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Bachvermittlerin

29. August 2021

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Wir Frauen müssen nicht mehr bitten, wir fordern. (Serap Altinski)

Der berühmte schnelle Daumen: Ich schreibe am Handy alles mit links, mit dem linken Daumen, auch den Blog.

Aus den Spänen macht Schuke übrigens Pellets zum Heizen. Praktisch. Den Maschinenraum darf man nur geschützt betreten (wegen Lärm, Dreck und Spänen). Der Raum, wo die Pfeifen hergestellt werden, war für mich besonders spannend. Englisch Zinn! Pfeifen aus Legierungen mit einem falschen Mischungsverhältnis der Metalle können nach einigen Jahren in sich zusammensacken. Wegen dem Gewicht. Aber das Erstaunliche ist: Früher passierte das nicht. 300 Jahre lang nicht!

Worauf haben also Orgelbauer damals geachtet? Schuke fand das heraus zusammen mit der Uni Potsdam: Entscheidend ist eine abnehmende Materialstärke im Pfeifenkörper. Nur die computergesteuerte Zinn-Hobelmaschine von Schuke kann Pfeifenmaterial für mehrere Pfeifen auf einer Platte mit abnehmender Wandungsstärke herstellen. 

Dazu gehört menschliches Know How. Pfeifen mit der optimalen Zinn-Blei-Verteilung und Zinn-Blei-Legierung und der optimalen Materialstärke (die Pfeifen werden nach oben hin dünner) sacken nicht zusammen, haben zudem ein verbessertes Anspracheverhalten und klingen dadurch besser. Um hervorragende Pfeifen herzustellen, braucht es viel Erfahrung und Training. Das heisse, flüssige Zinn mit der richtigen Temperatur wird erst mal ausgegossen. Ich habe die Maschinen, Bottiche, Schlitten und Bänke gesehen.

Heute mieteten wir ein schönes Radl für mich, machten zusammen Mitte unsicher und entdeckten Berlins Mitte: Vom Brandenburger Tor zur Russischen Botschaft, über die Linden an der Staatsoper zur Hedwigs-Kathedrale zum Gendarmenmarkt. Der große Pracht-Boulevard, die Achse vom Brandenburger Tor (Pariser Platz), die über den Dom zum Alexanderplatz führt (Forum Fridericianum, Friedrichsforum), nennt man Unter den Linden. Die Strassenbreite ist enorm. Man kann sich dort die Kutschen von früher vorstellen. Und ich liebe den Pariser Platz und das Brandenburger Tor: Quadriga (der Kutschwagen/Streitwagen auf dem Tor). Dahinter verlief die Mauer. Die ganze alte Mitte ist im Grunde ehemalige DDR. Dort sind auch das Hotel Adlon und die neue Akademie der Künste. Heute war wegen Demos der ganze Park namens Tiergarten hinter dem Tor und die berühmte Strasse „17. Juni“ bis zur Siegessäule abgesperrt. Dann radelten wir zum Gendarmenmarkt. Dort am Französischen Dom aßen wir Kartoffelsuppe, das Konzerthaus und Hanns Eisler im Rücken. 2016 konzertierte ich im Französischen Dom. Dann radelten wir über das neue Stadtschloss zur Humboldt-Universität, machten Stippvisite bei Angela Merkel am Kupfergraben, kamen über den mächtigen Berliner Dom auf die berühmte Museumsinsel. Dort sind fünf Hauptmuseen, fünf große, Altes Museum, Nationalgalerie, Pergamonmuseum, Neues Museum und Bode… UWKE. Diese Insel ist umrahmt von zwei Armen der Spree. Spreeinsel. Der Lustgarten vor dem Dom ist wunderschön.

Dann fuhren wir durch den MonBijou-Park zum Hackeschen Markt, dann Richtung Fernsehturm über den Rosa-Luxemburg-Platz mit der politischen Volksbühne zum Alexanderplatz, dem berühmtesten Platz der Stadt. Dann Marienkirche, Nicolaiviertel (Berlins ältester Teil), Fischerinsel, Märkisches Museum (Stadtmuseum). Berlin ist kanal-und gewässerreich. Der Bärenzwinger war leider leer. No bear. Dann nahmen wir Kurs auf die Luisenstadt zur Michaelskirche. Luisenstadt geht bis zur Bezirksgrenze zu Kreuzberg und ist ein historischer Unterbezirk von Mitte. Dort liegt am Engelbecken St. Michael. Wir klapperten ganz Mitte ab. Die Dimensionen sind riesig. Wir konnten an diesem Nachmittag nur Berlins Mitte ausmessen.

