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16. September 2022: Es gibt viele Kirchen in Kreuzform. Ich sehne mich nach Orgeln in Kreuzform. (AHS)

Lustige Leute begehen mehr Torheiten als Traurige, aber Traurige begehen größere. (Ewald V. Kleist)

Ich mag gern die Gemälde von Frederic Leighton, besonders Flaming June 1895. Ein Bild voller Leidenschaft.

Foto: Meisterkurs mit Daniel Roth in Frankfurt

Heute erinnere ich an Anike Peters, Klimaexpertin, und Junko Tabei, japanische Bergsteigerin, die sogenannte „Männerberge“ bezwang  – wusstet ihr, dass Bergsteigen lange eine Männerdomäne war?

Ich schaue manchmal gern Mount Everest Filme und schauere gern vor mich hin. Bequem im Bettchen. Ich war schon in Nepal und sah die Himalaya Berge vom Flugzeug aus. Aber – ach, wer würde sich das antun?

Nepal

Ich könnte nicht über solche Klüfte an winzigen Sprossen entlang, mit Rucksack schiefe Leitern klettern, tonnenschwere Eisblöcke um mich, Stürme, keine Luft, und ich reagiere sehr empfindlich auf Höhe. Ich müsste mind. ein Jahr vor Ort trainieren. Ich käme sonst nur bis ins Basislager. Weiter wohl nicht. Schon das Lager 2 zu erreichen ist schwer. Zeltschlafen ist auch nicht so mein Ding. Aber wandern in den Bergen an sich liebe ich. Da bin ich auch sehr gut und schnell. Ich bin aber nicht geübt mit Pickel und Steigeisen. Das muss man trainieren. Die Kälte ist enorm. Man ist nur ca. 30 min auf dem eisigen Gipfel und muß dann sofort wieder runter, obwohl totmüde. Der Abstieg ist die größere Gefahr. Der eigentliche Gipfel ist, das Basislager zurück gesund zu erreichen. Insgesamt muss man schnell sein.

Katastrophe ist, dass die Sherpas so wenig Geld verdienen, dafür, dass sie für zahlende Bergsteiger (pro Person 50.000-65.000 €) ihr Leben riskieren. Sie bekommen davon ca. 5000 € pro Aufstieg, dabei sind sie das A und 0. Die Sherpas verlegen Seile und schleppen den Krempel der Touris. Nepal ist erschreckend arm.

Die meisten Bergsteiger hier auf 8000 Meter Höhe sind Männer. Von ca. 1200 Menschen bisher auf dem höchsten Punkt der Erde sind 52 Frauen ❤️

Neu: Orgel-Information: eine meiner früheren Übe-Orgeln Karlstadt am Main Orgel St. Johannis:

Jehmlich Orgel St. Johannis Karlstadt am Main

Metrosexell

Ich habe heute das erste Mal gelesen: Dass unsere Zeit, Mode, unsere Katastrophen-Virus-Krieg-Klima-Endzeit Männer „metrosexuell“ macht. Ich bin froh, dass ich diese Definition rein zufällig gefunden habe für das, was mir schon länger aufgefallen ist bei Männern und was immer schlimmer zu werden scheint: weibliche Männer, zwar mit Taliban-Bart und Riesenfüßen, aber absolut nicht männlich.

Der Gang, die Bewegungen, alles wirkt homosexuell, oder fast weiblich, aber auf eine ganz seltsame, verzerrte Art. (Manchmal die Klamotten, hautenge Klamotten, gezupfte Augenbrauen, Rucksäckchen… ) Irgendwie eine Mischung aus metrosexuell, asexuell und homosexuell. Es irritiert mich, da ich Männer in meinem Inneren ganz anders definiert habe, zumindest in meinem „Wunschdenken“. Mit weiblichen Männern, die keine Frauen sind, sondern in punkto Sturheit und Egoismus genauso Testosteron wie männliche oder gutaussehende Männer – damit zurecht zu kommen, das ist eine Herausforderung…

Wenn ich einen Menschen sexuell einschätzen kann, hilft mir das, mit dieser Person zurecht zu kommen, das passiert eher instinktiv und aufgrund meines Bauchgefühls. Metrosexuellen Menschen dagegen kann ich sexuell überhaupt nicht einordnen, ich bin irritiert.

Neu: Orgel-Information Teschemacher Orgel Köln ❤️

Teschemacher Orgel Köln

15. September 2022: Ich habe Gott gedankt, dass ich’s mit Angst und großer Not so weit gebracht, denn es war eine böse Zeit. (Tobias Weller, Orgelbauer aus Dresden, 1639)

Herzzerreissend, dass ein Orgelbauer im Dreißigjährigen Krieg der Männer mit Angst eine Orgel bauen musste. Ein Instrument zur Ehre Gottes! Angst hatte er vor dem Baumeister, der die Orgel in Auftrag gegeben hat: Die Kirche. Wie unchristlich vermutlich die Kirche als Auftraggeber gewesen war. Und ist?

