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Organistin

26. September 2022: Wenn der Himmel schon von der falschen Seite aus so schön ist, wie ist es dann erst auf der richtigen Seite? (Marylin McAuley)

Manches Buch wirkt wie ein Schlüssel zu verborgenen Sälen unseres eigenen Schlosses. (Kafka)

Foto: Eggenfelden

Heute erinnere ich an Dina Andersen, Architektin. Sie will ihr Alter nicht preisgeben. Wenn Schmitz und Co auf sie aufmerksam geworden wären – ob sie hier alles in Bewegung gesetzt hätten, um ihr Alter herauszufinden und preiszulegen? Als wäre Alter ein Schaden. Ein Mangel. Ein Erfolgszerstörer. Eine Peinlichkeit. Ein Verbrechen.

Manche Männer mit oder ohne  Kontrollzwang reiben sich die Hände, wenn sie entblößen können, wenn es gegen Frauen geht und ihr Alter, sexistische Tendenzen, als ob es für Frauen beschämend wäre, älter zu werden, als wäre es für Frauen beschämender als für Männer. Viele Männer sind altersphob gegen Frauen. Das Verrückte ist, solche Leute finden tatsächlich gar nichts heraus, weil sie herablassend und blind sind für das, was vor ihren Augen liegt sichtbar und klar. Wahrscheinlich müssen wir uns alle daran gewöhnen, dass wir im Leben mehr oder weniger so eine Art Schmitz haben, der nur nach dem Schlechten sieht und sucht, nichts glaubt und Wertvolles abwertet, weil sie selbst einem nicht das Wasser reichen können. Man muss nur richtig damit umgehen können.

Heute erinnere ich auch an Geva Wittkamp-Veltman. Geva – ein schöner Name. Ich habe sie in Freckenhorst „kennengelernt“. Und an Christine von Schweden und Amalia von Gallitzin, und an die Organistin und Nonne Anna Katharina Emmerick – alles christliche Frauen. Auch Maris Alberti fand ihre Bestimmung im Kloster.

Stade

Italienische Orgel Stade

Rieger Öhninger Sauer Orgel Dom zu Fulda

Fulda

Ruffatti Orgel Saint Mary San Francisco, USA

USA

23. September 2022: Orgeln sind Klangweiden. Ohrweiden. (AHS)

Foto: eins meiner ersten Orgelabende mit Pedal

Die Mitglieder der Mehrheit schreiben sich selbst positive und Außenseitern negative Eigenschaften zu; die Definition von “Anderen” hat immer die Funktion, die Selbstbewertung und die Kohärenz der eigenen Gruppe zu verbessern. (Harald Welzer)

Ich befinde mich wie immer quer durch Deutschland, Ankunft ungewiss. 😊

Neu: Himmelstöne

Kommentare, Bewertung, Kritik und Gruppendynamik

Solche digitalen Gruppen, Grüppchen, kriminelle Fake-Profile, Attacken, Foren kennt man. Man denke an Benjamin Otto und Ansgar Kreutz, Martin Schmitz und Jürgen Strupat…  Labile, depressive, einsame oder psychisch kranke Männer tummeln sich in diesen Gruppen und auf diesen Profilen. Tom Anschütz, Maximilian Nicolaus, Lucas Kluck, Benjamin Otto, unzählige Fake-Profile und unmoralische Läster-Anwälte etc. wirken geradezu besessen von mir. Diese Gruppen werden von Arbeitslosen, Rentnern, Laien und Kranken als Hobby mit viel Zeit unterstützt und von denen, die fast das Rentenalter erreicht haben, am Ende von allem sind oder anderweitig nicht viel zu verlieren haben, gelangweilt oder neidisch sind.

Leuten wie Jan Wilke, Jordan, Bornheimer, Kropf, Theising, Brückner, Kelber-Bender, Rochus Schmitz – Männer, die beleidigen, sich auf den Schlips getreten fühlen oder die offensichtlich gern lästern, attackieren und kritisieren. Corona hat dies sehr vermehrt. Kirchenmusik ist erstaunlicherweise ein Ort, der lästernde, kritisierende, labile, charakterlich schwache Männer ohne Skrupel anzieht. Warum? Ausgerechnet solche sind besessen von mir. Kommentare, die diese Leute unterstützen, aber auch Kommentare, die diese Leute attackieren, schalte ich nicht mehr frei. Wenn es etwas Gravierendes gibt, werde ich es ansprechen. Ansonsten konzentriere ich mich wieder auf alles Positive. Positive Vibes ❤️🎵

Ahhh, was habe ich falsch gemacht? Ich wollte immer einen anderen Fankreis haben. Warum ziehe ich solche Leute an? Bitte betet für mich.

