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Erzeuge, aber nimm nicht in Besitz. Fördere, ohne zu beherrschen. (Lao-Tse)

Das Konzert gestern war sehr schön, wieder hatte ich Standing Ovations. Die Leute sind begeistert und schauen mich von oben bis unten an, als würden sie sich wundern, dass ich die große Orgel gespielt habe. Ich gebe zu, ich wundere mich selbst darüber. Ein von Mozart durchwebtes Programm von 75 Minuten. Beide Fantasien f-Moll und das Andante. Der März hat sehr gut begonnen.

Man hätte in einem Päuschen Mozartkugeln anbieten können, ganz recht. Es war ein Frauenpower-Konzert: Thalea ist die beste Blätterin, oder Blätteresse, die ich je hatte, und Anke eine der tollsten und bescheidenste Kantorin. Man erkennt am Blättern, wie musikalisch jemand ist. Ich habe bei Thalea gar nicht gemerkt, dass sie blättert, so gut war es, samtig und unsichtbar. Da die Orgel etwas auf einem Podest steht, musste sie um mich herum springen, da meine Noten besonders geklebt sind, lange Bandwürmer, da ich immer darauf gefasst sein muss, allein blättern zu können. Ich bin froh, dass Tobias auf die Idee kam, die Noten als Kompaktes, Ganzes zu blättern, indem man sie übereinander legt, vor allem bei Mozart und Liszt B-A-C-H.

Die Setzer habe ich alle selbst bedient, das ist mir sicherer. Dennoch habe ich das Gefühl, es gibt Heinzelmännchen (böse) in Orgeln: Es ist oft mindestens ein Setzer spurlos verschwunden. Ich habe sogar das Gefühl, es sind Heinzelmännchen in Noten: Plötzlich sind Fingersätze verschwunden. Es ist immer ein spannendes Abenteuer.

Was macht denn so Spaß an einem Orgelkonzert? Das Unberechenbare, das Bedienen der Tasten, Schweller und Setzer mit Händen und Füßen, das Glücksgefühl, wenn eine Setzerkombination noch da ist und funktioniert, das Einregistrieren, ja, das Verstehen der Orgel und des Raumes und das Sich-Verbinden mit Orgel und Raum, denn der wichtigste Registerzug ist die Akustik, die Artikulation, die Frage, wie es den Zungen geht und ob etwas verstimmt ist, das Verschmelzen und Kommunizieren und Aufeinanderabstimmen der Werke, das Mischen der Farben –

Kurz, das Technische und Komplexe an der Orgel, und dass Leute hin und wieder gern ohrenbetäubend gerauscht sein wollen inklusive mir. Ja, der Klangrausch. Nach fünf Stunden Einregistrieren höre ich auch nichts mehr. Ersetzt jede Disco und jedes Rockkonzert.

Empfehlen kann ich die Heizdecke stoov – sie ist relativ kabellos. Zum Üben gut zu verwenden (jedoch nicht im Konzert. Im Konzert geht auch keine Miniheizung. Aber das braucht man dann auch nicht mehr). Meine Stücke Snö und Längtan kamen auch gut an.

Was schrieb Mozart? “Als ich Herrn Stein sagte, ich möchte gern auf seiner Orgel spielen, denn die Orgel sei meine Passion, so verwunderte er sich groß und sagte: Was, ein solcher Mensch wie Sie, ein großer Clavierist und Pianist, will auf einem Instrument spielen, wo keine Expression ist?” So ähnlich sprechen Leute auch zu mir. Aber die Orgel hat Expression. Man muss sie nur zu beherrschen wissen.

17. Januar 2020

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Make organ alive!

Stabilisiere den Wind.

Musik ist in dem Haus nötig wie die Orgel in der Kirche. (Elise Polko)

Wenn der Flügel anders steht, zum Beispiel diagonal, hat dies schon zunächst eine Auswirkung auf mein Spiel. Die Stellung des Flügels ist also wichtig.

Gern mag ich immer noch die einfachen, hellen Upright-Klaviere, aufgrund meiner Kindheit und des Klaviers in meinem Zimmer, das ich immer sah, wenn ich aufwachte. Ich mag den Touch dieser Klaviere. Meist sind sie hellbraun.

Ich habe gehört, es gibt Laien, die nennen Organisten Orgelnisten oder Orgler, und sie fragen, “wann man seine eigene Orgel baut”. So etwas alles ist mir allerdings noch nie passiert. Ich habe nur das Gefühl, ich habe Orgelfüße bekommen und kann selbst dann, wenn der Bus oder der ICE schräg stehen, immer noch gut mit Halt stehen.