Wenn es Götter gäbe, wie hielte ich’s aus, kein Gott zu sein! Also gibt es keine Götter. (Nietzsche) Ach, der in der Männerwelt so vergötterte Nietzsche, mit einem der anmaßendsten und kindischsten Sätze der Erde und der falschesten, dümmsten Schlussfolgerung überhaupt, die nur jemand sagen kann, der nicht viel begriffen hat, weder über sich, noch über Gott, noch über den Sinn des Lebens. Jedes Kind ist klüger. Stellt euch vor, das hätte eine Frau gesagt. Und was für ein gravierender Unterschied zu Albert Schweitzer.

So sieht es also aus: Das ist der Grund, warum viele Atheisten Gott nicht wollen: Sie wollen selbst Gott sein und würden und wollen es nie ertragen, dass jemand anderes Gott ist.

„Also gibt es keine Götter?“ – Da hat Nietzsche allerdings Recht. Es gibt nur einen Gott. Und glaubt mir – ein Gott reicht. 😊Buchstäblich. Nietzsche brauchen wir nicht als Gott. Denn Gott ist drei: es sind 3 in 1.

Und es gibt Göttinnen. Mich zum Beispiel. 😍

Wenn ich also Atheistin wäre, wie Nietzsche, dann würde ich zumindest schlauer sein als er und sagen: Wenn es Götter gäbe, wie hielte ich’s aus, kein Gott zu sein!? Aaaah ich weiß. Ich werde Göttin.

Götter aber gibt es nicht. 😇 Nur Gott. Ich bin sozusagen Bienenkönigin.

Na, Spaß beiseite.
Es regnet viel. Schön! Die Luftfeuchtigkeit genießt mein Steinway.

Ich wurde gefragt, was meine allererste Ladegast Orgel war: 2015 Mölkau Leipzig! ❤️ Damals wusste ich noch nicht so viel über Orgeln und habe instinktiv konzertiert. Ich habe lange nicht registriert, dass dies meine erste Ladegast war!

Jetzt:

Ich kann sehr empfehlen den Dokumentarfilm Albert Schweitzer der Jahre 35/57: seine Stimme:

Gunsbach im Münstertal bei den Vogesen,  Weinland, sein Vater dort Pfarrer und Lehrer, und er liebte das Dorf, das kleinste Dorf im Tal mit 100 Häusern. Er war ein verträumter, ruhiger, ernster Schüler und Mensch, viele Geschwister, mit 8 las er die Bibel und hatte viele Fragen. Er liebte Tiere und Natur. Er spielte Konzerte, um sein Spital zu finanzieren. Er sammelte alles Geld und war sehr konsequent insgesamt. Während seiner vielen Jahre Medizin behielt er Musik und Konzerte bei, da er das Geld brauchte. 

Die Mutter wurde im Krieg getötet.

Schweitzer wäre auch anderweitig berühmt geworden.

Er nahm seine Frau als Hilfe.

Mit großen Reden hätte er nicht helfen können im Urwald. Er war sehr und unfassbar konsequent, zielstrebig, obsessiv. Organisiert. 

Dass ihm nichts passier ist in Afrika oder auf den Reisen! Nie! 

Er mußte ja in Lambarene die Dinge organisieren! Wasser, Essen, Anstellungen, Bauen, Reparieren, Pflanzen. „Ich verlor viel Lebenszeit mit dem Reparieren von Pumpen“. Er machte auch alle niedrigen, kleinen Arbeiten, war sich für nichts zu schade. 

Er hatte ein großes Team anzuleiten. 

Menschen mit Lepra waren jahrelang da,  er musste bauen und pflegen. „Schweren Herzens opferte ich auch Palmen für den Bau“.

Er war dennoch absolut unkonventionell, wie er da übt mit Katzen im Urwald an seinem Tropenklavier, das ich kenne, und danach im selben Raum Antilopen und Affen füttert! Nach OPs. Stellt euch da „normale Kirchenmusiker“ vor, die schon sauer sind, wenn man ihr Gesangbuch verrutscht und die es „nicht wiederfinden“, nur weil es 5 Zentimeter weiter hinter ihnen liegt als vorher! Kontrollig. Revierig. Die alles kontrollieren und revieren. (Wort erfunden, von Revier)

Ach, das Tropen- Klavier ❤️

Von Tochter und Frau kaum die Rede allerdings. Vllt. sein Privates?

Viele Weisse  waren da und halfen.

Immer wieder kehrte er nach Gunsbach zurück.

„Es muss eine Dorforgel bleiben“. ❤️Nicht wie viele „Kirchenmusiker“ heute: „ach, nur ein Dorf, nur eine Dorforgel.“ Er hätte ja auch mit dem Geld eine riesige Orgel in Gunsbach bauen lassen können, damit die Leute hin pilgern und er sich wichtig macht.

Er war ein musischer Orgelsachverständige, der nach dem Ohr geht !!!  Nach dem Gehör. So was gibt es heute kaum. Er hatte das Geld und die Autorität. 

„Diese Orgeln hat im Krieg viel gelitten“. 