Mir gefällt die “Philosophie” von Harald Welzer, besonders seine Formel des Selbstdenkens.

Neu: J. M. Molter- Herzlich tut mich verlangen, MWV XII/2a, Choral, Jehmlich Orgel Dresden

Neu: Orgel Information Pillnitz

Jehmlich Orgel Schloss Pillnitz

21. September 2022: Wir suchen Glück außerhalb von uns im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen voll Missgunst ohne Sinn für Gerechtigkeit. (La Bruyere)

Das Musikbusiness ist wettbewerbsorientiert, aggressiv, anspruchsvoll. Aber auch fantasievoll, inspirierend, erhebend. (AHS)

Heute erinnere ich an Vera Rubin, Astronomin.

Schloß Pillnitz

Heute bin ich mit dem Raddampfer (Maschinenanlage PD Leipzig, 1929) von Dresden zum Schloss Pillnitz gefahren. Es war sehr schön. Wir fuhren an den drei Schlössern an der grünen Elbpromenade vorbei, an den Villen, unter dem Blauen Wunder durch (eine Brücke, die dem WW II stand hielt), durch Blasewitz und Bachwitz („witz“ oder „itz“ bedeutet Dorf oder Ort) hin zu den Parkanlagen von Pillnitz.

Hier gibt es ein Orgelpositiv von 1725 von Johann Heinrich Gräbner, Cembalo und Spinett. Die Palmen und die Orangerie waren beeindruckend, auch die große Magnolia und die uralte Kamelie aus dem 18. Jahrhundert, die im Winter in ein fahrbares Glashaus kommt, extra für sie angefertigt. Sie wird gehegt und gepflegt, damit sie in Winter und Frühjahr blüht.

Schlosskapelle Pillnitz

Die drei Pillnitz Schlösser gefielen mir, der große Kuppelsaal, die katholische Kapelle mit Jehmlich Orgel 1855, die Kunstausstellungen, der englische Garten. Die malende Mathilde. Das Wetter war unbeständig, dennoch immer gerade schön genug. Gute Führung durch die Anlage.

Kunstgalerie Dresden

Dann besuchten wir mal wieder die Alten Maler wie Rubens, Cranach, Rembrandt, Rafael. Besonders gefällt mir das brieflesende Mädchen von Vermeer van Delft. Das mochte ich schon als Kind. Zu viel Alte Kunst jedoch löst bei mir ein unangenehmes Gefühl aus, da ein Museum voll überladener Bilder unheimlich wirkt auf mich, düster.

Die Semperoper hatte heute leider Pause/Ruhepause.

Übrigens ist die Wolke des Himmelreichs wie ein Kreuz geformt in der Frauenkirche. Untendrunter Jesus in Gethsemane.

Ich habe von F. Reichheld „Der Loyalitätseffekt“ gelesen, denn ich mag die Bücher von Campus. Als ich über Loyalität nachdachte, fiel mir folgendes auf: Frauen gelten in der Business-Welt, in der oft Männer-Loyalität herrscht, als „illoyal“, wenn sie nicht tun, was man ihnen sagt. Für manche Konservativen sind Frauen, die Karriere machen wollen, an sich schon illoyal. Warum? Weil sie sich nicht an Männer binden, auch nicht an deren Meinung. Männer bieten Frauen eine Art „Zuhälterschutz“ an, aber nur, wenn frau tut, was man erwartet.

Neu: Video: Choral

Neu: Orgel-Information Frankfurt am Main

Albiez Orgel Frankfurt Niederrad

In 100 Tagen Weihnachten: Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein‘ höchsten Bord – Advent Improvisation Fantasia, Schnitger Ahrend Orgel St. Cosmae Stade

Foto: Zeichnungen

20. September 2022: Gott: Mein Herz ist eine Uhr, die an seinem Herzen hängt wie ein Pendel. Sein Herz aber steht über Raum und Zeit. (AHS)

Das Altern soll uns Demut und Gott lehren. Mein Herz ist eine Uhr, die an seinem Herzen hängt wie ein Pendel. Sein Herz aber steht über Raum und Zeit. (AHS)

Heute erinnere ich an Nina Hugendubel, die wie ich Bücher liebt.

Foto: Klais Orgel Köln-Rondorf

Frauenkirche Dresden

Heute war ich spontan den ganzen Tag in der evangelischen Frauenkirche. Und es wurde mir nicht eine Sekunde langweilig. Sie ist die größte Kuppelkirche nördlich der Alpen. Zudem ist sie weltweit die einzige Kirche, deren Kuppel eine Sandstein-Glocke ist.

