Archiv

03. März 2013

Schlagwörter: , ,

Kommentar verfassen

Hannover und Öhringen

Beide Konzerte in Hannover und Öhringen sind sehr gut gelaufen, gut besucht, der Flügel in der Spitalkirche sehr schön, viele CDs verkauft, ehemalige Schüler meines Vaters aus Osnabrücker Zeiten waren auch im Publikum — einer Zeit vor meiner Zeit. Nächste Woche muss ich wegen meiner Dissertation wieder in Leipzig sein.

06. Februar 2013

Schlagwörter: , , ,

Kommentar verfassen

Erinnerung an Taipei

Ich fuhr zum Dongmen und ass im Restaurant Din Tai Fung zarte, heisse XiaoLongBaos, Dumplings im grossen Bambustopf, mit Ginger, Soya, dazu sauren Kohl, Shrimp Pot Stickers, spicy Pork Wonton, Shrimp Shiaomai. Die freundlichen taiwanesischen Damen leiteten mich liebevoll an, wie man das alles isst. Und was es ist. Dazu Jasmintee und original taiwanischer Bubbletee. Die Taiwanerinnen sind so gastfreundschaftlich und fuehrten mich froehlich ueberall herum, zeigten mir die zwei grossen Tempel Longsan und Xingtian, erklaerten mir die Gebraeuche dort, und ich fand heraus, dass sie Christinnen sind, den Nachtmarkt mit den Riesenschlangen, die goldenen Malls. Dampfende Hotpots. Sie kauften mir zum Abschied Red Turtle Bean Cake, Pork Cake, Matsi (mit Kaese gefuellten Reis mit Erndnuessen)und andere seltsame Koestlichkeiten, die einen komischen Nachgeschmack hinterlassen. Vor allem halfen sie mir, mich im U-Bahnnetz zurechtzufinden, das nicht auf englisch angezeigt wird. Es erinnerte mich sehr an Moskau.

La Traviata-Proben (Opernchor) im Mainfranken Theater Würzburg, übe Liszt B-A-C-H. Konzerte in Leipzig.

17. Januar 2013

Schlagwörter: , , , ,

Kommentar verfassen

Taipei Tower

Der höchste Turm der Welt. Ich bin im Taipei 101 Tower in Taipei, Taiwan. 17 Stunden Layover. China Airlines. Xinyi District. World Financial Center, nach Dubai mit 508 m das hoechste Gebaeude der Welt mit dem goldenen riesigen Winddaempfer, dem 4 Millionen US-Dollar Damper Baby, und dem schnellsten Fahrstuhl der Welt, mit dem wir in den 89. Stock fuhren.

Es ist ein riesiges, schoenes Gebaeude, sehr geschmackvoll innen und aussen, kunstvoll, modern, erstaunliche Architektur und Design, nicht nur commerce und business. Light Jazz sauselt aus den Lautsprechern. Der Turm sieht von ferne aus wie aufeinandergetuermte riesige Damenroecke. Ich ass taiwanische Suppe mit Squid und Prawns und Tofu und „stinky tofu“ und Nudeln — mit Staebchen. Fuer 110 NTD=National Taiwan Dollar. Und Shi La Da Ma von bigtom, japanese Pearl Milk Tea. Der Bubble Tea kommt aus Taiwan und ist daher so billig hier. Ich bin oft die einzige blonde Weisse weit und breit. Mit mir zusammen besuchten viele Japaner und Chinesen vom Mainland 101. Ein Maedchen am Flughafen erklaerte mir, dass die winzig kleine Insel Taiwan im asischen Pazifik und im Taiwan Sea immer noch im Unabhaengigkeitsbestreben von China steckt. Sie studiert in Japan, ihre Schwester arbeitet in Vietnam. China ist auch nur zwei Flugstunden entfernt, Hongkong nur eine. Ich war noch nie da.

