Bin hier in Norddeutschland im Münsterland, NRW, in Halverde bei Hopsten. Das Epiphanias-Konzert in der wunderschön weihnachtlich geschmückten Kirche war sehr gut besucht trotz 2G, es hat Spaß gemacht, war Presse da, danach aßen wir beim Italiener in Recke. Bin im Hotel direkt neben der Kirche, Halverder Hof. Erstes richtiges Konzert 2022. Berühmt ist hier Schwester Euthymia, Geburtsort Halverde, 1914-1955 (eigentlich heißt sie Emma, was ja viel schöner ist), die selig gesprochen wurde. Sie hat sich um Kriegsgefangene gekümmert und war eine sehr liebevolle Frau. Mir gefällt die Orgel hier, die mir Erich Stoffers empfohlen hat: Joachim Wenthin Orgel 1818 (Emden). Historische romantische Wenthin Orgel im süßen Dorf Halverde (Steinfurt), bei Ibbenbüren, Westfalen, NRW, nah zu Osnabrück, im Münsterland (Bistum Münster). Im äußersten Nordwesten Nordrhein-Westfalens. Die Stimmung im Chorton, etwa 1/2 Ton über Kammerton. Ich war ja schon mal hier. Von Breil (Dorsten) betreut. Gehäuse: Krämer. Ich spielte Ritter, Schlüter, Vierne, Bach, Chopin.
Neu:
Johann Jakob Froberger (1616-1667) – Toccata, Strebel Orgel, Orgel Vlog, 1730/1896, Altershausen, Franken, Halbpneumatik, Taschenlade Orgel Vlog AHS – Altershausen, historische Strebel Orgel 1730/1896 (Nürnberg), Ann-Helena Schlüter, Orgel original erhalten, Mittelfranken, Bayern: Johannes Strebel (Nürnberg), opus 57, ev. St.-Michaelis-Kirche, bei Neustadt/Aisch, Video: Katharina Rain, danke an Michael Beier.
Absolute Raritäten dieser Orgel:
Halbpneumatik. Mechanische Kegellade. Pedal: Pneumatische Taschenlade. Die Charakterzüge der fränkischen Wehrkirche: Wunderschöne evangelische, helle Kirche
Wunderschöne evangelische, helle, kleine Kirche (Urkirche aus dem 15. Jahrhundert), eine fränkische Wehrkirche, mit historischer, einmanualiger Strebel-Orgel hier in Franken bei Neustadt/Aisch. Es ist eine schöne halbpneumatische Strebel-Orgel. Manual: Mechanische Kegellade. Pedal: Pneumatische Taschenlade. Das ist sehr besonders. 1730 gab es die erste Orgel: eine Münchsteinacher Kirchenorgel. 1896 wurde die Strebel-Orgel angekauft und ist bis heute original erhalten.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, im Jahre 1896, kam diese neue Orgel mit sieben Registern nach Altershausen, die heute noch im Einsatz ist. 2014 musste die Orgel repariert werden, eine Arbeit, die durch mehr als 4.000 Euro aus Spenden in einem „Orgellauf“ zusammenkamen.
1730 wurde die Orgel erworben für 20 Gulden. 1751 wurde die Sakristei angebaut. 1756 der Turm repariert. Mechanische Kegellade, Pedalkoppel, Plenumszug, Plenumstritt (beides nicht in Wechselwirkung). Calcantenzug mit Klingel (leider stillgelegt).
Auf einer schönen, bauchigen, grauen Holz-Empore steht eine kleine Orgel, unter der Decke: Ein dreiteiliger, kleiner Prospekt, neobarock, Opus 57. Ich liebe den Klang der süddeutschen Orgeln. 1986 wurde die Orgel von der Firma Thonius aus Roßtal restauriert. Freier Spieltisch vor dem Prospekt mit Blick zum Altar.
Die evangelische Kirche ist eine fränkische Kirchenburg, eine Wehrkirche, gemauerter Chor, abseits des Dorfes, mit Einfriedung des Kirchhofes, 1498 erstmals erwähnt („Urkirche“). 1589 renoviert. Die Kirche bot in allen Kriegen Zuflucht. Dass eine so unschuldige, süße Kirche eine Wehrkirche war, gefällt mir besonders. Leider brannte sie wegen einem leichtsinnigen Mann 1645 und musste wieder renoviert werden. 1707 war sie fertig. Ich spielte Froberger Toccaten: Johann Jacob Froberger (1616-1667): Video:
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Wir verschwenden zu viel Zeit damit, uns zu fürchten, während wir eher fürchten müssten, zu viel Zeit zu verschwenden. (Stephanie Shirley)
Willkommen, liebes Jahr 2022. Vielen Dank für allen Segen, alle Hilfe, Gebete, Geschenke und Sponsoring. Vor allem auch ganz überraschende. Merci! Gott segne euch und segne alles! Bitte betet für mich, ich kann es gebrauchen. Heinrich Schütz-Jahr 2022. Kultureller Gedächtnisort.
Das Jahr endete mit wunderschönem Sonnenuntergang, da es ein sonniger Tag war, und mit schönem Gottesdienst mit Kerzen und Schmuck und Beichte, womit das neue Jahr auch begann: Mit Wiegleb Orgel, Dankliedern, Glocken und Feuer. Feuer in einer alten Waschtrommel auf einem feuerfesten Platz im Garten. Durch die Löcher leuchtete das Feuer und bog sich wunderschön im Wind. Dazu gab es Blasmusik, Fackeln, liebe Menschen und Sekt. Zuvor leuchteten noch die Sterne über dem Friedhofs-Nachthimmel. Vereinzelt Feuerwerk. Sonst ruhig. Und Raclette ❤️ Die hübsche weiße Kirche in Schornweisach in einem gepflegten Friedhof wurde im Gottesdienst an Silvester 2021 in allen Farben angestrahlt bis zum nächsten Abend.