Traurig ist, dass überall, wo man geht und steht, eine Verwahrlosung und ein Verkommen der Sprache, des Rhythmus und der Musik geschieht. Man findet kaum noch einen Hinweis oder ein Schild mit Aufdruck, geschweige denn handschriftlich, was grammatikalisch richtig ist und alle Kommas aufweist. Teilweise 3-5 Fehler in einem Satz. Und gedudelt wird aus jedem Ohrstöpsel.

Bald geht es nun nach Beethoven zu den acht… nein, nach Saarbrücken zu den acht Beethoven-Konzerten, nach Kaiserslautern, dann nach Wiesbaden (Orgelkonzert), Heilbronn (Klavierabend), vorher Hannover, Hamburg… Ich darf nicht vergessen, mein Airdrop auszuschalten, denn es gibt Leute in ICEs oder anderen Verkehrsmitteln, die sofort iPhones finden. Dann erhält Phönchen seltsame Foto-Angebote.

Nachtzug nach Lissabon zumindest als Film kann ich nicht empfehlen, im Grunde ist es eine abstruse Vermischung aus Politik, unchristlicher Philosophie und plakativer Liebesgeschichte. Gott wird mit immer denselben Vorwürfen bombardiert, während applaudiert wird, und die grauenvolle, melancholische Filmmusik plätschert dazu pausenlos mit Terzengeklimper vor sich hin. Treulosigkeit, dienende Frauen, die sich dauernd schuldig fühlen (“Gar nicht für”), ältere Männer von jungen Frauen umspült, Frauen, die nur dazu da sind, um Männer in deren Seele zu führen, und die typischen Dialoge: “Ich weiß gar nicht, warum ich Ihnen das alles erzähle.” “Ach, ich bin so fasziniert von Ihnen.” Wer halt wohl was gesagt?

Ich finde, es klingt niedlich, wenn Europäer Scheiße sagen. Besonders bei Franzosen.

Katie Meluas Stimme gefällt mir.

3. Januar 2020

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Digital?

Das Gesetz ändert sich. Das Gewissen nicht.

(Sophie Scholl)

Neues Jahr. 2020.

Unter meinen Konzert- Terminen kann jeder nun auch Datum und Jahr in die Suchfunktion eintragen.

Ich genieße die Zeit an meiner dreimanualigen Hauptwerkorgel; an dieser meiner digitalen Hauptwerkorgel spüre ich zwar nicht den Wind, nicht die Lade. Ich habe hier nicht das Gefühl für Wind und Lade und Ansprache und Mechanik. Die Lade spüre ich nur an realen Orgeln über die Tasten. So ist meine Übeorgel eine Art Simulator, aber ein sehr guter, und ich habe sie als Trainingsinstrument für Motorik, Analyse, Erarbeitung und Koordination. Meine Vorstellungskraft hilft, und ich spiele auch viel an realen Orgeln. Aber es ist gemütlich an ihr daheim, das Üben mit Kerze, Tee, Balkonaussicht und Licht und Wärme lässt mich mehr als dreimal so viel üben.

Empfehlen kann ich heute Menschen im Hotel von Vicki Baum, eine unglaublich zarte, kluge und intensive Sprache. Und den skandinavischen Film The Wave, auch wenn die Filmmusik nicht gut ist. Und den französischen, traurigen Film Liebe mich, wenn du dich traust – trotz eingefahrener Rollenbilder und auf der einen Seite sehr unrealistisch und auf der anderen Seite erschreckend realistisch. Was ich manchmal nicht verstehe ist, wie Männer Bart gut finden können – ich muss wirklich sagen, ich finde in den allerseltensten Fällen Bart gut. Bart ist ungefähr gleich gut wie Schnarchen.

28. Dezember 2019

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Ausländerin in der Orgelwelt

Geschlechterrollen nicht wechseln, sondern sprengen!

Bedenklich und traurig finde ich, dass es keine Domorganistinnen gibt, keine Orgelprofessorinnen, kaum weibliche Dozenten und weibliche Instrumentalisten in den Kirchenmusikabteilungen (Ausnahme Sängerinnen), kaum weibliche Orgelsachverständige, dass die Zeitschrift Ors Organi in vieler Hinsicht eine reine Männerzeitschrift ist, als würde man eine Heimwerkbroschüre von OBI von 2006 lesen (selbst OBI etc. sind modern geworden und haben das Rollenklischee verlassen), dass einige Domorganisten bewusst zusammenhalten gegen Frauen, Frauen ausschließen, sich gar von talentierten Frauen bedroht fühlen. Nur die ganz lieblichen, schüchternen, angepassten Frauen finden sie nicht “gefährlich”. Wenn Frauen überhaupt mal spielen dürfen, dann sind es extra “Frauenkonzertreihen”.

Ich selbst bin Ausländerin in der Orgelwelt, komme (Gott sei Dank) aus einer anderen Welt.

