8. August 2026: Lobt mit hellen Zimbeln, mit dem Schall der Hörner! (Ps. 150)
Foto: Barockorgel Philipp Seuffert kath. Heilig Kreuz Kirche Lauda Königshofen Sichtung 2026
Heute erinnere ich an Edith Södergran, 1892, finnlandschwedische schöne Lyrikerin. Sie löste sich von den starren Regeln ihrer Zeit, auch in der Kunst, und sprach von ihrem Herzen als „maßlos“. Sie hatte ein intensives, kurzes Leben. Wie die meisten Schwedinnen war sie hochbegabt in Sprachen.
Ich lese ein plattdeutsches Bilderbuch in alter deutscher Schrift aus Wismar – eine echte Herausforderung. Die Zeichnungen sind entzückend. Es heißt: Dit und dat. För Jeden Wat. – Na, das habe ich schon mal verstanden.
Sehr empfehlen kann ich die legano Barfußschuhe – auch an der Orgel. Momentan trage ich die wunderbaren neuen weißen Outdoor-Trekking-Sandalen von leguano.
Historische große Barockorgel Seuffert Orgel 1730 kath. Heilig Kreuz Klosterkirche in Lauda Königshofen, Taubertal, 2 M, 30 R
Die historische Johann-Philipp-Seuffert-Orgel in der Pfarrkirche Hl. Kreuz im Stadtteil Gerlachsheim (Lauda-Königshofen) wurde im Jahr 1730 vom Würzburger Hoforgelmacher Johann Philipp Seuffert erbaut. Das barocke Meisterwerk besitzt heute 30 Register auf zwei Manualen und Pedal und wurde von der Orgelbaufirma Vleugels umfassend restauriert. Sie wird von Vleugels betreut.
Allerdings fügte Vleugels 1988 ein zweites Manual hinzu.
Für mich sind die fränkisch-schwäbischen Orte an der Grenze zum Main-Taubertal noch alle beautiful Franken.
Die barocke Orgel in dieser ehemaligen Prämonstratenser-Klosterkirche zählt zu den wertvollsten Orgelschätzen in Süddeutschland.
Die ursprüngliche barocke Farbfassung des Gehäuses wurde in den Jahren 1984 bis 1985 freigelegt und gesichert.
Die große Orgel besitzt lebensgroße Engel, die auf dem Gehäuse musizieren; Wappen und Schmuck.
Die Heilig-Kreuz-Kirche mit ihren Muschelnischen an der Außenfassade gehört heute zur Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen, die dem Dekanat Tauberbischofsheim des Erzbistums Freiburg zugehörig ist. Auch die Sakristei ist mit reichem Rocco-Schnitzwerk ausgestattet.
Die rotgelbe Gerlachsheimer Kirche ist eine barocke Pfeilerbasilika mit Haupt- und Querschiff, zwei Seitenschiffen; Zwiebelhauben.
Die gepflegte Kirche, innen cremig weiß und gelb, saniert, besitzt eine wertvolle Rococo-Kanzel von 1788 mit Schalldeckel, ein fünfstimmiges Glockengeläut von 1950, viel Stuck, Altäre von 1739 und große Deckengemälde. Unter der Orgelempore befindet sich ein wunderschöner Windfang.
Seit 2018 dient das Kloster als Bürogebäude.
Die Akustik in der Kirche ist brillant und vokal. Es war sehr schön, hier auf der Hochzeit zu spielen.
In der Grotten-Kapelle vorne geht das Licht um Maria an, wenn man ihr näher kommt.
Wenn man so eine stattliche, mächtige, kühne Barockorgel sieht, in so einem kleinen Ort, staunt man; wenn man jedoch oben ist und den modernen Spieltisch entdeckt, ist man doch etwas enttäuscht. Ich habe oben etwas ganz anderes erwartet: einen rekonstruierten historisch-barocken Spieltisch: Dies ist nicht der Fall leider. Das betrübt das Prachtstück. Für mich ist dadurch nicht mehr ganz klar, was original ist an Disposition und Klang.
Das Instrument besitzt wunderschöne Zungen, Flöten, Tremulant. Wie die Orgel aber original geklungen hat, das hätte mich interessiert.
Sehr schön ist das geteilte Salicional im oberen Vleugels-Manual. Schön ist auch die Tenor-Octave 4 im Pedal; die Querflöte 4 im M I und ebenso der Bourdon 16 im M I.
Die Koppeln sind Pistons (Normalkoppeln).
Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:
Anbei meine neue CD bei Naxos:
https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553
Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:
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