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30. November 2021

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Das Wort KLIPPAN ist schwedisch und bedeutet „morgendliche Rückenschmerzen nach dem Liegen auf einer Metallleiste“. (Czech/Domzalski)

So was! 
Oben: Schongau, Sandtner Orgel

Schade, dass es keinen 31. November gibt. Ich bräuchte ihn dringend. 

Heute war wieder Zoom Mozarteum Musikpädagogik: Interpretationsforschung heute, ein junges Feld. Es gibt da einiges, was ich bedenklich finde oder was noch entdeckt werden müsste (ich diskutiere gern): Live, Aura, Atmosphäre, Power und Gesamtkunstwerk. Das wirklich Wichtige, Künstlerische und Spannende lässt sich eben nicht messen. Und das ist auch gut so. (Siehe Gott.)
Audio und Video ist meist inszeniert (außer man ist so authentisch wie ich oft), und sicher ist es nicht uninteressant, die Benutzung von Pedal bei Pianisten oder die Benutzung des Bogens bei Geigerinnen zu messen etc. oder zu diskutieren, welcher Keil oder Punkt so oder so gemeint sein kann. Aber für mich ist das alles Schnittlauch auf dem Essen. Die wirkliche Interpretation findet woanders statt. Und ob Anne-Sophie Mutter ein blaues Schleifenkleid trägt oder Gidon Kremer aussieht, als wäre er dem Film Schweigen der Lämmer entsprungen, zusammen mit seinem Männer-Berliner-Club – das lenkt mich eher von der Musik ab. Aber zu forschen gäbe es hier viel.

Klaro: Die, die interpretieren, forschen nicht wissenschaftlich darüber. Schwierig: Die, die wissenschaftlich forschen, sind meist keine Musiker, zumindest nicht aktiv professionell. Daher kommt oft Unnötiges oder gar „Unsinn“ dabei heraus, das dem Geheimnis der Entstehung und Durchführung von Interpretation nicht näher kommt und das eher Fandom und Prominenz in den Mittelpunkt stellt. 

Neu:

Physharmonica Klais Orgel Neckarsulm – Orgel Date AHS

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Klais Physharmonica

Und hier unten: Meine ersten Orgelschuhe 2017:

… ja, goldene Sandalen ☺️

Brahms – Präludium Fuge g-Moll Ann-Helena Schlüter Führer Orgel Konzert Riddagshausen, Organistin

Video von 2017 – seitdem ist so viel passiert. Mein erstes Orgel-Video. Seitdem Studium Frankfurt, Heidelberg, Würzburg, Hamburg, Luzern/Stuttgart… Dreifacher Master. Riddagshausen 2017 war einer meiner ersten internationalen Orgelsommer. Ich werde ganz nostalgisch. Kurz danach studierte ich Orgel. Ich war da schon in Frankfurt für das WS immatrikuliert, oder kurz davor. Da kam ich mit meinen goldenen Orgelschühchen an und wusste noch nichts von der Szene. Seitdem 1000 Orgeln.

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Orgel-Information


Übrigens: Dies ist eines meiner allerersten Orgel-Videos, da war ich grad im ersten Semester in Franky ☺️

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Bach Beckerath Ann

29. November 2021

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Kirchenmusikgeragogik und Andragogik sind wichtig. (AHS)

Erster Advent ❤️

Heute war der vierte und letzte Tag des digitalen Doktorandenforums des Mozarteums, wo ich promoviere. Ich finde es wichtig, dass man die Dissertation schreibt, um der Gesellschaft etwas beizutragen und etwas Neues, Gutes zu tun und die Welt zu verbessern, zumindest ein Stück weit, und nicht nur für sich selbst, um egoistisch einen Titel zu haben, den man stolz vor sich herträgt, wie es manche machen. Meine Arbeit soll anderen etwas bringen.
Insgesamt gibt es in der Wissenschaft und auch in der wissenschaftlichen Musikpädagogik noch immer (starre) Konventionen, auch unter Frauen, die frau teilweise einhalten muss in einer Community und in der Academic Society, jedoch gerade als „Flamingo“ und Brückenbauerin habe ich hier eine wichtige, gesellschaftliche und sogar bildungspolitische  Funktion, glaube ich. Und ich möchte alle Künstlerinnen und überhaupt alle ermutigen, sich an eine Dissertation und an Abstracts heranzutrauen, auch wenn man sie neben dem Beruf fertig stellt.

Es ist nicht immer leicht,  Kritik und Verbesserungen anzunehmen (Frauen nehmen das manchmal persönlich, als würde man selbst in Frage gestellt). But it is the same God who spins things in the orbit. Und ob man nun an Verortung, Methode, Anbindung und Rückbindung an Theorie,  Fachlichkeit, Objektivität, Schlüssigkeit, Meta-Ebenen oder Forschungsfragen arbeitet, dran bleiben lautet die Devise. (Ich habe bald nun einen Laptop nur für die Diss.)

