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11. März 2022

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Können wir einen Eindruck in unserem Gehirn aufnehmen, wenn nicht unser Gehirn schon eine Aufnahmefähigkeit dazu besitzt? (Nietzsche)

Ich bin wieder einmal im sonnigen Ansbach und übe an der Wiegleb und Rieger/Mühleisen und heute auch an der Weimbs (katholisch). Es ist windig und kalt, trotz Sonne. Ich komme mir vor wie an der Nordsee. 

Gesichtsmasken als Tücher mag ich nicht so gern. Ich mag lieber, wenn es cremig ohne Tuch ist, da hat man auch mehr von. 

Ich leide manchmal darunter, dass ich so empfindlich bin, wenn jemand in meinen Bereich eindringt. Zum Beispiel: Ich sitze irgendwo gemütlich im Café. Draußen. Kommt ein Typ und setzt sich viel zu nah zu mir und streckt seine Füße aus in meine Richtung. Sofort empfinde ich den als Eindringling. Ich gucke böse und versuche mit meinen Blicken zu kommunizieren, dass mich das stört. Ich habe festgestellt: Die meisten Männer sind vollkommen unempfindlich gegenüber bösen Blicken. Manche nicken noch grüßend mit dem Kopf, als wäre alles in bester Ordnung. Wenn man nicht direkt sagt, was man denkt, kapiert das andere Geschlecht nicht, was man empfindet. Und wenn man es sagt, ist es auch nicht ok. Meist ziehe ich dann die Haare vor meinen Blickwinkel, um den Störenfried mit seinen riesigen Füßen aus meinem Sichtfeld zu entfernen. Schon als Kind habe ich so alles, was mich gestört hat, eliminiert. 

Gold in Töne getaucht: 

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Orgel Vlog AHS

10. März 2022

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Überhaupt kann ein Ton uns berühren, wenn nicht eine entsprechende Saite in uns ist? (Nietzsche)

Foto: Schlosskirche Torgau

Da es für den Vlog oft schnell gehen muss, spiele ich die Stücke vom Blatt, man möge mir vergeben . Orgel gesehen, geknutscht, gespielt, weiter. Orgel Sprint. Ob ich es ins Guiness Buch der Rekorde schaffe?

Mozart:

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Wer eine Stunde entspannen will mit schwedischer Klaviermusik:

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Neu: Orgel-Information, bzw. hier: Clavichord:

Zander Clavichord

Unser Gefühl ist nichts anderes als eine innere Musik, immerwährende Schwingung der Lebensnerven. (Heinse, 1903)

Foto: Torgau: Wappen

Meine neuen Orchesterwerke sind nun bei drei verschiedenen Verlagen und in deren Katalogen. Ich freue mich. Meine ganz neuen Orgelwerke kommen bald beim Merseburger Verlag heraus.

Ich mag es wirklich gern, zu vloggen.

Ich lese Adornos Dialektik der Aufklärung. Der erste Satz: „Seit je hat Aufklärung im umfassendsten Sinn fortschreitenden Denkens das Ziel verfolgt, von den Menschen die Furcht zu nehmen und sie als Herren einzusetzen.“ Im umfassendsten Sinn? Fortschreitendes Denken? Was soll das sein? Und ausgerechnet die säkulare Aufklärung soll die Furcht nehmen? Wie? Wo? Und warum sollten Menschen „Herren“ sein? Was ist mit den Frauen? Es geht also schon gut los. In einem Satz 4 Flaws. Am 7.4. kommt mein Clavichord. Ahhhhh. Leute, ich brauche ein Haus. So geht es nicht weiter. Meine eigenen Instrumente are taking over!

Neu: Rheinberger B-A-C-H in Torgau. Ob Bach auch in Torgau war? Bestimmt.

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Neu: Orgel-Information: Die Schuster Orgel in Torgau (zuvor war hier eine Geißler Orgel)

Schuster Orgel St. Marien Torgau/Elbe

8. März 2022

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Wenn sie nicht an ihrer Neugierde gehindert werden, dann steht Frauen nichts im Wege. (Claudia Nemat)

Deutsche Managerin. Heute erinnere ich auch an Nancy Pelosi, Politikerin aus Baltimore, und an Nina Simone, schwarze Sängerin. Ich empfehle den Film Coach Carter.

Frauentag, wie schön.

Oben: Torgau

Weltfrauentag.

