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Organistin

12. Juli 2021

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Da, wo du dich gefunden hast, lass dich nieder. (nach Eckhart von Hochheim)

Es war sehr schön, die 7. Tasta-Tour-Orgel-Radtour mit zu machen. Eine schöne Mischung aus Andacht, Sport, Gemeinschaft, Bildung und Musik. Kann ich nur empfehlen. Ich liebe Thüringen. Dieses „Völkchen“ ist zwar ruppig im Straßenverkehr und manchmal auch sonst, z.B. beim Kauf einer Thüringer Bratwurst, aber ansonsten sehr lieb. Wir waren ca. 70 Leute; noch nie gab es dabei so eine große Gruppe. Thorsten fuhr alles mit Auto ab, aber ich wollte radeln mit der netten Pfarrerin (die einen roten Notenschal trug) zusammen über Stock und Stein und an Pferden vorbei, denen es auf den regennassen Wiesen gut ging. Später kamen wir auch etwas in den Regen und in Gegenwind (bergauf), aber ich wurde nicht nur mit Radl, sondern auch mit einem langen Regencape versorgt. Zuerst aber musste mein Sattel nach unten gestellt werden. Wir begannen bei der wunderschönen Kirche in Wangenheim, ev. St. Trinitatis. Dort steht eine wunderbare, frühromantische Friedrich Knauf-Orgel von 1858, 2 Manuale. Man kann sagen, dass diese Gegend „verknauft“ ist. Im absolut positiven Sinn. Meine erste Knauf. Was ist das Besondere an Knauf-Orgeln?

  1. Er und Schulze (Knauf ist Schulze-Schüler) haben die strahlenförmige, sonnenförmige Abstraktenserie (Strahlenmechanik) erfunden. Voraussetzung für diese sehr langen geraden Abstrakten ist bestes Material und handwerkliches Geschick. Ich konnte diese in der Orgel sehen. Es sieht sehr ästhetisch aus. (Knauf war indirekter Schulze-Schüler. Wegen Warza: Dort hatte Knauf die von Schulze begonnene Orgel zu vollenden und sich dort so viel angeschaut und abgeschaut, dass er danach seinen Stil grundlegend änderte und all die Besonderheiten der Schulze-Orgeln in seine Werke integrierte.)
  2. Das geschwungene, gebogene Konkav-Pedal (nicht zu verwechseln mit Radial-Pedal).
  3. Als Schulze-Schüler haben diese auch entwickelt, unabhängig von Architekten von Prospekten zu sein. Schulze baute oft keine Pfeifen in die Prospekte. Dies gibt einen besonderen Klang.
  4. Die seitwärts stehenden (schwarz-dicken) Registerzüge mit schöner Schrift.

Schulze und Töpfer haben ja unglaublich viel für den „romantischen“ Orgelbau beigetragen. Das wissen viele nicht. Töpfer war dabei der Theoretiker, Schulze hat es praktisch umgesetzt. Symbiose Organist und Orgelbauer. Schulze war genial. Töpfer auch.


Die Kirche ist hell, gepflegt, weiß, mit runden, wunderbar bemalten Emporen, rotem Boden und großen Deckengemälden, Kronleuchtern und rotem Samt, Kanzel grün geschmückt zur Saison. Die weißen Holztasten (ähnlich wie Elfenbein) waren gut zu spielen, der Prospekt ist hell, gepflegt, ästhetisch, ein Schmuckstück. Schöner Spieltisch. Faszinierend sind immer die alten Bänke.  Thorsten und ich wechselten uns ab im Spiel. Ich habe hauptsächlich Bach und Mendelssohn, Thorsten regionale Komponisten gespielt. Die Leute waren begeistert. Es wurde gesungen. Später gab es Grillkäse und Kuchen und Geschenke. Es war eine schöne Erholung zu den beiden großen Konzerten. Thorsten Pirkl hat die Orgeln sehr schön vorgestellt. Es war spannend, und ich habe viel gelernt. Wir waren ein gutes Team. Ich wünschte, die Kirchen wären immer so voll besetzt, mit Jung und Alt, aus Nord und Süd, Franken, Hessen, Thüringen. Andreas Friedrich aus Sachsen-Anhalt war auch dabei. Dann ging es weiter zur Jesus-Kirche nach Tüngeda zur nächsten Knauf. Ich berichte.

