3. Februar 2023: Art is strength under control. (AHS)
Foto: Oberbayern (meine Privat-Sänfte)
In den Noten von Beniamino Cesi steht: „Domenico Zipoli“. Ich habe gelesen „Domenico Zippeloni“ 😂
Kunst kommt aus den tiefen Regionen des Körpers, schwingt. Ist unzerstörbar. Ein Eisberg ist deswegen unzerstörbar, da er zu 90 Prozent verborgen liegt. Genauso ist Musik, ist ein Leben unzerstörbar, wenn zu 90 Prozent verborgen. Es ist nicht schade, dass man nur 10 Prozent sieht. So ist es auch bei mir. Mein Blog ist nur die Spitze des Eisbergs. 5 Prozent.
Aber wer hört auf Worte, wenn Töne siegen? Als sei die Seele pulsierend, in Gewebe, Muskeln und Organe hinein. Seele und Geist sitzen in Brust und Kehle, pulsieren von dort aus. Denn meine Musik ist Abbild meines ganzen Willens.
Ich liebe Sweelinks „Herr Gott erhöre mein Flehen“: intensiv, nachdrücklich.
Betet heute 9 und 15 Uhr 🙏
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2. Februar 2023: Klang ist etwas Weibliches, Echo erst recht. (AHS)
Brücken und Reise. Dort, wo Wind und Sonne die Wasseroberfläche berühren und küssen, antwortet sie mit vielen Lippen und Mündern, die sich immer wieder neu formen und Gold auf ihren Rändern zeigen.
Eigentlich ist diese Schönheit zu verwirrend, zu viel für einen Menschen: diese Antwort des Wassers auf Sonne und Wind — und doch nur sichtbar, wenn wir genau hinsehen.
Die nächsten Prüfungen geschafft, LO, Popularmusik, Klavier, Kammermusik, Referat Orgelmethodik (sehr interessant). Jetzt einen Tag Atempause. Um alles zu schaffen, stehe ich jeden Tag um halb 5 auf. Meine Zeiten haben sich dadurch verschoben. Um 19 Uhr bin ich so müde, dass ich nicht mehr denken kann. Draußen ist es zudem kalt und windig. Wenn man sich mit Musik beschäftigt, tut es fast körperlich weh, irgendwo in einem Laden Hintergrunds-Radio zu hören. Ich kann es innerlich nicht wegschalten, wegdrücken, was ich sonst oft ganz gut kann/ trainiert habe.
Ich denke über die Situation der Orgel nach: In viel zu wenigen Musikschulen wird Orgelunterricht angeboten. Die Orgel wird vernachlässigt. Der Lehrplan der VdM erscheint mir hier wie ein Wunschbild, ein Traumbild, fern der Realität. Denn: Wieviele Musikschulen haben eine zweimanualige Pfeifenorgel, geschweige denn mehrere zum Üben im Haus? Wo sollen denn die Kinder üben? In Kirche wollen sie nicht, und manche Kantoren lassen niemanden an die Orgel, was verblendet ist und verboten gehört.
Und wer soll Orgel unterrichten? Musikschule wird ja schlechter bezahlt als Kirchenmusik. Daher gehen Kirchenmusikerinnen nicht in die schlechter bezahlte Musikschule.
Orgelpädagogik kann man nur an wenigen Hochschulen studieren. Und wer sollte das studieren, um später schlecht bezahlt zu werden?
Und Konzertorganistinnen werden vermutlich nicht unbedingt in die Musikschule gehen, da sie ja für was ganz anderes trainiert wurden und Musikschule (und Gemeindearbeit und Kirche) meist ein Rückschritt für sie bedeutet.
Es ist also ein Dilemma.
Meine Lösungen und Thesen:
1. Musikschulen sollten das Kulturgut Orgel unabhängig und losgelöst von Kirche anbieten und fördern. Pfeifenorgeln (es gibt gute gebrauchte) für warme Räume kaufen und Lehrkräfte sehr gut bezahlen.