In vielen Kirchen sind seit Jahrzehnten nur Maenner an den Orgeln angestellt. Vor allem in katholischen Kirchen (“It’s a Guy’s Club”), jedoch auch in Frankreich oder in evangelischen Kirchen (“Who has the bigger organ?”). Manche bruesten sich auf einer Tafel, auf der nur Maenner-Namen stehen. Man sagte mir, Kirchen waeren noch das totale Patriarchat, Maenner “halten hier gegen Frauen zusammen”. Und da wundern sich Kirchen, dass keiner mehr Zeit, Interesse und Geld fuer den Guy-Club oder Orgelkonzerte hat, da alles langweilig, immer das Gleiche fern von Gott ist. Manche beruehmten Organisten haben Ehefrauen, die bessere Organistinnen sind als sie selbst, aber lassen die eigenen Frauen sind ran. Was sind das fuer Ehemaenner?

Bedenklich und traurig finde ich, dass in (akademischen) Kommissionen Rangordnungen eingehalten werden, um gewissen Männern “diplomatisch” nicht auf den Schlips zu treten. Das ist die sogenannte hidden agenda laut Modler. Egal, was offiziell vermittelt wird, die hidden agenda zählt. Für Männer sind es oft Macht-Ego-Spielchen um Statussymbole. Für viele Frauen aber geht es ums Ganze. Wichtig: Gerade die, die einen lächelnd angreifen, sind besonders gefährlich.

Frauen stecken oft aus Furcht zurück, weil sie gefallen und Konflikte vermeiden wollen. Dadurch werden hochbegabte Künstlerinnen oft in den Schatten getreten. Deswegen Modler hat Recht: Diese Spielchen von Männern mitzuspielen ist für Frauen unerlässlich, auch wenn sie nicht wollen. Auch wenn es nervig ist, da Frauen nicht an Rangordnung,  sondern an Inhalte interessiert sind.

Auch wenn ich dieses offensichtliche Machtgerangel nicht mag, kann ich nicht erwarten, mich in dieser Welt nur aufgrund von Begabung und Leistung gegen vertikale Kollegen leicht durchsetzen zu können. Man kann sich nicht heraushalten. So ist diese Welt. Und: Männer sind keine verkleideten Frauen. Als Frau ist es daher wichtig, beide Sprachen genau zu kennen und hervorragend zu sprechen: vertikal und horizontal. Und dies besonders deutlich. Zweisprachig sozusagen. Es gibt vertikale Männer, die sind taub, wenn Frauen horizontal mit ihnen sprechen. Sie reagieren nicht auf Klären, Begründungen, Gefühle, Inhalte, sondern nur auf vertikales Kommunizieren: non verbal, kurz, territorial, kühl. Dieses Vertikale ist oft noch eine Fremdsprache für mich und für viele Frauen. Doch sie muss wie jede andere Sprache trainiert werden. Denn das rein Horizontale ist auch nicht immer gut. Sie zwingt zu einer Art Teamideologie, in der Andersartige oder Herausstechende bestraft werden. Ich bin froh, dass es auch lustige, nette, höfliche, gutmütige und kluge Menschen gibt in beiden Systemen.

Wir sind kein Produkt des gesellschaftlichen Spiegels. Charakter ist der Preis für wahren Erfolg. Frauen dürfen nicht vergessen: Männer, die sich sexistisch verhalten, können dennoch sehr charmant sein; Frauen sollen zum Flirten, für Dienstleitungen und Vergnügungen gern zur Verfügung stehen. Jedoch sehen diese Männer Frauen nicht auf der selben beruflichen “Mensch-Stufe”. Sie erwarten oft, dass Frauen beruflich scheitern. Daher: Meide die Auseinandersetzung nicht. Jedoch die höchste Kommunikation ist eine echte Win/Win-Situation für alle. Das ist das Ziel. Leider gibt es sehr viele, die ihren Gewinn nur im Verlust für den anderen sehen.

Ich frage mich manchmal, wie wohl Marilyn Monroe gewesen ist. Als Mensch.

9. Dezember 2019

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Impuls 6:

Einheit, Zweiheit und Entzweiung

Entzweiung ist etwas anderes als Zweiheit. Zweiheit ist Einheit, oder sollte es sein, kann es sein; ist es von Natur her; ich würde von Dreiheit ist Einheit sprechen; jedoch Entzweiung ist das Verabsolutieren von Gegensätzen und Widersprüchen mit dem Ziel der Trennung und der Zerstörung von kreativen Synergien (die durch Unterschiedlichkeiten, Gegensätzen und Widersprüche, durch das Kreuzen von Vertikal und Horizontal im Dialog erst entstehen.)