Mitte ist Berlins zentraler Verwaltungsbezirk und Regierungsbezirk und sehr sehr geschichtsträchtig. Bundestag, Auswärtiges Amt, Kanzleramt… Reichstag… Sehr viel Polizei überall. Das Panorama von Mitte ist spannend. Kernbezirk! Schatzkästchen! Preußische Bauten! UNESCO! Von dort kann man Berlin aufrollen in die weiteren Außenbezirke. Mein Tipp: Fahrradfahren, um ein Gefühl für die Dimension dieser Riesenstadt zu bekommen, mit jemand, der sich wirklich auskennt. Gesundbrunnen, Hansaviertel und Moabit, Wedding und Tiergarten sind auch noch Mitte, und der ist noch nicht mal der größte Bezirk Berlins! Wahnsinn! 

Serap (siehe Zitat) ist Politologin, kümmert sich vor allem dann, wenn häusliche Gewalt im Spiel ist. Heute erinnere ich an Martina Voss (Fußballtrainerin (unmöglich, wie der Frauenfußball behandelt wird) und Irene Papas (griechische Schauspielerin).

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Ritter Sonate Berlin

17. August 2021

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Legato an der Orgel bedeutet, den neuen Akkord schon im Handgelenk zu spüren. (AHS, Orgelkalender 2022, benno Verlag)

Ich mag sehr den Schauspieler Philip S. Hoffmann.

Ich freue mich auf meine Konzerte an meiner 7. Sauer Orgel (Berlin) und dritte Strebel Orgel von 1904 (Harz/Nordthüringen, bei Nordhausen: Hohenstein), und dass ich dabei auch immer neue Orgeln zusätzlich der Umgebung gezeigt bekomme nach den Konzerten. Ich bin da immer Feuer und Flamme, und die Gastgeber sind meist sehr nett.

Freue mich auf meine neue Audite CD. 97.801. Die bald kommt. Es geht los. Vorfreude ❤️

Morgen Stuttgart!

Auch der Film Miss Daisy ist sehr schön, trotz Bedenklichkeiten. Und auch Abgefahren. Dort hat mir ein Witz (in dem Männer nicht so ganz gut wegkommen) ganz gut gefallen. Aber ich weiß nicht, ob mein Blog jugendfrei ist und dann auch noch einen Führerschein braucht. Ich erzähle ihn gern mal persönlich. Oder schaut euch den Film an!

Mir fällt auf: Man wird oft zu beiden Seiten hin manipuliert: Impfgegner wollen einen einheimsen, und aber auch Impfbefürworter. Alles recht radikal. In der Mitte und Normales scheint es gar nicht mehr zu geben: Dass man noch abwartet, prüft oder nachdenkt. Vor allem, weil es vllt. nicht wirklich nützt oder etwas verändert, aber durchaus Nebenwirkungen und Langzeitfolgen haben kann. Kinder zu impfen finde ich sehr bedenklich. Ich möchte diese gesamte Entwicklung gern noch prüfend abwarten. Mein (warnendes) Bauchgefühl war bisher eigentlich meist sehr gut. Zudem weiß ich aus der deutschen Geschichte: Der Deutsche folgt. Das merkt man immer wieder stark im Alltag. Ich bin da anders. Schwedisches Wikingerblut. Und natürlich weiß ich, dass man mich indirekt jederzeit zwingen könnte und ich machtlos dagegen wäre (Reisen etc.). Es ist ja längst Politik geworden. Naja, ich bin gespannt, wie es alles noch wird.