Zuerst nahm mich Matthias hoch zur Orgel. Er hatte mich schon mal hoch zur Orgel mitgenommen vor längerer Zeit, aber wir konnten nicht spielen, weil Führung war (was gefühlt den ganzen Tag ist). Diesmal hörte ich sie von oben. Oben klingt sie natürlich anders als unten. Unten ist sie viel zarter, „leiser“, wie ich bei der Abendandacht später hörte. Oben hat sie ganz schön Wumms, besonders das Pedal. Singend, tief.

Ich liebe tiefes, singendes Pedal. Das Gehäuse ist exakt nach der damaligen Silbermann Orgel  gebaut worden. Das erste und zweite Manual ist Silbermann, außer dass im zweiten noch ein romantisches Salicional dazu gekommen ist von Daniel Kern. Das dritte ist neu und romantisch, das vierte wieder Silbermann, mit herberen Zusatzklängen für norddeutsche Musik.. Eine „Universalorgel“ im besten Sinne.

Kern Orgel vs Silbermann Orgel

Klar, sie ist wundervoll. Fast 5000 Pfeifen, 68 R, 4 M. Dennoch ist es so traurig, dass die unvergleichliche Silbermann nicht mehr da ist, an der Bach saß. 1945: Die angloamerikanischen Flieger bombten 16 Stunden (!!) auf Dresden ein. Und die als unzerstörbar geltende Frauenkirche, die WW I  ertragen hatte, hielt bis zum Schluss durch ❤️ Doch dann.

Sie wurde in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar (also in der Nacht zu meinem Geburtstag, nur 1945) attackiert und fing Feuer. Das Feuer kam durch die geborstenen Fenster. Und sie stand noch meinen ganzen Geburtstag lang. Aber am Morgen des 15.2.45 fiel sie in sich zusammen 😥 Die Glut war ringsum so heiß, 1000 Grad (!!), aufgrund der Feuersbrunst, dass der Sandstein VERGLÜHTE und die Sandsteinpfeiler die tonnenschwere Kuppel nicht mehr tragen konnten und alles einstürzte. Die Orgel war da schon längst komplett verbrannt. Der Ort, an dem Bach vor 2000 Menschen spielte. Nur das Kuppelkreuz ließ Gott zwar beschädigt und verformt, aber nicht zerstört zurück. Und dieses steht nun innen.

Die Frauenkirche stürzte. Ich habe selbst heute noch alte Dresdnerinnen und Dresdner in der Kirche erlebt, die heute noch darüber weinen. Und selbst mir kommen die Tränen, während ich dies hier schreibe.

Mahnmal und Wende

200 Jahre stand sie, dann ein Trümmerfeld. Und sie blieb dies 48 Jahre: Ein Mahnmal. Zudem war die DDR an Gott und Kirche kaum interessiert. Doch dann kam sie. Die Wende. Und der christliche Glaube schwappte auch wieder zurück nach Mitteldeutschland. Die Zeit war reif. Gott ist gnädig. Er hat innerhalb von 11 Jahren mit nur 180 Millionen alles wieder aufbauen lassen, mit 2/3 Spenden; es kostete allein 13 Millionen, die Trümmer korrekt zu enttrümmern. Ein Jahr früher als geplant war sie fertig. Kein Vergleich mit der Elbphilharmonie, die immer teurer und länger wurde.

Frauenkirche vs Elphi

Bei der Frauenkirche flossen die Spenden. Nobelpreisträger gaben ihr ganzes Preisgeld. Engländer schenkten Geld und Gold. Alle gaben alles. ❤️ Es berührt so sehr. Ich konnte die Kirche nicht verlassen. Ich war bei der Emporenführung dabei und oben auf der Kuppel und unten in der Unterkirche, und bei allen Andachten. Das habe ich alles schon mal gemacht, aber abends, nach einem Konzert, in dem ich war, und schon lange her. Und ich finde, tagsüber ist es etwas anderes. Vor allem habe ich mich geändert: Ich behalte alles und dokumentierte ganz anders als früher. Die Orgel hat mich verstehen lassen und mich Geschichte lieben gelehrt.

Ich liebte Geschichte in der Schule schon, weswegen andere dachten, ich sei eine Streberin. Aber das wirkliche Leben ist mehr als Schule.

2022:

Frauenkirche-Dresden

19. September 2022: Organistin sein bedeutet nicht, unsichtbar zu sein. (AHS)

Künstlerin sein bedeutet generell nicht, auf sieben Zwerge hinter sieben Bergen zu warten. Organistin sein bedeutet nicht, unsichtbar zu sein, sondern das Gegenteil: Sichtbar zu sein. (AHS)

Heute erinnere ich Mary Kingsley, Forschungsreisende.
Schön, dass sich Curie vom Geld ihres Nobelpreises ein Gramm Radium gekauft hat. Was ist mein Radium?

