Das Wort KLIPPAN ist schwedisch und bedeutet „morgendliche Rückenschmerzen nach dem Liegen auf einer Metallleiste“. (Czech/Domzalski)
So was! Oben: Schongau, Sandtner Orgel
Schade, dass es keinen 31. November gibt. Ich bräuchte ihn dringend.
Heute war wieder Zoom Mozarteum Musikpädagogik: Interpretationsforschung heute, ein junges Feld. Es gibt da einiges, was ich bedenklich finde oder was noch entdeckt werden müsste (ich diskutiere gern): Live, Aura, Atmosphäre, Power und Gesamtkunstwerk. Das wirklich Wichtige, Künstlerische und Spannende lässt sich eben nicht messen. Und das ist auch gut so. (Siehe Gott.) Audio und Video ist meist inszeniert (außer man ist so authentisch wie ich oft), und sicher ist es nicht uninteressant, die Benutzung von Pedal bei Pianisten oder die Benutzung des Bogens bei Geigerinnen zu messen etc. oder zu diskutieren, welcher Keil oder Punkt so oder so gemeint sein kann. Aber für mich ist das alles Schnittlauch auf dem Essen. Die wirkliche Interpretation findet woanders statt. Und ob Anne-Sophie Mutter ein blaues Schleifenkleid trägt oder Gidon Kremer aussieht, als wäre er dem Film Schweigen derLämmer entsprungen, zusammen mit seinem Männer-Berliner-Club – das lenkt mich eher von der Musik ab. Aber zu forschen gäbe es hier viel.
Klaro: Die, die interpretieren, forschen nicht wissenschaftlich darüber. Schwierig: Die, die wissenschaftlich forschen, sind meist keine Musiker, zumindest nicht aktiv professionell. Daher kommt oft Unnötiges oder gar „Unsinn“ dabei heraus, das dem Geheimnis der Entstehung und Durchführung von Interpretation nicht näher kommt und das eher Fandom und Prominenz in den Mittelpunkt stellt.
Neu:
Physharmonica Klais Orgel Neckarsulm – Orgel Date AHS
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Video von 2017 – seitdem ist so viel passiert. Mein erstes Orgel-Video. Seitdem Studium Frankfurt, Heidelberg, Würzburg, Hamburg, Luzern/Stuttgart… Dreifacher Master. Riddagshausen 2017 war einer meiner ersten internationalen Orgelsommer. Ich werde ganz nostalgisch. Kurz danach studierte ich Orgel. Ich war da schon in Frankfurt für das WS immatrikuliert, oder kurz davor. Da kam ich mit meinen goldenen Orgelschühchen an und wusste noch nichts von der Szene. Seitdem 1000 Orgeln.
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Übrigens: Dies ist eines meiner allerersten Orgel-Videos, da war ich grad im ersten Semester in Franky ☺️
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Liszt daheim spielen, als würde man mit einem Haubschrauber im Wohnzimmer fliegen. (AHS nach Nelson Piquet)
Oben: Erler Orgel Terfens, Tirol, Österreich
Es wird 17:50 auf der Uhr und ich denke an…
Heute war der dritte Tag des DokKol und Rethinking Classical Music, und es ist faszinierend, immer tiefer in empirische Forschung einzutauchen und die Schlüssigkeit zu verstehen. Es ist eine eigene Community. Aber nicht uninteressant. Selbst Leute, die man „komisch“ findet, sind, wenn man sich ihnen auf ihrer Ebene nähert, ganz nett. Am schönsten ist es natürlich, wenn man sich geehrt und verstanden fühlt, ohne sich auf allzu „fremde“ Ebenen begeben zu müssen. Aber es ist freilich so, dass auch die fremden Ebenen geschätzt werden wollen, egal, welche es sind. Es ist also ein gutes Training. Und morgen erster Advent.
Jeden Augenblick:
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Klang wölbt Handfläche, baut Säulen aus Fingern. (AHS)
Oben: Rieger Orgel Pfalz
Ich übe Rhin von Vierne. Eine schöne Übung für Doppelpedal. Und Toccata und Impromptu.
