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Bachvermittlerin

26. November 2021

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Klang wölbt Handfläche, baut Säulen aus Fingern. (AHS)

Oben: Rieger Orgel Pfalz

Ich übe Rhin von Vierne. Eine schöne Übung für Doppelpedal. Und Toccata und Impromptu.

Es war anstrengend heute. So viele Doktoranden. Zoom. Es zoooooomt sehr. Erschöpfend. Ich mag es durchaus gern, über Musik etc. zu diskutieren. Aber Musik machen ist – lebensnotwendig für mich. Ich steche mit meiner Art auch „überall“ raus, obwohl ich mich bemühe, unauffällig zu sein. Je mehr ich mich bemühe, unauffällig zu sein, desto weniger gelingt es ☺️ Ich bin die einzige, die mit Handy drin ist. Während alle anderen geschniegelt und gebügelt vor dem Desktop sitzen und ein schickes, gerades Hintergrundbild designed haben und vorweisen können (New York oder so was), schwankt mein Handybild der Realität bedenklich seekrank nach allen Seiten, während ich durch die Wohnung stapfe in meinen Schafsocken und in meinem warmen Wolkenpulli und dem Postboten öffne. Der mir meine Vierne-Noten bringt.
Ich werfe meine Kaffeetasse um und bin in zwei Meetings gleichzeitig. Während ich meine neuen Noten studiere. Wenn wir „ausbrechen sollen“, bin ich die Letzte, die übrig bleibt, weil ich nicht gecheckt habe, wie ich in die „Ausbrechgruppen“ oder ins „Wonder Me“ komme. Was mir unangenehm ist. – Oh, ich bin ja noch da. Ähm… Oh, bin ich hier richtig? – Ja, dabei sind alle so strukturiert, lieb und ordentlich. Ich fremdschäme mich für mich selbst, während meine Haare nach allen Seiten abstehen. Aber Methode ist und bleibt spannend. Ich bekomme alles mit und habe meist gute Fragen, Ideen. Wenn ich mich vorstellen soll, bin ich komischerweise schüchtern und kurz angebunden. Ich komme mir dann unbeholfen und kindlich vor, beinahe tollpatschig. Verstecke mich gern. Wage ich mich aber heraus, merken es alle. Die meisten sind nett und eher „Lehrertypen“, keine Künstlertypen. Ich bin ein Flamingo unter diesen und werde oft neugierig betrachtet. Das schwarze Schaf? Aber das ist ok. Die meisten erinnern sich immer gleich an mich. Mein Name dagegen ist Hase… Aber wenn mein Name richtig ausgesprochen wird, wärmt sich mein Herz.

Promovieren ist eine eigene Welt. Ich kann verstehen, dass die Art und Weise, wie geredet wird, hochgestochen und anstrengend wirken kann. Aber man gewöhnt sich an diese Sprache. Und es ist spannend. Jedoch eines ist es: Trocken. Im Vergleich zur Kunst.

Neu: Note commune (Note ist weiblich)

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Orgel Vlog

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Rundkirche

Es ist einfacher, durch jemand anderen zu leben, als selbst vollständig zu werden. (Betty Friedan)

Wieder daheim.

Morgen Unterricht bei Kay in Stiftskirche Stuttgart (Dienstag).

Es fehlen nur noch ein paar für 2000 Abonnenten auf YouTube! Merci für eure internationale Unterstützung für die deutsche Orgelwelt! ❤️

„Multi Talent in Heilig Kreuz“. (Rheinpfalz, Zweibrücker Rundschau)

Zu Ernstweiler, wer der Orgel dort finanziell helfen mag: Feuchtigkeit, Staub und Schimmelpilz bedrohen die Oberlinger-Orgel. Pfarrer Scheller kümmert sich liebevoll um die Sanierung.

Die Dachsanierung kommt teurer – hierfür sind 170 000 Euro veranschlagt: Asiatischer Schimmelbefall, Asperegillus Wentii, ein asiatischer Schimmelpilz (Tafeldecke). Das historische Kirchenschiff samt Innenausstattung und einschließlich Orgel wurde 1945 verbrannt. Die kleine Kirche ist voll hübscher Details aus Stein: Tiere am Taufbecken, ein Schmetterling an der Wand, eine Kirchenmaus am Boden, Igel und Eidechse. Der kleine Turm mit leuchtender Akustik, sehr hübsches Altarfensterbild.


