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9. August 2022

Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün. (EG)

Heute erinnere ich an Lore Kadden-Lindenfeld, 1921 geboren.

Foto: Schweinfurt St. Kilian

Morgen kann ich mich freitesten. Ich freue mich auf Strassbourg und Hunsrück.

Ich lese „Judasfrauen“, aber leider gibt es keine Namen im Buch. Und lese Schweitzers Deutsche und Französische Orgelbaukunst. Es ist ja eine andere Art „Richtungskampf“, gebe ich zu. Ich mag die alte Sprache, die man heute kaum noch hört. Ob es stimmen könnte, dass „zu viel Verkehr“ das Künstlerische stört? Schweitzer hat eine lustige, ironische, nett-spöttische Art. Es klingt allerdings auch nicht wie die Sprache einer Pianistin. Sehr trocken. Selbst der gute Schweitzer wurde attackiert. Man sagte ihm, er sei reif fürs Irrenhaus. Aber er wehrte sich gegen das Morden alter Orgeln und hasste (verständlicherweise) die deutsche „moderne Art“. Jedoch nicht gegen das Morden neuer Orgeln, aufgrund seiner Bachanbetung. Wenn jemand Bach liebt, werde ich manchmal eifersüchtig und denke mir: Mein Bach. Nur meiner. ❤️

Ab Mitte September/Oktober komme ich in die intensive „Turbo-Endphase“ meiner geliebten Kirchenmusik und muss daher viel dafür tun und werde ab da vor allem dafür alles geben. Gelingt es mir, ist es auf jeden Fall ein schöner (einmaliger) Rekord. Berichten kann ich meist erst danach, also nicht wundern (falls ich mal eine Zeitlang Funkstille habe). Betet für mich. Ich hoffe, dass ich meine Konzerte trotzdem gut schaffe.
Neu:

8. August 2022: In allen neuen Konstellationen jeder Kunst findet man die Grundform wieder. (AHS)

Jeder Sonntag ist ein kleines Osterfest der Auferstehung. (AHS)

Das Kirchenjahr wird für kleine Menschen eingeteilt in Farben, Proprien, Perikopen und liturgischen Besonderheiten. Damit sie nicht durcheinander kommen. Heute erinnere ich an Ada Kadelbach (1942 geborene Hymnologin).

Bei mir ist es so, dass ich große und kleine Malheurs in meinem Leben zu Kunst umforme.

Manchmal verknoten sich Dinge bei mir in der Tasche. Ich kriege das nicht auseinander: Ohrstöpsel mit Masken und Schmuck. Andere müssen es entknoten. „Also das könnte schon als Kunstwerk durchgehen. Das ist schon eine richtige Skulptur. Wie machst du das?“ Ich habe nicht die Geduld. Ich hasse es, wenn mir Materie nicht gehorcht. Ich erinnere mich, wie mich ein Freund neulich antraf, als ich mit dem Staubsauger schimpfte. „Wenn du noch ein Mal hier runterrutscht, Staubsauger … noch einmal ..“ 🤪

Michelle

Ich lese Michelle Obama. Becoming. Eine interessante Persönlichkeit, nüchterner als ich. Top ausgebildete Anwältin, leistungsorientiert, klug. Sie wurde auch von Leuten attackiert, die Skandalöses und Fehler in ihrem Leben gesucht haben, um ihr zu schaden. Leute, die im Netz alles in ihrem Leben in Frage gestellt haben, ihr Geschlecht, ihre Karriere, ihr Alter, ihr Können. „Swampy Parts of the Internet that question Everything about me…“ Selbst eine Michelle Obama hatte also einen Rochus Schmitz und einen Martin Schmitz in ihrem Leben? Wahrscheinlich sind solche komischen Typen Zeichen von Erfolg bzw. Berühmtheit?