2. Die Kirche und die Kirchenmusik sollten nicht die Hand auf der Orgel halten und sie kirchlich deckeln und einengen, sondern die Orgel als Instrument für alle und für Kids und für das (säkulare) Konzert gerne freigeben.
3. Musikschule und Kirche sollten „Orgel“ getrennt voneinander anbieten, können aber dennoch gut miteinander arbeiten.
4. Kinder, Teens, junge Leute müssen auch ohne Choräle und kalte Kirche Orgel lernen dürfen.
5. Konzertorgel muss viel mehr als „normaler Beruf“ akzeptiert von der konservativen Kirchenmusik und nicht als Konkurrenz oder mit Neid angesehen werden.
6. Pfarrerinnen dürfen nicht besser bezahlt werden als Kirchenmusiker. Sonst ist Stress und Streit vorprogrammiert. Denn es ist sehr ungerecht.
7. Kirchenmusikerinnen sind sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche gleich wertvoll und sollten beide „geweiht“ sein im Sinn von Verkündigung und Dienst für Gott.
8. Theologische Ausbildung in der Kirchenmusik ersetzt nicht virtuoses Spiel und persönlichen Glauben. Gläubige Künstlerinnen sind in der Kirche viel besser aufgehoben als lästernde, arrogante und heidnische Kirchenmusiker, die zwar theologisch ausgebildet wurden, aber sehr weit weg von Gott sind und zudem schlecht spielen. Laut Bibel sind Gott ausgebildete Leute, die dennoch in Herzen böse sind, ein Gräuel, und nicht unausgebildete.
Gottesdienst-Ablauf kann man schnell lernen, doch Gott kennen und an Gott zu glauben nicht. Das haben viele nicht verstanden. Kirchenmusiker sollten vor allem von Gott geweiht sein und ihn kennen.
9. In der säkularen Welt geht es oft viel christlicher zu als in Kirchen. Das muss sich ändern.
10. Kirche sollte Konzertorganistinnen fördern und unterstützen, denn sie haben eine wichtige Schlüssel-Funktion.
11. Bach ist unser, ist mein Vorbild darin: Dass beides geht: Künstler und Kirchenmusiker sein, christlich, konzertant und auch „säkular“ spielend, in beiden Welten mit virtuosem Spiel zuhause, den Glauben an Jesus innen im Herzen tragend.
Das, was wie Feuer und Wasser, das, was gegensätzlich ist, zu vereinen – das hat Bach geschafft: Konzertfach und Kirchenmusik und wahrer Glaube. Wer hat das noch geschafft außer ihm? Wie er? Dafür liebe ich ihn. Denn die Orgel ist wie das Leben. Das Leben ist Choral und Konzert, ist virtuos und Kirche, ist Alltag und Gottesdienst. Die Orgel repräsentiert das Leben.
Und wie lange hat es bei mir gedauert, als Künstlerin meine erste große LO-Prüfung zu spielen, und dann gleich Diplom/B. Gottes Wege sind unergründlich.
Höhenangst, Pommern, Riga, New York. In the flow. Karawane durch neues Land. Odyssee, Wüste, Kindheit.
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Ich lese Karajan, Napoleon und denke mir: Das ist das, was unsere Welt als genial bezeichnet. Hmm.
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1. Februar 2023: Musik ist die Art von Wohlbefinden, die eine menschliche Seele beim Zählen erfährt, wenn sie des Zählens nicht bewusst ist. (Gottfried Leibnitz)
Die Orgelpfeifen sind meine Trillerpfeifen. Bach summend. Bach wirkt, was Lobpreis und Psalmen angeht, so “jüdisch” wie König David. Weltmusik. Spiritualität. Kunst ist. Überall.
Das Modale beruhigt meine Nerven, der eine ruhige Akkord, der Urklang.
Wie funktioniert Musik? Was meint ihr?
Foto oben: Tholey
Die nächste Prüfung bestanden und geschafft, morgen geht es direkt weiter. Danke für eure Gebete.
