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Ann-Helena Schlüter

12. Juni 2019

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Kalabrien, Sizilien, Italien 

Ich freue mich auf Süditalien, auf die Orgel-Konzerte in Kalabrien, so nah an Sizilien, und auf die Straße nach Messina, die Meerenge hinüber nach Sizilien (Messina). Zunächst aber fliege ich via Condor von Frankfurt direkt nach Lamezia Terme SUF, zurück mal wieder mit Alitalia über Rom. In Kalabrien fahren wir nach Curinga und Catanzaro. Dort wird das Konzert sein an einer historischen Orgel. Ich wohne direkt am Meer. Es gibt in Kalabrien viel Fisch, Pinienwälder und das Ionische Meer und Gebirge. Ich spiele Sweelinck, Bach, Muffat, Frescobaldi. Ich freue mich, auch die anderen Orgeln in Kalabrien zu sehen. 

11. Juni 2019

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Konzerte in der Schweiz, Orgel plus mit Posaune

Konzerte mit Posaune und Orgel/Klavier, Weingarten und Hilzingen, auch Bodensee im Herbst.

Mein Lyrikband kommt bereits im Juli heraus, ich freue mich. Ich freue mich auch auf die Musikvermittlungskonzerte mit der Deutschen Radio Philharmonie Januar 2020.

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8. Juni 2019

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Kammermusikalische Orgel

Es ist für mich immer noch erstaunlich, wie wenig Kirchenmusiker sich vorstellen können, dass manche auf dem freien Markt hauptsächlich künstlerisch unterwegs sind. Und auch, wie männerdominiert die Orgel leider zu sein scheint. Ach, die Orgel ist für mich manchmal noch ein kammermusikalischer Steinway C, dabei kann sie, so sagte man mir, ein „gewalttätiges“ Instrument sein, das von vielen Männern oft „pervertiert“ wird. Nun, ich weiß, dass die Orgel Ruhe und Zartheit braucht und dennoch Leidenschaft, ich liebe sie als künstlerisches Instrument, wofür ich komponiere. Sie ist für mich eine „sie“, vielleicht nicht alle Orgeln, aber viele, während der Flügel durchaus männlich ist, aber natürlich nicht nur. Die etwas dunstigen, dösigen Klänge Viernes sind für mich sehr interessant, ich liebe neue Herausforderungen, Treibhausklänge.

In der Welt der Orgel trifft frau auch auf Herausforderung Kirche, wobei Kirche für mich etwas Schönes ist. Jedoch innen und um sie herum scheinen kreative Frauen mit diesem seltsamen künstlerischen Gen wohl etwas befremdlich. Was die künstlerische Orgel in Hochschulen angeht, so sind viele Zustände schlimm. Ich glaube, das virtuose Konzertfach (Orgel) existiert für viele gar nicht real. Zwischen Carpenter und dem altbackenen Kirchenmusiker scheint nicht viel dazwischen zu liegen. Erstaunlich ist, dass der Flügel für mich männlich und weiblich ist, und so auch die Orgel. 

7. Juni 2019

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Orgelakademie Stuttgart

Ich freue mich auf Daniel Roth und all das, was mir hilft, zu spüren, was ich mit der Orgel eigentlich unter den Fingern habe, zu spüren, wie Musik „funktioniert“ – auch wenn mir mein Gehör oft etwas anderes sagt, aber Bach wird schon wissen, was er mit seinen vierstimmigen Sätzen meinte. Wenn ich gewusst hätte, auf was ich mich einlasse mit der Orgel, ich hätte es nie noch gelernt.

Viele Kirchenmusiker können sich gar nicht vorstellen, dass man in beiden Instrumenten, Orgel und Klavier, wirklich künstlerisch tätig ist. „Von was lebst du eigentlich?“

Wenn man neue Gebiete betritt, kann man sich selbst noch nicht realistisch einschätzen und verantworten. Die Orgelwelt ist eine ganz eigene, eigenartige Welt, ein Rudel, ein Schwarm, und ich schwimme noch als fremdes, naives Wesen, als Alien, als Nemo. Dass ist wie damals, als ich ein ganz neues Stück lernte als Kind und schon nach zwei Wochen dachte: Das ist schon jetzt großartig – erst nach einer Weile erkannte ich dann den Weg. Und doch will ich das Unbeleckte, Unschuldige nicht verlieren. Ich möchte gar kein alter „Orgelhase“ sein. Es ist und bleibt ein Wunder. Ich sehe die Orgel als künstlerisch-virtuos-konzertantes Instrument.

Johann Sebastian Bach
Fantasias & Duets, Musical Offering, Capriccio. 5. Bach-CD, 2. Solo-CD Hänssler Classic, Interview class:aktuell Juni 2019

Riccercari, Choräle, 4 Duette BWV 802-805, Chromatische Fantasie und Fuge… Steinway D, Tonstudio Mozarteum Salzburg, Sascha Tekale, Peter Schmidt, 14 Tracks, Vorwort von Wolfgang Wiemer

Chorals – Musikalisches Opfer – Capriccio