Heute hatte ich die Probe mit dem wunderschönen Händel F-Dur Konzert op. 13 mit Collegium Musicum Rothenburg Orchester an der schönen großen Sandtner Truhenorgel 1978 op. 69 (2 M) in der Heilig Geist (1280) in Rothenburg/Tauber. Und Mozart Church Sonatas. Oben spielte ich auch die große Steinmeyer 1864 Nr. 46, romantische, oben an der Decke, Registerzüge wie Zigarren. Schöne Akustik. Der Taufstein von 1625, Kruzifixus 1430, Grabmal 1317.
Rothenburg ist eine wunderschöne Stadt. Wir aßen danach sehr gut in Rhodos am Spitalhof, kann ich nur empfehlen. Lachs. Ich kam aus Sachsen-Anhalt, und die Autobahnen waren vollgestopft. Stau.
Die Fragenbögen meiner Studie sind nun alle fertig. Nächste Woche geht es in die nächsten Seminare. Ich bin begeistert von manchen Dozenten, sie sind wirklich nett und lustig. Unterrichten ist eine Gabe. Es hört sich seltsam an, aber Demut spielt eine große Rolle dabei.
Gefühle sind eine seltsame Sache. Wenn ich Kinder beobachte, deren Gefühle von einer Sekunde auf die nächste wechseln, so bin ich genauso, kann ich von einer Empörungswelle plötzlich in Lachen ausbrechen und von der besten Laune plötzlich sehr still und nachdenklich werden.
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Vom All aus überwältigt auf unsere Erde blicken, so sollte Gottesdienst sein: Ewigkeit. Erkennen, dass unsere Weltkugel nicht einfach daherspaziert kam. Gottes-Perspektive. (AHS)
Bald ist das Konzert in Innsbruck.
Heute spielte ich an der wunderschönen Ladegast Orgel 1864, gerade 2021 frisch restauriert von Eule, in der Marienkirche in Weißenfels, Sachsen-Anhalt. Ich habe die Orgel in drei verschiedenen Stadien erlebt: Einmal weiß (übermalt), mehrmals eingetütet von Eule, und nun heute das erste Mal in ihrer neuen vollen Pracht gespielt, siehe:
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Es ist schön, eine so wertvolle Orgel über einen längeren Zeitraum zu begleiten und Entwicklung und Prozeß mitzubekommen. Wie bei einem Menschen. Sie ist nun wieder braun. Ohne Gerüst. Mächtiger, runder, warmer, ausgewogener Klang, der sich gut mischt. Farbtöne. Klangtöpfe. Registergesichter. Super Akustik. Groß. Ritter 4. spielte ich.
Zuvor spielte ich das Martin Schwabe Clavichord und Cembalo (1 M) im Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels. Ach, ich liebe Tasteninstrumente.
Ich merke, dass es immer schön ist, „Mittler“ zu haben, die sich kümmern. Stallburschen und Hirten sozusagen im besten Sinne.
Heute saß ich den ganzen weiteren Tag an der Promotion. Tabellen. Vergleiche. Zusammenfassungen. Erhebungsbogen. Zahlen. Das Schlimme ist: Man kommt vom Stöckchen ins Oberstöckchen bis ins Oberstübchen. Und flippt aus. Hat man eine Sache bearbeitet, tun sich sofort 5 neue auf. Man muss total die Nerven behalten.
Es ist ein Kampf mit einer Riesenkrake und eine ziemlich starke Belastung. Das hätte ich zuvor nie vermutet. Mir fällt sonst alles leicht. Vor allem, wenn man nebenbei noch 1000 andere Dinge tut und sozusagen auf Wunder angewiesen ist (was ich übrigens oft bin).
Ich freue mich, ein gutes Stipendium erhalten zu haben.