Johann Walter (1496-1570) war Kantor und Komponist in Torgau. Er hatte in Leipzig studiert und kam dann nach Torgau. Man kennt ihn viel zu wenig, dabei hat er Außergewöhnliches geleistet: Er gründete zusammen mit Martin Luther die Reform der deutschen Messe. Er gilt als Urkantor, Kantor der Reformation, als Begründer der evangelischen Vokalmusik. Er hatte das evangelische Kantoreiwesen, das bis heute in den Kirchen weiterlebt, gegründet. Die wunderschöne, saalbauartige Schlosskirche ist der erste evangelische Kirchenbau in Deutschland, schlicht, edel, feierlich, am 5.10.1544 eingeweiht von Martin Luther kurz vor seinem Tod. Johann Walter, der Kantor der Reformation, komponierte zur Weihe eine siebenstimmige Motette. Da der Schlosshof so groß ist, fällt die Kirche kaum auf, sie liegt links an der Seite. Die Kirche hat ein schönes Portal, wunderschöne Gemälde von Lucas Cranach d.Ä., und der berühmte Kanzelkorb.

Torgau. Reformationsstadt Europas. St. Marien: Helle, großzügige Hallenkirche mit Kreuzrippengewölbe, fünf schöne, farbig gefasste Schlussteine, reich verzierte Holzkanzel mit Sanduhr von 1582, sächsisches Wappen. Marmoraufsatz des Hauptaltars. Berühmtes Cranach-Gemälde „Vierzehn Nothelfer“. Luther hat sehr oft in der Marienkirche gepredigt.

Ebenerdige Orgel, 3 M, links an der Südwand: Bei der nördlichen Stadtmauer steht die schöne Stadtkirche. Schlusstein Jesus, der Schmerzensmann. Das beeindruckende und berühmte Epitaph ist das von Katharina, die 1552 in Torgau verstorbene Katharina Luther (1499-1552), Ordensschwester und Gemahlin Luthers, von Bora. Sie starb am 20.12.1552, als sie mit den jüngeren Kindern von Wittenberg vor der Pest floh. Sie war etwas älter als Martin, aber starb nach ihm.

Der Heiz-Kokon in der Marienkirche verschluckt den Klang, wird aber im Sommer abgebaut.

Die Orgeln, die jetzt in Torgau stehen, sind nicht die Orgeln, die mein Papa erlebt hat.

Die Landesgartenschau Torgau 2022 wird bestimmt schön.

Brandenburg ist auch ein phantastisches, großes Bundesland, oft ignoriert, mit unglaublich herrlichen Orgeln.

Neu: Orgel-Information: TORGAU

Vier Orgel Lutherstadt Torgau Schloss Hartenfels

Weltfrauentag. Gewalt gegen Frauen und Mädchen sind ein Verbrechen. Bedenklich finde ich auch, wenn Transfrauen die Frauenquoten-Plätze einnehmen in der Politik oder der Kunst. Das sind am Ende dann doch wieder alles nur Männer, mit und ohne Kleid, die Frauen keinen Raum geben, sie „abschaffen“ und ersetzen. Trans ist sogar besonders „in“ momentan und bei vielen Männern im Berufsleben lieber gesehen als Frauen. Ich kenne Männer, die hübsche Frauen im Berufsleben gefährlich und irritierend finden, besonders, wenn die Männer verheiratet sind.

Neu: Lutherstadt Torgau, Orgel Vlog AHS

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7. März 2022

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Denke nicht, deine Stimme bewege nichts. (Kate Sheppard)

Happy Women’s Day!

Zitat einer Frauenrechtlerin. Ihr Konterfei ziert die Zehn-Dollar-Note Neuseelands. Leider war ich noch nie in Neuseeland.

Heute erinnere ich an Claire Mc Cardell, Modeschöpferin, die sich für bequeme Kleidung einsetzte.

