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Tourblog

Der Witz ist ja: Unsere Sprache ist schon gegendert, halt nur maskulin gegendert. Aber das wird als Norm dargestellt, deswegen als neutral. (Anne Wizorek)

Soviel zum Thema Gendern. Ich kenne Frauen, die „das Gendersternchen“ oder das „-Innen“ ablehnen, besonders unter meinen (christlichen) Freundinnen. Auch meine Wunschgroßeschwester hat hier eine andere Meinung als ich. Macht nichts.

Als würden sich Frauen schämen, wenn sie Aufmerksamkeit/Attention bekommen, ja, wenn sie gemeint sind, angesprochen werden. Ich wünsche mir, dass Frauen mehr Mentorinnen füreinander werden, dafür, sichtbar zu werden. Und aus diesen „interfemininen Konflikten“ herauskommen. Frauen sind schlau, furchtlos, lieb.
Es geht hierbei nicht um ein Matriarchat. – Obwohl, warum eigentlich nicht? ☺️

Neues Video: Bach Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll BWV 903 an der herrlichen spanischen Orgel in Valencia ❤️❤️ Transkription: AHS. Vor genau 3 Jahren. Das ist die CD, die Carsten Wiebusch verhindern und verbieten wollte:

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16. Dezember 2021

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Geschlechtergerechtigkeit bereichert uns alle. (Carolin Kebekus)

Oben: Jehmlich-Orgel Würzburg

Heute war ein stressiger, aber dennoch erfolgreicher Tag für mich: Matthias Dreißig, der erneut versucht hat, mich schlecht zu machen und mir Dinge zu unterstellen, die nicht stimmen, ist total gescheitert. Er hört auf Gerüchte und verbreitet selbst welche. Erstaunlich ist, dass der arme Orgelschüler Toni Hellwig auf seine Seite gezogen wurde. Der gute Toni ist leider ein Fähnchen im Winde, der gern nach dem Mund redet, wie es ihm zum Vorteil scheint.

Schön war der Tag trotzdem, da ich eine Menge gelernt habe und wir lecker essen waren (Spaghetti mit Trüffel aus dem Parmesan-Laib, was ich liebe). Mein schönes schwarzes Kleid kam später auch noch an.

Manchmal ist alles wie bei Loriot. Geradezu legendär. Ich muß dann oft über mich selbst lachen. Meine lustige, kreative, damalige Spontan-Idee der „Verhüllung“, um Hatern zu entgehen oder sie erfolgreich zu überlisten, die „Voll-Verschleierung“ im Hochsommer, als wäre ich zum Islam übergetreten, nur um die Geliebte zu sehen: Die Orgel, für die ich alles tue. „Dass ich durch die Tür schlüpfe“: Eigentlich völlig süß – die taubstumme Unbekannte, die „Freundin eines Orgelschülers“. In Wirklichkeit lechzend AHS, die beim Anblick der jeweiligen Orgel Wonne-Herzklopfen bekommt, mit oder ohne Kopftuch. Diese Leidenschaft, Opferbereitschaft, Leidenswille und was ich auch immer auf mich nehme auch an originellen Lösungen bei Hindernissen ist das, was mich komplett unterscheidet von fast allen anderen der Kirchenmusikszene, die oft sehr spröde ist. Das wird sicher auch nach mir nicht mehr zu finden sein. Dass da die steinernen Herzen nicht weich werden, sagt über diese harte Szene alles aus.

Bemerkenswert finde ich, dass stalkende Hater-Fans wie Rochus Schmitz planen, stundenlange Fahrten aus Münster auf sich zu nehmen und Hotelzimmer buchen, nur um mich zu bestaunen und zu sehen und zu stalken. Hartnäckig und dreist. Das ist Nachstellen im Grunde. Er und andere Laien sind aktiv in einem sogenannten “digitalen Hinterzimmer”, einem Dark Net des Lästerns, der Gerüchte und der üblen Nachrede. Von dieser Gruppe bekomme ich immer mal wieder anonyme Post und emails. Johannes Sommer, der seine Videos gelöscht hat, nachdem er mich attackierte, hat eine gewisse Ähnlichkeit mit ihm. Ein weiterer Hater hat pechschwarzgefärbte längere Haare (über dem Grau, Perücke?) und wirkte aggressiv. Irgendwie verhielten die sich wie ein Männer-Pärchen, denn warum dürften sie trotz Corona sonst so eng sein? Kann mir jemand sagen, wer dieser schwarzgefärbte Typ ist? Der Begriff Hater oder Stalker ist für einige unverständlich oder unbekannt, so als wäre das vielleicht eine Einbildung oder Übertreibung. Ist es nicht, ganz offensichtlich. Hater sind oft sozial zerrüttet: Die krasseste Eskalation von Hatern sieht mensch an der unfassbaren Geschichte von dem Nürnberger YouTuber „Drachenlord“ – an dieser Geschichte wird auch die Ungerechtigkeit der Justiz mehr als deutlich.