Ich flog ueber die Phillipinen und Papua Neuguinea. Ueberall tragen die Menschen ihre gespenstischen Mundmasken gegen Erkaeltung, aber ich habe noch keine zum Kaufen gesehen. Besser so. Oben auf der Platform von 101 sah ich die Nangang Berge, die vier Tierberge, den Taipei-Kessel, den Anfang vom Schneebergtunnel, Sun-Yatsen mit dem gelben, gewoelbten Dach, die Fluesse und Brücken. Als ich aus dem Flughafen herauskam, war ich etwas ueberrascht und geschockt, in einen kalten, nassen Wind zu geraten: hier ist Winter natürlich, ungewoehnlich kalt fuer Taiwan, und die Leute und Autos laufen wieder rechts wie daheim.
Ich werde spaeter noch am Tamsui River entlang spazieren. Die Shops von Xinyi Bezirk haben viele schoene Schmuckstuecke aus yellow und rainbow Jade.
Wie anders und hell und warm war Sydney!
Heute nacht aber fliege ich zurück nach Frankfurt.

Wie es wohl in Deutschland aussieht? Und in der Schweiz, wo ich bald spiele?

15. Januar 2013

Schlagwörter: , , ,

Kommentar verfassen

Darling Harbour Sydney

Am Darling Harbour spazierten wir zum Chinese Garden, assen Dim Sim (Shumai, Dumplings), tranken Jasmine Tee am Seerosenteich mit dicken, orangenen und pinken Karpfen, liessen uns in chinesische koenigliche Kleider huellen und machten Fotos im Garten, durch den man eine Stunde schlendert. Wir sahen Iguanas unter den Baeumen. Dann gingen wir ueber Chinatown zurueck zum Cockle Bay und Pyrmont Bay und bewunderteten die gelbe suesse Riesenente vom Balkon des Hard Rock Cafes und sahen die scheuen Ibisse herumstelzen. Die Tiere in Australien haben, wenn nicht lange Nasen, lange Schnaebel. Ich erinnere mich noch an das Kampfgebruell der Koalas in Sued Australien. Wir dachten, es waeren Tiger oder Wildschweine. Wir haben von diesen schlaefrigen Koalas nicht so ein Affengeschrei erwartet. Von Zweig zu einem anderen Zweig scheuchten sie sich. Ploetzlich sind sie so schnell und verschmelzen mit ihrem Baum. Ihre Waffe ist, dass man sie nicht essen kann wegen ihrem vergifteten Fleisch aufgrund des immensen ausschliesslichen Eukapyltus-Genusses.

Spaeter liefen wir ueber die Pyrmont Bridge und Kentstreet zurueck Richtung Circular Qy und assen im Selah Ente, Kingfisch mit Grapefruit, Avocado, und als Desert Pavlova, ein australischer beruehmter Nachtisch mit Sahne und Fruechten wie Pomegranate, dazu Meringue, Rosewater, Molasses-Syrup: Pavlova, benannt nach der russischen Balletttaenzerin. Tasmanischer Wein. Ich bin erstaunt, wie viele public Faehren in alle moeglichen Richtungen, Inseln und Straende fahren wie Zuege, fuer 3,50 AUD. Nach Watson Bay oder Cockatoo Island. Dann liefen wir schnell wieder zurueck zum Darling Harbour entlang der Monorail Schienen, um nicht zu spaet zum letzten Film zu sein, The Hobbit, IMAX Sydney, die groesste Leinwand der Welt, und dann noch 3D. Super Sitze. Wir uebernachteten bei Freunden direkt am Darling Harbour diese Nacht. Morgen ist mein letzter Tag, bevor ich ueber Taiwan zurueck nach Deutschland fliege. Wir wollen mit der Faehre nach Manly Beach, bevor ich nachts in den Flieger von China Airlines steige.

Mein Sonnenbrand blaettert ab. Die Konzerte waren schön.

Es ist lustig hier mit dem Tee: Wenn ich sage, black tea, bekomme ich keine Milch, keinen Zucker, dann sage ich, black tea mit Milch und Zucker, dann sagen sie, das ist kein black tea (anymore), dann ist regular tea mit Milch und Zucker, dann frage ich, was ist bitte regular tea? Und frage mich, was regulärer Tee sein soll. Und sage, black tea is supposed to be with milk and sugar.  Dann sagen sie, strong oder weak tea? Dann frage ich, was ist bitte weak tea? Schwacher Tee? Und dann sehe ich, dass der Teebeutel eine Sekunde im Wasser haengt. Dann kann dann gar kein Tee mehr sein. Wenn er etwas länger drin bleibt, ist es dark tea. Confused.

Naechstes Mal moechte ich doch einen Blick auf King’s Cross werfen, Party Area, vielleicht in daylight. Oxford Street. West Sydney. New Town. Surry Hills. Jede (britisch kolonisierte) Stadt hat ein Surry Hills. Corwnstreet. Vini (Restaurant). Sydney Jetboat.