Es ist für bestimmte künstlerische Tätigkeiten und Bachvermittlung. Ich berichte später genauer. Die neue Bach-CD wurde von Sponsoren „überschüttet“, vielen Dank. Sie erscheint im März 2022, wird aber an Weihnachten schon bei mir eintrudeln. Wenn ihr sie jetzt schon bei mir bestellen wollt, nur zu. Ihr bekommt sie signiert vor der VÖ. Ich habe heute mit Agnes von audite telefoniert zum Cover/Booklet.
Sie hat mich überzeugt. Ich werde es vermutlich doch so lassen. Gelb ist erstens meine Lieblingsfarbe, und es ist ein sehr schönes Kunstwerk von mir (Ausschnitt, Acryl, ursprünglicher Name Duft. Fragrance). Es ist sehr authentisch mein Stil.
Es ist zwar eher modern und zeigt nicht typisch Orgel usw. Aber genau das finde ich auch gerade so besonders. Und allen werde ich es sowieso nicht recht machen können. Hier ist es noch mal (es wird noch etwas verändert):
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Bin voller Vorfreude : Booklet! Was hältst du von diesem Cover meiner neuen Bach-CD? Was anderes nehmen oder gut? Kunstwerk von mir, schön, eyecatching, aber ich bin noch nicht ganz zufrieden. Zu irdisch? Oder himmlisch genug? Schreibt mir eure Kommentare.
Wird frau von der Polizei und der Staatsanwaltschaft vor Hass im Netz beschützt? Anbei mein Erfahrungsbericht für andere (Frauen).
Ich wurde gefragt über meine Erfahrungen, gegen Männer-Attacken und Hass gegen Frauen im Netz vorzugehen.
Die Abteilung der Polizei Würzburg, bei der ich war, hat, wie ich finde, leider versagt. Wahrscheinlich muss frau zu einer anderen Abteilung gehen und dazu lernen, wer sich kümmert und wer nicht. Denn die Abteilung, wo ich war unter Jessica Hober, hat viel zu lange gebraucht und dann über 8 Monate lang einen unübersichtlichen Berg zusammengestellt, den keiner mehr durchblickt hat, anstatt die einzelnen Anzeigen sofort zur Staatsanwalt durchzugeben. Ich war sicher auch nicht immer eine Hilfe, aber ich war auch unerfahren und emotional. Jessica Hober wirkte auf mich überfordert und inkompetent. Sie hat kaum im Netz recherchiert und viel zu langsam reagiert. Immer „kam etwas dazwischen“. Internet scheint für die Polizei ein Buch mit sieben Siegeln oder unwichtig zu sein. In diesem Polizeipräsidium Würzburg haben die meisten Mitarbeiter nicht studiert, glaube ich. Ich meine damit einen Uniabschluss. Man merkt das sofort, wie sie ein Protokoll aufsetzen, die Langsamkeit, die vielen Rechtschreibfehler, die Kommafehler, das langsame Denken und Tippen. Realschule? Polizeischule? Es wirkt sehr unakademisch dort, finde ich. Ich musste buchstabieren und mit Stift ausbessern. Ein „Arbeiterklima“ im für mich unbehaglichen Sinne. Ich fühlte mich nicht verstanden. Von Blog, Orgeln, künstlerischer Website, künstlerischem Beruf – nie was gehört. Ich kam mir vor wie ein Alien. Es scheint, dass die Polizei vor allem an Raub, Mord und körperlicher Gewalt interessiert ist. Sie sagten mir wortwörtlich, dass sie vor allem dann aktiv werden, wenn „jemand etwas mit einer Eisenstange auf den Kopf bekommt“. Das ist eine sehr rohe Einstellung. Ich hatte das Gefühl, ich hatte es eher mit recht harten und frustrierten Gesellen zu tun. Mit „Strassenkämpfern“. Sich zu beschweren macht keinen Sinn, denn die Polizei scheint wie ein langsamer, grober Koloss, der sich kaum bewegt und fern von allem Künstlerischen ist. Und die Gleichgültigkeit der Polizei