Das 2021-frauenfeindliche Verhalten sieht so aus: Erhobener drohender Zeigefinger (als wäre eine Frau ein Teenager, den mann zu belehren hat: „Vorsicht, Fräulein“), Begriffe wie frech (was so viel wie widerborstig bedeutet. Welcher Mann bezeichnet einen anderen Mann als frech?), dazu Ins-Wort-Fallen und süffisante Sätze wie “Aber das wussten die (wir) schon einzuordnen…” und „Fräulein“ usw. etc., als wäre eine Frau unglaubwürdiger. Gott hat mich auf jeden Fall beschützt. Wichtig: Das Wort einer Frau ist generell genauso viel wert und gültig wie das Wort eines Mannes. Das sehen Männer 2021 noch immer nicht so und ein. Viele Männer glauben Männern mehr. Und leider glauben auch viele Frauen Männern mehr. Auch und gerade bei noch so dummen Gerüchten. Wohin soll das führen? Zu einer Welt, die wir nun haben. Denn für Männer ist vieles nur ein Spiel. Dass es keines ist, muß frau erst drastisch klar machen, sonst verstehen die es niemals.

Die Welt ist nicht immer ein guter Ort, aber jetzt sitze ich hier mit meiner Duft-Maske auf dem Gesicht und freue mich auf die Feiertage.

Jesuitenkirche Luzern – Orgel Vlog AHS 2021:

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Wie sind nicht gegen Jungs. Wir sind für Mädchen. (Molly Neumann)

Oben: Weimbs Orgel Zülpich

Die neue Emma kam heute an (ich schreibe ja immer im Rückblick). Es geht dort um Frauen, die Besonderes geleistet haben, die Hereros genannt werden, Pionierinnen, wie Esther Muinjangue in der Dritten Welt  – oder Carola Meier-Seethaler, die nach den Ursprüngen der Frauenunterdrückung forscht.

Um Frauen, die Genie haben: Wie Emilie Mayer (1812-1883): Der “weibliche Beethoven”, die kaum jemand heute kennt, große Komponistin. Es geht auch darum, dass der Islamismus eine Waffe gegen Frauenrechte ist. Ich muss dazu gar nicht erst in den Islamismus gehen. Gehen wir nur in die christliche internationale “Worshipszene” auf Apple-Music: zu 88 Prozent männliche Sänger. Cool finde auch ich die ungeschminkte Schauspielerin Frances McDormand. Es werden Frauen in Leistungsport beschrieben, aber auch geraten, was Frauen in rechtlichen Dingen beachten sollten, besonders bei Scheidung.

Ich bin entsetzt über den Fall Peng Shuai. Die prominente Profi-Tennisspielerin aus China schrieb in ihrem Blog über Misstände und darüber, was in der Politik in ihrem Land los ist und von der dortigen Unmoral, ähnlich wie ich. Sie schrieb darüber, dass der Politiker Zhang Gaoli sie sexuell missbraucht hat. Das korrupte Patriarchat mit ihrem Zensur-Apparat hat sofort reagiert, da solche Vorwürfe nicht öffentlich gemacht werden dürfen. Und jetzt ist sie schon seit Wochen verschwunden, niemand weiß, wo sie ist, und alles wurde gelöscht. Sie ist die erste Frau, die wagte, einen solchen Vorwurf in China öffentlich zu machen. Sehr mutig, denn kein Systemkritiker scheint sicher in China, Missbrauch ist dort “ganz normal”. Ich wusste bis heute nicht, dass korrupt bedeutet, Macht auszunutzen, nicht nur, was Geld angeht, sondern sexuell und generell. Machtmissbrauch und Missbrauch sind Korruption. Demnach sind große Teile der (Kirchen)Musik korrupt, wenn es um Macht und Geld geht.

Zu meiner neuen CD HOLY SPIRIT: The lucky ones, die schon jetzt eine CD erhalten (haben), können sich freuen. Die anderen (außer die, die bestellt haben), müssen bis Mai warten, wenn die offizielle Veröffentlichung ist. So sind leider die Regeln.

Anbei mitteltönig wohltemperiert ❤️:

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Foto: João Segurado

Life might be a mistake but worth making. Give it a fighting chance.

Oben: van Heuvel Orgel München

Heute bekam ich Besuch aus Heilbronn: meine Wunschgroßeschwester. Es ist erstaunlich, wie heilig und spirituell praktische Hilfe sein kann. Ich habe so viele Klamotten, dass alles überquillt und ich eigentlich nichts mehr finde. Wir haben angefangen, zu sortieren; und auszusortieren. Alleine hätte ich das nicht gemacht. Ich saß im Schmusekatzemodus daneben. Es war ein richtig schöner Frauentag. Und mein blauer kuscheliger Deckenpullover kam an. Wisst ihr, was das ist? Eine Art Zuhausekleid, als würde frau eine warme Decke mit Kapuze tragen. Mach das Sinn? Nunja. Manchmal ist es so schön, wenn frau sich gegenseitig hilft. Solche Taten sagen mehr als 1000 Worte. Und ich bekam eine schöne goldene Kerze von ihr meiner Wunschgroßenschwester, weil –  ich LIEBE Kerzen. Und bald kommt auch meine Yankee Dufte-Weihnachtskerze an. Zudem war heute wieder Zoom-Meeting Promotion.

