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Ann-Helena Schlüter

17. Mai 2026: You have no rival. You have no equal. (Brooke Ligertwood)

Foto: Feiertag 15.5. Madrid 2026

Bin wieder auf dem Rückflug, wegen Konzert in Simmern. Ich hatte eine geniale Zeit in Madrid und bin froh, dass ich die Karikatur der Kirche in meiner Stadt nicht erleben musste. Wann steht die Kirche gegen den gottlosen Zeitgeist auf, anstatt ihn zu feiern?

Besonders schön war es, in der Parroqioa Santa Maria zu spielen. Lecker war das Essen im sogenannten ältesten Restaurant der Welt, dem Sobrino de Botin von 1725 – und der Flamenco im Tablao Flamenco la Quimera nebendran. Im La Malloquina Café gab es Süßes.
Da ich einen sehr guten Orientierungssinn habe, war ich nach 3 Tagen schon sicher in der Stadt, bin alles gefahren, Metro, Bus, Taxi, Zug… und beobachte gern die Menschen und rede mit ihnen, so gut es eben geht, wenn man leider kein Spanisch kann – und etwas anderes sprechen die Spanierinnen schon aus Prinzip nicht.

Vor der Kathedrale mit der großen Grenzing-Orgel fanden sehr schöne Aufmärsche mit sehr gepflegten Pferden und Blasmusik statt. Ich liebe es, wenn diese „Zinnsoldaten“ so unfassbar rhythmisch laufen und trommeln und blasen. Die Aussicht von oben war phantastisch, auf diesen riesigen Palast-Vorplatz.

Entspannend und empfehlenswert ist auch das Atlantis-Aquarium. Ich finde, Meerestiere und Fische haben eine enorme Persönlichkeit. Daran sieht man, dass Persönlichkeit und Seele nichts mit Größe zu tun haben – auch nicht mit Gehirn oder dessen Größe. Ich setzte mich ganz nah an das Glas und wurde Teil ihrer Welt. Die Fische wissen genau, dass wir hinter der Scheibe sind. Sie sehen uns. Sie sind klug. Ein Straciatella-Fisch, wie ich ihn nannte, ließ sich lange von mir durch das Glas kraulen.

Die Museen sind schon das Highlight. Gerade an Kunst und Musik und dem Umgang damit kann man viel über den Umgang mit Frau und Mann in der Gesellschaft in der Zeit erkennen. Viel schlimmer als der offensichtliche Sexismus ist der versteckte, milde, verborgene. Es gibt sozusagen schwarzen und weißen Sexismus, so nenne ich es, so wie es weiße (milde) und schwarze Magie gibt.
Ich werde auch gefragt, ob ich finde, dass Sexismus Frauenfeindlichkeit ist. Ich würd sagen, ja. Und was ist der weiße Sexismus? Dazu morgen.

Puerta del Sol 2026:

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16. Mai 2026: Kunstwerke sind Picknickplätze, wo man das verzehrt, was man selber mitgebracht hat. (Francois Morellet)

Foto: Konzert Santa María de Habla Alemana Kirche Madrid 2026

Das Kunstmuseum Museo del Prado Madrid ist sehr zu empfehlen. Es gefällt mir vom ganzen Stil her auch besser als Reina Sofia. Ich mag Museen, in denen man von Saal zu Saal läuft und in der Mitte der Säle schöne Bänke stehen, wo man verarbeiten und ausruhen kann. So ist es auch in Prado. Die Säle sind elegant.

In Sofia (hier fährt ein gläserner Aufzug rauf und runter) aber gibt es keine Sitzgelegenheiten in den Räumen, und man läuft auch nicht von Saal zu Saal, sondern von einem hässlichen, sterilen Gang gehen Räume ab, zu denen so was wie Fabrikrampen führen. Man hat das Gefühl, die Kunstwerke hängen in einer Fabrik. Was auch ein bisschen was hat.

In Sofia gibt es das große Werk Guernica von Picasso. Er ist sehr kreativ und begabt, aber sein Leben zeigt eine bedenkliche, egoistische Beziehung zu Frauen insgesamt und eine sehr auf sich selbst fixierte, exzentrische, gottlose Lebenseinstellung. Dies kann ich auch in seiner Kunst sehen. Daher gefällt sie mir nicht so gut; sie berührt mich wenig.

