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2025 CD BIBLISCHE BILDER, Ambiente Audio. Neue Orgelklänge: Erste CD einer Konzert-Organistin mit ausschließlich eigenen Werken

Liebst Du Musik? Dann  bist Du hier richtig im Mitternachts-Blog und Tourblog 2009-2026! Begleite mich live auf meinem musikalischen Weg und hinter die Kulissen der Klassik und Kirchenmusik als Frau in einer Männerwelt.

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23. Oktober 2026: Viele Menschen merken gar nicht, dass sie Angst haben oder von Angst und damit vom Teufel reagiert werden. Angst ist nicht durch Zivilisation, Lernzwang oder Systeme zu überwinden, nicht mal durch guten Willen. Nur der Gegner des Teufels besiegt Angst: Gott. (AHS)

Foto: Spieltisch Steinmeyer Otto Orgel Bütthard 1911

Das beste Brot in Unterfranken ist „der urige Bauer“, ein Brot, dass es nur in Giebelstadt zu kaufen gibt in einer Bäckerei dort. Es hält frisch über 14 Tage und schmeckt so gut.

Ich freue mich auf die kleine Steinmeyer Orgel in der Kapelle in Bütthard.



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22. Oktober 2026: Sie ist jedoch weder Lärm noch „epic“ im Sinn von möglichst laut und möglichst viel Show, Licht und Elektronik. (AHS)

Foto: Orgel St. Peter und Paul Kirche Bütthard Franken 2026

Aufgrund einer weltweiten PHP Sicherheitslücke, entdeckt von KI, wurden unsere Webseiten gestern umsichtig vorübergehend von Mittwald deaktiviert und nun neu geschützt. Sorry about that!

Pneumatische romantische Steinmeyer Orgel 1904-1911 kath. St. Peter und Paul Kirche Marktgemeinde Bütthard bei Würzburg, Franken, 2 M, 22 klingende Register, freistehender Spieltisch

Das schöne Gehäuse ist von 1779. Der Orgelbauer dieser alten Orgel war Orgelbau Otto aus Würzburg. In dieses Gehäuse wurde die neue Orgel um die Jahrhundertwende eingebaut.

Die Gemeinde gehört zur Pfarreiengemeinschaft Giebelstadt und Bütthard im Dekanat Ochsenfurt. Der Chorturm stammt aus den Jahren 1594–1596, das Langhaus wurde im späten 18. Jahrhundert errichtet und im 19. Jahrhundert erweitert.

Die römisch-katholische Pfarrkirche ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude hier im Landkreis Würzburg in Unterfranken.

Die weißgelbe Kirche ist groß, schlicht ausgestattet und mit Nachhall in der Akustik. Die hübsche braune Orgel wirkt fast klein auf der Westempore.

Bütthard hat ca. 1300 EW und sehr engagierte und musikalische Menschen.

Sowohl in der Kapelle als auch in der großen Kirche befinden sich Steinmeyer-Orgeln.

Ursprünglich wurde Schlimbach angefragt. Jedoch man setzte sich durch mit Steinmeyer. Allerdings probierte ausgerechnet bei dieser Orgel Orgelbau Steinmeyer folgendes aus: bei den Taschen (Taschenladen) wurde diesmal statt Leder ein Pflanzenprodukt verwendet, was schnell kaputt ging. Für teures Geld musste bis 1946 repariert werden. Ursprünglich kostete die Orgel 1911 genau 8000 Mark und musste nun für 3000 Mark repariert werden. Die Steinmeyer-Kapellen-Orgel kostete auch 3000 Mark.

Der Kronleuchter kostete 1000 Mark, die Monstranz 2390 Mark. Die Kirche besitzt schöne Paramente: Textilien, die im christlichen Gottesdienst und im Kirchenraum verwendet werden.

Ich liebe die historischen Schätze in der Orgelwelt im mainfränkischen Land. Es war sehr schön, hier zu spielen.

Es ist meine 35. Steinmeyer Orgel und meine zweite Otto-Orgel. Die erste Otto-Orgel spielte und erlebte ich in Eibelstadt.

Die Disposition, Erbauer und Baujahr sind hier zum ersten Mal im Netz. Es brauchte viel Recherche:

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20. Oktober 2026: Vor dem Tod ist das Lebe eine Suchende. (Chinmoy)

Foto: Spieltisch Ladegast Orgel Hospitalkirche St. Laurentius Ladegastmuseum Weißenfels 2026

Wunderschöne zarte kleine Orgel op. 77, die spitz nach oben läuft. Sehr schönes und einzigartiges Museum in Sachsen-Anhalt, sehr zu empfehlen.

