Es ist schön, Unternehmerin zu sein, auch wenn es viel Arbeit ist. Viele Angestellte (auch im Musikbereich) können sich gar nicht vorstellen, wie und wie vor allem Frau in der Musikwelt und in der freien Wirtschaft als Unternehmerin leben, ja, sehr gut leben kann.
Ja, wir Menschen leben vielleicht zwischen Lebensangst und Todesangst, wir alle, wir Menschen, aber die Kunst und der Glaube haben eine gelassene Zuversicht, die sitzt tief. Mut und Risikobereitschaft gehören da natürlich dazu. Man muss mehr aus sich herausgehen.
Und wir Künstlerinnen sind ja auch Säfrauen, man muss die “Unterschicht”, die “Kleinbauern” kennen, auch Misserfolg gehört dazu, aber das Ziel ist die riesige Ernte, auch vom wilden Weizen mit unterirdischer Bestockung, unsichtbare Verzweigung in und unter der Erde. Der Erfolg hat eine Steigerung in der Frucht: 30-60-100fach. Power!
Denn es kommt nicht darauf an, oben zu bleiben, immer oben. (Edith Biewend)
Die Brahms-CD von meinem Papa, Karl-Heinz und Michael Schlüter, Schlüter-Duo, ist neu aufgelegt worden bei Aulos. Die neuen CDs sind auch hier bei mir im Shop.
Es gibt zusätzlich auch einen Shop mit meinen CDs auf facebook:
Ich freue mich auf meine Konzertlesungen in Leer. Ich spielte bereits in Aurich, Rysum und der Gegend, Emden, Juist, Langeoog und Norderney. Borkum habe ich besucht. Vielleicht diesmal Baltrum?
Süditalien vermisse ich nun, das große Meer in allen Blautönen, das gezähmt und mit salziger weißer Salzrüsche als Dekoration sanft für uns an den Strand läuft, damit die kleinen Menschen mit ihren Babies im Wasser planschen können – und doch auf offener See wild und stark ist; Schönheit und Schrecklichkeit; die Felsen und den Sonnenuntergang, den Palmen- und Kakteen-Garten der Santuario di Santa Maria dell’Isola di Tropea. Dort liefen große Hasen und Kaninchen herum in allen Farben, miteinander schmusend, in Formen und Farben, die ich noch nie so gesehen habe, Kreuzungen zwischen Meerschweinchen und Kaninchen und zahm, ließen sich streicheln und fraßen Blätter vor meiner Nase. Die Aussicht dort ist unbeschreiblich, auch die Aussicht von der hohen Stadt Tropea selbst hinunter in die Bucht. Und die schöne Castello die Murat in Pizzo und Piedigrotta.
Das Eis und das Sorbet ist himmlisch in Tropea und Pizzo Vibo, besonders das Mandel- Zitronen- und Orangensorbet. Aber auch Fisch, Meeresfrüchte und Muscheln direkt frisch aus dem Ionischen Meer und der Tyrrhenischen Küste. Leider reagiere ich auf zu starke Sonne oft mit Sonnenallergie (rote Punkte) seit Australien.
Aber am schönsten ist es, im Mittelmeer zu baden, wenn die Sonne untergeht und frau ganz allein ist. Das Wasser ist rotorange und türkis und golden und silber, leise und mysteriös, während die Planeten sich drehen und der Himmel rot ist, bevor er schwarz wird. Noch nie war mir das Universum so bewusst wie dann. Als würde das Meer direkt aus dem Universum kommen wie die Sonne und der Mond.
Es kommt mir vor, als wäre Bachs unschuldige Musik, vor allem seine Kantaten, die mich so rühren, in seinem Reichtum und in der perfekten Mischung von Farben und Instrumenten und Intervallen, von Dur und Moll zur genau richtigen Zeit eine Widerspiegelung Gottes in Farben und Formen: wie sich die Wolken und die Sonne im Meer spiegeln, das Spiel von Schatten und Licht, wie das Meer unterschiedliche Blautöne zeigt und es nie langweilt, diese anzusehen, stundenlang auf das Meer zu sehen – Bach gibt Licht und Schatten wider, den Mond, wie er beim Schwimmen fast ganz verdeckt auf mich niederzieht, die Berge hinter dem Meer – diese Demut Bachs, so wie sich der Mond in seiner Schönheit verbirgt, versteckt, nur grau und klein ist, während Wolken und Sonne ziehen –