Stephanie Shirley (siehe Zitat) nannte sich „Steve“, um in der Männer-Branche IT schneller Fuß zu fassen. Wahrscheinlich würden Neider dies „Betrügen“ nennen, genauso wie bei mir mein Kopftuch. Dabei ist völlig klar, dass es ein Armutszeugnis für die Männerwelt ist, dass Frauen zu solchen Mitteln greifen müssen. Und auf der anderen Seite ein Brillanz-Zeugnis für Frauen.
Sehr interessant ist das Buch „Unterwerfung der Frauen“ von John und Harriet Mill – das Ehepaar hat das Buch gemeinsam geschrieben, bei Reclam 2020 ganz neu erschienen. Es geht um die Geschlechterfrage. Früher wurden die Gedanken nur John zugeschrieben (wie oft in der Geschichte wird es so gewesen sein, dass wichtige Gedanken, Kunst, Ideen und Talente statt den entsprechenden Frauen allein Männern zugeschrieben wurden? Männern aus ihrem nahen Umfeld).
Meine Noten zu meinem Orchesterwerk LICHTUNG kommen 2022 heraus!
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Mögen Spötter ihrer Schlangenzungen, Zweifler ihres Flattersinns sich freun. (Hölderlin)
Gesegneten Rutsch ins 2022! Shalom 2022!
In den Kirchen leben nicht die Kirchenmäuse, sondern die Schlangen. Unbewaffnete Seelen beißen sie besonders gern.
Doch Gott segne das neue Jahr, 2022, so dass (unbewaffnete) Seelen mit seinem Geist bewaffnet sind und in Frieden leben können.
Oben: Mühleisen Orgel Hamburg
The Chosen bringt wunderbar rüber, wie die Bibel entstanden ist, mit klugen und weisen Rückblenden und Querverweisen zurück und vor. Es hilft, die Bibel zu kennen. Der Film macht Lust auf die Bibel. Jesus war auch in Syrien. Syrien ist heiliges Land. Wie hätte er wohl auf mich reagiert, wenn ich in seiner Zeit gelebt hätte? 3 Jahre ihm zu folgen, mit ihm zu reisen – es wäre das Schönste und Wichtigste auf der Welt gewesen. Jonathan Roumie spielt Jesus, es ist 47 und aus den USA.
Ich lese weiter über Emilie Mayer. Ihre Werke sind noch immer kaum Bestandteil des männlich-dominierten Musikbetriebs. Warum? Woher kommt die Scheu und Furcht vor weiblichem Talent, vor weiblicher Konkurrenz? Warum suchen Männer Privilegien und Vorteile über Frauen? Fühlen sie sich nur dann wohl? Emilie wurde 1883 begraben; erst seit August 2021 (!) wurde ihr Grab als Ehrengrab in Berlin erklärt. Eine weitere Komponistin dieser Zeit: Aline Hundt, Dirigentin! 1872 in Berlin gestorben.
Ich lese Martin Bubers „Stationen des Glaubens“. Glauben ist Vertrauen. Nicht blindes, sondern sehendes Vertrauen. Nicht passives, sondern kühnes Vertrauen. Er schreibt von Mose im Wunderfeuer. Ich möchte auch gern „Stationen des Glaubens“ schreiben. Meine Stationen des Glaubens. – Ich sammle die schönen Insel-Bücher mit ihren bunten Rücken.
Heute erinnere ich an Stephanie Hummer, 18, von einem Mann ermordet. Sandra Newton, 16, von einem Mann ermordet. Darlene Carlson, 23, von einem Mann ermordet. Ich werde 2022 die unheimliche, große Anzahl ermordeter Mädchen und Frauen (meist Sexualmorde), Femizide, weltweit durch Männer begangen, aufdecken.
Was auch immer das Fernsehen an Krimis bietet – es ist nichts gegen True Crime. Alle Krimihersteller im Fernsehen mit ihren unrealistischen Stories sollten sich mit True Crime beschäftigen.
Die Silvester-Konzerte fallen aus, aber der Gottesdienst um 18 Uhr findet statt.
Neu: Das letzte spanische Video aus dieser Serie:
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Winter. Vinterstämning. Öppen Spis – Späth Orgel, Konzertmitschnitt, Dank an Prof. Gerhard Schmidt
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Heute erinnere ich an Julia Hill, Umweltaktivistin, die mit ihrem Körper schützte, was sie konnte und was ihr wichtig war.
Ich übe Sigfrid Karg-Elert. Seine Musik wurde als angeblich jüdische lange Zeit eliminiert. Er war wie ich ein Jahr Klavierlehrer am Magdeburger Konservatorium. Offenbar hat es ihm da auch nicht sehr gefallen, mir auch nicht. Durch die ideologische Orgelbewegung hatte Karg-Elert mit seiner sinnlichen Tonsprache Schaden. Das tut mir sehr leid für ihn. Warum nur haben es manche Künstler so schwer? Die Orgelbewegung hat der deutschen Orgelwelt ebenso geschadet. Karg-Elert und andere ließen lange Zeit die Orgel links liegen. Menschen schaden sich leider gegenseitig.
Ich hätte nicht gedacht, dass ein Harmonium, gut gespielt und ein schönes, zweimanualiges Kunstharmonium, so gut klingen kann. Es hat so etwas Klagendes, „Altes“ im guten Sinne, etwas Weiches, Romantisches.
