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Ann-Helena Schlüter

Unternehmerin

Es ist schön, Unternehmerin zu sein, auch wenn es viel Arbeit ist. Viele Angestellte (auch im Musikbereich) können sich gar nicht vorstellen, wie und wie vor allem Frau in der Musikwelt und in der freien Wirtschaft als Unternehmerin leben, ja, sehr gut leben kann.

Ja, wir Menschen leben vielleicht zwischen Lebensangst und Todesangst, wir alle, wir Menschen, aber die Kunst und der Glaube haben eine gelassene Zuversicht, die sitzt tief. Mut und Risikobereitschaft gehören da natürlich dazu. Man muss mehr aus sich herausgehen.

Und wir Künstlerinnen sind ja auch Säfrauen, man muss die „Unterschicht“, die „Kleinbauern“ kennen, auch Misserfolg gehört dazu, aber das Ziel ist die riesige Ernte, auch vom wilden Weizen mit unterirdischer Bestockung, unsichtbare Verzweigung in und unter der Erde. Der Erfolg hat eine Steigerung in der Frucht: 30-60-100fach. Power!

Shop

Denn es kommt nicht darauf an, oben zu bleiben, immer oben. (Edith Biewend)

Die Brahms-CD von meinem Papa, Karl-Heinz und Michael Schlüter, Schlüter-Duo, ist neu aufgelegt worden bei Aulos. Die neuen CDs sind auch hier bei mir im Shop.

Es gibt zusätzlich auch einen Shop mit meinen CDs auf facebook:

Shop-Facebook 

Und wenn man noch mehr vom Schlüter-Klavier-Duo (zwei Klavier, vierhändig) möchte:

Schlüter-Duo CDs

Horchsam

Am Hörendsten sein in der Stille. Preisgegeben. Ich höre das Helle, die Fülle. Musik ist Lobgesang. Die Sonne singt, das Meer. Schmelz und Schichten. Musik ist Anschein und Substanz. Höre Israel.

Erhöre mich.

„Alles erfahre ich, indem ich schweige, auf dass ich höre.“

Liebe hört. Liebe hören. Weibliche Schwingungen. Wie hell muss Gottes Stimme sein, wie schwingend, voll Klang. Eine Stimme voll Freude. Höhe ist Freude! Steigerung!

Hörende Wesen: Ein winziger Fötus hört im Bauch der Mama schon nach 7 Tagen. Aber die Wissenschaft will meist nur das, was die Gesellschaft will: Männermacht. Augen. Dabei bleibt jeder Mensch drei mal so sensibilisiert für weibliche Schwingungen. Warum? Liebe hören. Gott hören: Er kann und wird nicht Teil der Männerdominanz sein. Gott sei Dank!

 

Fanfare und Farbe

Ich schätze Vincent van Gogh, ich bin berührt und erschrocken über sein Leben und seine Hartnäckigkeit in der Kunst, seine Leidensbereitschaft, seine Vision. Unglaubliches Leben. Regeln fielen ihm schwer. Sehr schwer.

Wunderbar schwer. Seine Revolution. Seine Not. Nicht zu fassen. Wie konnte ein solcher Mann mit allen Tiefen und Höhen solche Werke schaffen? Ja, sein Schmerz hat seinen eigenen Stil erschaffen. Er malte seine Gefühle. Seine Krankheit. Seine Seele.

Er ist in seinem Leben ganz anders als Bach, ein Stück weit gegensätzlich, unsicher, verletzlich, sensibel, genauso unschuldig und kindlich, und hat dennoch genauso seinen eigenen Stil erschaffen, Ablehnung und Zorn und dennoch so viel Zartheit, immer auf der Suche nach Vollkommenheit. Dennoch ist mein Lieblingsmaler Monet.