Wie schreibt Henri Frédéric Amiel: “Doch selbst wenn wir eine ethische Wahrheit auf alle Arten durchdrungen und besessen haben, kann sie sich uns dennoch entziehen.” Wie? Wenn wir Wahrheiten zwar erkennen, aber nicht leben, wenn Wahrheiten nicht in unser Sein eingedrungen sind, sondern wenn wir sie an uns binden wollen, wenn es uns mehr um uns als um die Wahrheit geht, dann werden wir außerhalb von ihr bleiben.

Denn es geht nicht um das Besitzen von Wahrheiten; nicht um Eitelkeit; sondern um das Leben von Wahrheit und das Weitergeben. Um das Vorleben und Lehren. Um Sein von Wahrheit. 

Einheit ist kostbar und zerbrechlich. “Wer sein inneres Gedankengebäude nicht zu verändern vermag, wird niemals die Realität verändern und keinen Fortschritt erreichen.” (Anwar El-Sadat).

Das Evangelium hätte nie die Welt durchdrungen, wenn Jesus sich seine Anhänger ausgesucht hätte: “Bei dir passt mir die Nase nicht.”

Was ich am meisten an Jesus mag: Er hat die typisch vertikale männliche Kommunikation von Revier, Besitz, Bühnenverhalten und Hierarchie verlassen. Er hat die Rangordnung nicht klargemacht. Jetzt erst und heute wird mir bewusst, was er als Mann damit geleistet hat. Wie revolutionär! Das ist ungetoppt! Nie wieder so dagewesen! Und dann noch als Gott! Er wurde nicht unsicher, weil er nicht ständig sagte, dass er der Heiland, Retter und Richter sei. Er sagte es selten. Er wurde gefragt. Er fragte und hörte zu.

Es hat ihn nicht irritiert und verwirrt, dass die Rangordnung ins Wanken kam, dass sterbliche Menschen den ungleich Höhergestellten ablehnten. Er musste nicht “der große Macker” sein. Er drückte nichts durch. Er suchte keine Zeugen und Indizien, er wurde das Lamm. Er ließ sich verurteilen! 

Als Kind hatte ich dies sein Verhalten eine Zeitlang als “Softie-Verhalten” missverstanden. Heute ist mir durch meinen eigenen Alltag klargeworden (und durch das Buch Das Arroganz-Prinzip von Modler, in dem er das vertikale Verhalten von Männern detailgenau beschreibt, was ich täglich erlebe), was für eine enorme Kraft und Power im Verhalten Jesu steckt. Dadurch kann ich mit Erleichterung deutlich feststellen: Das Verhalten Jesu als (Prototyp) Mensch auf dieser Erde ist so dermaßen “unmännlich”, dass es klar ist, dass Gott auf keinen Fall ein Mann ist (was viele behaupten, da er sich Vater nennt). Er ist die perfekte Synergie aus horizontal und vertikal, aus männlich und weiblich. Kreuz. Er ist Vater und Mutter, Bruder und Schwester, Mensch und Gott. Auch die akademisch-frauenfeindlichen Hierarchien und der “ganz normale” tägliche Alltagssexismus in Hochschulen und Kirchen sind durch Jesus an den Pranger gestellt. Das verärgert viele. Die Rangordnung muss doch ständig für viele Männer klar sein!

Ganz klar verurteilt die Bibel durchgehend das vertikale Machtstreben von Männern. Die Bergpredigt ist das Gegenteil von dem, was heute überall gang und gäbe ist. Unser Auftrag, den wir haben, lautet: das Gegenteil zu sein. Dazu gehört viel innere Kraft, Selbstsicherheit, Demut und Weisheit. Bach war so einer. Erstaunlich ist, dass es auch Männer gibt, die anders sein wollen und anders sind. Gott sei Dank. 

Im Himmel zählt nicht mehr Mann oder Frau. Endlich! Bis dahin ist durchhalten. I love you.

8. Dezember 2019

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Musikalischer Impuls 5: (Gesegneten 2. Advent!)

Cembalo

Ich mag das Schwungvolle und Gefühlvolle der sogenannten Alten Musik. Wie kann so ein Zupfinstrument mit Tasten Sprache malen?

Das Cembalo ist für mich exotisch. Als würde ich in die Vergangenheit reisen und als wäre ich Bach dadurch näher. Beim Cembalospiel erwacht Bachs Epoche und seine Werke und all die Epochen zuvor zu ganz neuem Leben. Ich hoffe, nächstes Jahr ein eigenes Cembalo zu bekommen. Ich brauche jeden Tag meine motorische, tägliche Dosis von Anschlag Flügel, Cembalo, Orgel. Viele Pianisten können mit Cembalo nichts anfangen; viele Organisten auch nicht.

Als hätte ich einen Reifrock oder ein Kleid aus seiner Zeit an, als wäre ich auf einem Ball und werde zum Tanzen aufgefordert. (Und tripple mit kleinen Schritten davon.)