Es ist traurig, wie Männer komponierenden Frauen das Leben schwer gemacht haben bis heute. Kein Vergleich hier mit allen Schwierigkeiten, die künstlerische Männer hatten. Da ist das Leben von Karg-Elert etc. noch ein Zuckerlecken dagegen. Und zwar spreche ich hier von akademischen Männern ab dem 17. und besonders dem 18. Jahrhundert, von Theologen, Philosophen, Kritikern in Musikzeitungen, Historikern, Juristen, Medizinern, Musikwissenschaftlern; sie versuchten, die „Frauenfrage“ lächerlich zu machen, als sich Frauen ab 1850 zu wehren begannen. Ein Prof. Heinrich von Treitschke schrieb, das „zweite Geschlecht dürfe nicht studieren“ und “ die germanischen Vorfahren seien von gesundem Sinne, wenn sie Frauen von der Regierung ausschlossen“. Prof. Heinrich von Sybel schrieb, „die Frau sei im häuslichen Leben aktiv, der Mann habe seine Domäne in der weiten Welt da draußen, in der Wissenschaft, der Rechtsordnung, dem Staat.“ In solchen Aussagen sehe ich der Kern unserer bis heute frauenfeindlichen Gesetze. Ein Dr. Hermann Zopff schrieb, dass sich „Frauen nicht zu so hervorragenden Leistungen aufzuschwingen vermochten in der Komposition wie in anderen Künsten.“ Wie auch, wenn es ihnen verboten war? Diese Namen dieser sogenannten Gelehrten möchte ich hier lächerlich machen, so wie sie Frauen lächerlich gemacht haben, die wie Emilie Mayer in dieser Zeit Komponistinnen waren. Auch heute noch nennen sogenannte Professoren Frauen „begabt“, wenn sie bereits Künstlerinnen sind und künstlerischer als sie selbst.“ Begabt“ ist so gerade das Äußerste, was eine Frau sein darf. John Stuart Mill aus England jedoch half den Frauen, weil er seine Frau Harriet liebte, und er schrieb 1869 „Subjection of Women“ (Die Unterwerfung von Frauen, Neuausgabe 2012, ich lese es). Gesegnet seien alle Männer, die Frauen helfen, aus was für Gründen auch immer. Ich rate allen Frauen, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen, um die Zusammenhänge der Geschlechterpolarität bis heute zu verstehen. Sehr hilfreich ist hier das neue Buch „Emilie Mayer“ von Dr. Barbara Beuys, 2021, Historikerin.
Frau braucht geradezu ein eisernes, unbeugsames Wollen in einer Männerwelt, vor allem in der Komposition. Es ist sicher kein Zufall, dass die Musik nicht „der Musik“ heißt. Dass die Kunst nicht „der Kunst“ heißt. Dass sie weiblich sind.
The Chosen Staffel 2 etc. gibt es bereits auf Englisch auf der App. Der Dialekt wirkt zwar etwas künstlich und gestelzt auf mich. Aber die Art und Weise, wie die Gleichnisse und das Evangelium durch neue Seiten, Zusammenhänge und Perspektiven gezeigt wird, ist hervorragend gelungen, zum Beispiel „Der barmherzige Samariter“, aus der Sicht eines der Verbrecher berichtet. Es sind definitiv Gläubige, die die Bibel kennen und atmen, die diese Serie hergestellt haben. Heute habe ich gelernt, Staffel 2 Teil 1, dass Jesus nicht das gebracht hat, was alle erwartet hatten vom Messias. Das war das Problem. Ist es oft bis heute. Und dass seine größte Gabe nicht die der Heilung ist, obwohl die allein schon pur Gott und unfassbar ist – sondern die der Vergebung und Versöhnung, die noch viel unbegreiflicher und sogar noch größer ist. Hervorragend gelungen ist auch, dass bisher nicht die Spur von Frauenabwertung zu bemerken ist (ich bin da ja ein sehr empfindlicher Gradmesser (ich hatte mir da schon Sorgen gemacht), wenn ich das also sage, bedeutet das was), und dass ein insgesamt großer biblischer Zusammenhang und Bezug aller Evangelien (und deren Abweichungen) bis zum Anfang und zum AT gemacht wird. Wo sind solche Predigten in den Kirchen zu hören? Ich kann das nicht anschauen, ohne von Jesus bewegt zu sein. Ich befürchte, Jesus ist der einzige und erste Mann auf Erden, der Frauen wirklich liebte und achtete. Er ist so anderes als alle anderen Männer. Wenn Gott so ist, dann ist es schon mal gut bei ihm im Himmel. Ich vermisse ihn.
Neu: Beckerath Orgel:
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Der Mensch kennt nur sich selbst, insofern er die Welt kennt, die sie nur in sich und sich nur in ihr gewahr wird. (Goethe)
Oben: Beckerath Orgel HfMDK
Gesegneten vierten Advent.
Der 20. ist auch ein besonderer Tag für mich.
Das Konzert war sehr schön. Die große Orgel war leicht violett angestrahlt, und die vier roten echten Kerzen brannten im schönen hohen Kranz. Die Frauen in der Stiftskirche sind allesamt so lieb und süß. Ich habe den dritten Teil von Piece d’Orgue mit der Solostimme Chamade gespielt. Hinterher sagten Leute aus dem Publikum, die Chamade wäre brillant gewesen, vor allem, wenn man hinten saß. Ich habe mir Sorgen gemacht, dass sie eventuell zu laut ist, das hört man nicht so an der Orgel selbst direkt. Die eine Dame, die immer dabei war, wenn ich geübt habe, da sie in der Zeit die Kirche auf Vorderfrau gebracht hat (Lichter, Kerzen, Programme, Scheinwerfer usw.) sagte, sie hätte die Chamade aus allen Winkeln der Kirche kennengelernt, bis in die Sakristei. Ich musste so lachen. Die Chamade selbst war ganz erstaunt, dass sie so zur Geltung kommt, was sicher nicht oft ist. Sie war perfekt gestimmt und ein Gedicht und wurde richtig durchgeputzt. Es war ganz schön heftig, die Chamade in meinem Tempo gut durchzuhalten, ist mir aber gut gelungen. Zuvor saß ich im Gottesdienst. Ich musste weinen bei diesen schönen Adventsliedern. Wenn draußen die Welt gottlos ist, was besonders an Weihnachten auffällt, ist die Kirche trotz allem ein Zufluchtsort, zumindest in der persönlichen Beziehung zwischen mir und Gott. Dass wieder nicht gesungen werden darf, empfinde ich als grenzwertig. Ich singe in meinen Schal. (In Bayern ist zudem wieder ab 22 Uhr alles dicht.) Vor dem Konzert holte ich mir ein Lebkuchen-Latte aus dem Starbucks, während ein leichter Nieselregen auf mich niederging. Statt zu sagen „Gott segne dich“, hört man überall „Bleib gesund“, was ich manchmal nur noch mit Ungeduld anhören kann. Ich denke mir dann heimlich: Sag das noch einmal, und ich verwandle mich vor deinen Augen in ein mit Masern und Pest überzogenes Monster, wie aus dem Walt Disney-Film.
