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Organistin

27. September 2021

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Flöte spiel ich mit links und mit den Füßen Posaune. (Spielertypen an der Orgel)

Heute schönes Konzert 19 Uhr an der Weigle Orgel Echterdingen 1954 Opus 995 in der evangelischen  Markuskirche Mannheim-Zentrum (helle, warme Holzkirche), 2021 von Orgelbau Popp renoviert, festliches Einweihungskonzert mit Sekt heute, gut besucht trotz Wahl und Regen. Blumen. CDs verkauft. Pandemic Dance kam gut an. Meine vierte Weigle. 
Eine liebe Pfarrerin, die Indien liebt und mir richtig Lust auf Indien gemacht hat. Zudem hat sie indisch gekocht. Die pneumatische dreimanualige Orgel, wie ein großer Kamm aufgefächert, besitzt Walze und Schweller, freie Kombinationen, Absteller, hat gewisse „neobarocke“ Schrillheit hier und da, was ich jedoch gut abfedern konnte. Zudem macht sie Holz-Nebengeräusche, die ich oben kaum gehört habe, und pfeift etwas beim Treten von Tutti. Ich informiere Popp.
Mitte Oktober spielt hier Johannes Michel – dessen Stücke mir nicht gefallen, zu gefällig, weniger originell, nach dem Zeitgeist mit einer Prise „Jazz“, U. Pop an der Orgel ist nicht so meins. Die meiste sogenannte neue „Klassik“ heute in Kirchen ist U. Vor allem Chor und Orgel. Gefälliges.

Ich stehe auf E. Auf Neue Musik.

Die Weigle ist völlig anders als die Strebel Orgel gestern. Es macht großen Spaß, als Konzertorganistin Orgeln zu bereisen und zu erobern. Es gibt ja kaum Konzertorganistinnen. Ich bin eine absolute Rarität. Jedes Mal ein Abenteuer: Diesmal heute habe ich neu Liszt Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen (WKSZ) das zweite Mal gespielt, heute komplett mit Walze. Auch Ritter d-Moll zum ersten Mal komplett mit Walze. Und Schweller.
Walze ist ja eine Welt für sich. Es ist wirklich interessant, es zu trainieren. Wichtig ist hier, alle Koppeln und Register vorher zu entfernen. Die Walze ist schwergängig, sie visuell beobachten und mit der Ferse betätigen, sonst tut sich da nichts. Man muss mit der Walze eins werden. Nach unten wird es lauter. Man muss ein Gespür bekommen, unsichtbar dafür, wo die Nähte und Brüche der Klänge sind. Man muss mit der Walze atmen.

Ich achte meist darauf während eines Konzerts, alle Register hervorgehoben präsentiert verwendet zu haben. Ausnahmslos. Keines soll vergessen werden. Das gelingt mir besonders durch Pandemic Dance, bei dem ich ganz neu mische.
Danach Käseplatte und jetzt dringend schlafen. 

Sind Sie eigentlich schwul? (AHS)

Konzert Mannheim AHS

AHS

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Weigle Orgel Mannheim

21. September 2021

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Gedenke des ganzen Weges, den du bisher gegangen bist. (Sprüche 3,6)

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Pandémica 3 G. Pandemic Dance – Albiez Orgel Nürtingen. AHS Uraufführung

Neu:

Goll Orgel Nürtingen

Albiez Orgel St. Johannes Nürtingen

Und mein 2. neues True Crime

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True Crime Gabby Petito

20. September 2021

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Das Leben ist gar nicht so. Es ist anders. (Tucholsky)

Nürtinger Orgelkonzerte waren super, Pandemic Dance in Nürtingen, schönes Wetter, wieder daheim. Briefwahl gemacht. Nicht zu wählen ist keine Option, Leute! Außerdem konzertiere ich am Wahlabend, daher Briefwahl. Den wunderschönen Innenraum von St. Johannes hat Hajek gestaltet.


Heute durfte ich die schöne große Goll-Orgel in Nürtingen (Stadtkirche Laurentius) spielen. Meine vierte. Smooth mit fabelhaften Zungen, french Style, Power. Pure Qualität. Schöne evangelische Kirche im Zentrum mit top Akustik. Hanzo Kim ist super Typ. Schöne A-Stelle. Er und Karl-Heinz sind einfach nett und lustig. Wir waren am Neckar etwas essen. Die vielen ings in Baden-Württemberg (Sindelfingen, Reutlingen, Esslingen, Tübingen…) lassen Nürtingen in seiner Schönheit nicht genug zur Geltung kommen, wie Nürtingen es verdient hätte. Andreas Merkelbach hat viel für die Kultur dieser Stadt getan.

Es ist richtig, dass man als öffentliche Person – ob Politiker oder Musiker… – eine Figur ist. Es ist nur ein Bruchteil von mir. Ich habe eine völlige private und persönliche Seite. Das darf man nie vergessen, das schützt einen auch, vor Fans und Anti-Fans. Wer ich selbst bin – ist ein Geheimnis sogar für mich. Wer kennt sich selbst? Wie sollten uns andere dann wirklich kennen? Außer Gott. Ich bin oft verblüfft über mich selbst.
Auch entwickelt man sich immer weiter, verändert sich, teilweise sehr.

Zudem haben öffentliche Personen Berater. Das ist tatsächlich wichtig. Darauf hören, was Berater raten. Und insgesamt gilt: Immer mind. 48 Stunden warten. 12 oder 24 Stunden reichen nicht. Je sensibler frau ist, desto länger warten mit Reaktionen. Manchmal lernt man effektiv nur auf die „harte Tour“. Warum? Weil nur dann echte Erkenntnisse geschehen, Nieren-Erkenntnisse. Denn was nützen Berater, wenn man nicht vertrauen kann oder will? Was nützen Berater, wenn man nicht abwarten kann? Wenn man selbst alles besser weiß? Eben. Der Boden muss erst fruchtbar sein. Echten Erfolgen müssen Niederlagen vorweg gehen. Glück auf dieser Erde sind Nieren-Erkenntnisse.