Sehr schön gefilmt, das Herz und das Anliegen kommen rüber. 

LIEBE und Respekt zu dem aus der Sicht der Welt als unwichtig angesehen: Dörfer, Tiere, Schwache, Kranke, Frauen, Kinder, Landarbeiter, Natur, Arbeiterinnen und Arbeiter.

Gelehrte und Akademisches und Preis und Errungenschaften sind nie Thema.

Er hat immer an Gott festgehalten, anders als ich – aber das ist ok!

Er war ein Kopfmensch, aber voller Liebe. Ich kann verstehen, dass sich Helene in ihn verliebt hat.

Neu: Lang ersehnt: Orgel-Information Strasbourg: die Silbermann – Alberts Liebling

Silbermann Orgel Strasbourg

14. September 2022

Im Unglück finden wir meistens die Ruhe wieder, die uns durch die Furcht vor dem Unglück geraubt wurde. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Heute erinnere ich an Caren Miosga, Fernsehmoderatorin, und an Laura Boldrini, Politikerin, Italien.

Femizide: Fakten

Ich bin erschüttert, wieviele Femizide es in Europa gibt. Es sind über 100 pro Jahr pro Land, auch in Deutschland: Männer, die ihre Frauen töten, besonders, weil sie sich trennen wollen. Wenn man diese mit Sex-Morden (Vergewaltigung, Menschenverschleppung) addiert, werden Hunderte Frauen pro Jahr pro Land von Männern ermordet, von der Dunkelziffer und von der weltweiten Situation ganz zu schweigen.

Dies ist ein sehr krasses Zeichen des immer noch stark existierenden Patriarchats. In Deutschland ist das Wort Femizid noch gar nicht etabliert bei Polizei und Justiz. Wen wundert es. Ermordung von Frauen sind in Europa die wesentlich größere Bedrohung als Terror. Terror-Morde sind um ein Vielfaches geringer: 7 zu 149 Femiziden pro Jahr!

Der tief sitzende Haß gegenüber Frauen ist enorm. Die Gewalt gegen Frauen ist um ein Zehnfaches höher als rechte oder linke Gewalt. Europa vertuscht diese Zahlen. Die Strafen sind in Deutschland lächerlich. Frauen in der Justiz haben nicht geholfen.

Erweitert: Orgel-Information Pomssen

Richter Orgel Pomßen (Pomssen) bei Leipzig

Pomßen

Kostbare, spätromanische Dorfkirche mit großem Westturm im Leipziger Land der Vereinigten Mulde: Die Wehrkirche in einem gepflegten Friedhof besitzt die älteste spielbare Orgel Sachsens und ist reich ausgestattet im Stile des Barock und der Renaissance unter der Herrschaft von Ponickau. Sie ist ein Zeichen europäischer, kulturhistorischer Kunst. Sehr schön ist das Schloss Pomssen mit dem Wappen der herrschenden Familie von Ponickau.

Engelschor, Loge, Renaissance

Die herrschaftliche, zweietagige Patronatsloge in der Wehrkirche an der Nordwand gehörte ebenfalls dieser Familie und wurde von ihr 1686 errichtet. Sie ist verziert mit Stuckarbeit und Bogenfenstern, nur vom Friedhof zu erreichen.

Die drei großen Glocken im Glockenstuhl wurden 1660 und 1685 als neues, prächtiges Geläut ebenfalls von Ponickau eingesetzt, von Johann Jakob Hoffmann aus Halle gegossen.

Das spätgotische Kruzifix steht leider hinten in der Ecke.

Wertvolle Epitaph, Sarkophag als Denkmäler, eine wunderschöne ocker-weiße Kassettendecke im Langhaus, barocker Taufengel, der älteste Teil ist die Taufkapelle mit  romanischem Taufstein.

Gegenüber der wertvollen Orgel steht der Renaissance-Altar mit der Heilsgeschichte Gottes.

Der Engelschor auf den sieben Feldern der Empore und den Flügeltüren: Die Engel spielen Harfe (Gemeine Harff), Fidel, Cello, Alt-Posaune, Bass-Pommer, Clavichord…

Älteste Orgel Sachsens

Gottfried Richter (1643 – 1717) aus Döbeln in Sachsen, Orgelbauer, Bürgermeister und Stadtrichter, baute die Orgel in Pomßen 1671, mit einem Alter von 350 Jahren Sachsens älteste spielbare Orgel. Wunderschöne Renaissance Orgel in einer weißen Dorfkirche (13. Jahrhundert), ca. 14 Jahre vor Bachs Geburt errichtet und geweiht.

Sie gehört zu den ältesten Orgeln der Region in Sachsen und Leipziger Land. Ein Manual mit 13 Registern und frühbarockem Klang. Die Orgel wurde erbaut 1671 durch G. Richter (Döbeln), restauriert 2006 durch Fi. Wegscheider, und besitzt einen wunderschönen Prospekt.

