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Bachvermittlerin

26. März 2022

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Singen ist das erste Instrument. (Telemann)

Foto: Bad Mergentheim

Ich bin in der aktuellen GEMA-Zeitung „Virtuos“ mit einem Interview. 

Manche Menschen bewundern mich, andere wundern sich.
Heute bin ich hier:

Schuster Orgel St. Andreas Chemnitz

Heute im Zug nach Chemnitz (Kiew wollte ich schon schreiben) sah ich ukrainische Familien im ICE. Was für wunderschöne Menschen. Die Mädchen wunderschön, die Sprache warm und melodisch. Ich sehe, dass dieses mir noch fremde Land „westlich“ ist (auch wenn das Wort bedenklich ist). Ich befürchte, dass Putins Krieg gegen die Ukraine ein Krieg gegen den Westen ist, und momentan muß die Ukraine herhalten. Das können auch ganz schnell wir sein. Eine Schande, dass die Ukraine nicht von uns eindeutig in die NATO aufgenommen wurde. Die Ukraine kann sich jedenfalls wehren. Wir wären wohl alleine aufgeschmissen und würden mit einem halbplatten Panzer anrollen? In Leipzig wurden die ukrainischen Familien in Empfang genommen. Das war berührend zu sehen. 

Chemnitz ist eine schöne Stadt. Wuppertal fiel leider aus wegen Corona.

„Eine gute Orgel muss in den Kirchenraum hinein komponiert werden. Gerade das Zusammenspiel mit dem Raum – optisch und akustisch – macht das Besondere, Individuelle, Unikate einer jeden Orgel aus. Es formt sie zu einer charaktervollen Persönlichkeit.“ (Jiri Kocourek) Perfekt formuliert. Und ich liebe Eule Orgeln! Das Unternehmen hat über 42 Mitarbeiter, Tochter Johanna, Hermann und Hans Eule haben es wunderbar geführt. Jetzt hat es eine neue sehr gute Führung.

Neu: St. Laurentius Spessart 

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Neu: Orgel-Information: Geniale Eule Orgel Blankenstein: Orgel auf dem Altar! Das habe ich vorher noch nie erlebt. Danke an Jiri Kocourek.

Neu: Eule Orgel Blankenstein

Immer wieder am Anfang ankommen und Altes neu entdecken. Schönheit bleibt ein Geheimnis. (AHS)

Foto: Bensheim bei Frankfurt, Klais Orgel

Mir gefällt Niedersachsen sehr gut. Es ist ein riesiges Bundesland, Göttingen mittendrin bis in den Norden. Selbst Oldenburg und Osnabrück sind Niedersachsen. Da ich in diesem Bundesland „gemacht“ wurde, habe ich dieses Bundesland in mein Herz geschlossen.

Nach der großen schönen Führer Orgel in Damme mit seinem Radialpedal besuchte und spielte ich die schöne Eule in Neuenkirchen (Oldb). Mir gefallen hier sehr die Zungen, die singende Rohrflöte im ersten, die Oboe im zweiten Manual. Sehr schön ist auch der Tremulant, das Geigenprinzipal im zweiten. Schöne milde Akustik. Ich spielte Mendelssohn. Sehr hübsche Kleinstadt in Niedersachsen bei Vechta, Holdorf und Damme, Oldenburger Münsterland. Es gibt hier auch eine hübsche evangelische Kirche mit schöner kleiner Führer Orgel. Ich liebe Eule-Orgeln, ihre singenden Farben. Hier 2 Manuale, 32 Register. 

Die Registerzahl wird erweitert durch Transmissionen aus dem HW  ins Pedal. Die Windladen sind nach dem mechanischen Schleifladensystem mit Doppelregistratur für die elektronische Setzeranlage angepasst. Der klangliche Schwerpunkt liegt auf dem mitteldeutschen Orgelstil des 19. Jahrhunderts, ergänzt durch französische Klänge.

