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8. Februar 2026: Die Schöpfung ist nie vollendet. (Kant)

Doch, das ist nie. Und auch wieder nicht.

Heute erinnere ich an Anna Schlatter-Bernet, 1773, Seelsorgerin und Wohltäterin, mit offenem Haus und 13 Kindern, die predigte und Kriegsopfer pflegte. Und an Wiborada, die erste Frau weltweit, die in Rom 1407 posthum heiliggesprochen wurde: Sie war eine Schweizer Beterin, Inklusin und Märtyrerin.

Ich lese gern über weibliche Lebenswege und die über die Spuren, die Frauen hinterlassen haben. Und habe wieder viel gespielt.

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7. Februar 2026: Wenn Gram beschattet, was nicht mehr ist. (Paula Ludwig)

Heute erinnere ich an Dora Julia Rittmeyer-Iselin, 1902, Musikwissenschaftlerin aus Basel, die bekannt wurde dafür, dass sie sich um jüdische Kinder gekümmert hat.

Ich lese Eine Kuh namens Manhattan von Rolf Hermann. Ich mag aber lieber Gedichte, die man ruhig in sich aufnimmt.

Gedichte, die eher Performer-Texte sind, die nur wirken, wenn man sie laut liest, also Sprechtexte und “orale Lyrik” gefallen mir nicht so. Bei Lyrik mag ich eben gerne so das Verborgene, Feinfühlige, Eigenwillige, Heimliche, Mystische. Dass sie sich nicht Gehör verschaffen muss. Dass sie still ist und dadurch spricht. Plakative oder “lustige” laute Texte dagegen stoßen mich oft eher ab.

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6. Februar 2026

Foto: Luxemburg 2026

Künstlern wird ja oft nachgesagt, sie seien unbeholfen. Ein entscheidender Punkt hier ist, dass wir meinen, wir hätten alles im Griff und gar nicht merken, dass wir unbeholfen sind, weder damit rechnen noch dies miteinkalkulieren noch akzeptieren noch wissen. Jedes Mal ist es eine große Überraschung, wenn man sich verläuft oder im Kreis irrt oder an der völlig falschen Stelle aussteigt. Bei mir geht die Unbeholfenheit, wie meine Freunde sie betiteln, dann erst richtig los: In Weltuntergangsstimmung frage ich verzweifelt nach dem Weg, dass die Betroffenen mich ihr ganzes Leben lang nie wieder vergessen werden.

Ich bin in einem solchen Moment der Meinung, die Landkarte, die Straße, die Stadt, das Internet, das GPS, die Schwerkraft oder die Welt hätten sich gedreht. Ähnlich ist es, wenn ich etwas suche. Was oft der Fall ist. Am Ende ist die Materie, mit der ich aus Wut spreche, oder sogar Gott schuld, und ich knie dramatisch mit einer ausgewälzten, entleerten Tasche auf dem Bürgersteig, um mich her eine Wolke intensiver Gefühle.

Als ich neulich bei einer Flugticket-Buchung unter “Bemerkungen” etwas ausfüllen könnte, tippte meine Schwester: Künstlerin (= unbeholfen) ein. Falls mir mal wieder ein Koffer verloren geht. Unbeholfen und hochsensibel.

Wenn ich das erste Mal die Aufnahme für meine neue CD anhöre, bin ich immer nervös. Manchmal lasse ich Tagen oder Wochen verstreichen, bis ich mich überwinden kann, mich anzuhören … weil man hohe Erwartungen an sich selbst hat. Es ist ja nicht die Orgel, die man hört, sondern sich selbst. Ich höre mich, nicht “die Orgel”. Es ist ja nicht der Flügel, den ich höre, sondern mich. So wie eine Sängerin ihre Stimme hört. Die neue Bach berühren – meine 10. Bach-CD – schwingt in schöner, brillanter Akustik und fasziniert, wie ich finde, besonders durch die kreativen Wiederholungen der Goldberg-Variationen, die ich immer wieder neu, anders und außergewöhnlich registriert, kreiert und klanglich gestaltet habe. Zudem die virtuosen Tempi, zudem wie und wo ich das Pedal eingebaut, also transkribiert habe. Toms hat es genial aufgenommen. So eine Barockorgel aufzunehmen, erfordert höchste Professionalität. Es ist ja alles real und echt, keine KI.