Leipziger Land

Die Kirche, von Schloss und Rittergut Pomßen geprägt, wurde nach einem Sturm 1660 leider beschädigte. Sophia von Ponickau gab den Auftrag, eine neue Orgel zu bauen, die sich bis heute erhalten hat, eine Orgel des Orgelbauers Gottfried Richter (1643 – 1717) aus Döbeln in Sachsen. Dieser hatte in Sachsen einige Orgeln gebaut. Von 1671 existiert die früheste belegte Disposition der Orgel, die ich während der Orgelakademie kennengelernt habe.

Die mitteldeutsche Orgel ist weiß mit weiß-gelbgoldenen, großen Flügeltüren mit Engeln, die musizieren (Engelskonzert), verzierte Pfeifen, vor allem die mittleren, Zimbelstern. Gelbverziert und dekoriert mit einem aufgeschlagenen Buch (Noten) ist auch der kleine, enge Spieltisch mit schwarzen Tasten.

Die Orgel steht perfekt angepasst auf der zweiten, runden Empore unter einer reich verzierten, flachen Kassettendecke (56 Kassetten). Auch die Brüstung um die Orgel ist voller Engel, die musizieren. Die gesamte Kirche ist weiß-gelb verziert und farblich ein runder Guss und eine Einheit wie eine Torte. Die Orgel und die Empore wirkt wie ein riesiges Porzellangeschirr. So schlicht die Kirche von außen wirkt, so reich verziert ist sie innen. Die Prospektpfeifen haben gedrehte Füße und vergoldete Labien, die Ober- und Unterlabien der Prospektpfeifen haben verzierte Kielbögen.

Der Taufstein der sehr alten Kirche mit dem breiten, quergestellten Turm stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Bachkirche

Die Kirche ist für mich eine Bach-Kirche, denn: Am 6. Februar 1727 soll hier JS Bach seine Kantate „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ aufgeführt haben, BWV 157. Er soll an der Orgel gesessen sein. Beweisen kann man das nicht.

Somit ist auch die Orgel eine Bach-Orgel, denn es gibt nicht viele historisch erhaltene Orte und Instrumente, an denen Bach war.

Der Glockengießer Johann Jakob Hoffmann aus Halle an der Saale baute die drei Glocken dieser Kirche.

Chris Watts – Analyse True Crime AHS. Was war passiert? Shannan Watts

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13. September 2022: Gib mir Schutz vor den Sternen. (AHS)

Über jede neue Falte sollte man sich freuen, weil sie die Glätte nimmt. (Sky du Mont)

Die „arrogante“ Glätte. Und frau soll sich auch freuen. Warum rennen so viele zu Schönheits-OPs und Botox? Warum bietet TikTok selbst Kids Schönheits-OPs an? Schönheit? Es geht meist um Sex-Appeal, welches Männer definieren. Jede Frau ist schön und sexy, in ihrer ganz eigenen Art.

Heute erinnere ich an Dorothy, Vaughan, Mathematikerin.

Neu: Bad Köstritz

Heinrich Schütz Geburtshaus Bad Köstritz

Klang

Was gefällt mir an Orgelklang? Immer wieder anders und unterschiedlich. Der große, ernste, mystische und runde Klang bei Ladegast gleitet schwebend schon in die Ferne, verlockend, nicht eilig, würdevoll und mit großer Kraft. Wunderschöne Trompetenbecher, die Schallbecher, Wellenrahmen im HW, angehängte Metallpfeifen, Expressionsschlitze, Trakturdetails, Registerschilder, Abstrakte, neue Holzpfeifen, rekonstruierte Pfeifen, restaurierte Windkästen und Bälge. Rohrflöten und Gemshorn sind besonders schön.
Bei Ladegast kann man lückenlos von pp bis ff registrieren, was ich liebe, mit vielfältigen Streichern, raumfüllender Terrassendynamik, durchschlagenden Zungen, besitzt jedoch auch spätbarocke mitteldeutsche Klänge für Bachs Musik, neben Flötenschwebung und ätherischem Schwellwerk.

Was ich an Albert Schweitzer, der Ladegast ebenfalls liebte, so bemerkenswert finde, ist, dass er trotz ausgefülltem Leben mit Musik und Theologie noch mal von vorn anfing und 1904 Medizin studierte. Ich weiß, was das bedeutet. Ob man ihm auch vorgeworfen hat, er sei wohl vorher nicht genug ausgefüllt gewesen? Wie mir? Aber er war zuvor damals schon zuvor mehr ausgefüllt gewesen als die meisten anderen im Leben. So wie ich. Er ist einfach seinem Herzen gefolgt. Wie ich.

Ausgefüllt

Der Kongo war medizinisch komplett unterversorgt und er und seine Frau gaben alles. Sie gingen als hochgebildete Menschen in den Urwald, hörten nie auf, dieser gebildete Mensch zu sein. Auch ich habe nie aufgehört, Pianistin zu sein. Ich bin wie Schweitzer, beides und mehr. Organistin und Pianistin. Er Mediziner und Theologe. Nicht dass die Kirchenmusik ein unterversorgter Kongo ist, obwohl es mir manchmal so vorkommt, aber auch ich war vorher mehr als ausgefüllt, als die Orgel wie der Blitz mein Leben traf. Und auch ich habe wie Schweitzer Opfer gebracht.