Change. Make that change. (Michael Jackson Man in the Mirror)

Wir haben heute am Neckar auch darüber geredet, warum es diese dumm-eingebildete Laien-Semi-Orgelszene gibt, was es bei keinem anderen Instrument gibt. Antwort: Die Kirche braucht Orgelspiel. Es muss Leute geben, die Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen spielen. Und das möglichst billig. Das können Profis und Künstler gar nicht auffangen, und schon gar nicht für 40 €. Deswegen gibt es diese „billige Szene“. Die übernimmt das. Die Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen sind öffentlich. Dann sitzen also unmusikalische Typen mit langen Fingernägeln, dicken Wurstfingern und staksender Nicht-Technik an den Orgeln, zappeln herum und lichten ihr Hochzeits-Tauf-Gottesdienst-Pop-Geklimper ab und halten sich für Stars, weil sie da mal öffentlich vor Leuten spielen können. Das Erschreckende ist, dass diese Billigen den Unterschied gar nicht hören und bemerken. Dass sie gar nicht unterscheiden können, so unterirdisch ist das Niveau. Es ist hinter der feisten, fetten Stirn keine Erkenntnis, kein IQ, keine Bildung da, kein demütiges Wissen über ihr Unvermögen, über ihre Antibrillanz. Im Gegenteil. Sie lästern noch über andere und halten sich tatsächlich für besser als Profis und Künstler. Ich habe selten so eine Verblendung erlebt. Es muss damit zusammen hängen, dass die jeweilige Kirchengemeinde die billige Hilfskraft nicht verlieren will und daher dem Laien Honig ums Maul schmiert und ihn über den grünen Klee lobt fern jeder Realität. (Und dass viele dieser Laien insgesamt keine Akademiker sind bzw. niedrige Intelligenz besitzen.)

Wenn diese Billigen Christen wären, wäre es noch ok und erträglich. Aber nichts könnte ferner sein. Es sind oft ganz hinterhältige Menschen.

Ich unterscheide in folgende Gruppen (crescendo nach unten):

  1. Nichtchristen mit schlechtem Charakter
  2. Nichtchristen mit gutem Charakter
  3. Christen mit schlechtem Charakter
  4. Christen mit gutem Charakter

Ich habe viele Kirchenmitarbeiter/Kirchenmusiker erlebt, die ich unter Punkt 1 einsortiere. Deutlich weniger gehören zu Punkt 2 (mit diesen zu tun zu haben ist schon eine Erleichterung) und noch weniger zu Punkt 3 (keine leichten Menschen, aber hier finden sich irgendwie viele Christen wieder, evtl. Durchgangsstation) und leider nur ganz wenige, maximal 3-5 Prozent, zu Punkt 4: Die seltene Creme de la Creme, Pannacotta mit bester Himbeersauce, von Punkt 1 Lichtjahre entfernt.

Charakter und Musikalität gehören natürlich zunächst nicht zusammen, aber bedingen sich doch. Ich finde zudem, dass Sprache und wie sich jemand sprachlich ausdrückt (dazu gehören auch Rechtschreibung, Grammatik und Satzzeichen), mit Musikalität und musikalischer Interpretation zusammenhängen. Schlechte sprachliche Ausdrucksformen können auf mangelnde Musikalität hindeuten. Es gibt Ausnahmen, vor allem bei Störungen, mangelnder Bildung und bei Krankheiten.

Orgel-Verzeichnis


Goll Orgel Nürtingen

19. September 2021

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10 Kommentare
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An jeder neuen (fremden) Orgel muss frau sich erst wieder neu eingrooven, Hüfte, Gelenke, Körper, sich strecken. (AHS)

Konzert war super, „ausverkauft“, etwas mehr als 100 Leute (mehr durften mit „3 G“ nicht hinein), 1 1/2 Stunden gespielt. Presse war auch da (Zeitung für Nürtingen und Esslingen). Blumen. Ich berichte morgen, bin grad erst ins Hotel zurückgekehrt.

Dadurch, dass ich in der Mitte des Konzertes meine eigene Lyrik gelesen und gesungen habe, hatte ich mein gutes zeitliches Gespür für die Länge eines Konzertes etwas verloren… deswegen die Überlänge ohne Pause. Plus Zugabe.
Ich habe aber gemerkt, wie sich Erschöpfung einstellte bei den letzten beiden großen Bach-Werken am Ende des Konzertes. Dadurch hätte ich merken müssen, dass ich bereits weit mehr als 60 Minuten das Publikum „entertained“ hatte.

Nürtingen liegt praktisch: Nah an Ulm, Stuttgart, Reutlingen, Augsburg…

Die Albiez-Orgel lässt sich ja nicht ganz so easy spielen, da sie federt und die Sternsetzer unten schwer zu sehen sind, vor allem die beiden letzten außen. Wenn man dann alles selbst macht, dann fiebern Kollegen, die wissen, was es heißt, unten mit. Ritter und Bach. Pandemic Dance. Andreas und Hanzo sind sehr nett. Danach waren wir essen beim Italiener. Ich habe Tatar und Parfait gegessen und dazwischen Trüffel-Spaghetti. Ich liebe den Duft von Trüffel.