Vor allem, weil ich bald 2022 in die USA zu Konzerten fliege. Nach Michigan. Mein erstes Mal in Michigan. Wer war schon dort? Ist es schön? Wie ist Lansing? Ich habe noch nie davon gehört. Aber Detroit ist bekannt. Ich spiele nah bei Detroit und fliege über Amsterdam nach Detroit. Bin gespannt. Nord-USA. Morgen wird mein Flug gebucht. Kann man überhaupt ungeimpft fliegen? Ich empfinde diese Impfung momentan als Körperverletzung, während andere sich drum reißen und sie unter Gefühlen als Fest und Erlebnis oder gar als normal oder einzig richtige Entscheidung feiern. Wir werden sehen. Ich hoffe, dass ich das alles seelisch gut verkrafte. Denn irgendwie erscheint es mir seltsam.

Free Downloads

Neu: Hugo Mayer Orgel Basilika Saarbrücken, 5. Manual: Klangbeispiele:

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16. August 2021

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Auch wenn die Auswahl minimal ist, gibt es immer eine Wahl. (Rosa Montero)

Eines muss ich zugeben: Meine Eltern wussten damals gar nicht, dass ich den Motorradführerschein machte. Das hätten sie mir gar nicht erlaubt. Verständlicherweise.

Heute erinnere ich an Anne Hidalgo (erste Bürgermeisterin in Paris), Anna von Bötticher (Extrem-Taucherin) und Anna Calvi (Gitarristin). Als ich in Köln mit dem Klavierstudium begann, hatte ich mir die Haare blau getönt (sah super aus bei blonden Haaren). Also schulterlang und blau. Dazu eine orange Vespa. Ich war schon für die Künstler-Szene exotisch. Eine Ausnahmeerscheinung. Wenn ich damals Kirchenmusik studiert hätte – das war ein ganz braver Haufen, da wäre ich noch viel mehr aufgefallen. Damals hatten die mich überhaupt nicht interessiert, leider. Ich war bei Jazz und Solisten und Künstlern zuhause. Es sollte irgendwie spannend zugehen. Köln war mein erstes Mal von zuhause weg. Weit weg. 

Tholey und Schongau:

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Geh aus mein Herz und suche Freud – Lied Paul Gerhardt Klavier Ann-Helena Schlüter Piano Mai

Fast jedes Land ehrt, schützt seine Musikerinnen, Frauen, Künstlerinnen, ist stolz auf jede einzelne. In Deutschland empfinde ich das leider oft anders. Hier versuchen einige Menschen, Krieg gegen sie zu führen, sie zu zerstören oder dafür zu sorgen, dass sie sich evtl. selbst zerstören. (AHS)

Die Ritter-Sonaten sind unglaublich schön. Ich weiß nicht, ob ich sagen würde, die dritte ist am schwersten – jede hat ihre Weise und liegt mir insgesamt sehr gut in der Hand.
Das Haus, von dem ich euch berichtet habe, hat einen großen Garten und ist außen aus schönem Bruchstein (Basalt…). Bitte betet weiter.
Ich freue mich auf die neuen Konzerte im Ruhrgebiet und Berlin und Thüringen.

Ich bin ein Fan von Kirchenbauten. Von Türmen, Fassaden, Bögen, von Gewölben, Kapellen und Querschiffen. Besonders gern mag ich die Gotik. Und wunderbare kleine Kirchen in abgelegenen Gegenden. Aber auch Kathedralen und Fenster, Mosaik, Barock und Moderne.

Ich habe mir gedacht, ich teile euch mit, was wichtig zu beachten ist im Umgang mit Hatern (Feinde, Attackierer, Neider) allgemein und was ich gelernt habe bisher insgesamt – vielleicht hilft es der oder dem einen oder anderen für die Zukunft (dies sind meine persönlichen Tipps und meine Meinung beruhend auf meiner Erfahrung):

