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Es ist sicher kein Zufall, dass die Musik nicht „der Musik“ heißt. Und dass Kunst  „die Kunst“ ist. (AHS)

Kunst, Sprache und Musik sind weiblich. Kunst und Musik sind ja Sprache.

Das Konzert in der Stiftskirche war schön, sehr gut besucht, brandneues Programm und Repertoire, Presse war auch da. Fantasien im Licht. Bruhns, Vierne, Bach, Tunder, Mozart, Schlüter, Reger. Zum Verbeugen bin ich auf die Altarinsel gegangen und drehte mich nach allen Seiten. Ich hielt mich dabei am Altar  fest wie früher am Flügel. Was ist mit das Schönste im Konzert? Das Verbeugen ❤️
Großartig sind die 12 Glocken der Stiftskirche in Freckenhorst (auch nachts)  und die spätgotischen Tabernakeltürme und der bedeutende Taufstein.

Oben: Seifert Orgel Freckenhorst

2178 Pfeifen, 38 Register auf zwei Manualen und Pedal. Das obere Manual ist das Schwellwerk. Die elektrische Register- und Spieltraktur mit Setzer-Anlage der Firma Otto Heuss ist leicht zu bedienen.

Sehr schönes Konzert! Ich wohne hier direkt an der Kirche. Die Ferienwohnung ist wie ein Puppenhaus eingerichtet, sehr geschmackvoll, hell, Holzboden, von den vielen kleinen Fenstern sieht man alte Bäume und die große Kirche. Ein Traum! Das Ehepaar Tönne Maria und Gunter ist eine Wucht! Dass es so liebe Menschen gibt ❤️❤️ Gebildet. Klug. Herzensgut. Er war Arzt, sie Lehrerin. Sie haben mich liebevoll versorgt. Top Leute. Heute schauten wir sogar Tatort (Köln-Tatort) nach dem Konzert, weil ich unbedingt wollte (ich habe ja daheim bewusst keinen Fernseher) und haben zusammen gerätselt, wer denn nun der Mörder war. Ich lag ganz falsch. Sie haben mir erzählt, dass es den Münster-Tatort tatsächlich noch gibt und meist in Köln gedreht wird. In ihrem wunderschönen Haus haben sie viele Kunstwerke und sind ehrenamtlich engagiert in viele gute Projekte, u.a. Orgelbauverein Freckenhorst.

Standort der Orgel: Nord-Querschiff der Kirche. Verbesserter Winddruck, neue Mensuren und  Intonation der Pfeifen. Das war genau damals 2017, als Andreas Sage Seifert für Klais verließ.

Neu:

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6. Februar 2022

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Die Kunst berührt und bewegt den modernen Menschen als Rezipienten im Innersten der Seele wie nichts anderes – und sie gebiert dem Menschen als Produzenten, das heißt, als Künstler oder Kunstschaffendem, indem sie ihre eigene Gesetzmäßigkeit gegen alle instrumentelle, politische und ökonomische Vernunft gelten zu machen vermag. (Hartmut Rosa)

Ich bin in Freckenhorst bei Münster angekommen. Die Züge fuhren über Hannover und Hamm. Die große, katholische Stiftskirche St. Bonifatius (nach dem Brand 1129 wieder aufgebaut) ist eine schöne „Kathedrale“: Romanisch, Arkaden, dicke Säulen; nicht strahlend gotisch, aber strahlend romanisch;  im Westschiff steht keine Orgel mehr, die barocke Orgel (Mencke, 1711, Beckum) stand hier früher im Westwerk. Jetzt steht die neue, weiße Seifert-Orgel (Romanus Seifert, Kevelaer) von 2017 im Nordschiff, links vom Altar, horizontale Zungen (Chamade), freier Spieltisch, elektrische Spieltraktur, Setzeranlage, Wippschalter, 2 M, 38 R. Die Orgel hat noch 2/3 Pfeifen der Vorgänger-Orgel Breil. Kreuzförmig sammelt sich der Klang in der Kuppel. Die Akustik von 4 1/2 Sekunden ist gut zu handhaben, da die Orgel im Nordflügel ebenerdig steht. Den Damenstift mit den Nonnen gibt es schon lange nicht mehr. Nun ist der Stift ein Schloß, hinter der Kirche, von Grafen und Gräfinnen bewohnt. Die Kirche besitzt einen echten Brunnen, aus dem geschöpft werden kann, rechts vom Altar. Neben der Orgel befindet sich der Tabernakel von 1743 mit dem berühmten Kreuz. Angeblich befinden sich dort auch „Splitter vom Kreuz Jesu“. Der silberne Kasten von 1669 mit den Gebeinen der Äbtissin Diethild Thiatildes, nach der Rekatholisierung, steht rechts vom Altar (Alarmanlage). 17 Uhr Konzert! Ich berichte morgen weiter. Müüde.