Spaß beiseite: Wichtig beim Cembalo-Spiel ist natürlich, dass beide Hände unabhängig voneinander sein können, so dass sich die rechte Hand mit Melodien und Linien (das Horizontale) frei vom Vertikalen (Akkorde) der linken Hand und auch unabhängig von deren Betonungen und Struktur bewegt und entkoppelt ist, damit diese Ebenen nicht aneinander kleben. Dabei soll die freie Melodie und auch die Verzierungen weich, nicht hölzern oder hart klingen. Die Verzierungen sind bei Louis Couperin besonders wichtig; hier nicht überartikulieren; ich liebe seine Unmeasured Préludes; hierzu hilft es, die Hände dicht an den Tasten zu lassen, um den Druckpunkt besser zu spüren. Gitarrenmusik.

Ich mag das Überlegato beim Cembalo. Ich habe schon einiges am Cembalo gespielt, Muffat, Froberger, Steigleder, Böhm, Couperin und Bach; die Regeln, wie man Akkorde bricht, wie man Klang steigern kann: hochinteressant. Auch das Cembalo weckt den Spieltrieb in mir.

Den Aufbau von Musik lernt man an “nicht-dynamischen” Instrumenten oft besser, denn es ist, als würde man in härterem Ackerboden graben. Man muss einfach Dynamik, Spannung und Entspannung durch Artikulation (bei Sequenzen, Synkopen, Kadenzen, Dissonanzen und Auflösungen…) herstellen – und die Feinheit dabei erreichen. Die Feinheiten sind die Kunst.

Empfehlung: Sehr empfehlen kann ich den Film Sein oder Nichtsein von E. Lubitsch.

30. November 2019

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Hus/Schnitger-Orgel Stade/Hamburg St. Cosmae et Damiani

Die mitteltönige Schnitger-Orgel mit kurzer Oktave (Manual und Pedal) von 1670 im gerade adventlichen Stade bei Hamburg (3 Manuale, das Hauptwerk in der Mitte (2) und Springlade) ist traumhaft und wunderschön. Es braucht Erfahrung und Training, gut mit ihr umzugehen und sie zu kennen. Die meisten Pfeifen von 1670 sind bis heute erhalten! Es hat mir sehr gefallen, dass ich auf dem Weg nach Stade durch Buxtehude gefahren bin. Ich bin sogar ausgestiegen und habe mir dort einen Chickenburger geholt und genoss den Bahnhof und die Strassen in Buxtehude. Unglaublich, dass es dort ganz normale Menschen gibt; und nicht alles Musiker oder Buxtehude-Fans. Viele Buxtehuder kennen Buxtehude nicht mal. Und dabei gibt es in dieser ganzen Gegend viele viele wundervolle historische Orgeln; auch norddeutsche romantische wie Furtwängler; und es werden auch hier händeringend Organist*innen gesucht!

“Kennen Sie Buxtehude?” “Klar. Ich wohne hier.” “Und Dietrich? “Wie bitte? Ich kenne keinen Dietrich und weiß nicht, ob hier einer wohnt.” “Kennen Sie Dietrich Buxtehude?” “Dietrich? Wie gesagt, ich kenne keinen Dietrich.”

Es gibt auf dem Weg nach Stade viele Felder, Pferde und Schrebergärtchen, weites Land: ein Highlight sicher für Hamburger Stadtmenschen. Ich eilte durch den Weihnachtsmarkt und durch den Geruch von Mandeln zur Kirche St. Cosmae.

Ich war nun schon das zweite Mal in Stade (das erste Mal mit der HfMDK Frankfurt) und hatte nun beim zweiten Mal alleine ein viel intensiveres Erlebnis mit ihr, der Cosmae-Orgel, da ich in Ruhe alleine mit ihr sein und sie etwas für mich zähmen konnte. Die Orgel ist ein Wildpferd, das man zähmen muss. Ich hatte das Gefühl, dass die Orgel auf Martin, den Dompteur, ganz anders reagiert, weil die Orgel ihre “Besitzer” bzw. ihre alten Meister kennt. Jedoch sehnt sie sich nach neuen. Man muss sich selbst bei jeder Orgel erst zur Meisterin erspielen. Die Orgel selbst ist die Lehrerin. Und ich bin ihre Kulturbotschafterin. Welche Frau schreibt sonst schon über Krummhörner?