Ich habe gelernt, es mit Humor zu sehen, wie Michelle. Ich bewundere sie. Berichtet mir: Hattet auch ihr einen Rochus Schmitz oder einen Christoph Bornheimer in eurem Leben? Jemand, der gerade das Außergewöhnliche, Besondere und Tolle an euch herumdreht und was Schlechtes draus machen will? Wie geht ihr damit um?
Wenn jemand meine Fehler attackiert, ist mir das viel wurschter als wenn jemand das attackiert, was außergewöhnlich an mir ist. „Swampy Parts of the Internet“. Genau. Manche treiben sich mit Vorliebe dort herum und nennen es „Kirchenmusik“: Kropf, Jordan, Wilke, Althaus, Gourge..

Schweinfurt

Ich freue mich wieder auf die große wunderbare Sandtner Orgel 1990 in kath. St. Kilian mit super und weißer Akustik. Ich finde, die Akustik passt sich an Helligkeit und Farbe der Kirche an. Meine 7. Sandtner. Für mich wurde auch ein Klavier hineingestellt.

Buxtehude

Ich erinnere mich gern an die Furtwängler Orgel in St. Petri. Philipp Furtwängler aus Elze wurde 1800 in Gütenbach/Baden geboren und lernte Uhrmacher, die Kenntnisse eines Orgelbauers lernte er autodidaktisch – ist das nicht bemerkenswert und einzigartig? Er war zuerst an Barockorgeln interessiert, da er helle Mixturen liebte, dann widmete er sich frühromantischen Klangvorstellungen mit ihren Streicherklängen. Die Schnitger Orgel mit 36 Registern von 1701 wurde bei einem Brand zerstört. 1859 baute hier Furtwängler seine neue große Orgel, seine zweitgrößte mit 3300 Pfeifen und 52 Registern. Buxtehude besaß also schon immer großartige Orgeln. Führer hat die Furtwängler 1983 restauriert, 2007 Rowan West aus Altenahr – beide hervorragende Orgelbauer. Die Orgel war also stets in perfekten Händen.

Als ich die Orgel im Winter das erste Mal sah und spielte, war ich sofort begeistert. Sie schwebt auf einer zerbrechlich wirkenden Empore mit spitzen züngelnden Züngeln, ein Instrument auf Stelzen. Rechts geht die Treppe hoch. Damals war es kalt – kaum zu glauben, so heiß wie es jetzt ist.

Es geht mir gut, aber ich schone mich und schlafe und lese politische Gedichte.

Lady Gaga

Ich finde diese Frau erstaunlich. Da ich in Sachen Popmusik eine Spätzünderin bin, habe ich sie erst jetzt zufällig entdeckt, da ich mich normalerweise für diesen Stil nicht so interessiere. Sie hat 1000 Gesichter. Sie ist alles und verschwimmt für mich trotzdem. Dennoch bewundernswert, was sie auf die Beine stellt! Was meint ihr?

Spätzündend entdeckte ich auch Rainer Hunold mit der alten Serie „Staatsanwalt“ auf Youtube – sehr spannend, top Schauspieler, authentisch, so was gibt es heute gar nicht mehr im TV (gut, dass ich kein Fernsehen habe). Wenn solche Staatsanwälte real wären – wir hätten ein anderes Land. Ich habe süchtig alle Folgen gesehen. Fiona ist auch cool.

7. August 2022: Genie wird nicht durch Geschlecht oder Rasse begrenzt. (Olive Schreiner)

Frauenrechtlerin aus Südafrika. Ich mag es, wenn Sachen kompliziert sind und hartnäckig. Ich interessiere mich besonders für Dinge, die unmöglich erscheinen. 

Musik kann Gegensätzliches gleichzeitig ausdrücken, sowohl mit Text als auch ohne. (AHS)

In gewisser Weise schafft sehr gute Lyrik dies auch: Mit Bildern. Heinrich Schütz ist es gelungen, poetische, enge, intensive Verbindung zwischen Text und Musik zu komponieren, und Bach hat es noch getoppt, durch unsichtbare, inhaltliche, sprachliche Phänomene in nichttextierter Musik: Verschiedene Facetten einer Sache, eines Gefühls gleichzeitig auszudrücken. Schütz “So fahr ich hin zu Jesu Christ” liebe ich besonders. 

Es ist immer noch sehr warm. Meine Beine und Arme sind braungebrannt. Daheim habe ich in der Quarantäne erst mal in Sommerfarben meine Nägel angemalt.  