Foto oben: Stiftskirche Freckenhorst

Neu: Orgel Vlog Templerkirche

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Guten Morgen! Die Gegend mit den roten Backsteinen und den grünen Wiesen im Münsterland mag ich sehr. Ich habe vor Jahren schon in Warendorf und Beckum Klavierabende gegeben. Und dass es eine Reiter-Gegend ist, mag ich. Schon einige Stunden an der Seifert Orgel geübt. Da sie eine elektrische Spieltraktur hat, mußte ich mich erst wieder an den „elektrischen Druckpunkt“ an den Tasten gewöhnen.

5. Februar 2022

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Weibliches Wehren gegen Männer ist zu selten und leider oft notwendig. (AHS)

Ich arbeite an meiner Diss und war zur Entspannung 2022 endlich spontan im Kino mit Freunden, im Film Wunderschön mit und von der wunderbaren Karoline. Top Film, ich musste ganz oft weinen, aber das ist bei mir normal, dass ich im Kino lache und weine, weinend lache und lachend weine. Ich habe es sehr vermisst, ins Kino zu gehen. Ich versinke gerne in eine Geschichte. Endlich ein Film, bei dem völlig klar ist, dass Frauen den mit Abstand größten Sprechanteil haben, und nicht wie sonst bei fast allen anderen Filmen Männer den weitaus größten Sprechanteil haben.

Ich empfehle Wunderschön sehr. Er öffnet Frauen in vieler Hinsicht die Augen, die noch schlafen. Und er ist sehr berührend. Frauen, ihr seid wunderschön. Alle. Hut ab! Ihr verdient Respekt und höchste Bewunderung. Und ich liebe euch, Frauen. Alle!

Oben: Domorgel Greifswald

Ich war auch kurz im Kulturspeicher wegen Gleichen-Rußwurm. Dann arbeite ich weiter an meiner Dissertation.

Morgen werde ich 13 Uhr in Münster abgeholt.

Ich liebe die Orgel. In Leipzig 2016 habe ich mich in die Orgel verliebt, obwohl als Konzertpianistin international konzertierend und mit Konzertexamen Solistenklasse Klavier bei Bernd Glemser. Seit Herbst 2017 bis 2019 (6 Semester Hochstufung) studierte ich dann an der HfMDK Frankfurt am Main Orgel (Bachelor Orgel mit 1), dann SS 2019 ein Semester im Studiengang KE Konzertexamen Orgel an der HfK Heidelberg, dann ab WS 2019 parallel an der HfM Würzburg und an der HfMT Hamburg Master Konzertfach Orgel (beide Master-Abschlüsse, Würzburg Note 1,0, beides Mal Hochstufungen). Es gibt noch viel in romantischer Orgelmusik an Repertoire zu entdecken, ich möchte mein Repertoire erweitern und mein Pedalspiel perfektionieren. Da es im Vergleich sehr wenige Konzertorganistinnen gibt, möchte ich hierfür optimal vorbereitet sein, da ich von Konzerten lebe.

