25. November 2022: Wer einen weiten Weg hat, rennt nicht. (Paula Modersohn-Becker)
Schön, dass sich Curie vom Geld ihres Nobelpreises ein Gramm Radium gekauft hat. Was ist mein Radium? (AHS)
Foto: mit Hans-Ola Ericsson, Schweden
Chopin
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Ah, Leipzig ist so wunderschön! Der Alte Johannisfriedhof, eine Art Museum, kunstvolle alte Grabmale, große Namen. Drumherum die Paläste berühmter großer Verlage, verborgen am Schwanenteich hinter der Oper unser Wagner, der berühmte Augustusplatz, das alte Rathaus, Cafés und Museen, Clara, und Bach Bach Bach … und alte Instrumente, noch edler als in Hamburg.
Ammern
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Dadurch, dass Männer Frauen aus der Geschichte herausignorierten, ist in fast jedem Geschichtsbuch, Lexikon, Schulbuch, Wikipediabeitrag usw. Geschichtsfälschung betrieben worden. Das erinnert mich an Orwells 1984. Erstaunlich, dass viele Männer Fehler dieser Art bis heute nicht zugeben oder korrigieren.
Neu: Autobahnkirche
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24. November 2022: Selbst denken ist der höchste Mut. (Bettina von Arnim)
Man hat nur zwei Möglichkeiten: zu schreiben oder zu scheitern, und zwar total. (Natascha Wodin)
Heute erinnere ich an Tirunesh Dibaba, die in der Leichtalethik Geschichte geschrieben hat.
Und an Makrina, ältere Schwester von Gregorius von Nyssa (334-394) – sein größtes Vorbild.
Donna Leon unbedingt in original Englisch lesen! Auf Deutsch ist es nichts.
Oh, Leute, ich habe etwas neues entdeckt, heute, zufällig, vermutlich wieder als Letzte, aber ich bin begeistert, es nennt sich ASMR – und es sind Geräusche zum Entspannen – oder „Ohrgasm“ – was es trifft. Und zwar haben Youtuberinnen dies „erschaffen“ – worauf ich irgendwie stolz bin, denn auch ich mag YouTube. Es ist eine richtige Kunstform der Sounds. Ich bin ja total sensibel mit Ohren und Klängen.
Wenn manche Menschen ruhig, leise und zart reden, ist das schon „ASMR“ für mich. Zum Beispiel bei der Friseurin oder Verkäuferinnen oder Make up-Beraterinnen – ich höre dann gar nicht richtig zu, ich bin nur im ASMR-Rausch, meine Kopfhaut kribbelt mit Gänsehaut bis zum Nacken.
Ich dachte, so was kenne nur ich. Aber nein, es ist ein Trend! Dennoch: Noch besser als „kunstvolle Sounds“ sind zärtliche, ruhige Stimmen im realen Leben. Ich reagiere dafür leider umso allergischer auf harte Stimmen.
Foto: Frankfurt
Italien
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Erstaunlich finde ich, dass Johann Christoph Bach derjenige erste Prominente war, der darum rang, als Künstler gesehen zu werden und dementsprechend bezahlt. Das war 1694. Ist es heute anders?
Es war das ständige Ringen um eine entsprechende Gage, so im Buch „ Die Bachs“ (hochinteressant!). Stadtorganisten waren früher Handwerker oder Lakaien (und heute?). Es brauchte Titel (zB „Kammermusiker“), um besser bezahlt zu werden. JS hat dieses Ringen um Geld fortgeführt. Die spröden Ratsherren (gibt es heute auch, die heissen nur anders) wollten aber möglichst wenig zahlen.
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23. November 2022: Das Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden, nicht eine Gesundheit, sondern ein Gesundwerden. (Martin Luther)
Kein Mann hat das Recht, einer Frau vorzuschreiben: Bis hierher entwickelst du dich, aber um keine Linie weiter. (Hedwig Kettler) Und nur Frauen bestimmen, was sie tragen wollen.
„Ich dachte nur“, war schon immer falsch.
Heute erinnere ich an Katja Petrowskaja, ukrainisch-deutsch, die keine Grenzen zwischen Literaturen sieht.