Noch schlimmer ist es für mich bei Salvador Dali. Auch er war künstlerisch außergewöhnlich begabt mit großem, technischen Können, aber die Frauen in seinem Leben waren, ähnlich wie bei Picasso, seine Musen, die ihm in jeder Hinsicht zu Diensten stehen sollten. In seiner Kunst sehe ich etwas Dunkles, Sexistisches, Spöttisches, Verzerrtes, Frauenfeindliches, Kaltes.
Da es auch Kinder im Sofia gibt, finde ich es unverantwortlich, Stumm-Filme von und mit Dali zu zeigen, in denen Frauen mit einem Messer in die Augen gestochen wird. Wenn auch “nur” im künstlerischen Akt.

Anders im Prado: Es gibt hier viele alte Kunstwerke, die (vielleicht bin ich altmodisch) die “alten Werte” und Schönheit verkörpern wollen. Auch die Bilder der flämischen Künstlerin Clara Peeters (1589) werden hier gezeigt, die Stilleben darstellen. Ich bin leider kein großer Fan von Stilleben. Sie sind mir etwas zu … still. Aber ihr technisches und künstlerisches Können sind bemerkenswert. Weiter gibt es sehr interessante Kunstwerke von Diego Velazquez, unter anderem sein berühmtestes Werk “Die Hofdamen”.
Ich mag, dass seine Werke seinen schlitzohrigen Charakter widerspiegeln; jedenfalls meine ich, das zu sehen.

Wenn ich Kunst auf mich wirken lasse, spüre ich die geistliche Aura um das Werk. Und mich interessiert, wie die Person dahinter war oder ist. Natürlich sind auch berühmte Werke von El Greco, Rembrandt, Rubens, Rafael, sweet Albrecht Dürer (dessen deutscher Name gar nicht auftaucht, nur die spanische Version), Fra Angelico, Goya, Jan Brueghel el Viejo, Tizian, Madrazo, Bosch und vielen anderen zu sehen.

Schön ist, dass im Sofia viele Künstlerinnen ausgestellt werden: u.a. Maria Blanchard, Angeles Santos, Rosario de Velasco – alles wundervolle spanische Malerinnen.

Jedenfalls kann ich die Führungen sehr empfehlen; auch die Museumsshops sind schön.

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15. Mai 2026: Von unten sehen die Pfeifen der Orgel wie silberne kleine Papierschiffchen aus. Maria sitzt vorne auf der Wand. Sehr schöne Akustik.

Foto: Grenzing Orgel Deutsche Kirche Madrid: Santa María de Habla Alemana Kirche, Konzert 2026

Die 3,5 Millionenstadt Madrid ist ein spannender Ort to be. Auf der einen Seite ist mir etwas zu viel, dass “Madrid nie schläft”. Auf der anderen Seite gibt es hier wirklich viel Interessantes zu erleben. Empfehlen kann ich die schönen Plätze, zum Beispiel Puerta del Sol (Sonnentor; das Tor gibt es leider nicht mehr, die Sonnenstrahlen aber schon), der Plaza de Cibeles mit dem Löwenbrunnen und dem Palast … und der Plaza Mayor, der rote Platz in Spanien, wie ich ihn nenne. Und natürlich die Grünflächen der riesigen Stadt: der Retiro Park (der größte Park in der Europäischen Union) mit See und Tor Alcala und der alte Paseo del Prado Garten beim Museums-Dreieck (UNESCO). Und natürlich das Kunst-Museum Reina Sofia mit spanischen Meisterinnen und Meistern. Englisch kennt jedoch niemand hier; auch nicht Basis-Begriffe.