Ich freue mich auf eine ruhige, entspannte Weihnachtszeit. Ich möchte in dieser Zeit auch wieder Zeit nehmen für Gott und das neue Jahr neu ausrichten nach ihm. 2022. Was für eine wunderschöne Zahl. Irgendwie freue ich mich auf das neue Jahr. Gestern war übrigens Lucia.

Heute habe ich auch CDs verschickt in die Niederlande. Gewidmet ist die CD Kay, Hans-Ola und Bettina. Ich finde es wichtig, auch Frauen zu widmen, denn ich glaube, die meisten Widmungen dieser Erde gehen an Männer. In dem Buch “Aufbruch in die Freiheit. Frauen in der muslimischen Welt begegnen Jesus” steht, dass vor allem der Teufel (oder das Böse) Frauen attackiert, denn Frauen bringen Leben – und Maria hat den Messias geboren. Sonst wäre Jesus nicht gekommen. Alle, die Frauen attackieren und hassen, machen gemeinsame Sache mit dem Teufel oder dem Bösen, auch falls mann Heide ist und weder an Gott noch an das (offensichtliche) Böse glaubt. Jeder Mensch mit Zugang zur Musik hat doch die spirituelle, unsichtbare Welt schon mal erlebt, allein durch die Musik, oder nicht?

Chororgel Walter Graf Sursee – mitteltönig und kurze Oktave:

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13. Dezember 2021

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Musik ist die Sprache der Menschlichkeit, wann immer und wo sie erklingt. In ihrer Gegenwart sind wir eins. (Charlotte Graf)

Oben: Deutschhauskirche

Neu: Songwriter, Steinway & Voice

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Gesegneten Advent. Wie gefallen euch die beiden Kompositionen auf meiner neuen audite CD (offiziell Release Mai 2022)? Shades (Schatten) und Rapture (Entrückung) heißen sie. Es ist offiziell meine 6. Bach-CD. Allerdings hat sie ja auch andere wundervolle Komponisten dabei wie Reincken, Scheidemann. Hoffentlich werde ich bald eine romantische CD einspielen. Mein Blog auf der audite-Künstler-Seite ist aktualisiert:

audite Blog AHS

CD Holy Spirit. Komm, Heiliger Geist. Trost Orgel. Mai 2022, Audite-Verlag

Shop Neue CD

12. Dezember 2021

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Elementare Musik ist nie Musik allein, sie ist mit Bewegung, Tanz, Sprache verbunden, Musik, die man selbst tun muss, in die man nicht als Hörer, sondern als Mitspielerin einbezogen ist. (Carl Orff)

CDs versendet auch nach Südafrika, England, USA, Schweiz, Kanada, Spanien … Na, und Deutschland natürlich.
Es wurden wieder einige Konzerte wegen Corona verschoben.

Wunderschöne rote Deutschhauskirche auf der anderen Mainseite, eine meiner ersten Orgeln zum Üben überhaupt, ich erinnere mich hier an meine Anfänge, zusammen mit meinen allerersten Orgelschuhen, ehemals Stepptanzschuhe, zu Orgelschuhen umfunktioniert. Man darf hier nur nicht nachts üben. Nachbarn haben hier schon aus Wut Fahrradreifen platt gemacht:

Jehmlich Orgel Würzburg Deutschhauskirche:

Jehmlich Orgel Deutschhauskirche Würzburg

Neu: Orgel-Information:

Späth Freiburg Orgel HSLU Luzern

 

Neue CD Audite 2022 – welche Orgel ist das?

Neu: Orgel-Information: zu meiner ersten Orgel-CD an einer spanischen Orgel. Bestellung dieser ersten CD (2018) jetzt bis Weihnachten: Rabatt, Paypal: info@ann-helena.de: 10 €


Flautat 8

Flauta xemeneia

Octava 4

Quintzena 2 

Plens 4fach 1 1/3

Trompeta de batalla 8

Baixons 4

Clarins Clars 8 

II/I

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Mozart

Da wird es hell in einem Menschenleben, wenn man für das Kleinste danken lernt. (Bodelschwingh)

Oben: Manderscheidt Goll Orgel Luzern

Ich mag gern Milka Moo.

Wieder viele CDs verpackt. Es ist wie Weihnachten. Es ist mit meine beste CD bisher. 

Was mich wundert: Auch wenn man oder besser frau eine öffentliche Person ist, sollte mann doch die normalen Kommunikationsregeln einhalten: Manchmal schreiben mich wildfremde Männer an, ohne sich vorzustellen, und stellen irgendwelche komischen Fragen – auf WhatsApp! Es sind immer wieder Typen aus der Orgel-Semi-Szene dabei. Haben denn die Leute aus der Orgel-Semi-Szene einen Knall? Oder ist das in jeder Branche so? Entweder sie stalken mich, weil sie angeblich total verliebt sind, oder sie stalken mich, weil sie neugierig sind oder irgendwelchen Gerüchten nachhängen. Normale Leute scheint es hier nicht viele zu geben. Ich muss ständig Verrückte blockieren. Manchmal bereue ich dann, eine öffentliche Person zu sein. Mir gefallen solche Stalker überhaupt nicht. Aber ich lerne, damit umzugehen. 