1705 baute Hinrich Klausing (Herford) hier eine der ersten Orgeln, dann Neubau des Orgelbauers Friedrich Wilhelm Haupt aus Damme; diese Haupt-Orgel hatte 12 Register auf zwei Manualen. Während das Pedal angehängt war, fügte sein Sohn 1870 ein selbständiges Pedal hinzu.

Dann, 1869/1909 gab es hier eine Rudolf Haupt Orgel (Osnabrück), pneumatische Kegelladen (16 Register auf zwei Manual und Pedal) unter Verwendung von sechs Registern aus der alten Orgel. Nachdem der Orgelbauer Johann Caspar (Nordenham) diese Orgel 1947 nicht umbauen konnte, auch nicht Kreienbrink und Kruse aus Lohne, gab es dann eine ganz neue.

Eule ist phantastisch darin, Orgeln zu restaurieren (u.a. Altenburg, Naumburg, Weißenfels…) und zu bauen. Im Osten Sachsens begonnen, hat diese Orgelbaufirma von 1872 bis heute weltweit Erfolg.

Sehr schöne Schleierbretter aus Eichenholz und schönes Schnitzwerk. Die Accessoires der Orgel. Sie helfen, den Klang zu bündeln, um den Raum gut zu fluten. Diese durchbrochenen Schleierbretter über den Prospektpfeifen stellte Ferdinand Starmann aus Neuenkirchen her. 2022 ist eine Reinigung und Überholung angesehen.

Die Vorgängerorgel (40 R) hatte Wurmbefall.

Danke an Gabriel Isenberg und Team!

Die Führer Orgel in Damme gefiel mir besonders gut. Sehr schöne Akustik. Ausgewogener, vielfältiger Klang. 2013 wurde die Orgel durch Orgelbau Fleiter aus Münster gereinigt und generalüberholt, moderne elektronische Setzeranlage, im Pedal wurde die Trompete 4′ zu 8′ umdisponiert, Manualkoppeln elektrisch, die Koppel III-I hinzugefügt.

2015 bekam die Orgel einen neuen Motor und neue Trakturwinkel im Pedal. 2021 wurde der Einbau eines neuen Ladenbalgs für das Schwellwerk beschlossen und durchgeführt, neuer Einzeltonladen für die tiefe Oktave des Bordun 16′ und eines neuen SW-Tremulanten durch Fleiter (Münster), für eine bessere Windstabilität. Die Orgel ist ein Neubau der Orgelbaufirma Alfred Führer aus Wilhelmshaven aus dem Jahre 1975, 40 Register und ein Glockenspiel, auf drei Manualen und Pedal. Die Werkgliederung in Hauptwerk, Schwellwerk, Rückpositiv und Pedalwerk ist optisch wiederzuerkennen, was die norddeutsche Barocktradition zeigt. Die Trakturen sind gemischt (Spieltraktur mechanisch, Registertraktur elektrisch). Die Disposition nimmt  im Schwellwerk französisch-romantische Elemente ein, was für Orgelwerke dieser Zeit noch eine Besonderheit war. Die Schnitzarbeiten am Orgelgehäuse stammen vom heimischen Künstler Ferdinand Starmann (Neuenkirchen).

Große neugotische Kirche, viele Türme, großer heller Platz. Sie wird Dom genannt. Damme und Holdorf (Oldb) (Vorsicht, man spricht es „Holldorf“ aus) und Vechta sind sehr schöne, ländliche, vornehme Orte voller Pferde, Wiesen, Siedlungen und norddeutschen Villen. Schade, dass Führer Orgelbau 2004 pleite gegangen ist. Viele Künstler sind leider keine Businessleute oder Unternehmer.

Wenn ich irgendwo bin und vlogge, muss ich mich schnell auf die jeweilige Orgel einstellen, auf ihre Stärken und Schwächen, das ist immer spannend. Wo klemmt was, wo klappert es? Wo muss ich beim Pedal besonders stark drücken, weil sonst der Ton nicht kommt? Wo ist es ungleichmäßig? Das muss ich mit beachten. Was ist gerade zufällig verstimmt? Wo hakt es?