Foto unten: Klavier, CD Mut vor 12
Ich schätze Vincent van Gogh, bin berührt und erschrocken über sein Leben und seine Hartnäckigkeit in der Kunst, seine Leidensbereitschaft und Vision. Unglaubliches Leben. Regeln fielen ihm schwer. Wunderbar schwer. Seine Revolution und Not. Nicht zu fassen.
Wie konnte ein solcher Mensch mit allen Tiefen und Höhen solche Werke schaffen? Ja, sein Schmerz hat diesen seinen eigenen Stil erschaffen. Er malte seine Gefühle. Seine Krankheit. Seine Seele. Er ist in seinem Leben ganz anders als Bach, ein Stück weit gegensätzlich, unsicher, verletzlich, sensibel, jedoch auch unschuldig und kindlich. Mit seinem eigenen Stil Kunst erschaffen, trotz Ablehnung und Zorn … und dennoch so viel Zartheit, immer auf der Suche nach Vollkommenheit.
Mein Lieblingsmaler aber bleibt Monet.
Der Marktplatz in Greifswald ist von seiner Akustik her ein Konzertsaal:
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Bevor ein Kind spricht, singt es. Bevor sie schreiben, malen sie. Sobald sie stehen, tanzen sie. Kunst ist die Grundlage menschlichen Ausdrucks. (Phylicia Rashad)
Heute erinnere ich an die wunderschöne Prinzessin Diana.
Foto: Silbermann Orgel Meißenheim
Wer sich mit Kunst beschäftigt, hat nicht mehr so viel Zeit für Sinnloses.
Wieviele Stunden glaubst du, übe ich täglich an meinen Instrumenten für Konzerte? Klassik ist natürlich nicht nur Abendland, nicht nur “unsere Musik”, als wäre alles andere nur Folklore, zum Beispiel wunderschöne indische oder afrikanische Musik.
Gott ist. Überall. Musik ist gesegnet. Love Supreme. Kunst ist. Überall.
Bitte betet für folgende Termine:
Heute 10:30
Morgen 13 und 14 Uhr
Freitag 9 und 15 Uhr
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Alles erfahre ich, indem ich schweige, auf dass ich höre. (AHS)
Liebe hören. Weibliche Schwingungen. Wie hell muss Gottes Stimme sein, schwingend, voll Klang. Eine Stimme der Freude. Höhe ist Freude! Ist Steigerung!
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Hörende Wesen: Ein winziger Fötus hört im Bauch der Mama schon nach 7 Tagen. Aber die Wissenschaft will meist nur das, was die Gesellschaft will: Männermacht: Augen. Visuell. Visuell. Visuell. Macht ist Sehen. Dabei bleibt jeder Mensch drei mal so sensibilisiert für weibliche Schwingungen. Auch Männer. Warum? Liebe hören. Gott hören: Er kann und will und wird nicht Teil der Männerdominanz sein. Gott sei Dank!
29. Februar 2023: Was ist Musik? Musik ist Herzschlag. Skala. Mit jeder Pfeife rufe ich. Ruhe ich. (AHS)
Ein Herz hebt ab. Ich sitze auf dem Flügeldeckel wie auf einem Kahn.
Flying Bach. Kissing Bach.
Foto: Bundesgartenschau
The Sound of Music ist die Klavierkunst. Und ihr Vollkornbrot J.S. Bach. Flügelworte, Klänge in der Luft: süffig, flying with music, feeling organ, flying hands. Die Orgel ist Auge, der Flügel blackwhite. Exotische Mikrotöne.
Was ist das Wesen, der Charakter von Musik?: Ein Spiegelbild – zwischen Müll und Edelsteinen zu unterscheiden … sie ist weiblich, aktiv und sensibel. Es gibt keine Neo-Musik, weil sie existiert, sie lebt. Wird es darauf in der Ewigkeit eine Antwort geben?