Neu: Meine umkämpfte erste kleine Debut-Orgel-CD 2018 ❤️: Bach zwischen Lübeck und Paris

Blancafort Orgel Valencia, Spain, Spanien

 

Zum Buch Floradomie von Martin Perscheid: Es gibt eine Frau namens Nadja Menze (nie gehört vorher), die (und das wusste ich nicht) eine kurze Affäre (Beziehung?) mit Martin kurz vor seinem Tod gehabt hat, obwohl Martin verheiratet ist (oder besser war). Martin hat mir nie von ihr berichtet, aber ihr von mir, wie sie mir schrieb. Ich habe nur bemerkt, dass er anders geworden ist in den letzten zwei Jahren. Irgendwie härter. Er war ja (zu mir jedenfalls) lieb und weich. Naja, diese Frau ist auf facebook “Cartoostrophal” (passend) und behauptet dort auch Dinge, die nicht stimmen, nämlich, dass Martin das Buch Floradomie nicht selbst geschrieben habe, sondern “eine Autorin” (ich?). Natürlich hat Martin es geschrieben, für mich. Ich glaube, für manche Frauen ist es schwer zu glauben, dass es lange vor ihr ein Leben ohne sie gab und dass in diesem Leben er eine Frau geliebt und für sie Bücher geschrieben und gewidmet hat. Denn ein solches Buch hat er nie zuvor geschrieben. Für niemanden, nur für mich. Ich habe auch mit Martins Frau darüber gesprochen, ich kenne sie ja schon lange, sie hat unter der Affäre mit Nadja gelitten und weiß ja auch alles über Floradomie und mir. Seltsam, dass diese Nadja meint, sich auf diese Weise profilieren zu wollen. Wegen diesem Problem zwischen den beiden Frauen findet das ursprünglich für 2022 geplante Gedenk-Buch für Martin erst mal nicht statt. Das ist sehr schade, das hätte Martin sicher nicht gefallen. Ich hoffe, es klärt sich noch, und das Buch kann stattfinden. Vielleicht bin ich altmodisch. Aber dieser Affären-Kram bringt nur Ärger. Martin und ich hatten ja eine völlig andere Art Beziehung.

Neu: Orgel-Information:

Führer Orgel Leer

Wer mich wieder belästigt, ist Christoph Bornheimer. Er behauptet, ich würde “Schwanz-Vergleiche” schreiben. Der Gute sei “fassungslos”. Er ist jedenfalls nicht fassungslos über seine Attacken, so viel ist klar. Es trieft vor Neid und Ignoranz aus seinen Zeilen. Dabei beginnt er stets, als würde er es ja nur gut mit mir meinen – nachdem er mich massiv frontal attackiert hat. Ziemlich unglaubwürdig und manipulativ, ich kann ihm nicht trauen. Er hat eigentlich nichts verstanden. Klar, ich sage nicht, dass ich immer alles richtig mache, aber ich habe auch wenig Vorbilder. Eigentlich keine. Ich muss mein eigenes Vorbild sein. Ich bin eine ganz andere Pflanze in einem teilweise recht verklemmten KiMu-Garten mit fast immer dem gleichen Busch, buchstäblich. Auf der einen Seite: die Büsche haben null Benehmen und Respekt, aber mich kritisieren. Auf der einen Seite: verklemmte Büsche, starr, stur und dann doch Macho und ne Runde Scheidung, Sex, Affären. Frauen sind nicht gut genug, um sie zu Professorinnen zu machen, aber gut genug, um sie zu… Nur aussprechen darf frau es nicht.

Neu: Orgel-Information: 

Anderhalden/Graf Sursee Chororgel Luzern

 

Neue CD Audite Mai 2022 – ist jetzt schon da.

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Rieger Orgel

Pain always leaves a gift. (AHS)

Meine drei Orgelschuhe – ah, vier Paar – kamen von UPS aus den USA an (organ master shoes), und da sich die Zollgesetze gerade geändert haben, war es ein wenig ein Theater, und der Mann am Telefon lachte immer, weil er dachte, da ist eine typische Frau, die wegen Schuhen auf 199 ist …. „ah, wegen Schuhen…“, dabei war es gar nicht so, es sind ORGEL-Schuhe. Das ändert alles. Das hat es aber nicht so ganz verstanden, glaube ich. 

Es macht Spaß, die Päckchen mit meiner neuen CD individuell für euch zu packen. Ich mache es selbst ❤️ Manche Post von mir sieht lustig aus. Eigentlich bräuchte ich einen Sekretär. Bestellt ruhig weiter. Sind schon viele Bestellungen eingegangen. Die CD kommt offiziell erst im Mai 2022 raus. Kurz vor Pfingsten. So habt ihr sie schon längst vorher. Was toll ist: Man denkt beim Hören der CD, man steht in der Kirche! 

Meine drei Bücher mit Martin Perscheid:

Könnt ihr gern bei mir bestellen. PianoLyrik op. 1 und 2 (Flügelworte) und Flügel auf den Reisen. Die auf den Tasten tanzt.
info@ann-helena.de

Cartoons, Zeichnungen

Meine neue CD ❤️ Ihr könnt jetzt schon bestellen:

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Luzern

Ich habe die Guillou Platte (Liszt) geschenkt bekommen an der Kleuker, hochinteressant. Besonders aber mag ich die Ritter-Liszt-CD von Daniel Roth.