Dresden

Bin immer noch in Dresden. Übernachte im Gästehaus. Was eine tolle Stadt, selbst jetzt, dunkel, weil wenig angestrahlt werden darf. Jetzt erst merke ich, wie düster eine Großstadt ohne Licht ist, schon ab 21 Uhr wirkt es wie Nacht. Und dann diese riesigen Baustellen.

Aber die Frauenkirche war hell und auf ❤️. Es ist immer eine Wucht, dass die Orgel direkt vorn an der Altarseite, hoch unter der Decke thront, umrundet von Gold, Stuck und Rund, buchstäblich. Was ich allerdings vermisse, ist ein Kreuz. Der bewaffnete Sicherheitsmann wusste auch nicht, wo und warum nicht.

Es gibt ein paar kleine, krumme, sehr unauffällige Kreuze, die man suchen muß.

Und gegenüber ist (leicht geschmacklos) ein bayerisches Alpenrestaurant. In Dresden an der Frauenkirche! Und wer saß drin und aß Eis mit Schlagobers (statt Sahne)? Die schwedische Fränkin, deren Alpen die Frauenkirche war, durchs Fenster. Während Dirndl-Frauen um uns herumwuselten. Zuvor holten wir uns in der Kexerei, die bis spät auf hat, ein Pfauenauge. Normalerweise bin ich kein Kekse-Fan, aber dieser Dresdner Keks war frisch, saftig und mit Marzipan.

Dresden Prohlis

Das Konzert war gut besucht, trotz dickem Regenguss kurz vorher. Durch das Publikum war die Akustik innen sehr trocken geworden. Da musste ich neu justieren. Draußen nass, innen trocken. Ich mochte die grüne Jehmlich Orgel und den Blüthner Flügel unten. Orgel plus. Beide Instrumente bedient und am Schluss ein Gebet gesungen. Ich habe schöne Blumen bekommen. 

Happy Birthday, Emilia ❤️

Neu: Hier ist sie: Orgel Dresden

 

Neu: Orgelinformation Schönefeld bei Leipzig 

Eule Orgel Gedächtniskirche Schönefeld

Henry du Mont – Allemande

16. September 2022: Es gibt viele Kirchen in Kreuzform. Ich sehne mich nach Orgeln in Kreuzform. (AHS)

Lustige Leute begehen mehr Torheiten als Traurige, aber Traurige begehen größere. (Ewald V. Kleist)

Ich mag gern die Gemälde von Frederic Leighton, besonders Flaming June 1895. Ein Bild voller Leidenschaft.

Foto: Meisterkurs mit Daniel Roth in Frankfurt

Heute erinnere ich an Anike Peters, Klimaexpertin, und Junko Tabei, japanische Bergsteigerin, die sogenannte “Männerberge” bezwang  – wusstet ihr, dass Bergsteigen lange eine Männerdomäne war?

Ich schaue manchmal gern Mount Everest Filme und schauere gern vor mich hin. Bequem im Bettchen. Ich war schon in Nepal und sah die Himalaya Berge vom Flugzeug aus. Aber – ach, wer würde sich das antun?

Nepal

Ich könnte nicht über solche Klüfte an winzigen Sprossen entlang, mit Rucksack schiefe Leitern klettern, tonnenschwere Eisblöcke um mich, Stürme, keine Luft, und ich reagiere sehr empfindlich auf Höhe. Ich müsste mind. ein Jahr vor Ort trainieren. Ich käme sonst nur bis ins Basislager. Weiter wohl nicht. Schon das Lager 2 zu erreichen ist schwer. Zeltschlafen ist auch nicht so mein Ding. Aber wandern in den Bergen an sich liebe ich. Da bin ich auch sehr gut und schnell. Ich bin aber nicht geübt mit Pickel und Steigeisen. Das muss man trainieren. Die Kälte ist enorm. Man ist nur ca. 30 min auf dem eisigen Gipfel und muß dann sofort wieder runter, obwohl totmüde. Der Abstieg ist die größere Gefahr. Der eigentliche Gipfel ist, das Basislager zurück gesund zu erreichen. Insgesamt muss man schnell sein.

Katastrophe ist, dass die Sherpas so wenig Geld verdienen, dafür, dass sie für zahlende Bergsteiger (pro Person 50.000-65.000 €) ihr Leben riskieren. Sie bekommen davon ca. 5000 € pro Aufstieg, dabei sind sie das A und 0. Die Sherpas verlegen Seile und schleppen den Krempel der Touris. Nepal ist erschreckend arm.