Pedal, Oberwerk und Rückpositiv sind alles Schleiflade. Man sitzt hinter dem Rückpositiv verschanzt und verborgen, das Farben wie ein zartes Regal (Zunge) auf dem unteren Manual (1) aufweist; es gibt ein schönes Glockenspiel (mit Gedackt und Flöte zusammen besonders schön) und eine Querflöte im Oberwerk (Manual 3), die hell und gleichzeitig erdig wie eine Traversflöte klingt und die nur bis zur Hälfte des oberen Manuals tönt, mit Gedackt 8 (Begleitung) ein Klangerlebnis. Auch der süddeutsche Georg (und Gottlieb) Muffat klingen hier wunderschön sowie Mozarts Andante, Rathgeber, Scarlatti, italienische und spanische Musik, natürlich Buxtehude, Bruhns und Bach, Scheidemann und allgemein norddeutsche Musik, die aber mittlerweile dort kaum noch einer mehr hören will, da viel zu viel gespielt. Natürlich ist Muffat in Maihingen noch viel schöner. Die Streicher entwickelten sich eher im Süden Deutschlands. Im Norden Europas kommen Streicher (Viola da Gamba) erst zu Beginn des 18. Jh. in Mode. Darum hatte Schnitger keine Veranlassung, Streicher zu bauen. Die Zungen als Streicherersatz bauen erst die Söhne Schnitgers. So hat die Martiniorgel in Groningen und die F.C. Schnitger-Orgel in Alkmaar eine Viola da Gamba, was aber ein Zungenregister ist. Bei A. Schnitgers Orgeln kann man kaum ein Zungen-Register als Streicherersatz nehmen. Da passt dann eher die Quintadena 8‘ zusammen mit einer Flöte oder einem P 8‘ als Streicherersatz. Wir haben zwar keine schöne fauchende Gambe oder Streicher in Stade für Muffat, aber Flöten und Zungen. Das heisst, gewisse Streicher können “ersetzt” werden. Man muss kreativ sein; genauso wie man Mozarts Andante mit reinem Vierfuß an manchen Orgeln spielen kann wie Katharinen Flentrop, Maihingen und Schnitger, weil beispielsweise Schnitger in Stade eine besondere Blockflöte hat; man muss alles eine Oktave tiefer spielen, da man sonst vom Tonumfang nicht hinkommt. Aber es geht wunderbar!

Insgesamt muss/kann man hier manchmal fehlende Töne jeweils durch Pedal-oder Manualtöne ausgleichen.

Es gibt aufschlagende und durchschlagende Zungenpfeifen. Die normale Zungenkonstruktion ist die aufschlagende. Die aufschlagende Klarinette klingt wie ein weicher Dulcian. Die durchschlagenden Klarinette hat eine langsamere Ansprache und der Ton ist weicher und noch klarinettenähnlicher. In Süddeutschland mischt man sich die Klarinette durch Streicher und Flöten zusammen. Stade besitzt gar keine Klarinette.

Ich muss mich daran gewöhnen, dass es an den Orgeln zum Üben oft unbeheizt ist, das heißt, man muss lernen, mit Mantel und Jacke und Mütze zu spielen und nicht dadurch irritiert zu sein – weil man vor lauter Mantel kaum die Pedale sieht oder der Mantel in den Daumen hineinhängt etc.

Hauptwerk und Oberwerk können gekoppelt werden (aber nicht während des Spiels), die Springladen-Registerzüge müssen gut eingehängt werden, sonst klingt die Orgel verstimmt. Im Hauptwerk gibt es eine schöne 16-Quintadena, im Pedal eine super 16-Posaune, im Oberwerk ein norddeutsches Krummhorn (das zarter klingt als ein französisches Krummhorn). Viele Orgeln heute bauen ein französisches Krummhorn ein in eine vom Vorbild her norddeutsche Orgel, und diese mischt sich dann gar nicht mit den anderen Farben, da oft zu grell. Die Farben der Schnitger-Orgel sind allgemein eher erdig und kräftig. Mir gefallen die Zungen und die Grundtönigkeit, vor allem auch, dass die Oktaven 4  wohlklingend sind. Wie oft passiert es, dass an einer Orgel ausgerechnet Oktave 4 nicht gut klingt, sondern viel zu scharf und zu grell! Dann ist meist auch Oktave 2 viel zu schrill (ganz zu schweigen dann von Aliquoten und Mixturen).

Die Mixturen an dieser Schnitger-Orgel sind ohne Terz, aber es gibt auch schöne Extra-Terzen, die man hinzu ziehen kann. Die Register des Rückpositiv sind hinter mir. Ob Bach auch noch nach Stade gelaufen ist, wagt man eher zu bezweifeln. Vielleicht aber doch?

Ich konnte auch die Gewinde, die Ledermütter, die Lamellen aus Holz, die Abstrakte und die mechanische Traktur (leicht zugänglich) hinter dem Spieltisch sehen und kletterte auch in den “ersten Stock” anhand einer Leiter, um dort die konischen Pfeifen (Nasard…) und die Springlade zu besichtigen. Das Metall der Pfeifen ist sehr weich und wirkt grünlich. Die Pfeifen mit dem weichen Metall sind die Trompeten im Hauptwerk. Aber auch alle anderen Pfeifen außer den Principalen im Prospekt sind aus dieser weichen Metalllegierung gemacht. Zum Besichtigen musste ich wieder meine Höhenangst überwinden. Das Absteigen ist ja besonders schlimm.

