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Tourblog

Latenzfrei im Dom? (AHS)

Oben: Goll Orgel Hannover

Ich bin gut in Luzern angekommen. Mit dem ICE fuhr ich über Frankfurt, Basel, Olten bis nach Luzern. Zuerst machte ich mir Gedanken, da Schweiz plötzlich als Hochrisikogebiet gilt. Kay schrieb, ich bräuchte eventuell einen PCR-Test, den hatte ich nicht, aber ich wurde nicht kontrolliert, und aus Bayern kommend brauchst du ihn auch nicht, habe ich gehört. Aber irgendwie sagt jeder etwas anderes, auch im Zug kamen verschiedene Durchsagen… da ich mir dachte, naja, ich bleib locker.

Zudem gibt es jetzt auch noch eine neue Virus-Variante aus Südafrika?, es wird immer verrückter. Ob ich keine Zeitung lese? Nein, nicht mehr, mir reicht es mit schlechten Nachrichten. Lieber lebe ich manchmal in meiner positiven Traumwelt, vor allem, weil rings um mich viele Menschen nur noch negativ denken, und dann denke ich auch noch negativ. Aber gut, ok, ich habe versprochen, mir morgen im Zug eine Zeitung zu holen. Doch nun zurück nach Luzern: Es ist eine hübsche kleine Schweizer Stadt, der Bahnhof ist sehr geschmückt mit großen goldenen Bällen, und die Alpen sind schneebedeckt, wie in Österreich. Endlich Schnee! Bisher sah ich in von Luzern von früher (vor meiner Orgel-Zeit) nur den See und die Altstadt. Aber es gibt hier auch schöne Kirchen und Orgeln. Die HSLU Hochschule für Musik ist umgezogen vor ca. einem Jahr in das Industriegebiet; es ist ein großes, neues, modernes, graues Gebäude (Geschmackssache), erinnert mich vom Typus etwas an die Kölner Musikhochschule. Ein schöner großer Weihnachtsbaum steht im Bistro. Es gibt Bücherschränke und Sitzkissen. Die Orgeln stehen alle oben im fünften Stock. Es sind Goll und Metzler und eine große Späth (Freiburg).

Alle Leute sind sehr nett. Es ist wirklich hilfreich, an Orgeln zu üben in Zimmern mit total trockener Akustik: Tanz auf dem Drahtseil und auf Eierschalen, alles liegt nackt und entblößt, da geht es echt ans Eingemachte. Ich war zum ersten Mal hier und spielte auf der Späth, ohne sie vorher jemals angefasst zu haben.
Nach dem Konzert gab es Wein und Brötchen – das ist doch nun echt lieb. Kay meinte, ich bin ein Vorspieltyp, ein Konzerttyp – das stimmt, ich blühe auf unter Druck (meistens, nicht immer, aber sehr oft). Das war schon bei Glemser so, darüber hat er immer wieder gelächelt.

Untergebracht bin ich im Ibis-Hotel beim Bahnhof. Ein guter Freund hat mich vom Bahnhof abgeholt. In der Schweiz bist du ja außerhalb von Datenrooming, Euro… Aber es ist sooo schön, die deutsche Grenze zu passieren und zu verlassen; ich genieße jedes Mal die neue, freie Luft. Sofort ist da der Eintritt in eine neue spirituelle Zone, so wirkt es, ohne die oft deutsche Härte und Bürokratie. Zum Beispiel ist die Konkurrenz nicht so stark; jedenfalls scheint niemand verachtet zu werden, wenn er schlecht spielt oder rausfliegt aus dem Stück – in Deutschland meist ganz anders.  