Hugo Mayer Orgel Homburg/Saar

Orgel mit Koppelmanual, frappierende Akustik:

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Unsere Weltkugel ist so zerbrechlich wie eine Orgel. Papierdünne Atmosphäre. Die Werke sind Kontinente. (AHS)

Mein Konzert an der Rieger-Orgel war sehr schön. Sie ist groß, blau, 3 M und extrovertiert, für diese große Heilig Kreuz Kirche muß sie das auch sein, starke Akustik. Die Registrierung hat Spaß gemacht. Zwei Presse war da. Die Artikel kommen Dienstag. Ich mag die Pfalz, so dicht an Frankreich. Rheinland-Pfalz und das Saarland – nette Gegend. Die Uni-Abteilung Informatik aus Kaiserslautern unter Prof. Gerhard Schmidt war da wegen dem Livestream, es war eine hybride Veranstaltung:

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Meine Bilder und Kunstwerke am Beamer kamen gut an. Leider ist meine Stimme nicht sehr laut, eher zart.
Leider durfte wegen C nicht geheizt werden (!).
Ich bin im Hotel in Contwig. Das Essen war lecker.

Ich habe festgestellt, dass bei manchen Menschen die Liturgie bzw. Liturgik (menschengemachte, kirchliche Tradition um Jahreszeiten) über dem Evangelium steht, das immer gültig ist, nicht nur in einem kleinen Jahresabschnitt. Dass der Kreuzweg nur um Ostern herum passend sei oder Relevanz habe, ist pures Heidentum und Unglaube; dass der Heilige Geist nur um Pfingsten herum eine Rolle spielen darf, Dummheit.

Es ist im besten Fall Religion im Sinne von Pharisäertum und fern von Bibelverständnis. Mich nervt Liturgik-Nörgelei. Als ginge es darum, „wann das WO aufzuführen ist“. Weihnachten gibt es auch ohne „WO“ und auch ohne Jahreszeiten, Kirche und Liturgik. Weihnachten kann im Sommer im Dschungel passieren. Was ist Weihnachten?

Nicht Kirchenfrömmigkeit. Weihnachten ist, dass Gott Mensch geworden ist. Und dass Menschen dies erkennen. Mit Musik hat das nichts zu tun. Die Liturgik-Religion ist so, als würde man sagen, Weihnachten ist Weihnachtsbaum, WO, Glühwein, Lebkuchen, liturgische Farbe. Nein.

Weihnachten ist: Gott wurde Mensch. Der Startpunkt des Evangeliums und Gnade für jeden Tag. Revolution. Nicht Tradition.

Und der Kreuzweg mit Jesus gilt jeden Tag, gilt durch alle Ewigkeiten. Das auf bestimmte Rituale und Zeiten zu beschränken ist Kontrolle und Sicherheitsdenken. Das Evangelium aber lässt sich nicht einsperren.

Auch nicht in die Kirche. Da schon gar nicht. Und Gott zu beschränken – just try it. Die, die an Liturgik mehr festhalten als an dem ungeheuerlichen Evangelium, glauben mehr an Kirche und Tradition als an die Botschaft der Auferstehung, die immer gilt. Solche Menschen denken wahrscheinlich, dass die Bibel nur Legenden oder Märchen oder Symbole erzählt, die das Jahr irgendwie einteilen.

Neu: Orgel-Information:

Rieger Orgel Heilig Kreuz Kirche Zweibrücken

Rommel Orgel St. Blasii KircheZella-Mehlis

 

 

12. November 2021

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Alles erfahre ich, indem ich schweige, auf dass ich höre. (AHS)

Heute erinnere ich an Charlotte Perriand, Designerin.

Mein iPhone hatte heute Update, seitdem sehe ich mehr als je zuvor, wie sehr Google den Markt eingenommen hat, der Browser Safari ist mehr oder weniger Google geworden.