Ist es bei euch auch so, dass ihr manchmal ganz arg nach einem griechischen Salat, nach Rohkost lechzt? Bei mir war das heute Abend so. Hmmm soo lecker. Heute ist meine zweite Nacht im „Hotel zum Pferdezentrum“, ganz nah vom Zentrum, indem die berühmten Oldenburger Hengste und Stuten gezüchtet werden. Die Hotelzimmer sind voll Bilder dekorierter Siegerpferde. Passt ja, ich bin auch ein hochgezüchtetes Rennpferd ☺️

Orgel News:

Neu: Orgel-Information Führer Damme:

Führer Orgel Dom zu Damme (Oldb)

Neu: Orgel-Information Eule Neuenkirchen

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11. März 2022

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Können wir einen Eindruck in unserem Gehirn aufnehmen, wenn nicht unser Gehirn schon eine Aufnahmefähigkeit dazu besitzt? (Nietzsche)

Ich bin wieder einmal im sonnigen Ansbach und übe an der Wiegleb und Rieger/Mühleisen und heute auch an der Weimbs (katholisch). Es ist windig und kalt, trotz Sonne. Ich komme mir vor wie an der Nordsee. 

Gesichtsmasken als Tücher mag ich nicht so gern. Ich mag lieber, wenn es cremig ohne Tuch ist, da hat man auch mehr von. 

Ich leide manchmal darunter, dass ich so empfindlich bin, wenn jemand in meinen Bereich eindringt. Zum Beispiel: Ich sitze irgendwo gemütlich im Café. Draußen. Kommt ein Typ und setzt sich viel zu nah zu mir und streckt seine Füße aus in meine Richtung. Sofort empfinde ich den als Eindringling. Ich gucke böse und versuche mit meinen Blicken zu kommunizieren, dass mich das stört. Ich habe festgestellt: Die meisten Männer sind vollkommen unempfindlich gegenüber bösen Blicken. Manche nicken noch grüßend mit dem Kopf, als wäre alles in bester Ordnung. Wenn man nicht direkt sagt, was man denkt, kapiert das andere Geschlecht nicht, was man empfindet. Und wenn man es sagt, ist es auch nicht ok. Meist ziehe ich dann die Haare vor meinen Blickwinkel, um den Störenfried mit seinen riesigen Füßen aus meinem Sichtfeld zu entfernen. Schon als Kind habe ich so alles, was mich gestört hat, eliminiert. 

Gold in Töne getaucht: 

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Orgel Vlog AHS

Unser Gefühl ist nichts anderes als eine innere Musik, immerwährende Schwingung der Lebensnerven. (Heinse, 1903)

Foto: Torgau: Wappen

Meine neuen Orchesterwerke sind nun bei drei verschiedenen Verlagen und in deren Katalogen. Ich freue mich. Meine ganz neuen Orgelwerke kommen bald beim Merseburger Verlag heraus.

Ich mag es wirklich gern, zu vloggen.

Ich lese Adornos Dialektik der Aufklärung. Der erste Satz: „Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen.“ Im umfassendsten Sinn? Fortschreitendes Denken? Was soll das sein? Und ausgerechnet die säkulare Aufklärung soll die Furcht nehmen? Wie? Wo? Und warum sollten Menschen „Herren“ sein? Was ist mit den Frauen? Es geht also schon gut los. In einem Satz 4 Flaws. Am 7.4. kommt mein Clavichord. Ahhhhh. Leute, ich brauche ein Haus. So geht es nicht weiter. Meine eigenen Instrumente are taking over!

Neu: Rheinberger B-A-C-H in Torgau. Ob Bach auch in Torgau war? Bestimmt.