Gunsbach, Elsass

Es gab schon lange vor 1932 eine Orgel hier in Gunsbach, die Schweitzer als Kind spielte. Schweitzer hatte diese frühe Orgel geliebt. Leider wurde sie im Ersten Weltkrieg stark beschädigt. Albert sammelte Geld, um eine pneumatische Orgel zu bauen, mit doppelter Tastatur und 20 Registern. Dann wurde die Orgel erneut im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt.

Albert sammelt und gibt Geld

Diesmal konnte nur das Notwendigste repariert werden. Schockierend, dass die Kriegsmänner jedes Mal in dieses kleine Dorf mit Granaten eindrangen und den Kirchturm beschossen! Wozu? Was hatten sie davon? War dieses friedliche Dorf eine Bedrohung für sie?

1959 jedoch hatte Albert erneut Geld gesammelt, um seine geliebte Orgel zu reparieren. Diesmal spendete er selbst viel Geld und ließ sich den Rest zum 85. Geburtstag schenken.

Er hatte einen Renovierungsplan ausgetüftelt, den Alfred Kern 1961 ausführte. Albert nannte dies „sein letztes Werk“. Da er in Lambarene starb, konnte er leider dieses letzte Werk nie hören und sehen. Die Orgel gehört der evangelischen Kirche. 1993 und 2020 wurde sie erneut renoviert.

Simultankirche

Die besondere Kirche ist interkommunal (Gunsbach und Griesbach) und seit 1751 interkonfessionell bis heute eine Simultankirche, ein Zeugnis, einfach, treu, mit schönen Glocken von 1413 und 1951 „Christe Gloria“ und Orgel, die 2020 neu gemacht wurde. Der Turm der Kirche wurde nach 1945 wieder aufgebaut.

Lambarene 

Durch Schweitzer (Günsbacher und Weltbürger) wurde die Kirche weltberühmt. Schweitzer hat bereits seine frühe Kindheit in Gunsbach verbracht. 1925 starb sein Vater, Pfarrer der Kirche. Schweitzer war zu der Zeit Schüler im Lyzeum Mulhausen. Gunsbach war Schweitzers Zuhause. Er starb 1965 in Lambarene.

Neu: Orgel-Information Gunsbach

Albert Schweitzer Orgel Gunsbach

12. September 2022: Identity is Destiny. (AHS)

Zählen werden nur die, die bereit sind, sich weder mit einer Ideologie noch mit einer Macht zu identifizieren. (Hannah Arendt)

Sich durch Jesus mit Gott als Macht zu „identifizieren“, das ist ein Geschenk. Es gibt zwar Leute wie Max Born, die behaupten, dass man nicht Besitzer einer einzigen Wahrheit sein könne, dies würde nur das Übel der Welt hervorrufen – dennoch könnte ich nicht leben, wenn es keine Wahrheit gäbe und damit keine Gerechtigkeit. Wahrheit ist sehr wichtig.

Ich finde, es ist wichtig, für sich und andere Beraterin und Mentorin zu sein, Schwerpunkte zu haben, Lernende zu sein, ein Stück weit “Politikerin“, Vernetzerin und Redakteurin (und seien es Blogs, Vlogs, Lyrik…), öffentlich, interdisziplinär und international, mit Raum für Forschung. Selbstmanagerin. Aber auch mit Managern und Helfern, die mir helfen. 😊

Ich habe heute zum ersten Mal die Zeitung Ars Organi gelesen. 2022. Die Zeitung wird geführt von der GdO, Gesellschaft der Orgelfreunde. Auf der letzten Seite werden deren Organe und Gremien aufgeführt. Und – wer hätte sich gewundert – es sind nur männliche Organe. Redaktion, Inserate, Arbeitskreise, Beilagen, Hauptausschuss, Schriftführer: Nur Männer. Alle Autoren des Heftes September 2022: Nur Männer. Männer wollen unter sich sein? Das ist sehr schade.

Ist diese Gesellschaft eine Art moderne Freimaurerei für Orgeln? Da waren auch nur Männer zugelassen.

Heißt diese Gesellschaft deswegen „Orgelfreunde“? Ich bin eine Orgelfreundin.

Und wenn man nun schnell eine Frau herholen würde, als Alibi-Frau, es ändert nichts. Im Gegenteil. Diese eine Frau wird eine ausgesuchte sein, eine, die das Spiel mitmacht.
Wo sind die engagierten Frauen? Frauen müssen willkommen sein.
Ich hoffe, ich habe das nicht zu scharf kritisiert.