Ich mag auch gern die Wintermärchen, zum Beispiel „Der selbstsüchtige Riese“. Der Schluss ist schön.

Neu: Orgel-Information: 

Metzler Orgel Jesuitenkirche Luzern

In Deutschland wächst oft keine Kunst, nur Höflingswirtschaft. (Louise Dumont)

Oben: Neue CD: Holy Spirit, Audite Verlag

Nun, hier ist pure Kunst. Ich habe mich so gefreut. Ich kam spät von Luzern nach Hause, und da standen die beiden großen Pakete mit den CDs. Sie ist wunderschön geworden, ein tolles Booklet mit 22 Seiten, Fotos, Dispo, Vita, Übersetzung von Wolfgang Rathert. Wunderschön ist der Klang. Es ist meine erste große Orgel-CD; meine zweite Orgel-CD insgesamt, meine erste habe ich schon 2018 bei Classicophon gemacht. Aber diese ist eine Wucht. Ich liebe sie. Sie ist süffig im Klang, perfekt registriert, perfekt aufgenommen, und das Pedal klingt so genial. Brausend, dass man Gänsehaut bekommt. Und es sind sogar zwei Werke von mir darauf. Am schönsten aber sind Track 8-14, die großen berühmten Bach-Werke, BWV 565 d-Moll und die Passacaglia. Natürlich hat die CD 14 Tracks wie fast alle meine CDs. Denn 14 ist die Bach-Zahl.

Ihr könnt sie jetzt schon bei mir bestellen und vor Weihnachten geliefert bekommen vor offizieller Veröffentlichung (März 2022), mit meiner Signatur, wenn gewünscht, 20 € inklusive Porto (außer Ausland, da kommt noch Porto dazu).

Vielen Dank an Theophil Heinke und Ludger und Agnes Böckenhoff. 14 Tracks, Booklet 22 Seiten mit Fotos, deutsch und englisch. Soli Deo Gloria.

  • Bach Choräle Heiliger Geist F-Dur und G-Dur BWV 651 und 652
  • Bach Passacaglia und Fuge c-Moll
  • Bach Piece d’Orgue Fantasie G-Dur
  • Bach Toccata und Fuge d-Moll BWV 565
  • Bach Trio-Sonate d-Moll
  • Scheidemann Choral Heiliger Geist
  • Reincken Fuga g-Moll
  • eigene Werke: Shade und Rapture

Ich selbst kann mich an meiner CD nicht satthören. Die wunderschöne Trost-Orgel. Die CD und Booklet sind bunt, voller Freude und Energie und Leuchtkraft. Die CD ist gelb. Die gelbe CD. Gelb ist meine Lieblingsfarbe. Das Gelb steht für Freude, für Gold, für mein Haar, für den Heiligen Geist. Das Kunstwerk auf der Frontseite ist von mir, Acryl auf Leinwand und kann man ebenfalls als Kunstdruck kaufen.

Neu: Orgel-Information:

Manderscheidt Goll Orgel Luzern

Luzern: Kath. Franziskanerkirche, Luzern, Zentralschweiz, Orgelgehäuse von 1652-53 von Niklaus Geisler, Skulpturen von Kaspar Roth. Sebald Manderscheidt war der Gehilfe von Orgelbau Johannes Geissler. Goll 1986-1988 restauriert Früher auf dem Lettner, jetzt auf der Westempore seit 1743. Danke an Freddy. Klingt sehr schön sowohl mit italienischen (Fiffera), deutschen und französischen Klängen. Zarte Akustik, warmherziger, voller Klang. Schöne flache Stuckdecke mit Deckengemälden, Seitenaltäre der Chorbögen, Altar 1628 von Niklaus Geisler (Schweinfurt, ganz nah bei Würzburg), Fahnenzyklus an den Wänden, Chorgestühl von 1647. Unfassbar schöne historische Chororgel (1 M) von 1650, 1990 von Orgelbau Graf in Sursee restauriert. Sie ist verborgen und klingt voll Kraft.  Draußen Weihnachtsmarkt.

Neu: WOMAN

Woman/Frauenforschung

New CD

8. Dezember 2021

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Es ist Kunst zu leben, zu wohnen, zu sein. (AHS)

Oben: Luzern, Jesuitenkirche

Luzern ist eine soo wunderschöne Stadt in den Voralpen in der Zentralschweiz an der Reuss, halb so klein wie Würzburg und geradezu lieblich. Alles ist weihnachtlich geschmückt, besonders die Brücken und die Altstadt und der Fluß und der See. Abends ist es besonders schön. Das Land lässt sich wegen „Corona“ nicht von Weihnachten abhalten. Hübsche Weihnachtsmärkte, Fischmärkte, Gemüsemärkte, und überall ist Trubel und Treiben. Die Schiffe auf dem See sind unfassbar und überladen geschmückt. Die Hofkirche bimmelt. Die Seebrücke ist in eine riesige Lichterkette gehüllt. Ich habe heute einen sonnigen, warmen, perfekten Tag erwischt. Alles kristallklar: Das Wasser, die Berge, die scharf gestochen und weiß vor Schnee hinter den Kirchen auftauchen, so nah zum Greifen. Die Schweizer sind höflich und wohlerzogen. Vor allem aber wimmelt die Stadt von Italienern. Zwischendurch dachte ich echt, ich bin in Italien, und habe starkes Fernweh bekommen nach dem Süden und Meer. Auf den Märkten gab es Käse und Lachs. Überall gibt es warme Ovolmatine und Caotina, was ich liebe, und Schweizer Schokolade, und in den schönen Restaurants an der Reuss wurde Raclette und Fondue angeboten – ganz normal! Fondue ist hier Bergkäse mit Knoblauch und Alkohol. Ich habe den einzigen Strandkorb erwischt und mich dort häuslich eingerichtet. Die Schweizer Damen, die vorbei kamen, sagten: Ach, wie herzig.