Sich ein ganzes Leben weiterzubilden, ist in der Schweiz auch ganz normal. In Deutschland bringen die Organisten zwar ihr Auto und ihre Zähne regelmäßig zur Durchsicht und zum TÜV, aber zum Unterricht gehen sie nicht mehr, was auch zu hören ist. Wenn man kein neues Repertoire aufbauen will und ohnehin kaum übt und nichts Neues und keine großen Werke und keine Zyklen lernt und spielt, sondern alles irgendwie und vom Blatt und nur klein und immer das Alte und nur für den Gottesdienst spielt, braucht man kein Coaching. Aber wenn mensch weiterkommen und top und outstanding werden will oder einfach das Beste geben möchte und CDs einspielt und in der Technik wächst, dann liegt es doch auf der Hand, dann ist es doch ganz klar, dass ein fleißiger, begabter Mensch regelmäßig zu Supervisoren geht. In Deutschland gehen die Organisten zur Zahnärztin und zum Friseur und zum Shoppen und zum Steuerberater, aber zum Unterricht gehen sie nicht. Naja, so tönt es dann auch… Ich gehe 1000 x lieber zum Unterricht als zum Friseur, Zahnarzt, Steuerberaterin … Es ist eine Frage der Prioritäten. Da sind so manche neidisch und gönnen mir das Weiterkommen nicht. 

Heute früh in Frankfurt telefonierte ich mit Axel von Rethinking Classical Music – er hat Recht, es braucht neue Konzepte. Ich denke auch positiv über digital und hybrid. Wien hat seit der Pandemie einen enormen Rückgang von Konzert-Besuchern und Touristinnen. 

Mein 3. True Crime Video: Wie ist eure Meinung? Mich hat der Fall schockiert:

Kyle Rittenhouse – Analyse True Crime AHS. Was war passiert? Waffen & Gesetze Justiz USA

Neu: 

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Crime Time

Stille Nacht aus Stade:

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Neu: Orgel Information: Schnitger Orgel Stade

Raumfüllend und dennoch zart, sparkling und brillant und dennoch warm und mit Gravität. In meinem Konzert spielte ich bewusst und auf Ermutigung Martins hin süddeutsche und italienische Musik auf norddeutscher Orgel und Werke, die nicht typisch für mitteltönige, norddeutsche, historische Instrumente mit kurzer gebrochener Oktave sind, wie Mozart, Neue Musik, Schlüter, Muffat, Knecht, Scarlatti. Norddeutsche Musik auf norddeutschen Orgeln wurde schon tausend Mal gespielt. Viele Organisten sind sehr festgefahren, was Repertoire auf mitteltönigen Orgeln angeht.

Kinderärztin verblüfft: Immer mehr Milchbubis sind laktoseintolerant. (Czech/Domzalski)

Stimmt. Oh..

Immer mehr Männer verwandeln sich immer mehr in Milchbubis.

Oben: Goll-Orgel Hannover

Gesegneten Nikolaus.
Heute war ein schöner zweiter Advent mit weißem Glühwein und leckerem Adventsessen.
Es ist bedenklich, dass ich alle Orgeln Deutschlands zu kennen scheine, aber noch nie von der hübschen Klais in der Neumünster Würzburg nebenan Notiz genommen habe. Da muss ich erst Besuch von außerhalb bekommen, um mich zu erinnern, dass nebenan von mir ein paar Schritte entfernt eine Kirche namens Neumünster steht – sagenhaft. So ist das mit der Heimat. Würzburg ist jedenfalls eine Klais-Orgel-Stadt. Ich mag Klais, genieße es aber auch, wenn sich die Orgeln einer Innenstadt voneinander deutlich unterscheiden, auch was die Orgelbauer angeht. Ich bin (in der Innenstadt wohnend) von Klais umrundet in jeder Hinsicht. Es sind allein 6 Klais ganz nah zu mir.