Happy Birthday, Emilia! ❤️

Neu an der Albiez-Orgel:

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Schlüter – Komet

12. September 2021

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Denn ihr träumt nur noch im Schlaf, um am Tag zu funktionieren. (SDP Duo)

Das Konzert in Ansbach war sehr schön und gut besucht. Weit über 120 Menschen waren da. St. Gumbertus ist groß. Es hat großen Spaß gemacht. Die wunderbare Wiegleb Orgel schmolz unter meinen Händen. Viel Applaus. Ich habe alles selbst registriert, gezogen und geblättert. Der Pfarrer Thomas Meister hat eine sehr schöne Begrüßung gemacht. Danach habe ich alle meine CDs verkauft. Ich bekam auch drei CDs geschenkt von der Ansbacher Orgel. Rainer Goede war auch da. Er ist ein sehr kluger und warmherziger Mensch. Auch Carl Friedrich Meyer ist sehr nett.

Ich musste im Hotel Ansbach einen (meinen ersten) Selbst-Test machen, war aber easy und schnell. Beim Frühstück saß neben mir eine Gruppe älterer Damen. Bei deren Gesprächen brach mir fast das Herz: Sie redeten darüber, dass sie zuerst nicht mehr leben wollten, als die Ehemänner starben und sich fragten, warum sollen sie sich noch hübsch machen?, und dass sie erst lernten mussten, das für sich selbst zu tun – und dass ihre Lebensaufgabe vorbei sei und dass sie sich jetzt etwas Gutes tun. Dass sie wie die Wespen seien, die ihre letzten Wochen nach getaner Arbeit auf dem Zwetschenkuchen sitzen. Dass niemand vom Tod zurückkäme. Von Aussteuer und Zinn und Schmuck und selbstgesticktem Monogramm. Und dass sie den „Plunder lieben“. Davon, dass sie lernten mussten, Kaffee zu mögen, weil der Ehemann das immer trank und sie nicht täglich Tee und Kaffee kochen wollten. Dabei nickten sie sich demütig zu. Ich dachte: Das ist der Grund, warum Männer früher sterben. Damit Frauen danach endlich zu sich selbst finden und leben dürfen.

Die Besucher in den Kirchen lieben mein Üben, ich bekomme oft Applaus und die Bitten, weiter zu spielen (Stuttgart, Ansbach…).
Den Papier-Bogen für die Gage habe ich trotz Mühe wieder völlig falsch ausgefüllt.

Erinnert mich an manche Fingersätze von mir: „Also dies ist der ungünstigste Fingersatz, den man sich aussuchen kann von allen.“ (Kay) ☺️ Ich bin vom Klavier her gewöhnt, unbequeme Fingersätze zu wählen. Je schwerer, desto besser, nach dem Motto. Meine Hand fühlt die Fingersätze schon vorher. So eine (meine) Hand ist ein lebendiges Wesen.

Ich mag gern den Stil von Stefan Zweig, auch wenn er sehr melancholisch und etwas anstrengend ist/schreibt, besonders seine Kurzgeschichten. Im Grunde drehen sich seine Erzählungen immer um das gleiche Thema: Um traumatische Ereignisse (in der Kindheit) und das zerstörte Vertrauen hinterher bis hin zur völligen Katastrophe und Vernichtung (Tod/Selbstmord). Auffällig ist ebenso, dass das Traumatische, von dem Stefan Zweig berichtet, fast immer um das (sexuelle oder moralische) Versagen des Mannes gegenüber der Frau geht. Was muß Zweig geschehen sein?: Diese tiefe Trauer und das Aufarbeiten in seiner Literatur.
Manche Menschen werfen einem Trauer vor. Als dürfte man nicht traurig sein im Leben, schon gar nicht als Christ. Als wäre Trauer in dieser Welt unpassend, unerwünscht, peinlich oder gar unverständlich und seltsam. Aber das Gegenteil ist der Fall, finde ich. Es gibt kaum etwas Passenderes für einen klugen, ehrlichen Menschen in dieser Welt, in dieser Welt des Versagens, als aufrichtig Trauer zu empfinden.

Ich höre gern Dave Grusin zum Entspannen (Jazz).

Was mir auch auffällt ist, dass Frauen und Mädchen (ich auch) gern winken. Männer (sogar kleine Jungs) winken oft nicht. Nicht mal zurück.
Ist Winken etwas Weibliches?

Ich vermisse Schweden und einen leckeren Kanelbulle. Nun bin ich wieder im Maskenland Deutschland.

Über das Leben bin ich täglich erstaunt. Dass die Erde ein atmendes Lebewesen ist. Ob sie fühlen und hören kann? Dass die Natur Mathematik ist. Dass Zellen, Amöben, Seetang, Samen, Schnürgras, Plankton leben. Dass Haie selbst im Schlafen schwimmen. Dass es Haie gibt, die 200 Jahre alt werden. Ob ich auch wie so ein Hai sein kann, obwohl ich ein ganz anderes Wesen bin?

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Orgel Vlog – Organ Piano Vlog AHS #10 Stretta an der Orgel? Kraft? Dynamik? Wiegleb Orgel Ansbach 

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Wiegleb Orgel Ansbach
du lächelst hörbar
mit Noten
kannst du mir die Noten
zu deinem Lächeln geben? (AHS) 
 

schenk mir die Zwischentöne deiner Stimme

Ich bin in Berlin angekommen. Die ICEs waren extrem voll. Ich fuhr über Göttingen. Göttingen ist einer der wenigen schlauen Bahnhöfe mit Rampen statt Treppen. In Berlin wurde ich vom HBF abgeholt und freue mich auf meinen vollen, interessanten Tag morgen.

St. Michael Kirche, schön und rot, mit dem großen, beleuchteten Erzengel auf dem Dach (gebaut 1805 von August Soller und Team) gehört zu den größten DDR-Kirchen und wurde stark beschädigt im Krieg, ist heute halb erhalten. Der vordere Teil ist Ruine, woraus ein schöner Garten gemacht wurde. Der hintere Teil ist nun aktive, katholische Kirche. Dort ist die schöne Sauer-Orgel (1960 geweiht). Dort spiele ich morgen.