Ich wurde gefragt, woran ich arbeite und schreibe:

Es ist eine Diss in Musikvermittlung, in Bachvermittlung mit Post-Millennials zwischen 14 und 17, dem schwierigsten Alter ☺️
Mixed Methods, Quant und Qual, Inhaltsanalyse nach Mayring. Ich poste bald mal einen kleinen Auszug.

Übrigens: Es ist nicht leicht, Orgelschuhe zu finden für Frauen in Deutschland, für mich mit Größe 36 (in englisch 3 1/3) fast unmöglich, da es oft erst mit 37 (4) losgeht. Es gibt zwar Tanzschuhe, aber die haben so eine minizierliche Absatzfläche, dass er eher an einen kleinen Keks erinnert. Habe mich jetzt an organmastershoes gewendet. Wenn ihr noch Ideen habt, lasst es mich wissen. Ich brauche ja einen ordentlichen, „männlichen“ Absatz mit Fläche.

Neu: Orgel-Information:

Sandtner Orgel Schongau

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Haus der Musik Innsbruck, Tirol, Österreich

28. November 2021

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Liszt daheim spielen, als würde man mit einem Haubschrauber im Wohnzimmer fliegen. (AHS nach Nelson Piquet)

Oben: Erler Orgel Terfens, Tirol, Österreich

Es wird 17:50 auf der Uhr und ich denke an…

Heute war der dritte Tag des DokKol und Rethinking Classical Music, und es ist faszinierend, immer tiefer in empirische Forschung einzutauchen und die Schlüssigkeit zu verstehen. Es ist eine eigene Community. Aber nicht uninteressant. Selbst Leute, die man „komisch“ findet, sind, wenn man sich ihnen auf ihrer Ebene nähert, ganz nett. Am schönsten ist es natürlich, wenn man sich geehrt und verstanden fühlt, ohne sich auf allzu „fremde“ Ebenen begeben zu müssen. Aber es ist freilich so, dass auch die fremden Ebenen geschätzt werden wollen, egal, welche es sind. Es ist also ein gutes Training. Und morgen erster Advent. 

Jeden Augenblick:

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Eingekehrt bist du bei mir, du Fernegott, du Zuversichtler. Doch nah bist du und täglich da. (AHS)

Heute wieder den ganzen Tag Doktorandenkolloquium. Die Einzelsprechstunden und die Arbeitsgruppe waren super. Gut, es ist dennoch so, dass man schon Geduld braucht für alles. Allmählich versteht man die Wege, dennoch: Niemals den Idealismus und die Mission verlieren, nie den Glauben. Egal, wie „starr“ Theorien wirken können.

Ich wurde gefragt, ob ich mich schon mit Bodo Wartke getroffen hätte. Ja, habe ich. Wir wollten uns über Musik und Klavier austauschen. Aber es war ein sehr seltsames Treffen, nach dem Konzert, da ich mit einer Freundin auftauchte, die ihn unbedingt kennenlernen wollte und sich aufgebrezelt hatte. Ein Gespräch mit Bodo Wartke wurde unmöglich, da sie sich komplett auf ihn geworfen hat. Wir konnten uns nicht austauschen. Ich merkte nur, dass er mir nicht gefiel. Er wirkte sehr oberflächlich. Dabei hätte mich vieles interessiert. Ich saß sprachlos daneben. Ich hätte nie gedacht, dass er so unreif und so äußerlich ist in meinen Augen, so sehr Macho, dass es ihm scheinbar nur darum ging, eine Frau, die ihn willig anschmachtet, für die Nacht zu finden. Ich wollte nicht mehr bleiben und habe gesagt, dass ich noch was zu tun habe. Daraufhin ist er mit ihr die Nacht über abgedüst. Aber besser so.

Neu: Dom Trier

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26. November 2021

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Klang wölbt Handfläche, baut Säulen aus Fingern. (AHS)

Oben: Rieger Orgel Pfalz

Ich übe Rhin von Vierne. Eine schöne Übung für Doppelpedal. Und Toccata und Impromptu.

