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4. November 2019

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Konzertlesung Frei wie die Vögel in St. Michael/Hermann Lange-Kirche in Leer, Ostfriesland 

Es war sehr schön, in Leer aus meinem Roman Frei wie die Vögel zu lesen, die kleine zweimanualige Führer-Orgel (ohne 8-Fuß-Prinzipale) war die musikalische Einleitung. Auch Musik mit Gitarre und Flöte rundeten den Abend ab, so dass ich viermal Pause machen konnte in der Lesung und Wasser trinken.

Manchmal ist es schon so, dass man sich dem Publikum ein Stück weit ausliefert. Aber es ist für mich schon “normal” geworden. Auf dem Marktplatz holte ich mir geräucherten Heilbutt, sah den Hafen, fühlte mich ganz wohl im “360-Grad”-Hotel. (Ich freue mich auf meine Hauptwerk-Orgel, die nächste Woche kommt.) Ich beobachte gern die Vögel – so wie daheim, wenn die kleinen Vögelchen und Meisen auf meinem Balkon futtern. Frei wie die Vögel.

Es waren viele Leute da in der Lesung, obwohl es eine solche Art Lesung noch nie dort gab, auch noch lebende Zeitgenossen und Angehörige der Märtyrer saßen im Publikum. Hinterher gab es eine Runde für Fragen und Antworten, ich habe alles von vorn mit Mikrofon beantwortet, der Pfarrer Robben unterstützte. Schön ist die Gedenkstätte der Märytrer und des damaligen Pastor Schniers, der im KZ umgebracht wurde (von ihm schrieb ich auch), und das originale Taufbecken Hermann Langes.

Die Kirche ist nun modern, mit einem wunderschönen Märtyrer-Kreuz in der Mitte. Aber es hält sich mit der Vergangenheit und der Geschichte die Waage, und diese Geschichte ist heilig, das konnte ich deutlich spüren: Denn zwei Männer dieser Kirche haben für die Wahrheit ihr Leben gegeben. Das hat uns alle zum Nachdenken gebracht. Ein Filmteam der Lübecker Märtyrer-Stifung filmte die Lesung und interviewte mich anschließend. Ich soll sehr schön vorgelesen haben, auch wenn es über 90 Minuten ging – und wenn mich etwas begeistert, spreche ich gern darüber leidenschaftlich und frei.

 

24. August 2019

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Würzburg liest ein Buch 

Jahr für Jahr werden bei “Würzburg liest” nur Männer gelesen. Die Regeln sind so, dass Frauen hier nicht gelesen werden können, da Männer nur Männer in der Literaturgeschichte finden und feiern. Ich habe auf diese frauenfeindlichen Regeln und das frauenfeindliche Format hingewiesen, bei denen Frauen keine Chance haben. Sexismus in der Literatur ist immer noch “ganz normal”. Das ist traurig. Die Regeln werden von Männern gemacht. Noch dazu werden Bücher von Männern gelesen, die in ihrem Inhalt sexistisch sind, bei denen schon im Titel Frauen schlecht wegkommen. 

Kap Arkona, Kreidefelsen, Roman “Frei wie die Vögel”

Manchmal bin ich wie eine Pflanze, die in neuer Umgebung erstmal Nahrung braucht. Anbei das Video der EKD zu Frei wie die VögelFrei wie die Vögel auf EKD.de und auch Buchtipp EKD Frei wie die Vögel.

Ich lese Ken Follett, sein Handwerk ist erstaunlich, jedoch ist seine Dramaturgie Unterhaltung, und ich wünsche mir, dies und Spannung mit Kunst zu verbinden, nicht mit einem meist immer gleichen Rezept, das einem schon während des Lesens klar wird. 

Gestern bin ich die lange Außenmole in Sassnitz entlang gelaufen, eine der längsten Europas, war innen im engen U-Boot-Museum, Usedom ist nicht weit weg, Möwen füttern ihre Jungen, ich habe die wunderschöne, hohe Kreideküste mit ihren Buchenwäldern vom Schiff MS Cap Arkona aus bewundert, das Fischerdorf Lohme mit seinem Findling, den Königsstuhl, Wissower Klinken, die Halbinsel Jasmund mit dem nördlichsten Punkt Cap Arkona, zweitnördlichster Punkt Deutschlands, wieder Seebad Binz, mir einen Sonnenbrand auf dem Schiff geholt – diese Kreidefelsen aber sind explodierende Kunst. Die Kreide zusammen mit dem Meer und dem Grün des Urwalds, die weißen Pfeiler, zu Fels erstarrtes Orgelbrausen. Ruhe und Klang. Leuchten. Abbruchkanten und Hangwälder. Kreide küsst Wogen. 

6. Juli 2019

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Neue Buch-Veröffentlichungen im Shop:

  • Das schwedische Buch meiner schwedischen Urgroßmutter über ihr Leben in Südschweden
  • Preisträgerbuch der Buchmesse (Siegerbeiträge)
  • Neugierig denken! Interviews über Kreativität
  • Liederbuch Band 5 (Jeden Augenblick)

Es gibt zusätzlich auch einen facebook-Shop mit meinen Büchern:

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17. Mai 2019

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KALILA

Der Israel-Roman Kalila ist nun bei der SCM-Lektorin C. Kathmann aus Karlsruhe. Mein erster ‘freier’ Roman.

Mitte Juni kommt die erste Durchsicht meiner Lektorin. Freue mich über die Hilfe meiner ‘Vor-Lektoren’ – es gibt doch Dinge, die man in einem Fluss von von über 300 Seiten übersieht.

Neue Frisuren. Schade, dass ich nicht mehr Fahrrad fahren soll. Aber es stimmst, ich spüre es: Das Radeln über Pflastersteine etc. ist wirklich schlecht für die Handgelenke. Da laufe ich lieber. Sind doch Handgelenke für das Spielen so wichtig. Nun, meine Händeversicherung ist sicher nicht so zufrieden, dass ich reite?

Ich erinnere mich gern an meine Zeit auf der Wartburg.

Meine Gedichtband ist nun auch lektoriert. Meine Lyrik war früher oft im Der Literat veröffentlicht, die allerersten im Verlagshaus Gerabronn, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und im Gauke-Verlag. 

 

Gedanke 55

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Kunst macht Augen

“Kunst ist nicht ein Können, sondern ein Müssen.”
(Arnold Schönberg)

Eingewickelt in die Flügeldecke wie in ein schwarzes dickes Lederkleid mit rotem Futter. Schönheit und Form ist Klang. Bachs Musik sind Blüten, Intervalle sind Blütenform.

Manila Universität, Philippinen

Oktober 2018 SCM-Verlag. Erzählung gegen das Vergessen. Zweiter Weltkrieg

Historischer Roman zu den Lübecker Märtyrern, Zweiter Weltkrieg, erster Roman zu den Lübecker Märtyrern

Frankfurter Buchmesse 2018, ERF

Leipziger Buchmesse 23.3. 2019, Leipzig liest, Leselust, Gohliser Schloss, Lesung in Lübeck Propsteikirche 10.3. 2019

Downloads Dokumente Buchvorstellung Radiosendung Ann-Helena Schlüter Vorschau

Downloads Dokumente Buchlesung und Konzert 2019-03-10 Ann-Helena Schlüter Vorschau