Ihr Armen und Elenden zu dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müsst haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemut, lasst eure Lieder klingen.
Der Herr der Herrlichkeit, zwar ohne stolze Pracht doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht.
Aus welchem Kirchenlied ist dies, ihr Lieben? Wer weiß es? Was sind das für wundervolle Texte. Wo finden wir heute noch solche Texte in den neuen Liedern? Heutzutage wissen doch nicht mal mehr Christen, wer der Teufel überhaupt und was böse ist.
Auch in der musikbezogenen Laienbildung sollte von Kunst die Rede sein. So auch in der musikbezogenen Laienausbildung in der Kirchenmusik. Denn sonst werden viele oder gewisse Laien keinen Unterschied zwischen sich selbst und Künstlerinnen machen können und gar nicht wissen, was Künstler sind. Auch im Laienmusizieren sollte den Personen klar gemacht werden, was Kunst ist, was der Unterschied wischen ihnen und professionell künstlerischen Menschen ist. Gerade in der Kirchenmusik sind sich viele darüber nicht im Klaren.
Zum Abschluss von diesem Blogartikel möchte ich den dritten Beitrag in Folge machen zu den Ursprüngen, wie der Grundstein gelegt werden konnte für die Ungerechtigkeit der Frau gegenüber. Die Aufklärung hat laut Barbara Beuys erheblichen Beitrag dazu geleistet. Ich nenne diese Ungerechtigkeit nicht Ungleichheit wie die meisten. Ich nenne die Ungerechtigkeit Ungerechtigkeit. Denn um Ungleichheit oder Gleichheit geht es hier gar nicht. Im Gegenteil. Eine Frau muss nicht gleich sein wie ein Mann, um Gerechtigkeit und Freiheit zu erfahren. Eine Frau ist anders und darf anders sein. Eine Frau ist völlig anders als ein Mann. Gott sei Dank. Sie ist es und sie darf es sein. Alles an einer Frau ist anders. Die Haut. Die Einstellung. Der Geruch. Die Stimme. Das Denken. Alles. Es geht um die Ungerechtigkeit gegenüber diesem Wunderschönen, was die Frau ist. Das, was mir an einer Frau am meisten auffällt und was besonders ist: Der Körper einer Frau ist Anschmiegsamkeit pur. Ich erinnere mich, ich habe mal mit Männern aus Spaß Fußball gespielt. Und ich stand im Tor. Irgendwann kam einer der Männer völlig verschwitzt an und wollte den Ball in das Tor werfen. Mein Körper war in keiner Weise auf Aufhalten dieser Person ausgerichtet. Daher ist das Abwehren von körperlichen Angriffen von Männern auch so schwer für Frauen. Es entsteht eine Art Schockzustand. Der große verschwitzte Körper berührte kurz meinen und ich war in Schockstarre, während der den Ball gemütlich ins Tor spazierte. Ich musste erst minutenlang den Geruch des Schweißes verarbeiten, bevor ich mich überhaupt zu ihm umdrehen konnte. Von Gleichheit kann also gar nicht die Rede sein. Und das ist auch gut so.
Frauen verdienen gerade für ihre Einzigartigkeit und „Ungleichheit“ höchsten Respekt, und zwar nicht nur sexuell gesehen. Denn sie ist allgemein auf Schönheit, auf Zärtlichkeit ausgelegt. Von wem? Von Gott. Und die Frau ist daher auch perfekt darauf ausgerichtet, künstlerisch zu sein.
Der Philosoph Schlegel schrieb: „Die Frau gebiert Menschen, der Mann das Kunstwerk.“ Was für eine verlogene, falsche, neidische, frauenfeindliche Aussage, die zusammen mit weiteren Behauptungen dieser Art in der Zeit der Aufklärung dazu führte, dass mit staatlicher Genehmigung (!) Frauen zuhause eingesperrt und entmündigt wurden.
Wenn du jedes Jahr ein Kind zur Welt bringst, bist du nicht mit Kunst beschäftigt, sondern mit Überleben. Für Frauen wie Fanny Mendelssohn, Clara Schumann, Emilie Mayer waren Aussagen wie die von Schlegel eine Katastrophe, da sie juristisch aufgegriffen wurden. Und bis heute werden solche „Philosophen“ verehrt. Ich hoffe, ich weiß, wo diese gottlosen Philosophen samt ihrer „Aufklärung“ sich nun befinden: Die Hölle ist gerade gut genug für solche. Die Wahrheit ist: Frauen haben das größte Potential für das Künstlerische in sich.
Die Aufklärung hat zeitgleich die Existenz Gottes und die Würde der Frau ausradiert. Diese Kombination ist erstaunlich. Nur wer Gott ehrt, wird auch Frauen ehren.
Neu: Bach: Die 4 Duette. Die „verbotene CD“. Nach den Aufnahmen sprangen wir immer ins Meer.
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Der Witz ist ja: Unsere Sprache ist schon gegendert, halt nur maskulin gegendert. Aber das wird als Norm dargestellt, deswegen als neutral. (Anne Wizorek)
Soviel zum Thema Gendern. Ich kenne Frauen, die „das Gendersternchen“ oder das „-Innen“ ablehnen, besonders unter meinen (christlichen) Freundinnen. Auch meine Wunschgroßeschwester hat hier eine andere Meinung als ich. Macht nichts.
Als würden sich Frauen schämen, wenn sie Aufmerksamkeit/Attention bekommen, ja, wenn sie gemeint sind, angesprochen werden. Ich wünsche mir, dass Frauen mehr Mentorinnen füreinander werden, dafür, sichtbar zu werden. Und aus diesen „interfemininen Konflikten“ herauskommen. Frauen sind schlau, furchtlos, lieb.