Es war anstrengend heute. So viele Doktoranden. Zoom. Es zoooooomt sehr. Erschöpfend. Ich mag es durchaus gern, über Musik etc. zu diskutieren. Aber Musik machen ist – lebensnotwendig für mich. Ich steche mit meiner Art auch „überall“ raus, obwohl ich mich bemühe, unauffällig zu sein. Je mehr ich mich bemühe, unauffällig zu sein, desto weniger gelingt es ☺️ Ich bin die einzige, die mit Handy drin ist. Während alle anderen geschniegelt und gebügelt vor dem Desktop sitzen und ein schickes, gerades Hintergrundbild designed haben und vorweisen können (New York oder so was), schwankt mein Handybild der Realität bedenklich seekrank nach allen Seiten, während ich durch die Wohnung stapfe in meinen Schafsocken und in meinem warmen Wolkenpulli und dem Postboten öffne. Der mir meine Vierne-Noten bringt. Ich werfe meine Kaffeetasse um und bin in zwei Meetings gleichzeitig. Während ich meine neuen Noten studiere. Wenn wir „ausbrechen sollen“, bin ich die Letzte, die übrig bleibt, weil ich nicht gecheckt habe, wie ich in die „Ausbrechgruppen“ oder ins „Wonder Me“ komme. Was mir unangenehm ist. – Oh, ich bin ja noch da. Ähm… Oh, bin ich hier richtig? – Ja, dabei sind alle so strukturiert, lieb und ordentlich. Ich fremdschäme mich für mich selbst, während meine Haare nach allen Seiten abstehen. Aber Methode ist und bleibt spannend. Ich bekomme alles mit und habe meist gute Fragen, Ideen. Wenn ich mich vorstellen soll, bin ich komischerweise schüchtern und kurz angebunden. Ich komme mir dann unbeholfen und kindlich vor, beinahe tollpatschig. Verstecke mich gern. Wage ich mich aber heraus, merken es alle. Die meisten sind nett und eher „Lehrertypen“, keine Künstlertypen. Ich bin ein Flamingo unter diesen und werde oft neugierig betrachtet. Das schwarze Schaf? Aber das ist ok. Die meisten erinnern sich immer gleich an mich. Mein Name dagegen ist Hase… Aber wenn mein Name richtig ausgesprochen wird, wärmt sich mein Herz.
Promovieren ist eine eigene Welt. Ich kann verstehen, dass die Art und Weise, wie geredet wird, hochgestochen und anstrengend wirken kann. Aber man gewöhnt sich an diese Sprache. Und es ist spannend. Jedoch eines ist es: Trocken. Im Vergleich zur Kunst.
Neu: Note commune (Note ist weiblich)
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Ich mag die Bewegungswege der Orgel, übertragende Wege. Klangwege. (AHS)
Oben: Klais Orgel Dom Trier
Wieder daheim. Bald kommt mein musikalischer Adventskalender auf YouTube
Ich finde den Fall von Kyle Rittenhouse sehr spannend. Schaut euch Trial Day 3 an (YT). Wie unterschiedlich diese beiden Anwälte sind. Der eine kalt, manipulativ und unsympathisch. Der andere (ältere) so warmherzig und sorgenvoll, dass ich seine Anspannung und sein Seufzen bis zu mir spüren konnte. Es geht offenbar viel um Formulierung bis hin zur Manipulation. Aber was mir vor allem auffällt: Man braucht viel IQ und Selbstbeherrschung in extrem emotionalen Dingen – alle Beteiligten. Der einzige, der nicht so emotional schien, war der Richter. Doch am Ende wird er wild und autoritär. Aber der Kühle hat sehr gut und klug reagiert. Ich bewunderte seine Hartnäckigkeit am Ende. Denn das System ist meist nur eines: Politik. Und er ist absolut korrekt, dass es unfassbar ist, auf andere zu schießen.