Weil ich gefragt wurde: Ja, ich habe in Magdeburg unterrichtet am Konservatorium, aber ich habe dieses Konservatorium als tatsächliches Konservatorium missverstanden … aber das war nur der Name, denn es war leider nur eine ganz normale, nicht besonders gute Musikschule – das hat mir nicht gefallen.
1. Ich hatte sehr viele eigene Konzerte weltweit und mußte Unterricht verschieben – da gab es dafür wenig Verständnis. Besonders wichtig waren mir die Konzerte im Gewandhaus in Leipzig. 2. Das Niveau und die Bezahlung waren niedrig. 3. Die russischen Kolleginnen waren neidisch und kontrollierend. 4. Ich war total überqualifiziert. 5. Ich bin nicht der Typ Mensch, der Kinder zu irgendwas wie Üben zwingen will oder kann. 6. Die Stadt hat mir nicht so gefallen, ich wollte nicht hinziehen. (Wobei, manches war schön – Rathaus, Park, Weihnachtsmarkt ❤️)
Ich war trotz meiner Konzerte dort sehr engagiert, was sofort Neid geweckt hat, vor allem, weil der Chef mich mochte. Daher habe ich nach 7 Monaten gekündigt. Ich bin nicht der Musikschul-Typ. Zudem hatte ich gerade begonnen, mich für Orgel zu interessieren.
1. Jeder Musikstil ist willkommen. 2. Realistisch bleiben. 3. It‘s a God thing. 4. Gottes Gegenwart – die musikalische Gabe ist es absolut nicht allein.
Worship wird in vielen Freikirchen, auch FeG usw., sehr hochgehalten, jedoch sind (da die meisten Laien – Männer sind) solche „Worshipper“ sehr unsicher, wenn eine Profi-Musikerin dazu stößt.
Da es mir viel zu langweilig war, bei schlechten Laien nur „mitzuspielen“, wollte ich lieber meine eigene Band gründen bzw leiten, worin ich auch sehr gut war. Aber: Was bekam ich da alles zu hören! Ich muss erst bitten, fragen, warten, mir wurden Bücher und Predigten (alles von Männern) in die Hand gedrückt, wie „Unterordnen und wie Demut“ geht.
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Ich glaube, als normale Laiin oder noch besser Laie hätte ich das alles gar nicht zu hören bekommen.
Zudem hatte ich den Eindruck, dass alle, die mir Demut aufdrücken wollten, selbst nicht demütig waren.
Salbung war ein weiteres Lieblingswort neben Demut. Aber die Salbung spürte ich schon längst. Doch wurde ein Katalog von Regeln aufgedrückt, ab wann man Salbung erst „haben dürfe und zeigen könne“. Es war frustrierend!
Künstler können und dürfen nicht dermaßen kontrolliert werden. Sie haben eine innere Antriebskraft, die sich Raum nimmt. Sie sind nicht die besten Schafe, brauchen aber Hirten. Das kreative und prophetische Element in Künstlerinnen zu unterdrücken, schadet, auch Kirchen und Gemeinden. Denn Künstler wollen ihr Herz hörbar machen.
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Wie Demut entsteht, weiß ich nicht. Ich weiß nur, wie sie nicht entsteht. Niemals durch Zwang, Strafe, Druck, Ungerechtigkeit, Heuchelei und Unterdrückung. Wenn ein begabter, berufener Mensch demütig wird – ich meine, wirklich – von Herzen – das ist eines der größten Wunder. Selbst Mose hat hier 40 Jahre für gebraucht! Und es steht nicht da, wie es geschehen ist. Ich suchte! Suche!
Unbegabtere Menschen haben dieses Problem gar nicht bzw. verstehen meist gar nicht, um was es geht, was das Problem ist. Für die ist Mose nur der Mörder, der Kriminelle, der Niemand aus der Wüste. Nicht der Vorbote Jesu, der Retter des Volkes und – der demütigste Mensch (Bibel). Was für ein Titel. Ich bin in awe.