Die 2G+-Regeln stören mich, es wird ja doch auf 1G oder 1G+ hinauslaufen, schätze ich. Naja. Wie schön und unbeschwert war es früher, wo wir einfach spontan gemütlich ins Kino konnten. (Aber es läuft grad sowieso kein schöner romantischer Weihnachtsfilm. Ich mache doch keinen Schnelltest, um mir polnische Pornos oder Marvel Arts anzusehen… ) Wo ich einfach ohne Handy und Ausweis loszog. Jetzt braucht mensch Handy und Ausweis und noch einiges mehr (Maske, Test, was kommt noch?), um überhaupt irgendwo reinzudürfen – um überhaupt draußen sitzen zu dürfen. Das alles konnte sich kein Mensch Anfang letzten Jahres vorstellen! (Bald werden wir das nicht mehr sagen können.) Wird es je wieder unbeschwert werden?

Die Welt wird immer älter. Aber erleben wir wirklich Fortschritt?
Ich höre Kaminknistern von Calm und gehe gleich ins Bett. Morgen früh aufstehen.

Morgen kommt mein drittes True Crime-Video. Ok, ok … sorry, es macht mir einfach Spaß. Ich empfehle auf YouTube zudem Tiffanythinks und Dave‘s Lemonade. Schöne Stimme.
Heute habe ich sehr viel geübt. Das Üben macht mich ausgeglichen und glücklich. Nebenbei höre ich Podcasts oder Hörbücher über Serienkiller. Stimmt was nicht mit mir?

Ein weihnachtlicher Frühschocker: Stille Nacht. Vlogmas AHS:

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Warum muss man alles studieren (können)? (AHS)

Gesegneten Advent. Heute ist ein besonderer Tag für mich, wie immer am 5.12. in jedem Jahr. Der 6.10. ist auch jedes Jahr ein besonderer Tag für mich. Ich erzähle vielleicht später, warum.

Heute erinnere ich an die Lyrikerinnen Lotte Denkhaus, Agnes Miegel, Dagmar Nick, Ina Seidel, Ruth Schaumann.

Sehr schön: Der letzte Satz von Ritters 4. Sonate und Viernes Impromptu. Ich liebe meinen kuscheligen leguano-Schal, von leguano gesponsert.

Advent. Weihnachten: 

Freue dich, Tochter Zion. Denn siehe, ich will bei dir wohnen. – Hier in Sacharia 2,14 heißt es: Tochter, wie schön, und nicht Sohn Zion. Tochter. Weiblich. Frau. Denn die Braut Jesu ist weiblich. Jesus und sein Vater sind laut Bibel nicht schwul – und holen nicht den Bräutigam heim (heimholen = Himmel), sondern die Braut. Dass Gott von Tochter und Braut spricht. Männer werden wohl auch dabei sein, aber ich glaube nicht, dass die Braut Jesu aus lauter (weißen alten) Männern besteht, auch wenn das die Kirche oft so darstellt. Tochter Zion.

 Es gibt moralische „Inzucht“ in der Welt der Kirchenmusik/Musik  in Deutschland, eine Art Lobbyismus, stilistisch deutlich intolerant. In gewisse Gruppen und Zusammenarbeiten kommt man nur hinein, wenn mensch Teil der Inzucht ist oder sein will. Ich habe viele Dinge schon am Anfang meiner Orgelkarriere über die Szene geahnt. Aber mann sagte mir, ich sei noch zu neu, das könne ich noch nicht beurteilen. Nun, vier Jahre später sage ich das Gleiche, und allmählich wird es ernst genommen. 

ps: könnte ich nicht statt “man” “mensch” schreiben? „Menschin“ gibt es leider nicht, aber “mensch” ist auch sie. Oder ich schreibe “frau” und “mann” statt “man”. Auf jeden Fall möchte ich unsere Sprache verändern und revolutionieren, oder nicht?, um sie an die Zeit und an die Gerechtigkeit anzupassen?

So viel zu Theologie und Kirchenmusik/Orgelwelt.