Foto: Stadtkirche St. Marien Torgau

Die Renaissancestadt Torgau an der Elbe liegt auf der Bahnstrecke Halle-Cottbus, mit der S-Bahn ca. eine Stunde von Leipzig entfernt. Wir sind mit dem Auto gefahren, im wunderschönen Wetter, über Land. Man fährt an der Leipziger Messe vorbei und dann über sehr viele Dörfer und Felder und Alleen um Eilenburg, die fast alle mit …witz oder …nitz zu enden schienen, Jesewitz, Pehritzsch, Schkeuditz… Das sind alles unglaubliche Namen, die man sonst nirgendwo so angehäuft lesen kann. Torgau (Markt) klingt hier schon fast… normal. Es dauert recht lange, bis Torgau auf den Schildern auftaucht. Zudem gab es auch noch eine Umleitung (wie fast immer, wenn ich irgendwo unterwegs bin, dann taucht garantiert ein gelbes U auf). Wir hatten sehr schönes Wetter, als wir schließlich und finally in Torgau ankamen. Die prunkvollen Straßen mit den schönen alten Häusern gefielen mir sofort. Wertvolle Renaissance-Gebäude. Die Kürfürstliche Kanzlei. Die historische Superintendentur. Gelehrtenschule. Priesterhaus. Häuser mit Wappen. 500 Baudenkmale aus Spätgotik und Renaissance. Die schöne Spitalstraße, die Bäckerstraße, die Fischerstraße zum Markt, die wunderschöne Pfarrstraße und die schöne Straße Wintergrüne mit den gelben Häusern, der Marktplatz mit der Mohren-Apotheke und dem Brunnen und mit dem neuen Rathaus, ein wunderschöner Runderker an der Seite (Anna von Dänemark), die Reste der Nikolaikirche (es wird über Sanierung nachgedacht). Hier wurde endlich in deutscher Sprache gepredigt, Justus Jonas predigte hier, ein Zeugnis der Reformation. Könnt ihr euch vorstellen, dass vor der Reformation so gepredigt wurde, dass kein Mensch irgendetwas verstand? Wo doch die Predigt so wichtig ist? Kein Wunder, dass man den armen Bürgern teuren Ablass andrehen konnte, denn das Evangelium wurde nicht gepredigt, jedenfalls nicht verständlich (und wahrscheinlich sowieso überhaupt nicht).

Man kann sich richtig vorstellen, wie hier Kutschen fuhren, wie Kinder auf den Straßen spielten. Berühmt war auch die Torgauer Tuchmanufaktur. Als mein Papa hier Kind war, war das noch in der Weimarer Republik (bis 1933). Noch lange vor dem Zweiten Weltkrieg. Es gab kaum Autos, kein Internet, keine S-Bahn. Die Eltern meines Papas hatten ein Geschäft. Sie waren nicht in der Musik. Torgau ist eine Musik- eine Sprache- eine Lutherstadt.

Die Lutherstadt Torgau wurde nicht zerstört, da sich hier die Truppen getroffen haben. 1945 fand hier an der Elbe die erste Begegnung der US-Truppen mit denen aus der Sowjetunion statt. Das Ende des Krieges. Man fühlt noch die Geschichte, wenn man hier durch die einsamen Straßen schlendert, die (wegen Corona?) leer sind. Wir waren im Restaurant „Herr Käthe“, aber ich möchte gern im Sommer wieder hin, wenn man draußen sitzen kann und auch die Katharina-Luther-Stube und die Galerie auf haben ab April. Es gibt auch eine katholische Kirche. Torgau gilt als „Amme der Reformation“.

Mir gefiel sehr der Bärengraben, die beiden großen süßen, alten, verschlafenen Bären (eigentlich müssten sie im Winterschlaf sein). So gemütlich faul wie diese sind – das wäre ich gern. Im Himmel?

Besonders schön war es im Haus der Familie Noll, er Musikmathematiker in Barcelona, sie Künstlerin und Restauratorin, ein sehr gebildetes Paar, das in einem Haus wohnt in der Pfarrstraße aus dem Jahr 1540, ein Haus, wie Martin Luther betreten haben muss, überwältigend besonders und faszinierend, ein Haus, wie auch mein Papa bewohnt haben muss, mit alten Böden, Mosaik, Steinen und Türen. Wir wälzten viele Geschichtsbücher zu den Bauwerken in Torgau und aßen der Fastenzeit entsprechend Datteln mit Schinken, Käse und Orange. Und es gab einen alten, kleinen Blüthner in der Ecke.

