Lyrik
Ich erinnere mich gern an das Windsor Castle in London. Hier habe ich Gedichte geschrieben.

Tags: Ann-Helena Schlüter, Lyrikerin, Preisträgerin, Reisen
Ich erinnere mich gern an das Windsor Castle in London. Hier habe ich Gedichte geschrieben.

Bald geht es nach ISAM Ochsenhausen und Orgelakademie Leipzig, ich hoffe, vorher trifft der neue Lyrikband ein. Ich freue mich sehr auf Master Orgel. Der Player auf meiner Startseite ist auch fertig. Mein Orgelstück Längtan kommt sehr gut an. Ja, die Orgel braucht vor allem eines: sehr viel Zeit und Erfahrung. Sie muss mit einem zusammen wachsen, um sie zu verstehen.

Acryl und Öl
Mein neuer Lyrikband kommt übermorgen. Ich freue mich.

mein erstes Orgelfoto, im selbstgemachten Schwedenpulli von meiner Mutter
Ach, ich liebe die Geschichten von Selma Lagerlöf! Könnte ich so schreiben wie sie. Mein Herz quillt über, wenn ich sie lese. Wie kann jemand so wundervoll und zeitlos über Freiheit, Schönheit, Verlust und Werte schreiben.

Mischtechnik 2019
Es war sehr schön, an der voll-pneumatischen Grüneberg-Orgel zu üben. Habe die Geschichte von Störtebeker gehört. Rügen-Fisch, Sanddorn-Saft und Sanddorn-Badeöl. Das nächste Mal in Rügen: Rasender Roland von Putbus ins schöne Sellin, Möhren. Auch wieder Altenkirchen. Und Wandern bis Königsstuhl. Gesehen habe ich Gingst, Binz, Kap Arkona, Sagard, Sassnitz, Bergen, Lohme, Altenkirchen.
Meine neue Bach-CD ist auch im JPC-Courier (Ausgabe Mai): JPC Courier. Im August besuche ich den Dom Essen. Im Herbst Konzert Berlin-Heiligensee.
Heute Heimfahrt.

Manchmal bin ich wie eine Pflanze, die in neuer Umgebung erstmal Nahrung braucht. Anbei das Video der EKD zu Frei wie die Vögel: Frei wie die Vögel auf EKD.de und auch Buchtipp EKD Frei wie die Vögel.
Ich lese Ken Follett, sein Handwerk ist erstaunlich, jedoch ist seine Dramaturgie Unterhaltung, und ich wünsche mir, dies und Spannung mit Kunst zu verbinden, nicht mit einem meist immer gleichen Rezept, das einem schon während des Lesens klar wird.
Gestern bin ich die lange Außenmole in Sassnitz entlang gelaufen, eine der längsten Europas, war innen im engen U-Boot-Museum, Usedom ist nicht weit weg, Möwen füttern ihre Jungen, ich habe die wunderschöne, hohe Kreideküste mit ihren Buchenwäldern vom Schiff MS Cap Arkona aus bewundert, das Fischerdorf Lohme mit seinem Findling, den Königsstuhl, Wissower Klinken, die Halbinsel Jasmund mit dem nördlichsten Punkt Cap Arkona, zweitnördlichster Punkt Deutschlands, wieder Seebad Binz, mir einen Sonnenbrand auf dem Schiff geholt – diese Kreidefelsen aber sind explodierende Kunst. Die Kreide zusammen mit dem Meer und dem Grün des Urwalds, die weißen Pfeiler, zu Fels erstarrtes Orgelbrausen. Ruhe und Klang. Leuchten. Abbruchkanten und Hangwälder. Kreide küsst Wogen.

Die Dinse-Orgel (Berlin) in Sassnitz St. Johannis (pneumatische Traktur) gefällt mir. Die Kirche ist wegen der See genordet, nicht geostet. Wenn ich oben an der Orgel übe, höre ich kein Dolby Surround, von C bis Cis, aber unten, vor allem, wenn man ein Engel in der Luft wäre. Mc=Manualkoppel, Pc= Pedalkoppel. Dann gibt es das Forte für Tutti, auch Mf. Und eine Glocke, die nicht mehr funktioniert. Die Kirchen auf Rügen sind in letzter Zeit oft verwüstet worden. Dennoch sind sie geöffnet, was ich schön finde. Ich freue mich, die Grüneberg-Orgel in Bergen kennenzulernen. Man spürt, dass Schweden ganz nah ist, nur vier Stunden Fähre. Die Fähren fahren vor meinem Fenster vorbei und tuten. “Schillerlocken” vom Dorn-Hai, Dorsch, Hornfisch, Heilbutt und Lachs gegessen. Das Klavier in Sassnitz ist ein Köslin-Klavier. Das Konzert war sehr schön.
Bei Bach kommt es mir vor, als wäre hinter seinem schönen, weißen “Putz” festes rotes Mauerwerk, stabiles Gestein, Rahmen.