Ich erinnere mich gern an die Greifswalder Dom-Orgel: Heute 53 Register, 3 Manuale, Pedal, mechanische Schleifladen (Umbau 1988 durch Fa. Jehmlich aus Dresden). Neogotisches Gehäuse wurde behalten, leider nur 15 Buchholz-Register blieben original. Schade, dass immer alles „umgebaut“ werden muss. Warum? Die ursprünglich frühromantische Greifswalder Dom-Orgel mit 45 Registern durch Carl August Buchholz, einem genialen Orgelbauer aus Berlin, wurde durch F.A. Mehmel 1868-1870 repariert, bekam weitere Register 1869, dann wieder repariert 1871-72 durch Grüneberg, leider ab 1873 schlimmer Umbau durch die Orgel-Zerstörungs-Bewegung (im Sinne der „Orgelbewegung“), durch Kemper & Sohn, dann 1988 erneuter Umbau durch Jehmlich. Das Wort Umbau ist oft ein trauriges Wort im Orgel-Zusammenhang.

Meine erste Bodechtel-Orgel: Die Kirche entstand 1471, Schmuckstück im Aischgrund, Kanzelaltar aus dem 17. Jahrhundert. Hübsche, zweimanualige Orgel von Bodechtel, Vater Johann Christoph Bodechtel: 1734-1788. Sohn Johann Jakob. Meine erste Bodechtel-Orgel. Gerhardshofen. Schöne fränkische Orgel.

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4. Februar 2022

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Dem Reich der Frauen erwerb‘ ich Bürgerinnen. (Louise Otto, 1849)

Oben: Hey Orgel Würzburg

Die Schriftstellerin Louise Otto, die Lehrerin Auguste Schmidt und Henriette Goldschmidt gründeten den Allgemeinen Deutschen Frauenverein und die erste Frauen-Zeitung. Es ging ihnen um Bildung von Frauen, sie gründeten den Verein der Berliner Künstlerinnen und Kunstfreundinnen. Mit dröhnenden Parolen machten Männer in Universitäten (!) diese weiblichen Bemühungen der Freiheit ab 1870 lächerlich. Besonders der Mediziner Heinrich von Sybel (Jahrgang 1817) hielt nichts von der „Emanzipation der Frau“, wie er es nannte. (Ob von daher dieses Wort kommt?) So auch ein Professor für Anatomie: Theodor Bischoff, der behauptete, „die Befähigung zur Ausübung von Wissenschaften sei dem weiblichen Geschlecht nicht gegeben.“ In dieser Zeit bemühte sich die Komponistin Emilie Mayer um die Drucklegung ihrer Werke. Auch heute haben alle großen Verlage wie Bärenreiter und Schott etc. fast nur Männer in ihrem Programm. Sogenannte Musikschriftsteller wie Wilhelm Tappert (Musikalisches Wochenblatt) schrieb um 1870, „dass es den Frauen vergönnt sei, nach höchsten Zielen zu streben“ und machte sich über die „musikalische Frauenfrage“ in Pamphlets seltsame Gedanken, denn er schrieb, „die Frauen sollen sich damit begnügen, das Haus zu schmücken.“ Ähnlich äußerte sich der evangelische Theologe Philipp von Nathusius um 1871, der warnte, „Frauen sollten sich nicht mit Künsten auf Irrwegen begeben.“ Es wird deutlich, dass vor allem Akademiker (!) Frauen hindern wollten. Enttäuscht bin ich über den Pianisten Alexander Winterberger, der zusammen mit Ludwig Rellstab 1850 Frauen nicht ermutigte, sondern behauptete, „den zarten Empfindungen von Frauen läge es fern, sich mit Komposition zu beschäftigen“. Helfriede und Martin Plüddemann zusammen mit Carl Loewe aber halfen den Frauen. Auch heute gibt es genug Lästermäuler. Darunter sind auch Frauen. Doch ich habe durch die Lästermäuler viel gelernt: zu ignorieren. Ich bin dadurch erwachsener geworden. Muss nicht alles durchs Feuer gehen? Lästern ist ein Merkmal von Leuten, die es nicht so weit bringen werden. Der Punkt ist, dass ich mein eigenes „Investment“ bin, meine eigene Marke, während die meisten für andere oder nur für Geld arbeiten. Daher trage ich so viel Verantwortung für mich wie andere für ihre Vorgesetzten oder Kunden oder Kirchgemeinden oder Büros oder Chefs. An mich als Investment denke ich wie von außen, wie an „ein Ding“, für das ich Pflichten und Verantwortung trage. Ich trenne das sozusagen. Private Ann. Und die Kunst Ann. Oder so ähnlich. Es ist schwer zu erklären. Nur jemand, der sich selbst als Kunst hat, kann das nachvollziehen. Für alle anderen ist das „arrogant“. Aber muss nicht jeder seinem Herzen und seiner Berufung folgen? Woran ist zu erkennen, dass man sich selbst als Investment hat oder haben sollte? Daran, dass sonst etwas total fehlen würde. Daran, dass man komplett einen Unterschied macht. Daran, dass man eine völlig neue Facette bringt. Dass man einen Ausgleich schafft. Daran, dass du anders bist, besondere Gaben hast und du es mit deiner ganzen Faser spürst. Daran, dass du in die Bresche springst. Daran, dass du es einfach musst. 