Das perfekt erhaltene Schloss Hartenfels ist ein Highlight in Torgau, das Schloss zu Torgau; gerade von der Elbe sieht das Schloss wunderschön aus, weiß-rot. Der Große Wendelstein ist der hohe gelbe, mit Fresken und Reliefs geschmückte Treppenturm des Schlosses, aus Elbsandstein, Spiraltreppe, schneckenförmig, im Schlossinnenhof. Napoleon war auch in Torgau. Torgau war für Napoleon interessant wegen seiner strategischen Lage an der Elbe. Auch mein geliebter Heinrich Schütz (sein Wand-Kalender 2022 aus dem Schützhaus in Weißenfels hängt an meiner Wand) war im Schloss zu Torgau, er hatte seine Oper Daphne in einem Schloss-Flügel uraufgeführt, es war 1627 die erste deutschsprachige Oper. Damit ist Torgau für mich eine Stadt der Sprache, die Stadt der deutschen Sprache! Nicht nur hat dort Martin Luther die erste reformatorische Kirche eingeweiht, nämlich die Schlosskirche Torgau, in der endlich in deutscher Sprache gepredigt wurde (1544 von Martin Luther selbst kurz vor seinem Tod eingeweiht), sondern in Torgau wurde auch deutschsprachige Musik zuallererst uraufgeführt (Schütz) und die erste deutsche Messe musikalisch gefeiert (Johann Walter zusammen mit ML).

Vom Turm des Schlosses Hartenfels (Hausmannsturm) konnten wir die schöne große, ruhige Elbe sehen, geniale Aussicht, wunderschönes Wetter. Das Lapidarium (Gewölbe unter dem Schloss) hatte noch zu. Wir aßen beim Italiener an der Alltagskirche (früher Kloster) und tranken später Bubble Tea.

„Torgaus Bauten übertreffen in ihrer Schönheit alle aus der Antike.“ (Martin Luther)

Torgau war für Katharina von Bora ihre erste und letzte Station ihres (bürgerlichen) Lebens.

Wunderschöne Gemälde von Lucas Cranach d.Ä. in Marien und Schlosskirche, und der berühmte Kanzelkorb in der Schlosskirche.

Schöne helle Kirche St. Marien. Luther war ca. 60-100 x in Torgau.

Neu: Schlosskirche Torgau

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Neu: Stadtkirche St. Marien Torgau

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6. März 2022

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Schönheit ist nicht nur körperlich. (Halle Berry)

Halle dreht die meisten Stunts selbst.
Heute erinnere ich an Samar Yazbek, syrische Journalistin, die den Tod auf den Straßen gesehen hat, und an Agnes Pockels, deutsche Physikerin.

Foto: Zander Clavichord bei mir (als Stipendiatin der DCS: German Clavichord Society)

Heute Torgau: Was für eine schöne Stadt! Wunderschönes Wetter. Ich spielte Mendelssohn Bartholdy – Präludium d-Moll (1820), Orgelbau A. Schuster und Sohn Orgel (Zittau) Baujahr 1984, evangelische St. Marien Stadtkirche Marienkirche Torgau, Sachsen.
Für meinen Papa Karl-Heinz Schlüter zum Andenken, am 5.3.20 in Torgau geboren, heute, 102 Jahre später:

Torgau an der Elbe: Sächsische Lutherstadt, historische Kleinstadt in Nordsachsen bei Leipzig. 30 km von Wittenberg entfernt. Hochburg und (politisches) Zentrum der Reformation. 20.000 Einwohnerinnen. Große Kreisstadt. In dieser Kirche ist die Lutherin, Katharina von Bora, Luthers Frau, begraben. Sie floh vor der Pest und starb an einem Unfall (Bruch). Vielen Dank an Familie Noll! Wunderschöner Klang, geniale Akustik. Ebenerdige Orgel, 3 M, links an der Südwand. Eine schöne große Kirche (Sommerkirche), die Orgel bzw. ihr Spieltisch ist für die Organistin gegen die Kälte mit einem wohligen Wärme-Heiz-Kokon (Cocoon) ausgestattet. Mendelssohns frühe Werke (Bärenreiter)!

Ich widme alle meine Werke Gott und meinem Papa als Fundament, und dann kommen noch andere sehr wichtige Menschen dazu, denen ich zusätzlich widme, natürlich meiner Mom.

Während ich in Torgau bin, gehen die Schandtaten Putins weiter. Putin-nahe Künstlerinnen und Künstler treten nicht mehr auf, so Anna Netrebko. Sie werden genug Entschädigung von Putin (70) erhalten. Vielleicht fürchten sie ihn auch? Ich meine, wieviele reiche Russen sind eigentlich nicht „Putin-nah“? Er scheint ein anziehender, charmanter Mensch zu sein? Manche bösen Männer haben eine gewisse Anziehungskraft, das habe ich auch schon festgestellt. Aber wer 2022 noch irgendwo in Europa einmarschiert wie im Wilden Westen, hat eher etwas Primitives. Was sind das für Soldaten, die auf Zivilisten schießen?

