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Gott

24. April 2019

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Reiten

Der Mond hatte heute Adern. Ich bin dabei, mich auf das Reitabzeichen RA5 vorzubereiten, Springen weit über 65 cm. Reiten erdet mich und macht Spaß. Nepi, Josie, Bilou… im Reitverein am Schenkenturm. Auch als Musikerin brauch ich Sport. Bewegung ist so wichtig für mich.

Reiten ist auch Kopf-Sport. Locker sein, aber Beine lang und Unterschenkel dran, Fersen tief, Hände fest zu, Gewicht nach links oder rechts, ich oben aber gerade und zurück, Pferd stellen und biegen, dabei ist die Bewegung, die man oft automatisch machen möchte, genau die falsche, man muss also umgekehrt denken (ich jedenfalls)… und alles mit Schwung und Fleiß und Rhythmus, mit Spannung und Entspannung, und das Pferd und seinen Kopf und seine Schulter und Beine fühlen und beobachten… Oft muss der Körper sozusagen widersprüchlich (und dabei exakt und feinfühlig) reagieren: Ellenbogen elastisch, Hände fest, Steigbügel fest, aber nur mit Spitze, Oberschenkel locker, aufgerichtet: alles gleichzeitig. Und dabei darf der Körper nur genau da angespannt sein, wo er sein soll, nirgendwo anders. Meist will ich da locker sein, wo er angespannt sein muss, und umgekehrt. Durch den Schwung des Pferdes kommt man dabei auch ganz außer Atem. Balance! Gleichgewicht! Reiten hat viel mit Erdung und Disziplin zu tun.

Im Juli spiele ich Orgelkonzerte in Süditalien und freue mich darauf. Der Wandel der Musik…

Der Wandel beginnt bei einem selbst.

12. Dezember 2017

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Köln

Ich spielte an der Ahrend-Orgel in Köln.

Ein Stapel Noten fasziniert mich immer, ich muss hin und sie mir ansehen.

Dann hatte ich Konzert in München (Immanuelkirche) und dann in Rosenheim an der Reil-Orgel in der Nikolai-Kirche.

Meine neue Übe-Orgel Steinmeyer-Elenz (St. Josef) oder Beckarath-Orgel (St. Johannis). Trotz meiner Höhenangst bin ich ganz auf den Ulmer Münster gestiegen. #proud (es war etwas schlimm)

Bald ist Weihnachten. Nicht Rydbergs Tomte, sonders das Kind in der Krippe.

14. November 2017

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North Carolina, Denver, Boulder, USA

Ich flog mit American Airlines nach Charlotte, über den Douglas Intern. Airport, über den pazifischen Ozean. Ich freue mich über mein Konzert in San Francisco, auf den Pier 39, auf die vielen neuen amerikanischen Orgeln. Auf Denver auch, auf Chautauqua Trail, auf mein Konzert in Boulder.

An Weihnachten habe ich an drei Tagen 7 Gottesdienste gespielt, auch in Höchberg.

Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin eine Briefmarke, die gestempelt ist. Gern mag ich die Romane von Joseph Roth.

15. Februar 2017

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Laufen, KcF 

Heute bin ich 10.16 km in 6.40-Pace gelaufen. Meine bisher beste Zeit. Gemessen mit meiner Polar M400. Lebkuchen-Lauf. Residenz-Lauf. Gedächtnislauf.  

Mit meiner neuen Bach-CD Hänssler Classic bin ich mit Barenboim verglichen worden.  Ich bin gespannt auf die Orgeln in Remshalden und Rohrbrunn. 

Auf der KcF (Kongress christlicher Führungskräfte) waren fast nur Männer. Später spielte ich ein Konzert in der FeG Würzburg und im Saalbau Luisengarten Würzburg. 

Gedanke 10

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Kreativität und Nüchternheit

Wie eine Asphaltstraße scheint manchmal die Realität, immer grau, egal ob in Hitze oder Kälte. Eine Wiese aber ist Kunst. Kreativität braucht Leben. Doch auch Struktur, Ordnung, Willen, Wege. Eine Wiese hat auch ihre Regeln, auch wenn dies nicht so aussehen mag. Jedoch sind ihre Regeln nicht hart, tot und grau. Die Jahre der Ablehnung scheinen den Willen von Künstlern nur anzuspornen.

Juist

Kunst und Musik brauchen ein stabiles Fundament. Falls Kunst mit Süchtigkeit einhergeht anstatt mit Charakter, dann ist Armut im Leben, denn wer sich nicht mit Mangel beschäftigt, sondern sich dort, wo es um tief innere Dinge geht, in Begabungen flüchtet, mit Leistung ausweicht, sei es passiv oder aktiv, wird die künstlerische Beschäftigung mit Süchtigkeit einhergehen… bei Künstlern sogar zu einer Kreuzung von gleichzeitig stoffgebundener und nicht-stoffgebundener Sucht führen, da Kunst körperlich und geistig ist.
Kunst an sich aber baut keine Gegenrealität, sondern spiegelt. Die Auswirkungen von Kunst als Sucht, von Kunst als rettendes Fantasiegebäude, führen zu ruhelosen Illusionen.