Man darf nicht vergessen: Die Waffengesetze gehören ins Gefängnis: Junge Menschen entsprechend erziehen, Waffen erlauben und dann Theater machen, wenn tatsächlich geschossen wird: Heuchelei. Was ist das für eine Justiz?
Und ich war auch an der Arizona State University. Und auch in Wisconsin.
Oh Leute, es hat sich gedreht. So spannend. Ich bin nun absolut auf der Seite des Kühlen. Er hat Recht und ist gar nicht kühl. Sehr gut.
Tatsache: Dieser Fall geht um das Waffengesetz! Und der Killer ist Opfer dieser Gesetze. Und außerdem ist er ein Killer. – Fast alle US-Verhöre (unfassbar, dass diese zugänglich sind auf YT), die ich sah, sind meist voll strategischer Manipulationen seitens der Ermittler. Aber man lernt viel. Spannend!
Pflüger Orgel, Tirol
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Der Meisterkurs Vierne war gut, auch wenn Dubois eher nüchtern ist. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Alle waren freundlich, witzig und nett. Die Atmosphäre war angenehm. Die Basilika in Trier ist groß, schlicht, hoch, mit enormer Akustik. Von allen Seiten klingt die Orgel anders. Ja, die Orgel!
Unglaublich schöne singende Gambe 8’ im Schwellwerk in Clair de Lune (Vierne), was ich heute spielte. Ich war die einzige Frau, die spielte. Wunderschöne sanfte Flöten und Zungen. Grandiose Hochdruck-Register. Extrem powerful und auch extrem zart: Alles möglich! Orgeln, die nicht leise singen können, fehlt etwas Wichtiges. Diese mächtige Orgel aber singt gefühlvoll. Trotz ihrer kühlen (starren) Fassade singt sie sehr musikalisch und verführerisch.
Die Hochdruckstimmen werden elektrisch angespielt, schwellbares Solowerk mit Hochdruck-Registern (u. a. eine Tuba imperialis), Winddruck von 380 mm Ws.
Man tritt in den beinahe leeren, halligen Raum mit den Bänken, die verschluckt erscheinen, dreht sich um und sieht – eine riesige, edle Orgel, die dennoch zart wirkt in diesem mächtigen Saal, in einer Dreieinigkeit hängend wie ein Kreuz. Wie ein Mahnmal in einer Steinkirche.
Es war leider sehr kalt.
Vorne rechts, weit weg, guckt noch eine hübsche, kleine Schuke Chororgel mit spanischen Trompeten frech und schüchtern aus dem Gestein.
Die neue Hauptorgel hat 82 Register, über 6.000 Pfeifen, 5 extendierte bzw. transmittierte Register im Pedal, verteilt auf 4 Manualwerke und Pedal. Die Orgel ist die größte Orgel in Trier, eine der größten Orgeln in Rheinland-Pfalz.
Römische Konstantin Basilika Erlöserkirche, Rheinland-Pfalz. Größte Orgel Triers: Die neue, große, sinfonische Hauptorgel schließt den Wiederaufbau der Basilika nach dem Zweiten Weltkrieg ab. Perfekt für Musik der deutschen und französischen Orgelromantik, hohe Intonationsqualität. Die im Krieg zerstörte Ibach-Weigle-Orgel an der Rückwand der Kirche wurde durch Eule ersetzt. Das Land Rheinland-Pfalz zahlte. In zwei Auswahlverfahren, Orgelbau und Architekturwettbewerb für Design, welche auch die Gestaltung der Orgel in Raum zum Gegenstand hatte, wurde am Wiederaufbau gearbeitet. Die Orgel sollte nicht ebenerdig sein, der Spieltisch schon. Die äußere Gestaltung wurde von dem Architekturbüro Auer & Weber (München/Stuttgart) komponiert:
Drei mächtige und doch schmale Orgelkörper an der roten Rückwand hängend, im dunkelgrauen Gehäuse, perfekt zwischen die Fenster passend. Eine lange, graue, zierliche Wendeltreppe führt zum oberen Spieltisch in der Mitte. Zwischen unterem Spieltisch und den Orgelkörpern könnten es locker 30 Meter sein!