Es war anstrengend heute. So viele Doktoranden. Zoom. Es zoooooomt sehr. Erschöpfend. Ich mag es durchaus gern, über Musik etc. zu diskutieren. Aber Musik machen ist – lebensnotwendig für mich. Ich steche mit meiner Art auch „überall“ raus, obwohl ich mich bemühe, unauffällig zu sein. Je mehr ich mich bemühe, unauffällig zu sein, desto weniger gelingt es ☺️ Ich bin die einzige, die mit Handy drin ist. Während alle anderen geschniegelt und gebügelt vor dem Desktop sitzen und ein schickes, gerades Hintergrundbild designed haben und vorweisen können (New York oder so was), schwankt mein Handybild der Realität bedenklich seekrank nach allen Seiten, während ich durch die Wohnung stapfe in meinen Schafsocken und in meinem warmen Wolkenpulli und dem Postboten öffne. Der mir meine Vierne-Noten bringt.
Ich werfe meine Kaffeetasse um und bin in zwei Meetings gleichzeitig. Während ich meine neuen Noten studiere. Wenn wir „ausbrechen sollen“, bin ich die Letzte, die übrig bleibt, weil ich nicht gecheckt habe, wie ich in die „Ausbrechgruppen“ oder ins „Wonder Me“ komme. Was mir unangenehm ist. – Oh, ich bin ja noch da. Ähm… Oh, bin ich hier richtig? – Ja, dabei sind alle so strukturiert, lieb und ordentlich. Ich fremdschäme mich für mich selbst, während meine Haare nach allen Seiten abstehen. Aber Methode ist und bleibt spannend. Ich bekomme alles mit und habe meist gute Fragen, Ideen. Wenn ich mich vorstellen soll, bin ich komischerweise schüchtern und kurz angebunden. Ich komme mir dann unbeholfen und kindlich vor, beinahe tollpatschig. Verstecke mich gern. Wage ich mich aber heraus, merken es alle. Die meisten sind nett und eher „Lehrertypen“, keine Künstlertypen. Ich bin ein Flamingo unter diesen und werde oft neugierig betrachtet. Das schwarze Schaf? Aber das ist ok. Die meisten erinnern sich immer gleich an mich. Mein Name dagegen ist Hase… Aber wenn mein Name richtig ausgesprochen wird, wärmt sich mein Herz.

Promovieren ist eine eigene Welt. Ich kann verstehen, dass die Art und Weise, wie geredet wird, hochgestochen und anstrengend wirken kann. Aber man gewöhnt sich an diese Sprache. Und es ist spannend. Jedoch eines ist es: Trocken. Im Vergleich zur Kunst.

Neu: Note commune (Note ist weiblich)

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Orgel Vlog

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Rundkirche

25. November 2021

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Wach auf, Menschheit! Es ist keine Zeit mehr! (Berta C. Flores)

Oben:

Späth Orgel Saarbrücken, Kathedrale St. Michael

Heute viel Reger geübt. Und Orpheus. Den ganzen Tag geübt. 
Es macht Spaß, mit Superoktavkoppeln zu arbeiten. Vor allem, wenn das Pedal als Melodie Vierfuß haben soll (Vierne). Arbeitet man bei Improvisationen mit Sub- und Superoktavkoppeln (es ist selten, dass die Superoktavkoppeln bis oben komplett ausgebaut sind) und mit Schwebung, wirkt der Klang von allen Seiten in einer Art Dolby Surround. 

Es ist traurig, dass der Weihnachtsmarkt in Stuttgart wohl wieder abbauen muss. Wird je irgendeine „Impfquote reichen“? Reichen 70 Prozent nicht, werden auch keine 100 reichen. Aber vielleicht soll auch unsere Welt zur Ruhe kommen. 

Während Üben: Trial. Kyle Rittenhouse kommt mir wie ein verwöhntes, trotziges Riesenbaby vor mit Schmollmund und Riesenwaffe, dem die eigene „Sicherheit“ das Wichtigste ist und der Menschen erschießt.

The American Self Defense? (Aber wehe, gequälte Frauen töten nach vielen Jahren der Qual den Ehemann. 20 Jahre Gefängnis. Tritt aber ein Mann einem anderen 1x ins Gesicht, darf der ihn ungestraft erschiessen!) Sehr viele in diesem Trial haben deutsche Namen. Rittenhouse ist kein Vergleich mit Gaige Grosskreutz, der nicht schießen wollte. Der alte Richter kam mir fehl-am-Platz-gutgelaunt und parteiisch vor, während Menschen voller Elend ihre Geschichten erzählen. Er zerstörte den Ruf des Anwalts der Gegenseite vor der Jury. 
Es ist Politik. Auf „schlechte Menschen“ (Zitat Anwalt von Kyle), Unruhestifter, Schwarze, Rebellen und deren Helfer darf scheinbar ungestraft geschossen werden. Deswegen sind ja Waffen erlaubt? Wie kann ein Siebzehnjähriger mit so einer Waffe (illegal) herumlaufen? Ein Polizist hat bereits zuvor dort einen Schwarzen ungestraft erschossen. Sind denn „schlechte Menschen“ (arm, leben im Zelt, nehmen Medikamente/Drogen, sind aggressiv, weniger gebildet, evtl. vorbestraft…) weniger wert? Was hilft da ein weißer Bengel mit Maschinenpistole, der sich toll vorkommt? Das provoziert und macht neidisch. Justiz weltweit ist extrem politisch und ungerecht. Wenn ich da gewesen wäre, ich hätte denen etwas erzählt. Es ist die Schuld der Regierung, der Polizei, der Reichen. 