über Hass im Netz hat mich entsetzt, und dann nur Dienst nach Vorschrift. Zudem wurde ich den Eindruck nicht los, dass ich nicht ernst genommen wurde. Ich habe daraus gelernt, dass ich selbst viel strategischer vorgehen muss und geduldig sein. Diese Polizei hilft nicht, sie wirkt langsam, gleichgültig, eher skeptisch oder belustigt und damit frauenfeindlich, finde ich. Als ob frau nicht emotional sein darf. Als ob frau wie Mann sein muss, um ernst genommen zu werden. Man landet mit den Unterlagen in einem riesigen Stapel, es wird nicht oder nur schleppend ermittelt, bleibt in der Schwebe. Man muss dauernd nachfragen. Was ich aber nicht möchte. Die Polizei reagiert nur, wenn frau sozusagen selbst alles macht. Alles selbst perfekt zu recherchieren und machen bedeutet, dass man selbst viel besser als die Polizei sein muß und die Arbeit für sie tun. Sie rieten mir nur, solche Freaks in der Kirchenmusik einfach zu ignorieren. Zudem wurde ich nicht informiert, wie es ausgegangen ist. Diese Gleichgültigkeit und Frauenfeindlichkeit spricht Bände. Ich bekam nicht mal ein Schreiben, die männlichen Hetzer schon. Bis heute weiß ich nicht, wie Dinge ausgegangen sind. Wie im Mittelalter werden Frauen weniger ernst genommen. Ich frage mich, wieviele weibliche Anzeigen im Vergleich zu männlichen erfolgreich ausgehen. Es wird vermutlich eine riesige Kluft sein. Wenn Frauen sich schon aufraffen und sich trauen, spottenden Pöbel anzuzeigen, wird es weggewischt.
Und die Staatsanwaltschaft? Das müssten ja nun Studierte sein. Entweder sie sind überlastet oder desinteressiert. Wahrscheinlich beides. Staatsanwalt Hannig sandte die Akten erst mal quer durch die Lande, anstatt sich zu kümmern. Keiner wollte ermitteln, es ging vor und zurück, anstatt genau hinzusehen und sich damit zu beschäftigen. Damit wird das Haten im Netz nicht konsequent unterbunden. Jedoch möchte ich nicht aufgeben, ein solches Verhalten anzuprangern und ans Licht zu bringen. Es wird zwar oft gesagt: Mach selber nichts. Wehre dich nicht! Aber ich frage mich, ob Nichtwehren wirklich hilft? In diesem Blog möchte ich meine persönliche Meinung zu diesen Dingen kundtun. Dafür ist mein Blog ja da. Er spiegelt wider und ersetzt ein Stück weit die fehlende Gerechtigkeit. Auf der anderen Seite ist es wichtig, auch über den Dingen zu stehen.
Schulze Orgel Heringen
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Prostitution ist bezahlte Vergewaltigung. Jeder „Freier“ ist ein Täter. (AHS)
Menschen hören Musik. Auch wenn nicht immer gezielt, zielbezogen, bewusst, konzentriert. Manchmal nebenbei, indifferent, im Hintergrund, im Vorübergehen. Manche hören nur Musik, die einem bestimmten Muster entsprechen, einem bestimmten Schema. Manche mögen keine klassische Musik und schalten bei Ansätzen davon gleich aus. Für manche ist alles, was nicht Pop/Rock Musik etc. ist, Klassik. Hördauer und Hörgewohnheiten spielen hierbei eine Rolle.
Größte erhaltene Knauf-Orgel Bleicherode:
Thüringen, Harz: Größte spielbare Knauf Orgel (2 M, weiße Tasten, feste und freie Kombinationen). Gold und Silber der Orgel schweben über einem.
Herrliches Instrument! Friedrich Knauf (Großtabarz) baute 1838 die erste Orgel dort. Sein Bruder und dessen Sohn Robert (Bleicherode) bauten eine neue Orgel (31.08.1898 fertiggestellt) dort, mit damals neuartiger pneumatischer Traktur (Referenzobjekt).