Trotz aller Impferei spricht man von der „vierten Welle“ („woran die Ungeimpften schuld sind“). Die Lockdowns werden vor allem bei labilen Menschen wieder Aggressionen, Langeweile, Frust und Belästigungen im Netz auslösen? Viele dieser Lästermäuler sind entweder arbeitslos, unzurechnungsfähig, in Rente, faul oder beruflich nicht ausgefüllt. Das einzige, was sie haben, ist Zeit. Zeit zu stänkern. Anstatt zu üben. Selbst während ihrer regulären Arbeitszeit verbringen sie Stänkerzeit im Netz. Und die Staatsanwaltschaft scheint nicht bemüht, IP-Adressen etc. zu ermitteln oder sich zu kümmern. Das Internet interessiert die nicht sonderlich. Sie lehnen das Internet geradezu ab. Ist das nicht unfassbar, naiv und dumm? Ich hoffe, ich kann mithelfen, der Staatsanwaltschaft die Augen zu öffnen. Sie bekommen nicht wirklich mit, dass sich die reale Welt mittlerweile im Netz abspielt. Das ist besonders für Selbstständige, Künstlerinnen und allgemein für Frauen bedenklich. Ich bekomme sogar „anonyme“ echte Post von Stalkern aus der „Kirchenmusik“, ich weiß natürlich, von wem. Die Szene der deutschen Kirchenmusiker und ihrer Laien-Absetzer ist in vieler Hinsicht kriminell. Das geht bis in sogenannte „hohe Posten“, zudem Lobbyismus, Männerklüngelei („eine Frau ist genug“) und Inzucht in Form von Mauschelei. Männermauschelei. MM.
Bin ich idealistisch, wenn ich hoffe, die Augen der Welt öffnen zu können?
Aber die Musik erhebt mich wieder.

Ich freue mich auf das WE und die schönen Konzerte. Meine Kunstwerke werden morgen via Beamer an die Wand projiziert, und ich improvisiere dazu und lese meine Lyrik. Kreuzweg. Meine Gaben kommen so zusammen. Ich liebe es, mein musikalisches Talent mit anderen Kunstformen zu verbinden, der Lyrik. Professor Schmidt und seine Studenten sind da, um die Technik aufzubauen. Diese haben sich auch sehr im Vorfeld engagiert, dass es gestreamt werden kann. Überall in Town große Plakate. (Gewisse Neider, die weibliche Kreativität hassen, haben ja alles versucht, Konzerte aufzuhalten. Die werden sich jetzt wahrscheinlich grün ärgern.) Ich aber denke an die jeweiligen Konzerte immer nur am Tag zuvor. Sonst würde ich nicht zurecht kommen unter der Woche mit all den Verpflichtungen. Kann das klar abgrenzen. Habe das trainiert. Trotz meiner Gefühle muß ich bei gewissen Dingen sehr mit Köpfchen vorgehen, um alles zu schaffen.

Saarbrückener Zeitung und Pfälzischer Merkur dazu (Cordula von Waldow, Oliver Duymel):

https://www.saarbruecker-zeitung.de/pm/zweibruecken/ann-helena-schlueter-zu-gast-in-zweibruecken-und-contwig_aid-64019903

live Stream heute abend 19 Uhr:

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Neu: Orgelvermittlung, Orgel Vlog, Orgel Date AHS

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Orgel Vlog


und sehr nett, von Michael schön geschnitten, und ich mit der weißen Bommelmütze mit der riesigen Bommel in der Orgel

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Elektropneumatische Orgel


Beten heißt für mich, musizieren. (AHS)

Foto oben: Schnitger Orgel Hamburg 

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Dom Orgel Innsbruck

Heute Muscheln gegessen. Austern. Hmmm, im Winter Muscheln aus Frankreich zu essen ist nett, aber natürlich nicht zu vergleichen mit meinen frischen Muschel-Sommer-Inside-Frankreich-Erlebnissen, wo man mit Weißwein Muscheln schlürft am Meer.
Ansonsten wird es kalt. Ich freue mich auf das WE und neue Orgeln und Konzerte.

Orgelvermittlung:

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Orgel-Information:

Schnitger Orgel St. Jacobi Hamburg

 

Ich hatte am Anfang eher Angst vor so einem Ding, habe dann die Herausforderung angenommen. (AHS 2017 über ihre Anfänge an der Orgel) 