Unser Rechtsstaat hat auch kein Problem damit, dass Frauen schlechter bezahlt werden und für Care-Arbeit keine Rente sehen und bei Trennung, wenn unverheiratet, total im Regen stehen, nachdem sie Kinder großgezogen haben.

Kebekus (die ich leider gar nicht kenne) schreibt, dass selbst heute kleinen Mädchen wenig weibliche Identifikationsfiguren in Medien, Fernsehen etc. angeboten werden außer „kleine sexy Mädchen“, extreme und sexualisierte Körperbilder mit dünner Wespentaille. In Märchen sind Prinzessinnen passiv und ohne Charakter. „Mach keinen Ärger“, und der Prinz rettet dich. Andere Frauen in Märchen sind böse, intrigant, nicht zu trauen, Stiefmütter. 
Keinerlei weibliche Vielfalt. Schlumpfine ist alleine. Wie sollen wir so glauben, dass Frauen Freundinnen, Verbündete und Gehilfinnen sind? Jahrhundertelange Unterdrückung geht nicht spurlos vorüber. Wir sind verstreut unter Männern. Frauen in Märchen und Filmen sind fast nie Freundinnen, sie sprechen kaum miteinander. Nach dem Motto: Entweder du bist die Schönste oder du findest nicht statt. 72 Prozent der Fernseh-Sender sind männlich. In Filmen haben Frauen deutlich weniger Redezeit, es gibt fast nie zwei weibliche Rollen, und die Frauen sprechen kaum miteinander, selbst in Filmen, wo Frauen die Hauptrollen haben. Fast alle Filme und Sendezeiten sind von Männern beherrscht, Frauen sind Dekoration der Helden.

Ich habe weibliche Vorbilder auch sehr vermisst. Später vllt. noch 3 !!!, aber selbst diese sind sehr unrealistisch. Sogar Biene Maja wurde modern und schlanker gemacht. Viele Kinderunterhaltung  ist frauenfeindlich. Selbst Tierzeichentrick ist zu 87 Prozent männlich, schreibt sie. Da sich Frauen von Männern seit Jahrhunderten abhängig fühlen, lassen sie auch heute noch aus Angst keine weibliche Konkurrenz zu und näher kommen. Es ist also von Männern initiiert? Selbst Agenturen begnügen sich mit einer Frau, schreibt sie. Ab 50 verschwinden Frauen ganz aus den Filmen. (Außer sie spielen die Hexe.) Männer steigen ab 50 in Charakterrollen auf. Der alte James Bond hat junge Freundinnen, 30 Jahre jünger. Crazy.

Da ich tolle Lehrerinnen, Freundinnen und weibliche liebe Babysitter hatte, ging es mir dennoch gut.

Kebekus schreibt, dass Maria ebenfalls nur die eine sein darf. Der Rest der katholischen Kirche sei ein Ausbeuterbetrieb, was Frauen angeht. Frauen arbeiten meist ehrenamtlich, während Bischöfe über ca. 11.000 € pro Monat erhalten. „Men’s Paradise“. (Da ich evangelisch bin, war ich darüber erst mal unwissend.) Sie schreibt darüber, wie oft werden Frauen in der Bibel zu Sünderinnen gemacht. Wie kann es sein, dass Maria von Magdala nicht Apostelin und Jüngerin ist, sondern immer noch als Hure gilt? Wie kann es sein, dass dies ein säkulares Buch aufzeigen muss? Marias Begegnung mit dem Auferstandenen ist die Begegnung mit Jesus in der Bibel. Und sie bekam einen ganz klaren Auftrag für Mission. Doch die Kirche redet fast nur von Paulus und Petrus und von männlichen Aposteln und verbietet Frauen den Mund. Warum? Weil man nicht weiß, was Maria von Magdala nach ihrem Auftrag alles geleistet hat an Mission? Und der Himmel voller weißer Männer zu sein hat? Sorry. Ich bezweifle, dass viele Männer im Himmel sein werden.

Aber was bringt es, wenn die Kirche kritisiert wird. Inwiefern sie gläubig ist, weiß ich nicht.

Ich verstehe, was Kebekus meint. Frauen sind vielfältig, individuell und voller Charakter. Und das dürfen sie zeigen. ❤️ Wenn wir nicht zusammen halten, wird das Patriarchat nicht aufhören.