Seltsam ist, dass ich, egal wo ich bin, oft eine Ausnahmeerscheinung und Seltenheit bin. Sei es in der Orgelwelt, sei es auch in der Promotion. Warum dort auch? Von allen Musikpädagogik-Promovierenden bin ich die einzige Künstlerin, die von Musik und künstlerischer Arbeit lebt und nicht in einer Schule oder einer Musikschule unterrichtet (Gott sei Dank ☺️) und nicht Schulmusik oder nur IGP oder nur Kirchenmusik studiert hat. Ich habe durchaus auch Instrumentalpädagogik (IGP) studiert, aber eben auch. Ich komme zudem, was die Musikpädagogik angeht, von der wissenschaftlichen Musikpädagogik von der Uni her. Kirchenmusik ist im Grunde vom Typus ein pädagogisches Studium, auch wenn die Pädagogik hier meist weit hinten runterfällt.

Künstlerisch studiert haben von den Musikpädagogik-Promovierenden und den Musikwissenschaft-Promovierenden die wenigsten. Das merke ich auch an den Verortungen, Themen, an den Desideraten, Herangehensweisen und Diskussionen. Dabei ist es relevant und entscheidend, dass sich auch freie Künstlerinnen und Künstler an den Themen der wissenschaftlichen Musikpädagogik und Musikwissenschaft beteiligen.

Das Jahr geht bald zu Ende, danke für all Eure Unterstützung ❤️

Hier: Arthur Piechler: Neu: In Dulci Jubilo – Arthur Piechler, Freudenschall Christmas Choral Weihnachtspräludium, Späth Orgel

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In Dulci jubilo


Goll Orgel Hannover

Wir verlangen Gleichberechtigung in der Zuversicht, dass unsere deutschen Männer uns selbst, was wir wünschen, entgegen bringen werden. (Henriette Hirschfeld)

Oben: Hoffmann Orgel St. Laurentius Würzburg-Heidingsfeld 

Meine neue Bach-CD Orgel im Audite Verlag kommt in den nächsten Tagen zu mir. Sie soll schon auf dem Weg sein, ich freue mich. 

Neu: Führer Orgel Herford Laar

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Herford Laar Führer Orgel

Weimbs Orgel Zülpich bei Köln

Neu: Orgel-Information

Oh. Ich liebe diese Aufnahme hier unten: Bach Passacaglia an der Goll-Orgel Hannover in einer Farbe – es war eine bewusste Entscheidung und ein Experiment (und gegen gewisse eingefleischte Nörgler ein Wagnis), bewusst nur eine Farbe zu wählen, durchweg insgesamt, nachdem ich kurz zuvor an der Sauer Orgel ganz anders registriert hatte (siehe Videos). Denn dieses Werk hat viele Türen, und eines ist klar: In einer Farbe zu spielen ist viel schwerer. Aber das kapieren viele Organisten, Laien und Unmusikalische nicht. Für sie ist Orgelspielen Knöpfe drücken oder ziehen. Sie können keinen Spannungsbogen von 15 Minuten in einer Farbe halten, was dynamische Musikalität erfordert. Daher spielen so viele „Organisten“ auch so katastrophal schlecht Klavier. Damit ist nicht nur die fehlende Technik gemeint. Da zeigt sich dann die nackte Unmusikalität. (Überhaupt: Wer im Leben ein eiskalter Fisch ist, wird an der Orgel wohl kaum plötzlich ein sensibler, gefühlvoller Spieler sein.) 

Die rote Marktkirche Hannover mitten in der Innenstadt aus Stein ohne Bänke bietet eine faszinierende Akustik. Die Orgel an sich besitzt einen kreativen Prospekt und erinnert mich an eine mächtige Pergamentrolle. Blätter aus der Bibel? 

Die Kirche besitzt insgesamt drei tolle Orgeln, auch eine wunderschöne italienische vorne. Die große Goll Orgel ist nur über eine gefährlich wirkende, transparent wirkende „Wendeltreppe“ zu erreichen. Nichts für Unschwindelfreie Sie erinnerte mich etwas an frei hängende Schaukeln über gähnendem Abgrund. 