So etwas habe ich noch nie gesehen. Ist echt einzigartig und besonders. Ein Geheimtipp, mitten in Berlin-Mitte. Der Ruinenteil ist auch der ehemalige Eingang. Wenn man dort unter freiem Himmel steht, da das Dach und die ehemalige Buchholz-Orgel am 3.2.1945 weggebombt wurden, da konnte ich mir vorstellen, wie groß und majestätisch diese Kirche gewesen sein muss.

Hinter der Kirche ist das Engelbecken, ein kleines ehemaliges Hafenbecken, heute voll Schildkröten, Fische, Schwäne und Reiher. Hier verlief mal die Mauer quer durch. Die ehemaligen DDR-Bauten sind schicke Lofts geworden drum herum. Wir aßen italienisch, ich übte, dann fuhren wir nachts zurück. Mit Öffis, U-Bahn, S-Bahn und Ringbahn, um das reale Berliner Leben zu erkunden und zu erleben. Berlin ist nämlich nicht Bayreuth!

Eine Riesenstadt, chaotisch, cool, schmutzig, wild. Ich war nun schon so oft da. Und doch ist es für mich immer wieder neu verwirrend, als wäre ich noch nie da gewesen. Wie Reger, dessen Noten man am nächsten Tag nicht wiedererkennt. Allein wüsste ich nicht, wo ich bin. Baustellen, Obdachlose, Betrunkene, Lärm, Schienenersatzverkehr. Und überall riecht es nach Gras.

Dabei war das strahlenförmige System mit der Ringbahn sicher mal gut durchdacht gewesen. Eine Würzburgerin in Berlin-Mitte. Da ist Berlin-Mitte schon 6x größer als Würzburg. Ich schlafe auch in Berlin-Mitte. Am Westhafen. Ich wohne in der Mitte der Mitte. Im Regierungsviertel. Ich bin die Regierung!

Es ist ein schöner Altbau, 126 Quadratmeter, mit weißen Doppelfenstern, Parkett und rotem Boden (nennt man hier „Ochsenblut“ – ich (barfuß): „Ist das wirklich Ochsenblut?“ Sie: „Natürlich nicht!“ „Oh, gut.“

Heute erinnere ich an Lotte Cohn (israelisch-deutsch-jüdische Architektin: Baumeisterin Israels: Binyan Ha‘Aretz (Aufbau des Landes).

Ich bin Zeitoptimistin.

Freue mich auf die kathedralhafte Raumakustik und die Klangfarben der Sauer-Orgel.

Eventbrite: Heute 17 Uhr Konzert:

Konzert Berlin AHS

 

Ob so oder so du entschlossen: Misstrau deinen Bundesgenossen. Vermeide das Streiten: Von zwei falschen Seiten wirst sonst du mit Jauche begossen (Eugen Roth)

Kluger Spruch. Ob Eugen Roth Ähnliches erlebt hat wie ich? Da werden im Sekundentakt die Seiten gewechselt. Aber dazu später.

Entwarnung für meine Augen: Man muss doch immer zu Spezialisten und Profis gehen, nicht zu Semis oder in ein Brillengeschäft, die eventuell eine Brille verkaufen wollen.

Mein erster Termin in der Augen-Laser-Klinik Lohr am Main (Standort Würzburg) verlief heute so: Meine Augen sind tiptop, nichts muß gelasert werden. Ich kann noch die  Buchstabenreihen lesen, die sonst fast keiner mehr erkennt. 100pro Sicht. Die haben dort Top-Geräte und super nettes Personal. Kann ich nur empfehlen.

Ich habe viel gelernt: Die Schutzhaut des Auges nennt man Hornhaut (sollte besser Schutzhaut heißen, finde ich. Klingt besser). Mein linkes Auge ist das dominante. Und man kann nicht mal mit den Geräten erkennen, dass mein linkes Auge jemals gelasert wurde. Die nette Dame ist auch ein USA-Fan wie ich. (Auch in Lohr am Main bekommt man ein Kuscheltier beim Lasern. 🙂 Die Männer drücken mehr zu als Frauen, sagte sie.)

 

Nun, sie gab mir Augentropfen (wenn man zu aktiv ist und das Blinzeln vergisst, können Augen trocken werden) und meinte, ich solle mehr schlafen, und sagte, es sei gut, wenn die Schutzhaut minimal „verkrümmt“ ist, besonders beim Nahsehen später; ich solle mehr ruhen, mehr blinzeln, mehr relaxen.

Wahrscheinlich sei ich zu aktiv und zu wenig im Bett. Stimmt. Meine Augen atmen jedes Mal hörbar erleichtert auf, wenn ich schlafen gehe. Und dann schlafe ich auch schon ein wie ein Stein. (Es gibt übrigens heutzutage sogar die Möglichkeit, mit 60 neue Linsen zu bekommen. Wahnsinn.)

Ich war erleichtert und habe mir deswegen erst mal zwei Paar neue Schuhe gekauft ( ). Größe 35. Reduziert aber, hihi.

Zurück zum oberen Zitat. Gerade wenn man wie ich in der Öffentlichkeit ist, muß man sehr aufpassen, wem man vertraut oder etwas anvertraut und auch, wen man fragt. Ich glaube, ich soll das alles lernen, bevor ich richtig richtig in der Öffentlichkeit stehe (so Gott will). Mose war auch ein Spätzünder vor dem Herrn.

Ob man dann jemals noch etwas für sich behalten darf? Definitiv nicht vertrauen kann ich ambivalenten oder labilen oder feigen Menschen.