Hier singe ich „Der Mond ist aufgegangen“:

Gute Nacht

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Vom Himmel hoch

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Der Mond ist aufgegangen

24. November 2021

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In entlegenen Gebieten der Musik forschen, durch Kunst, manchem ausgesetzt, jedoch unbesiegbar. (AHS)

Oben: Pflüger Orgel 1986, Tirol 

Es war schön in Stuttgart. Der große Weihnachtsmarkt wurde rund um die Stiftskirche aufgebaut, meinem Zentrum in Stuttgart. Die Sonne schien. Ich fuhr spontan Riesenrad wegen dem schönen Wetter (trotz etwas Höhenangst) und sah die Stiftskirche von oben. Die Aussicht war phänomenal. Als die schaukelnde Kabine jedoch oben anhielt, litt ich, es zog in meinen Beinen und eine leichte Panik umgibt mich und ich versprach Gott wieder alles mögliche, wenn meine Kabine doch bloß nicht herunterfällt. Ich hatte aber das Gefühl, er wollte, dass ich einfach relaxe und mich umschaue. Das habe ich dann auch gemacht. Und es war schön.

Das schwäbische Essen schmeckt so lecker. Linsen, Spätzle, Maultaschen. 

An der Orgel beschäftigten wir uns erneut besonders mit Pedal: Hier mein Wissen dazu, das ich kurz weitergebe:

1. Ohne Druck, gleiten, flach, niedrig 

2. Ist zu viel Druck in den Füßen, steigt die Anspannung von unten nach oben in die Hände und beeinflusst diese und den Fluss negativ 

3. Geschmeidigkeit nie durch Druck ausgleichen.

4. Keine Angst vor Fersenspiel, im Gegenteil

5. „xbeinig“ und „xfüßig“ fühlt es sich an (Gegensatz zum Ballett)

6. Klang als Motivation

7. Dünne („rutschige“) Sohle für Kontakt

8. Nicht einbeinig spielen 

9. Das nicht genutzte Bein locker und flach 

10. Auch den Fuß auf dem Schweller locker und ohne Druck

11.  Auch daheim mit Schuhen spielen aufgrund des Fersenspiels (auch wenn es schöner mit Socken ist)

12. Rutschen mit Spitze soll nicht die Ferse ersetzen. Die Ferse muss sehr locker sein.

Kurz: Von unten her kommt das Relaxen.

Am Wochenende 3 Doktorandenseminare via Zoom.

In Stuttgart sind die Läden (Einzelhandel) nur noch mit 3G zu betreten. Ich war überrascht. ICE Bistro 2G. Züge 3G. Supermärkte? Die „Verschwörer“ hatten schon irgendwie Recht mit der Impfpflicht oder dem Impfzwang, vor der sie seit Mitte 2020 warnen. Denn wie sollte man es zeitlich oder finanziell schaffen, sich andauernd testen zu lassen? Ob es irgendwann so sein wird, dass wir uns jeden Tag „impfen“ lassen müssen? Aber ich bin nur Künstlerin und keine Ärztin. Inwieweit das alles akzeptabel ist, kann ich nicht sagen. Ich spüre zwar schon seit März 2020, dass da etwas ziemlich stinkt. Bin aber froh, keine Verantwortung dafür zu tragen und kann auch die verstehen, die große Angst haben und die für eine Impfpflicht sind.

Ich versuche, auf mein Herz zu hören. 

Ergänzung zu gestern: Es gibt noch etwas, das über der Freiheit steht. Das ist so groß und gewaltig und auch so – unbegreiflich, dass ich es nicht nennen möchte. Noch nicht. 

Naja. Gut. Ich sage es. Wage es:

Liebe. 

Arrival – Rieger Orgel Pfalz, Zweibrücken. Advent

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23. November 2021

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Ich lehne es ab, dass Frauen demselben „Schönheitsideal“ hinterhereifern, dafür Mühen aufwenden. (Martina Gebhardt)

Architektin.
Schönheitsideal? Eher Männerideal.

Oben: Im Schwalbennest, Dom Trier

Heute erinnere ich auch an Birgit Sattler, Biologin.

Spannend: Note commune. Das bedeutet, um süffiges legato an gewissen Stellen möglich zu machen, die untergeordneten, engen, gleichen Stimmen durch Haltebögen zu verbinden, anstatt neu anzuschlagen. Eigentlich mache ich dies instinktiv. Besonders gilt das bei mir gerade bei Ritter und Vierne.
Heute wieder Unterricht bei Kay Johannsen. Vierne, Ritter, Liszt, Reger. Vierne Toccata. Reger Toccata op. 59. Vierne. Musique francaise pour Orgue. Es fehlt mir noch eine Cavaille Coll auf meiner Hauptwerk Orgel. Wenn Reger nicht zu betrunken und ausgeflippt ist, hat er diesen „deutschen Geist“ ala Brahms/Schumann, das gefällt mir. Gezähmt leidenschaftlich und ernst.
Den allzu argen Vierne-„Hype“ in manchen Orgelgefilden verstehe ich nicht so ganz, auch wenn das ketzerisch klingen mag, aber wer Chopin und  Prokofieff und Tschaikowski spielt am Flügel, hat ein anderes Niveau. Was sind Viernes Fantasiestücke kompositorisch im Vergleich zu Chopins 24 Preludes? Zu Debussys Klavierwerken? Zu Ravel? Ein schwacher Schatten. Dennoch übe ich ihn, denn es gibt nun mal keinen Ravel, keinen Chopin an der Orgel… Er ist eine Art… Ersatz… und er lässt Orgeln leuchten und mein Pedal singen.