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Neu: Orgel-Information: Die Schuster Orgel in Torgau (zuvor war hier eine Geißler Orgel)

Schuster Orgel St. Marien Torgau/Elbe

8. März 2022

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Wenn sie nicht an ihrer Neugierde gehindert werden, dann steht Frauen nichts im Wege. (Claudia Nemat)

Deutsche Managerin. Heute erinnere ich auch an Nancy Pelosi, Politikerin aus Baltimore, und an Nina Simone, schwarze Sängerin. Ich empfehle den Film Coach Carter.

Frauentag, wie schön.

Oben: Torgau

Weltfrauentag.

Johann Walter (1496-1570) war Kantor und Komponist in Torgau. Er hatte in Leipzig studiert und kam dann nach Torgau. Man kennt ihn viel zu wenig, dabei hat er Außergewöhnliches geleistet: Er gründete zusammen mit Martin Luther die Reform der deutschen Messe. Er gilt als Urkantor, Kantor der Reformation, als Begründer der evangelischen Vokalmusik. Er hatte das evangelische Kantoreiwesen, das bis heute in den Kirchen weiterlebt, gegründet. Die wunderschöne, saalbauartige Schlosskirche ist der erste evangelische Kirchenbau in Deutschland, schlicht, edel, feierlich, am 5.10.1544 eingeweiht von Martin Luther kurz vor seinem Tod. Johann Walter, der Kantor der Reformation, komponierte zur Weihe eine siebenstimmige Motette. Da der Schlosshof so groß ist, fällt die Kirche kaum auf, sie liegt links an der Seite. Die Kirche hat ein schönes Portal, wunderschöne Gemälde von Lucas Cranach d.Ä., und der berühmte Kanzelkorb.

Torgau. Reformationsstadt Europas. St. Marien: Helle, großzügige Hallenkirche mit Kreuzrippengewölbe, fünf schöne, farbig gefasste Schlussteine, reich verzierte Holzkanzel mit Sanduhr von 1582, sächsisches Wappen. Marmoraufsatz des Hauptaltars. Berühmtes Cranach-Gemälde „Vierzehn Nothelfer“. Luther hat sehr oft in der Marienkirche gepredigt.

Ebenerdige Orgel, 3 M, links an der Südwand: Bei der nördlichen Stadtmauer steht die schöne Stadtkirche. Schlusstein Jesus, der Schmerzensmann. Das beeindruckende und berühmte Epitaph ist das von Katharina, die 1552 in Torgau verstorbene Katharina Luther (1499-1552), Ordensschwester und Gemahlin Luthers, von Bora. Sie starb am 20.12.1552, als sie mit den jüngeren Kindern von Wittenberg vor der Pest floh. Sie war etwas älter als Martin, aber starb nach ihm.

Der Heiz-Kokon in der Marienkirche verschluckt den Klang, wird aber im Sommer abgebaut.

Die Orgeln, die jetzt in Torgau stehen, sind nicht die Orgeln, die mein Papa erlebt hat.

Die Landesgartenschau Torgau 2022 wird bestimmt schön.

Brandenburg ist auch ein phantastisches, großes Bundesland, oft ignoriert, mit unglaublich herrlichen Orgeln.

Neu: Orgel-Information: TORGAU

Vier Orgel Lutherstadt Torgau Schloss Hartenfels

Weltfrauentag. Gewalt gegen Frauen und Mädchen sind ein Verbrechen. Bedenklich finde ich auch, wenn Transfrauen die Frauenquoten-Plätze einnehmen in der Politik oder der Kunst. Das sind am Ende dann doch wieder alles nur Männer, mit und ohne Kleid, die Frauen keinen Raum geben, sie „abschaffen“ und ersetzen. Trans ist sogar besonders „in“ momentan und bei vielen Männern im Berufsleben lieber gesehen als Frauen. Ich kenne Männer, die hübsche Frauen im Berufsleben gefährlich und irritierend finden, besonders, wenn die Männer verheiratet sind.