Es war warm wie am Meer. Vor mir war die Jesuitenkirche und die Kapellbrücke (die einmalige Holzbrücke). Luzern ist katholisch. Später am Tag tauchte noch eine Blaskapelle mit Drums auf, die richtig gut spielte, unter anderem Lieder von Robbie Williams. Ich saß da dann oben auf dem Balkon und dachte: Hier feiern die Leute das Leben. Musik hat so eine Macht. Alle strahlten, die Kinder tanzten. Blasmusik ist echt was Schönes. Mir kamen die Tränen.

Tipps: Wenn ich hier eine „Schale“ bestelle, ist das Milchkaffee. Wenn ich also eine „Schale Cappuccino“ bestelle, ist das falsch. Ins Stadt-Wifi kommt man nur, wenn man Kurtaxe bezahlt hat (was automatisch bezahlt wird als Hotelgast).

Ich war später bei Freddy in der Franziskanerkirche und habe geübt. So eine schöne Orgel. Es ist eine von Goll 1988 restaurierte Sebald Manderscheidt Orgel, also eine historisch restaurierte mit 3 Manualen, und es ist möglich, alt-französische, italienische und deutsche Werke (Ritter geradeso wegen Tastenumfang) zu spielen. Sogar Vierne Lamento habe ich probiert. Ging. Besonders schön aber ist die historische Chororgel. Sie ist völlig versteckt im Chorgestühl, von unbekannter Herkunft, wird aufgeklappt und hat dann eine enorme Power.
Ich wollte noch andere Orgeln und eine Freundin besuchen, war aber dann zu müde und wollte heim, um heute in mein Bettchen zu kommen.
Und meine CDs kommen ❤️

Für mich war es immer normal, „unnormal“ zu sein, so wie künstlerische Menschen eben sind. Frei. Unabhängig. Individuell. Aber niemand scheint in der deutschen Kirchenmusikszene mehr gehasst zu werden als künstlerische Menschen, vor allem von denen, die nicht künstlerisch sind. Und davon gibt es jede Menge aus der Szene, auch Dozenten aus den Hochschulen. Denn der Typus „Kirchenmusiker“ ist oft das Gegenteil von künstlerisch: Er ist ein (herrschsüchtiger) Lehrertyp ohne pädagogische Ausbildung ala Lehrer Lämpel – ein unguter Mix. Sie selbst und das System sind König. Künstlerische Frauen außerhalb des Systems sind hier ein Dorn im langen, spitzen Orgelschuh.

Ich bin also nicht die einzige, die erlebt hat und weiß, wie schlimm große Teile der deutschen Kirchenmusikszene sind. Bin immer wieder erleichtert, wenn mir auch andere berichten.

Pianistinnen wie ich mit Konzertexamen haben schnellere und virtuosere Finger als fast alle Kirchenmusiker, das werden mir manche nicht verzeihen, sagte man mir. Das künstlerische und auch technische Niveau von Pianistinnen und Pianisten ist sehr viel höher als das von Kirchenmusikern. Da liegen Welten dazwischen. Wo das Niveau hoch ist, wird wenig gelästert. Da wird geübt und gearbeitet. Wo das Niveau niedrig ist, wird viel gelästert. Siehe Foren.

Natürlich gab es auch in der Klavierszene absolut unmoralische Lehrer, die mit Studentinnen Affären hatten etc. – aber ich hatte fast immer nur die guten und anständigen Lehrer. Und ich war ja eben schon sehr gut. Der Rest war mir damals egal. Ich war zu jung. Daher sind erwachsene Menschen wie ich für Dozenten eine “Gefahr” in Hochschulen. Frauen bekommen mehr mit als Mädchen, wehren sich mehr als die Kleinen und ganz Jungen, die vieles gar nicht begreifen, wie ich früher.

Nicht gut fand ich die Kirchenmusikabteilung an der HfMDK Frankfurt. Männer-Club. Auch vom Niveau her nicht gut. Katastrophale Klaviervorspiele, fand ich. Jedes Jugend musiziert Vorspiel Altersklasse 1b ist besser. Sehr kleine Abteilung, nach Lücker. Ein paar lästernde und neidische Typen in der Klasse. Es scheint mir: Je enger und kleiner eine Abteilung, desto fieser. Das Verhalten von Viegelahn und Wiebusch fand ich bedenklich: Carsten Wiebusch hat mir das Pedalspiel und wichtiges andere bis zum Schluss nicht erklärt. Er wollte mir CDs und Konzerte verbieten. Machtspiele, schlechte Kommunikation. Kein guter Lehrer, fand ich. Oft fiel Unterricht aus wegen Feiertagen oder anderen Gründen und wurde nicht ersetzt. Ich war ohne Ende wissbegierig, er wiegelte mich oft ab. Er wirkte auf mich überfordert, stur, kalt, nicht engagiert und stumm. Dabei wollte ich so viel lernen über Registrierung, Orgelbau, Pedaltechnik, LO. Es kam fast nichts zurück, obwohl ich ihm Löcher in den Bauch fragte.