Übrigens lese ich gerade Paula Ludwig (1900): Dem dunklen Gott. Gedichte. Sie hatte ein schwieriges Leben, von Armut und Verlassenheit geprägt, so wie ich das herauslese. Leider schien sie sehr von der Gunst und der Zuneigung von Männern abhängig zu sein, hatte offenbar eine Liebelei nach der anderen, vor allem mit mehr oder weniger bekannten, verheirateten Männern aus der Kunst- und Literaturszene, von denen sie benutzt wurde und von denen sie sich Anerkennung und Hilfe auch im künstlerischen Bereich erhoffte, um zu überleben. Männer, die so etwas tun, möchte ich erst gar nicht lesen. Leider hat sich Paula offenbar nicht zugetraut, dass ihr Talent auch ohne die “Hilfe” von Männern groß genug ist. Daher sind Paula Ludwigs Gedichte schön, aber irgendwie verloren und traurig.

Ich lese auch heraus, dass es damals wie heute eine von Männern bewusst dominierte und kontrollierte Kunst- Musik- und Literatur- Szene in Europa ist. Zu allem Überfluss und sehr befremdlich anfühlend stellt Volker Weidermann und C.H.BECK die Lyrikerin in diesem Buch so dar, als wäre sie erst dadurch interessant, weil sie mit Iwan Goll eine Affäre hatte (name-dropping) und dass sie “immerhin in der literarischen Welt mitgezählt wurde”. Mitgezählt? Was ist denn diese literarische Welt? Eine von Männern bewusst kontrollierte und dominierte Blase. Und so sind auch alle Urteile und Behauptungen daraus dementsprechend gefärbt.

Genauso liest sich auch dieses angebliche “Lob” (was nichts weiter als ein misogyn anmutendes Urteil ist) von Weidermann: Im ersten Jahr ihrer Affäre mit Goll gelingen Paula Ludwig Gedichte von einer Schönheit wie vorher und nachher nur selten. …. Das liest sich wie eine Tatsache und ist lediglich eine Meinungsäußerung eines Mannes. Ein Mann, der behauptet, dass Paulas Gedichte nur im Zusammenhang mit Iwan Goll und unter seinem Einfluss und unter dieser sexuellen Affäre wirklich gut waren … aber danach, alleine, nicht mehr. Die ganz normale Frauenfeindlichkeit – oft in Wohlwollen und Lob getarnt.

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4. Februar 2026: Nicht aus Furcht oder Pflichtgefühl meide die Sünde, sondern aus Liebe zu Gott. (AHS)

Foto: Westenfelder Orgel Kathedrale Luxembourg

Manufacture d’Orgues succ. Georges Westenfelder Luxbg.

Wie findet ihr das Booklet zu meiner neuen Bach-CD bei Ambiente Audio? Es wird ein Digipack. Das Foto vorne habe ich selbst gemacht. Noch könnt ihr mir Anregungen geben. Es ist meine zweite CD bei Ambiente. Die erste sind die Biblischen Bilder.

Zärtliche Berührung

Dies sind meine realen Hände. Johann Sebastian Bach ist mein Lieblingskomponist seit meiner Kindheit. Er ist für mich der spirituellste und demütigte Künstler, dem ich je begegnet bin – ja, ich bin ihm durch seine Musik begegnet, für mich ist er nicht tot, im Gegenteil. Meine Lieblings-Variationen der Goldberg-Variationen sind: Variationen 13, 15, 16, 21, 25, 29 und das Quodlibet natürlich. Es war für mich eine Herausforderung, diese virtuosen Kleinode auf einer schwergängigen begrenzten Barock-Orgel zu spielen, so wunderschön sie ist. Auf dem Booklet vorn sind meine echten Hände zu sehen: zarte Berührung mit dem größten Komponisten aller Zeiten. Soli Deo Gloria 

Kunst ist gewordene Sehnsucht

Wir die wir oft ungeübt sind 

Im Nachsinnen über Wahrheit 


 

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3. Februar 2026: Es gibt Zeiten, wo wir fliegen und Zeiten, wo wir kriechen.

Foto: Haupt Rieger Orgel 1938 / 2020 Kathedrale Luxembourg

Manufacture d’Orgues succ. Georges Haupt Lintgen Luxbg.