Wenn es darauf ankommt, merkt man erst, wie ambivalent Menschen sind. Viele nutzen einen auch aus für ihre Zwecke. Nicht vertrauen kann ich Michael Klein aus Hessen und Manuel Kelber-Bender, weil diese mein Vertrauen bewusst missbraucht haben, die sich drehen um 180 Grad, deren Worte mir wie Fallstricke vorkommen.

Die Videos von Manuel Kelber-Bender auf YouTube empfinde ich als unterstes Niveau. Ich habe selten jemanden so schlecht spielen sehen. Das ist noch schlechter als Lucas Kluck, Jürgen Strupat und Johannes Richter.

Beide Schmitz können gar nicht spielen, reden aber groß. Warum mich solche Typen angreifen, die aus meiner Sicht sehr schlecht spielen?

Das Zitat oben würde ich ergänzen: Man muss schlauer sein als seine Feinde. Das wird man nicht über Nacht. Wie hat David Goliath besiegt? Oder besser: Saul?

Wobei David Schmerz wohl weniger verdrängt hat als ich. Er hat sich den Müll angehört. Wichtig ist: Mein Element ist die Musik und nicht Zankäpfel. Die verschandeln nur meinen Blog. 

Und dann gibt es mal wieder feindseliges Geschreibsel von Rochus Schmitz, der Gerüchte, Verleumdungen und Lügen schreibt. Er behauptet u.a., Martin Perscheid sei homosexuell gewesen und hätte einen Lebensgefährten gehabt. Ähnlichen Unsinn behauptet er oft in seinen anderen Kommentaren, die ich gar nicht erst freischalte. Martin Schmitz aus Föhren gehört ebenfalls zu denen, die liken. 

Ich übe Ritters 3. Sonate. Unglaublich schön! 

Jedes andere Land würde seine Musikerinnen, Frauen und Künstlerinnen schützen und wäre stolz auf jede einzelne. Deutschland nicht. Hier versuchen die Männer, Frauen zu zerstören, Krieg gegen sie zu führen, sie entweder zu vernichten oder dafür zu sorgen, dass sie sich selbst vernichtet.

Trost Orgel: 

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8. August 2021

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Alpha-Frauen haben es nicht leicht… (AHS) 

Bei mir kommt noch dazu, dass ich eine starke Frau und ein Mädchen bin.
Das Konzert Großneuhausen/Sömmerda heute war sehr schön und gut besucht. Neue Videos. Die Thielemann Orgel gefällt mir. Sie muss dringend gemacht werden, was mind. 90.000 € kosten wird. Das ist für ein Dorf in Thüringen nicht so leicht zu stemmen, das verstehe ich. Beim Kaffeetrinken saß ich „zufällig“ gegenüber dem Mann, der mit dem Gremium in Buttstädt zu tun hat. Buttstädt ist ganz nah von hier, der schöne Friedhof gehört zur BUGA Erfurt. Buttstädt ist die unfassbar tolle Orgel und Kirche, die dringend gemacht werden müssen, was seit Jahrzehnten vor sich hergeschoben wird aus verschiedenen Gründen. Ich merke, dass ich mich hier schnell in Rage rede und mein Temperament manchmal mit mir durchgeht. Dabei habe ich persönlich mit Buttstädt doch nichts zu tun. Aber diese Orgel hat mich tief ergriffen in ihrer Hilflosigkeit und darniederliegenden Schönheit. Als ich die Orgel sah, hatte ich die Vision, wie sie wieder erklingt in einer wunderschönen Kirche. Ich berichte morgen weiter, mir fallen die Augen zu..

Es hat mich sehr gefreut, zu hören, dass Buttstädt 7 Millionen Euro erhalten hat und wohl noch 6 weitere erhalten wird. Davon können die meisten Kirchen nur träumen. Und dennoch wurde (und das habe ich befürchtet) nichts gemacht! Das zeigt mir erneut, dass es nie um Geld geht, sondern um Interesse, Herzblut und Kraft. Ich hätte als erstes die Orgel in Sicherheit gebracht. Dazu muß ausgeschrieben werden usw. – das alles dauert. Und dann kann die Orgel zeitgleich gemacht werden, während die Kirche und der Turm gemacht werden. Aber Buttstädt streitet wohl lieber darum, ob 50.000 € zu teuer ist, um die Baugrundlage und den Boden zu prüfen bei 13 Millionen Euro (da holt man eben mehrere Preise ein) und wie teuer ein Kopierer sein darf? Und wie das Nutzungskonzept aussehen wird (was doch völlig klar ist: Kultur. Konzerte. Andachten. Museum. Gott). So kann das nichts werden. Man kann 23 Millionen geben, es würde so dennoch nicht vorwärts gehen, glaube ich, denn es sind offenbar nicht die richtigen Menschen vor Ort, die sich kümmern. Mit wie vielen Kirchen geht das so? Die Pfarrerin allein kann das nicht stemmen. Andere Kirchen hätten mit dem Geld die Welt verbessert. Ich hoffe sehr, dass sich hier die richtigen Leute finden lassen. Seit Jahrzehnten geht das so, dass die grandiose Orgel ihre Flügel hängen lassen muß.

Da habe ich den größten iPhone Speicher und großen iCloud Speicher – und kämpfe dennoch sehr um Platz.