Die Orgel wirkt edel, kühl, mächtig, distanziert, beinahe sachlich.
Zuvor hatte ich nicht gewusst, dass Ibach auch Orgeln baute. Wir hatten früher ein Ibach-Klavier daheim.
Der Franzose Vincent Dubois ist ein sehr lieber Mensch, warmherzig, klug, offen, mit schönen, sensiblen Augen. Ich habe viel von ihm gelernt. Er ist zudem sehr lustig und privat. Am meisten hat mich sein Pedalspiel fasziniert, ruhig, tief und stets Ferse. Zudem hat er die ganze Zeit sehr fleißig und engagiert durchgehalten, ohne Allüren.
Er hat sofort gemerkt, dass ich auch Pianistin bin. Er fand mein Spiel schön und musikalisch. Zum Essen waren wir im Priesterseminar. Es gab Fisch mit Sauerkraut. Danach gingen wir noch Kaffee trinken und Kuchen essen, am Ende des Tages noch etwas trinken. Die ganze Gruppe war lieb, und der Tag war gut organisiert von den Kantoren Bambauer und Still, die auch immer da waren.
Ich habe wieder Lust auf die französische Musik bekommen. Nicht alles gefällt mir, manches wirkt etwas langweilig und zu sehr nach Zirkusmusik, da fehlt mir irgendwie der „deutsche Geist“ von Brahms, Liszt und Schumann usw., aber die zweite Sinfonie von Vierne ist herrlich, besonders 2., 3. und 4. Satz. Und die Fantasiestücke! Und gerade seine zarten und virtuosen Werke gefallen mir, wenn sie nicht zu depressiv sind. Vierne hatte kein leichtes Leben und war sensibel.
Wunderschönes Pedalspiel macht den Klang aus.
Bedrohlich und fremd wirken die Orgel-Quader nicht auf mich, aber sie könnten so empfunden werden.
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Bin wieder daheim. Mussten heizen. Nicht so gut für die Instrumente. Erinnere mich gern an das WE:
Wunderschöne Aigner Orgel in Schwaz. 1987/88 generalsaniert von Pirchner und 2020 bemalt (Erler, rosa, nicht mehr braun). Rosa Orgel! Wunderschön. Pfeifenmaterial noch aus dem 17. Jahrhundert. Beeindruckender Kreuzganghof von 1507. Arkadenwände, Gewölbematerial, Schlußstein. Schwaz ist eine hübsche Stadt mit 13.000 Einwohnern. In der Franziskanerkirche: Spätgotische Skulpturen, Chorraum, größtes gotisches Gotteshaus in Tirol, im Bettelordenstil, Sippenbild, Statuen. Großer schöner Kreuzgang. Gotisches Relief (1520), barocke Kanzel 1736. Refektorium, Pfortenhof, Klausurportal, Klostergarten, Kapelle. Weißes Kloster mitten in den Bergen, ein wunderschöner Friedhof, Kreuzgang. Hier leben echte Mönche. Medaillon. Stuckdecke. Das Harmonium ist the best. Das Besondere dieser Orgel ist das Harmonium. Insgesamt klingt diese herrliche Orgel in dieser Akustik warm und füllig und süffig. Sie ist u.a. für Barock und Alte Musik geeignet.
Aigner-Orgel 1843:
Dom Innsbruck
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Große Worte letzter Männer: Mist! Der war abgefälscht! (Czech/Domzalski)
Foto oben: Heringen. Es ist schon November! Ich lese Blaue Frau. Genial. Antje Strubel. Kurze, kühle Sätze. Wusstet ihr, dass Amazon auch am Sonntag liefert? Ich bin geschockt. PP für Innsbruck vorbereitet. Und neue Bilder.