22. November 2022: Meine Seele brennt instrumental. (AHS)
Sei eine Pionierin und folge deinem Herzen. (Sau Lan Wu, Physikerin) Heute erinnere ich an Betty Shabazz, die betont, dass Menschen zu sehr der Angst frönen.
Ich wurde gefragt, was ich von Freikirchen halte. Natürlich habe ich dort sehr viel gelernt. Und es gibt soo viele verschiedene, kleine, große, viele von der Außenwelt kaum beachtet. Dennoch haben die Freikirchen, in denen ich war, viele zusätzliche Gesetze und Regeln, die so wichtig wie die Bibel erschienen, viele ungeschriebene Gesetze, und es ist meist leider männerdominiert und konservativ. Es ist ein geschlossener Kreis, in dem paradoxerweise dennoch dauernd über Mission geredet wird.
Mir haben die Regeln anfangs Halt gegeben, aber später fühlte ich mich eingeengt und kontrolliert. Die Machtstrukturen sind verborgen und stark. Es gibt Cliquenbildungen, Grüppchen und viel Irrglaube. „Habe ich jetzt nicht genug gebetet, Herr, oder warum regnet es heute bei unserem Ausflug?“
Da die Pastoren im Grunde letztendlich von Mitgliedern bezahlt werden, scheinen die Abhängigkeiten dieser von den mehr zahlenden Mitgliedern (Ärzten, Lehrern usw.) groß. Diese Mitglieder sind dann auch ständig in Leitungsgremien zu finden und bestimmen Klima und Richtung. Geld spielt in Freikirchen eine viel größere Rolle, als es je nach außen gesagt wird.
„Jesus“ wird inflationär benutzt, und Manipulation ist versteckt, besonders durch Gebet, “Lobpreis“ und Musikstil. Ich habe das alles lange nicht verstehen wollen. Frauen sind gern untergeordnet – auch wenn das zumindest etwas moderner geworden ist.
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Am gefährlichsten, besonders was die Machtstrukturen angeht, fand ich die Citychurch in Würzburg. Das gesamte Leben spielte sich für uns nur noch rund um die Citychurch ab, von aussen easy wie ein bunter Luftballon voll lieber “Unschuldiger“, aber er zerplatzte bald.
Die Bubble war wie eine riesige, private Blase, eine kindische Schulklasse, mit Beliebten und Unbeliebten, Klassenclows und Klassensprechern, Rising Stars und Dauer-Stars, Lästern, Show, Flirten, Vorurteile, Gerüchteküche, Konkurrenz und Haß – weltlicher als jeder Club, und als ich anfing, Abhängigkeiten zu kritisieren und Manipulationen zu erkennen, stieß ich auf enormen Widerstand.
Mit Jesus, Liebe und dem Evangelium hatte das Ganze für mich bald nichts mehr zu tun. Am Schluss war ich total geschockt, gebrainwashed, traumatisiert und verwirrt. Je sensibler und begabter und hinterfragender du bist, desto gefährlicher finde ich so eine Gruppe.
Aberglauben habe ich auch erlebt, beispielsweise im Umgang mit den „Losungen“, wie Horoskope gehandelt, und mit “Worshipliedern“ und dem Druck, die Landeskirche zu verlassen und auszutreten. Sowohl die katholische als auch die evangelische Landeskirche schienen nicht gut genug und „abgefallen“.
Ignis wurde dort sehr gelobt – eine eher laienhafte, bedenkliche Initiative zur Analyse der Seele und der Psyche – geradezu hervorragend für jede Art der Manipulation einsetzbar.
Ich bin froh, zur Landeskirche zurückgekehrt zu sein, auch wenn diese sehr liberal ist im Vergleich…
Allgemein freikirchliche Literatur war meist entweder sehr streng (zB Watchman Nee, dem es darum geht, wie man ein „brauchbares“ Gefäß für Gott wird und durch massiven Zerbruch gehen muss) oder sehr gefühlsbetont nach dem Motto „Nimm ein Bad in der Liebe Gottes – was, wie bitte, was meinst du damit, du fühlst ihn nicht??“
Bücher und Meinungen dieser Art lagen aus. Wagte man, Gott in irgendeiner Art und Weise zu kritisieren, traten sofort Gottes zornige Verteidiger auf den Plan. Als ob Gott nicht sowieso weiß, was jeder Mensch denkt!