Ich freue mich sehr, dass mein Roman Frei wie die Vögel auf der EKD.de (Deutsche Evangelische Landeskirche) als Buchtipp für Friedenskultur neben Margot Käßmann empfohlen wird. Ich freue mich auch, dass eine Frau EU-Chefin geworden ist – da mögen manche (Frauen leider auch) noch so neidisch lästern. Das, was Frauen lernen können, ist, zusammenzuhalten in der Männerwelt und Seilschaften zu bilden, wie es unter Männern Gang und Gäbe ist. Man muss leider sagen: Das, was in islamischen Ländern in Frauendiskriminierung offensichtlich geschieht, dies geschieht in westliche Ländern subtil. Ich frage mich manchmal, warum Männer Frauen auf der einen Seite lieben und begehren, und auf der anderen Seite kleinhalten wollen. Das passt nicht zusammen. Und wer wären sie ohne ihre Mütter? Erstaunlich ist nicht nur der Frauenhass, sondern auch, dass Deutschland Deutschland nicht wählt. Mir fällt dies auch in der Kunst- und Kulturszene Deutschlands auf: Man fördert alles, nur den deutschen Nachwuchs nicht. Denn dann ist man ein Nazi?
Ich freue mich auf mein Konzert heute Abend in Sassnitz an der romantischen Orgel.

Kinden-Orgel in St. Michael Sagard – wunderschöne Orgel! Mit einer Trompete im Oberwerk – und Vorsicht, drei Sperrventile! Ich wohne in Sassnitz direkt am Meer und habe eine Traumaussicht auf den Hafen und die Ostsee, auf die Kutter und Boote und Segler. Das Konzert gestern Abend war sehr schön. Und bald spiele ich in Sassnitz. Es ist doch kaum zu fassen, dass Johann Sebastian Bach im Grunde den Ton h erfunden hat. Das war seine Erfindung, sein Ding. Und dass die Orgel im Grunde den Stereo-Sound erfunden hat. Ach, ich würde Bach so gern einmal fest umarmen. Für alles, was er geleistet hat. Die ICE-Fahrt von Regensburg nach Rügen war eine ziemliche Odyssee. Aber wenigstens hatte ich in den übervollen Ersatz-Zügen immer einen Platz. Ich saß mit im Kleinkind-Abteil, und die Kleinen haben mit mir geflirtet. Während ich schreibe, singen die Möwen. Dies Tag und Nacht. Manchmal wache ich davon auf. Dazu roter Vollmond gestern Abend. Die Seeluft macht angenehm müde. Eine Möwe hat mich auch schon an der Tür besucht.
Bei manchen Menschen habe ich das Gefühl, deren Gesichter sind seelenverwandt mit meinem.

Das Konzert in St. Wolfgang Regensburg war sehr schön, ein Boston-Flügel; jetzt unterwegs nach Rügen zu den Orgelkonzerten. Die ICEs sind sehr voll. Auffällig ist, dass bei Tische und Stühle verstellen in Kirchgemeinden oft nur Frauen helfen, keine Männer. Aus “Emanzipationsgründen” (?) habe ich eine Flasche Wein bekommen. Am meisten aber freute mich die Schokolade 🙂
Faith is actually sometimes the opposite of performance.
Ich freue mich auf die Konzerte im Ruhrgebiet. Mir fällt auf, dass manche Menschen meinen, es sei vor allem Talent, von Gott, nicht in erster Linie viel Arbeit, als würde man einen Klavierabend oder ein Orgelkonzert mal eben aus dem Ärmel schütteln.
Schwedische Nationalhymne gerade in Deutsch gesetzt:
Du altes, du freies, gebirgsvolles Land,
du leiser und wunderschöner Norden.
Ich grüß dich, so freundlich lädt ein deine Hand:
deine Wiesen sind lieb mir geworden.
Du thronst auf Erinnerung…