Ich habe einen Tunder-Ohrwurm. Die Choralmelodien mit Sesqui, Gedackt 8 und Flöte 4 (plus evtl. Flöte 2) bohren sich geradezu ins musikalische Gedächtnis ein. 

Meine Schlangen-Wärmflasche ist angekommen. 

Ich mag die ganz alten Strabas in Würzburg. Sie sehen aus wie lange Wespen mit Brille. Mit Vespa-Brille.

Heute habe ich bei den Rita-Schwestern im Kloster gespielt und aufgenommen. Danke an Robert. Die Nonnen sind sehr lieb. Als Deko nahm ich eine Kerze und stellte sie neben die Orgel. Meinte später die liebe Oberschwester (Haupt-Nonne) zu mir: Wie ich sehe, haben Sie sich das Licht der Mutter Gottes ausgeliehen. Oh! antwortete ich. Ich dachte, es wäre eine ganz normale Kerze. – Sie können sie ja später wieder zurückstellen und sich dann bei ihr bedanken. Bei der Mutter Gottes, meine ich. 

Stellt euch vor, ihr Lieben, da schneit eine Organistin ein und beansprucht das Licht der Mutter Gottes für sich!

❤️
Das war hier: Orgel-Information:

Hey Orgel Kloster Würzburg

 

Neu: Mozart, Transkription AHS

Mozart – KV 399 Suite in C Intrada, Transkription AHS, Strebel Orgel Kleinweisach, Orgel Vlog AHS

Neu: 

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Mozart

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3. Februar 2022

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Menschenrechte habe kein Geschlecht. (Hedwig Dohm, 1831)

Dohm gründete 1876 die Zeitschrift „Der Frauen Natur und Recht“. Dann begann hier endlich eine Opposition der Frauen gegen die Männer, die sie nicht studieren ließen und die das weibliche Wehren als „Frauenfrage“ lächerlich machten.

Im Landesmuseum Württemberg gibt es ein hübsches Cafe. Nach dem Üben an der Schlossorgel da hinzugehen, ist schön. Dort habe ich eine geniale Uhr entdeckt: QLOCKTWO Manufacture. Wer schenkt mir zum Geburtstag eine dieser wundervollen Uhren? Ich habe am Valentinstag Geburtstag. 🙂

Bin wieder zuhause.
Oben: Sandtner Orgel Schongau

An Bruhns gefällt mir diese Mischung aus wild und streng, ein ungeschliffen geschliffener Diamant.

Freue mich, heute kam das Stipendium vom Mozarteum an.