Ich lese Monika Maron: „Flugasche“. Was für eine gute Sprache. Es ist ein alter Roman. Die beeindruckende ernste, tiefe Sprache schmeichelt meinem Geist. Was haben denn die Buchläden heute zu bieten an Literatur? Comics, Krimis, Fitzek, „Lebensratgeber“, Krusch. Als ob die Leute immer dümmer werden. Um Weihnachten herum wird alles noch dümmer.

Bewegt und traurig gemacht hat mich die Geschichte von Helena Demuth aus Trier. Dass Frauen aus den „Unterschichten“ gezwungen waren, lebenslang Dienstmädchen zu sein, weggeschickt, untergeordnet ihr Leben lang. Anstatt frei zu sein. Dass sie „Dienst-Objekte“ waren. Bis hin zu… Viele Frauen sind das bis heute. Sie dienen und leben für den Mann etc. Ist das genetisch? Anerzogen? Erzwungen? Ist das „Liebe“? Sicherheit scheint für viele das Wichtigste zu sein. Viele sagen „Gesundheit“. Aber ich denke, das ist falsch: Sicherheit gilt für die meisten als Nummer 1. Aber das ist fatal! Weder Sicherheit noch Gesundheit sind die Nummer 1. Sondern Freiheit.

Gravierend auch das Buch von Kebekus. Wenn eine Frau sichtbar wird, ist das Geläster bei unsicheren Männern groß. Männer haben sich doch gefälligst besser zu verkaufen! In Frankfurt an der HfMDK schien mein Orgellehrer so unsicher, dass er mich oft nicht mal ansehen konnte. Da wird Kommunikation schwer. Es gab mir oft das Gefühl, als wäre ich die Gefahr „Verführung durch das Weib“. So ist es mit Männern und mit Frauen schwer.
Es stimmt, dass es bei fast allen Märchen, Stories usw. immer nur eine Frau gibt. Nehmen wir schon die Gaby bei TKKG. Und diese eine coole Frau hängt lieber mit Typen ab, nicht mit anderen Frauen, siehe schon die Biene Maja. Woher kommt die weibliche Missgunst untereinander und rührt das Denken von Frauen, andere Frauen nicht neben sich zu dulden, das „Not-like-other-Girls“-Phänomen (das Männer ausnutzen)? Es gibt jedenfalls zu viele sexistische Frauen, die andere Frauen mies behandeln, aber sehr nett zu Männern sind. Damit wird die patriarchale Gruppendynamik gefördert, wie es sie fast überall gibt. Denn Frauen lassen lieber Männer herrschen als eine andere Frau. In Talkshows: Nur eine Frau. Oder die eine Frau ist die Moderatorin, die pausenlos weiße (alte) Männer anpreist (wie in Brisant). Von anderen Frauen berichtet sie kaum. Warum?
Als ob es reicht, dass eine Frau alle Frauen repräsentiert. Germany‘s next Top-Model. Der Platz für Frauen scheint begrenzt. Bei Männern hat selbst der Dümmste noch Platz.
Uns zu hassen, wird uns eingeredet, anstatt uns zu helfen und zu unterstützen. Ich selbst habe erlebt, dass Frauen sich abwendeten, um bei Männer-Lästereien mitzumachen. Gerade auch alte Frauen umschmeicheln lieber (junge) Männer (daher wollen Chöre einen männlichen Chorleiter).

Valvbågar. Obwohl ich ernste Kunst mag, bin ich im persönlichen Leben, drumherum um die ernste Kunst, gern lustig. Humor ist Intelligenz.