Das Museum gehört zur hübschen, kleinen, roten, evangelischen Kirche St. Laurentii (Laurentiuskirche) unter großen Bäumen, ein Ort der Zivilcourage 1989. Mein erstes Konzert am Museumstag am 15.5.2022 war sehr schön. Es war das erste Einweihungskonzert der restaurierten Orgel. Diesmal 2026 wurde die Orgel angestrahlt. Sehnsuchtsort Orgel. Ich bekam Wein von Saale-Unstrut, gelber Muskateller.

Besonders ist auch die weiße Ladegast in Hohenmölsen hier im Weißenfelser Land. Das historische Schleifladeninstrument mit mechanischer Spiel-und Registertraktur besitzt nun einen Schwimmerbalg. Ursprünglich hatte die Orgel drei Kastenbälge. Diese sollten wieder rekonstruiert werden.

Der erste größere Auftrag Ladegasts hier bildete für ihn den Grundstein klanglich und bautechnisch für seine großen weiteren Projekte: Merseburg, Leipzig, Weißenfels. 1875 erlitt sie Schaden durch Wasser, 1917 durch Rüstungszwecke. Kristian Wegscheider setzte sie wieder instand. Nur die Balganlage müsste noch rekonstruiert werden.

Das wäre wichtig, denn es ist heute die größte original erhaltene zweimanualige Orgel Ladegasts:



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19. Oktober 2026: Chor ist viel mehr als Teamarbeit; Chor ist Klang; Musik; Kunst; im besten Fall Klang des Himmels. (AHS)

Foto: Ladegast Orgel op. 77 Ladegast-Verein 2026

Der große Saal in Bütthard in Franken war wunderschön, appetitlich und gemütlich herbstlich hergerichtet und heiß und proppenvoll mit Chören der Region und Publikum. Es gab Leckeres zu essen und zu trinken, lustige Moderation, eine Bühne und viel Spaß. Wir sprangen aus dem Mercedes, ich spielte und dirigierte ingesamt 14 Lieder mit Frauenchor; Männerchören; gemischtem Chor. Alle Chöre waren super, auch die Gastchöre (gemischte Chöre und super gute Männerchöre). Die Strahler glühten von der Decke. Ich habe die blaue Vereinskrawatte mit Violinschlüssel bekommen.

Es war eine sehr herzliche und sichere Atmosphäre; herzlicher als in vielen Kirchgemeinden. Kennt ihr den sogenannten Kirchenkaffee nach einem Gottesdienst, wo alles dennoch kühl und fremd wirkt? Ich kann verstehen, dass Menschen in ihren Heimatorten sich engagieren in Vereinen; das kennen die, die in der Stadt leben, so vermutlich nicht. Es war auch eine Atmosphäre ohne Konkurrenz. Kein Chor war auf den anderen neidisch oder ähnliches.

Im Gegenteil, die Chöre haben sich gegenseitig inspiriert und sich alles gegönnt. Musik machen ohne Druck, Neid und Eifersucht, aber gegenseitig motiviert zur bestmöglichen Brillanz, also über sich selbst hinauszuwachsen in Gemeinschaft, ist ein Merkmal des Himmels, finde ich.

Das geht oft in Familien und Profi-Wettbewerben verloren. Ich habe in professionellen Musik-Wettbewerben, Kirchgemeinden, Worship-Bands und im Studium schlimme Dinge erlebt, gehört und gesehen: Harsche, übertriebene Kritik, Schmerz, Haß, Trennung, Diskriminierung, Traumatisierung. Ich glaube, Kränkung in einer so sensiblen Sache wie Musik und Musizieren ist eine der schlimmsten Kränkungen; viel schlimmer als im Sport. Da schmeißen viele jungen Leute, Geschwisterkinder, Kolleginnen und Kommilitonen mit Musik ganz hin, wenn sie sich zweitrangig, nicht gut genug, zurückgesetzt oder abgelehnt fühlen. Sehr schade.

Wenn Musik nur Leistung ist oder wird, dann wurde etwas falsch gemacht. Auch in der Kirchenmusik gibt es viele Menschen, die sich abgelehnt fühlen oder bitter sind und daher neidisch auf andere erscheinen.

In Karlsruhe gestern wurde ich für das Konzert voll bezahlt; spielen konnte ich leider nicht wie geplant, da mutmaßlich Cliquen oder das Umfeld um Carsten Wiebusch nicht wollten, dass ich in Karlsruhe auftrete, weswegen die arme Veranstalterin Lehmann-Horsch eingeknickt sein muss, obwohl das Konzert schon seit ca. einem Jahr geplant war und ich einen Vertrag hatte. Sie muss schon massiv angegangen worden sein, denn sie hat ja doppelt bezahlt. Was auch ok ist; so hatte ich mal einen Tag bezahlte Ruhe.