Musikhochschule Riga

das lettische Instrument ‘Kokle’

18. November 2009

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Neue Bach-CD

Abends und fast die ganze Nacht live aufgenommen, zuerst Bach, Beethoven, Chopin und Skriabin, dann meine Lieder, die ganze Nacht bis 16 Uhr, und auch die anderen waren große Teile der Zeit ebenfalls vor Ort, und natürlich Andreas Claus, der aufgenommen hat und mit seinem Equipment von Altensteig angefahren kam. Wir haben 15 Songs eingespielt in einer Nacht, von der Klassik-CD ganz zu schweigen, die ich auch aufgenommen habe, also 2 CDs in einer Nacht und am nächsten Tag gleich weiter. Es war trotz der enormen Arbeit auch sehr lehrreich und schön. Den Saal mit dem neuen Steinway hatten wir diese gewisse Zeit zur Verfügung, anschließend hatten wir alle Konzerte hinterher, es war also schön und anstrengend, und wir hätten nie gedacht, dass wir 15 alles tatsächlich schaffen. Zwischen 7 und 9 Uhr morgens war dann der richtig große tiefe Punkt; Daniel schlief im Bus, ich im Erste-Hilfe-Zimmer auf der Liege und Andreas auf den Stühlen im Saal, Lena zuhause. Philipp hatte noch einen Gottesdienst auf der Orgel zu spielen, Daniel unterrichtet noch am Siebold-Gymnasium Musik, und ich bin nach meinem nächsten Konzert eingeschlafen trotz Gans und Kaffee.

Jetzt gehen die Aufnahmen erst mal vor Ort mit Jazz in Altensteig im Studio weiter, also Gesang, Synthi, Bass.

Aber dieses Wochenende ist dann erst mal frei, ich fahre nach Stuttgart zu meiner Nichte, zum LOI- und Mentorentreffen und zu einer Cocktailparty und Schachpartie mit Freunden.

Gedanke 9

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Schubkraft

In ‘The Pilgrim’s Progress’ sagt der Suchende: “It was ease that I sought, ease for my heavy burden.” (Es war Erleichterung, die ich suchte, Erlösung von meiner schweren Last.)

Es nicht Leistung, Kraft oder Vision, was Menschen suchen, sondern Erlösung, Heimat, Agape (bedingungslose Liebe).

Wie sagte Kolumbus: Es droht uns kein Rand! Habt Geduld! Die Erde ist rund! Land in Sicht!

Cologne

Viele haben ein wenig Scheu vor Lyrik und  Kunst, weil sie meinen, Kunst, also auch Musik, müsse immer ‚verstanden‘ werden — und wer will schon eine Stunde und länger im Konzert sitzen und ‚nichts verstehen’? Musik und Kunst muss aber nicht immer mit dem Verstand erfasst werden. Kunst hat tatsächlich damit zu tun, erzogen, ermahnt, trainiert und gebildet zu werden, zu erkennen, zu verstehen: Prozess und Reife. Jedoch soll sie innerlich beginnen und berühren. Kunst und Musik sind nicht nur Unterhaltung; aber sie sind es auch — und jede Kunst sollte immer auch dahingehend ‚verstanden‘ werden: Musik ist ein sinnliches Erlebnis, ein architektonischer, intellektueller Genuss, ein ästhetisches Vergnügen, eine tiefe Unterhaltung — denn wer sagt, dass die Unterhaltung einer Gesellschaft oberflächlich sein muss?
Es ist nicht unbedingt nachteilig, sich zu bilden, zu wachsen und die Sprache der Kunst und der Musik verstehen lernen zu wollen, sich auszustrecken.

Klaipeda

Gedanke 7

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Auftrieb 

Ein Herz scheint mir gefestigt zu sein, wenn es Schmerzen ertragen kann, ohne sich Erleichterung dadurch zu verschaffen, bei anderen Menschen Inventur zu machen, sondern trotz dem Unrecht anderer in Schmerzen bei sich anzufangen. Ohne Risiko, vielleicht kindliches Risiko ist Kunst eben nicht möglich. Missglücktes scheint neben dem Erfolg ein Tor zu sein. Und ohne Unterstützer ist es unmöglich. 

Hamburg

Es gibt keine bekenntnislose Musik, denn Kunst ist nur ein anderes Wort für Sprache und damit nichts anderes als Bekenntnis und Ausdruck. Musik ist Text. Auch die reine Instrumentalmusik. So sehr sich Musik teilweise um und nach 1945, wahrscheinlich aus Schock und Frustration, gegen das Bekennen wehrte, so ist auch synthetische, durchorganisierte (und doch am Rande des Chaos, des Wahnsinns) ein Archiv von Bekenntnissen. Vieler Musik steckt der Schrecken in den Knochen. Sinnlosigkeit ist auch Bekenntnis. Zeit ist Bekenntnis. Eine Epoche ist Bekenntnis. In vieler Kunst steckt ein Schrei, zeigt sich Verwirrung, Zynismus, Wut, ein beschädigtes Selbstbewusstsein, ist Wertetraumata das Bekenntnis. Denn gerade sich Wehren, sich Sträuben ist ein Bekenntnis. Kunst ist Sprache — sind nicht nur Laute und Geräusche oder Klänge oder Ideen oder Experimente. Eine Sprache macht immer Sinn und Aussage. Es ist erstaunlich, dass Deutschland auch nach seiner Zerstörung bezüglich Musik weiterhin eine so große Rolle spielte.