Überall gibt es Straßenmusiker, die richtig gut sind. Ich habe angenehmes Wetter erwischt, und es ist nicht zu voll. Die spanischen Frühstücke sind ein Traum, besonders die Tortilla in den lokalen “Bars”. Leider gibt es auch viel Tourismus, der surreal wirkt neben der Armut nebenan, besonders auf der Gran Via mit seinen Luxus-Shops und Luxushotels. Dass selbst die leckeren Tapas touristisch und überteuert vermarktet werden im Mercado de San Miguel – dass man das Gefühl hat, in einem überfüllten Glas-Palast voller Betrunkener zu sein, ist schade. Der ursprüngliche Sinn von Tapas wurde damit völlig verzerrt.

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14. Mai 2026: Hola Madrid!

Foto: Grenzing Orgel Madrid: Santa María de Habla Alemana Kirche, Konzert 2026

Grenzing Orgel 1983 Santa María de Habla Alemana Kirche in Madrid, Spanien, Kirchenbau 1926, 2 M, 10 klingende Register

Das kleine hübsche, neobarocke Instrument ohne Schweller steht auf der hohen Westempore. Es ist meine erste Grenzing-Orgel. Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.

Die Orgel wird von Grenzing betreut. Gerhard Grenzing ist ein deutscher Orgelbauer, dessen Werkstatt seit 1972 bei Barcelona befindlich ist und der zu den führenden Orgelbauern in Europa gehört.
Die Registerzüge sind auf der linken Seite. Die Pedalregister und Koppeln sind ausschließlich Pistons.

Die Orgel geht hinten an. Die Akustik ist sehr schön; perfekt für Chöre und Gesang. Die Kirche ohne Turm und mit hoher Kuppel wird 2026 hundert Jahre alt.

Von unten sehen die Pfeifen der Orgel aus wie silberne kleine Papierschiffchen. Maria sitzt vorne auf der Wand. Sehr schöne Akustik.

Die hübsche deutschsprachige katholische Kirche steht im Norden Madrids in der Universitäten-Gegend. Es war sehr schön, hier zu spielen. 2025 und 2026 habe ich österreichische, portugiesische, spanische, sorbische, italienische, deutsche und schweizerische Gottesdienste begleitet. Die Messe sonntags wird hier immer auf Deutsch gefeiert.

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13. Mai 2026: Flamenco Madrid!

Foto: Sauer-Orgel Hirschhorn, Hessen, Konzert 2026

Ich liebe es, die volkstümliche Kunst und Musik mit ihrer Folklore in den Ländern zu bestaunen, um einen Teil der Seele des jeweiligen Landes kennenzulernen. Im Januar spielte ich in Lissabon und lauschte dem portugiesischen Fado. Der südspanische, andalusische Flamenco, den ich gestern in Madrid hörte und sah, ist dem Fado sehr ähnlich, finde ich: Voll Schmerz und Melancholie, die vom Tanz unterstrichen wird. Vielleicht darf man den spanischen Schmerz als wilder, ekstatischer beschreiben?

Ich mag das tiefgrurrende Singen der Frauen, welches man fast als Schreien bezeichnen kann, die sanften (männlichen) Gitarrenklänge dazu, oft gezupft, und das „irre Gepolter“ rhythmisch und außer Atem auf dem Holzboden mit den Absätzen der weiblichen und männlichen Schuhe – auf dem Tablao-Boden.

Wichtig dabei ist, um den Vibe einzufangen, dass man in kleine, lokale Tavernen geht; in Kontakt mit den Frauen. Alles Große ist touristisch. Das betrifft Tapas, Fado und Flamenco. Dazu gibt es oft Drinks und sogar Essen wie Paella.

Die deutsche Folklore ist zum Beispiel oberbayerische Trachtenmusik mit Tanz. Oder andere deutsche Traditionen, die für viele ein Heimatgefühl bedeuten, was leider im Begriff ist, ausgelöscht zu werden. Die Kirchenmusik dagegen ist nicht nur Volksmusik, Kunst, Folklore oder Tradition, sondern Ausdruck von christlichem Glauben. Leider fehlt dieser in den Kirchen und in ihrer Musik auf erschreckende Weise. Zu 90 Prozent sind die Kirchenmusiker in Deutschland keine Gläubigen.

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12. Mai 2026: Ich mag Orgeln, die auch das Neue suchen, nicht nur Historismus praktizieren.

Foto: Steinmann Bielefeld Konzert 2026

Aber was ist das Neue?