Es stimmt schon, dass ich privilegiert bin. Darüber denke ich viel zu selten nach. Erst wenn mich andere darauf hinweisen, fällt es mir auf. Und gerade als privilegierter Mensch ist es wichtig, demütig und korrekt und ein Vorbild zu sein. Das ist nicht ungerecht, da habe ich falsch gedacht. Ich dachte oft, es ist ungerecht, dass andere unbehelligt böse und fies sein dürfen, und bei mir guckt man auf jedes Nasekräuseln. Denn es sind ja nicht nur die anderen. Es ist Gott, der mich privilegiert hat und demnach von mir mehr erwartet. Das ist ja seine Entscheidung. Da nützt es nichts, bockig zu sein. Das habe ich immer gehasst, dass das so ist. Ich wollte kein Vorbild sein. Ich wollte nicht die Korrekte sein müssen. Mich mit Leuten auseinander setzen zu müssen, die ich nicht mag. Während andere davon kommen. Letztendlich muss man aber das sein, was Gott will, dass man ist. Und Gott sieht Gerechtigkeit ganz anders. Wie kann es sein, dass Mose mein Vorbild ist, wenn ich gar nicht sein will wie er? Hat er nicht die unerträglichsten Leute geduldig ertragen? Von Jesus ganz zu schweigen.

Neu: Kunst der Fuge Arnstadt

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Kunst der Fuge

3. August 2021

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Wem viel gegeben ist, bei der wird man viel suchen. (Lk 12)

Habe mich für mehrere künstlerische Stipendien beworben. Bin gespannt. Das braucht immer recht viel Zeit. Meine Presse in der Thüringer Allgemeine ist schön geworden. Und mein Orgelwerk Physharmonica ist fertig aufgeschrieben

Sehr empfehlen kann ich Gabriela Grunden: Wer glaubt, fragt.
Sie schreibt darüber, dass Spiritualität oft elitär und als Leistung verstanden wird, jedoch der Glaube an Gott Leben ist, meist ganz praktisch und einfach. Wer Gott nicht im Alltag findet, findet ihn nicht. Wir glauben nicht an unseren Glauben, sondern an Gott. Scheitert Gott? Nein. Aber der Kampfplatz ist im eigenen Herzen und hat stets öffentliche Auswirkungen.

Zum Artikel in Zeitzeichen, von Reinhard Mawick im Webportal Zeitzeichen veröffentlicht, der offenbar nicht verstanden hat, um was es mir ging:

https://www.zeitzeichen.net/node/9131

Zeitzeichen Artikel

Der mir völlig unbekannte Ludwig Kaiser (vermutlich mit gewissen Leuten befreundet?) geht auf die von mit genannte Männerdominanz und den Sexismus überhaupt nicht ein, sondern schreibt nur gegen mich als Person und spottet über meine persönliche Klangvorstellung und Sicht von Musik. Genau das ist Sexismus aus meiner Sicht: Frauen nicht ernst nehmen, sie korrigieren, sie öffentlich verspotten und als unglaubwürdig darstellen, ohne dass ich mich äußern und wehren darf.

Dass ich künstlerisch viele Berufe habe, nennt er im Zusammenhang mit „selbstbezogen“ – dabei hat er künstlerisch nicht das erreicht, was ich erreicht habe. Ein virtuoses Studium ist Konzertfach Orgel Master und Bachelor – das weiß er doch sicher ganz genau, und genau das hat Kaiser sicher nicht studiert, sondern Kirchenmusik? Dazu wird der Spott-Artikel pseudosachlich mit Fußnoten zugespickt, die nichts mit dem Thema zu tun haben. Er verdreht das Thema herum in Richtung „Wirklichkeit“ – als wäre nur seine Wirklichkeit richtig und die nachweisliche Männerdominanz der Orgelszene keine Wirklichkeit. Dass Kaiser den Sexismus durch Attacke gegen mich bestätigt und ansonsten nur 3 Namen nennt und vom Thema ablenkt mit Hegel-Zitaten, ist klar. 

Offenbar erfährt Ludwig Kaiser Wirklichkeit aus seiner Sicht, stellt seine jedoch als absolut dar. Ich habe noch nie von ihm gehört. Ein meiner Meinung nach kleiner, unbekannter Kantor aus Bochum. Er hat bei weitem nicht so viele Konzerte gespielt wie ich und nicht ansatzweise so viele CDs und Bücher veröffentlicht. Dass eine Orgel zerbrechlich und gleichzeitig Kalkül und Wissen sein kann, scheint ihm fremd. Die Männer-Orgelwelt besteht aus robuster Nüchternheit. Für Ludwig Kaiser ist eine Frau, die viele künstlerische Berufsbezeichnungen hat, natürlich selbstbezogen, nach dem Motto „Da kann doch was nicht stimmen“. Komponistin hat er übrigens vergessen. Es mag sein, dass es für ihn ärgerlich oder unerheblich ist, ob ich eine Orgel zärtlich und filigran finde, für mich ist es das nicht. Seine Meinung interessiert mich da auch nicht. Er ist ja auch kein Poet. Ich schon. Dass Kaiser meine poetischen Formulierungen meiner Wahrnehmung spöttisch abtut und seinen Artikel pseudowissenschaftlich mit Fußnoten übersät, die zudem nichts mit dem Thema zu tun haben, zeigt seine Selbstbezogenheit und bestätigt meine Kritik der Männer-Dominanz: Weibliche und poetische Wahrnehmung von Orgel zählt; aber ein unbekannter Kaiser zeigt und erklärt, wo es lang geht. Ein Kantor.

Jemand, der nicht künstlerisch Klavier und Orgel studiert hat. Jemand, der bei weitem nicht so viel künstlerisch geleistet hat wie ich, der keine Gedichte veröffentlicht hat, keine Romane, keine Bilder. Der muß natürlich andere zitieren. Jemand, der keine Bücher veröffentlicht hat und kein Konzertexamen Klavier studiert hat, dem ist das Wort „virtuos“ natürlich ein Dorn im Auge. Auch wenn er drei Namen nennt. Das ändert nichts an der Männerdominanz. Dass er meine Klangwelt abtut, als würde nur seine Meinung von Klang stimmen, ist typisch für den Sexismus der Orgelwelt und bestätigt sie. Meint Kaiser, wenn er Hegel zitiert, weil er selbst nichts veröffentlicht hat, würde dies meine Kritik am Sexismus einschüchtern? Virtuos studieren ist Künstlerisches Fach Orgel. Das weiß er genau. Genau das, was Kaiser nicht studiert hat.