Klar stellen muss ich das, weil Hater gern die Lügen verbreiten, ich würde fake-Konzerte spielen.

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18. Oktober 2026

Foto: Herbstkonzert Ladegast Orgel 1879 opus 77 ev. St. Laurentius Kirche zu Weißenfels, Sachsen-Anhalt 2026

Was war denn nun mein Hubschrauber? Ein schwarzer neuer Mercedes E-Klasse Kombi Diesel, der über 1000 Kilometer schafft mit einem Tank. Mit einem Elektro-Audi kommt man ja nirgendwo hin ohne Laden im Off alle 100 Kilometer. Diesel ist allerdings zur Zeit am teuersten, teurer als Sprit. Zuerst Orgelkonzert an der Ladegast-Orgel 1879 op. 77 in Weissenfels, dann Chorkonzert mit 4 verschiedenen Chören von mir in Franken: gemischter Chor, Frauenchor, Männerchöre; vorher Kinderchor. Ohne eine Art Hubschrauber kaum zu schaffen. Wir sind teilweise 200 gefahren.

Ich mag den eigentlich lieber, einen Verbrenner, wie auf Schienen tiefer und sportlich auf der Strasse, als ein hoher Elektro-SUV, auch wenn der mehr zieht.

Es war mein drittes Konzert an dieser schönen süffig-romantischen kleinen Ladegast-Orgel hier vom Ladegast-Verein im Ladegastmuseum in der Hospitalkirche St. Laurentius von 1877. Ich war die Erste, die diese historische Orgel 2021 nach der großen Sanierung im Einweihungskonzert im Rahmen der Museumsnacht gespielt hat. Deswegen habe ich eine besondere Beziehung zu dieser Orgel. Mein Konzert gestern war sehr gut besucht; 10 Euro Eintritt. Ladegast sind mit meine Lieblingsorgeln. Auch wenn diese Ladegast op. 77 keine Zungen, Schweller, Tremulant hat, sind die Achtfüße so singend, dass man kaum etwas anderes braucht. Sie gilt als die älteste erhaltene Kegelladen-Orgel von Ladegast; zuerst hatte sie 1879 mechanische Kegelladen von Vater Friedrich Ladegast; seit 1895 von Sohn Oskar Ladegast pneumatische Kegelladen. Wie ihr wisst, liebe ich Kegelladen.

Die Akustik wird recht trocken, wenn viele Menschen in der Kirche sind.

Habe auch wieder in das schöne Orgel-Gästebuch der Künstler geschrieben. In Weissenfels habe ich schon 7 x gespielt. Die Orgeln im Weißenfelser Land sind spannend.

Wilhelm Sauer, Eberhard Friedrich Walcker und Friedrich Ladegast sind mit meine Lieblinge in der Orgelwelt. Leider gibt es so etwas Tolles heute gar nicht mehr. Ich liebe die deutsch-romantische Prägung aus dem Osten Deutschlands. Was für eine Klangschönheit! Sie hat Reger, Liszt und Reubke beeinflusst.

Das Ladegastmuseum kann ich mit seiner interessanten Sammlung empfehlen: Windlade, Pfeifen, Biographie …

Zum anschließenden Chorkonzert gestern Abend, das super erfolgreich und wunderbar war und zu dem ich pünktlich kam, berichte ich morgen, außerdem über das Konzert in Karlsruhe.

ps: Meine Webseite hat erneut die Besucherauslastungsgrenze erreicht. Ich brauche wieder einen neuen, größeren Tarif; Mittwald ist super, aber sehr teuer. Normale kleine Server und Hostings machen bei meiner Webseite schon sehr lange keinen Sinn mehr. Wenn ihr meinen Blog liebt, paypalt mir gern etwas zu: info@ann-helena.de

Danke!

Pedal Ladegast Orgel Weissenfels



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17. Oktober 2026: Das Gift des Antisemitismus ist tief eingesickert in die (Berliner) Linke. (Hendrik Wüst; Klammer von mir)

Foto: Chorabend 2026

Heute ist Premiere: Zuerst Orgelkonzert an der Ladegast-Orgel 1879 opus 77 in Weissenfels, Sachsen-Anhalt, dann Chorkonzert mit 4 verschiedenen Chören von mir in Franken: gemischter Chor, Frauenchor, Männerchöre; vorher Kinderchor. Ohne eine Art Hubschrauber kaum zu schaffen; aber ich habe eine Art Hubschrauber.