Ich bin zum nächsten Konzert mit Air Europa geflogen. Fliegen mag ich nicht. Die kalte künstliche Luft tut mir in den Augen weh und die Touristen in Flughäfen und den großen Städten wirken oft sehr konsumorientiert, irdisch, geistig tot und selbstbezogen. Gleichzeitig gibt es so viel echte schlimme Armut. Ich schlief den kurzen Flug durch, obwohl ich am Fenster saß.

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11. Mai 2026

Foto: Bielefeld Heepen Konzert 2026

Die Orgeln im großen, evangelischen nicht existierenden Bielefeld sind sehr verschieden: Beckerath, Eule, West, Steinmann…

Ob nun der volle majestätische Klang der großen Beckerath Orgel, prunkvoll und auch mit leisen Klängen bestückt: Klarer Klang, klassisch, 48 pneumatische Register-Zug-Motoren, von der Firma Simon (Borgentreich) und Beckerath betreut.

Oder die BeckerathChor-Orgel: Obwohl klein, hat sie enormen Wumms: Sehr direkt, sehr glockig, beinahe scharf. Wäre sie größer als die große Schwester gegenüber, sie wäre eine Granate. Eine Klangwaffe. Glockiger, selbstbewusster Sound, keine sehr leisen Register. Orgelbewegung. 1954, Schweitzer-Orgel, 2 M. Eine sehr süße und besondere Harfen-Form, zum Knutschen.

Oder die Eule Orgel Neustädter Marienkirche Bielefeld: Wunderschöner schlichter Prospekt ohne Gehäuse, ebenerdig, in leuchtender (starker) Akustik. Die Kirche ist voller Kunst. Dadurch, dass die Orgel ebenerdig steht, fängt sie die recht starke Akustik geschickt auf. Es ist meine erste Orgel, die wie ein Steinway klingt. Eine Steinway-Orgel im besten Sinne.

Oder die Rowan West-Orgel: Das wunderbare Gehäuse ist aus massivem Eichenholz, teilweise Fichte, kein Leim. 3000 Pfeifen, bis unter die Decke. Eine Gebirgsorgel. 1992-1994 erbaut, 43 Register, 3 Manuale, leichtgängig, klares Pedal, Stimmung ungleich schwebend, besonders gut für Barock geeignet. Jedoch auch mit „universalem“ Charakter. Westfälische Orgeldenkmalpflege. Johann Patroclus Möller und Schnitger dienten West als Vorbild.

Bach-Stimmung nach Barnes. Registerfundus norddeutsch, gravitätisch, 16‘-Basis, zehnstimmiger Zungenchor.

Ich mag Orgeln, die auch das Neue suchen, nicht nur Historismus praktizieren.

Zudem in Brackwede: Schöne Chororgel Walcker (1 M), ein wertvolles Cembalo vom Italiener Albertino Vanini (1992) (2 M), Blüthner-Flügel.

Oder eben die Steinmann-Orgel in Heister in der ältesten Kirche: Heepen.

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10. Mai 2026: Muttertag!

Foto: Heister Prospekt Bielefeld Heepen Konzert 2026

Ebenerdige Steinmann Orgel im Nordschiff ev. St. Peter und Paul Kirche Bielefeld Heepen Oldentrup, 2 M, 25 R. Zimbelstern-Glockenspiel, Schweller

Im wunderschönen roten Holz-Prospekt von Hermann Heister steht dieses mechanische Instrument links vorn am Altar im gediegenen Bielefelder Stadtteil Heepen. Die sehr alte schmucke Steinkirche steht in einem gepflegten Friedhof. Sie ist die älteste Kirche der Stadt und ca. 1000 Jahre alt. Eine weitere alte Kirche steht im Stadtteil Dornberg.

Die Orgel wird von der nahen Orgelbaufirma Steinmann betreut. Neu ist der hübsche Zimbelstern. Einige Pfeifen sind von Heister erhalten geblieben, so die 4-Fuß-Flöte. Die recht scharfe Mixtur wird 2026 von Steinmann abgemildert.