Die meisten Bergsteiger hier auf 8000 Meter Höhe sind Männer. Von ca. 1200 Menschen bisher auf dem höchsten Punkt der Erde sind 52 Frauen ❤️

Neu: Orgel-Information: eine meiner früheren Übe-Orgeln Karlstadt am Main Orgel St. Johannis:

Jehmlich Orgel St. Johannis Karlstadt am Main

Metrosexell

Ich habe heute das erste Mal gelesen: Dass unsere Zeit, Mode, unsere Katastrophen-Virus-Krieg-Klima-Endzeit Männer „metrosexuell“ macht. Ich bin froh, dass ich diese Definition rein zufällig gefunden habe für das, was mir schon länger aufgefallen ist bei Männern und was immer schlimmer zu werden scheint: weibliche Männer, zwar mit Taliban-Bart und Riesenfüßen, aber absolut nicht männlich.

Der Gang, die Bewegungen, alles wirkt homosexuell, oder fast weiblich, aber auf eine ganz seltsame, verzerrte Art. (Manchmal die Klamotten, hautenge Klamotten, gezupfte Augenbrauen, Rucksäckchen… ) Irgendwie eine Mischung aus metrosexuell, asexuell und homosexuell. Es irritiert mich, da ich Männer in meinem Inneren ganz anders definiert habe, zumindest in meinem „Wunschdenken“. Mit weiblichen Männern, die keine Frauen sind, sondern in punkto Sturheit und Egoismus genauso Testosteron wie männliche oder gutaussehende Männer – damit zurecht zu kommen, das ist eine Herausforderung…

Wenn ich einen Menschen sexuell einschätzen kann, hilft mir das, mit dieser Person zurecht zu kommen, das passiert eher instinktiv und aufgrund meines Bauchgefühls. Metrosexuellen Menschen dagegen kann ich sexuell überhaupt nicht einordnen, ich bin irritiert.

Neu: Orgel-Information Teschemacher Orgel Köln ❤️

Teschemacher Orgel Köln

15. September 2022: Ich habe Gott gedankt, dass ich’s mit Angst und großer Not so weit gebracht, denn es war eine böse Zeit. (Tobias Weller, Orgelbauer aus Dresden, 1639)

Herzzerreissend, dass ein Orgelbauer im Dreißigjährigen Krieg der Männer mit Angst eine Orgel bauen musste. Ein Instrument zur Ehre Gottes! Angst hatte er vor dem Baumeister, der die Orgel in Auftrag gegeben hat: Die Kirche. Wie unchristlich vermutlich die Kirche als Auftraggeber gewesen war. Und ist?

Wenn es Götter gäbe, wie hielte ich’s aus, kein Gott zu sein! Also gibt es keine Götter. (Nietzsche) Ach, der in der Männerwelt so vergötterte Nietzsche, mit einem der anmaßendsten und kindischsten Sätze der Erde und der falschesten, dümmsten Schlussfolgerung überhaupt, die nur jemand sagen kann, der nicht viel begriffen hat, weder über sich, noch über Gott, noch über den Sinn des Lebens. Jedes Kind ist klüger. Stellt euch vor, das hätte eine Frau gesagt. Und was für ein gravierender Unterschied zu Albert Schweitzer.

So sieht es also aus: Das ist der Grund, warum viele Atheisten Gott nicht wollen: Sie wollen selbst Gott sein und würden und wollen es nie ertragen, dass jemand anderes Gott ist.

“Also gibt es keine Götter?” – Da hat Nietzsche allerdings Recht. Es gibt nur einen Gott. Und glaubt mir – ein Gott reicht. 😊Buchstäblich. Nietzsche brauchen wir nicht als Gott. Denn Gott ist drei: es sind 3 in 1.

Und es gibt Göttinnen. Mich zum Beispiel. 😍

Wenn ich also Atheistin wäre, wie Nietzsche, dann würde ich zumindest schlauer sein als er und sagen: Wenn es Götter gäbe, wie hielte ich’s aus, kein Gott zu sein!? Aaaah ich weiß. Ich werde Göttin.

Götter aber gibt es nicht. 😇 Nur Gott. Ich bin sozusagen Bienenkönigin.

Na, Spaß beiseite.
Es regnet viel. Schön! Die Luftfeuchtigkeit genießt mein Steinway.

Ich wurde gefragt, was meine allererste Ladegast Orgel war: 2015 Mölkau Leipzig! ❤️ Damals wusste ich noch nicht so viel über Orgeln und habe instinktiv konzertiert. Ich habe lange nicht registriert, dass dies meine erste Ladegast war!