Ich bemerke den Antisemitismus auch bei den grünen jungen Leuten in Würzburg. Hier eine andere Meinung zu haben, lässt gewisse Leute völlig durchdrehen. Erschreckend dabei ist, wie wenig viele Leute insgesamt wissen, trotz KI und Studium, IQ und Internet. Sie wirken geradezu verblendet; meinen aber, alles besser zu wissen. Das ist sehr verblüffend. Das Symbol des Kreuzes der grünlinken Religion ist divers. Aber wehe, sie sind mit echter Diversität und Verschiedenheit konfrontiert. Unsere Gesellschaft konnte noch nie so wenig mit Verschiedenheit umgehen wie heute; schon der Unterschied zwischen Mann und Frau ist für viele kaum zu ertragen.

Liederabend Gesangverein Bütthard

16. Oktober 2026: Gott flüstert in der Tiefe. Er schreit nicht, wo der Geräuschpegel zu hoch ist. (AHS)

Foto: meine neue Skulptur

Ich gehe gern japanisch essen. Heute bekam ich dazu ein Ramune, ein „Fun Marble Drink“ in einer Glasflasche, die oben eingedrückt wird, dann fällt eine Kugel nach unten; ich dachte zuerst, es wäre ein Eiswürfel.

Für die reale Chorleitungsarbeit im Beruf wird man im Studium nicht wirklich vorbereitet. Ich erinnere mich, wie bei Frank Dittmer der Flügel zugesperrt wurde und wir mit der Stimmgabel dastanden. Damit wäre ich mit keinem einzigen Chor, den ich jetzt habe, weitergekommen. Es ist natürlich wichtig, dass man das kann. Aber das immer und nur ist realitätsfern und unnatürlich; es ist im Gegenteil wichtig und hilfreich, sehr gut Klavier spielen zu können als Chorleiterin, und es wäre viel hilfreicher, im Studium zu lernen, wie man vom Klavier aus dirigiert und dennoch virtuos spielt. Das ist nämlich eine andere Art, Klavier zu spielen. Die meisten Pianisten sind gewöhnt, beim Spielen nach unten, nach innen, auf die Noten zu schauen oder die Augen zu schließen. Das alles ist ja völlig anders, wenn man noch einen Chor dirigiert.

Es ist wichtig zu wissen und zu können, wieviel mal spielen muss und wie wenig man spielen kann; im Stehen zu spielen; aufzustehen, hinzusetzen beim Spiel; mindestens einen Arm auch frei haben zu können zum Zeigen, zum Heben; auch in der Probenarbeit ist das Klavier wichtig: Zartes, filigranes Spiel, rhythmisch, aber mit so viel Sound, dass ein unsicherer Chor sich sicher fühlt. Es geht letztendlich nicht um ein System, ein Dogma, ein Prinzip oder eine Methode. Es geht darum, was dem jeweiligen Chor am besten dient. Jeder Chor will ein Erfolgserlebnis; er will auch auftreten; er will rasch vorwärts kommen; viele nehmen sich Zeit nach der Arbeit und wollen einen schönen Abend haben; manche können keine Noten lesen. Was ist spannender, eine leckere Soße mit Pilzen oder Speck oder eine trockene Brotstange, mit der ich vorne herumfuchtle? Jede Katze will nicht nur Trockenfutter haben. Nicht, dass ein a capella Chorklang Trockenfutter wäre, das meine ich überhaupt nicht, im Gegenteil, das ist das Schönste mit, was es gibt – aber die Art, etwas zu proben, muss nicht immer nur minimalistisch mit Stimmgabel passieren. So probt Frank Dittmer übrigens auch nicht.

Natürlich muss das Klavier auch schweigen. In der Einsingphase verwende ich es sehr wenig; zwischendurch immer wieder a capella; besonders dann, wenn einzelne Stimmen geprobt werden. Singt ein Chor ausschließlich a capella, sieht die Sache natürlich anders aus. Aber die Mischung macht’s.

Spiele ich nicht Klavier, müssen die Chöre eine extra Pianistin bezahlen. Es ist Luxus, wenn man Klavier und Dirigat aufteilen kann auf zwei Personen. Aber das ist nicht immer die Realität.

Ich sehe es so, dass hervorragendes Klavierspiel und Partiturspiel ein wichtiger Bestandteil von Chordirigat und Chorleitung ist. Frank Dittmer hat auf die zu viel Rücksicht genommen, die nicht gut Klavier spielen können (die meisten) und hat die gezwungen, es ganz zu unterlassen, die es konnten. Die Fächer Partiturspiel und GB wurden in der realen Praxis bei Frank Dittmer gar nicht umgesetzt.