Wunderbare Knauf Orgel auf der mittigen West-Empore, barock-klassizistisch nachempfunden, technisches Meisterwerk. Bis Juni 1909 musste der Wind noch ertreten werden (Kalkantenruf, Klingel und Registerzug, bis heute aktiv). Ohne Muskelkraft erstarb die Orgel heulend. Doch 1909 wurde durch einen Motor (Strom) der notwendige Winddruck hergestellt und die Muskelkraft ersetzt.
Röhrenpneumatik, Kegelladen, 1579 klingende Pfeifen, 24 stumme Pfeifen zur Dekoration im Prospekt. Friedrichs Bruder Gottlieb heiratete nach Bleicherode, sein Sohn Robert übernahm 1873 seine dortige Werkstatt. Die Orgel wurde 2013 nach einer „Barockisierung“ 1955 wieder in den Originalzustand zurückgerettet und rekonstruiert. Ich bin froh über diese Instrumentenrückführung.
Die Kirche mit ihren geschmückten Deckentonnen, spätgotisches Kruzifix, Epitaph (Gedenkplatte), Turm mit mächtigem Turmuhrwerk, Kanzel, Kuzio-Fenster, schwebendem Kreuz und Wetzel-Taufstein ist wunderschön, hell, angenehm leer und groß. Ich mag das Hauptgeläut, die Große Glocke. Auch die Gebetsglocke in Blütenkelchform. Es gibt sogar eine Zuckerhutglocke im Turm in der Spitze. Die Deckenmalerei (1599) wirkt wie eine Renaissancetapete. Wunderschön ist der runde, helle Spieltisch der Orgel.
Damit muss man bei historischen Orgeln einfach klar kommen. Der Klang ist wie dunkle Bitterschokolade, jedoch auch wuchtig, warm. Der Bruder Gottlieb hat eine eigene Firma gegründet (bis 1939 weitergeführt) und versorgte die ganze Gegend mit Orgeln.
Am Wochenende habe ich die Vergleichsstichproben für meine Promotion gemacht, an den Schulen, mit Konzert. Und den Nachhaltigkeits-Fragebogen entworfen. Endrunde! Morgen Methodentreffen. Und nächste Woche treffen Schweiz und Österreich aufeinander (kein Fußball). Luzern und Salzburg. Dass ich in beiden Nachbarländern tätig bin, ist schön.
Ah, die Filmmusik zu James Bond auf iTunes mag ich. Manchmal bin ich gern etwas … kitschig. Wenn ich da an meine Hausschuhe denke.
Ich liebe Kirchen als Kunstwerke, Steinkolosse, Paraden von romanischen Kirchen, Gotik auf römischen Ruinen, Dome und Zeitgeschichte, Chorgestühle und Akustik. Doch ist die Scheinheiligkeit in den Kirchen leider ein Problem. Für mich ist die Kirche ein Musiksaal für Konzerte – und das ist in der säkularen Saal-Welt viel klarer und echter und ehrlicher definiert. Da redet man offen Business. In den Kirchen aber geht es auch um Business, aber keiner will es zugeben. Dabei geht es in den Kirchen mehr um Macht, Geld, Konkurrenz und Neid als irgendwo anders. Und das war schon immer so. Jesus hat besonders die Pharisäer verurteilt. Die Ultra-Kirchis (Wort erfunden). Davon gibt es auch genug in Freikirchen. Es gibt ausländische, sehr religiös wirkende Stipendiaten beim CVJM Würzburg. Einer dieser hat eine Freundin zuhause in Afrika, mit der er ein kleines Kind hat (bewusst unverheiratet). Während er die junge Frau zurücklässt, arm und unversorgt mit dem Kind, wird er hier vom CVJM allein durch Europa kutschiert, versorgt und gefeiert. Dass er sie nicht geheiratet hat, aber Geld für alles andere hat, macht den finanziellen Stand der Frau in Afrika sicher nicht leichter. Ratet mal, was Jesus zu Kirchenmitarbeitern und Kirchenmusikern heute zu sagen hat. Ganz zu schweigen von Rom, der katholischen Kirche und ihren massiven Missbrauchssünden in sämtlichen Richtungen. Die Orgel aber leidet darunter. Denn es würde mehr Orgel-Fans geben, wenn nicht die Kirche dazwischen stehen würde, ein Ort, den viele (junge) Menschen zurecht nicht (mehr) betreten wollen. Das schönste Kunstwerk wird zum Hindernis aufgrund der Bosheit, Unmoral und Blindheit.