Neu: Lutherstadt Torgau, Orgel Vlog AHS

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5. März 2022

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Jesus liebt die Dummen und die Klugen. Er meidet die Dummen nicht. In seiner Nähe bleibt niemand dumm. (AHS)

Ich mag sehr gern Echeveria. Und überhaupt Blumen. Unterwegs nach Torgau. Gedenktag an meinen Papa ❤️

Foto: Chemnitz, next Concerts

Neu: meine Instrumente

Tasteninstrumente

Neu: Wurlitzer Part 2

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Neu: Wurlitzer San Francisco, Part 1

Wurlitzer Orgel San Francisco, USA

2. März 2022

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Alles, was überhaupt ist, ist schon in seinem Seiendsein wunderbar und rätselhaft. (Eugen Fink)

Heute erinnere ich an Maria Rohrbach. Sie wurde in Münster von frauenfeindlicher Justiz falsch verklagt. Ihr ermordete Mann war homosexuell. Das sollte bei den Katholiken nichts ans Licht kommen. Der wahre Täter wurde nie ermittelt. Sie wurde freigelassen. 

Die schöne Walcker Orgel in Erlangen war zuvor auch eine Wiegleb ❤️

Dann besuchte ich Freunde am Wannsee in Berlin, im Südwesten unserer wunderschönen Hauptstadt, fast 24 km lang, mit Dampfer. Wir waren Steinpilze essen im Restaurant beim Flensburger Löwen (dänischer Bildhauer) im „Seehaase“ und spazierten bei schönstem Wetter am waldigen Ufer um den Wannsee mit seinen Bootsanlegestellen. Es gibt dort viele kleine Buchten, tolle Aussicht und extrem bunte und teilweise exotische Enten. Das Licht war geradezu phantastisch. Um den Wannsee herum gibt es viele Villen und das Haus Sanssouci, das leider zuhatte. Im Bootshaus Bolle gab es Fassbrause. Dunkle Pilze mag ich nicht ganz so gern wie helle Pfifferlinge.

John und Harriet Mill schreiben in „Die Unterwerfung der Frauen“, dass Frauen im Grunde die Option der Ehe als einzigen Platz im Leben angeboten wurde, lange Zeit, und dass viele Frauen nur diese Option wählen konnten als „einzig ehrenwerten Platz im Leben“, den Männer im Gesetz des Despotismus (Männer-Herrschaftsgewalt) ihnen geben wollten. Frauen, die einen anderen Weg gehen wollten, wurden als störend und widersprüchlich empfunden, vor allem kluge, begabte Frauen, die schreiben, lesen, Karriere machen wollen, studieren, kritisieren, kurzum: Frauen wie ich. Es gibt immer noch viele Männer, die mit Gleichstellung nicht zufrieden sind. Natürlich sind Frauen auch vor allem in der Ehe und eheähnlichen Beziehung nicht gleichgestellt. Das ist ja ein Problem. Die häusliche Arbeit bleibt an ihnen hängen, von häuslicher Gewalt ganz zu schweigen. Die wunderbare Empfindsamkeit von Frauen wurde von Männern bewusst missbraucht, ihnen nur häusliche Arbeiten geben zu wollen, so John Stuart Mill (1806-1873). Selbst und gerade bei Privilegierten sind die Ehefrauen im Grunde oft eingesperrt in eine untergeordnete Stellung. Als wäre die Frau in einer Kaste, in einer Klasse der bewusst für sie arrangierten Nachteile. Ist es heute besser als damals, 1870? Beantwortet es mir.

ps: Eine wunderschöne Ladegast Orgel wurde mit der Leipziger Paulinerkirche auf Befehl Walter Ulbrichts am 30. Mai 1968 gesprengt. Wie widerlich! Ich hoffe, dieser Walter Ulbricht und seine Kumpane – enden in der Hölle. 