  1. Es ist wirklich wichtig, gut und hilfreich, als öffentliche und bekannte Person „Bodyguards“ generell auch in Form von sehr guten Anwälten zu haben. Ich denke, es ist aber auch für jeden gut. Das ist auch nicht schlimm. Meiner ist genial, ich habe sehr viel von ihm gelernt: Marco Bennek aus Hamburg. Warum einen Anwalt? Nun: Erstaunlich ist: Vereinbarungen gehen meist ohne Anwalt einfach nicht, da die Gegenseite meist nicht fähig oder willig ist, sich persönlich friedlich zu einigen oder nach Lösungen zu suchen oder nachzugeben. Vor allem dann nicht, wenn die Gegenseite schon von Anfang an die attackierende und aggressive gewesen ist, also die, die den Streit stets zuerst begonnen und gesucht hat. Oder meint, einen Vorteil zu haben (Rückendeckung von anderen Hatern). Zudem besteht oft eine Anwaltspflicht. Anwälte handeln untereinander aus. Dadurch verdienen Anwälte, was die Dummheit von Hatern anzeigt. Strafrechtliches ist davon nicht betroffen. Das ist gut. Das sind zwei Paar Schuhe. Vorsicht: Es gibt gute und schlechte Anwälte. Nimm lieber einen (teuren) Top-Anwalt, der sich auskennt und der klug, moralisch, sensibel, vernünftig und jemand ist, dem du absolut vertraust, vielleicht sogar bewunderst. Natürlich müssen auch die Anwälte der Gegenseite vernünftige Menschen sein. Schlimm genug, dass sie sich mit so was überhaupt beschäftigen müssen.
  2. Es ist meist generell sinnlos, Hater direkt anzuschreiben, um Frieden zu suchen. Sie verwenden es noch gegen dich bzw. haben „Gewinn“ von Streit und Zank, besonders je bekannter du bist. Hater sind meist falsche Menschen, hintenrum und lügen.
  3. Hater hören meist nicht von allein auf, daher nicht lange warten, direkt dagegen vorgehen.
  4. Auf der anderen Seite: Hater ignorieren.
  5. Wichtig: Hater unterschätzen dich, überschätzen sich.
  6. Hater hassen deine Kritik.
  7. Hater rotten sich zusammen.
  8. Vertraue keinem, der in irgendeiner Weise mit Hatern in Kontakt steht, auch wenn sie zuerst noch so nett zu dir waren oder Sie wechseln ganz schnell die Seite und sind ambivalent.
  9. Hater haben meist viel weniger zu verlieren (können meist weniger oder haben viel weniger erreicht oder sind am Ende ihrer Karriere oder hatten nie eine oder überschätzen sich).
  10. Misstraue ihnen immer. Sie können charmant und nett tun, drehen sich um und rammen dir ein Messer in den Rücken.
  11. Hater sind meist neidisch, neugierig und tendenziell frauenfeindlich (da gibt es verschiedene Abstufungen, von Nicht-Ernstnehmen hin zu …).
  12. Meist sexualisiertes oder sexistisches Haten in irgendeiner Form (Abwertung, Macht, Aussehen, Andersartiges oder Weibliches kritisieren, besonders in einer Männerwelt („Das ist nicht der Norm entsprechend“ oder „Das, was du bist oder kannst, stimmt nicht, kann nicht stimmen“ oder „Wenn sie den … nicht schätzt, dann stimmt was nicht mit ihr“) usw.
  13. Hatern ist langweilig.
  14. Sie schmücken sich mit dir.
  15. Hater sind meist unbekannt und feige.
  16. Sie sind Fans (Hass-Fans).
  17. Sie haben meist Spaß an Streit und Zerstörung.
  18. Hater fühlen sich immer im Recht und als Opfer und unschuldig. Jedes Gespräch führt dahin zurück und dreht sich im Kreis.
  19. Hater haben meist kein Einsehen oder Einfühlen.
  20. Öffentliche Reaktionen auf Hater: Hier braucht es viel Übung und Weisheit, die richtige Balance zu finden, aber auch den Mut, die Dinge ans Licht zu bringen. Übung macht die Meisterschaft.
  21. Fotografiere und dokumentiere alles und hab einen langen Atem und Geduld.
  22. Das Wichtigste: Sei nicht erschüttert! Verdränge es nicht. Mach die Augen zu, aber gleichzeitig auch nicht. Bleib weich, aber sei nicht erschüttert. Sei realistisch. Warum sollte es nur Fans geben? Genau diese Balance ist wichtig. Rechne damit, dass es böse Menschen und Kritiker gibt. Sei nicht überrascht und naiv (Matthäus 10,16): Klug wie die Schlangen, auch gegen die Widersprecher, besonnen, nicht töricht und ohne Kniffe (List).
  23. Steh zu dir und auch zu deinen Fehlern.
  24. Habe Unterstützer und Freunde, berichte davon, vertraue auf Gott, hilf anderen.