Corona 

Ich bin seit heute corona-positiv, das erste Mal in meinem Leben. Damit sind alle aus Staufen, inklusive mir und Wolfgang, positiv. Mir geht es aber wieder gut. Trotzdem muss ich in die Quarantäne. Gut, dass ich erst mal keine Termine habe und auch schon beim Friseur war (stufig geschnitten). Heute habe ich von einem Wildfremden in der Stadt gesagt bekommen, ich hätte wunderschöne Haut. Hm. Ich mag gern diese Tuchmasken. Manchmal probiere ich die auch in der Öffentlichkeit aus, zB wenn ich auf eine Pizza warte 😊 

Theologie

Was ich seltsam finde: Dass Theologen einen sogenannten Gottesbeweis suchen. Es ist tatsächlich ein Teil der “Dogmatik”, Gottesbeweise zu sammeln: Der ontologische Gottesbeweis, dann Kants “Kritik” (das ist, als würde eine Ameise einen Elefanten kritisieren), und andere, die “gegenwärtig” urteilen. Das alles erinnert mich an den Turmbau zu Babel, bei dem Gott über Menschen lacht, die einen Turm in den Himmel bauen wollten. Da kommen kleine Menschen und wollen Gott beweisen und nennen dies Dogmatik und Theologie. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen. Es sollte eher Kirchologie statt Theologie heißen. Gott ist nie das Problem, sondern die Kirche. Jedenfalls ist das, was Bonhoeffer in “Kirche für andere“ schrieb, von Kirche heute so weit entfernt wie Pluto vom Mond. 

Dabei ist die Bibel so klar und gut verständlich und beantwortet unsere Fragen: Die Thora, die Propheten, die Psalmen und Lehrbücher und besonders die Evangelien.

Neu:

Ballade – Münster Heilsbronn – Orgel Vlog AHS
Ballade

6. August 2022

Ich wohne an der turbulentesten, quirligsten Stelle meiner Stadt. (AHS)

Frankenland

Heute erinnere ich hier in Heilsbronn im Frankenland an Katharina, die Reine, Barbara die Fremde, und Margarete, die Perle, erscheinen als die Heiligen Jungfrauen oder auch die Drei Madln. Vor knapp 900 Jahren marschierten noch Zisterzienser-Mönche über das Bächlein Schwabach. Schön ist die Klostermühle. Neben dem Münster St. Marien und Jakobus gibt unten im Gewölbe im Refektorium einen sehr schönen Saal für Aufnahmen. Aber auch die Akustik im Münster gefällt mir. Nebendran tickt die Münsteruhr. Das Münster ist voller Kunst. Langhaus, Ritterkapelle, Heideckerkapelle, Kreuzaltar von 1468, gotischer Ostchor. Das Münster liegt auf dem Jakobsweg. Cornelia Rapp hat die Abtskapelle neugestaltet. Der Nürnberger Hasso von Henniges hat das Mortuarium im Münster gestaltet. Bedenklich finde ich die sogenannte “Judensau” im Münster, eine Sau, eine Spottskulptur, die ich nicht verstehe, und die auch in einer Kirche nichts verloren hat. Das Schönste ist der Brunnen vor dem Münster. Eiskaltes Wasser in der Hitze.

Süß finde ich die Kerwa in Franken.

Was mir an Gott gefällt ist, dass Er mächtig, aber auch heilig ist. Die meisten Mächtigen dieser Erde sind nicht heilig.

Ich versuche, mich zu schonen. Jesaja 30,15: Stille und Vertrauen verleihen euch Kraft.

Kunst ist nur etwas wert, wenn sie einen deutlichen Begriff unseres Zusammenhangs mit Gott gibt. (Runge) Das sehe ich genauso, ist aber ist für viele Menschen sehr radikal.