Im Winter 2017, als ich entschied, noch Orgel zu studieren, überlegte ich zuerst, nach Halle zu gehen, zu Matthias Dreißig, ich hatte bei ihm Probeunterricht in Halle, um zu sehen, wie er unterrichtet. Ich fand ihn nicht gut. Deswegen bin ich woanders hingegangen: Nach Frankfurt. Ob er deswegen beleidigt ist/war? Ich bin froh, dass ich nicht nach Halle gegangen bin. Wenn ich das Niveau von Johannes Richter und Tom Anschütz höre. Und das Lästern bzw. die Gerüchteküche gefallen mir nicht. So habe ich Richter und Anschütz überall blockiert, seitdem lästern sie erst recht. Was ich erlebt habe: Wer in Rechtschreibung schlecht ist, ist meistens auch nicht gut in musikalischer Technik und musikalischer Rechtschreibung. Wer Frauen hintenrum attackiert und nicht den Arsch in der Hose hat, mich mit echtem Namen persönlich und konstruktiv zu kritisieren, ist meist auch in anderen Dingen feige und unmoralisch. Aber wie soll man es bei diesen „Vorbildern“ auch anders lernen? Matthias Dreißig selbst lästert hintenrum. Sehr unseriös. Diese Hochschulen in Halle und Weimar sind Männer-Hochburgen, finde ich. Und allgemein, gewisse Männer sind sehr schnell beleidigt, wenn man andere Wege einschlägt und nicht deren Meinung ist.
Heute erinnere ich an Giulia Enders, Ärztin und Autorin, Mirjam Pressler, Schriftstellerin, Farshid Moussavi, Architektin aus dem Iran.
Heute wollte ich ausschlafen, nach dem Motto: Wer einschläft, muß auch ausschlafen. (Czech/Domzalski)
Pattern
G.F. Händel – Organ concerto Nr. 13 in F Major HWV 295 (Auszug), AHS
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Bin voller Vorfreude : Booklet! Was hältst du von diesem Cover meiner neuen Bach-CD? Was anderes nehmen oder gut? Kunstwerk von mir, schön, eyecatching, aber ich bin noch nicht ganz zufrieden. Zu irdisch? Oder himmlisch genug? Schreibt mir eure Kommentare.
Wird frau von der Polizei und der Staatsanwaltschaft vor Hass im Netz beschützt? Anbei mein Erfahrungsbericht für andere (Frauen).
Ich wurde gefragt über meine Erfahrungen, gegen Männer-Attacken und Hass gegen Frauen im Netz vorzugehen.
Die Abteilung der Polizei Würzburg, bei der ich war, hat, wie ich finde, leider versagt. Wahrscheinlich muss frau zu einer anderen Abteilung gehen und dazu lernen, wer sich kümmert und wer nicht. Denn die Abteilung, wo ich war unter Jessica Hober, hat viel zu lange gebraucht und dann über 8 Monate lang einen unübersichtlichen Berg zusammengestellt, den keiner mehr durchblickt hat, anstatt die einzelnen Anzeigen sofort zur Staatsanwalt durchzugeben. Ich war sicher auch nicht immer eine Hilfe, aber ich war auch unerfahren und emotional. Jessica Hober wirkte auf mich überfordert und inkompetent. Sie hat kaum im Netz recherchiert und viel zu langsam reagiert. Immer „kam etwas dazwischen“. Internet scheint für die Polizei ein Buch mit sieben Siegeln oder unwichtig zu sein. In diesem Polizeipräsidium Würzburg haben die meisten Mitarbeiter nicht studiert, glaube ich. Ich meine damit einen Uniabschluss. Man merkt das sofort, wie sie ein Protokoll aufsetzen, die Langsamkeit, die vielen Rechtschreibfehler, die Kommafehler, das langsame Denken und Tippen. Realschule? Polizeischule? Es