Historische elektropneumatische große Georg Haupt / Rieger Orgel Kathedrale „Unserer Lieben Frau“ Luxemburg Lëtzebuerg Luxembourg, 106 R, 4 M, Membranladen

Diese 1938 erbaute symphonische Orgel von Georg Haupt von 1938 mit 106 Registern ist die größte in Luxemburg. Sie wurde 2020 restauriert und wird Hauptorgel genannt. Sie besitzt einen Nacktpfeifenprospekt und Rieger-Membranladen. Sie ist nun eine neue und historische Orgel:

Die große neue symphonische Orgel, die den Klangcharakter der Zwischenkriegszeit trägt, wurde 2020 und 2022 von Rieger erweitert. 

Das Instrument enthält zudem noch Pfeifen der Vorgängerorgel von Dalstein & Haerpfer (1880).

Das mächtige und doch zerbrechlich wirkende Instrument mit frei stehendem Spieltisch und großer Setzeranlage klingt vorne am Altar aufgestellt in mehreren Werken Dolby Surround und ist umgekehrt aufgebaut im Vergleich zur Westenfelder Orgel: das HW ist 1. Manual, das SW ist das 2. M, das Récit ist das 3. M. und das Charakterwerk oben mit den Solostimmen ist das Positiv im vierten Manual. Diese Solostimmen beinhalten wunderbare Klänge wie die warmen, tiefen Glocken, Harfe, Tuba (was ich liebe, spätestens seitdem ich das Register englische Tuba kenne, aber auch Tuba allgemein als Instrument) und vieles mehr.

Der Spieltisch ist neu und modern und wurde dem alten entnommen mit seinen farbigen Kippschaltern, Schwellern und Walzen. Mit einem flachen Chip-Schlüssel, den man einlegt, kann man sich seinen eigenen Zutritt zur Setzeranlage verschaffen, zum eigenen kreativen Paradies. Es gibt unzählige Zungen, Farben, Flöten, ganz zarte und leise Stimmen, was ich sehr schätze. Diese Orgel ist eine Spielwiese; angenehm gebogenes Pedal und leichte Manuale.

Zudem gibt es in der Kathedrale die Georg Westenfelder Orgel 60 R, 4 M, 1995, mit Setzeranlage. Die Westenfelder ist viel komplizierter zu spielen als die Haupt.

 

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2. Februar 2026: Man trägt ja jedes Alter in sich. Mal guckt das eine raus, ein andermal das andere. (Astrid Lindgren)

Foto: Georges Westenfelder Orgel 1980, Kloster Soeurs Franciscaines Luxembourg 2026, Manufacture d’orgues luxembourgeoise

Heute erinnere ich an Elisabeth Dufaing, Gründerin der Franziskanerinnen.

Westenfelder Orgel Kirche kath. Kapelle Franziskaner-Kloster Soeurs Franciscaines Luxembourg, 2 M, 17 R, Schleifladen

Die hübsche kleine mechanische Orgel von Georg Westenfelder in der neuen, wertvollen, gepflegten Kapelle oben auf der Westempore singt in leuchtender Akustik. Sie wird mittlerweile von Orgelbau Mayer betreut, da die wunderbare Firma Georg Westenfelder gerade eben aufgehört hat leider.

Den Charakter der Manufacture d’orgues luxembourgeoise Westenfelder Orgeln in Luxemburg würde ich insgesamt so beschreiben: süffig, leichtgängig, schöne Solostimmen, nicht neobarock, tremulantenverliebt. Man könnte zwar von der Disposition her denken, die Orgel sei neobarock, aber sie hat milde, warme Klänge, nichts ist grell oder scharf.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz. 

Die Akustik in der goldenen kleinen Kirche ist aussergewöhnlich gut. Es hat Freude gemacht, hier den Gottesdienst zu spielen, früh und feierlich.

Das Kloster ist eine Oase der Ruhe und Geborgenheit. Die Schwestern sind herzensgut. Der Gottesdienst wird in 3 Sprachen abgehalten, auch in den Liedern. Ich habe hier wie ein Baby geschlafen. Ich kann es nur empfehlen für alle Gäste. Das Essen ist sehr lecker. Es ist meine zweite Westenfelder Orgel.

 

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1. Februar 2026: Der Dom in Luxemburg wirkt wie eine verborgene, düstere Schatulle. 