Es geht hierbei nicht um ein Matriarchat. – Obwohl, warum eigentlich nicht? ☺️
Neues Video: Bach Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll BWV 903 an der herrlichen spanischen Orgel in Valencia ❤️❤️ Transkription: AHS. Vor genau 3 Jahren. Das ist die CD, die Carsten Wiebusch verhindern und verbieten wollte:
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Geschlechtergerechtigkeit bereichert uns alle. (Carolin Kebekus)
Oben: Jehmlich-Orgel Würzburg
Heute war ein stressiger, aber dennoch erfolgreicher Tag für mich: Matthias Dreißig, der erneut versucht hat, mich schlecht zu machen und mir Dinge zu unterstellen, die nicht stimmen, ist total gescheitert. Er hört auf Gerüchte und verbreitet selbst welche. Erstaunlich ist, dass der arme Orgelschüler Toni Hellwig auf seine Seite gezogen wurde. Der gute Toni ist leider ein Fähnchen im Winde, der gern nach dem Mund redet, wie es ihm zum Vorteil scheint.
Schön war der Tag trotzdem, da ich eine Menge gelernt habe und wir lecker essen waren (Spaghetti mit Trüffel aus dem Parmesan-Laib, was ich liebe). Mein schönes schwarzes Kleid kam später auch noch an.
Manchmal ist alles wie bei Loriot. Geradezu legendär. Ich muß dann oft über mich selbst lachen. Meine lustige, kreative, damalige Spontan-Idee der „Verhüllung“, um Hatern zu entgehen oder sie erfolgreich zu überlisten, die „Voll-Verschleierung“ im Hochsommer, als wäre ich zum Islam übergetreten, nur um die Geliebte zu sehen: Die Orgel, für die ich alles tue. „Dass ich durch die Tür schlüpfe“: Eigentlich völlig süß – die taubstumme Unbekannte, die „Freundin eines Orgelschülers“. In Wirklichkeit lechzend AHS, die beim Anblick der jeweiligen Orgel Wonne-Herzklopfen bekommt, mit oder ohne Kopftuch. Diese Leidenschaft, Opferbereitschaft, Leidenswille und was ich auch immer auf mich nehme auch an originellen Lösungen bei Hindernissen ist das, was mich komplett unterscheidet von fast allen anderen der Kirchenmusikszene, die oft sehr spröde ist. Das wird sicher auch nach mir nicht mehr zu finden sein. Dass da die steinernen Herzen nicht weich werden, sagt über diese harte Szene alles aus.
Bemerkenswert finde ich, dass stalkende Hater-Fans wie Rochus Schmitz planen, stundenlange Fahrten aus Münster auf sich zu nehmen und Hotelzimmer buchen, nur um mich zu bestaunen und zu sehen und zu stalken. Hartnäckig und dreist. Das ist Nachstellen im Grunde. Er und andere Laien sind aktiv in einem sogenannten „digitalen Hinterzimmer“, einem Dark Net des Lästerns, der Gerüchte und der üblen Nachrede. Von dieser Gruppe bekomme ich immer mal wieder anonyme Post und emails. Johannes Sommer, der seine Videos gelöscht hat, nachdem er mich attackierte, hat eine gewisse Ähnlichkeit mit ihm. Ein weiterer Hater hat pechschwarzgefärbte längere Haare (über dem Grau, Perücke?) und wirkte aggressiv. Irgendwie verhielten die sich wie ein Männer-Pärchen, denn warum dürften sie trotz Corona sonst so eng sein? Kann mir jemand sagen, wer dieser schwarzgefärbte Typ ist? Der Begriff Hater oder Stalker ist für einige unverständlich oder unbekannt, so als wäre das vielleicht eine Einbildung oder Übertreibung. Ist es nicht, ganz offensichtlich. Hater sind oft sozial zerrüttet: Die krasseste Eskalation von Hatern sieht mensch an der unfassbaren Geschichte von dem Nürnberger YouTuber „Drachenlord“ – an dieser Geschichte wird auch die Ungerechtigkeit der Justiz mehr als deutlich.
Das 2021-frauenfeindliche Verhalten sieht so aus: Erhobener drohender Zeigefinger (als wäre eine Frau ein Teenager, den mann zu belehren hat: „Vorsicht, Fräulein“), Begriffe wie frech (was so viel wie widerborstig bedeutet. Welcher Mann bezeichnet einen anderen Mann als frech?), dazu Ins-Wort-Fallen und süffisante Sätze wie „Aber das wussten die (wir) schon einzuordnen…“ und „Fräulein“ usw. etc., als wäre eine Frau unglaubwürdiger. Gott hat mich auf jeden Fall beschützt. Wichtig: Das Wort einer Frau ist generell genauso viel wert und gültig wie das Wort eines Mannes. Das sehen Männer 2021 noch immer nicht so und ein. Viele Männer glauben Männern mehr. Und leider glauben auch viele Frauen Männern mehr. Auch und gerade bei noch so dummen Gerüchten. Wohin soll das führen? Zu einer Welt, die wir nun haben. Denn für Männer ist vieles nur ein Spiel. Dass es keines ist, muß frau erst drastisch klar machen, sonst verstehen die es niemals.
Die Welt ist nicht immer ein guter Ort, aber jetzt sitze ich hier mit meiner Duft-Maske auf dem Gesicht und freue mich auf die Feiertage.
Jesuitenkirche Luzern – Orgel Vlog AHS 2021:
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Elementare Musik ist nie Musik allein, sie ist mit Bewegung, Tanz, Sprache verbunden, Musik, die man selbst tun muss, in die man nicht als Hörer, sondern als Mitspielerin einbezogen ist. (Carl Orff)
CDs versendet auch nach Südafrika, England, USA, Schweiz, Kanada, Spanien … Na, und Deutschland natürlich. Es wurden wieder einige Konzerte wegen Corona verschoben.