Foto: Oberlinger Spieltisch Rhaunen

Neu: Älteste Stumm Orgel-Information

Neu: Orgel News:

Dalstein und Haerpfer Chororgel St. Thomas Strasbourg

Orgel Information Strasbourg St. Thomas Chororgel

Neues Video:

Vincent Lübeck d. Ä. – Praeludium & Ciaconne in d – Dance Variations, Ladegast Orgel bei Merseburg

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Ladegast Orgel


11. September 2022: We cannot deal with guilt. Our response to guilt and sin therefore really matters. The depth of salvation is to surrender. (AHS)

Wir wissen nicht, wie groß wir sind, bis sie uns zum Aufstehen zwingen. Und wenn wir es dann wirklich tun, wird unser Kopf durch die Wolken dringen. (Emily Dickinson)

Geniale Dichterin aus den USA, 1830. Heute erinnere ich an Agnes Pockels, Chemikerin, 1862. Und an Elfriede Jelinek, auch wenn ich ihre Werke unheimlich finde.

Ich höre eine alte Platte „Musikalisches Opfer“.

Foto: Bouxwiller

Krieg ist männlich

Man sagt immer: Menschen töten, führen Krieg… etc. Falsch. Männer führen Krieg. Erster Weltkrieg. Zweiter Weltkrieg usw. : Frauen haben nichts damit zu tun. Frauen und Kinder haben nur darunter gelitten. Man sollte nicht „Menschen“ sagen, wenn man Männer meint (was sehr oft passiert, auch in der Geschichtsschreibung, vor allem bei Versagen und Bosheit), sonst werden Frauen und Kinder manipuliert, sie wären mit dabei oder schuld gewesen. Es ist nicht die Menschheit, die Kriege führt, angreift, mordet, attackiert, einmarschiert, vergewaltigt, böse ist etc. Es ist die Mannheit. Wenn Männern etwas gelingt, sagen sie ja auch nicht „Menschen“, sondern Männer. So sollte es auch sein, wenn sie zerstören.

Heute habe ich gleich drei (völlig unterschiedliche) Klangweiden für Euch! Orgeln sind Klangweiden. Ohrweiden.

Neu: Orgel-Information Marmoutier, Elsass:

Gravitätisch, monumental, majestätisch in perfekt (mit)singender Akustik. Andreas Silbermann hat hier Geniales geleistet. Die Orgel ist optisch, handwerklich, klanglich eine Meisterleistung, sie ist Spitzenreiterin aller Orgeln der Welt. Sie ist rein, echt, historisch, demütig, fehlerfrei, zart, fern aller Brüsterei, obwohl sie auf einer Brüstung steht. Ihr Klang berührt das Herz und versetzt in Ehrfurcht vor Gott.

Silbermann Orgel Marmoutier

Neu: Orgel-Information Bonn:

Klais Orgel Schlosskirche Bonn

Cologne

Die beiden ältesten Orgeln heute in Köln hatten beide ein ähnliches Schicksal:

Jacob Engelbert Teschemacher (1711-1782) baute diese aussergewöhnliche, liebliche Orgel in Elberfeld. Sie stand zuerst in Grefrath, dann in Kaldenkirchen, dann im Schnütgen-Museum Köln. Dort wurde sie schließlich zerlegt und deponiert und vergessen bis 2004! Hans-Wolfgang Theobald entdeckte sie zufällig 2005, restaurierte sie unter Klais und stellte sie in Köln-Rondorf auf. Sie steht ebenerdig rechts in dieser hellen kleinen modernen Kirche gegenüber der schönen Gerhardt Orgel von 1880. Die West-Empore ist frei.

Der Orgelbauer Teschemacher war gläubiger Pietist und stellte seine Instrumente in den Dienst Gottes. Er war zudem Biograph von Tersteegen.

Friedrich Gerhardt

Friedrich Gerhardt aus Bonn Bad Godesberg baute 1880 die zweite Orgel dieser Kirche, eine romantische Orgel (2 M) für die Erlöserkirche in Bad Godesberg, doch sie musste weichen und lag lange auf einem Dachboden, doch Orgelbau Klais entdeckte sie, renovierte sie (opus 1688) und brachte sie nach Köln. Ähnlich erging es also beiden Orgeln dieser Kirche:


Neu: Orgel-Information Köln

Gerhardt Orgel Köln-Rondorf

10. September 2022: Kunst ist die frühe und späte Schwinge des Ausdrucks, die erste und letzte. (AHS)

Wahre Schönheit und Weiblichkeit sind alterslos. (Marilyn Monroe)

Eine sehr besondere Frau. Was man ihr wohl angetan hat? Weil sie so besonders war? Schönheit ist nicht künstlich herstellbar. Heute erinnere ich auch an Germaine de Stael, 1766.

Ich höre die alte Platte Jan Hora mit Brahms an der Orgel. Schön!

