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Schlagwörter: Ann-Helena Schlüter, Konzerte, News
Konzerte im CVJM, Schröder-Haus Würzburg, Philadelphia Verein Leonberg. Und viel Schnee.
Schlagwörter: Ann-Helena Schlüter, Autorin, Komponistin, Reisen
Konzerte im Omnibus Würzburg, Leonberg und nächste Woche Wilhelmsdorf bei Ravensburg. Ich freue mich besonders auf die Stillen Adventstage in Leonberg. Am meisten schalte ich neben der Magisterarbeit beim Chorsingen im Theater, auf dem Reiterhof oder beim Schreiben ab.
Ausschnitt zum ERF Fernsehstudio-Interview mit Jürgen Werth.
Bin nun Mitglied bei der Gema VG Wort und der GVL, wurde auch Zeit. Bald spiele ich meine Lieder wieder mit Cello und Drums, freue mich darauf, in der Martin Luther Kirche Würzburg. Die CD mit Johannes Warth hat Spaß gemacht.

Schlagwörter: Ann-Helena Schlüter, Autorin, Konzerte, Lyrik, Tourblog
Der Flügelschatten kratzt
auf dem Boden
weiße Pirouetten
Lackballerina
und steht wieder auf Spitze auf den Rollen.

Schlagwörter: Ann-Helena Schlüter, Klavier, Musik, Reisen
Es war sehr viel los in letzter Zeit. Vorgestern sang ich Wagner im Extrachor des Mainfranken-Theaters, gestern hatte ich ein Konzert mit meinen PianoSongs und dem Cellisten Christian Schumacher im Cafe Rossis in Würzburg — was für mich, die hauptsächlich an Säle und Flügel und Chopin gewöhnt bin, eine Umstellung ist.
Eigenen Lieder sind eine ganz andere Welt. Mit Cello ist es schön zu spielen, passt gut zu Piano & Voice.
Meine Magisterarbeit über Bach/Rheinberger/Reger neigt sich am 20. Januar dem Ende zu; heute spiele ich in der Martin-Luther-Kirche und habe eine kleine Bandsession nachmittags.
Ich glaube, dass in allem, was Kunst und Wissenschaft angeht, das Paradoxe, Geheimnisvolle, Unerklärliche und Ausnahmemäßige eine große Rolle spielt. Denn Wissenschaft, zumindest Geisteswissenschaft, oder zumindest Musikwissenschaft, hat paradoxerweise größtenteils wenig mit Logik zu tun und gerät schnell an Grenzen. Wie lässt es sich sonst erklären, dass der sobenannte ‚Dorftrottel‘ Anton Bruckner Symphonien schreibt, dass die Welt weint? Was für eine Logik ist es, dass das antike Musikdenken sich umkehrte zum progressiven und ein Symphoniker wie Bruckner von der so genannten absoluten Musik in die ‚Sparte‘ der Gesamtkunstanhänger und Wagnerianer rutschte? Wie lässt es sich erklären, dass ein solches, noch dazu unlogisches ästhetisches Gegensatzdenken bis heute Gültigkeit hat und sowohl Gesellschaft, Wissenschaft und Politik prägt?

Schlagwörter: Ann-Helena Schlüter, Ausland, Konzerte, News
Konzert gestern an der UST (University of San Tomas) Manila, Chopin Ballade F-Dur, Beethoven Waldstein Sonate, Bach Goldberg Variationen, eigene Songs. Es war ein langes Konzert. Ich bekam standing ovations, der Saal war voll mit jungen Musikstudenten und Prof.s, ich habe CDs verkauft und ein wenig von mir erzählt. Es kommt mir so vor, als würde ich mich Bach und meinen Liedern wie eine goldene Spur hinterlassen, da dies so gut wie nie gespielt wird hier auf den Philippinen.
Es freut mich, dass meine Musik auch in einem so fernen Land gehört und gemocht wird. Es ist schön, deutsche Texte zu hören und durch diese Großstadt von 16 Millionen Einwohnern zu fahren. Ich musste jedem eine Unterschrift auf ihr Programm schreiben (ich schrieb meinen neuen Lieblings-Psalm dazu, Psalm 68), was mich viel Zeit gekostet hat, und Fotos machen am Flügel. Heute spiele ich in Greenhills, es kommen Business-Leute, also ein ganz anders Publikum. Die Thai-Massagen zwischendurch sind einfach wundervoll.
Heute badete ich das erste Mal im südchinesischen Meer, waren am Subic Bay, am Strand Camayan. Das Wasser war heiß wie aus einer Quelle, Wüstenberge um mich, ein paar dunkle asiatische Menschen im Wasser, bunte Fische, die einem aus der Hand essen, Palmen.