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15. Oktober 2026: All das, was deine Berufung ist, Grenzen zu sprengen und in die Freiheit zu führen. (AHS)

Aber: without boundaries, your gifts and strength become weakness. Embrace Rahmen und Ordnung.

Foto: Herbstmusik

Ich habe ein schönes Cembalo geschenkt bekommen, ein Sperrhake (Passau), 1 M. Ich muss es noch stimmen.

Man hat mich gefragt, was der Unterschied sei, ob man nun einen Frauen- oder Männerchor leitet. Ich glaube, dass es leichter ist, dass ein Männerchor sehr gut klingt, als ein Frauenchor. Es ist mehr Arbeit, einen guten Frauenchor auf ein sehr gutes Level zu bekommen, meiner Meinung nach. Beide Arbeit ist sehr schön. Meine Männerchöre sind diszipliniert, die Stücke sind nicht immer einfach, top zu spielen am Klavier, siehe die virtuosen Klaviersätze der Lieder von Comedian Harmonists (Kaktus; Matrosen…); und so muss ich viel vom Piano aus dirigieren. Virtuos ist auch der von Johann Strauss Sohn komponierte An der schönen blauen Donau, der Donauwalzer op. 314, im Winter 1866 tatsächlich in zwei Fassungen komponiert, eben original auch als Chorwalzer für Männerchor und Klavier. Virtuos spielen und dirigieren ist eine Herausforderung, die aber auch Freude macht.

Ich habe den Eindruck, dass das Repertoire für Männerchöre größer ist als das Repertoire für Frauenchöre. So habe ich einige Stücke arrangiert für Frauenchor. Ein Grund mag sein: Männer können teilweise recht hoch singen; Frauen kommen aber nur bedingt sehr tief runter. Ich liebe meine Frauenchöre. Es macht total Spaß, mit den tollen Damen zu singen; für mich ist es ganz neu, mit Vereinen zu tun zu haben; viele Menschen leben schon ihr ganzes Leben in und mit Vereinen; das ist etwas sehr Schönes. Insgesamt muss man als Chorleiter recht organisiert sein.

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14. Oktober 2026

Heute erinnere ich an Amy Marcy Cheney Beach, 1867, US-Komponistin.

Ich lese red doc von Anne Carson. Es ist eine Mischung aus Prosa-Lyrik und Theaterstück, sehr indy, entertaining, 2013, man muss es in Englisch lesen. Ich bin ja ein Fan von Lyrik. Anderen wäre es vermutlich zu anstrengend, so etwas zu lesen.

Durch die Chorarbeit hat sich mein Rhythmus etwas verschoben: ich gehe jetzt oft sehr spät ins Bett. Außerdem muss ich mich daran gewöhnen, nach Proben überhaupt einzuschlafen. Oft fliegen Stimmen, Töne, Gesichter durch meine Träume. Insgesamt macht es mir aber viel Spaß. Ich bin sehr engagiert dabei. Die Mischung aus Gruppe, Musik, Lied, Pädagogik, Einzelmensch und Gruppendynamik liegt mir.

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13. Oktober 2026: Die Kunst des „guten Läutens“ ist der Glockenkuss.

Heute erinnere ich an die wunderschöne Sandra Birchmore und die korrupte Polizei in Massachusetts.

Wie kommt es, dass erfahrene Läuter behaupten, dass es schwieriger sei, kleine Glocken gut per Hand zu läuten als große? Was meint ihr? Technisch sind kleine Glocken oft tückischer, sie verzeihen keinen Fehler; zieht man nur einen Millimeter zu fest oder im minimal falschen Winkel, schwingt die Glocke sofort zu hoch, schlägt unkontrolliert doppelt an oder überschlägt sich und bleibt auf dem Kopf stehen. Große schwere Glocken dagegen laufen wie „auf Schienen“. Kleine, zittrige Fehler des Läuters können vom Eigengewicht der Glocke einfach glattgebügelt werden.

Genauso wie es schwerer ist, eine kleine Glocke gut zu läuten im Vergleich zu einer großen, genauso ist es schwerer, eine kleine Orgel gut zu spielen als eine große. Deswegen machen viele Laien, Organisten und Kirchenmusiker einen großen Bogen um kleine Orgeln, weil sie sie nicht gut spielen können: Es fehlt ihnen Akustik, Register, „Lärm“ (siehe Bönig), welche ihre zittrigen Fehler glattbügeln. Kommen daher ihre abwertenden Kommentare bezüglich kleiner Orgeln?



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