Ich liebe die Pirchner Orgel im Dom Innsbruck St. Jakob in Tirol – Pirchner Orgel (1998-2000), Orgel Date AHS. Schöne blaue Gold-Orgel auf der Westempore der Kathedrale: Österreichische Orgelbaufirma aus Steinach am Brenner bei Italien.
Größte Pirchner Orgel in Tirol (3 M, 60 R), historisches Gehäuse von Johann Kaspar Humpel 1725 mit großen Engeln, 3729 Pfeifen, mechanisch. Der historische, einmalige Humpel-Pfeifen-Fächer mittig im Prospekt ist leider stumm (früher war er natürlich nicht stumm). Er ist mit das Schönste im Prospekt, optisch herrlich und denkmalgeschützt. Die blaue Orgel mit Blattgold leuchtet in der Sonne, ein ungewöhnlicher und historischer Prospekt mit großen Pedaltürmen, Ebenholztasten, hauchdünne Rinderknochen und Elfenbein (Manuale), wunderschöne Registerzüge. Sie besitzt keinerlei Spielhilfen außer französische Koppeln und Zungenabsteller, das Fernwerk ist in der Kuppel und leider nicht mehr an die Orgel angehängt (separater Spieltisch unten). Sie hat viele französische Farben und viele romantische Auszüge, mit Schweller und Walze, Schleiflade. Die Akustik besitzt viel schönen Hall, die Orgel ein kleines Rückpositiv („Gefrierschrank“). Der Raum an sich ist pure Schönheit, große Deckengemälde, Schmuck. Der alte schöne Spieltisch und die Pfeifen von Rieger stehen nun in Wien. Die frühere Dom-Rieger-Orgel aus Innsbruck steht nun in Wien-Breitenfeldt (pneumatisch, Kegellade).
Der Dom Innsbruck glänzt voller Kuppeln, Kunst, Marmor. Ich übte Liszt WKSZ ohne Blätterer und Setzer und registrierte Albert beim Orgelvermittlungskonzert. Danke an Albert Knapp, sehr nett und relaxed. Pirchner 1998-2000 Steinach am Brenner. 3729 Pfeifen, 57 Register, mechanisch. Im Nordturm steht das größte Carillon Österreichs (Niederlande 1982, 48 G). Wundervoller Prospekt von Johann Caspar Humpel 1725 aus Meran, Notenbuch in einer Stuckagraffe. Habsburgischer Doppeladler über der Chorempore, Stuckengel mit Spruchbänder, Wandpfeiler aus rotmarmornen Pilaster, Gnadenbilder, unfassbar schöne Kuppeln, Stuck, Fresko, Silberbüsten, Tabernakel, Silberrelief, Chorbogenaltar, herrliche Ausstattung, Marmorfiguren, Kreuzaltar, Putto an der Brüstung, glänzendes Langhaus. Mitten im Rosa steht die gold-blaue Orgel mit Pfeifen-Fächer, barocker Orgelprospekt mit Engeln, die Violine und Mandoline spielen. Trageengel am Kanzelkorb.