Dazu kommt, dass viele Kirchenmusiker ihre Orgel bewachen wie Platzhirsche. Andere wiederum sind eher Sozialarbeiter als Künstler. Üben und Literaturspiel ist fremd. Ich erinnere mich, wie Karl-Bernhardin Kropf mich kritisierte, dass ich eine Konzertanfrage stellte und ein Video sandte. „Das macht man doch nicht“. (Ob man sein Geläster „macht“, lassen wir mal lieber dahingestellt.) Solche Leute können sich offenbar nicht vorstellen und nicht verstehen, wie das ist, von Konzerten und Kunst zu leben. Das haben sie selbst noch nie getan und ausprobiert, nur von Kunst zu leben, wie ich. Keinen Schimmer davon, wie es ist, selbständig zu sein, aber verurteilen, wohl aus Neid. Sie sind meiner Meinung nach weiter weg von einem Leben der freien Kunst und einer Künstlerin wie … (selbst einsetzen). Ist es nicht ohnehin peinlich für solche Kirchenmusiker, zusammen mit mittelmäßigen Kollegen und Studenten und Laien als eine Art Pöbel über Frauen herzuziehen im Niveau eines Johannes Richter? Barry Jordan zweifelt, Andreas Friedrich wäre eine reale Person. Ich finde so etwas wirklich krank. Gerade die, die noch nie geschafft haben, von Kunst zu leben, füttern Laien und ihre mittelmäßigen Kollegen mit Lästern, Gerüchten und Lügen, die sich dann „verstanden fühlen“.
Bedenklich finde ich, dass und auf welche Art Stephan Mathé aus Pinneberg von mir verlangt, dass ich ein bestimmtes normales deutsches Wort nicht oder scheinbar nur unter ganz bestimmten Umständen (welche, nannte er nicht) verwenden zu hätte. So weiß ich noch nicht, ob ich dieses deutsche Wort, um was es hier geht, jetzt erläuternd nennen kann. Es geht jedenfalls um Geld, Macht, Kontrolle und meiner Meinung nach um dominant-männliche Einschüchterungsversuche. Das Verhalten erscheint mir manipulativ und mit zwei Gesichtern. Kein Wunder, bei dem Klientel dieser Szene, wie ich finde, das zieht sich wohl gegenseitig an. Ich mag Janusköpfe nicht. Attackierende Männer wollen gern die Reaktionen von Frauen entsprechend kontrollieren. Frei nach dem Motto: Männer dürfen Frauen ungestraft zusetzen. Frauen sollen und dürfen nicht reagieren?
Und wenn man mich fragt: Was ist Üben für dich? Das Wort Üben ist falsch. Es ist: Geschenk. Vorrecht, Ehre, Arbeit und in gewisser Weise Medizin und Therapie. Und das ist in Ordnung und sehr gut.
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Die Wahrheit ist nicht illegal. Wahrheit ist wichtiger als Political Correctness. (AHS)
Foto oben: Laggenbeck, Klaßmeier Orgel, mit Erich Stoffers
Heute schrieb mir eine liebe Freundin:
AHS. S = Es = Dis enharmonisch = AHDis (nach E aufzulösen) = H7-Akkord. Ich bin ein H7-Akkord!
Nun kann ich mich selbst vertonen wie BACH. Und die Auflösung ist flexibel. Mein Fugenthema. Es ist spannend, das eigene Leben live literarisch zu dokumentieren. Das ist ein ganz neues Genre, finde ich.