Es war wunderschön, ca. 250 km von Manila entfernt. Nebendran der Regenwald mit Affen, die auf die Straße laufen oder in den Palmen sitzen. Wir assen gebratenen Reis aus einer Ananas und tranken frischen Mangosaft in Grün und Gelb und Kokosnuss-Saft, Buko-Saft genannt. Morgen spiele ich in der Makiling High School for the Arts Manila, die Schule ist auf einem Vulkan, aus dem heiße Quellen entspringen, daher spuckt er nicht, obwohl er brodelt. Das erinnert mich an mich. Meine heißen Quellen ist meine Kreativität.
Ich erzähle den jungen Menschen aus meinem Leben, stelle meine Lieder und klassische Musik vor. Diese Woche spiele ich jeden Tag ein Konzert, Radio Interview, Improvisations — Seminar, Goldberg Variationen, freie Improvisation mit einem Saxofonisten, Uni, Goethe Institut.
Am Tag zu vor waren wir in Intramuros Manila (within the walls, denn es war eine Mauerstadt aus Sicherheitsgründen vor langer Zeit), besuchten die Amerikanische Post, Manila Cathedral, Augustin Church, Barbara’s, fuhren Jeep, Pedicab (mit Fahrrad), Tricycle (mit Motorrad) und besuchten den Park Fort Santiago am Pasig River, früher ein Gefängnis-Komplex, in dem der nationale Held und politischer Schriftsteller Jose Rizal ermordet worden ist. Dort, wo sein Denkmal steht, spendete der Baum rote Blätter wie Blut, der Baum wird Feuerbaum genannt.
Es war sehr symbolisch. Der Pasig River ist ein sehr schmutziger und romantischer Fluss. Kaum zu glauben, dass Honkong nur eine Stunde weg, Bali nur 3 Stunden und Australien nur 8 Stunden entfernt sind mit Flugzeug. Was ich nicht mag, ist das Fettige des Essens, Balot, das sind Eier, wo 16-Tage-alte Hühnchensäuglinge mitgegessen werden, und Pusit, das sind so etwas wie Tintenfische.
Schlagwörter: Ann-Helena Schlüter, Johann Sebastian Bach, Musik, Reisen
Die Meisterklasse Klavier an der Universität Manila (UP= University of the Philippines) lief sehr gut, es war interessant, die Studenten der Klavierabteilung zu unterrichten, sie spielten Ravel, Chopin, Bach, Beethoven, Liszt. Das Niveau war mehr gehobenes Nebenfach. Der Saal hatte eine gute Klimaanlage. Manchmal ist es innen zu kalt gestellt und aussen zu schwül. Ich kann keine zehn Minuten draußen irgendwo warten, ohne dass ich von Mücken und Fliegen umzingelt zu sein scheine. Am Nachmittag unterrichtete ich dann Improvisieren.
Es waren zu viele Studenten. Das ist so nicht effizient, denn die, die wirklich interessiert sind, werden abgelenkt. Die philippinischen Studenten verfielen oft in eine Mischung aus Tagalog und Englisch, es ist nicht immer leicht, sie zu verstehen, auch wegen dem Akzent. Es fehlt leider an allen Ecken und Enden an der Technik, obwohl die Musikalität absolut gegeben ist. Die Bezahlung der Profs. ist sehr gering hier im Vergleich zu Deutschland. Und dabei ist dies die beste Uni des Landes. Es waren auch nationale Instrumente in der Meisterklasse dabei: Kulintang A Tamlang, aus Bambus, Saronai, aus Metall, und Bungkaka, ein sogenannter Bambus Buzzer. Es wurde alles gefilmt. Diese Woche habe ich noch 2 Konzerte, letzte Woche waren es 3. Mein Programm ist Beethoven Waldstein Sonate, Chopin Balladen und Bach Goldberg Variationen, dazu Songs von mir. Sie weinen bei meinen Liedern.
Schlagwörter: Ann-Helena Schlüter, Konzerte, Reisen
Heute zum Frühstück gab es Guava (in der Sprache hier rund um Manila, die Tagalog genannt wird, heisst Guava Bayabas) und die saure Frucht Santol, man isst hier viele saure Früchte mit Salz oder Zucker. Sogar Avocado wird hier mit Milch und Zucker gegessen! Pakwan, die Wassermelone, ist gelb, schmeckt aber wie unsere rote, sogar noch süsser. Ich schreibe gerade mit meinem eigenen macbook. Reis wird ununterbrochen gegessen, auch zum Frühstück, auch Suppe, wie z.B. die Misua Suppe mit Reisnudeln.
Manila wird hier wie Manilla gesprochen, und Tagalog wird auf dem zweiten a betont, das letzte g nicht gesprochen. Gestern war trotz Rainy Season ein wunderschön sonniger Tag, wir besuchten den tropischen Park La Mesa Dam Ecopark mit tropischen Riesenbäumen, Tamarindenbäume und Dattelbäume und Pflanzen, Seen und einem Damm, von dem die ganze Gegend versorgt wird. Die stachelige grüne Frucht, die aussieht wie ein Kaktus, heisst Guyabano, und die Cousine von den Litschis ist die haarige Frucht Rambutan. All diese Früchte sind manchmal einfach am Strassenrand zu kaufen. Gestern ging ich auf dem tropischen Markt hier in Greenhills verloren, alles sah aus wie ein Labyrinth, und die Geräuschkulisse stieg furchtbar an, aber ich wurde wiedergefunden! Danach gab es Catfish aus den Swamps.