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Und hier noch ein Früh-Schocker für die Liturgik-Nörgler:

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22. November 2021

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Ich mag die Bewegungswege der Orgel, übertragende Wege. Klangwege. (AHS)

Oben: Klais Orgel Dom Trier

Wieder daheim. Bald kommt mein musikalischer Adventskalender auf YouTube

Ich finde den Fall von Kyle Rittenhouse sehr spannend. Schaut euch Trial Day 3 an (YT). Wie unterschiedlich diese beiden Anwälte sind. Der eine kalt, manipulativ und unsympathisch. Der andere (ältere) so warmherzig und sorgenvoll, dass ich seine Anspannung und sein Seufzen bis zu mir spüren konnte. Es geht offenbar viel um Formulierung bis hin zur Manipulation. Aber was mir vor allem auffällt: Man braucht viel IQ und Selbstbeherrschung in extrem emotionalen Dingen – alle Beteiligten. Der einzige, der nicht so emotional schien, war der Richter. Doch am Ende wird er wild und autoritär. Aber der Kühle hat sehr gut und klug reagiert. Ich bewunderte seine Hartnäckigkeit am Ende. Denn das System ist meist nur eines: Politik. Und er ist absolut korrekt, dass es unfassbar ist, auf andere zu schießen.
Man darf nicht vergessen: Die Waffengesetze gehören ins Gefängnis: Junge Menschen entsprechend erziehen, Waffen erlauben und dann Theater machen, wenn tatsächlich geschossen wird: Heuchelei. Was ist das für eine Justiz?

Und ich war auch an der Arizona State University. Und auch in Wisconsin.

Oh Leute, es hat sich gedreht. So spannend. Ich bin nun absolut auf der Seite des Kühlen. Er hat Recht und ist gar nicht kühl. Sehr gut.
Tatsache: Dieser Fall geht um das Waffengesetz! Und der Killer ist Opfer dieser Gesetze. Und außerdem ist er ein Killer. – Fast alle US-Verhöre (unfassbar, dass diese zugänglich sind auf YT), die ich sah, sind meist voll strategischer Manipulationen seitens der Ermittler. Aber man lernt viel. Spannend!

Pflüger Orgel, Tirol

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Späth Orgel Völklingen/Lauterbach, Saar

von Martin Perscheid

für Ann-Helena in „Floradomie“

(eine Liebesgeschichte)

Urkunde Vierne-Kurs Trier:

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21. November 2021

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In die Tiefe gehen, aber das große Ganze und gegenläufige Entwicklungen nicht aus dem Blick verlieren. (Britta Fünfstück)

Physikerin, Zitat.
Oben: Große Klais Orgel Dom Trier (4 M)

Heute besuchte ich zum ersten Mal den Dom in Trier, ganz nah zur ev. Basilika. Völlig andere Orgel als in der Basilika.

Hübsche, romantische, vielseitige Knospen-Orgel im Dom Trier an der Mosel, rosa-weiß und geschmückt mit Trauben und Tauben, derselbe Künstler wie der Gestalter der Altarinsel weit unten links. Schwalbennest Orgel. Klais 1974. Weit oben. 4 M. Ich spielte Vierne. Passt perfekt hier. Schönes Rückpositiv. Man bekommt ein Headset, um die Akustik unten auch oben etwas prüfen zu können. Denn unten klingt alles anders. Jedoch gefällt mir die Wechselwirkung zwischen Orgel und Raum. Man kann die Akustik gut einschätzen.
Wunderschöne Knospen-Orgel, Schwalbennest-Orgel in der Liebfrauenkirche/Dom, Trier an der Mosel, Rheinland-Pfalz. Große, romantische, vielseitige Blüten-Orgel mit 4 Manualen. Ein mächtiger, runder, heller, schöner Dom mit starkem Besucherandrang und römischen und gotischen Anteilen, viel Stuck, Schmuck, Figuren, Engeln. Danke an Kantor Still, der hier schon seit 1994 tätig ist.

Wunderschöner Tremulant für das Pedal, besonders für die singenden Vierfüße, gut für Vierne und Messiaen. Sehr schöne Grundstimmen Rückpositiv (erstes Manual, unten), schöner Prinzipalklang im HW (zweites Manual). Sehr duftige Schwellwerke (drittes und viertes Manual). Der linke Schweller ist für das dritte und der rechte Schweller für das vierte Manual.
Walze. Schwarze Tasten, leichtgängig, angenehmes helles Radialpedal. Tremulant, Schwebung, Solostimmen und leise Zungen besonders schön im vierten Manual. Die beiden Schwellwerke perfekt für französische Musik. Diese „Universalorgel“ ist sehr gut geeignet für Alte Musik, deutsche und internationale Romantik und Neue Musik. Es gibt ein schönes Glockenspiel im HW. Alles lässt sich koppeln. Die beiden Pedaltürme sind rechts und links. Das dritte Manual ist direkt über einem und wirkt daher sehr laut am Spieltisch. Die Orgel klingt viel ausgewogener unten und entfaltet sich erst unten. Die Oboe im dritten Manual ist unten leise zu hören, oben laut. Sehr schön auch die Unda Maris und Lochgedackt im vierten Manual. Eine sehr singende Orgel!