    Bisher ist dies meine Erfahrung. Danke für alle Unterstützer! Früher führten Männer Kriege gegen andere Männer, um Land und Frauen zu schützen. Heute rotten sich Männer zusammen, um Krieg gegen Frauen zu führen. Dabei freuen sie sich noch.
    Anstatt stolz zu sein auf jede Komponistin ihres eigenen Landes, behindern, kritisieren, verspotten und verfolgen sie sie. Welches Land ist da so wie Deutschland?
    Dabei mag ich Deutschland.

Neu: Sonnen-Orgel Görlitz und ihre Sonnen-Mixtur, Nachtigalle, Trommeln und Register:

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Fußzahlen, Mixtur, Tonhöhen, Obertöne, Halbtöne – Orgel Date AHS, Flentrop Orgel

11. August 2021

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Unschuldig der Egoist ist. Weil ihr ja nur, dass er’s ist, wisst. Er selber hält sich für den Dulder der Welt, der ein Muster als Mensch und Christ ist. (Eugen Roth)

Das trifft auf fast jeden zu. Ich muss sagen, der gefällt mir, der Eugen Roth. Ein schlauer Kerl. Ironisch, aber nicht fies, poetisch, ehrlich, weise. Und in keiner Weise „typisch männlich arrogant“. Eher demütig. Ich werde ihn wohl noch öfter zitieren.

Es ist manchmal gar nicht so leicht, mit „gewöhnlichen“ Menschen zu tun zu haben, aber irgendwie erden sie einen auch. Besonders gern mag ich Menschen, die sich gut ausdrücken können. „Ich kann nur glauben, dass ich längst war, eh ich begann.“ (Rilke)

Das sehe ich auch so. Ich ticke irgendwie anders als die meisten. Zum Beispiel kann ich kurz total sauer sein über etwas. 14 Tage später weiß ich gar nicht mehr, um was es ging. Weil das Leben mit großen Wellen weiterschäumt, es spült das Negative weg. Was auch gut ist.

Ich frage mich oft, was Weisheit ist. Definitiv wird sie nur aus Schmerz und Fehlern geboren. Aber es muss noch mehr dahinter stecken.

Meine Noten Himalaya und Meereszyklus erscheinen ab September bei Furore Kassel. 
Wahrscheinlich verbringe ich meinen Urlaub in Stockholm und Nordschweden, wobei ich auch auf einem Reiterhof bei einem Musiker Stopp machen möchte.

Neu: River and Flood

Den Flutopfern Überschwemmung gewidmet:

Arnstadt: River – in der Bachkirche ❤️ Das passt:

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Thüringen

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen. (Rilke)

Rilke schreibt weiter, dass alles, auch das Unerhörte, angenommen werden muss.

Ich bin wieder zuhause. War schön, in der Rokoko-Kulturkirche zu spielen. Die Stiftung Wüstenrot hat das Konzert gestiftet.

Ich finde es schön, wenn Menschen das, was ich mag oder nicht mag, anhand meiner Webseite wissen und dann aufmerksam das schenken, was mir gefällt (zB Konzertgeschenke), so in Großneuhausen.

Ich finde, mein Blog ist ein ganz neues, eigenes Genre: Persönlich, journalistisch, poetisch, politisch, gläubig, literarisches Zeitdokument und – er wird immer live direkt (von Hatern) mitgelesen. Was natürlich Einfluss hat auf mein Denken und Schreiben, da ich trotz dieser Öffentlichkeit und akuten „Hater-Fan-Base“ auf das Gesamtbild: ein „Gestern, Heute, Morgen und die Zukunft und Nachwelt“ gerichtet bin und sein möchte, als wäre ich in der stillen Stube und als man würde man das Dokument nach meinem Tod in der Schublade finden, wo mir keiner mehr etwas kann. Es ist also ein literarisches Fingerspitzengefühls-Drahtseil-Akt, der Blog.

Ich mag im Leben, was süß ist: Kinder, Frauen, Tiere, Kaffee – eigentlich gibt es nur ein Wesen im All, das meist alles andere als süß ist, und das sind Männer, und ausgerechnet die regieren die Welt. Wobei – es gibt auch süße Männer… Selbst mein Auto ist süß, eine Knutschkugel, ein alter Beetle, blau. Vieles, was Gott geschaffen hat, ist meiner Meinung nach ganz unbewusst niedlich und liebenswert. Auch er selbst. Vieles muss man einfach liebhaben, selbst, wenn man nicht will.
Ich hätte sehr gern einen Hund. Einen Golden Retriever. Hunde lieben mich. Aber wie sollte ich jetzt einen Hund haben?