Neu: Bruhns an der schönen Schwan Orgel: Orgel Vlog

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Neu: Orgel-Information

Steinmeyer Orgel Breitenlohe bei Erlangen

2. Februar 2022

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Frau braucht geradezu ein eisernes, unbeugsames Wollen in einer Männerwelt, vor allem in der Komposition. (AHS)

2.2.22
Bin in Stuttgart und habe den ganzen Tag nach dem Unterricht in der Stiftskirche geübt. Niemand hat mich gestört. Ich mag es zu üben, wenn die Kirche leer und dunkel ist und ich die zartesten Klänge wähle und übe. Im Unterricht genieße ich die lauten Klänge. Aber wenn ich übe, mag ich es leise. Meine ausgezeichneten Ohren werden es mir danken. Ich finde es schön, wenn man sich mindestens 1 x am Tag aktiv an Musik berauscht. Es macht mich tief glücklich. Wenn ich tanzen und jubilieren will und ich mit der Orgel durch die dunkle Kirche schwebe. Beharrlich, berauscht, ohne Eile. Die Pfeifen sprechen sehr, die Nebengeräusche von Pfeifen allgemein machen mir manchmal zu schaffen. Und die Obertöne. Findet ihr auch manchmal, dass Pfeifen fast wie – reden?

Ich gehe später noch mal hin. Ich bin gespannt auf Kays CD.

Ich spiele Bruhns, Tunder, Vierne, Reger. Alles Leute, die in meiner Klavierwelt nie oder kaum vorgekommen sind.

Ich bleibe noch eine zweite Nacht im Astoria. Bei der Hospitalkirche und der Synagoge. Ich mag Stuttgart. Ich traf den Sponsoren, der 5 Stunden aus Belgien angereist kam, mich zu sehen. Wir tranken argentinischen Wein (Malbec), der kräftig und rot ist, und einen italienischen, sanften aus Nittardi, Toscana. Ach, wie schade, dass ich noch nie in Argentinien war! Im Winter mag ich Rotwein. Aber Wein mit viel Wasser trinken, am besten mit meinem Lieblingswasser San Pellegrino. Wir waren im besten Steakhaus, bei dem amerikanisches oder argentinisches Steak oder Filet oder Entrecote (Rib Eye) auf heissem Stein serviert wird: Abacco. Sehr lecker! Wir waren auch in der Fashion-Ausstellung des Landesmuseums Württemberg. Er ist jetzt wieder zurückgefahren, da er Sorge wegen Schnee und Sturm hat.
Was braucht man mehr als eine Innenstadt mit top Restaurants, eine top Orgel und ein weiches Bett?

Ich spiele gern mit Socken und habe auch schon mit UGGs gespielt, in Franken.

Oben: Steinmeyer Orgel Breitenlohe 1914

Wegen der Impfung wurde ich gefragt: Ich bin geimpft und geboostert, weil ich mußte. Aber ich kann die verstehen, die skeptisch sind. Ich würde nie Ungeimpfte diskreditieren. Im Gegenteil, ich bewundere sie. Ich hätte das nicht gekonnt, weil ich leben will. Doch ich sehe nicht Geimpfte oder Ungeimpfte, sondern Menschen. Und es ist das gute Recht eines jeden Menschen, zu hinterfragen. Nur die Klugen hinterfragen. Die Dummen hinterfragen nicht, sie befolgen jede Vorschrift. Das zeigt schon unsere Geschichte. „Vorschriften sind dazu da, befolgt zu werden.“ Wirklich? Zudem ist eine Ungeimpfte keine Verweigererin. Und auch nicht automatisch ein Gegner. Jeder Mensch darf sich frei entscheiden. Ist jefraud eine Fitness-Studio-Verweigerin, nur weil sie da nicht hingehen will? Nein. Ist sie eine Fitness-Studio-Gegnerin? Nein. Sie geht da halt nur nicht hin. Ist sie eine Fitness-Studio-Leugnerin, weil sie da nicht hingeht? Nein. Ist sie eine Querdenkerin, weil sie da nicht hingeht? Nein. Ist sie rechts, weil sie da nicht hingeht? Nein. Es ist erschreckend, wie sich unsere Gesellschaft spaltet und es soziale Verwerfungen gibt wegen der berühmten German Panik. Negerkuss ist verboten, aber Ungeimpfte zum Schimpfwort werden zu lassen ist erlaubt. Flüchtling ist verboten, aber Querdenker ist erlaubt. Usw. usw. Die politischen Ausdrucksweisen und damit das Rechtssystem sind Abbild trauriger Heuchelei der Gesellschaft  und Fähnchen im Wind. Lasst doch die Leute in Ruhe!

