Sehr kreativ und individuell. Es ist eben auch eine Compenius-Walcker-Schuke.

Ich dachte im ICE darüber nach, was „neobarocke Orgel“ eigentlich heißen soll. Nach dem Motto: „What is in a name?“ Dieser Begriff „neobarock“ ist irgendwie abstrus.

Wenn jemand nur auf die Disposition schaut, könnte man gewisse Instrumente schnell „neobarock“ nennen. Man darf nicht vergessen, daß kein Orgelbauer damals Schleifladen gebaut hat, außer allenfalls Alfred Führer und Paul Ott, die gerade angefangen hatten.

Man könnte genauso gut und weiter überlegen, ob denn Orgeln ohne original gestaltete Windanlage (also mehrere Keilbälge) überhaupt „barock“ genannt werden sollten. Man hat so Instrumente, etwa Rysum und Westerhusen, die als besonders gut restauriert und „barock“ gelten.

In einem nächsten Schritt mag man überlegen, ob nicht Barockorgeln auch mit handgeschmiedeten Nägeln daher kommen sollten, anstatt der heute bei Restaurierungen verwendeten Schrauben.

Die Frage ist also, wie weit man bei der Charakterisierung eines „neobarocken“ Instruments gehen möchte, ob man also Schweller und Walzen genau wie moderne Windanlagen und Schrauben einbezieht.

Die damalige (1938) orgelbewegte Umorientierung bezog sich offenbar vor allem auf die Disposition und die Intonation. Es hätte aber vor allem der historisch orientierte Pfeifenbau im Mittelpunkt der Betrachtung stehen sollen, dann die Intonation, dann erst die Disposition. Das war aber nie der Fall.

O tempora, o mores.

Für mich sind Orgeln mit Schweller und Walze nicht „neobarock“. Siehe Weigle Orgel Markuskirche Mannheim. Mit „neobarock“ werden allgemein sicherlich die Disposition und Intonation einer Orgel gemeint sein, also wenige Grundstimmen, vergleichsweise viele Aliquoten, niedrige Aufschnitte, niedriger Winddruck. Vielleicht sieht eine jeweilige Orgel auch irgendwie „neobarock“ aus, indem sie z. B. dem „Werkprinzip“ folgt, also baulich getrennte Werke zeigt. („Neobarocke“ Produkte waren übrigens ab den ca. frühen 70er Jahren negativ konnotiert.) Für mich ist die elektro-pneumatische Kegelladen Orgel-Weigle in Mannheim keine neobarocke Orgel. Für mich kann eine Orgel mit Walze und Schweller etc. nicht neobarock sein. Falls dieser Begriff nicht gänzlich verwirrend und sinnlos ist.

31. Januar 2020

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Es liegt im Lied ein wenig Klang, ein wenig Wohllaut und Gesang und eine ganze Seele. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Ich freue mich sehr, dass nach langer Abstinenz aufgrund von Tauben die wilden Kohlmeisen zu ihrer Futterstelle auf dem Balkon zurückgekehrt sind. Leider sind die Kohlmeisen bei weitem nicht so schlau wie die Tauben. Ich musste schon tüfteln, um die Tauben fern zu halten. Oder besser: Die Kohlmeisen sind vielleicht nicht dumm, aber schüchtern und zurückhaltend und sehr unschuldig. Sie melden sich immer mit Gesang an, sitzen auf meinem Trampolin und schauen ins Zimmer. Wenn ich eine neue Futterstelle anlege, brauchen sie eine Weile, sie zu finden. Die Tauben aber brauchen nicht mal eine Millisekunde. Sie melden sich nicht mit Gesang an, sondern mit Lärm, weil sie aggressiv irgendwas vom Tisch gefegt haben.

Ich habe festgestellt, dass die Orgel eher ein Alt ist und man mit dem Baßschlüssel sehr befreundet sein muss. Ich würde deswegen nicht sagen, dass die Orgel männlich ist (der Flügel ist für mich sehr feminin, der Fokus liegt hier auf dem brillanten Sopran), aber da Pedal und linke Hand und damit eindeutig Tenorlagen nun mal das Fundament sind, stelle mir vor, dass ich an der Orgel meine tiefen, ruhigen Stimmlagen und die Bruststimme trainiere.