Das, was auf der Hand lag, wie Neid, Machtstreben, Bequemlichkeit, Geld, Lobby bei Leitern usw. wurde gar nicht diskutiert – aber „Befreiungsdienstler“ wurden ausgebildet, das Dunkle zu durchstöbern und Rebellische und Ungehorsame zu strafen oder „Dämonisierte“ zu befreien.
Was soll ich in einem Verein voll sehr von sich selbst überzeugten Gutmenschen, Labilen und Laien, humanistisch angehaucht, weiter entfernt von der Bibel als ein säkularer Kegelverein?
Doch dennoch schrieb ich meine ersten christlichen Lieder und fing an, mich in die Orgel zu verlieben. Vllt wäre das sonst nie passiert..
Ich wurde gefragt, was ich von der freikirchlichen Bewegung „Crescendo“ für christliche Musiker halte. Ich fand es bedenklich, dass diese Bewegung nicht von Musikern geleitet wurde, sondern von einem Schweizer, Beat Rink, der alle Zügel fest in der Hand hielt, der selbst nie erlebt hat, von Kunst und Musik zu leben und der seine „Macht“ jahrzehntelang nicht abgegeben hat, vermutlich, da er Spenden für seine Arbeit erhielt und dies sein Gehalt war.
Und Kollege Hermann Rhode, beruflich „Beter“!? Das laute Gebet kann in Freikirchen oft das Mittel für Manipulation sein. Wie will man einen Beter kritisieren, der dauernd behauptet, das, was er sagt, sei „von Gott“? Man konnte ihn nicht hinterfragen, nichts verändern und nichts bewegen. Dadurch sind sehr viele Potentiale und Ideen seinem Blick entgangen.
Neid, Fehler, Heuchelei werden in solchen Bewegungen und Freikirchen meist nicht zum Thema gemacht oder zugegeben, vor allem nicht von „Leitern („unfehlbar“, die gern andere kritisieren). Und auch diese Bewegung ist leider männerdominiert gewesen. Es wäre toll, wenn es neue andere christliche Musikerbewegungen für klassische Künstler geben könnte, nicht allein nur von Freikirchen und nicht nur von Nicht-Musikern verwaltet.
„Crescendo“ blieb eine kleine, private, verborgene Bewegung, die der Außenwelt nicht groß aufgefallen ist. Je unehrgeiziger man war, desto besser gefiel man dort. Potentiale sind dort verkümmert.
20. November 2022: Mittelmaß ist oft liberal. (AHS)
Entgegen der allgemeinen Männermeinung sind Frauen erfinderisch. (Josephine Cochrane)
Foto: Stumm-Orgel Rhaunen
Neu: Regensburg
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Heute erinnere ich an Ayaan Hirsi Ali, die betont, dass der Islam sich an den Menschenrechten und Frauenrechten zu orientieren hat.
Ich glaube, ich habe als Kind schon früh angefangen, abstrakt zu denken. Vermutlich durch die Musik. Oder weil ich immer schon in Sprache verliebt war. Ich war mehr interessiert an Symbolik und abstrakten Dingen als an konkreten.
So viel liegt an der Kindheit! Manche Kinder haben es so schwer! Das tut mir so leid. Ich finde es erschreckend, wenn Kinder mit seelischen Nöten auch noch die Not bekommen, den Anschluss zu verpassen, da sie keine Kraft mehr zum Lernen haben und dafür zu niedergeschlagen sind.
Die Kreutzersonate geschrieben von Tolstoi gibt einiges über Männer preis: „War doch das Gebären und Nähren der Kinder in seiner Wahrnehmung die einzige Versicherung gegen die mögliche Untreue seiner Frau.“
Männer haben selbst in den alten langen Zeiten, in denen Frauen keine Möglichkeit für Medikamente, Ärzte, Hebammen, gesunde Ernährung oder Sicherheit für das Leben ihrer Babys hatten, ihre Ehefrauen permanent geschwängert, und Frauen und Kinder starben wie die Fliegen.