Wir fuhren dann am Morgen ganz früh von Innsbruck über Hall/Mils (Pirchner Orgeln), Volders (Karls-Kirche mit Kögler-Orgel, die sogenannte Zuckerhut-Orgel direkt im Berg oder am Bergrand) nach Wattens, ca. 16 km von Innsbruck. Florian und Michael holten mich vom Hotel Rufi’s ab. Die Nordkette lag links von uns (u. a. Hundskopf und Bettelwurf). In Innsbruck liegen das gelbe Landestheater, der schwarze moderne Block (Haus der Musik, wo ich spielte), die Hofkirche (Ebert-Orgel) und die Hofburg (Residenz) nahe beieinander. Hinter der Hofburg (Museum) befindet sich der Dom, wo ich spielte.
Wattens ist eine sogenannte Marktgemeinde mit ca. 8000 Einwohnern. Eine Marktgemeinde ist größer als ein Dorf, aber keine Stadt. Die Tiroler denken zuerst in Tälern und Bergen und dann in Städten.
In Wattens besuchten wir die Laurentiuskirche mit der Pflügerorgel (1986) mit 18 Registern (2 M). Die Kirche ist ca. 700 Jahre alt, historischer Prospekt aus dem 18. Jahrhundert (Ohren, Türme, der Schwung in der Mitte, Bögen, Bordüre). Leider haben sich die Firmen Pflüger und Pirchner beide aufgelöst (Insolvenz 2015). Martin Pirchner ist ein Ein-Mann-Betrieb (Familienbetrieb), der Wartungsverträge hat. Pirchner hat allein in Tirol über 100 Orgeln. Ganz Tirol ist voll mit Pirchner. Im Dom Innsbruck St. Jakob steht eine mechanische, in Wattens eine elektro -pneumatische.
Die schöne Pirchner Orgel in Wattens ist 12 Meter breit, 4 Meter tief und 7 Meter hoch. Sie hat 3 M, 3624 Pfeifen, 48 klingende Register, Kegellade und einen freistehenden 16’-Prinzipal vom HW im Prospekt. Der Prospekt ist nacktpfeifig (freistehend ohne Einhausung). Obwohl Pirchner in ganz Tirol sehr vorhanden ist (auch in Bayern), ist jeder Prospekt überall völlig unterschiedlich und so auch die Spieltraktur (mechanisch, vollpneumatisch, voll elektrisch oder elektro-pneumatisch). Mechanisch ist natürlich am langlebigsten, wartungsfreiesten und am wenigsten empfindlich für Fehleranfälligkeit (Wartungen für Hänger, Heuler, Klemmer sind nicht oft). Die Kronleuchter hier in Wattens sind von Swarovski, Firma aus Wattens mit 5000 Angestellten.
Die Pirchner Orgel in Wattens besitzt 3 Bälge, für jedes Manual (Werk) einen, und einen riesigen Motor, einen göttlichen Kino-Tremulanten auf dem 2. und 3. M, die übrigens beide schwellbar sind, eine Crescendo-Walze, eine Hochoktav-Koppel, einen freistehenden Spieltisch und freie Kombinationen. Die Orgel ist ausgebaut für französische Literatur. Der kleine Schwung über dem Spieltisch ist stumm. Die Akustik ist eher samtig-trocken.
Es war heute der „Helden-Sonntag“ zum Gedenken der Verstorbenen im Krieg in der katholischen Marienkirche (Mariä-Empfängnis), es sang der Wattener Männer-Chor, alle in Trachten (einer machte mich an), Fahnen-Abordnung der Vereine, Schützen mit Gewehren, Musikkapelle und Orgel und Totenwache (Feuerwehrmänner mit silbernen Helmen). Trotz allem war die Predigt sehr gut (trotz der Action). Hinterher spielte ich Liszt. Mit hervorragenden Registranten macht es richtig Spaß! In der Orgel innen zeigte mir Florian die Bälge, die Spieltrakturen, die Umlenkung der Schwellmechanik (Zugbewegung), das Pedalwerk, alles ist sauber und gepflegt. Früher war starker Schimmelbefall im Lockdown durch Weihrauch.
Nach Wattens fuhren wir zum Ezeb zum Kaffeetrinken, danach zur katholischen Franziskanerkirche in Schwaz (ca 12 km von Wattens, 13.000 Einwohner). In Schwaz sind die wunderschöne (rosa!) Josef Aigner Orgel von 1843 und die unfassbare Reinisch-Pirchner in der (weltweit größten vierschiffigen) Stadtpfarrkirche von 1809/1898/1909. Diese Reinisch-Pirchner ist denkmalgeschützt und die einzige Orgel weltweit, deren Rückpositiv um einen Pfeiler (!) rankt! Zudem hat sie zwei getrennte Seiten-Orgeln. Dann fuhren wir nach Terfens, zur Heiligen Juliana, der Dorfkirche, zur neuen Erler-Orgel von 2007, Eiche massiv und Neubau. Zuvor war dort eine alte Reinisch-Orgel, verschimmelt und von Holzwurm zerfressen.
Zuletzt fuhren wir nach Gnadenwald (Berg-Gemeinde), der siebten Orgel von heute, 879 ü. M., im Berg, zur Klosterkirche St. Martin, zur Pirchner Orgel von ca. 1965. Es ist eine hübsche kleine Bergorgel (1 M, 6 R), Alpenorgel, Freipfeifen-Prospekt, wie die Pirchner in der Marienkirche, nur zu heiss gebadet. Viele Bergorgeln, die (um) die 1000 Meter kratzen, haben keine Zungen, da der Luftdruck (Temperatur, atmosphärischer Druck) so stark variiert, dass sie sich nur verstimmen. Wir haben Choräle gespielt und gesungen, während es draußen dunkel und finster wurde. Ein gepflegtes, warmes Kloster, in dem leider keine Schwestern mehr leben.
Es war ein spannender, voller Tag, und ich berichte morgen mehr. „Wohl“! Danke an Florian und Michl Rexeis!

„Sie ist wissbegierig wie ein Monsterle, ein fanatisches Ding.“ (Florian Domanits über AHS)

Österreich ❤️ Morgen fahre ich wieder heim.