wirkt sehr unakademisch dort, finde ich. Ich musste buchstabieren und mit Stift ausbessern. Ein „Arbeiterklima“ im für mich unbehaglichen Sinne. Ich fühlte mich nicht verstanden. Von Blog, Orgeln, künstlerischer Website, künstlerischem Beruf – nie was gehört. Ich kam mir vor wie ein Alien. Es scheint, dass die Polizei vor allem an Raub, Mord und körperlicher Gewalt interessiert ist. Sie sagten mir wortwörtlich, dass sie vor allem dann aktiv werden, wenn „jemand etwas mit einer Eisenstange auf den Kopf bekommt“. Das ist eine sehr rohe Einstellung. Ich hatte das Gefühl, ich hatte es eher mit recht harten und frustrierten Gesellen zu tun. Mit „Strassenkämpfern“. Sich zu beschweren macht keinen Sinn, denn die Polizei scheint wie ein langsamer, grober Koloss, der sich kaum bewegt und fern von allem Künstlerischen ist. Und die Gleichgültigkeit der Polizei über Hass im Netz hat mich entsetzt, und dann nur Dienst nach Vorschrift. Zudem wurde ich den Eindruck nicht los, dass ich nicht ernst genommen wurde. Ich habe daraus gelernt, dass ich selbst viel strategischer vorgehen muss und geduldig sein. Diese Polizei hilft nicht, sie wirkt langsam, gleichgültig, eher skeptisch oder belustigt und damit frauenfeindlich, finde ich. Als ob frau nicht emotional sein darf. Als ob frau wie Mann sein muss, um ernst genommen zu werden. Man landet mit den Unterlagen in einem riesigen Stapel, es wird nicht oder nur schleppend ermittelt, bleibt in der Schwebe. Man muss dauernd nachfragen. Was ich aber nicht möchte. Die Polizei reagiert nur, wenn frau sozusagen selbst alles macht. Alles selbst perfekt zu recherchieren und machen bedeutet, dass man selbst viel besser als die Polizei sein muß und die Arbeit für sie tun. Sie rieten mir nur, solche Freaks in der Kirchenmusik einfach zu ignorieren. Zudem wurde ich nicht informiert, wie es ausgegangen ist. Diese Gleichgültigkeit und Frauenfeindlichkeit spricht Bände. Ich bekam nicht mal ein Schreiben, die männlichen Hetzer schon. Bis heute weiß ich nicht, wie Dinge ausgegangen sind. Wie im Mittelalter werden Frauen weniger ernst genommen. Ich frage mich, wieviele weibliche Anzeigen im Vergleich zu männlichen erfolgreich ausgehen. Es wird vermutlich eine riesige Kluft sein. Wenn Frauen sich schon aufraffen und sich trauen, spottenden Pöbel anzuzeigen, wird es weggewischt.
Und die Staatsanwaltschaft? Das müssten ja nun Studierte sein. Entweder sie sind überlastet oder desinteressiert. Wahrscheinlich beides. Staatsanwalt Hannig sandte die Akten erst mal quer durch die Lande, anstatt sich zu kümmern. Keiner wollte ermitteln, es ging vor und zurück, anstatt genau hinzusehen und sich damit zu beschäftigen. Damit wird das Haten im Netz nicht konsequent unterbunden. Jedoch möchte ich nicht aufgeben, ein solches Verhalten anzuprangern und ans Licht zu bringen. Es wird zwar oft gesagt: Mach selber nichts. Wehre dich nicht! Aber ich frage mich, ob Nichtwehren wirklich hilft? In diesem Blog möchte ich meine persönliche Meinung zu diesen Dingen kundtun. Dafür ist mein Blog ja da. Er spiegelt wider und ersetzt ein Stück weit die fehlende Gerechtigkeit. Auf der anderen Seite ist es wichtig, auch über den Dingen zu stehen.