Es kostete natürlich viel mehr Demut, mich zu unterrichten. An der Orgel war ich von Anfang an eine externe Exotin. Ich erinnere mich an den Anfang, an meine C-Prüfung, wieviel Misstrauen mir entgegengebracht wurde: Warum will eine Konzert-Pianistin noch Orgel lernen? Oder besser: “Mal eben” noch Konzert-Organistin werden? Was die langjährigen Kirchenmusiker ja schon oft nicht sind? Es ist klar, dass umgekehrt dieselben Organisten, die mich unterrichteten, nie quereinsteigend Konzert-Pianisten hätte werden können. Ich glaube, die meisten Musiker möchten sehr gern noch ein zweites Instrument professionell erlernen und können. Das liegt so in uns. Die wenigstens schaffen es. Allein zeitlich. Warum sollte man mir dies gönnen? Und dann noch mir als Frau in der konservativen Orgelwelt? Ohne meine mir typische Leidenschaft wäre ich geflüchtet, da ich wirklich nicht willkommen war, sogar beschimpft wurde.  Aber ist die Orgel nicht ein Instrument der Liebe in einer Kirche? Ein Verkündigungsinstrument? Je mehr sie nicht wollten, dass ich es schaffe, desto mehr wußte ich, ich soll und werde es schaffen. Beide Instrumente.

In einem künstlerischen Haus sollte nicht Leistung auf Knopfdruck auf dem Fließband abgeliefert werden, da sonst immer der selbe Stil interpretiert wird (für neue Interpretationen oder Tempi gibt es gar keine Probenzeit mit und für das Orchester), das Standard-Programm der immer gleichen Leute. Sondern Neues. Aber Orchester sind meist schon recht eingefahren.

Es ist seltsam, wenn gewisse Feste veranstaltet werden, Beethoven-Fest, Mozart-Fest, und dabei würden diese Häuser die jeweiligen Komponisten, die sie feiern, würden sie noch leben, also im realen Leben verachten und über sie lästern, da sie mit echten Künstlern nicht umgehen können, bestenfalls mit Handwerkern. Oder mit denen, die auf Knopfdruck abliefern können. Diese Feste werden also oft zum Zweck der Selbsterhaltung durchgeführt. Die Musik wird missbraucht. Sind dies dann noch künstlerische Häuser?

Was mir auffällt:  Menschen tun Böses und sind sich dessen nicht bewusst sind, wie böse sie sind. Für sie ist ihr Verhalten normal. Sie müssten es wissen und wissen es nicht (mehr).

Inwiefern können musikalische Menschen böse sein? Leider, sie können.

Künstlerische auch. Sind künstlerische Menschen eigentlich immer auch musikalisch?

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Musik ist Kunst in der Zeit

Menschsein und Musikmachen gehören zusammen. Menschsein und Klavierspielen sind eine Einheit: Geschliffen werden, Echtheit, Demut, übernatürliche Kraft.

Hörende Hand. Raum schaffen im Kopf.

Verinnerlichte, zärtliche Hände haben.

 

 

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Gesteuerte Wege des Windes

Was ich an der Orgel mag? Ich mag den Wind. Den gesteuerten Weg des Windes. Senkrechte und waagrechte Wege. Bewegungswege, übertragene Wege. Klangwege.

Dass sich die Luft am Oberlabium bricht, oberhalb der Kernspalte, und durch diese Brechung schwingt und Ton erzeugt. Die Orgel mit dieser Brechung symbolisiert: Einheit im Gegensätzlichen.

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Süßigkeit ist der Gottesgeschmack

Bachs Musik ist nicht nur Heftpflaster und Aspirin, sondern Raum zwischen Reiz und Reaktion.

Musik bringt den Menschen in Berührung mit Liebe, die im Herzen schlummert. Süßigkeit ist der Gottesgeschmack.

 Großartige Musik ist nicht zu hören, ohne das Herz zu weiten.

Musik deckt mir den Adel meiner Seele auf.

Das Lied verwandelt den Menschen.

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Gestalterin sein in den Schnittstellen

Originär schaffen in einer Zeit, in der Musik wie fließend Wasser ist, in der Applaus eine Knautschzone des ritualverliebten Publikum ist, in der wir in einem Zeitalter der Verfügbarkeit leben – Außergewöhnliches schaffen. Kunst schaffen, Kunst machen. Für die Öffentlichkeit.