Neu:

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Lützen ❤️

Orgel Vlog

12. Februar 2022

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Nur ein Privatleben führen heißt, in einem Zustand leben, in dem man der Wirklichkeit, die durch das Gesehen- und Gehörtwerden entsteht, beraubt wird und der Möglichkeit, etwas zu leisten, das beständiger ist als das Leben. (Hannah Arendt)

12.2.22
Das obere Zitat bedeutet, dass Frauen jahrhundertelang beraubt wurden. Heute heißt das Cancel Culture: Frauen, ihre Meinung und Wahrnehmung werden oft gecancelt. Nach dem Motto: Impulsiv? Falsch. Emotional? Unsachlich. Weiblich? Passt nicht. Gefühlvoll? Schlecht. Anderer Meinung? Geht nicht. Offen, direkt, nicht hintenrum? Druff: Hexenjagd. 

Ich bin begeistert von Barbara Beuys und ihrem Buch über Chinas Dichterin Li Quingzhao, die mit dem Gelehrten Zhao Mingcheng verheiratet war.

Noten AHS bei Stretta

Schön finde ich, dass ich die Galerie Nettels bei der Aa zum Stadtteil „Über Wasser“ in Münster gesehen habe, in der die von den Nazis verbotenen Predigten von Bischof Graf von Galen gedruckt und heimlich verbreitet wurden, Galerie Nettels neben der Überwasserkirche, damals auch Druckerei. Die Predigten wurden auf Schreimaschinen getippt mit Durchschlagpapier zur Vervielfältigung.

Oben: Das Juwel von Münster: Karl Schuke Orgel in der Marktkirche: Tropfenorgel

Update Üben: Viernes Toccata ist gerade auf den letzten 4 Seiten nicht unanstrengend. Update Diss: Für meine Dissertation lese ich gerade Resonanzen und Dissonanzen. Sehr interessant. Das Spannende für mich sind hierbei nicht allein Inhalt und Schlussfolgerungen, sondern die Form, wie argumentiert und aufgebaut wird. Man kann ja mit dem gleichen Inhalt ganz anders argumentieren. Der Aufbau der Diskussion ist ganz anders gestaltet.

Neu: Noten-Ausgaben im Vergleich im Orgel Vlog:

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Orgel Vlog

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Woehl Orgel

Woehl Orgel Sendenhorst

Orgel- Information 

4. Februar 2022

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Dem Reich der Frauen erwerb‘ ich Bürgerinnen. (Louise Otto, 1849)