Jetzt:

Ich kann sehr empfehlen den Dokumentarfilm Albert Schweitzer der Jahre 35/57: seine Stimme:

Gunsbach im Münstertal bei den Vogesen,  Weinland, sein Vater dort Pfarrer und Lehrer, und er liebte das Dorf, das kleinste Dorf im Tal mit 100 Häusern. Er war ein verträumter, ruhiger, ernster Schüler und Mensch, viele Geschwister, mit 8 las er die Bibel und hatte viele Fragen. Er liebte Tiere und Natur. Er spielte Konzerte, um sein Spital zu finanzieren. Er sammelte alles Geld und war sehr konsequent insgesamt. Während seiner vielen Jahre Medizin behielt er Musik und Konzerte bei, da er das Geld brauchte. 

Die Mutter wurde im Krieg getötet.

Schweitzer wäre auch anderweitig berühmt geworden.

Er nahm seine Frau als Hilfe.

Mit großen Reden hätte er nicht helfen können im Urwald. Er war sehr und unfassbar konsequent, zielstrebig, obsessiv. Organisiert. 

Dass ihm nichts passier ist in Afrika oder auf den Reisen! Nie! 

Er mußte ja in Lambarene die Dinge organisieren! Wasser, Essen, Anstellungen, Bauen, Reparieren, Pflanzen. „Ich verlor viel Lebenszeit mit dem Reparieren von Pumpen“. Er machte auch alle niedrigen, kleinen Arbeiten, war sich für nichts zu schade. 

Er hatte ein großes Team anzuleiten. 

Menschen mit Lepra waren jahrelang da,  er musste bauen und pflegen. „Schweren Herzens opferte ich auch Palmen für den Bau“.

Er war dennoch absolut unkonventionell, wie er da übt mit Katzen im Urwald an seinem Tropenklavier, das ich kenne, und danach im selben Raum Antilopen und Affen füttert! Nach OPs. Stellt euch da „normale Kirchenmusiker“ vor, die schon sauer sind, wenn man ihr Gesangbuch verrutscht und die es „nicht wiederfinden“, nur weil es 5 Zentimeter weiter hinter ihnen liegt als vorher! Kontrollig. Revierig. Die alles kontrollieren und revieren. (Wort erfunden, von Revier)

Ach, das Tropen- Klavier ❤️

Von Tochter und Frau kaum die Rede allerdings. Vllt. sein Privates?

Viele Weisse  waren da und halfen.

Immer wieder kehrte er nach Gunsbach zurück.

„Es muss eine Dorforgel bleiben“. ❤️Nicht wie viele „Kirchenmusiker“ heute: „ach, nur ein Dorf, nur eine Dorforgel.“ Er hätte ja auch mit dem Geld eine riesige Orgel in Gunsbach bauen lassen können, damit die Leute hin pilgern und er sich wichtig macht.

Er war ein musischer Orgelsachverständige, der nach dem Ohr geht !!!  Nach dem Gehör. So was gibt es heute kaum. Er hatte das Geld und die Autorität. 

„Diese Orgeln hat im Krieg viel gelitten“. 

Sehr schön gefilmt, das Herz und das Anliegen kommen rüber. 

LIEBE und Respekt zu dem aus der Sicht der Welt als unwichtig angesehen: Dörfer, Tiere, Schwache, Kranke, Frauen, Kinder, Landarbeiter, Natur, Arbeiterinnen und Arbeiter.

Gelehrte und Akademisches und Preis und Errungenschaften sind nie Thema.

Er hat immer an Gott festgehalten, anders als ich – aber das ist ok!

Er war ein Kopfmensch, aber voller Liebe. Ich kann verstehen, dass sich Helene in ihn verliebt hat.

Neu: Lang ersehnt: Orgel-Information Strasbourg: die Silbermann – Alberts Liebling

Silbermann Orgel Strasbourg

11. September 2022: We cannot deal with guilt. Our response to guilt and sin therefore really matters. The depth of salvation is to surrender. (AHS)

Wir wissen nicht, wie groß wir sind, bis sie uns zum Aufstehen zwingen. Und wenn wir es dann wirklich tun, wird unser Kopf durch die Wolken dringen. (Emily Dickinson)

Geniale Dichterin aus den USA, 1830. Heute erinnere ich an Agnes Pockels, Chemikerin, 1862. Und an Elfriede Jelinek, auch wenn ich ihre Werke unheimlich finde.

Ich höre eine alte Platte „Musikalisches Opfer“.