Wunderschöne rote Deutschhauskirche auf der anderen Mainseite, eine meiner ersten Orgeln zum Üben überhaupt, ich erinnere mich hier an meine Anfänge, zusammen mit meinen allerersten Orgelschuhen, ehemals Stepptanzschuhe, zu Orgelschuhen umfunktioniert. Man darf hier nur nicht nachts üben. Nachbarn haben hier schon aus Wut Fahrradreifen platt gemacht:
Neu: Orgel-Information: zu meiner ersten Orgel-CD an einer spanischen Orgel. Bestellung dieser ersten CD (2018) jetzt bis Weihnachten: Rabatt, Paypal: info@ann-helena.de: 10 €
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Luzern ist eine soo wunderschöne Stadt in den Voralpen in der Zentralschweiz an der Reuss, halb so klein wie Würzburg und geradezu lieblich. Alles ist weihnachtlich geschmückt, besonders die Brücken und die Altstadt und der Fluß und der See. Abends ist es besonders schön. Das Land lässt sich wegen „Corona“ nicht von Weihnachten abhalten. Hübsche Weihnachtsmärkte, Fischmärkte, Gemüsemärkte, und überall ist Trubel und Treiben. Die Schiffe auf dem See sind unfassbar und überladen geschmückt. Die Hofkirche bimmelt. Die Seebrücke ist in eine riesige Lichterkette gehüllt. Ich habe heute einen sonnigen, warmen, perfekten Tag erwischt. Alles kristallklar: Das Wasser, die Berge, die scharf gestochen und weiß vor Schnee hinter den Kirchen auftauchen, so nah zum Greifen. Die Schweizer sind höflich und wohlerzogen. Vor allem aber wimmelt die Stadt von Italienern. Zwischendurch dachte ich echt, ich bin in Italien, und habe starkes Fernweh bekommen nach dem Süden und Meer. Auf den Märkten gab es Käse und Lachs. Überall gibt es warme Ovolmatine und Caotina, was ich liebe, und Schweizer Schokolade, und in den schönen Restaurants an der Reuss wurde Raclette und Fondue angeboten – ganz normal! Fondue ist hier Bergkäse mit Knoblauch und Alkohol. Ich habe den einzigen Strandkorb erwischt und mich dort häuslich eingerichtet. Die Schweizer Damen, die vorbei kamen, sagten: Ach, wie herzig.
Es war warm wie am Meer. Vor mir war die Jesuitenkirche und die Kapellbrücke (die einmalige Holzbrücke). Luzern ist katholisch. Später am Tag tauchte noch eine Blaskapelle mit Drums auf, die richtig gut spielte, unter anderem Lieder von Robbie Williams. Ich saß da dann oben auf dem Balkon und dachte: Hier feiern die Leute das Leben. Musik hat so eine Macht. Alle strahlten, die Kinder tanzten. Blasmusik ist echt was Schönes. Mir kamen die Tränen.
Tipps: Wenn ich hier eine „Schale“ bestelle, ist das Milchkaffee. Wenn ich also eine „Schale Cappuccino“ bestelle, ist das falsch. Ins Stadt-Wifi kommt man nur, wenn man Kurtaxe bezahlt hat (was automatisch bezahlt wird als Hotelgast).
Ich war später bei Freddy in der Franziskanerkirche und habe geübt. So eine schöne Orgel. Es ist eine von Goll 1988 restaurierte Sebald Manderscheidt Orgel, also eine historisch restaurierte mit 3 Manualen, und es ist möglich, alt-französische, italienische und deutsche Werke (Ritter geradeso wegen Tastenumfang) zu spielen. Sogar Vierne Lamento habe ich probiert. Ging. Besonders schön aber ist die historische Chororgel. Sie ist völlig versteckt im Chorgestühl, von unbekannter Herkunft, wird aufgeklappt und hat dann eine enorme Power. Ich wollte noch andere Orgeln und eine Freundin besuchen, war aber dann zu müde und wollte heim, um heute in mein Bettchen zu kommen. Und meine CDs kommen ❤️
Für mich war es immer normal, „unnormal“ zu sein, so wie künstlerische Menschen eben sind. Frei. Unabhängig. Individuell. Aber niemand scheint in der deutschen Kirchenmusikszene mehr gehasst zu werden als künstlerische Menschen, vor allem von denen, die nicht künstlerisch sind. Und davon gibt es jede Menge aus der Szene, auch Dozenten aus den Hochschulen. Denn der Typus „Kirchenmusiker“ ist oft das Gegenteil von künstlerisch: Er ist ein (herrschsüchtiger) Lehrertyp ohne pädagogische Ausbildung ala Lehrer Lämpel – ein unguter Mix. Sie selbst und das System sind König. Künstlerische Frauen außerhalb des Systems sind hier ein Dorn im langen, spitzen Orgelschuh.
Ich bin also nicht die einzige, die erlebt hat und weiß, wie schlimm große Teile der deutschen Kirchenmusikszene sind. Bin immer wieder erleichtert, wenn mir auch andere berichten.
Pianistinnen wie ich mit Konzertexamen haben schnellere und virtuosere Finger als fast alle Kirchenmusiker, das werden mir manche nicht verzeihen, sagte man mir. Das künstlerische und auch technische Niveau von Pianistinnen und Pianisten ist sehr viel höher als das von Kirchenmusikern. Da liegen Welten dazwischen. Wo das Niveau hoch ist, wird wenig gelästert. Da wird geübt und gearbeitet. Wo das Niveau niedrig ist, wird viel gelästert. Siehe Foren.
Natürlich gab es auch in der Klavierszene absolut unmoralische Lehrer, die mit Studentinnen Affären hatten etc. – aber ich hatte fast immer nur die guten und anständigen Lehrer. Und ich war ja eben schon sehr gut. Der Rest war mir damals egal. Ich war zu jung. Daher sind erwachsene Menschen wie ich für Dozenten eine „Gefahr“ in Hochschulen. Frauen bekommen mehr mit als Mädchen, wehren sich mehr als die Kleinen und ganz Jungen, die vieles gar nicht begreifen, wie ich früher.