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Goll Orgel Hannover

Neu: Orgel-Information:

3. Dezember 2021

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Sei außergewöhnlich oder stirb! (Yevonde Cumbers)

Oben: Sonnen-Orgel Görlitz

Viele Perscheid-Fans rätseln über Floradomie, Martins einziger Liebesgeschichte, die so völlig anders ist –  für mich. Ich habe noch die allererste und unveröffentlichte Rohfassung und war dabei, als er die Geschichte schrieb. Dass er so viele Fans hat, wusste ich gar nicht. ☺️ Für mich war er immer der ganz normale Martin. 

„Der Berliner Schlüssel“ ist ein super Buch zum Verständnis von Soziologie und deren Assoziationen und Netzverbindungen, beispielsweise zu Technik und auch zu Vermittlung, doch leider auch 2021 frauenfeindlich übersetzt oder eventuell sogar frauenfeindlich geschrieben (S. 16 / S. 23…) – und insgesamt nie gegendert. Die männlichen Formen dominieren unsensibel das Buch, Bruderkrieg kommt auch dazu, und die dumme Archäologin ist die einzige weibliche Form, und die versteht den Schlüssel nicht. Dies sagt viel mehr über Soziologie aus als 1000 Schlüssel. Es könnte beim Lesen gedacht werden, in der Welt gibt es nur Männer – und diese einzige Archäologin. Und vielleicht noch viele unsichtbare Frauen. Wie kann so etwas Soziologen verborgen bleiben? 

Ansonsten war heute nicht so viel los. Auch mal schön.

Adventskalender 2 AHS – Riesenrad Stuttgart, Vlogmas:

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Liszt

Hoffmann Orgel St. Laurentius Würzburg Heidingsfeld

Hoffmann Orgel St. Laurentius Würzburg Heidingsfeld

Neu: Orgel-Information

Keine Nation kann zur Höhe ihrer Macht aufsteigen, solange die Frauen nicht Seite an Seite dabei sind. (Fátima Jinnah)

Aus Pakistan.
Heute erinnere ich an Ângela Lansbury (Schauspielerin), Beatrice‘ Guillaume (Managerin) und Felicity Aston (Polarforscherin).

Oben: Die Compenius-Sauer-Mathis-Sonnen-Pferde-Orgel Görlitz.

Manchmal stelle ich mir Thunderstorm oder Schneesturm auf YT ein mit dem Chromebook und Bluetoothbox und lausche dem, während ich übe an der Hauptwerkorgel. Gemütlich! Heute war wieder Privatissima Promotion. Habe jetzt das neue Word. Ps: Es gibt wirklich Leute, die sagen „Blauzahn“ ☺️Wahrscheinlich, weil sie Bluetooth nicht aussprechen können.
Meine neuen Kompositionen sind fertig aufgeschrieben. Es hat 85 Stunden gebraucht. 7 Sendschreiben für Orgel. Meine Werke zeichnen sich dadurch aus, dass sie bewusst typische Muster und Strukturen von „Form“ umgehen, um durch Klang und Freiheit neue Formen zu gestalten. Ich möchte neue Formen finden. Ein neues Genre. Warum sollte ich etwas aufschreiben, was schon da war?

Hochinteressant ist das Buch „Der Berliner Schlüssel“ von Bruno Latour (französischer Soziologe). Er schreibt über Assoziationsketten zwischen Menschen und Dingen (den Nicht-Menschen).

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Euer Adventskalender – immer mit Überraschungen. Hier: Die selbstgebaute Mini-Orgel aus Tirol mit Lichtern.