Mein Flügel: My Steinway B bei mir daheim:

Steinway & Sons B-Flügel Grandpiano 604174

Neu: Torgau: ❤️ Mendelssohn

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5. März 2022

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Jesus liebt die Dummen und die Klugen. Er meidet die Dummen nicht. In seiner Nähe bleibt niemand dumm. (AHS)

Ich mag sehr gern Echeveria. Und überhaupt Blumen. Unterwegs nach Torgau. Gedenktag an meinen Papa ❤️

Foto: Chemnitz, next Concerts

Neu: meine Instrumente

Tasteninstrumente

Neu: Wurlitzer Part 2

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Neu: Wurlitzer San Francisco, Part 1

Wurlitzer Orgel San Francisco, USA

4. März 2022

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Die Geschichte der neuen Musikbewegung duldet kein sinnvolles Nebeneinander der Gegensätze mehr. (Adorno)

Foto: Merseburger Dom

Mein Gerstenberg Specken Schnitger Sander Pedalclavichord:

Pedal Clavichord, gebaut von Sander Ruys für Ann-Helena nach J.D. Gerstenberger, A. Schnitger, P.J. Specken (Alkmaar)

Ich verstehe nun, dass meine Webseite vielen Leuten (vor allem denen ohne Skrupel und zuviel Zeit) ein Dorn im Auge ist. Sie ist groß mit vielen Fotos und Inhalt zu einer einzigen Person – das bietet natürlich Stoff genug. Ich war dennoch überrascht, denn zuvor, vor der (Laien-) Kirchenmusik-Szene, hat mich noch nie jemand angegriffen, es hat einfach auch noch nie jemand gewagt. Ich akzeptiere, dass aufgrund meiner Webseite, Inhalte, Fotos und Videos etc. Hass und Neid in der Kirchenmusik getriggert werden können. Ich nehme meinen Blog dennoch nicht (mehr), Neider aus der (Laien-) Kirchenmusik zu kommentieren oder zu bewerten oder mich auf das gleiche Niveau zu begeben oder mit Spinnern abzurechnen. Mir geht es nur um Musik.

Neu: Wurlitzer, USA, 1:

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3. März 2022

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Es schwingt eine große, romantische Sehnsucht mit, das Unendliche im Endlichen zu fassen, das das Endliche unendlich macht: Gott. (AHS)

Albert Schweitzer schrieb 1958 aus Lambarene an den Merseburger Domorganisten:

„Ich halte Friedrich Ladegast für den bedeutendsten Orgelbauer nach Silbermann, dessen Tradition er fortsetzt. Sowohl in technischer wie auch in klanglicher Hinsicht sind seine  Schöpfungen in gewisser Hinsicht einzigartig. Ich selber war ergriffen von der Spielart und der Tonschönheit der Ladegast-Orgeln.“

Gern mag ich Gedichte von Ingeborg Bachmann und Jürgen Becker. Ich schreibe trotz meiner Dissertation endlich wieder Literatur, es kommt mir vor wie Papierkram, wie Reisenotizen, die ich hervorkrame, wie schon beinahe verschimmelt im symbolischen Sinne… Krimis?

Wusstet ihr, dass Goethe ein hübsches Pyramidenklavier in seinem Elternhaus hatte? Seine Gedanken zu Musik finde ich manchmal nett, manchmal etwas… anstrengend.

Wenn frau Nicholas Sparks liest, könnte man, wie Elke Heidenreich kommentiert, glauben, dass er über die wahre Liebe schreiben würde – nein, das ist es nicht, auch wenn Heidenreich meint, „süß wie ein Marzipankuchen“, sondern gefährlich, denn es gibt viele Frauen, die solchen Büchern glauben – und dass das Buch Wie ein einziger Tag tatsächlich von wahrer Liebe schreiben würde. Ein Mann, der meint, eine Frau zu lieben, weil sie „charmant, gut aussehend und ein ruhender Pol in seinem Leben“ sei, „liebt“ nur egoistisch. Wenn sie ihn erst noch aufsuchen muss, weil er von alleine keinen Schritt gemacht hätte, dann.. Was ist, wenn sie Bedürfnisse anmeldet und nicht mehr ein lieber Ruhepol ist, sondern Probleme hat? Was ist, wenn sie nicht vergeben gewesen wäre, was ist, wenn sie alt wird, was ist, wäre sie tatsächlich auf Eroberungskurs gewesen? Nein, mann möchte erobern, und zwar möglichst eine Frau, die er einem anderen wegnehmen kann? Mag sein, dass meine Einstellung altmodisch ist. Aber das stört mich nicht. Die Filme gefallen mir hierzu übrigens besser als kitschige Bücher…

Und ein neues True Crime is up!