Foto: Bouxwiller

Krieg ist männlich

Man sagt immer: Menschen töten, führen Krieg… etc. Falsch. Männer führen Krieg. Erster Weltkrieg. Zweiter Weltkrieg usw. : Frauen haben nichts damit zu tun. Frauen und Kinder haben nur darunter gelitten. Man sollte nicht „Menschen“ sagen, wenn man Männer meint (was sehr oft passiert, auch in der Geschichtsschreibung, vor allem bei Versagen und Bosheit), sonst werden Frauen und Kinder manipuliert, sie wären mit dabei oder schuld gewesen. Es ist nicht die Menschheit, die Kriege führt, angreift, mordet, attackiert, einmarschiert, vergewaltigt, böse ist etc. Es ist die Mannheit. Wenn Männern etwas gelingt, sagen sie ja auch nicht „Menschen“, sondern Männer. So sollte es auch sein, wenn sie zerstören.

Heute habe ich gleich drei (völlig unterschiedliche) Klangweiden für Euch! Orgeln sind Klangweiden. Ohrweiden.

Neu: Orgel-Information Marmoutier, Elsass:

Gravitätisch, monumental, majestätisch in perfekt (mit)singender Akustik. Andreas Silbermann hat hier Geniales geleistet. Die Orgel ist optisch, handwerklich, klanglich eine Meisterleistung, sie ist Spitzenreiterin aller Orgeln der Welt. Sie ist rein, echt, historisch, demütig, fehlerfrei, zart, fern aller Brüsterei, obwohl sie auf einer Brüstung steht. Ihr Klang berührt das Herz und versetzt in Ehrfurcht vor Gott.

Silbermann Orgel Marmoutier

Neu: Orgel-Information Bonn:

Klais Orgel Schlosskirche Bonn

Cologne

Die beiden ältesten Orgeln heute in Köln hatten beide ein ähnliches Schicksal:

Jacob Engelbert Teschemacher (1711-1782) baute diese aussergewöhnliche, liebliche Orgel in Elberfeld. Sie stand zuerst in Grefrath, dann in Kaldenkirchen, dann im Schnütgen-Museum Köln. Dort wurde sie schließlich zerlegt und deponiert und vergessen bis 2004! Hans-Wolfgang Theobald entdeckte sie zufällig 2005, restaurierte sie unter Klais und stellte sie in Köln-Rondorf auf. Sie steht ebenerdig rechts in dieser hellen kleinen modernen Kirche gegenüber der schönen Gerhardt Orgel von 1880. Die West-Empore ist frei.

Der Orgelbauer Teschemacher war gläubiger Pietist und stellte seine Instrumente in den Dienst Gottes. Er war zudem Biograph von Tersteegen.

Friedrich Gerhardt

Friedrich Gerhardt aus Bonn Bad Godesberg baute 1880 die zweite Orgel dieser Kirche, eine romantische Orgel (2 M) für die Erlöserkirche in Bad Godesberg, doch sie musste weichen und lag lange auf einem Dachboden, doch Orgelbau Klais entdeckte sie, renovierte sie (opus 1688) und brachte sie nach Köln. Ähnlich erging es also beiden Orgeln dieser Kirche:


Neu: Orgel-Information Köln

Gerhardt Orgel Köln-Rondorf

8. September 2022: Früher wurde mit der Vergänglichkeit christlicher umgegangen als heute. (AHS)

Männliche Dummheit bereitet mir größtes Vergnügen. Es ist eine unerschöpfliche Quelle der Unterhaltung. (Mary Wortley Montagen)

Britische Schriftstellerin, 1689. Heute erinnere ich auch an Brigitte Bardot, eine unfassbar interessante Frau.

Klangfarben der Orgel

Bei Klangfarben bin ich altmodisch. Ich mag gern alte Instrumente: Rankett (auch Würstelfagott genannt!), ein langes Blasinstrument, Trumscheit (Nonnengeige), ein längliches Streichinstrument, Krummhorn: gekrümmtes Doppelrohrblatt, Gemshorn: eine Art Horn, Tierhorn oder Pfeife, gekrümmt; Pochette (Geige): kleine Taschengeige, und Drehleier (Bettlerleier), auch als Lyra bekannt. Es gibt noch Schalmey, Pommern, Grossbass, alte Oboen und Posaunen, Gerle-Laute, Tripel-Harfe, Chitarrone, Tintinabulum…

Früher wurde die Vergänglichkeit des Irdischen viel mehr begriffen als heute, oder anders gesagt, es wurde christlicher damit umgegangen als heute.

