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2. Februar 2022

Frau braucht geradezu ein eisernes, unbeugsames Wollen in einer Männerwelt, vor allem in der Komposition. (AHS)

2.2.22
Bin in Stuttgart und habe den ganzen Tag nach dem Unterricht in der Stiftskirche geübt. Niemand hat mich gestört. Ich mag es zu üben, wenn die Kirche leer und dunkel ist und ich die zartesten Klänge wähle und übe. Im Unterricht genieße ich die lauten Klänge. Aber wenn ich übe, mag ich es leise. Meine ausgezeichneten Ohren werden es mir danken. Ich finde es schön, wenn man sich mindestens 1 x am Tag aktiv an Musik berauscht. Es macht mich tief glücklich. Wenn ich tanzen und jubilieren will und ich mit der Orgel durch die dunkle Kirche schwebe. Beharrlich, berauscht, ohne Eile. Die Pfeifen sprechen sehr, die Nebengeräusche von Pfeifen allgemein machen mir manchmal zu schaffen. Und die Obertöne. Findet ihr auch manchmal, dass Pfeifen fast wie – reden?

Ich gehe später noch mal hin. Ich bin gespannt auf Kays CD.

Ich spiele Bruhns, Tunder, Vierne, Reger. Alles Leute, die in meiner Klavierwelt nie oder kaum vorgekommen sind.

Ich bleibe noch eine zweite Nacht im Astoria. Bei der Hospitalkirche und der Synagoge. Ich mag Stuttgart. Ich traf den Sponsoren, der 5 Stunden aus Belgien angereist kam, mich zu sehen. Wir tranken argentinischen Wein (Malbec), der kräftig und rot ist, und einen italienischen, sanften aus Nittardi, Toscana. Ach, wie schade, dass ich noch nie in Argentinien war! Im Winter mag ich Rotwein. Aber Wein mit viel Wasser trinken, am besten mit meinem Lieblingswasser San Pellegrino. Wir waren im besten Steakhaus, bei dem amerikanisches oder argentinisches Steak oder Filet oder Entrecote (Rib Eye) auf heissem Stein serviert wird: Abacco. Sehr lecker! Wir waren auch in der Fashion-Ausstellung des Landesmuseums Württemberg. Er ist jetzt wieder zurückgefahren, da er Sorge wegen Schnee und Sturm hat.
Was braucht man mehr als eine Innenstadt mit top Restaurants, eine top Orgel und ein weiches Bett?

Ich spiele gern mit Socken und habe auch schon mit UGGs gespielt, in Franken.

Oben: Steinmeyer Orgel Breitenlohe 1914

Wegen der Impfung wurde ich gefragt: Ich bin geimpft und geboostert, weil ich mußte. Aber ich kann die verstehen, die skeptisch sind. Ich würde nie Ungeimpfte diskreditieren. Im Gegenteil, ich bewundere sie. Ich hätte das nicht gekonnt, weil ich leben will. Doch ich sehe nicht Geimpfte oder Ungeimpfte, sondern Menschen. Und es ist das gute Recht eines jeden Menschen, zu hinterfragen. Nur die Klugen hinterfragen. Die Dummen hinterfragen nicht, sie befolgen jede Vorschrift. Das zeigt schon unsere Geschichte. „Vorschriften sind dazu da, befolgt zu werden.“ Wirklich? Zudem ist eine Ungeimpfte keine Verweigererin. Und auch nicht automatisch ein Gegner. Jeder Mensch darf sich frei entscheiden. Ist jefraud eine Fitness-Studio-Verweigerin, nur weil sie da nicht hingehen will? Nein. Ist sie eine Fitness-Studio-Gegnerin? Nein. Sie geht da halt nur nicht hin. Ist sie eine Fitness-Studio-Leugnerin, weil sie da nicht hingeht? Nein. Ist sie eine Querdenkerin, weil sie da nicht hingeht? Nein. Ist sie rechts, weil sie da nicht hingeht? Nein. Es ist erschreckend, wie sich unsere Gesellschaft spaltet und es soziale Verwerfungen gibt wegen der berühmten German Panik. Negerkuss ist verboten, aber Ungeimpfte zum Schimpfwort werden zu lassen ist erlaubt. Flüchtling ist verboten, aber Querdenker ist erlaubt. Usw. usw. Die politischen Ausdrucksweisen und damit das Rechtssystem sind Abbild trauriger Heuchelei der Gesellschaft  und Fähnchen im Wind. Lasst doch die Leute in Ruhe!

Eine Antwort auf “2. Februar 2022”

  1. AHS = geniale Musikerin und mutige. „aufmüpfige Frau“, die unüberhörbar ihre Meinung sagt und verteidigt.

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