Springlade mit Leder und Löchern wird aus Kostengründen heute kaum noch gebaut, war aber sehr interessant zu sehen. Auch zu erfahren, was beim Stimmen von Zungen schief gehen kann. Ich saß anschließend viele Stunden übend mit Bach und Mozart an der Orgel und genoss die Klänge und die kurze Oktave. Natürlich ist das Hauptwerk anders schwergängig als die Tasten jeden Flügels – daran muss man sich eben gewöhnen. Auch an die reinen Terzen und an die Mitteltönigkeit, und dass eben nicht jedes Stück spielbar ist. Durch die Mitteltönigkeit gibt es spezielle Tonartcharakteristik, und diese Charaktere sind wichtig fürs Ohr. Natürlich gibt es keinen Schweller, jedoch kann man die Türen des Spieltisches schließen (die erst nachträglich hinzukamen) und so klangliche Effekte erzielen.

Ein Schnitger-Plenum ist wirklich etwas Besonderes. Mir kann dies gar nicht “zu laut” sein, da sich alles sehr schön mischt, auch die Mixturen mit den Zungen. Auch die Mechanik ist nicht laut. Die Prinzipale sind sinnlich und geben somit das Fundament. Heutzutage wissen die jungen Leute nicht mehr, wie ein Krummhorn oder ein Regal oder eine Hohlflöte klingen, also historische “ausgestorbene” Instrumente, und daher sind die historischen Orgeln sehr wichtig und wertvoll, da sie diese Klänge noch widerspiegeln und präsentieren. Sozusagen ist eine Orgel eine Art Schaustück oder auch ein Kultur-Zoo, da hier ausgestorbene Arten noch klanglich zu bewundern sind. Sagen wir mal, es werden Orgeln gebaut mit Klängen von E-Gitarre und E-Bass etc., und im Jahr 2166 gibt es keine E-Gitarren mehr, dann hätten wir jedoch noch Orgeln mit diesen Klängen. Wäre das nicht eine Idee, eine neue Orgel mit E-Gitarre und Schlagzeug, also nicht wie ein Orchester, sondern eher wie eine Band aufzubauen? Als Experiment?

Dass keine Terzen bei norddeutschen Orgeln eingesetzt werden können und das “Equalverbot” generell erscheinen mir manchmal schwierige Informationen zu sein. Ist die Orgel nicht emanzipiert? Klingt nicht hier in Stade eine Sesquialtera vom Rückpositiv wunderschön im Plenum? Bach liebte wohl den Einsatz der vielen verschiedenen Achtfüße zusammen, die nun nicht alle Solostimmen sind. Warum sollte man sie nicht zusammenziehen können, wenn man dies möchte und braucht? Man sollte natürlich nicht übertreiben und das Ohr schulen. Genauso wie man sich selbst trainiert, stets die leisen Obertöne (Oktave, Terz, Quinte, Septime…) in einzelnen Tönen heraus hören zu können.

Welche Orgel nun wirklich eine Bach-Orgel ist, so wie Bach es sich vorgestellt hat, wissen wir nicht, können wir aber ahnen. Ich persönlich glaube, dass Bach keinen Orgel-Prototyp hatte, sondern dass ihm wie mir viele unterschiedliche Orgeln gefallen, weil er musikalisch gesehen ein Revoluzzer war. Ihm gefiel die schöne Arnstädter Bach-Orgel, aber natürlich war er auch fasziniert von den 17 Zungen der Katharinen-Orgel oder der Schnitger-Orgel in Hamburg oder von Naumburg, der Erweiterung einer Silbermann-Orgel, die er sehr gelobt hat. Ich denke, Bach war wie bei allen Tasteninstrumenten immer auf der Suche nach mehr und nie wirklich schon befriedigt oder zufriedengestellt. Unabhängig davon sollte die Arnstädter Bach-Orgel unbedingt (wieder) als Vorbild für neue Orgeln heute dienen. Ich freue mich, dass die Bossert-Klais-Orgel Würzburg die Arnstädter Orgel als Vorbild genommen hat.

Bach (und Buxtehude) hatten wohl eine himmlische Vision einer Orgel und eines Flügels im Kopf, die wir vielleicht erst im Himmel kennenlernen werden. Ich glaube, dass es im Himmel die besten Orgeln und durchaus exotische geben wird. Vielleicht ist ja der ganze Himmel eine riesige Orgel?

Und Bach sitzt schon drin und dran. Wait for me!