Ich höre die alte Platte Arthur Eger in Freiberg. Und Wachowski. An ihm, der sehr langsam und geradeaus spielt (etwas langweilig), merke ich, was für eine „Flirrende“ ich bin an der Orgel und dass ich vom Gravitätischen der Orgel noch mehr aufgesaugt werden möchte. Vom Monumentalen der Orgel möchte ich noch mehr profitieren. Ich komme mir trotz allem oft winzig vor.

Foto: Lorenzkirche Nürnberg

Meine Orgel-Entwicklung

Ich spiele jetzt 5 Jahre Orgel, das ist bei Professionalität eine sehr kurze Zeit, eigentlich nichts. Ich habe so viel gelernt in diesen 5 Jahren. Ich erkenne Orgeln beim bloßen Ansehen und weiß von Hunderten Orgeln Zahlen, Dispo und Namen, während viele sich nicht an den Orgelbauer der eigenen Orgel erinnern können, geschweige denn an Zahlen und Dispo. Ich habe Hunderte unterschiedlichster Orgeln gespielt und komme schnell mit ihnen zurecht. Ich kenne viele, die spielen 10 oder 15 Jahre lang Orgel und kennen kaum andere Orgeln und spielen viel schlechter. Mir hat jemand gestern gesagt, er hätte noch nie jemanden getroffen, der seiner Weiterentwicklung alles unterordnen würde wie ich. Nun, ich hoffe, ganz so drastisch ist es nicht. Außerdem bin ich eine „die“. 😊 Die Zeit war extrem, intensiv, und ich habe mit die eindrücklichsten Erlebnisse meines Lebens gehabt und mich ganz neu kennengelernt.

Neu: Hater, Follower und Fans im Internet – wie geht man damit um? Teil 1

Neu: Orgel-Information Bouxwiller, Frankreich:

Silbermann Orgel Bouxwiller

7. September 2022: Ich sehe und höre ein Mixtürchen. (AHS)

Die Ausübung der Kunst ist ein großer Teil meines Ichs, mehr als die Luft, die ich atme. (Clara Schumann)

Heute erinnere ich auch an Berthe Morison, Malerin 1841, die das gleiche sagte, an Marianne Bachmann und an Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel, die „prominenteste Schülerin“ von Heinrich Schütz.

Foto: Silbermann Orgel Strasbourg

Ich höre die Platte Schreier und Richter mit Schemelli.

Den Witzemann Heinz Erhardt (eine alte Platte, geschenkt bekommen) finde ich nicht witzig. Ich verstehe nicht, wie andere Frauen darüber lachen können, wenn ein Mann Witze über Frauen macht. So war das früher, früher war das normal. Manchmal denke ich, der Grund, warum Leute Komödianten mögen ist, weil sie ansonsten nicht genug lachen.

Schön: Albert Schweizer findet es schlimm, wenn man sich „sterbende Blumen“ (= Schnittblumen) als Dekoration ins Zimmer stellt. „Wie kann man sich an sterbenden Blumen erfreuen?“ Leider kann ich das auch, teilweise. Obwohl ich lebende Blumen noch viel schöner finde.

Wenn mich Leute beobachten, wie schnell ich (immer nur mit dem linken Daumen tippend) ins iPhone schreibe, sind sie verblüfft.
Ich habe viele Linkshänder-Tendenzen.

Interessant ist Keplers Mysterium cosmographicum: Auf der Suche nach der Harmonie der Welt.

Harmonie der Welt seit 1595

Die Bibel, aber auch der heidnische Goethe berichten von singenden Planeten, von der Harmonie und den harmonischen Proportionen im All. Als erster versuchte Kepler, dies um 1590 zu ergründen. Wo Heiden von „Mutter Natur“ sprechen, von „Göttern“ usw. – sprechen gläubige Musiker wie Heinrich Schütz von der Harmonie in Gottes Welt.

Heinrich Schütz ist viel gereist. In allen Städten und Orten, wo er war, war auch ich, außer in Telgte und Teplitz.

Schütz wurde 87 (!) Jahre alt und starb in Dresden nach einem Schlaganfall. Ich möchte 129 Jahre alt werden. Ich war übrigens eine Hausgeburt – zu einer Zeit, in der es maximal ein Prozent Hausgeburten gab. Mittlerweile sind es zwei Prozent.

ps: im Papierkorb meiner Webseite liegen Zehntausende von Kommentaren, die ich nicht freischalte, weil sie meistens …. nun ja, dämlich sind. Ich hoffe, mein Blog wird von klugen Menschen gelesen, von Menschen, die mich verstehen. Das ist meine Hoffnung und Zielgruppe. Hallo, ihr da draußen, gibt es euch? Wie geht es euch? ❤️

Neu: Pachelbel – Praeludium, Ladegast Orgel Braunsbedra bei Merseburg – dramatisch, wild