Oben: Hey Orgel Würzburg

Die Schriftstellerin Louise Otto, die Lehrerin Auguste Schmidt und Henriette Goldschmidt gründeten den Allgemeinen Deutschen Frauenverein und die erste Frauen-Zeitung. Es ging ihnen um Bildung von Frauen, sie gründeten den Verein der Berliner Künstlerinnen und Kunstfreundinnen. Mit dröhnenden Parolen machten Männer in Universitäten (!) diese weiblichen Bemühungen der Freiheit ab 1870 lächerlich. Besonders der Mediziner Heinrich von Sybel (Jahrgang 1817) hielt nichts von der „Emanzipation der Frau“, wie er es nannte. (Ob von daher dieses Wort kommt?) So auch ein Professor für Anatomie: Theodor Bischoff, der behauptete, „die Befähigung zur Ausübung von Wissenschaften sei dem weiblichen Geschlecht nicht gegeben.“ In dieser Zeit bemühte sich die Komponistin Emilie Mayer um die Drucklegung ihrer Werke. Auch heute haben alle großen Verlage wie Bärenreiter und Schott etc. fast nur Männer in ihrem Programm. Sogenannte Musikschriftsteller wie Wilhelm Tappert (Musikalisches Wochenblatt) schrieb um 1870, „dass es den Frauen vergönnt sei, nach höchsten Zielen zu streben“ und machte sich über die „musikalische Frauenfrage“ in Pamphlets seltsame Gedanken, denn er schrieb, „die Frauen sollen sich damit begnügen, das Haus zu schmücken.“ Ähnlich äußerte sich der evangelische Theologe Philipp von Nathusius um 1871, der warnte, „Frauen sollten sich nicht mit Künsten auf Irrwegen begeben.“ Es wird deutlich, dass vor allem Akademiker (!) Frauen hindern wollten. Enttäuscht bin ich über den Pianisten Alexander Winterberger, der zusammen mit Ludwig Rellstab 1850 Frauen nicht ermutigte, sondern behauptete, „den zarten Empfindungen von Frauen läge es fern, sich mit Komposition zu beschäftigen“. Helfriede und Martin Plüddemann zusammen mit Carl Loewe aber halfen den Frauen. Auch heute gibt es genug Lästermäuler. Darunter sind auch Frauen. Doch ich habe durch die Lästermäuler viel gelernt: zu ignorieren. Ich bin dadurch erwachsener geworden. Muss nicht alles durchs Feuer gehen? Lästern ist ein Merkmal von Leuten, die es nicht so weit bringen werden. Der Punkt ist, dass ich mein eigenes „Investment“ bin, meine eigene Marke, während die meisten für andere oder nur für Geld arbeiten. Daher trage ich so viel Verantwortung für mich wie andere für ihre Vorgesetzten oder Kunden oder Kirchgemeinden oder Büros oder Chefs. An mich als Investment denke ich wie von außen, wie an „ein Ding“, für das ich Pflichten und Verantwortung trage. Ich trenne das sozusagen. Private Ann. Und die Kunst Ann. Oder so ähnlich. Es ist schwer zu erklären. Nur jemand, der sich selbst als Kunst hat, kann das nachvollziehen. Für alle anderen ist das „arrogant“. Aber muss nicht jeder seinem Herzen und seiner Berufung folgen? Woran ist zu erkennen, dass man sich selbst als Investment hat oder haben sollte? Daran, dass sonst etwas total fehlen würde. Daran, dass man komplett einen Unterschied macht. Daran, dass man eine völlig neue Facette bringt. Dass man einen Ausgleich schafft. Daran, dass du anders bist, besondere Gaben hast und du es mit deiner ganzen Faser spürst. Daran, dass du in die Bresche springst. Daran, dass du es einfach musst. 

Ich habe einen Tunder-Ohrwurm. Die Choralmelodien mit Sesqui, Gedackt 8 und Flöte 4 (plus evtl. Flöte 2) bohren sich geradezu ins musikalische Gedächtnis ein. 

Meine Schlangen-Wärmflasche ist angekommen. 

Ich mag die ganz alten Strabas in Würzburg. Sie sehen aus wie lange Wespen mit Brille. Mit Vespa-Brille.

Heute habe ich bei den Rita-Schwestern im Kloster gespielt und aufgenommen. Danke an Robert. Die Nonnen sind sehr lieb. Als Deko nahm ich eine Kerze und stellte sie neben die Orgel. Meinte später die liebe Oberschwester (Haupt-Nonne) zu mir: Wie ich sehe, haben Sie sich das Licht der Mutter Gottes ausgeliehen. Oh! antwortete ich. Ich dachte, es wäre eine ganz normale Kerze. – Sie können sie ja später wieder zurückstellen und sich dann bei ihr bedanken. Bei der Mutter Gottes, meine ich. 

Stellt euch vor, ihr Lieben, da schneit eine Organistin ein und beansprucht das Licht der Mutter Gottes für sich!

❤️
Das war hier: Orgel-Information:

Hey Orgel Kloster Würzburg

 

Neu: Mozart, Transkription AHS

Mozart – KV 399 Suite in C Intrada, Transkription AHS, Strebel Orgel Kleinweisach, Orgel Vlog AHS

Neu: 

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Mozart

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Was Frauen tun müssen, um zur Macht zu gelangen, ist, ihre Weiblichkeit neu zu definieren. (Katharine Graham)

Amerikanische Zeitungsverlegerin, Leitung der Washington Post.

Foto oben: Sophiakirche Jönköping. In dieser Kirche wurde meine Mom konfirmiert.