Man fährt mit dem Fahrstuhl hinauf und läuft dann oben in den Gewölben herum, und oben ist es riesig. Und hell. Über Treppen erreicht man dann die Orgel und darf nicht allzu unschwindelfrei sein. Und auch nicht das Bedürfnis haben, sich hinabzustürzen. Den schönen Gewölbe-Altar sieht man links, auch die hängende, hübsche, elegante Chororgel und den nicht hängenden Flügel, der tatsächlich auf dem Boden steht. Warum gibt es eigentlich keinen Schwalbennest-Flügel?

Zuvor gab es hier eine Hocque-Orgel von 1593, eine Nollet-Orgel von 1727, eine Breidenfeld vom 1837, eine Weigle Orgel von 1908, jedoch gab es mit Weigle Probleme. Dann wurde Klais beauftragt. Die ganze Sache wurde sehr teuer. Jedoch konnte man sich zufrieden einigen. 

Klais 1974. Schleifladen. 5602 Pfeifen. 67 Register.

Zwei Schweller, Pistons, Walze. Ornamente aus Aluminium umgeben die Orgel. Es gibt Röhrenglocken im HW und auch eine Panflöte! 

Die wunderschöne Klais Chororgel ist von 1996. Geschmückte Hängekonsolen. 24 R. Zuvor eine Stumm-Orgel 1837. Die Truhenorgel in der Ostkrypta von Link (Giengen) 1994. 5 R. 

Das Gewicht der Orgel mit fünf Stockwerken beträgt 30 Tonnen bei einer Höhe von 16 m und einer Breite von 8 m. Der Wunsch, die Orgel zu schmücken, gelang den Bildhauern Hillebrand und Heiermann zusammen mit Maler Viktor Breiling. Das mittlere Orgelgehäuse wird von den Türmen des Pedals  umgeben (C- und Cis-Seite). Aus Platzgründen stehen die 32 gedeckten Holzpfeifen des Untersatz 32’ auf einer eigenen Lade, Ventilsteuerung elektrisch, Gebläseanlage. Die Verbindung zwischen Tasten und Pfeifen, die Spieltraktur, geschieht über dünne hölzerne Zugruten (Abstrakten). Die Schaltung der Register und der Koppeln geschieht elektrisch, elektronische Setzerkombinationen.

Als besondere Spielhilfen gibt es eine Tastenfessel und Windauslassventile für Haupt- und Schwellwerk. 

Hinter dem Dom breitete sich der Weihnachtsmarkt aus. Mein erster Weihnachtsbaum Season 2021: Innsbruck. Mein erster offener Weihnachtsmarkt (Stuttgart war noch geschlossen): Trier. Es war 2G. Mein erster 2G-Weihnachtsmarkt. Der Weihnachtsmarkt ist mit 30 gestrichenen Buden sehr verkleinert worden. Aber dafür war er wunderbar. Andere Städte haben ja gar keinen. München musste dicht machen. Traurig. Aber hier war er heimelig und süß. Es gab ungarische Hefetaschen mit Knoblauch und Käse – so lecker. Und Kinderpunsch. (Ich kann keinen echten Glühwein mittags trinken.) Weihrauchs-Dufter und eine kleine Krippe aus Birkenholz (Tirol) habe ich gekauft und einen schönen blauen Wollpullover. Und die Hälfte der Besucher waren Amerikaner! Es gab auch noch einen kleinen Weihnachtsmarkt in der Nähe von der Porta Nigra (Wahrzeichen von Trier), ebenfalls umzäunt. Es war sonniges Wetter.

Auch die Orgel in der Jesuitenkirche gefällt mir sehr gut: Wunderschöne gelbe Säulen, helle Kirche, nah und zerbrechlich wirkende und dreigeteilte Wellen-Orgel um ein leuchtendes blaues Fenster. Die mächtigen schlichten Außen-Stein-Fassaden geben optisch ein ganz anderes Bild ab als die zarte, pastellfarbene Innengestaltung. Auf dem Hof steht ein schöner Brunnen, und durch die Pforten geht es ins Innere des großzügig eingerichteten Priester-Seminars.
Das Aulmann Hotel kann ich empfehlen.

Ob ich auch gegen das Orgel-Virus geimpft werden kann? Help! Jedoch: Seit 1724 bis heute gab es auch in diesem Dom noch nie eine Domorganistin! Stattdessen 19 Männer! Das ist unglaublich, der Zustand der Orgelwelt. Wahrscheinlich bin ich seit 1724 eine der wenigen Organistinnen, die an der Orgel überhaupt spielten.

Klais Orgel Dom Trier

Klais Orgel Jesuitenkirche Trier

Dom Trier 

Schwalbennest Orgel, Knospen Orgel

Wann wird der Schwalbennest Flügel erfunden?

Chororgel

Link Truhenorgel Dom Trier