Foto: Georges Westenfelder Orgel 1995, Kathedrale Notre Dame Luxembourg (Mariendom von 1621) 2026, Manufacture d’orgues luxembourgeoise

Es war schön, im markanten Wahrzeichen und in einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt zu konzertieren: Audition d’Orgue 2026.

 Das Pedal ist sehr reich bestück. Das grundtönige HW hat viele geniale Zungen zusätzlich zu den spanischen Trompeten.
Das Pedal ist leichtgängig. Auch bei den leichtgängigen Manualen muss man vorsichtig sein bei Nebengeräuschen in der guten Akustik.  

Die Trompeten des spanischen Werks sind geteilt, so dass man auf dem vierten Manual mit den spanischen Zungen ein Duett spielen kann. Auch andere Zungen auf den anderen Werken sind geteilt, so Regal und Trompette. Die Vox humana und die Oboe klingen wie die Zungen eines historischen Instruments. Insgesamt besitzt die Orgel zauberhafte Solo- und Charakterstimmen.

Es ist eine brillante, vokale, geheimnisvolle Akustik in der Cathedral Notre-Dame of Luxembourg.
Es war spannend, hier nachts im Dom zu üben. Die spanischen „Chamaden“ begrüßen einen mit Sing-Sang. Knochen-Tasten im Elfenbein-Style. Rauchige Füße im OW.

Der Dom besitzt schöne belgische Wandgemälde aus dem 17. Jahrhundert, musizierende Engel an der Empore von 1622, Seitenschiff-Fenster von 1860, Wallfahrtsbilder und Gnadenbilder, einen Votivaltar von 1766 und das Westportal von 1938.

Der Dom ist recht düster, aber dadurch wirkt die Kathedrale wie eine verborgene Schatulle. Es gibt mehrere Carillons, viele Glocken, und die Westenfelder Orgel strömt warm von hinten in die große Kirche. Der Klang ist nicht explizit raumfüllend, aber das stört nicht, da die Akustik, vor allem für Gesang, so gut ist.
Der Pfarrer singt gut, es wird auf Französisch und Deutsch gebetet.

Es war schön, in der Kathedrale Notre-Dame in Luxemburg-Stadt zu spielen. Die große Kirche im Erzbistums Luxemburg im jesuitischen Stil wurde zwischen 1613 und 1621 erbaut. Mit ihren gotischen und Renaissance-Elementen ist sie das Wahrzeichen der Stadt; ihre drei Türme sind von weitem zu sehen.

Mein Konzert war gut besucht und meine Kompositionen kamen sehr gut an. Ich habe mein Programm ohne die Setzeranlage gespielt, um mit der Orgel eine sinnliche Einheit zu werden, habe alle Klänge des Instruments involviert. Besonders verliebt war ich in die Horizontalen des spanischen Werks, die ich (vielleicht etwas zu) oft verwendet habe. 

Aber wann hat man schon so ein geniales spanisches Werk?

Beim ersten Mal flogen mir beinahe die Ohren weg; es war wie beim Sushi, wo ich zu viel Wasabi genommen habe und dann keine Luft mehr bekam. Es war ein sehr sinnliches Erlebnis.

Vor dem Konzert kann man am Samstag nicht üben aufgrund des Gottesdienstes mit Beichte.

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31. Januar 2026: Sehr hübsch ist, dass es von Tremulanten nur so wimmelt. Ich bin ja ein Tremulant-Fan. Nur die spanische Bombarde besitzt keinen, was ihr vergönnt sein mag

Foto: Pedal Georg Westenfelder Orgel 1995, Kathedrale Notre Dame Luxembourg (Mariendom von 1621) 2026

Ich bin in Luxemburg angekommen. Auf Luxemburgisch, was eine echte Sprache ist, heißt Luxemburg Lëtzebuerg. Luxemburgisch ist eine Mischung aus niederländisch, französisch und flämisch. Leider ist die schöne Stadt mit den hohen historischen Villen und Bauten von Ausländern aus sämtlichen Richtungen zu fast 80 (!) Prozent eingenommen worden, so dass man das schöne Luxembourgisch kaum hört und selten echte Luxemburgerinnen antrifft!
Nachts übte ich im Dom:

Große Westenfelder Orgel Kathedrale „Unserer Lieben Frau“ in Luxembourg (Lëtzebuerg), 60 R, 4 M, Setzeranlage

Das mechanische Schleifladen-Instrument in Stadt und Land Luxembourg besitzt ein wunderschönes spanisches Werk und ein beeindruckendes Rückpositiv. Die spanischen Trompeten sind ein Ohrenschmaus. Sehr mag ich auch das Fagott im RP, das Cromorne und das Trichterregal. Die Orgel steht hinten auf der tiefen Westempore.