1. Februar 2022

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Frau muss im Leben das tun, wovon sie träumt. (AHS)

Und auch mann muss im Leben tun, wovon er träumt. Heute erinnere ich an Yusra Mardini, Schwimmerin aus Syrien, und an Tove Jansson, finnische Zeichnerin. Ich war beim Zahnarzt, es tut noch weh. Bin nun in Stuttgart im Astoria. Morgen Stiftskirche. Ich bin völlig begeistert von Bruhns.
Ich wurde gefragt, was ich an Männern mag: Meine Ansprüche sind hoch: Ich mag souveräne Männlichkeit. Wenn ein Mann Charakter, Mut und Rückgrat hat. Mit guten und ruhigen und erwachsenen Lebensvorstellungen. Die meisten Männer heute sind schwach. Pfui, denke ich mir oft.

Neu: Orgel-Information:

Bodechtel Orgel Gerhardshofen bei Erlangen

Strebel Orgel Kleinweisach, Franken

31. Januar 2022

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Hat Macht ein Geschlecht? Ich denke nicht. Die Frage ist: Wie der Mensch mit Macht umgeht. (AHS)

Ich glaube, es ist insgesamt gut, das Leben in vollen Zügen zu leben. Macht und Herausforderungen gehören zum Leben dazu und zusammen. Nach den Sternen greifen, insgesamt im Leben. Heute erinnere ich an Kaija Saariaho, finnische Komponistin. Und an Rachel Empey, britisch-deutsche Managerin.

Heute spielte ich 6 unterschiedliche und schöne Orgeln für meinen Orgel Vlog, zwar kleine Orgeln, aber schöne, wir waren in Kleinweisach bei Neustadt/Aisch, evangelisch (Mittelfranken) an der Strebel-Orgel (2 M), dann in Gerhardshofen im Aischgrund bei Erlangen, ev., 1 M, siehe Video (Orgelbau noch unbekannt, ich kümmere mich darum), und in Breitenlohe im Nürnberger Umfeld, katholisch, an der wunderschönen Steinmeyer Orgel von 1914 (1 M), dann an der Bittner Orgel von 1843 in ev. St. Mauritius in Kästel bei Erlangen (1 M), und an der wunderschönen Schwan-Orgel in Dachsbach im Aischgrund (2 M), ev.,  und an der Orgel in St. Katharina in Forst bei Erlangen, ev., 1 M (Orgelbauer noch unbekannt, ich kümmere mich). Es ist schön, im Umfeld von Nürnberg die schönen Orgeln kennenzulernen. Ich spielte Mozart, Bruhns, Bach, Buxtehude und eigene Stücke. Katharina filmte mich.

Oben: Orgel Gerhardshofen bei Erlangen

Tatort Münster gefällt mir am besten von den Tatorts. Einfach witzig, diese beiden Typen. Vor allem der Vater. „Junge!“ „Sag noch einmal Junge zu mir, und du landest in U-Haft!“ 🙂 Und der lustige „Musikkenner“-Patho-Arzt. Ein Verrückter. Wenn der Bach Toccata d-Moll laufen hat…

Sehr schmeckt mir Schafgarbe-Tee. Neu entdeckt.