Schlagwörter: Ann-Helena Schlüter, Deutsch-schwedisch, Reisen
Das Essen hier in Manila ist sehr interessant: heute assen wir Sinigang, das nationale Gericht, saure Suppe mit der Frucht Sampaloc, eine Suppe mit Schweinefleisch, Aubergine, Kangkong in einer Bruehe mit Wasser und Gewuerzen und gruenem Swamp Cabbage, dann Bagoon, das sind sehr kleine Shrimps, also eine salzige Fischpaste, dann Calamansi, das sind lokale Zitronen, dazu den kleinen Fisch Hasahasa aus dem Pazifischen Ozean zwischen den Inseln von den Philippinen, die lokalen Avocados, die sehr gelb innen sind, selbst wenn sie reif sind. Die Philippinen moegen es, Namen doppelt zu setzen. Die Leute fischen auch viel an der Kueste Manilas. Der Flughafen ist sehr nah an der Kueste.
Wir gehen naechste Woche schwimmen im Suedchinesischen Meer: die Insel heisst Camaya in der Provinz Zambales, in Subic. Als ich mit dem Flugzeug ueber die Kueste Manilas von Bangkok aus flog mit der Thai Airlines, sah ich all diese Fischerhaeuschen im Suedchinesischen Meer, bestehend aus den festen Blaettern der hohen Kokusnuss-Baeume, aus Nipa Palm Trees und aus Bambus. Sie koennen sich kein Land und keine Wohnung leisten und bauen deswegen an der Kueste auf dem Meer. Es sind sehr viele. Von oben, vom Flugzeug aus sah es unbeschreiblich schoen aus. Aber in die Naehe zu kommen, ist gefaehrlich, sagte man mir. Es gibt auch einen muslimischen Stamm namens Badjao, der traditionell in Bootshaeusern im Wasser lebt, aber das ist etwas anderes. Diese sind zu finden in Palawan, einer Insel weiter unten im Sueden. Aber ich glaube, dass es die so genannten Meereszigeuner auch hier in Manila gibt und in vielen anderen Plaetzen, weil sie arm und vertrieben worden sind. Im Pazifik habe ich schon mal in Frankreich gebadet, aber im Suedchinesischen Meer noch nicht. Metro Manila, die Hauptstadt mit den 12 Millionen Einwohnern, ist im Westen der Philippinen, am Suedchinesischen Meer. Im Osten liegt die Philippinische See, das ist ein Teil des Pazifiks. Die Philippinen bestehen aus mehr als 7000 Inseln; die drei Hauptinseln sind Luzon, da bin ich in Manila, dann Mindanao (gesprochen wie Mindenau) und Visayas. Heute wurde der neue Praesident gewaehlt, sein Name ist Benigno Noy Noy Aquino. Er ist der Sohn der verstorbenen Praesidentin, deren Mann von dem brillanten Diktator Marcos erschossen wurde. Spaeter kamen eingeladene Gaeste von dort zum Essen. Wir sahen die Feier im Fernsehen.

Schlagwörter: Ann-Helena Schlüter, Gedanke, Reisen, Tourblog
Kamusta! Draussen im Garten wachsen hier in Greenhills in Metro Manila, wo ich lebe, Kokusnuss-Baeume, Palmen, Mangobaeume, Hibiskus, Bananenpflanzen, kleine Zitronenbaeume und Avokadobaeume. Ich finde, die afrikanischen Avocados in Uganda haben besser geschmeckt. Insgesamt bin ich wieder in einem tropischen Land, das kann ich spueren, wieder nah am Aequator. Es gibt hier Malaria, aber ich hoffe nicht, dass ich es bekomme. In Uganda war ich auch beschuetzt.
Die Moskitos moegen mein Blut, ich bin schon oft gebissen worden. Es gibt hier kein Winter, sondern nur Sommer bis ungefaehr Maerz, April, wo es sehr heiss ist, und dann beginnt statt „Winter“ die Regenzeit. Sie begann, als ich hier ankam. Warmer, weicher Regen kommt vom Himmel, es ist schwuel und feucht, ohne Klimaanlage laesst es sich kaum leben, auf der anderen Seite sind diese wieder viel zu kalt eingestellt. Insgesamt erinnert mich Manila an eine Mischung aus Afrika und USA. Aber eigentlich hat es auch sehr viele spanische Einfluesse. Die Strasse, in der wir leben, wird rund um die Uhr von Waechtern bewacht. Ohne Vorzeigen des Fuehrerscheins kann man nicht hinein. Es ist eine reiche Gegend, in der viele Chinesen wohnen, die Businessmaenner sind. Es gibt hier auch viele Thailaender, Japaner und Koreaner. Manchmal ist es schwer, sie alle auseinander zu halten.