Kunst ist die frühe und späte Schwinge des Ausdrucks, die erste und letzte. Ihre Grundlage aber ist Gott. (AHS)

Queen Elisabeth ❤️ 😥

Ihr glaubt es nicht, heute habe ich… Lebkuchen gekauft. Ahh! Im September! (schäm)

Übrigens haben mich Leute nach meinem Spitznamen (Kosenamen) gefragt: Ann. Andlen. Der Kosename meiner Mutter ist Ami. Aber natürlich nenne ich sie so nicht. 😊

Neu: Orgel-Information Stumm Orgel Bad Sobernheim:

Stumm Orgel Bad Sobernheim

Bad Sobernheim

Vor 1000 gebaut, 1259 dem Domstift übertragen in Mainz, romanischer Nordturm, 1484 fertiger Neubau, 1500 Bau des Westturms, renoviert 1900 und 1959.

Sehr schöner, brillanter Klang, besonders schön ist das Rückpositiv und die 19 Töne im Pedal. Wunderschöne zweimanualige Orgel, dreifache Keilbalganlage (rekonstruiert). Orgelbau Müller restaurierte und rekonstruierte die Orgel 2003-2005. Orgelbau Müller (Merxheim) hat sehr viele Stumm-Orgeln restauriert mit viel Erfahrung.

9. September 2022: Manche Männer haben einen so dünnen Hintern, sie könnten keine Ameise gebären.

(AHS)

Die ganze Ausrichtung der Natur verweist auf eine Vorwärtsbewegung, auf ein höheres Leben. (Helena Petrovna Blavatsky)

Russische Schriftstellerin, 1831. Heute erinnere ich auch an Dorothea Schlegel, 1764. Kluge Frauen haben unsere Welt verändert, haben sie erst möglich gemacht, denn sie bringen das Leben. Männer dagegen bringen oft den Tod durch Krieg, Waffen, Haß und Egoismus.
Und erinnere an den von Nazis verfolgten Kölner Künstler Franz Seiwert (1894-1933). Sein Vater war Pfarrer, der ebenfalls von Nazis attackiert wurde.

Ich höre Werner Jacob an “meinen“ Silbermann Orgeln (alte Platten). Frischer als Wachowski, finde ich.

Platten sind soo viel besser als iTunes, Leute! Schallplatten it is ❤️ Das spontane Knacken, das Drehen, der warme Sound.

Foto: Riesenland Bad Sobernheim


Ich freue mich auf mein Konzert beim Heinrich-Schütz-Fest (350. Todestag).

Bouxwiller

Ich vermisse Bouxwiller. Warum?

Galant, monumental, majestätisch. 1968 hat Alfred Kern die Orgel von Jean André Silbermann (Sohn vom berühmten Andreas Silbermann) hier in Alsace, Frankreich „wiederhergestellt“, nachdem sie 1914 Opfer eines Umbaus wurde.

Der Prospekt ist reich verziert und denkmalgeschützt, Rundtürme wechseln sich mit Flachfeldern ab. Vor der Silbermann Orgel gab es hier eine kleine Baldner-Orgel von 1668, die nun in der katholischen St. Leodegarkirche in Buchsweiler steht und die ebenfalls sehr schön ist. Jean André befand sich beim Umbau auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

2015 restaurierte Quentin Blumenroeder aus Haguenau die prächtige Orgel. 

Besonders mochte ich die Voix humaine und die warmen Montre und die Farben des Rückpositiv. Und die wunderschönen Zungen. Die Bank ist recht hoch und unbequem, aber man gewöhnt sich daran. 

Die Kanzel ist aus den Jahren 1579 und 1614, ein Kunstwerk aus Sandstein, mit spätgotischen Figuren (Engel, Löwen). Die Renaissance-Säule, geschmückt und mit Geländer im spätgotischen Stil; der Altar ist von 1914, die 27 Tafeln mit Szenen aus der Bibel sind denkmalgeschützt.

Die ursprünglich gotische Marienkirche wird nach der Reformation 1544 evangelisch als eine der ersten Kirchen im Elsass.

Wie immer hoffe ich, mit diesem Blog die Richtigen zu erreichen. Ich möchte meine Reichweite dazu nutzen, auf bestimme Dinge aufmerksam zu machen. Eure Ann!

Neu: Bouxwiller Silbermann Orgel

8. September 2022: Früher wurde mit der Vergänglichkeit christlicher umgegangen als heute. (AHS)

Männliche Dummheit bereitet mir größtes Vergnügen. Es ist eine unerschöpfliche Quelle der Unterhaltung. (Mary Wortley Montagen)

Britische Schriftstellerin, 1689. Heute erinnere ich auch an Brigitte Bardot, eine unfassbar interessante Frau.

Klangfarben der Orgel

Bei Klangfarben bin ich altmodisch. Ich mag gern alte Instrumente: Rankett (auch Würstelfagott genannt!), ein langes Blasinstrument, Trumscheit (Nonnengeige), ein längliches Streichinstrument, Krummhorn: gekrümmtes Doppelrohrblatt, Gemshorn: eine Art Horn, Tierhorn oder Pfeife, gekrümmt; Pochette (Geige): kleine Taschengeige, und Drehleier (Bettlerleier), auch als Lyra bekannt. Es gibt noch Schalmey, Pommern, Grossbass, alte Oboen und Posaunen, Gerle-Laute, Tripel-Harfe, Chitarrone, Tintinabulum…

Früher wurde die Vergänglichkeit des Irdischen viel mehr begriffen als heute, oder anders gesagt, es wurde christlicher damit umgegangen als heute.