Ich liebe Wortneuschöpfungen. (AHS)

Oben: Führer Orgel Riddagshausen

Erster Dezember, und fast alle meine Adventskalender sind schon… ähäm … empty. Aber glücklicherweise nicht alle. Nicht die, die Päckchen oder Schachteln haben mit Sachen drin. Ohrringe mit Violinschlüssel. Ich habe Löcher in den Ohren, aber kleine empfindliche Ohren. Ich habe Ohrringe nie lange drin ausgehalten.
Ich probiere wieder. 
Der Weihnachtsmarkt hat zu, ich genieße die Stille, da ich ja mitten in der Innenstadt wohne, und nur eine kleine Lokomotive bietet einsam heiße Maronen an (die ich nicht mag). Und ich freue mich so auf meine neue Bach CD bei Audite ❤️:

 

Neu: Orgel-Information:

Casparini Mathis Sonnen-Orgel St. Peter und Paul Görlitz

 

Wenn man dies alles hier in 100 Jahren liest, wird es anders sein? Wenn man dies in 200 Jahren liest, wird unsere Welt noch da sein? 

Hungerburg Innsbruck, Tirol, Österreich, Bahn – Alpenzoo, Berge

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Tirol

Das Wort KLIPPAN ist schwedisch und bedeutet „morgendliche Rückenschmerzen nach dem Liegen auf einer Metallleiste“. (Czech/Domzalski)

So was! 
Oben: Schongau, Sandtner Orgel

Schade, dass es keinen 31. November gibt. Ich bräuchte ihn dringend. 

Heute war wieder Zoom Mozarteum Musikpädagogik: Interpretationsforschung heute, ein junges Feld. Es gibt da einiges, was ich bedenklich finde oder was noch entdeckt werden müsste (ich diskutiere gern): Live, Aura, Atmosphäre, Power und Gesamtkunstwerk. Das wirklich Wichtige, Künstlerische und Spannende lässt sich eben nicht messen. Und das ist auch gut so. (Siehe Gott.)
Audio und Video ist meist inszeniert (außer man ist so authentisch wie ich oft), und sicher ist es nicht uninteressant, die Benutzung von Pedal bei Pianisten oder die Benutzung des Bogens bei Geigerinnen zu messen etc. oder zu diskutieren, welcher Keil oder Punkt so oder so gemeint sein kann. Aber für mich ist das alles Schnittlauch auf dem Essen. Die wirkliche Interpretation findet woanders statt. Und ob Anne-Sophie Mutter ein blaues Schleifenkleid trägt oder Gidon Kremer aussieht, als wäre er dem Film Schweigen der Lämmer entsprungen, zusammen mit seinem Männer-Berliner-Club – das lenkt mich eher von der Musik ab. Aber zu forschen gäbe es hier viel.

Klaro: Die, die interpretieren, forschen nicht wissenschaftlich darüber. Schwierig: Die, die wissenschaftlich forschen, sind meist keine Musiker, zumindest nicht aktiv professionell. Daher kommt oft Unnötiges oder gar „Unsinn“ dabei heraus, das dem Geheimnis der Entstehung und Durchführung von Interpretation nicht näher kommt und das eher Fandom und Prominenz in den Mittelpunkt stellt. 

Neu:

Physharmonica Klais Orgel Neckarsulm – Orgel Date AHS

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Klais Physharmonica

Und hier unten: Meine ersten Orgelschuhe 2017:

… ja, goldene Sandalen ☺️

Brahms – Präludium Fuge g-Moll Ann-Helena Schlüter Führer Orgel Konzert Riddagshausen, Organistin

Video von 2017 – seitdem ist so viel passiert. Mein erstes Orgel-Video. Seitdem Studium Frankfurt, Heidelberg, Würzburg, Hamburg, Luzern/Stuttgart… Dreifacher Master. Riddagshausen 2017 war einer meiner ersten internationalen Orgelsommer. Ich werde ganz nostalgisch. Kurz danach studierte ich Orgel. Ich war da schon in Frankfurt für das WS immatrikuliert, oder kurz davor. Da kam ich mit meinen goldenen Orgelschühchen an und wusste noch nichts von der Szene. Seitdem 1000 Orgeln.