9. November 2019

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Musikinterpretation

Die Partitur ist nur ein Notat – natürlich wichtig, aber eine Krücke; in den Noten steht nicht das, um was es eigentlich geht. Man muss zwischen den Zeilen lesen, wie die Musik gemeint ist und klingen soll. Nach einer Weile liest man sozusagen die Musik aus dem Notat heraus. Aber eigentlich ist dies das Geheimnis, das verinnerlichte künstlerische Geheimnis, der Klang, das Herz, die Vision – wie die Pfeifen das Kernstück einer Orgel sind.

Interessant ist es, den Würzburger Abbe Vogler und seine Präludien zu spielen. Man kennt ihn kaum. Mozart kannte den Älteren, der mit Walcker zusammenarbeitete (Effekte statt Pfeifen). Ich bin übrigens schon immer fasziniert von der Orgelgeschichte Eberhard Walkers und Eberhard Friedrich Walckers. Es war nicht nur der Zweite Weltkrieg und seine Bomben, sondern die sogenannte “Orgelbewegung” (die noch heute in den Köpfen vieler herumgeistert), die bedeutende romantische und frühromantische Orgeln verstümmelte und zerstörte. Dies hat natürlich Walckers Orgeln besonders betroffen. Walcker war der Pionier, noch vor Cavaille-Coll, er war der Genius; dennoch reden seit ca. 30 Jahren alle nur von Cavaille-Coll und haben den deutschen Genius vergessen, den selbst Cavaille-Coll (als der Jüngere) größte Ehre aufwies und ihn nachahmte. Walcker wurde missverstanden und vergessen. Dabei ist er wirklich etwas Besonderes, wie man allein in Hoffenheim erkennen kann. Es ist leider typisch für Deutsche, andere Länder wie Frankreich zu feiern als ihr eigenes. Als hätte Deutschland nicht wunderschöne romantische Orgeln gebaut!

6. November 2019

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Orgelbau Ahrend Ostfriesland

Die Werkstatt hängt voller Fotos schöner Orgeln (bald ist Jubiläum). Hendrik Ahrend zeigte mir die Pfeifenwerkstatt (Kernstück, Geheimnisse….), die Orgel, die für die Hochschule in Tübingen gebaut wird (man kann diese mitteltönig und wohltemperiert einstellen, Klaviaturteilung auf die Windladenteilung anhand einer Welle, um die Abstrakten dranzuhängen; die Regler gehen hierzu nach rechts und links; eine schöne Jugendstilorgel mit Blattgold-Verzierung) mit schöner Hohlflöte. Eine Orgel mit zwei Stimmsystemen ist eine absolute Ausnahme (nur noch Fisk in den USA und Wegscheider in Ostdeutschland). Realisiert mit 18 Pfeifen statt 12 pro Oktave. Daraus ergibt sich, dass 6 Pfeifen pro Oktave doppelt genutzt werde, also in beiden Stimmsystemen. Es sind im Grunde zwei Orgeln in einer. Der Manualumfang in der Mitteltönigkeit nur bis c3. 

Ich konnte auch die durchschobene Lade sehen, die Ventile gehen zum selben Ton.

Gesellen arbeiteten in einem Nebenraum, in dem es nach Holz duftete. Hier sah ich viele Skizzen und Pläne an den Wänden, die Hendrik mir erklärte, Werkzeug, Poster, auch die Schleifladen, die ausgebreitet dalagen (das Prinzip), die Pfeifen in einem extra Raum – sie sind das Herzstück, hier braucht es Geschick, Ruhe, Erfahrung, Kunst und Klangidee; die breiteren Gedeckte und die schmaleren Quintadena… 

Die Firma liegt in weiter Natur idyllisch inmitten roter Schwedenhäuser und Herbstbäumen.

Ich kann gar nicht genug hören von Klangfarben und Pfeifen und Registern, von den verschiedenen Orgelbewegungen und ihren Zielen, Irrtümern und Motiven, von Wind und Farben. Habe Ideen für neue Pfeifenformen. 

27. Oktober 2019

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Ruhe und Musik. Konzert 30 Jahre Sauer-Orgel Klosterlausnitz

Wenn ich eine Orgel sehe, erfasst mich enormer Spieltrieb und Emotionen. Leider ist allein durch Emotionen keine Fuge gespielt. Einschwingen, einpendeln. Natürlich laufen bei einem Klavierabend andere Programme im Kopf ab. Bei der Orgel geht es nicht so sehr darum, das Publikum zu flashen. Auf der Orgel wirkt zu viel Ansturm wie ein Angriff. Ich suche die Brücke oder Kombination aus Ruhe und dem, was in der realen Welt, auf dem Markt und bei aller emotionalen Konkurrenz aufwühlend ist. 

Heute spiele ich in Hermsdorf-Klosterlausnitz: 30 Jahre Sauer-Orgel.