Sehr empfehlen kann ich die alten Filme Zwielicht und David Gale. Und besonders gut: ZwölfGeschworene. Sehr gute Schauspieler. Ich finde, man lernt hier bei allen dreien viel über Justizverfahren.
Meine wunderschöne Trost-Orgel war im September im Orgelkalender – ich hab das gar nicht mitbekommen, da er noch auf August stand. Das Foto wirkt so ganz anders, als die Orgel wirklich aussieht.
Heute besuchten mich der nette Organist João Segurado (bei Hans-Ola studiert) und Assistentin bei mir daheim und machten Interview und Fotos für das Orgel-Buch. Ich hab gern Besuch. Sie sind extra aus Richtung Berlin angereist. Es kommt 2022 raus. Es wurden 21 OrganistInnen interviewt. João Segurado lobte mich, wie kreativ, entspannt und leicht ich zu fotografieren sei. Ich habe da Talent und Erfahrung. Mir liegt das. Mir fallen viele Ideen und Posen ein. Ich brauche kein Entertainment. Andere sind da viel steifer. Fotografiertwerden kann sehr anstrengend sein. Ich helfe mir und dem Fotografen, indem ich mithelfe und mir vorstelle, was gut aussehen kann. Wichtig ist immer das Licht.
Das Interview war besonders schön. Ich rede unglaublich gern und spontan und völlig frei. Sie hat sehr gut zugehört, gelächelt und gute Fragen gestellt. Geht es euch auch so, wenn ihr interviewt werdet, dass ihr etwas traurig werdet und denkt: Ach, ich hätte noch so viele Sachen machen können in meinem Leben – dass da noch so viel ungenutztes Potential ist – zum Beispiel meine Bilder. Alle stehen und staunen über meine Bilder, wenn sie in die Wohnung kommen, die voller Bilder, Instrumente und Bücher ist. Ob ich nicht doch hätte malen sollen? Kunst studieren? Journalistin werden? Warum bin ich so unsicher? Schöpfe ich alles aus? Wann weiß ich, dass mein Weg richtig ist? Verpasse ich etwas? Der Tag ist zu kurz. Stückwerk und Unvollkommenheit, traurige Realitäten in dieser Welt. Und wenn man viele Gaben und Möglichkeiten hat, sind die Identität und die Wegfindung nicht so leicht zu greifen. Ich hoffe, Gott ist der Kompass.
Heute erinnere ich an Nawal El Saadawi, die sich für arabische Frauen einsetzt, unterdrückt von Männern.
Wen ich besonders schlimm finde, ist Erdogan. Ein Diktator in meinen Augen. Wie kann unsere Welt so etwas erlauben, jemanden, der Frauenrechte – also Menschenrechte – nicht achtet?
Frau muss als Frau erwachen, um die Männer-Ideologie unserer Erde zu erkennen. Es ist wie eine zweite Bekehrung. Viele Frauen schlafen noch.
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„Wenn ich mir Ihren Kalender so anschaue, dann scheint es mir fast, als wenn Sie an mehreren Orten gleichzeitig sein können – eine Gabe, die ich auch sehr gerne hätte… (am 1. Januar scheinen Sie ja sogar an vier Orten gleichzeitig zu sein… Wow!) – an dem Tag kann ich Sie also nicht mehr einladen. …
Heute erinnere ich an Adele Haenel (Metoo) und Menschenrechtlerin Guo Jianmei. Und Marguerite Stern, die Frauenmorde anprangert: Heldin aus Paris. Welche Medien berichten über diese Frauen? Außer EMMA. Ich lese. Die Männer-Ideologie dieses Planeten ignoriert sie. Ich frage mich auch, ob gegen Dieter Wedel vorgegangen wurde? Ich bin insgesamt erstaunt, dass unser Rechtssystem erschreckend ungerecht ist.
Wir alle brauchen manchmal Verschnaufspausen, viele scheinen auch nachts online zu sein. Als Pause war ich gestern zur Gans eingeladen. Lecker. Auch ohne Schnee.