Neu: BWV 626, „Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod überwand“. Die meisten spielen es doppelt so schnell, was mir nicht gefällt. Es ist zwar ein 12/8-Takt, aber Jesus hat den Tod nicht im Eiltempo überwunden, sondern gelitten, er ist nicht durch einen Genickschuss getötet worden, sondern qualvoll ermordet, es ist kein fröhliches, sportliches Stück, ich liebe es meditativ und getragen, vor allem, wenn die Orgel schnurrt wie eine Katze und warm klingt:

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Vermutlich behaupten jetzt wieder die Liturgie-Pharisäer, dieser Choral dürfe nur an Ostern gespielt werden. Als ob Jesus nicht exakt schon für uns gelitten und auferstanden wäre. Wer das heute nicht glaubt, ist verloren. Denn morgen kannst du tot sein.

Neu: Orgel-Information: Steinmeyer Orgel Opus 1280

Steinmeyer Orgel Breitenlohe bei Erlangen

Was Frauen tun müssen, um zur Macht zu gelangen, ist, ihre Weiblichkeit neu zu definieren. (Katharine Graham)

Amerikanische Zeitungsverlegerin, Leitung der Washington Post.

Foto oben: Sophiakirche Jönköping. In dieser Kirche wurde meine Mom konfirmiert.

Viele Frauen haben Probleme mit dem Wort „Macht“, für sie ist dieses Wort schlecht. Und zwar auch, wenn sie selbst Macht haben oder haben sollen. Besonders (gläubige) Frauen lehnen „Macht für Frauen“ ab. Macht gilt als männliches Attribut. Denn dass es Macht auf jeden Fall gibt, lässt sich nicht leugnen, und dass manchmal jemand Macht haben muss, das sehen alle ein, und dass jede selbst gern auch mehr Macht hätte, ist vermutlich auch klar, aber verdrängt. Hat Macht ein Geschlecht? Ich denke nicht. Die Frage ist, wie der Mensch mit Macht umgeht. Es gibt in gewisser Weise gute und böse Macht, wie man aus jedem Krimi, aus jedem Märchen kennt. Und warum sollten Frauen nicht an diese gute Macht gelangen?

Übrigens, ich wurde von Hans-Joachim Hinrichsen in einem Beitrag der Mozarteum-Institutsreihe „klang-reden“ zitiert, und zwar meine Studie zu Bachs Goldberg-Variationen. Das freut mich.

Es windet sehr. Ich war mit Katha unterwegs und habe noch geübt an der Wiegleb Orgel.

Heute erinnere ich an Madeleine Vionnet, wichtige Modeschöpferin, und an Lotte Specht, die sich dafür einsetzte, dass Frauenfußball offiziell zugelassen wurde. Das war scheinbar ein langer Kampf. Manchmal frage ich mich, ob Gott dieses Rollendenken in uns gepflanzt hat. Wenn ja, wäre ich sehr enttäuscht von ihm. Ich hoffe nicht. Ich bin gespannt, wie es wird, wenn ich mit ihm spazierengehe im Himmel wie mit einem Freund, so wie Mose, der mit ihm redete. Ich werde ihn all das fragen und wahrscheinlich manchmal sehr lachen.

Christoph Bornheimer belästigt mich erneut, er bringt mich zum Lachen mit seinen originellen emails, die zu Dutzenden bei mir eintrudeln, obwohl ich ihn mehrfach aufforderte, mich in Ruhe zu lassen. Er ist sehr übergriffig, aggressiv, forsch und hält sich selbst für schlauer. Er hat diesen Oberlehrerton im Mansplaining-Stil. Ich habe für seine Attacken und Grenzüberschreitungen keine Zeit, halte ihn aber für gefährlich. Ich habe ihn jetzt blockiert. Warum soll ich mich dauernd rechtfertigen, was ich kann oder tue?