Ich war fast immer die einzige Frau in diesen Studiengängen. In allen Kirchenmusikabteilungen habe ich nur Männer-Jurys erlebt. Teilweise hatten die Männer zwei Professuren gleichzeitig. Keine einzige Frau hatte eine Professur oder auch mir eine Stelle. Auf den meisten Orgelkonzerten mit Gästebuch war ich die einzige Frau. Zum Thema Männerdominanz: In allen Foren und Gruppen Orgel im Netz tummeln sich in aller erster Linie Männer. Diese attackieren Konzertorganistinnen seit Oktober 2020 massiv. Wirklichkeit ist: Fast alle Orgelkonzerte, Professuren, Kantorenstellen, Domstellen werden von Männern besetzt. Viele Großkirchen wie beispielsweise Leipzig haben noch nie eine Frau an der Orgel gesehen oder eine Organistin oder Kirchenmusikerin angestellt. Kaiser lenkt vom Thema ab, indem er über meine Poesie spottet. Dieser Ludwig Kaiser ist schon raffiniert und gerissen in seinem Verhalten, durch Taktik und Spott zu kaschieren, was meiner Meinung nach sein Ziel ist: Als gäbe es keinen Sexismus in der Orgelwelt. 

Dass Reinhard Mawick meine Antwort nicht veröffentlicht, aber diesen unpassenden Beitrag von Ludwig Kaiser stehen lässt, der den Sexismus durch Attacke gegen mich bestätigt und vom Thema ablenkt, indem er über alles mögliche schrieb, nur nicht zur Überschrift und zu dem, um was es mir ging, zeigt mir, dass Zeitzeichen aus meiner Sicht keine christliche oder kirchliche Zeitung ist, sondern die Meinung von Männern favorisiert. Den von mir angeprangerten Sexismus und die Männer-Dominanz widerlegen konnten weder Kaiser noch Mawick noch Gessler.

In den beiden „Lästergruppen“ Kirchenmusik und Pfeifenorgelforum bin ich oft Gesprächsthema Nummer Eins, scheint mir. Aber es gibt oft Zank generell. Eigentlich sollten diese beiden Gruppen Ann-Helena-Gruppen heißen, da sie sich so um mich drehen. Beiträge zu mir haben oft die meisten Kommentare, sprengen jede Emotion, lösen ganze Erdbeben von Gefühlen bei anderen aus. Langweilig scheine ich nicht zu sein

Die meisten sind Männer. Es freut mich ja, dass sie meine Beiträge in Zeitungen diskutieren. Es sind zu 89 Prozent Männer, die sagen, „stimmt gar nicht, dass die Kirchenmusikszene männerlastig ist“. Sie merken gar nicht, wie ironisch das ist. Es ist ohnehin disqualifizierend, da nur Männer reagieren.
Die Kommentare zeigen oft die Niveaulosigkeit der Männer-Laien-Mitglieder dieser beiden Gruppen, die „Scheiße“ und „Fliegen“ usw. als ihre Formulierungs-Grundlage verwenden, von Frensel natürlich alles stehengelassen. Es macht denen richtig Spaß, zu lästern. Es sind meist Heiden, die ihre Komplexe und Neid durch Abwertung ausdrücken. Seitdem Benjamin Frensel sich als Administrator aufführt von Ansgar Kreutz, ist der Ton noch schlimmer geworden, finde ich, und wie mir viele bestätigten. Viele Leute sind geschockt. Frensel geht im Lästern richtig auf und schreibt ellenlange Kommentare, weil er meint, ich würde es lesen. Oh lieber Frensel, nur weil du meinen Blog liest, heißt es nicht, dass ich dein Geschwurbel lese. Ausgerechnet dieser Läster-Laie meint, mein Orgelspiel bewerten zu können. Ich finde, dass er seine Zeit dafür verwenden sollte, endlich einen Abschluss zu machen mit 35.

Daniel Kunert, mit dem ich die Zusammenarbeit beendet habe, hat zu einem neuen „Rache-Schlag“ ausgeholt und macht doch eigentlich kostenlos Werbung für mich. Da er weiss, dass Lästern Klicks bringt in diesen Gruppen, hat er etwas „Interessantes“ gepostet und mich auf seiner sonst meiner Meinung nach biederen und hässlichen Seite gelöscht. Bei den Posts in diesen Gruppen wird peinlicherweise und unprofessionell ausländische Männer-Namen mit Frauennamen verwechselt und dadurch meine Kritik der Männerdominanz bestätigt. Kunert wollte stets eine Zusammenarbeit mit mir. Mein Bauchgefühl war aber richtig. Er wittert Konkurrenz durch meine Orgel-Information. Bei all diesen Beiträgen sieht es immer so aus, als wären diese Leute unabhängig voneinander oder hätten eine unabhängige Meinung. Nein. Es ist eine Vettern-Wirtschaft und auf subjektives Empfinden und persönliches Beleidigtsein aufgebaut. Man kann das chronologisch beobachten. Auch Ludwig Kaiser wird nicht unabhängig sein. Die einzig Unabhängige bin ich.
Der ganze Männer-Mobb attackiert mutig eine einzelne Frau. Hier ein Zusammenhang:

1. Ich will mit Christoph Brückner nichts zu tun haben und finde seine „Zeichnungen“ nicht schön. Habe ihm ganz höflich und privat mitgeteilt, dass ich keine Zeit für eine „Zusammenarbeit“ habe.