Ich mag die alten Gesangbuch-Lobpreislieder sehr. Am süffigsten klingen Tenor-und Pedal-Canti-Firmi (sagt man so? 🥰). Es gibt zwar viele Regeln – und mit der Lupe nach Regelverstößen zu suchen ist jeck. Aber wenn es in Fleisch und Blut 🩸 übergeht, ist es etwas Erhebendes. Nur dann macht es Sinn, Gottesdienst an der Orgel zu spielen.
Was viele Kirchenmusiker von Künstlerinnen unterscheidet, ist die enorme Korinthenkackerei. Damit ist nicht Exzellenz oder Präzision gemeint, sondern das Pochen auf absurde, doppelmoralische und verlogene Regeln der „Macht“, oft auf musikalisch niedrigem Niveau im Alltag. Ich gehe irgendwann später noch genauer darauf ein.
Soothing Jazz Piano Steinway C
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28. Januar 2023: Behände! Andere sagen, ich bin auf Arbeit. Ich sage, ich bin auf Konzert. (AHS)
The Sound of Music ist die Klavierkunst. Und ihr Vollkornbrot ist J.S. Bach.
Und ich sitze auf dem Flügeldeckel wie auf einem Kahn.
Was ist Musik? Musik ist Herzschlag. Skala.
Mit jeder anderen Pfeife rufe ich.
Erste Prüfung geschafft. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Foto: Oberbayern, Sandtner Orgel
Happy Birthday my Mom ❤️
Your Love din kärlek – CD JEDEN AUGENBLICK
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27. Januar 2023: Bachs Musik beschwört und besänftigt. Wütet. Tröstet. Wenn sie mich getroffen hat, schaukelt und wiegt sie mich in den Schlaf wie eine Mutter. (AHS)
Musik ist die Gabe, geheimste Wünsche ausleben zu dürfen. (A. Sailer)
Horchsam! (AHS)
Leider kann ich am WE nicht zur Familienfeier und zur Geburtstag meiner Mama fahren wegen den Prüfungen hier.
Foto: Französischer Dom Berlin
Heute erinnere ich an die Mexikanerin Frida Kahlo, deren Vater deutsch war. Er kam aus Pforzheim. Ihre Eltern waren beide katholisch und Künstler. Sie lebten in einem wunderschönen vollen Haus bei Mexiko City. Sie wäre beinahe die erste Ärztin der Gegend geworden. Sie wurde buchstäblich Malerin aus „Schicksal“.
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26. Februar Und Zukunft, Kirchturm und Himmel. (AHS)
Üben ist Rückgrat und Speiche. (AHS)
Foto: Schliersee
Interessant ist Widors Antrittsrede zur Orgelreform von 1890, nachdem sein Vorgänger Franck hauptsächlich (romantische) Impro unterrichtet hat. Widor sagt, er sehe nicht ein, warum Organistinnen und Organisten die einzigen Künstler sein sollen, die nicht die Literatur ihres Instrumentes kennen. Da wäre ein grosser Unterschied zu Pianisten. Da stimme ich mit ihm überein. Weiter behauptet er, die Orgel sei das mathematischste Instrument. Ist dies vllt ein Indikator für die lange Tradition, dass die Orgel Männern vorbehalten war?
Es gibt in diesem Zusammenhang eine Diskussion darüber, wie sehr sich die Orgel bemühe, sich vom Klavier abzusetzen. Ich merke deutlich, dass in Sätzen wie “(Gute) Organisten müssen (oder sind) schlechte Klavierspieler“ – so sehr es stimmt – viel Minderwertigkeitskomplex noch steckt seitens Organisten. Messiaen, Franck, Bach etc. konnten ja sehr gut beides.
Dennoch gibt es noch immer viel Neid Pianisten gegenüber seitens Organisten. Das liegt an dem enormen Niveau-Unterschied. Es ist eine Art Feindseligkeit ähnlich zwischen “Praktikern“ und “Musikwissenschaftlern“ seitens Musikwissenschaftlern, die meist eher laienhaft spielen.
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