5. August 2022: Konzert in Heilsbronn

Die Zeiten werden schlimmer? Wir machen die Zeiten. (AHS)

Münster Heilsbronn

Heute habe ich um 19 Uhr im ev. Münster in Heilsbronn gespielt, eine schöne Stadt zwischen Ansbach und Nürnberg, an der Lutz-Orgel von 2006 (3 M). Ich bin eingesprungen, da eine Organistin krank war. Ich war auch etwas krank. Es war draußen fast 40 Grad, und innen war es angenehm kühl. Selbst nachts, als wir noch aus waren, war es noch 30 Grad. Ich habe barfuß gespielt. Es war ein ehemaliges Zisterziensterkloster mit Grablegung, sehr interessante Kirche mit vielen mittelalterlichen Altären. Ich habe solo gespielt und die Sopranistin Michaela Kögel begleitet, die eine sehr schöne Stimme hat und mit der ich zuvor schon mal gespielt habe. Das Konzert war gut besucht. Den Vikar kannte ich auch zufällig. Im Auto heim bin ich hustend eingeschlafen. Als Beifahrerin natürlich 😊

Anklam

Die Pfarrkirche St. Marien in Anklam, in der ich letzte Woche spielte, wurde 1296 das erste Mal erwähnt. Heute ist sie eine dreischiffige Hallenkirche mit sechsjochigem Langhaus. Backstein. Achteckiger Taufstein 1330, Altar 1510. Das Aussenportal mit den 12 Köpfen. Die mittelalterlichen Malereien sind berühmt. Die Schuke Orgel hat 2214 Pfeifen, 30 Register, 2 M und Pedal. Anklam wurde im Krieg schwer zerstört, jedoch die Kirche war verhältnismäßig unbeschadet geblieben. Der Turm ist 60 m hoch als Wahrzeichen der Stadt mit der größten mittelalterlichen Glocke Mecklenburg-Vorpommerns von 1450 mit Durchmesser 1,80 m. Es gibt auch 5 neue Glocken.

Holy Spirit

Review meiner neuen CD:

Bach, die Norddeutschen und Ann-Helena Schlüter

Münster Heilsbronn, Lutz-Orgel:

Pizzicato zu Ann-Helena neue CD

4. August 2022

Meine Kunst soll Menschen an die Ewigkeit gewöhnen. (AHS)

Heute erinnere ich an Pamela Schwerdt, die Gärtnern als eine “Philosophie der Hoffnung” beschrieb, wie treffend, und Catherine Amy Dawson Scott, Schriftstellerin.

Corona

Staufen wurde heute komplett abgebrochen wegen Corona, alle sind heim. Ich bin noch negativ (wie sehr kann man diesen Tests trauen?), aber wenn ich es doch habe, dann fühlt es sich an wie eine kurze, unangenehme Erkältung (für die, die Angst haben). Also nicht mal wie eine Grippe. (Ich hatte noch nie eine richtige Grippe, glaube ich.) Also, wie eine Sommererkältung mit Kopfweh, Halsweh und ein bisschen Fieber. Ich war ohnehin erschöpft von allem und habe daheim erst mal 14 Stunden geschlafen. Fieber habe ich äußerst selten, aber diesmal habe ich gespürt, dass ich etwas Fieber habe: ein schmerzender Kopf, warme Augen, etwas Schwindel, nicht die gute Möglichkeit zu lesen oder sich perfekt zu orientieren bzw. zu konzentrieren. Aber ich hatte schon vor Corona solche Sommererkältungen.

Chorstücke haben mehr als Orgelwerke die Fähigkeit, hartnäckige Ohrwürmer in meinen Kopf zu brennen. Bei mir ist es wirklich eine Krankheit. Ich habe Clara Schumanns wunderschönes Lied “Abendfeier” mit den Seufzern und Decrescendi und Rückungen und Abphrasierungen in Venedig massiv im Ohr und wache damit auf. Kirnberger mit seinen Wehmuts- und Qualstücken, die für mich eine Qual der Ohrwürmerei werden.

Ich mag das Wort Wehmut. Wie würdet ihr dieses Wort beschreiben, was es bedeutet?

Heute sollte ich eigentlich nach Italien fahren, aber ich fühle mich noch zu schwach. Dafür habe ich passend die Abendfeier in Venedig im Kopf. Clara ist noch schöner als Robert.