Ich erinnere mich gern an die Ladegast Rudolstadt:
Die erste Orgel der Kirche: Orgelbau Adam Dietrich
Orgelneubau: 1882/1883
Friedrich Ladegast: 1879 Vertrag
Ladegast verehrte Silbermann. Die Schleiflade hielt Ladegast für die beste Lade. Die Ronneburg Orgel von 1879 drei Jahre später hat nur Schleifladen. Rudolstadt bekam die moderne Mischform: Kegellade Manuale, Schleifladen Pedal. Aber nur, weil so gewünscht und alle „kegeltoll“ waren, wie Ladegast betonte. 1911: elektrischer Wind-Erzeuger.
1906 bekam die Lutherkirche Rudolstadt eine Steinmeyer Orgel mit 27 Registern (Taschenladen), vollpneumatisch. Da nichts Bestand hat, galt Ladegast schon wieder als altmodisch. Der Sohn Oskar Ladegast erneuerte 1915 die Orgel milde, sie bekam fünf feste Kombinationen und eine pneumatisierte Register-Traktur. Die Herzstücke einer Orgel sind die Windladen.
Doch: 1949:Heinze: Umdisponierung nach dem Klangideal der Orgelbewegung – das alte Wesen der Orgel war nun nicht mehr erkennbar, sie war entstellt. Ladegast vergessen. Die denkmalwerte Orgel wurde ohne Respekt nach den Moden behandelt. Andere wurden beseitigt. Doch diese wurde wiederbelebt. Siehe:
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Es stimmt, wie Erich sagt, viele Kirchenmusiker spielen oft „volles Rohr“, also laut, so dass die Intonateure seufzen und sagen: Warum intonieren wir eigentlich, wenn nur organo pleno gespielt wird? Zudem wird das Pedal meist viel zu laut gespielt. Besonders bei polyphoner Musik.
Ich lese … EMMA. Und da: Johanna Rahner, Zitat oben: Theologie-Professorin. Sie sagt, dass Kirche ohne Frauen eine irrelevante Sekte sei. Ich habe, ohne sie zu kennen, wie sie Frauenfeindlichkeit bzw. Sexismus (in der Musik, Kirche und der Kirchenmusik) mit Rassismus verglichen, als Struktur-Analogie, denn Sexismus löst nicht so viel Empörung aus wie Rassismus. Es ist offenbar ein größeres Problem, Rassist zu sein als ein Sexist. Aus genau dem Grund zog ich den Vergleich mit Rassismus, um aufzurütteln. Ist die Orgelwelt nicht voll Sexismus? Extra Frauenkonzerte, Extra-Frauenverlage, Extra-Frauentage usw. Der Rest ist die normale Männerwelt. Weiße (alte) Männer, die bestimmen: Die Bosse unserer Erde und Orgeln, wie viele sagen. Viele dieser Männer drehen bei Kritik oft den Spieß um, lenken ab und spielen sich als Opfer auf, mit modernen politischen Empörungsworten. Manche Organisten sind so was wie Mafiosi, was das „Business“ angeht.
Alice Schwarzer schreibt, dass die sogenannten Quotenfrauen oft junge Frauen sind, die eine Zeitlang die weißen (alten) Männer flankieren, aber sobald die Frauen älter werden, werden sie ausgetauscht, Männer aber bleiben. Egal wie alt und hässlich.
Frauen sind keine Deko für Männer. Es braucht echte „Quotenfrauen“. #ichwill Aber darf eine Musikerin politisch sein? Oder werde ich dann mein Leben lang angefeindet von Mafiosi-Kirchenmusikern, die in einer lokalen Subkultur zusammenhalten?
Ich bin erstaunt, dass sich Melinda Gates von Bill Gates trennt. Mutig. Ich möchte wissen, was dieser Mann alles getan hat, wenn man die Artikel liest, wie eng er mit dem ermordeten Sexualverbrecher Jeffrey Epstein zu tun gehabt haben soll (Lolita Express). Die Frauenbenutzung geht bis in die oberste finanzielle Macht unserer Erde.