Die Australier sind sehr freundlich. Als wir in Monarto mit unseren Staebchen unsere Ramen-Nudeln assen, sagten sie im Restaurant nur: Oh, das riecht hier aber anders. — Denn sonst gab es nur Hotdogs und fish’n chips.

Ich ueberlebe manchmal kaum, wenn ich niese. Every time I think I will not make it. Es wird schon. Mit der Faehre an Bruecke und Opernhaus vorbei zu gleiten Richtung Manly Beach (mit kleinen Quallen und Riesenrutsche und Beach) macht Spaß. All die Abenteuer erinnern mich an meine Reisen zusammen mit meinem Papa.

Gedanke 25

Schlagwörter: , , , ,

Kommentar verfassen

Intuition ist eine Kraft

Eine Kraft aus Gesetzmäßigkeit und Gefühl. Es geht nicht um Frequenzen oder Mächte oder Synchronisierung. Allerdings kann man den Sinn des Lebens nicht auf die Art und Weise kennen lernen, wie eventuell süchtige Spieler einen Automaten, in dem sie vor ihm sitzen und sich die Reihenfolge der Lichter und Zahlen merken und die Abstände dazwischen oder Lehrende aus Büchern. Es braucht Beziehung.

Wie viel Intuition braucht unser Land? Das Gegenteil von Intuition ist Unsicherheit. Viele Menschen leiden unter Dauer-Verunsicherung, unter chronischer Unsicherheit.

Musik sucht ja stets nach neuen Kombinationen und Wegen. Manchmal braucht es sehr lange, bis Menschen neue Wege in der Kunst überhaupt verstehen. Viele Künstlerinnen sind ihrer Zeit voraus.

Musik scheint mir wie Schach: es gibt eindeutige Regeln, eine Architektur, und doch Millionen Kombinationsmöglichkeiten: auf dem Fundament allerdings der Regeln. Diese Regeln haben viel mit Ästhetik zu tun: Ästhetik wiederum hat mit dem Herzen zu tun. Aus dem Herzen kommt heraus, wer man ist und was man denkt — im künstlerischen Schaffen mehr als im Interpretieren. Ästhetik hat viel mit dem Herzen zu tun und damit mit Motivation, eine der wichtigsten Wurzeln von Kunst. Ästhetik ist wichtiger noch als Ethik, wie man allgemein andersherum denkt, mehr als die Kultur einer Nation, die wiederum oft eine Anhäufung von menschlichem Denken ist — denn es geht stets erst um das persönliche Herz, wer man ist.

Glaswürfel, Oberösterreich

Gedanke 21

Schlagwörter: , , ,

Kommentar verfassen

Volksmusik

prägt eine Nation. Die amerikanischen Lieder der Schwarzen sind Teil der Volksmusik der Vereinigten Staaten. Zart und pathetisch. Die großen Musiker haben die Melodien der einfachen Leute genommen. Volksmusik ist oft etwas ganz anders als das, was man in Kommerz und Show im Fernsehen sehen kann. Piazolla sagt, dass die Emigranten aus Neapel in Argentinien den Tango schrieben. Der Tango ist die Volksmusik Neapels. Diese bodenständigen und doch übernatürlichen Melodien der Volksmusik sind die Große Schule der Kunst. Ich bin immer wieder begeistert über die Rhythmen in Afrika, noch unentdeckte Schätze und Begabungen. Volksmusik ist nicht trivial oder sentimental im negativen Sinne. Es gibt Schlager, die benutzen die Kraft der Musik, aber die Volksmusik zeigt zunächst das Herz einer Nation. Dieser Schatz sollte nie verloren gehen.

Quelle des Nils in Uganda

16. Dezember 2010

Schlagwörter: , , ,

Kommentar verfassen

Bibel-TV

2 Stunden Aufnahmen am weißen Yamaha für Bibel TV, Beethoven, Chopin, Bach, Piano Improvisationen & Liturgie, schon um elf Uhr früh, ziemlich früh, danach Talk mit Heiko Bräuning, alles gut gelaufen, während ringsum Schneegestöber tobte. Das Filmteam und der Soundmann (lLivesound) aus Herrenberg, Leipzig und Pforzheim waren super nett, das Hotel, das Essen und selbst das Taxi, ein Benz mit Rückenheizung, sehr angenehm.