Heimtückisch ist das Verhalten von Rochus Schmitz aus Münster, der meine Gutgläubigkeit ausnutzte, oho, niederträchtig und unehrlich, in doppelter Hinsicht. Wenn man ihn zur Rede stellt, wird er sehr aggressiv. Schon als Kind habe ich Leuten immer erst mal geglaubt. Gut, dass mich Gott vor diesen Typen beschützt.

Gott, schaff mir Recht und führe meine Sache, errette mich von den falschen und bösen Leuten. (Psalm 43, 1)

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True Crime AHS

2. März 2022

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Alles, was überhaupt ist, ist schon in seinem Seiendsein wunderbar und rätselhaft. (Eugen Fink)

Heute erinnere ich an Maria Rohrbach. Sie wurde in Münster von frauenfeindlicher Justiz falsch verklagt. Ihr ermordete Mann war homosexuell. Das sollte bei den Katholiken nichts ans Licht kommen. Der wahre Täter wurde nie ermittelt. Sie wurde freigelassen. 

Die schöne Walcker Orgel in Erlangen war zuvor auch eine Wiegleb ❤️

Dann besuchte ich Freunde am Wannsee in Berlin, im Südwesten unserer wunderschönen Hauptstadt, fast 24 km lang, mit Dampfer. Wir waren Steinpilze essen im Restaurant beim Flensburger Löwen (dänischer Bildhauer) im „Seehaase“ und spazierten bei schönstem Wetter am waldigen Ufer um den Wannsee mit seinen Bootsanlegestellen. Es gibt dort viele kleine Buchten, tolle Aussicht und extrem bunte und teilweise exotische Enten. Das Licht war geradezu phantastisch. Um den Wannsee herum gibt es viele Villen und das Haus Sanssouci, das leider zuhatte. Im Bootshaus Bolle gab es Fassbrause. Dunkle Pilze mag ich nicht ganz so gern wie helle Pfifferlinge.

John und Harriet Mill schreiben in „Die Unterwerfung der Frauen“, dass Frauen im Grunde die Option der Ehe als einzigen Platz im Leben angeboten wurde, lange Zeit, und dass viele Frauen nur diese Option wählen konnten als „einzig ehrenwerten Platz im Leben“, den Männer im Gesetz des Despotismus (Männer-Herrschaftsgewalt) ihnen geben wollten. Frauen, die einen anderen Weg gehen wollten, wurden als störend und widersprüchlich empfunden, vor allem kluge, begabte Frauen, die schreiben, lesen, Karriere machen wollen, studieren, kritisieren, kurzum: Frauen wie ich. Es gibt immer noch viele Männer, die mit Gleichstellung nicht zufrieden sind. Natürlich sind Frauen auch vor allem in der Ehe und eheähnlichen Beziehung nicht gleichgestellt. Das ist ja ein Problem. Die häusliche Arbeit bleibt an ihnen hängen, von häuslicher Gewalt ganz zu schweigen. Die wunderbare Empfindsamkeit von Frauen wurde von Männern bewusst missbraucht, ihnen nur häusliche Arbeiten geben zu wollen, so John Stuart Mill (1806-1873). Selbst und gerade bei Privilegierten sind die Ehefrauen im Grunde oft eingesperrt in eine untergeordnete Stellung. Als wäre die Frau in einer Kaste, in einer Klasse der bewusst für sie arrangierten Nachteile. Ist es heute besser als damals, 1870? Beantwortet es mir.

ps: Eine wunderschöne Ladegast Orgel wurde mit der Leipziger Paulinerkirche auf Befehl Walter Ulbrichts am 30. Mai 1968 gesprengt. Wie widerlich! Ich hoffe, dieser Walter Ulbricht und seine Kumpane – enden in der Hölle. 

Neu:

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Lützen ❤️

Orgel Vlog