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Pirchner Orgel Dom Innsbruck

Verschmelzen mit Raum und Instrument – das hat mir schon immer gefallen. Und von einem Instrument, von einer Orgel auf die andere schalten, am selben Tag, das ist spannend. Und auf Orgel und Klavier gleichermaßen konzertieren.
Cyber-Bullying erlebte ich bisher nur in der Kirchenmusik-Welt.
J.S. Bach – Alpen-Berg-Orgel Pirchner Orgel Gnadenwald Kloster St. Martin, Tirol, AHS

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Alpen-Orgel

7. November 2021

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Ein Akt der Erkenntnis ist wirklicher als ein Kristall oder Baum. (Guardini)

Foto oben: Dornheim

Es war ein weiterer schöner, voller und anstrengender Tag in Innsbruck. Zunächst: Das goldene Dacherl habe ich wiedergesehen – mit Betonung auf Dacherl – denn es ist ja wirklich nur klein. Aber wertvoll. Jede vergoldende Kupfer-Schindel ist richtig viel wert. Eigentlich heißt es Dachl. Goldenes Dachl: ein Erker in der wunderschönen Altstadt.

Direkt darunter und daneben wird jetzt schon emsig für Weihnachten geschmückt: Der große Weihnachtsbaum steht dort schon. Meinen ersten habe ich dieses Jahr also in Innsbruck gesehen. Und trotz 2 G und Pipapo stehen hier schon alle Buden, Lichter und Deko für den Weihnachtsmarkt. Innsbruck ist ja ohnehin so wahnsinnig schön. Jetzt zusätzlich noch mit Weihnachts-Deko – ein Traum!: Lichterketten und silberne Figuren und heimelige Buden aus Holz… Direkt vom Mozarteum geht man durch das Tor, hin zum Dom, dann beim Dacherl rechts runter zur Anna-Statue, wo die Busse zum Hotel fahren. Überall Hochbetrieb, viele Menschen. Jedes Restaurant pickepacke voll. Wir waren im Himal, Essen aus Nepal. So lecker! Ich war ja schon einige Wochen in Nepal. Und ich liebe Linsen und diesen besonderen Reis.

Innsbruck ist etwas größer als Würzburg. Und eingekesselt ist man von den Bergen (Nord-Bergkette). Wir waren auch oben auf der Hungerburg mit der besonderen Bahn, eine Art Lift. Mein zweites Mal. Oben phantastischer Ausblick auf die schneebedeckten Bergketten und auf den Inn. Es gibt auch eine „Frau Hitt“ und den „Hundskopf“ in den Bergen. Es war ein sonniger, perfekter Tag. Die Wolken hingen schräg. Die Luft ist frisch.
Das Wohnen in Innsbruck soll sehr teuer sein. Die Leute arbeiten für ihre Mieten und leben beengt. Skifahren in Tirol ist ebenfalls teuer. (Ich bin eh keine Skifahrerin. Bin da zu ängstlich.)
Dann den ganzen Tag wieder Doktorandenkolloquium. Bin erschöpft. Denn ich brauche Zeit für mich allein zum Verarbeiten und Nachdenken und für Stille. Die Gruppe pausenlos um mich zu haben, schlaucht mich. Aber alle sehr nett. Viele Tipps und Anregungen. Einige Begriffe hörte ich zum ersten Mal: „Community Music“, „Hilfskulturen“, News beim sogenannten „Klassenmusizieren“ (Bandarbeit, Pop). Auch ich habe meine Arbeit vorgestellt und wertvolle Anregungen zu Methode und Auswertung bekommen. Man kann ja von Geisteswissenschaften halten was man will – aber so eine „Qualifizierungsarbeit“ ist eine „Reifeprüfung“ in Sachen Geduld, Durchhalten, Leidensfähigkeit. Ich bin/war daran gewöhnt, vieles im „Alleingang“ zu entscheiden und auf mich selbst zu hören. Das war schon im Orgelstudium manchmal oder nicht immer gut angekommen. In einer Promotion ist es auch nicht immer willkommen, wenn man sich „entzieht“ und das eigene Ding macht. Dass ich mich entziehe, das wurde mir allgemein schon öfter gesagt in allemöglichen Dingen des Lebens. Allerdings entscheiden künstlerische Menschen gern allein.