Nicht gut fand ich die Kirchenmusikabteilung an der HfMDK Frankfurt. Männer-Club. Auch vom Niveau her nicht gut. Katastrophale Klaviervorspiele, fand ich. Jedes Jugend musiziert Vorspiel Altersklasse 1b ist besser. Sehr kleine Abteilung, nach Lücker. Ein paar lästernde und neidische Typen in der Klasse. Es scheint mir: Je enger und kleiner eine Abteilung, desto fieser. Das Verhalten von Viegelahn und Wiebusch fand ich bedenklich: Carsten Wiebusch hat mir das Pedalspiel und wichtiges andere bis zum Schluss nicht erklärt. Er wollte mir CDs und Konzerte verbieten. Machtspiele, schlechte Kommunikation. Kein guter Lehrer, fand ich. Oft fiel Unterricht aus wegen Feiertagen oder anderen Gründen und wurde nicht ersetzt. Ich war ohne Ende wissbegierig, er wiegelte mich oft ab. Er wirkte auf mich überfordert, stur, kalt, nicht engagiert und stumm. Dabei wollte ich so viel lernen über Registrierung, Orgelbau, Pedaltechnik, LO. Es kam fast nichts zurück, obwohl ich ihm Löcher in den Bauch fragte.
Viegelahn war abweisend und ganz komisch zu mir von Anfang an. Er hat wohl gleich gerochen, dass ich nicht ins System passe. An ihn konnte ich mich nie wenden bei Problemen. Die hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Viegelahn wollte ja Wiebusch scheinbar schier unbedingt. Irgendwie kam mir Viegelahn nicht offenherzig vor. Plötzlich lästerten auch andere, kaum mit ihm in Kontakt gekommen, die vorher nett zu mir waren, seltsam.
Beide kommen von der Kirchenmusikhochschule Heidelberg. Nun. Das sagt alles aus, finde ich, denn am schlimmsten finde ich genau die Heidelberg Kirchenmusikhochschule, was den Neid und das Lästern und auch das Niveau angeht. Ich bin sehr froh, dass ich dort nicht Kirchenmusik studiert habe. Den Rektor Mautner fand ich unmöglich, kalt und nicht zu trauen. Die Atmosphäre fand ich schlimm. Fast jeder zweite oder dritte Dozent des Männer-Clubs schien geschieden, bewusst in wilder Ehe lebend (teilweise trotz mehrerer Kinder) oder mit Affären innerhalb der Ehe, von denen im Haus gesprochen wurde, und die armen traurigen Ehefrauen haben es wohl noch jahrelang ertragen, bevor sie gingen – oder blieben, was ich nicht begreifen kann. Weibliche Vorbilder unter den Dozenten gab es nicht. Fast nur Männer. Sowohl in Heidelberg als auch in Frankfurt. Das Niveau im Orgelspiel fand ich schlecht. Ganz zu schweigen vom schlechten Klavierspiel. Carsten Klomp fand ich als Lehrer nicht gut. Er gab sich zwar mehr Mühe als Wiebusch, fand ich. Aber dennoch Mittelmaß bestenfalls. Ich wartete darauf, dass mir jemand das Pedalspiel richtig zeigte. Stattdessen gab er mir Vierne 3. Sinfonie auf, ohne dies jemals mit mir durchgenommen zu haben. Meinen allerersten Vierne, völlig ohne mir das Pedalspiel zu zeigen. Dabei gibt es so wunderbare Vierne-Stücke, mit denen man zuerst beginnen kann. Und zudem ist es unverantwortlich, nicht das Legato-Spiel mit Ferse am Pedal zuerst zu zeigen, was für Vierne unerlässlich ist. Ich musste mir innerhalb des Studiums genau wie auch in Frankfurt außerhalb (meist von Hans-Ola Ericsson) Hilfe und Rat holen, da die Orgel-Lehrer innerhalb nicht aktiv oder nicht gut waren; vieles habe ich autodidaktisch gelernt. Und ich konnte Klomp nicht trauen: Wenn er sich umdrehte, hatte er wieder wie ein anderes Gesicht. Er hat mich wie Wiebusch im entscheidenden Moment im Stich gelassen. Trotzdem habe ich es geschafft, aber nicht wegen ihnen, sondern trotz ihnen. Ich könnte schon jetzt besser Orgel unterrichten, als sie mich je unterrichtet haben.
Wiebusch und Viegelahn waren sicher nicht begeistert, dass ich in Heidelberg war. Die Connections hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht gewusst und erkannt. Wildfremde Dozenten wie Luchterhand, denen ich freundlich begegnete und die ich vorher noch nie gesehen hatte, waren auffällig abweisend und unfreundlich zu mir.
Seit Jahrzehnten scheint der Klavier-Dozent Polus dort (dessen Verhalten moralisch besonders schlimm war in meinen Augen) alles andere, aber nicht Klavier beigebracht zu haben, was ich so hörte an Niveau.
Es gab da zudem eine Lea, die stänkerte und die manchen Frauen, auch mir, das Leben in Heidelberg zur Hölle gemacht hat. Es gibt wirklich schlimme Frauen. Das unfassbare Verhalten von Bornheimer und Wilke und Benedikt Schwarz habe ich ja schon hier im Blog angesprochen. Und dann noch Kirchenmusiker wie Christoph Schäfer dort direkt um die Ecke, die ganz junge Frauen schwängern, während verlassene Ehefrau und Kinder damit irgendwie leben müssen, was ich mir ganz schwer und schlimm vorstelle. Ratet mal, über wen gelästert wurde von den Kirchenmusikstudierenden und Dozenzen, in Schäfers Chor? Über die Ehefrau.