Das Gehäuse erinnert mich an Bückeburg. Es ist meine 2. Steinmann-Orgel. Die erste spielte ich in Ibbenbüren.

Es ist das letzte erhaltene Heister Gehäuse – außergewöhnlich schön, buntes Holz, verspielt verschnörkelt, kindlich. Darin befindet auch die neobarock angehauchte Steinmann-Orgel.

Ich habe 4 x in Bielefeld gespielt: Altstädter, Neustädter, Brackwede und Heepen. Diese Kirche, die ein paar Mal erweitert wurde, ist ein Schmuckstück: Es gibt keine Empore mehr. Eine emporenlose Kirche. Die Westempore wurde entfernt. Dadurch wirkt die Kirche kleiner. Aber große Akustik!

Brillante Akustik mit großem Nachhall. Es hätte mich sehr interessiert, wie die originale Heister Orgel geklungen hat. Es ist meine erste Heister-Orgel. Die jetzige Orgel besitzt schöne Zungen, Flöten und Aliquoten. Es war schön, hier zu spielen. Gestern in Hafenlohr in trockener Akustik, heute im starken Nachhall – überall regnet der Orgelklang anders

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Anbei Presse zum Orgelkonzert an der Stumm Orgel Herrstein:

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9. Mai 2026: Immer mehr zu werden, was ich bin, das ist mein Wille. (Friedrich Schleiermacher)

Foto: Link Orgel 1925 / Prospekt J.P.A. Seuffert 1817 Kirche Hafenlohr am Main 2026

Mit Politik ist vor allem das berufliche Vorteils-Gerangel und ungerechte Beziehungs-Geklüngel unter den Männern gemeint.

Es war sehr schön, hier zu spielen: Mein Konzert in der mit Blumen geschmückten Kirche in Hafenlohr gestern war sehr schön und sehr gut besucht: Die Kirche war voll. Oben saßen auch Kinder.

Hinterher gab es auf dem großen sonnendurchfluteten Platz Snacks und Wein. Es ist das erste Konzert der Reihe “Hafenlohrer Konzerte”. Die Orgel ist in einer guten Verfassung; ich habe buchstäblich alle Register gezogen. Der Löffeltritt quietscht etwas. Und das Automatische Piano Pedal ging nicht.

Es macht mir viel Spaß, spontan und kreativ zu registrieren. Oft gelingen mir mitten im Konzert ungeplant mich selbst überraschende, sehr kreative Kombinationen. Und immer wieder sagen mir Menschen hinterher, sie hätten noch nie solche Klänge aus der Orgel hervorgezaubert gehört. Ich kann gar nicht mehr sagen, wie ich es gemacht habe.

Am schönsten ist es im Konzert, wenn mein Fingergedächtnis eins ist mit meinem Kopf – und mit meinem Herzen natürlich. Es gibt manchmal auch Momente, wo plötzlich das Fingergedächtnis übernimmt und mein Kopf hinterherhinkt. Dann kann man aus der Bahn geworfen werden. Beim Sekt hinterher wurden meine warmen Hände berührt und gefragt, wie man eine Stunde lang die Finger bewegen kann. Nun bin ich unterwegs zum nächsten Konzert nach Bielefeld.

Anbei zum Orgelkonzert an der Stumm Orgel Herrstein:

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8. Mai 2026

Foto: Konzert Link Orgel (Giengen) 1925 / Prospekt J.P.A. Seuffert 1817, kath. Pfarrkirche Hafenlohr am Main 2026

Heute erinnere ich an die wunderschöne Athena Strand.

Ich übernachte im hübschen Marktheidenfeld: Hotel Schöne Aussicht. Abends gab es dort Spargel mit „Leinacher Erdäpfel“.

Wichtig: seit dem Update müssen (YouTube)-Links hier oft von jedem individuell entsperrt werden: einfach 1 x draufklicken und bestätigen, dann ist es auf dem Gerät entsperrt.

ps: Mein kleines Aloys Maier Harmonium 1896 gefällt mir gut. Es muss noch etwas gemacht und renoviert werden. Kennt ihr jemanden? Es ist der Zwilling von diesem hier:

Plakat Hafenlohr Orgelkonzert

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