Guardini schreibt „Über das Wesen des Kunstwerks“. Sehr interessant. Vielem kann ich zustimmen. Und sehr mag ich Gioconda Belli, eine sinnliche Lyrikerin aus Nicaragua. Sie wohnt in den USA.

Ich berichte morgen weiter.

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Aber du hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet. Wer kann der Macht deines Armes widerstehen? (Weish. Salomonis 11, 21)

Oben: West-Orgel.

Glaube, der die Erde liebt – und dies auch im musischen Bereich. Ich bin einfach so hineingewachsen in das musikalische Leben. Bachvermittlung. Musikpädagogik. Literatur, Lyrik, Songs. Aus meinen veröffentlichten Gedichten:

Töne teilen sich wie das Meer. 
Jage und schwinge hindurch mit den Händen, mit dem Streitwagen der Kunst.
Tasten biegen und fliegen, springe ab, stehe! Von wem soll ich singen? 

Es ist interessant zu beobachten, wie eine Orgel gewartet wird: Spieltischbeleuchtung, Heuler, wenn Tasten hängen, Register unsauber sind usw.

Ich habe nun fast 100 Orgeln fertig auf Orgel-Information. Und doch ist es nur ein winziger Bruchteil von meinen Orgeln. Es sind bestimmt schon 1000. Wie soll ich nur fertig werden? 

Neu: Trost Orgel Altenburg 

Neu: Mühleisen Hamburg 

Alle, die den Blog lesen und nicht helfen, obwohl sie es könnten, sei es durch Screenshots der Lästereien der Hater, durch Hinweise an mich usw., oder die sich an Streit anderer ergötzen usw., sind für mich Mittäter. Diejenigen, die solche Leute decken, sind genauso schlimm. „Angst vor denen“ ist für mich keine Begründung.

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Spinett @ home 

Traukirche Dornheim

Liszt – Präludium und Fuge B-A-C-H on the name B-A-C-H Beckerath Orgel Hamm, Ann-Helena Schlüter AHS

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26. Oktober 2021

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Extreme Männer-Ideologie auf dieser Erde. (AHS)

Foto oben: Hey Orgel 2021 Oberhausen

Es war schön in Salzburg. Eine Stadt voller Rosen und Herbstfarben, aber auch voll Betrunkener vor dem Bahnhof. Es ist schön, die Berge zu sehen. Im Mozarteum braucht man Covid-Chipkarten, um Toiletten zu benutzen. Ohne Cov-Pass kommt man hier nicht weit. Salzburg erinnert mich wie immer äußerlich an meine Stadt. Nur etwas süßer hier und da.

Ich war auch in St. Andrä und fand eine Orgel ohne Bank vor. Eine Stehorgel? Ich bin abends mit dem ICE wieder zurück. Hört ihr auch gern Krimis auf iTunes/Apple?

Interpretationsforschung finde ich dann schwierig, wenn nur Aufnahmen, keine Live-Interpretationen analysiert werden können. Schöner als analysieren ist jedoch stets, selbst zu interpretieren. 

50 Shades of organ:

Neu: Orgel-Information:

Steinmeyer Wender Orgel Arnstadt

 

Wender Orgel Arnstadt

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Bach g-Moll Rudolstadt
Steinmeyer Orgel Würzburg

Ich bin eine Shero. (AHS)

Oben: Rinteln.

Heute fahre ich wieder nach Salzburg. Interpretationsanalyse. Mozarteum. Ich denke, ich habe nun 60-70 Prozent der Bach-Arbeit. Ich hoffe! Das Paket zusammen zu schnüren ist nicht ohne. Die Puzzle-Teile. Ich freue mich auch auf Innsbruck. Hotel Krone. Musikpädagogik und Promotion sind spannend. Aber selbst spielen –  da kommt erst mal Lichtjahre nichts danach. Es geht dabei auch um Sinnlichkeit. Das Leben ist viel zu kurz, um nicht sinnlich zu sein. Daher müssen Beruf und Berufung und Alltag sinnlich und musikalisch sein. Im Vergleich dazu wirkt alles anderes trocken.

Ich bin entsetzt, dass der schwedische Musiker Einár von Konkurrenten erschossen wurde. Da ist das, was ich erlebe, nichts dagegen.

Neu: Stabkirche Goll Orgel:

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Neu: Orgel-Information:

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Ladegast Orgel Rudolstadt

Steinmeyer Wender Orgel Arnstadt