Schien da alles ganz normal in Heidelberg. Das System hatte mit Ehebrechern viel weniger ein Problem als mit künstlerischen Frauen. Und dann ein Michael Kaufmann, ebenfalls mit junger, zweiter, geschwängerter Frau, der sehr aggressiv und arrogant reagierte, als ich seinen Unterricht – vorsichtig – für möglicherweise – langweilig hielt. Was er auch war in meinen Augen. Ich mochte sein Verhalten nicht, es kam mir von Anfang an hart vor. Ich mag Männer grundsätzlich nicht, die ihre Familien verlassen; ich bin da misstrauisch. Persönlich finde ich das verantwortungslos, abgebrüht, egoistisch und unchristlich. Ich mag Männer nicht gern, die es Frauen irgendwie schwer machen. Er und Mautner waren ein festes und eingespieltes Gespann: Es ging um den Kurs Orgelsachverständige – eine bis heute massive Männer-Domäne. Glaubt ihr, Kaufmann hätte mich unterstützt? Ganz im Gegenteil. Meine Kritik passte ihm gar nicht. Auch nicht meine Kritik, dass Organistinnen auf der Webseite als Zielgruppe nicht mal erwähnt wurden. Als gäbe es den Beruf „Konzertorganist“ nicht. Konzertorganistinnen sind genauso und erst recht Orgelsachverständige oder können es sein! Frauen, lasst euch nicht aufhalten! Da ich aus Zeitgründen nicht immer an den Block-Seminaren teilnehmen konnte (Konzerte, Studium bei Bossert), waren Kaufmann und Siewert sofort dagegen, mir hier Freiräume und Ausnahmen einzubauen. Dabei wollte ich praktisch bei Orgelbauern lernen. Viel besser und spannender! Aber anstatt mir entgegen zu kommen, mit mir zu sprechen, meine Kritik und Vorschläge ernst zu nehmen, zu verstehen, Dinge zu ändern und meine offensichtliche Leidenschaft und Begabung zu fördern und mir zu glauben, taten diese schier alles, um mir Steine in den Weg zu legen, mich zu hindern und die Kluft tiefer zu graben. Als Mann hätte ich es sicher leichter gehabt, glaube ich. Das System war wichtiger, als zum ersten Mal eine Konzertorganistin und Pianistin in Sachen Orgelsachverständige dort auszubilden. Das hat Kaufmann verpasst. Ich glaube, wenn eine Frau eine Männer-Domäne erobert, dann passieren auch so etwas wie spirituelle oder geistliche Kämpfe, dann wird es richtig hart, da es ein Territorium ist. Ein Revier.
Generell allgemein glaube ich: Wer Frau und Kinder verlässt oder betrügt oder Frauen (die Mutter etc.) nicht mag, der hat erst recht kein Problem damit, einer anderen Frau die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Wer Frauen nicht gut behandelt, dem wird es beim zweiten und dritten Mal noch leichter fallen. Wer in der Ehe schlechte Erfahrungen gemacht hat oder die Liebe erkalten ließ, der wird erst recht kein Problem damit haben, Frauen im Berufsleben schlecht zu behandeln.
Gut, dass ich alles über „Orgelsachverständigkeit“ und Orgelbau woanders gelernt habe und mittlerweile mehr über Orgeln weiß als die meisten. Und dass Hindernisse mich eher vorwärts bringen.
All das schien niemanden in Heidelberg sonderlich zu stören. Auch nicht Kord Michaelis und Team. Das schien alles total ok und normal, Sodom und Gomorrah auf christlich. Nebenbei wurde Abendmahl gefeiert und Bachs Kantaten gesungen. Ich kann damit schwer umgehen. Ganz zu schweigen, verzweifelte Studentinnen. Das alles kam mir heuchlerisch und unchristlich vor.
Eine Studentin dort hat sich umgebracht. Das fand ich besonders schlimm. Ich glaube, das hat mich ein Stück weit traumatisiert bis heute.
Ein unmoralisches Nest in meinen Augen, das kirchenmusikalisch evangelische Heidelberg. Lobbyismus bis Richtung Karlsruhe (Hello, Mr. Wiebusch) – Kirchenmusik Christuskirche (Männer-Club) fördert diese Leute und Szene besonders, da schließt sich der Kreis und das System. Das Traurige in dem Wort Kirchenmusik ist das Wort Kirche. Denn schlimm geht es überall in der Welt zu. Aber in der Kirchenmusik wirkt das Schlimme besonders giftig, denn da sollte es gerade nicht, oder zumindest weniger sein. Es ist aber oft mehr.
Natürlich habe auch ich Fehler gemacht. Aber meine waren auf einem ganz anderen Blatt. Ich habe keine Macht ausgenutzt, denn ich hatte keine. Ich habe niemandem etwas verhindert. Ich war immer vorne herum und direkt und authentisch mit Kritik. Ich war angewiesen auf Wohlwollen. Abhängig. Ich war gierig in Leidenschaft, Wissen und Potential. Ich war auf mich fixiert, vielleicht naiv manchmal, aber nie bösartig. Ich war top ausgebildet, mutig und sehr begabt und habe das auch gezeigt. Ich war anders. Im Gegensatz zu den meisten anderen war ich gläubig, allein, Frau – gegen ein Männersystem. (Natürlich gibt es auch fiese Frauen, die es anderen Frauen schwer machen und die vor allem Männer fördern. Das will ich nicht vergessen.)
Advent:
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Erster Dezember, und fast alle meine Adventskalender sind schon… ähäm … empty. Aber glücklicherweise nicht alle. Nicht die, die Päckchen oder Schachteln haben mit Sachen drin. Ohrringe mit Violinschlüssel. Ich habe Löcher in den Ohren, aber kleine empfindliche Ohren. Ich habe Ohrringe nie lange drin ausgehalten. Ich probiere wieder. Der Weihnachtsmarkt hat zu, ich genieße die Stille, da ich ja mitten in der Innenstadt wohne, und nur eine kleine Lokomotive bietet einsam heiße Maronen an (die ich nicht mag). Und ich freue mich so auf meine neue Bach CD bei Audite ❤️:
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