Mit irrem Interesse verfolgen Leute wie er meinen Werdegang, ohne auch nur ansatzweise das erreicht zu haben wie ich. Durch zig Lehraufträge scheint sich Bornheimer eine Professur an Land reißen zu wollen? Bei ihm wäre die Macht jedenfalls an der falschen Stelle. Er hat offenbar ein Problem mit erfolgreichen Organistinnen und wertet meine Erfolge ab. Er zieht Leute gern auf seine Seite und verhält sich dabei manipulativ und gerissen. Wenn man ihm einmal den kleinen Finger reicht und antwortet, reißt er den Arm ab und bombardiert einen mit Emails. Ein Nein akzeptiert er nicht. Er muss das letzte Wort haben. Mit meinem Blog kann ich solches Verhalten festhalten, auch wenn es gewissen Leuten natürlich überhaupt nicht passt, dass ich ihr Verhalten erwähne. Warum sollte ich Attacken nicht dokumentieren? Wenn ihr euch wundert, dann fragt mich.

2019 war ich noch ganz neu mit der Orgel, da hatte ich gerade erst ca. 1 Jahr Orgel gespielt und studiert, und war nach dem Einser-Abschluss in Frankfurt schon in Konzertexamen Orgel eingeschrieben. Das gab es noch nie. Das haben manche nicht verkraftet.

Menschen, die im Erwachsenenalter, noch dazu in so kurzer Zeit, professionell ein Instrument lernen und darin Solistin werden, das ist ohnehin eine absolute Seltenheit.

29. Januar 2022

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Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben. (Cicely Saunders)

Britische Krankenschwester und Ärztin. Heute erinnere ich auch an Hanne Darboven, Konzeptkünstlerin, die Zahlen in  Kunstwerken darstellt.

Mit dem Üben ist es wie mit dem Düngen oder an der Börse: Nur das Tägliche, Ruhige, Regelmäßige zahlt sich aus. Nur dann ist zu sehen, wie sich Wunder einstellen. Nur dann machen sich die Früchte bemerkbar. Nur dann stellt sich Wachstum ein. Es geht erst ganz langsam voran, und dann geschieht ein Klick, ein Wachstumsschub, von heute auf morgen, plötzlich. Das ist für mich immer wieder ein Wunder. Ich glaube, das ist das, was ich beim Üben am meisten liebe. Das Wachstum. Die Wunder. Wie allmählich Blüten und Früchte wachsen, die genauso Wunder sind wie bei einer echten Pflanze. Jedesmal bin ich überrascht, wie aus Nichts Großes entsteht. Manchmal gibt es Krisen und Wellen, manchmal geht es hoch und runter. Aber das Regelmäßige macht den Gewinn am Ende. Durch das Düngen meiner Hände. Durch dieses unsichtbare Band zwischen mir und der Musik. Durch das Talent, das Gott mir geschenkt hat.

(Darf ich etwas zugeben? Etwas Multitasking beichten? Während ich übe, schaue ich uralte Tatorts auf YouTube, also nur den Ton. Nur wenn es ganz spannend wird, schiele ich kurz rüber…)

Heute erinnere ich auch an Donna Strickland, Physikerin aus Kanada. 1959 geboren. Stellt euch vor, Wikipedia hat 2018 (!) abgelehnt, einen Eintrag über sie anzunehmen, sie sei zu „unbedeutend“. Kurz danach bekam sie als dritte Frau in Physik den Nobelpreis. Ach.. und dann bekam sie einen Wikipedia-Eintrag in der Männer-Wikipedia-Welt. Gnädig. Jetzt wundert mich gar nichts mehr. Ist es ein Zufall, dass ich eine Frau bin, die als einzige Wikipedia-Seite der Orgelwelt solchem Vandalismus ausgesetzt war? (Auch darin bin ich rekordverdächtig. Aber es wird von Bier gefördert. Ich mag Bier nicht so gern. Wobei Guinness noch am besten schmeck.) Und sich Wikipedia lange überhaupt nicht darum gekümmert hat? Es darf nicht vergessen werden, dass auch Wikipedia ein Männer-Verein ist.

Meinem Bein geht es sehr gut, ich bade sogar wieder. Endlich! Mit Nicht-Baden-Dürfen kann man mich foltern.

Scriabin Etüde:

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