Ahrend Orgel Kirche Königs Wusterhausen Brandenburg
ev. Kreuzkirche (750 Jahre alt) Stadtkirche
Orgelbauer:
Hendrik Ahrend op. 189
Baujahr:
1706/1742/1913/56/2010
Datum des Erstbesuchs:
2019
Disposition und Spielhilfen

Wunderschöne Ahrend-Orgel, 20 R, 2 M, die Adler-Orgel in Königs Wusterhausen bei Berlin, mechanisches Schleifladen-Instrument
Königs Wusterhausen ist nicht mit Wusterhausen an der Dosse im Landkreis Ostprignitz-Ruppin zu verwechseln, auch wenn beide in Brandenburg liegen. Königs Wusterhausen ist nah an Berlin, eine große kreisangehörige Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald, südöstlich von Berlin. Sie ist vor allem für ihr Schloss und als Wiege des deutschen Rundfunks (Funkerberg) bekannt.
Und in der ehemaligen Schlosskirche steht diese in 2010 erschaffender Neubau im norddeutschen Barockstil mit einer Disposition nach Arp Schnitger:
In Wusterhausen / Dosse gibt es in der Tat eine weitgehend original erhaltene Wagner-Orgel von 1742.
Der Erbauer des ersten Instruments in der Kirche in Königs Wusterhausen 1706 ist unklar. Aufgrund des Prospekts wird vermutet, daß es ein norddeutsch geprägtes Instrument war und Arp Schnitger als späterer königl.-preuß. Hoforgelbauer (1708-1714) käme durchaus als Erbauer in Betracht.
Außerdem installierten Wendt & Heise kein romantisches Klangbild (das haben Dinse-Orgeln von Hause aus), sondern versuchten entsprechend dem allgemeinen Trend der Zeit, das Klangbild barocken Idealen wieder anzunähern.
Hauptwerk
1 Prinzipal 8‘
2 Hohlflöte 8‘
3 Octave 4‘
4 Flöte 4‘
5 Octave 2‘
6 Cornett III
7 Mixtur VI
8 Trompete 8‘
Oberwerk
9 Gedackt 8‘
10 Spitzgedackt 4‘
11 Waldflöte 2‘
12 Quinte 1 1 / 3‘
13 Sesquialtera II
14 Dulcian 8‘
Pedal
15 Subbass 16‘
16 Octavbass 8‘
17 Octavbass 4‘
18 Posaunenbass 16‘
19 Trompetenbass 8‘
Tremulant
Koppeln
Manualkoppel
Pedalkoppel
Spielhilfen
Zimbelstern
Nachtigal
Spielhilfen & Koppeln |
Manualkoppel (II/I), Pedalkoppel (I/P); Tremulant, Zimbelstern, Nachtigall |
Klang und Akustik

Ahrend Orgel Königs Wusterhausen: Wunderschöner Klang, Schwarzer Adler. Erlebt nach meinen Konzerten in Berlin.
Gravität und Leichtigkeit, Klang, Fülle und zarte Verspieltheit. Ich liebe es, wenn ich spüre, dass auch meine Füße virtuos werden.
Prospekt von 1706; lat. Inschrift am historischen Mittelteil:
DEI GLORIAE EXTRUCTUM AMICORUM FAUTORUMQ BENEFICUS
A.D. 1706 (= Zur Ehre Gottes erbaut durch Spenden der Freunde und Förderer im Jahre 1706); Inschrift an den beiderseits hinzugefügten 8′-Pfeifentürmen: ANNO 2009
Persönliche Note

1706 (Schnitger-Orgel), Orgelneubau durch Gebrüder Dinse (Berlin) 1913, Installierung romantisches Klangbild durch Wendt & Heise (Berlin) 1931,
Klangveränderungen durch L. Glöckner (Berlin) 1956, 2010 Neubau der Orgel durch H. Ahrend (Leer/Loga).
Es war sehr schön, hier zu spielen nach meinem Konzert in den Kavaliershäusern Berlin1706
War dies ursprünglich eine Arp Schnitger-Orgel?
1912/13 Neubau durch Gebr. Oswald und Paul Dinse (Berlin) unter Erhaltung des barocken Prospektes (20 Register, pneumatische Traktur).
1931 Generalüberholung und neobarockisierende Umdisponierung durch die Firma Wendt & Heise (Berlin) sowie 1956 durch Ludwig Glöckner (Berlin).




Der Erbauer des ersten Instruments in der Kirche in Königs Wusterhausen 1706 ist unklar. Aufgrund des Prospekts wird vermutet, daß es ein norddeutsch geprägtes Instrument war und Arp Schnitger als späterer königl.-preuß. Hoforgelbauer (1708-1714) käme durchaus als Erbauer in Betracht. Sicher ist es jedoch nicht.
Außerdem installierten Wendt & Heise kein romantisches Klangbild (das haben Dinse-Orgeln von Hause aus), sondern versuchten entsprechend dem allgemeinen Trend der Zeit, das Klangbild barocken Idealen wieder anzunähern. Ein Schicksal, das z.B. auch die großen Sauer-Orgeln im Berliner Dom und in der Thomaskirche in Leipzig ereilte. Mit prinzipbedingt eher schlechtem Erfolg.
Vielen Dank!
Deine Orgel News sind sehr schön! schöne Fotos!
Gut beschrieben und schöne Orgel