Viele Frauen haben Probleme mit dem Wort „Macht“, für sie ist dieses Wort schlecht. Und zwar auch, wenn sie selbst Macht haben oder haben sollen. Besonders (gläubige) Frauen lehnen „Macht für Frauen“ ab. Macht gilt als männliches Attribut. Denn dass es Macht auf jeden Fall gibt, lässt sich nicht leugnen, und dass manchmal jemand Macht haben muss, das sehen alle ein, und dass jede selbst gern auch mehr Macht hätte, ist vermutlich auch klar, aber verdrängt. Hat Macht ein Geschlecht? Ich denke nicht. Die Frage ist, wie der Mensch mit Macht umgeht. Es gibt in gewisser Weise gute und böse Macht, wie man aus jedem Krimi, aus jedem Märchen kennt. Und warum sollten Frauen nicht an diese gute Macht gelangen?

Übrigens, ich wurde von Hans-Joachim Hinrichsen in einem Beitrag der Mozarteum-Institutsreihe „klang-reden“ zitiert, und zwar meine Studie zu Bachs Goldberg-Variationen. Das freut mich.

Es windet sehr. Ich war mit Katha unterwegs und habe noch geübt an der Wiegleb Orgel.

Heute erinnere ich an Madeleine Vionnet, wichtige Modeschöpferin, und an Lotte Specht, die sich dafür einsetzte, dass Frauenfußball offiziell zugelassen wurde. Das war scheinbar ein langer Kampf. Manchmal frage ich mich, ob Gott dieses Rollendenken in uns gepflanzt hat. Wenn ja, wäre ich sehr enttäuscht von ihm. Ich hoffe nicht. Ich bin gespannt, wie es wird, wenn ich mit ihm spazierengehe im Himmel wie mit einem Freund, so wie Mose, der mit ihm redete. Ich werde ihn all das fragen und wahrscheinlich manchmal sehr lachen.

Christoph Bornheimer belästigt mich erneut, er bringt mich zum Lachen mit seinen originellen emails, die zu Dutzenden bei mir eintrudeln, obwohl ich ihn mehrfach aufforderte, mich in Ruhe zu lassen. Er ist sehr übergriffig, aggressiv, forsch und hält sich selbst für schlauer. Er hat diesen Oberlehrerton im Mansplaining-Stil. Ich habe für seine Attacken und Grenzüberschreitungen keine Zeit, halte ihn aber für gefährlich. Ich habe ihn jetzt blockiert. Warum soll ich mich dauernd rechtfertigen, was ich kann oder tue?

Mit irrem Interesse verfolgen Leute wie er meinen Werdegang, ohne auch nur ansatzweise das erreicht zu haben wie ich. Durch zig Lehraufträge scheint sich Bornheimer eine Professur an Land reißen zu wollen? Bei ihm wäre die Macht jedenfalls an der falschen Stelle. Er hat offenbar ein Problem mit erfolgreichen Organistinnen und wertet meine Erfolge ab. Er zieht Leute gern auf seine Seite und verhält sich dabei manipulativ und gerissen. Wenn man ihm einmal den kleinen Finger reicht und antwortet, reißt er den Arm ab und bombardiert einen mit Emails. Ein Nein akzeptiert er nicht. Er muss das letzte Wort haben. Mit meinem Blog kann ich solches Verhalten festhalten, auch wenn es gewissen Leuten natürlich überhaupt nicht passt, dass ich ihr Verhalten erwähne. Warum sollte ich Attacken nicht dokumentieren? Wenn ihr euch wundert, dann fragt mich.

2019 war ich noch ganz neu mit der Orgel, da hatte ich gerade erst ca. 1 Jahr Orgel gespielt und studiert, und war nach dem Einser-Abschluss in Frankfurt schon in Konzertexamen Orgel eingeschrieben. Das gab es noch nie. Das haben manche nicht verkraftet.

Menschen, die im Erwachsenenalter, noch dazu in so kurzer Zeit, professionell ein Instrument lernen und darin Solistin werden, das ist ohnehin eine absolute Seltenheit.