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21. Januar 2010

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Lyrische Bilder

Meine lyrischen Bilder und meine Malerei seien wunderschön, ein gigantisches Feuerwerk, aber Menschen würden noch draußen stehen, nicht wirklich verstehen, sagten mir heute Veranstalter und Publikum. Ich komme mir noch vor, als würde ich unter einem Schleier schreiben: Der lyrische Schlüssel bin ich, doch ich kenne ihn, mich selbst noch nicht gut genug. Das Erstaunliche ist, dass ich gerade von diesem Schlüssel schreibe in meinem Roman. Alles ist so eng verwoben, als würden so viele Teile meines Lebens verwoben sein. Allerdings manches passt so überhaupt nicht hinein und scheint so sinnlos zu sein. Ich liebe es, wenn jemand schreiben kann, weise, mutig, Dinge auf den Punkt bringend, verborgen und prophetisch. Es gibt kaum etwas Schöneres. Das kann man auch nicht studieren. Die meisten großen Schriftsteller haben etwas ganz anderes studiert, wenn sie studiert haben.

Gedanke 8

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Wendepunkt

Ohne freies, gutes Gewissen arbeitet meine Konzentration beim Klavierspielen weniger frei.

Gier und Kunst vertragen sich nie. Ist es nicht immer die gleiche Geschichte? Ein begabter Mensch, diesmal in Erfurt im 14. Jahrhundert (aus dem über 700 Jahre nach seiner Geburt ein weltberühmter Mystiker geworden ist), wurde von seinen eigenen Leuten in der Kirche verfolgt. Sie versuchten, ihn zu vernichten, verurteilten ihn als Ketzer, dass nicht einmal Martin Luther seine Schriften kannte: Meister Eckhart, einer, der schrieb, dass die Seele des Menschen weiter als der Himmel über uns sei  –  und deswegen verfolgt wurde. Wer macht die Seele so wertvoll?

Nürnberg

Wenn Wissenschaftlerinnen und Musiker nicht die Grenzen erkunden, eine Verschmelzung suchen zwischen der realen und der übernatürlichen Welt, nur das Sichtbare feiern, verpassen sie viele Schätze.