Ich bin nicht geimpft. Etwas in mir sträubt sich dagegen, mir den Stoff dieser Firmen spritzen zu lassen. Wenn man mich zwingt, tue ich es. Sonst nicht, denn trifft das Wort „impfen“ eigentlich bei mir überhaupt zu? Als ich nach Uganda flog, spritzte man mir vorher 4 verschiedene Dinge in den Arm, und es machte mir nichts aus. Ich glaube, ich war an dem Abend sogar noch in der Sauna. Einmal bekam ich aus Versehen die doppelte Ration Grippe-Impfung. Es war mir egal. Mein Körper ist sehr cool. Jedoch was Corona angeht – das Ganze stresst mich etwas, da ich Gruppenzwang nicht mag und misstrauisch bin, wenn ich (indirekt) zu etwas gezwungen werde. Ich mache gern immer alles aus freien Stücken, aus eigener Entscheidung und Überzeugung. Es ist also hier bei mir eine Frage meiner Seele. Aber ich verstehe, dass die meisten Menschen Angst haben. Ich hab keine. Es muss eben jeder Mensch selbst entscheiden.

Sehr empfehlen kann ich „Das Siebenfache Ja“ von Willi Lambert. Er spricht davon, dass die Verweigerung von der Liebesmöglichkeit Sünde ist. Sünde ist die Weigerung zu lieben. Das ist perfekt ausgedrückt. Auch eine unangemessene Existenzsicherung nennt er Sünde. Liebe und Existenz gehen ja Hand in Hand, finde ich. Wer nur damit beschäftigt ist, jemand zu sein oder nicht zu sein, wird nicht lieben können. Irgendwie hat es mir Sehnsucht gemacht, wieder Exerzitientage zu machen. Ich war schon zweimal: 7 Tage Schweigen und 7 Tage Fasten. Alles ohne Handy. Beides war schwer und gut und schon zu lange her.
„Gelegenheit, Menschen zu hassen, soll man still vorübergehn lassen. Doch eine, auch ihnen in Liebe zu dienen, die dürfte man niemals verpassen.“ (Eugen Roth)

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Organ Vlog

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Vlog

7. August 2021

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Kreativität entsteht aus dem Machen, nicht aus dem Nichts. (Katharina von Werz)

Heute erinnere ich an Michele Mouton, Isabella Bird, Heide Ecker-Rosendahl und Laura Dekker.

In wenigen Stunden fahre ich wieder nach Thüringen zum Konzert, Ich freue mich, nach Erfurt, dort werde ich abgeholt, dann nach Sömmerda. Ich bin gerade verliebt in Ritters Musik und hoffe, dass ich all seine Sonaten sehr schnell lerne. Ich berichte später.

Ich habe festgestellt, dass es viel besser ist, auf Apps oder Musik oder Bücher zu verzichten und selbst wirklich in der Stille zu sein beim Gebet und in der Stillen Zeit oder Meditation. Besonders Youtube kann sehr ablenken insgesamt allgemein. Ich brauche Stille, habe ich gemerkt, bzw. mein Geist connected mit Gott und mit mir in der Stille viel besser.

Meine Videos poste ich trotzdem , auch wenn ich meinen App-Konsum (oder Internet allgemein) aufgrund von meiner eigenen Kreativität etwas runterfahre.
Neu: Steinmeyer Orgel Arnstadt

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31. Juli 2021

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Wenn du immer versuchst, normal zu sein, wirst du nie erfahren, wie toll du sein kannst. (Maya Angelou)