Was ich traurig finde, dass weibliche Jugendliche sich gegenseitig Digga und Alda nennen – von Männern dummes Zeug übernommen. Sie nennen sich ja nicht Digge oder Alde. Männer sind oft schlechte Vorbilder für junge Frauen. Die Mädchen laufen oft halbnackt und “Digga” sagend durch die Gegend. Digga scheint hierbei politisch korrekt zu sein. Manche Jugendliche können keinen normalen Satz mehr sagen ohne diese Füllsel.

Übrigens, in der Rinderle-Schule, wo wir den Kurs in Staufen hatten, hingen bedenkliche (rechtschreib-und grammatikalisch) Schilder an den Wänden, was Kinder täglich lesen: “Ziehe doch mal mit zwei Hände Handtuch”. Hier sind mind. zwei Fehler drin. Es müsste heißen: Ziehe doch mal mit zwei Händen das Handtuch. (Digga… Spaß) Ob sich die Busenbestis auch mit Digga und Alda anreden? Da würde es ja zumindest noch Sinn machen. 😊

Selbst der Büchmann 2002 ist noch sexistisch und nennt nur männliche “Geflügelte Worte”.

Ich freue mich über die schöne Rezension meiner CD auf Pizzicato.

Bach, die Norddeutschen und Ann-Helena Schlüter

Schweinfurt

soon Concert in Schweinfurt, Benefizkonzert für Ahrtal:

2. August 2022: Chorleitung

Wenn man Gabel und Löffel neben ein Messer legt, sieht es ganz harmlos aus. (Doktor Schiwago)

Es gab in Staufen einen „Coronafall“. Ich habe die gleichen Symptome wie der Coronapositive: Halsweh, Kopfweh, Gliederschmerzen, Husten und irgendwie vllt Fieber? Dann hat es mich zum ersten Mal erwischt. Ich gehe morgen zum Testen.
Vorsichtshalber bin ich heim. Bahn-Chaos.

Chorleitung

Chorleitung ist auf der einen Seite wie ein neues Instrument, das man lernt und übt. Und auf der anderen Seite nicht, denn man hat nicht ein Instrument, sondern eine nichthomogene (fremde) Gruppe, von der man erst mal nicht weiß, was die Gruppe braucht. Manche formulieren es so, dass der Funke überspringen und dass man bei der Gruppe „landen“ muss. Man kann es auch so formulieren: Es geht nicht nur um die Musik, sondern auch um die Gruppe (den Chor). Wie kann ich was anwenden, um dieses Instrument zum Schwingen und Klingen zu bringen? Darum geht es. Hierzu braucht man einen Chor für Training.

Man hat mir gesagt in Staufen, mit meiner Clara Schumann (hier waren zudem viele Erfahrene), dass man spürt, dass ich Musik im Blut habe und großes Potential, ich dirigiere mit Gesicht, mit Augen, mit der Mimik und schaffe eine sehr gute Atmosphäre, da ich die Musik verstanden und durchdrungen habe.
Es braucht auch Handwerkzeug im Dirigat. Zeigen und Vormachen ist wichtiger als Reden. Ich habe zum ersten Mal einen sehr guten Chor dirigiert. Es gehört Mut, um zu führen. Ich mag nicht, wenn jemand eckig, zackig und „pädagogisch“ und „lehrermäßig“ dirigiert. Die meisten Chorleiter sind keine künstlerischen Instrumentalisten. Das ist dann so steif und zu „organisiert“. Das merke ich sofort, wenn ein Instrumentalist dirigiert.
Mein Dirigat ist weich und vorsichtig. Das (schnelle und kompakte) Reagieren auf den Chor ist wichtig. Zumindest weiß ich nun, dass das Phänomen, vorne erst mal gar nichts zu hören, „normal“ ist und es auch anderen so geht.

Chorhören

Adrenalin schießt die Ohren zu. Es braucht Erfahrung, bis man hören kann. Bei mir ist es durch Training schon so, dass ich 60 Prozent höre. Ganz am Anfang war ich nervös, dass ich taub gehört habe und in meinem Ohr nur ein Rauschen war. Die Musik war in mir. Nur leider war das nicht das, was der Chor gesungen hat, sondern eine himmlische Version meiner Vorstellung. „Sehr gut, sehr gut“ – murmelte ich schwelgerisch und mit geschlossenen Augen, während der reale Chor in seiner Intonation und Absprache jenseits von Gut und Böse war.