Es war nicht nur der egoistische Sex, den Männer wollten, sondern auch Macht und Kontrolle. Durch permanentes Schwängern (so auch heute in den armen Ländern der Welt) banden Männer die Frauen an sich, ans Haus und machten sie abhängig, schwach und arm. Sie waren weggesperrt und konnten weder in Politik, Kunst noch Gesellschaft mitreden.
Frauen konnten diese Männer gar nicht verlassen. Wie, wenn sie ständig schwanger war, geschwächt, abhängig, mit kleinen Kindern? Mit 30 spätestens sind viele gestorben. An Kunstmachen war gar nicht zu denken. Es ging nur ums nackte weibliche Überleben. Ehe bedeutete Gefängnis und den frühen Tod für viele Frauen. Und dann gibt es „Musikwissenschaftler“, die allen Ernstes fragen: „Waren Frauen früher weniger musikalisch begabt als Männer?“
Trage den Klang, als wäre er etwas körperlich Schweres. (Marin Alsop, Dirigentin)
Heute erinnere ich an Rosa Parks, geboren 1913, die die Welt verändert hat und die ich dafür ehre und liebe. Im Himmel werde ich mit ihr sprechen und von ihr lernen. ❤️
Und an Ida Scudder, 1870-1960, Missionarin für Frauen in Indien.
Foto: Älteste erhaltene Stumm Orgel
Meine neuen Leguanos sind angekommen, die Chester light. ❤️Sie sind geräuschlos, zart, federleicht und waschbar. Es ist schwer für mich, herkömmliche Schuhe zu tragen, nachdem ich seit 2 Jahren von leguano unterstützt werde. Normale Schuhe sind im Vergleich schwer, drücken, machen Lärm. Dabei habe ich echt schöne, AllStar und Vans… Aber ich laufe mit leguano wie eine Tänzerin und Leute hören gar nicht, dass ich komme…
Anbei meine Mama und ich in Schweden in ihrer Konfirmationskirche (Mutter-Tochter-Duo):
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Kann man dies überhaupt kombinieren, Nutzen und Kunst? Es gibt viele Transfereffekt-Studien, aber deren Ziel ist oft die Finanzierung, Erforschung und Begründung von Kunst. Kunst und ihr Eigenwert ist viel mehr als das alles. Und dennoch kann ich ganz klar sagen: Ja, Kunst nutzt!
Verkehrslärm mag ich gar nicht mehr. Neulich bei Bekannten: Da konnte ich nicht schlafen wegen Lärm. Ich hasse auch das Zuschlagen von Autotüren. Manche hauen so dermaßen zu – total unmusikalisch. Ich liebe es, wenn jemand leise wie Kühlschranktüren Autotüren schliesst. Das ist sehr selten.
Es gibt eine Schönheit, die jede Frau hat: Die Schönheit der Bewegungen im täglichen Leben. (Bess Mensendieck)
Heute erinnere ich an Raja Alem, die einzigartige Aspekte auf das weibliche Leben werfen möchte. Und an Dr. Maria Reiche, Mathematikerin, und Traute Richter, Schauspielerin, die ein schweres Leben hatte.
Vieles im Gottesdienst ist ein Gesamtkunstwerk, finde ich. Reformation fühlt sich an wie ein Erbe, dem ich verpflichtet bin. Ich erinnere mich gern an meine Zeit in Berthelsdorf und Herrnhut.
Schlimm finde ich, dass Calvin vor Mord nicht zurückschreckte: Er ließ den spanischen Gelehrten und „Konkurrenten“ Michael Servet ermorden – und zwar auf die denkbar grausamste Art. Das ist natürlich fernab jeglichen Farbtupfers des Evangeliums und Machtmissbrauch. Viele Menschen sehnen sich nach einer Art reinen Liebe – daher vielleicht die Verehrung Marias – denn dass Gott und Jesus, beide durchaus auch als zornig in der Bibel beschrieben, als „reine Liebe“ gelten könnten, ist manchen suspekt.