Viegelahn war abweisend und ganz komisch zu mir von Anfang an. Er hat wohl gleich gerochen, dass ich nicht ins System passe. An ihn konnte ich mich nie wenden bei Problemen. Die hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Viegelahn wollte ja Wiebusch scheinbar schier unbedingt. Irgendwie kam mir Viegelahn nicht offenherzig vor. Plötzlich lästerten auch andere, kaum mit ihm in Kontakt gekommen, die vorher nett zu mir waren, seltsam.

Beide kommen von der Kirchenmusikhochschule Heidelberg. Nun. Das sagt alles aus, finde ich, denn am schlimmsten finde ich genau die Heidelberg Kirchenmusikhochschule, was den Neid und das Lästern und auch das Niveau angeht. Ich bin sehr froh, dass ich dort nicht Kirchenmusik studiert habe. Den Rektor Mautner fand ich unmöglich, kalt und nicht zu trauen. Die Atmosphäre fand ich schlimm. Fast jeder zweite oder dritte Dozent des Männer-Clubs schien geschieden, bewusst in wilder Ehe lebend (teilweise trotz mehrerer Kinder) oder mit Affären innerhalb der Ehe, von denen im Haus gesprochen wurde, und die armen traurigen Ehefrauen haben es wohl noch jahrelang ertragen, bevor sie gingen – oder blieben, was ich nicht begreifen kann. Weibliche Vorbilder unter den Dozenten gab es nicht. Fast nur Männer. Sowohl in Heidelberg als auch in Frankfurt. Das Niveau im Orgelspiel fand ich schlecht. Ganz zu schweigen vom schlechten Klavierspiel. Carsten Klomp fand ich als Lehrer nicht gut. Er gab sich zwar mehr Mühe als Wiebusch, fand ich. Aber dennoch Mittelmaß bestenfalls. Ich wartete darauf, dass mir jemand das Pedalspiel richtig zeigte. Stattdessen gab er mir Vierne 3. Sinfonie auf, ohne dies jemals mit mir durchgenommen zu haben. Meinen allerersten Vierne, völlig ohne mir das Pedalspiel zu zeigen. Dabei gibt es so wunderbare Vierne-Stücke, mit denen man zuerst beginnen kann. Und zudem ist es unverantwortlich, nicht das Legato-Spiel mit Ferse am Pedal zuerst zu zeigen, was für Vierne unerlässlich ist. Ich musste mir innerhalb des Studiums genau wie auch in Frankfurt außerhalb (meist von Hans-Ola Ericsson) Hilfe und Rat holen, da die Orgel-Lehrer innerhalb nicht aktiv oder nicht gut waren; vieles habe ich autodidaktisch gelernt. Und ich konnte Klomp nicht trauen: Wenn er sich umdrehte, hatte er wieder wie ein anderes Gesicht. Er hat mich wie Wiebusch im entscheidenden Moment im Stich gelassen. Trotzdem habe ich es geschafft, aber nicht wegen ihnen, sondern trotz ihnen. Ich könnte schon jetzt besser Orgel unterrichten, als sie mich je unterrichtet haben.

Wiebusch und Viegelahn waren sicher nicht begeistert, dass ich in Heidelberg war. Die Connections hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht gewusst und erkannt. Wildfremde Dozenten wie Luchterhand, denen ich freundlich begegnete und die ich vorher noch nie gesehen hatte, waren auffällig abweisend und unfreundlich zu mir.

Seit Jahrzehnten scheint der Klavier-Dozent Polus dort (dessen Verhalten moralisch besonders schlimm war in meinen Augen) alles andere, aber nicht Klavier beigebracht zu haben, was ich so hörte an Niveau.

Es gab da zudem eine Lea, die stänkerte und die manchen Frauen, auch mir, das Leben in Heidelberg zur Hölle gemacht hat. Es gibt wirklich schlimme Frauen. Das unfassbare Verhalten von Bornheimer und Wilke und Benedikt Schwarz habe ich ja schon hier im Blog angesprochen. Und dann noch Kirchenmusiker wie Christoph Schäfer dort direkt um die Ecke, die ganz junge Frauen schwängern, während verlassene Ehefrau und Kinder damit irgendwie leben müssen, was ich mir ganz schwer und schlimm vorstelle. Ratet mal, über wen gelästert wurde von den Kirchenmusikstudierenden und Dozenzen, in Schäfers Chor? Über die Ehefrau.