Foto: Auszug der Lästermäuler Barry Jordan, Jan Wilke, Christoph Brückner und Brian Radins. (Homo)Sexistische Läster-Männer-Truppe. (Auf dem Fake- und Lästerprofil von Florian Reichwein K. Apelle – nur zum Lästern und Beleidigen angelegt. Christoph Bornheimer ist auch am Start.)

Man kann sich vorstellen, wie es also in Heidelberg zugegangen ist, als ich 2019 da war. Es wurde Möglichkeiten gesucht, um Gehässigkeit zu verspritzen, ich war nichtsahnend. Aber wenn man Löffel und Gabel neben Bornheimer und Wilke legt, sehen die ganz harmlos aus. (Sie geben sich harmlos und unschuldig.) Im Zusammenhang mit gewissen anderen Lästermäulern werden diese „Dozenten“ alles andere als harmlos, „Messer“, wenn man aus deren Sicht nicht deren Norm entspricht.

Daher ist diese Kirchenmusikhochschule Heidelberg für sensible künstlerische Menschen ein gefährliches Pflaster.
Dass Kirchenmusikhochschulen und Hochschulen solche Dozenten haben, ist schlimm. Unterstützt werden sie von Martin Mautner, einer Lea und einem Noah und von  Rochus Schmitz, dem Immer-zur-Stelle Wolfgang Gourge und dem Immer-Laien Markus Theising Theisig. Man darf nicht vergessen: Deren Lästereien sind nicht eine Reaktion auf meinen Blog, sondern genau umgekehrt, ich habe auf deren Attacken erst reagiert.

Warum schreiben die nicht selbst einen Blog? Dazu gehört viel mehr als nur zu lästern: Mut, Fleiß, Begabung, Kraft und dass man etwas zu erzählen hat, Leben und Bekennen, Vorbild sein, sich trauen, anders sein. Mit dem Wissen, live zu dokumentieren, was andere feige ausnutzen, um zu schaden.

1. August 2022

Technologie kann die Menschheit zerstören. (Julia Shaw)

Die von Männern entwickelte Technologie hat das Potential, unsere Welt zu zerstören. Sie ist eine Bedrohung, da sie leicht missbraucht werden kann und wird. Sie kontrolliert uns zudem. Sie kostet Milliarden und verschlingt enorme Summen von Geld, wie beispielsweise Sicherheitskontrollen an Flughäfen (inszenierte Sicherheitskontrollen, die eher sinnlos und unwirksam sind, Demonstrationen von Sicherheit). Geld für Technologie könnte dafür verwendet werden, dass niemand mehr hungern muss. Technologie frisst.

Heute erinnere ich auch an Angela Kelly, britische Modedesignerin.

Foto: Jehmlich Orgel Wolgast

Ich bin in Staufen, im Schwarzwald. Es war sehr interessant, mit Chorleitung (bei Wolfgang Schäfer/Kurs, dieses Jahr das letzte Mal) weiter zu arbeiten. Da bin ich ja noch sehr neu im Vergleich zu anderen. Da kennen sich viele. Wegen Konzerten muss ich morgen schon fahren.

31. Juli 2022: Chor

An den Flüssen Babylons saßen wir und weinten, überdachten Zions Fall. (137. Ps., aus Johann Philipp Kirnbergers „An den Flüssen Babylons“ (Bach-Schüler).

Feiertag? Jedenfalls wurden heute Kanonenschüsse frühmorgens abgegeben.
Der letzte Julitag. Im Süden ist es warm. Ich habe heißes Blut das ganze Jahr über. Im Winter brauche ich manchmal keine Jacke. Aber wenn ich müde bin, friere ich schnell.

Beim Dirigieren ist man „sich selbst“ – man muss also an der Persönlichkeit arbeiten.

Neu:

Andrea Gabrieli – Canzon francese detta Petit Jaquet, Orgel zu Schwaz, Österreich

Auch neu:

John Stanley – Voluntary | Orgel Vlog AHS: N. Fischer Orgel Krien, Pommern / Kirnberger

Ich liebe Kirnberger.