Man sitzt wie in Alkmaar wie hinter einem Schrank und wird weder gesehen noch dass man etwas sieht. Um zur Orgel zu gelangen, muss man ein Labyrinth durchlaufen, dessen System ich nicht ganz verstanden habe. Jedenfalls sind es 7 Türen, die man hinter sich wieder absperren muss.

Sehr hübsch ist, dass es von Tremulanten nur so wimmelt. Ich bin ja ein Tremulant-Fan. Nur die spanische Bombarde besitzt keinen, was ihr vergönnt sein mag. Und es wimmelt von Zungen und 16-Füßen. Es ist eine warmklangliche, süffige, französisch-spanisch angehauchte klassisch-romantische Orgel und das Gegenteil von neobarock.

Zudem das grundtönige HW mit tollen Zungen.

Luxemburg gehört zu den sechs Gründungsmitgliedern der EU und ist eines der kleinsten EU-Länder. Die Stadt Luxemburg ist neben Brüssel und Straßburg einer der drei offiziellen Sitze der EU-Institutionen!

Die große Kathedrale liegt im Herzen der Stadt am Rande der Oberstadt und war ursprünglich eine Jesuitenkirche. Sie ist angenehm bescheiden im Vergleich zur Pariser Kathedrale und besitzt eine bemerkenswerte Krypta.

Es gibt zudem vorne noch eine 1938 erbaute symphonische Orgel von Georg Haupt mit 106 Registern, die größte in Luxemburg. Diese wurde 2020 restauriert und wird Hauptorgel genannt. Ich spielte beide Orgeln.

Das Land Luxemburg besitzt ca. 700.000 EW und die Stadt ca. 130.000 EW – also die Größe Würzburgs.

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30. Januar 2026: Ist Gott ein Mann?

Manche würden vermutlich Ja sagen, weil Jesus ein Mann war.

Heute erinnere ich an Julia Wegat, Performance-Künstlerin. Und an Waschti, die völlig verkannte Königin der Bibel.

Heute haben wir das Thema Können-Kunst. Es ist natürlich richtig, dass Kunst auch von Können kommt. Eine Profi-Musikerin hat mind. 20.000 Stunden geübt, wenn sie ihr Diplom bekommt. Hat sie zwei Instrumente professionell studiert bis Konzertexamen, sind es 30.000 – 40.000 Stunden.

Aber Kunst ist nicht nur Können. Sonst wäre ja jeder Könner ein Künstler. Und dem ist nicht so, wie wir wissen. Also, diesem Phänomen versuchen wir auf die Spur zu kommen.

Zuvor: Nun gibt es Leute, die diese vielen Stunden Arbeit am Instrument honorieren und erkennen. Aber leider gibt es in der „Orgelszene“ und in der Welt auch Laien, Leute und Kollegen, die kaum 50 oder 100 Stunden Übezeiten an einem Instrument vorweisen können, geschweige denn 40.000 Stunden (knapp 5 Jahre wären das am Stück) und dennoch nicht die Arbeit von Profis und Künstlern anerkennen und honorieren. Es gehört Bildung dazu, um Kunst, Talent und künstlerische Arbeit neidlos anzuerkennen und zu erkennen. An dieser Bildung fehlt es in der Kirchenmusik. Und in der Welt.

Ich hatte schon über 10.000 Stunden am Klavier gearbeitet, bevor ich als Jugendliche überhaupt die Hochschule als Jungstudierende betrat. Das ist für viele in der sogenannten Orgelszene bis zum Lebensende insgesamt komplett out of reach. Wenn sie sich dennoch aufplustern, kann man nur sagen: Jesus, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Dennoch: Der Unterschied zwischen Können-Kunst und Kunst in dem Sinne, wie ich es meine, was über Können geht, ist die Connection zum Herzen und zum Himmel in der Musik, zu berühren und zu verändern. Wahre Kunst verbindet Gräben zwischen Kontinenten und kann (spirituelle) Erdbeben auslösen. Können-Kunst kann das nicht, da diese nicht diese höhere Dimension erreicht hat, um die es letztendlich aber geht.

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