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Ich finde es schade, dass die EMMA kein “neutrales“ Magazin ist (gibt es das überhaupt?), sondern die “Ideologie“ von Alice Schwarzer vertritt (wie Pro-Abtreibung und Atheismus usw.) und sie „bewirbt“. Ich sehe Abtreibung als Mord, aber nicht in erster Linie im justiziablen Sinn, sondern im geistlichen, im spirituellen Sinn, doch verurteile keine Frau dafür – eher den betreffenden Mann. Männer dürfen natürlich nie über den Körper einer Frau entscheiden. Unterstützen kann ich es aber nicht, gutheissen und feiern schon gar nicht. Diese Art (säkulare) Frauenbewegung kann ich leider nicht gut finden. Mir erzählte einmal eine Freundin in Köln beim Abendessen im Restaurant, sie hätte letzte Woche abgetrieben. Ich fing mitten im Restaurant zu weinen an. Sie sah mich geschockt und ärgerlich an.
Silbermann:
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17. November 2022: Gott meiner Psalmen. Gott meiner Harfen, meiner Orgeln und Posaunen. (Gertrud von le Fort)
Basta und Testosteron hatten wir wirklich genug. (Andrea Nahles, Arbeiterkind, Frau, gläubig, links)
Heute erinnere ich an Antonia S. Byatt, die Menschen mit Büchern und durch Bücher unterrichten möchte.
Foto: Dorfkirche Pommern
Hmmm, ich kann sehr empfehlen SnowflakeCookie von Yankee Candle, duftet nach Spekulatius-Donuts. Gern mag ich auch die Düfte von Weleda und Nivea. Adventskalender… liebe ich. Ich bin ein Geschenke-Fan. 😊🎵
Neu: Ladegast satt: – diesmal Altenburg
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Zwingli und Calvin waren keine Theologen wie Luther. Calvin war Jurist! Dennoch hatte er weltberühmte theologische Schriften veröffentlicht und wurde Pfarrer. Erstaunlich.
Martin Jungs Buch ist interessant, aber in seiner Kirchengeschichte kommen Frauen nicht vor (Auflage 2014). Und wenn ihm mal das Wort Frau entrutscht, dann in einer Art, die ich … nun ja.. bedenklich finde, siehe S. 137. Manchmal denke ich, wenn man statt Frau z.B. Schwarzer einsetzen würde – viele Bücher, gerade wissenschaftliche, hätten einen rassistischen Touch. Da wäre ein Aufschrei. Aber mit Frauen kann man es machen? Es ist frauistisch.
16. November 2022: Musik überwindet die Grenzen des Sprechens und des Schreibens. (AHS)
Geschlechterungleichheit hat etwas mit ökonomischen Machtstrukturen zu tun. (Latife Akyüz)
Heute erinnere ich an Aya Jaff, die sich dafür einsetzte als Programmiererin, dass bei Phones und Apps und Handy-Designs an Frauen gedacht wird. Hier als einzige Frau.
Ich bewundere Therese von Lisieux und Anna Schäfer.
Bei uns hat ein neuer Dunkin Donut aufgemacht. Sie haben uns eine Box geschenkt. Es gibt Donuts mit Yogurette.
Buß- und Fastenzeit. Meine Reisen sollen immer auch, wie bei Paulus, Missionsreisen sein. Laut Bibel ist es „ein köstlich Ding“, ein festes Herz zu bekommen, kein hartes, aber ein festes, ruhiges, sattes. Ein getröstetes. Eine fette, ruhige Seele. Dies zu erhalten ist Gnade.
Gnade ist das, was es am wenigsten gibt auf der Welt unter Menschen. Dabei ist alles Gnade – jeder Atemzug.
Vor Gott können wir unser Herz ausschütten. In unserem Herzen sind wir Segnende, Fluchende, Fromme und Spottende. Närrin, Weise, Tier. Aber ER errettet uns von unserem eigenen Herzen.
Lest auch mal Habakuk und Zefanja. Kennt man ja kaum. Ich gebe zu: Die Bibel ist oft derbe, ernst und geht mit Jammer und Wehmut geradezu erschreckend sachlich um – und dennoch, in der Tiefe schlummert eine Zuneigung, eine Zärtlichkeit – Gott, der seine wunderschöne Hand ausstreckt und meine winzig kleine berührt.
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