2. Daraufhin stänkert er bei meinen Verlagen.

3. Daniel Kunert ist mit Brückner befreundet und hat ihn beauftragt, meine Werke zu rezensieren.

4. Ich hinterfrage privat diese Art der Beauftragung und möchte meine Orgel-Information so lassen.

5. Daraufhin postet Kunert einen hässlichen Beitrag über mich und schreibt Kirchen und Veranstalter an. Brückner postet.

Und so kann ich Cliquen und Verbrüderungen aufzählen, die sich gegenseitig decken und nichts als Rache sind. Das ist die Heiden-Männer-Kirchenmusik, dargestellt in diesen Gruppen. Sie bestätigen nur meine Kritik. War es nicht schon zu Paul Gerhardts Zeiten so?

Anbei eine Kritik zu Brückners CD, die mir jemand schickte als Kommentar:

„Kennst du vermutlich:
War bei Kunert auf der Seite, bis C.B. das hat löschen lassen:
„Christoph Brückner spielt auf seiner ersten CD, ja was denn eigentlich? Eigene Werke? Im Prinzip, ja, aber dann klingt es wie Improvisationen!

Etwas ratlos lässt diese Scheibe die Rezensentin stehen. Da erklingt zunächst ein „Wach auf, mein Herz und singe“ sehr “gestolpert”, ist das Absicht? Offenbar, denn in der Kombination mit der Nussknacker-Suite holpert es weiter vor sich hin. Was soll diese Kombination, und weitere? “Lobe den Herren” kombiniert mit Ravels Bolero, warum? Weil es grad passt? Eine inhaltlich begründete Zusammenfassung erschließt sich nicht. Choral-Medley „Aus tiefer Not“ kombiniert mit A whiter shade of pale, „Ein feste Burg“ mit van Halen, auch hier fragt man sich nach dem Sinn. Überzeugend ist anders!

Was ist das für eine CD? Selbstgemaltes Booklet, mehr Infos zum Standort des Instruments als zu den Stücken, fällt dem Interpreten nichts dazu ein? Im Jewelcase ein professionelles Foto, weltweite Vermarktung…..
Merkwürdigkeiten zusätzlich: Live Aufnahmen ohne Schnitte, dadurch alle “Fehler” – geht das bei Impros? – konserviert. Aufnahmetechnisch sehr matter Klang, keine typische Orgelaufnahme. Warum das Instrument? Eine mittelmäßige Kegelladenorgel aus den 1960ern.
Gute Idee mit einer Klezmer Suite über israelische Melodien aus dem Gesangbuch, die Umsetzung, na ja….
Hmmm…..

Vielleicht lässt es sich am besten so zusammenfassen: Eine kreative Einspielung, von der sich jeder, der mag, ein eigenes Bild machen sollte.
Sofia C.“

Würdet ihr an meiner Stelle meinen YouTube Kanal monetarisieren? Youtube fragt mich schon das 3. Mal. Apropos:

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16. Juli 2021

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Geduld ist gezähmte Leidenschaft. (Lyman Abbott)

Ich habe die wunderschöne Trost-Bach-Schloss-Orgel in Altenburg, Thüringen, gespielt. Sie ist eine der schönsten Orgeln, die ich je gesehen habe. Leider wird sie sehr abgeschottet und ist damit nicht wirklich zugänglich, was ich nicht in Ordnung finde. Das hätte Bach sicher nicht gefallen, diese Orgel abzuschotten. Sie wird wahrscheinlich selten gespielt. Das habe ich gespürt. Ich finde es wichtig, dass die Orgel zugänglich gemacht wird. Wie in Waltershausen. Bach würde es nicht gut finden, dass die Orgel so abgeschottet wird. Sie ist ein Geschenk für alle! Kein Porsche-Oldtimer in der Garage. Sondern lebendig.

Sie ist sehr anders als in Waltershausen, viel leichter zu spielen, schlichter, kleiner, obwohl sie sehr mächtig wirkt. Sie ist einfach perfekt platziert und wirkt enorm und überwältigend, wenn man die ev. Schlosskirche betritt. Man muss begeistert sein, das geht nicht anders. Sie ist etwas sehr Besonderes, ihre Rohrflöte und Achtfüße, alles atmet.

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Beautiful Trost Organ Schlosskirche Altenburg Bach Orgel – Orgel Date AHS, Vorstellung Erklär-Videos

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Mendelssohn Strobel Orgel

Was natürlich auffällt, ist das kleine, kompakte Pedal dieser Trost-Orgel; sie hat zwei Manuale, mit diesen typischen weißen Markierungen wie ein Streifenhörnchen und den weißen Tintenklecksen. Insgesamt sind die Manuale viel schlichter, auch die Teufelchen und langen Holz-Registerzüge. Jedoch ansonsten ist der gesamte Prospekt sehr geschmückt in einer sehr höfischen Schlosskirche voller Prunk, Wappen, Gold, goldenen Palmen und tragenden Männern. Mit Kirche in dem Sinn hat es nicht viel zu tun, eher mit Hof und Schloß und Geld. Wir besuchten hinterher auch das Museum, welches den Prunk bestätigt. Bach spielte hier, was mich zusätzlich und vor allem überwältigte. Die Akustik ist angenehm samtig trocken, die Klänge schön, jedoch wirkte die Orgel einsam und wie ein Ausstellungsstück. Wir besuchten auch das hübsche kleine Altenburg mit seinen 30.000 Einwohnern und atmeten Bachs Luft. Wir besuchten auch weitere Kirchen. Ich berichte morgen. Ich spielte Ladegast Nr 15 ❤️und Sauer Nr 3 ❤️.