Heute erinnere ich an Daphna Joel, die herausfand, dass das Gehirn kein Geschlecht hat. Und toll finde ich auch Kate Winslet, die keine retuschierten Fotos mag.
Ich las heute das erste Mal die EMMA – das Frauenmagazin. Ich hatte zuvor noch nie davon gehört. Aber seit Donnerstag Konzert Dortmund … die aufmüpfigen Frauen … kenne ich es auch. Und bin verblüfft, was frau dort liest: Das steht nicht in den normalen Zeitungen. Denn was sind die normalen Zeitungen? Eben. Meist Männerzeitungen.
Steht dort in den Männerzeitungen, dass Babys durch (erzwungene) Leihmütter für 50.000 € verkauft werden? Dass der Präsident der Münchner Musikhochschule Siegfried Mauser vor seiner Gefängnisstrafe (Übergriffe) floh? Dass er überhaupt fliehen durfte/konnte? Dass Sexismus im Beruf, im Sport zunimmt und auch häusliche Gewalt? Dass Femizide (Mord) zunehmen? Dass Merkel mit Alice Schwarzer befreundet ist? Ich kann nur sagen: Diese Zeitung ist wichtig, nicht nur für Frauen. Auch wenn manches weh tut, zu lesen. Auch wenn ich nicht alles richtig finde und manches anders sehe. Aber vieles ist genau so.
Die Wahrheit ist nicht illegal. Und Wahrheit ist wichtiger als Political Correctness.
Christuskirche Ibbenbüren
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1992-1994 erbaut, 43 Register, 3 Manuale, leichtgängig, klares Pedal, Stimmung ungleich schwebend, besonders gut für Barock geeignet. Jedoch auch mit „universalem“ Charakter. Westfälische Orgeldenkmalpflege. Schnitger diente West als Vorbild. Den Klang einer leeren Kirche auf sich wirken zu lassen, ist wunderbar. Mächtige Orgel in leerer Kirche. Viele Menschen aber haben das Berührtwerdenkönnen verlernt. Auch Musiker.
Ich mag Orgeln, die auch das Neue suchen, nicht nur Historismus praktizieren.
Die Windversorgung wird über 4 Keilbälge geregelt (Gebläse und Kalkant), Tremulant, 5 Koppeln.
Erich kennt Janke übrigens persönlich. Seine Werke gefallen mir übrigens gut, besonders seine Orgelwerke und Chorwerke. Erich Stoffers‘ Musik ist eine Mischung aus Hindemith, Jazz, Distler und postromantischer Musik, finde ich. Distler pur mag ich übrigens nicht. Erich hat mit 91 noch immer flinke Finger.
Super finde ich Kamala Harris. Und Jacinda Ardern. Top Politikerinnen. Wen ich nicht mag, ist Christian Lindner. Ich traue diesem Politiker nicht.
Schade, dass ich auf meinen Touren keine Zeit hatte für Museen. Ich liebe Museen. Ich könnte alle meine Tage mit Museen verbringen.
Eine Meisterin der Pfeifen! (Neue Westfälische am 13.10.21 über AHS)
Foto oben: Wenthin Orgel 1818 in Halverde, Ibbenbüren, Westfalen (kath. Peter und Paul) – Dank an Erich Stoffers.
Der Artikel über mich in der Neuen Westfälischen ist eine Seite groß und schön geworden mit Foto, auch wenn manches durcheinander ging (wir waren etwas spät dran).
Ich freue mich, dass auch Erich Stoffers früher bei Audite aufgenommen hat (Schallplatten). Meine CD kommt März 2022. Trost Orgel Waltershausen. ❤️
Wieder daheim!
Anbei neu: Orgel-Information: – viele neue Orgeln –
Klaßmeyer: Raumfüllender, warmer, romantisch grundtöniger Klang. Helle, liebevoll gepflegte Kirche. Enormes Volumen trotz nur 12 Register. Erstaunlich! Auch für Bach geeignet.
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