Es war sehr schön, an der wunderbaren Bach-Wender-Orgel in der Bachkirche Arnstadt im Bach-Festival das Mittagskonzert zu spielen. Die Orgel war mir schon vom letzten Jahr her bekannt. Sie spielt sich sehr schön. Es ist immer gut, wenn man eine Orgel schon kennt, denn es macht insgesamt einen großen Unterschied, wenn die Orgel vertraut ist, selbst wenn es schon ein Jahr zurückliegt. Denn es speichert sich bei mir ab, wie sich die jeweilige Orgel anfühlt. Jörg hat sogar Wasser eingefüllt beim Vogelgezwitscher. Er ist wie immer super relaxed und witzig. Das Vogelgezwitscher habe ich im Pandemic Dance verwendet. Ich liebe das „kleine Prinzipal“ im zweiten Manual: Gemshorn mit Viola da Gamba. Auch alle Vierfüße sind eine Wucht, so dass ich das virtuose c-Moll aus dem WTK I im Vierfuß wagte. Jörg hat gefilmt, Andreas auch. Anschließend war ich unten an der schönen Steinmeyer mit Ritter. Die Akustik der Bachkirche ist ja trotz Größe und Höhe relativ trocken, ganz anders als in St. Dionysius Neckarsulm.
Dann aßen wir beim Italiener, später kam schon Bernhard und holte mich für das nächste Konzert. Wir ließen den Thüringer Wald hinter uns und fuhren in das sogenannte Thüringer Becken, in die Goldene Aue, der Kornkammer Thüringens. Es ist eine sehr fruchtbare Gegend, etwas trocken, jedoch voller Felder, Korn, Trecker, Sonnenblumen und Getreide. Die kleine Kirche liegt in der Sonne, die mir vertraute Ladegast winkte mir freundlich zu, wie ein Golden Retriever, der mir einen Schuh bringt und mit dem Schwanz wedelt. Fortsetzung folgt.

15. Juli 2021

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 Schönheit, Eleganz, Struktur von Orgeln haben mich in ihren Bann gezogen. (AHS)

Zuletzt kam die schöne Hesse-Orgel 1823 in Brüheim in Thüringen, Ernst Ludwig Hesse, Ernst Siegfried Hesse. Einer der beiden, Ernst Ludwig Hesse, soll bei der Arbeit an der Orgel in der Orgel verstorben sein. Sie besitzt einen wunderbaren Spieltisch mit glänzendem Holz und Stern-Intarsien. Ich spielte Piece d’Orgue. Ohne Posaune im Pedal. Ein schöner, hellwarmer Klang. Ein großer hellholziger Prospekt, nah und freundlich. Es gibt ja auch arrogante Prospekte, arrogant und fern wirkende Orgeln, bewusst so gebaut. Aber ich mag diese demütigen Orgeln, diese zarten, nahen, bescheidenen Prospekte, die den Menschen entgegenkommen und Nähe, fast Verletzlichkeit präsentierten. In dieser kleinen christlichen Pfarrkirche, Vituskirche, fühlte ich mich an der Orgel geborgen und Gott nahe. Freu mich auf die Tasta-Tour 2022. Ich habe 2 Tage angeregt. Mal sehen, wo es dann hingeht.

Der benno-Orgel-Kalender 2022 ist sooo wunderschön geworden. Ich bin im Monat Juli 2022 drin, wie passend. Die Einzige mit Zitat und Gedicht. Das Paket ist bei mir angekommen. Wenn jemand einen Kalender mit Widmung möchte, sich bei mir melden. Ich habe allerdings nicht so viele. Die ersten malen zuerst (oder wie der Spruch noch mal ging…).

Ach, ich liebe Schubert, besonders op. 99 und op. 100 Klaviertrio 2. und 3. und 4. Satz. Ach, alles von beautiful Schubert. Und D810.

Auch sehr schön: Mein großes Interview ist erschienen im Wochenspiegel Sachsen-Anhalt von Markus Thurm. Zudem die neuen Videos, ich komme überhaupt nicht mehr hinterher mit all den vielen Orgeln, Videos, Interviews, Aufnahmen und News. All diese Herrlichkeiten stapeln sich bei mir bis zur Decke. Kann man auch mit Wundervollem erstickt werden? Wie Dagobert in Gold? Ich stehe vor einem Berg von Orgeln und bin damit geradezu überschüttet. Ich ertrinke in Videos und Orgeln und kann doch nicht genug bekommen. Ist das… normal? Vorsichtig gefragt.