Schulze Orgel Heringen
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„Ich mag meine Frau. Aber ich wünsche mir von dir, liebe Fee, eine 30 Jahre jüngere.“ „Kein Problem, mein Bester. Zack: Jetzt bist du 90.“ (Erich Stoffers)
Foto oben: Ott Orgel Bad Oeynhausen
13 Orgeln in 4 Tagen. Denn wir waren auch spontan im Tecklenburger Land, fuhren durch Lotte und Westerkappeln nach Mettingen, hinter Büren (Westfalen, NRW, nahe Niedersachsen): Was für eine wunderschöne Park-Landschaft mit braun-weißen Kühen und vielen Pferden. Ich fühle eine geheimnisvolle Verbindung und Sehnsucht zu dieser Gegend. Fast wie Heimweh: Ich wurde hier „gemacht“. Wurzeln. Westfalen liegt nah bei Niedersachsen, Osnabrück. Ich mag die roten Ziegelsteinhäuser, charakteristisch für diese Gegend. In der Kleinstadt Mettingen (ca. 25 km von Osnabrück) wohnt Erich, 91 und fit wie ein Turnschuh, ehemals Konzertorganist und evangelischer Kirchenmusiker, auch lange in Schweden angestellt gewesen, erster Mann meiner Mutter. Bevor sie „mit meinem Papa durchbrannte“, wie er sagt. Mit dem er sehr befreundet war.
Das hat ihm erst mal das Herz gebrochen. (Sie söhnten sich lange Zeit später aus.) Und er ist baff, dass aus der Schlüter-Klavier-Dynastie eine Organistin hervorgeht. „Die kleine Schlüter“. Darüber bin ich selbst erstaunt. Die Orgel ist unsere große Gemeinsamkeit. Gott hat mich erinnert und angestupst, zu ihm zu fahren. Es war spontan. Und alles passte zusammen. Dort in Mettingen gibt es auch eine wundervolle Ott-Orgel (2 M).
Wir fuhren zudem nach Laggenbeck zur evangelischen Johannes-Kirche (12 km entfernt) zur letzten einmaligen Klaßmeyer Orgel (1908) – vollpneumatische Kegelladenorgel (2 M). Oh, was für ein Klang. Was ist das, dass ich solch kleine entzückenden Dorforgeln so liebe? Ich könnte sie umarmen, samt ihren Kirchen. Sie sind so – rein – unschuldig – demütig – verborgen – heilig – ❤️❤️❤️. Sie stehen für mich für den wahren Gottesdienst. Für den wahren Glauben. Erich hat dort super Aufnahmen gemacht. Eisenberg hat dort auch schon gespielt. Ich habe ja eben Erichs Platte bekommen von Matthias Eisenberg, den Erich auch gut kennt. Doch ist die Orgelwelt, die Erich kannte, eine völlig andere als die jetzige, mit der ich konfrontiert bin. Auch die Kirchenmusikerszene ist eine andere geworden, sagte er. Dann fuhren wir nach Ibbenbüren zur ev. Christuskirche, zu meiner ersten Steinmann-Orgel (1972) (2 M), ebenerdig, hoch. „Evangelische Kreienbrink Westfalens“.
Sie ist angeblich neobarock, aber ich stufe eine Orgel erst mal nicht ein, sondern lasse sie atmen, und vieles ist eine Frage der Registrierung und das Schwingen in der Akustik. Eine hohe Kirche ohne Emporen, flirrender Nachhall. Der Kantor war auch dabei, ein sehr netter. Erich war hier lange angestellt. Er wohnte hier in Ibbenbüren mit meiner Mama. Alles vor meiner Zeit. Fühle ich mich deswegen so verbunden mit dieser Gegend? Als wäre ich (süddeutsch, Fränkin, halbschwedisch mit viel Wikingerblut und einem Papa aus Torgau) auch norddeutsch-niedersächsisch-westfälisch, weil ich hier gezeugt wurde? Erich zeigte mir schöne Registrierungen. Er hat ein Händchen dafür. Er mochte mein Spiel sehr. Wir aßen in Ibbenbüren zu Mittag. Als hätte die Zeit ein neues Luftloch bekommen.