Schien da alles ganz normal in Heidelberg. Das System hatte mit Ehebrechern viel weniger ein Problem als mit künstlerischen Frauen. Und dann ein Michael Kaufmann, ebenfalls mit junger, zweiter, geschwängerter Frau, der sehr aggressiv und arrogant reagierte, als ich seinen Unterricht – vorsichtig – für möglicherweise – langweilig hielt. Was er auch war in meinen Augen. Ich mochte sein Verhalten nicht, es kam mir von Anfang an hart vor. Ich mag Männer grundsätzlich nicht, die ihre Familien verlassen; ich bin da misstrauisch. Persönlich finde ich das verantwortungslos, abgebrüht, egoistisch und unchristlich. Ich mag Männer nicht gern, die es Frauen irgendwie schwer machen. Er und Mautner waren ein festes und eingespieltes Gespann: Es ging um den Kurs Orgelsachverständige – eine bis heute massive Männer-Domäne. Glaubt ihr, Kaufmann hätte mich unterstützt? Ganz im Gegenteil. Meine Kritik passte ihm gar nicht. Auch nicht meine Kritik, dass Organistinnen auf der Webseite als Zielgruppe nicht mal erwähnt wurden. Als gäbe es den Beruf „Konzertorganist“ nicht. Konzertorganistinnen sind genauso und erst recht Orgelsachverständige oder können es sein! Frauen, lasst euch nicht aufhalten! Da ich aus Zeitgründen nicht immer an den Block-Seminaren teilnehmen konnte (Konzerte, Studium bei Bossert), waren Kaufmann und Siewert sofort dagegen, mir hier Freiräume und Ausnahmen einzubauen. Dabei wollte ich praktisch bei Orgelbauern lernen. Viel besser und spannender! Aber anstatt mir entgegen zu kommen, mit mir zu sprechen, meine Kritik und Vorschläge ernst zu nehmen, zu verstehen, Dinge zu ändern und meine offensichtliche Leidenschaft und Begabung zu fördern und mir zu glauben, taten diese schier alles, um mir Steine in den Weg zu legen, mich zu hindern und die Kluft tiefer zu graben. Als Mann hätte ich es sicher leichter gehabt, glaube ich. Das System war wichtiger, als zum ersten Mal eine Konzertorganistin und Pianistin in Sachen Orgelsachverständige dort auszubilden. Das hat Kaufmann verpasst. Ich glaube, wenn eine Frau eine Männer-Domäne erobert, dann passieren auch so etwas wie spirituelle oder geistliche Kämpfe, dann wird es richtig hart, da es ein Territorium ist. Ein Revier.

Generell allgemein glaube ich: Wer Frau und Kinder verlässt oder betrügt oder Frauen (die Mutter etc.) nicht mag, der hat erst recht kein Problem damit, einer anderen Frau die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Wer Frauen nicht gut behandelt, dem wird es beim zweiten und dritten Mal noch leichter fallen. Wer in der Ehe schlechte Erfahrungen gemacht hat oder die Liebe erkalten ließ, der wird erst recht kein Problem damit haben, Frauen im Berufsleben schlecht zu behandeln.

Gut, dass ich alles über „Orgelsachverständigkeit“ und Orgelbau woanders gelernt habe und mittlerweile mehr über Orgeln weiß als die meisten. Und dass Hindernisse mich eher vorwärts bringen.

All das schien niemanden in Heidelberg sonderlich zu stören. Auch nicht Kord Michaelis und Team. Das schien alles total ok und normal, Sodom und Gomorrah auf christlich. Nebenbei wurde Abendmahl gefeiert und Bachs Kantaten gesungen. Ich kann damit schwer umgehen. Ganz zu schweigen, verzweifelte Studentinnen. Das alles kam mir heuchlerisch und unchristlich vor.

Eine Studentin dort hat sich umgebracht. Das fand ich besonders schlimm. Ich glaube, das hat mich ein Stück weit traumatisiert bis heute.

Ein unmoralisches Nest in meinen Augen, das kirchenmusikalisch evangelische Heidelberg. Lobbyismus bis Richtung Karlsruhe (Hello, Mr. Wiebusch) – Kirchenmusik Christuskirche (Männer-Club) fördert diese Leute und Szene besonders, da schließt sich der Kreis und das System.
Das Traurige in dem Wort Kirchenmusik ist das Wort Kirche. Denn schlimm geht es überall in der Welt zu. Aber in der Kirchenmusik wirkt das Schlimme besonders giftig, denn da sollte es gerade nicht, oder zumindest weniger sein. Es ist aber oft mehr.

Natürlich habe auch ich Fehler gemacht. Aber meine waren auf einem ganz anderen Blatt. Ich habe keine Macht ausgenutzt, denn ich hatte keine. Ich habe niemandem etwas verhindert. Ich war immer vorne herum und direkt und authentisch mit Kritik. Ich war angewiesen auf Wohlwollen. Abhängig. Ich war gierig in Leidenschaft, Wissen und Potential. Ich war auf mich fixiert, vielleicht naiv manchmal, aber nie bösartig. Ich war top ausgebildet, mutig und sehr begabt und habe das auch gezeigt. Ich war anders. Im Gegensatz zu den meisten anderen war ich gläubig, allein, Frau – gegen ein Männersystem. (Natürlich gibt es auch fiese Frauen, die es anderen Frauen schwer machen und die vor allem Männer fördern. Das will ich nicht vergessen.)

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