Sehr begeistert bin ich auch von der großen viermanualigen Mühleisen-Orgel Baujahr 2004 in Stuttgart, 81 Register, evangelische Stiftskirche, zentral in der Innenstadt. Sie ist eine völlig andere Welt, vor allem, wenn man von historischen Orgeln kommt, besonders von historischen Barockorgeln, aber auch von historischen romantischen Orgeln. Denn diese edle neue Mühleisen-Orgel ist leichtgängig, kompakt, elegant, so, dass man schon schauen muss, nicht zu verrutschen. Wunderschöner Prospekt, die ganze große Kirche mit grünen Bändern geschmückt, zartes und geschmackvolles Rückpositiv (1. Manual), Hauptwerk 2. Manual, dann 3. und 4. Manual. Nebenzüge rechts, Pedal links. Feines, nahes  Pedal, nah und kompakt, wie Butter, kein Vergleich mit historischen Orgeln Strobel, Knauf, Hesse, Trost. Ich liebe beides, also sowohl moderne und neue Instrumente sehr sehr, aber auch historische Instrumente sehr sehr sehr. So sind in Stuttgart unter den Nebenzügen einige Winddrosseln zu finden, perfekt für moderne Musik. Es gibt zwei Schweller, Walze, viele Koppeln, wunderschöne Zungen, eine große spanische Zungenbatterie, sehr schöne Achtfüße, brillante Akustik, vierfach aufgeteilter Prospekt, einige 32-und 16-Füße, sehr zarte 16-Füße auch, eine gute Auswahl an 4-Füßen, was ich oft vermisse, schöne Solostimmen und kreative Kombinationsmöglichkeiten in alle Richtungen. Vor dem Krieg befand sich hier die wunderschöne Eberhard-Walcker-Orgel (80 Register) von dem wunderbaren alten Genie. Ist traurigerweise völlig zerstört worden. Dann gab es lange die Nachfolger-Walcker-Orgel von Sohn-Sohn-Sohn, bevor dann dieses schicke Kaliber eingebaut wurde unter der Leitung von Kay Johannsen (mit seinen sehr schönen Aufnahmen).

Empfehlen kann ich die CD Über Raum und Zeit erhaben  – Glocken Abtei Maria Laach und das Buch dazu. Danke für alle Geschenke, bei mir ist alles in guten Händen. Ich höre und lese.

Mühleisen Orgel Stiftskirche Stuttgart

Strobel Orgel Unterkirche Bad Frankenhausen

Schuke Orgel Dom zu Erfurt

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Trost Orgel Waltershausen

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Mühleisen Orgel Stiftskirche Stuttgart

2. Juni 2021

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Die Pflanzen machen es uns vor: Die überschreiten ständig Grenzen und säen sich woanders aus. Davon können wir lernen. (Anja Maubach)

Das stimmt. Freue mich auf den Kunstsommer in Aub und Orgelsommer Nürtingen. Die Welt wimmelt von spannenden Orgeln.

Wie ihr sehn könnt, ist Malerin nun im Menü. Jetzt wirkt es ruhiger und ordentlicher. Auch ist auf der Front-Site Offical-Site bisschen was geändert worden. Wenn frau so viele Dinge macht wie ich, ist es schwer, das so zu ordnen, dass man selbst und auch andere noch durchblicken, wer ich bin. Was würdet ihr sagen, wer ich bin? In erster Linie? Für euch? Wie würdet ihr das strukturieren oder in Worte fassen? Bin froh über euer Feedback. Wer bin ich für euch? Was ist für euch hier auf der Webseite noch nicht klar oder ungeordnet? Was kann ich verbessern?

Das mit der Geräuschempfindlichkeit ist gar nicht so leicht zu handeln. Wenn ich im ICE zu jemandem sage, er solle doch bitte mit seinen Geräuschen aufhören, werde ich nur groß angesehen. Wenn ich gucke, in der Hoffnung, die Person würde darüber nachdenken, was ich meinen könnte, werde ich am Ende noch freundlich gefragt, ob ich auch eine Mohrrübe möchte. Was mir allen Wind aus den Segeln nimmt. Ich merke: Geräusche von Kindern, Tieren und Menschen, die ich kenne und mag, sind sehr gut bis leicht zu ertragen. Schwieriger ist es bei Unangenehmen, Fremden und wenn ich sowieso müde bin.

Empfehlen kann ich heute Greta M. Grossmann, schwedische Designerin.