Dann fuhren wir nach Halverde (Steinfurt) zur ersten katholischen Kirche dieser Tour, nach St. Peter und Paul (letzter Zipfel NRW) zur Wenthin Orgel (meiner ersten), 1818, 2 M. Eine langgezogene Kirche mit dunklen Bänken. Die Orgel, die Erich so liebt. Sehr lieber katholischer Pfarrer. Die Wenthin Orgel ist die älteste Orgel dieses nördlichsten Zipfels und wurde von Breil restauriert. Abends zeigte mir Erich alle seine Platten, Kompositionen und Aufnahmen. Er liebt Witze und ist ein Bachfan.
Ich erfuhr mehr über meine Familie. Es war ein spannender Tag. Wer hätte das alles gedacht? Gott ist seltsam und irgendwie – faszinierend unheimlich. Er vergisst nichts. Er kennt die Generationen. Er kümmert sich um jede Verbindung. Kennt meine ganze Lebensgeschichte. Kennt sie viel besser als ich. Er kennt jeden Ort. Jede Zeit. So wie er Dorforgeln behütet, die keiner kennt, so sehen seine Röntgenaugen unendlich geduldig, aber alles andere als kurzsichtig auf das Treiben der Generationen. Und er verbindet. Führt zusammen. Heilt. Schließt den Kreis. Dass er auch mich (Raketenfrau) dafür verwendet, zusammen zu führen, macht mich stolz. Je mehr er sich um angeblich Unwichtiges, Kaputtes, „Zu-Spätes“ kümmert, desto mehr liebe ich ihn. Denn Gott urteilt völlig anders. Ich bin so froh, dass es das letzte Gericht geben wird. Gott bringt alles in Ordnung. Er weckt mich, erinnert mich, spricht. Er liebt mich nicht nur. Er mag mich. Er kennt mich. Er weiß immer, wo ich bin. Es gibt nichts, was mehr zählt.
Eule Orgel Bielefeld
Morgen:
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Wir meinen, unbedeutend zu sein und in einem eiskalten Universum zu schweben, dabei essen wir hier eine Banane. (AHS)
Foto oben: Strebel-Orgel Liebenrode
Heute fuhr mich der Bachfan Volker Hege (der schon 80 ist und fit wie ein Turnschuh) von Dortmund nach Bückeburg (Niedersachsen): Wunderschöne große Barockorgel (3 M) von Rudolf Janke (1997) in der lutherischen Stadtkirche im kleinen hübschen Bückeburg (Niedersachsen), ca. eine Stunde von Bielefeld entfernt. Janke wird bald 90. Leider übernimmt sein Sohn die Firma nicht. Gewartet wird die Orgel von Jörg Bente (siehe Walkenried, wo ich letzte Woche war). Der figurenreiche, bunte Prospekt wurde nach dem Brand 1963 nach dem Vorbild von Compenius 1615 nachgeschnitzt und 1965 fertig – von einer wunderbaren Frau! Frau Bachmeister! Vor 1997 war eine Hammer-Orgel aus Hannover darin, wurde aber durch Janke ersetzt. Auch Früchte zeigt der Prospekt (siehe Gemüseorgel Thüringen). HW 1. M, OW 2. M und BW 3. M. Janke begegnete ich zum ersten Mal in Herzberg (Harz, Niedersachsen).
Ich habe es leider nicht mehr nach Wittenberg zur Clavichord-Tagung geschafft. Es war einfach zu viel los hier und zu weit weg, NRW und Westfalen, dabei hatte ich mich schon gefreut. Vor allem auch Sander wiederzusehen, der mein Clavichord baut. Und mein Leih-Clavichord dort zu spielen. Aber nächstes Jahr! Bückeburg ist unglaublich süß mit Schloß, Fachwerkhäusern, Gässchen und Museen.
Währenddessen immer noch heiße Diskussionen zur Schulte/Radcliff Orgel in Dortmund (siehe Videos):
Strebel Orgel Hohenstein Liebenrode
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Orgelführung moderne Schulte/Radcliff Orgel St. Petri Dortmund – Orgel Date AHS
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