Ich höre die alte Platte Arthur Eger in Freiberg. Und Wachowski. An ihm, der sehr langsam und geradeaus spielt (etwas langweilig), merke ich, was für eine „Flirrende“ ich bin an der Orgel und dass ich vom Gravitätischen der Orgel noch mehr aufgesaugt werden möchte. Vom Monumentalen der Orgel möchte ich noch mehr profitieren. Ich komme mir trotz allem oft winzig vor.

Foto: Lorenzkirche Nürnberg

Meine Orgel-Entwicklung

Ich spiele jetzt 5 Jahre Orgel, das ist bei Professionalität eine sehr kurze Zeit, eigentlich nichts. Ich habe so viel gelernt in diesen 5 Jahren. Ich erkenne Orgeln beim bloßen Ansehen und weiß von Hunderten Orgeln Zahlen, Dispo und Namen, während viele sich nicht an den Orgelbauer der eigenen Orgel erinnern können, geschweige denn an Zahlen und Dispo. Ich habe Hunderte unterschiedlichster Orgeln gespielt und komme schnell mit ihnen zurecht. Ich kenne viele, die spielen 10 oder 15 Jahre lang Orgel und kennen kaum andere Orgeln und spielen viel schlechter. Mir hat jemand gestern gesagt, er hätte noch nie jemanden getroffen, der seiner Weiterentwicklung alles unterordnen würde wie ich. Nun, ich hoffe, ganz so drastisch ist es nicht. Außerdem bin ich eine „die“. 😊 Die Zeit war extrem, intensiv, und ich habe mit die eindrücklichsten Erlebnisse meines Lebens gehabt und mich ganz neu kennengelernt.

Neu: Hater, Follower und Fans im Internet – wie geht man damit um? Teil 1

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Mehr Informationen

Neu: Orgel-Information Bouxwiller, Frankreich:

Silbermann Orgel Bouxwiller

7. September 2022: Ich sehe und höre ein Mixtürchen. (AHS)

Die Ausübung der Kunst ist ein großer Teil meines Ichs, mehr als die Luft, die ich atme. (Clara Schumann)

Heute erinnere ich auch an Berthe Morison, Malerin 1841, die das gleiche sagte, an Marianne Bachmann und an Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel, die „prominenteste Schülerin“ von Heinrich Schütz.

Foto: Silbermann Orgel Strasbourg

Ich höre die Platte Schreier und Richter mit Schemelli.

Den Witzemann Heinz Erhardt (eine alte Platte, geschenkt bekommen) finde ich nicht witzig. Ich verstehe nicht, wie andere Frauen darüber lachen können, wenn ein Mann Witze über Frauen macht. So war das früher, früher war das normal. Manchmal denke ich, der Grund, warum Leute Komödianten mögen ist, weil sie ansonsten nicht genug lachen.

Schön: Albert Schweizer findet es schlimm, wenn man sich „sterbende Blumen“ (= Schnittblumen) als Dekoration ins Zimmer stellt. „Wie kann man sich an sterbenden Blumen erfreuen?“ Leider kann ich das auch, teilweise. Obwohl ich lebende Blumen noch viel schöner finde.

Wenn mich Leute beobachten, wie schnell ich (immer nur mit dem linken Daumen tippend) ins iPhone schreibe, sind sie verblüfft.
Ich habe viele Linkshänder-Tendenzen.

Interessant ist Keplers Mysterium cosmographicum: Auf der Suche nach der Harmonie der Welt.

Harmonie der Welt seit 1595

Die Bibel, aber auch der heidnische Goethe berichten von singenden Planeten, von der Harmonie und den harmonischen Proportionen im All. Als erster versuchte Kepler, dies um 1590 zu ergründen. Wo Heiden von „Mutter Natur“ sprechen, von „Göttern“ usw. – sprechen gläubige Musiker wie Heinrich Schütz von der Harmonie in Gottes Welt.

Heinrich Schütz ist viel gereist. In allen Städten und Orten, wo er war, war auch ich, außer in Telgte und Teplitz.

Schütz wurde 87 (!) Jahre alt und starb in Dresden nach einem Schlaganfall. Ich möchte 129 Jahre alt werden. Ich war übrigens eine Hausgeburt – zu einer Zeit, in der es maximal ein Prozent Hausgeburten gab. Mittlerweile sind es zwei Prozent.

ps: im Papierkorb meiner Webseite liegen Zehntausende von Kommentaren, die ich nicht freischalte, weil sie meistens …. nun ja, dämlich sind. Ich hoffe, mein Blog wird von klugen Menschen gelesen, von Menschen, die mich verstehen. Das ist meine Hoffnung und Zielgruppe. Hallo, ihr da draußen, gibt es euch? Wie geht es euch? ❤️

Neu: Pachelbel – Praeludium, Ladegast Orgel Braunsbedra bei Merseburg – dramatisch, wild

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