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Orgel-Information


Übrigens: Dies ist eines meiner allerersten Orgel-Videos, da war ich grad im ersten Semester in Franky ☺️

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Bach Beckerath Ann

Kirchenmusikgeragogik und Andragogik sind wichtig. (AHS)

Erster Advent ❤️

Heute war der vierte und letzte Tag des digitalen Doktorandenforums des Mozarteums, wo ich promoviere. Ich finde es wichtig, dass man die Dissertation schreibt, um der Gesellschaft etwas beizutragen und etwas Neues, Gutes zu tun und die Welt zu verbessern, zumindest ein Stück weit, und nicht nur für sich selbst, um egoistisch einen Titel zu haben, den man stolz vor sich herträgt, wie es manche machen. Meine Arbeit soll anderen etwas bringen.
Insgesamt gibt es in der Wissenschaft und auch in der wissenschaftlichen Musikpädagogik noch immer (starre) Konventionen, auch unter Frauen, die frau teilweise einhalten muss in einer Community und in der Academic Society, jedoch gerade als „Flamingo“ und Brückenbauerin habe ich hier eine wichtige, gesellschaftliche und sogar bildungspolitische  Funktion, glaube ich. Und ich möchte alle Künstlerinnen und überhaupt alle ermutigen, sich an eine Dissertation und an Abstracts heranzutrauen, auch wenn man sie neben dem Beruf fertig stellt.

Es ist nicht immer leicht,  Kritik und Verbesserungen anzunehmen (Frauen nehmen das manchmal persönlich, als würde man selbst in Frage gestellt). But it is the same God who spins things in the orbit. Und ob man nun an Verortung, Methode, Anbindung und Rückbindung an Theorie,  Fachlichkeit, Objektivität, Schlüssigkeit, Meta-Ebenen oder Forschungsfragen arbeitet, dran bleiben lautet die Devise. (Ich habe bald nun einen Laptop nur für die Diss.)

Ich wurde gefragt, woran ich arbeite und schreibe:

Es ist eine Diss in Musikvermittlung, in Bachvermittlung mit Post-Millennials zwischen 14 und 17, dem schwierigsten Alter ☺️
Mixed Methods, Quant und Qual, Inhaltsanalyse nach Mayring. Ich poste bald mal einen kleinen Auszug.

Übrigens: Es ist nicht leicht, Orgelschuhe zu finden für Frauen in Deutschland, für mich mit Größe 36 (in englisch 3 1/3) fast unmöglich, da es oft erst mit 37 (4) losgeht. Es gibt zwar Tanzschuhe, aber die haben so eine minizierliche Absatzfläche, dass er eher an einen kleinen Keks erinnert. Habe mich jetzt an organmastershoes gewendet. Wenn ihr noch Ideen habt, lasst es mich wissen. Ich brauche ja einen ordentlichen, „männlichen“ Absatz mit Fläche.

Neu: Orgel-Information:

Sandtner Orgel Schongau

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Haus der Musik Innsbruck, Tirol, Österreich

28. November 2021

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Liszt daheim spielen, als würde man mit einem Haubschrauber im Wohnzimmer fliegen. (AHS nach Nelson Piquet)

Oben: Erler Orgel Terfens, Tirol, Österreich

Es wird 17:50 auf der Uhr und ich denke an…

Heute war der dritte Tag des DokKol und Rethinking Classical Music, und es ist faszinierend, immer tiefer in empirische Forschung einzutauchen und die Schlüssigkeit zu verstehen. Es ist eine eigene Community. Aber nicht uninteressant. Selbst Leute, die man „komisch“ findet, sind, wenn man sich ihnen auf ihrer Ebene nähert, ganz nett. Am schönsten ist es natürlich, wenn man sich geehrt und verstanden fühlt, ohne sich auf allzu „fremde“ Ebenen begeben zu müssen. Aber es ist freilich so, dass auch die fremden Ebenen geschätzt werden wollen, egal, welche es sind. Es ist also ein gutes Training. Und morgen erster Advent. 

Jeden Augenblick:

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