 

11. Juli 2021

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Bach-Queen! (über AHS )

 Mein Konzert heute an der Trost-Orgel in Waltershausen war wunderbar, Zugabe, Bravo-Rufe und Standing Ovations. Aufgezeichnet von TMR. Ich habe sehr gut mit der Orgel connected und auch Romantik dort gespielt. Mendelssohn B-Dur-Sonate kam besonders gut an.
Theophil hat mir geblättert und Register gezogen, darüber bin ich dankbar. Wäre sonst anstrengender gewesen. Ich war nass geschwitzt danach in meinem Samtkleid. Ich musste anfangs das Kleid irgendwie zurecht zurren und zupfen. Ich saß durch die besetzten Emporen für alle sichtbar auf dem Präsentierteller. Es war sehr gut besucht. Auch Kinder waren da. Viele Leute sind von sehr weit her angereist, um mich zu hören. Danke an alle! Sehr gut war meine eigene Komposition und natürlich Bachs Passacaglia zum Schluss. Und ich habe mit der Trio-Sonate BEGONNEN! Dann lauter Brecher: Piece d‘Orgue , Mendelssohn, Passacaglia, me. Danach essen beim Italiener. Morgen holt mich Thorsten Pirkl um 9 für die Orgel-Radtour ab. Wir besuchen und spielen verschiedene wunderbare Orgeln zwischen Thüringen und Fulda. Ein Radl gibt es für mich auch. In Zeitzeichen ist mein Artikel. Schön geworden. Ich werde zur Zeit oft angefragt, ob man meine YouTube Videos verwenden darf. Zum Beispiel für Beerdigungen und Feste. Sehr höflich und anständig. Vielen Dank ! Ja, man darf.

Ich bin jetzt sehr erschöpft, da ich seit 9 Uhr an der Orgel saß (Aufnahmen), und Tags zuvor bis Mitternacht. Als ich gestern Mitternacht von der Orgel aufstehe, bin ich so müde, dass ich mich ernsthaft frage, wie ich es bis zum Hotel schaffen soll. Mein Zimmer ist hier ein nettes Bürgerbauern-Stübchen. Morgen berichte ich noch mehr!!

10. Juli 2021

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30. Thüringer Orgelsommer 2021

Auf dem Rückweg aus der Unterkirche Bad Frankenhausen besuchten Theophil und ich (wegen Abholung einer Truhenorgel) Rastenberg. Dort wird die wunderbare Schulze Orgel restauriert und saniert für eine halbe Million. Sie ist die erste Töpfer-Mensuren-Orgel. Diese weiten romantischen Mensuren hat kein Orgelbauer, sondern ein Organist etabliert! Ich konnte den leeren weißen „Prospekt“ sehen und die leere Orgelkammer dahinter, es sah fast unheimlich aus. Habe ich so noch nie gesehen. Die Pfeifen liegen ausrangiert. Die romantische Orgel wird nur geschöpften Wind haben, daher so teuer. Schulze war in England sehr bekannt und beliebt. Auch die Trostorgel hat einen Hebel für geschöpften Wind. Die schöne Kirche in Rastenberg, die ebenfalls frisch renoviert wird, besitzt eine wunderbare Altarwand. Das habe ich auch so noch nie gesehen. Und einen sehr netten Pfarrer. Ich wünsche mir sehr, dass auch die dem Verfall völlig preisgegebene Bach-Orgel im nahen Buttstädt endlich samt Kirche restauriert wird. Ich bin entsetzt, dass die Verantwortlichen der Kirche Buttstädt verantwortungslos seit über 15 Jahren die große wunderbare Orgel dem totalen Verfall preisgeben! Wer kann hier eingreifen? Bevor es zu spät ist? Seit 2019 hat man mir dort versprochen, dass es vorwärts geht. Aber dem scheint nicht so zu sein! Ich bin sehr empört darüber!

Da ich selbst blättere, muß ich mir oft „den Hals verrenken“, da ich noch irgendwas auf Seitenblättern far off erkennen muss.

Von der größten romantischen zur größten Barockorgel!

Hier im Hotel kennt man mich als Pyjama-Lady. Ich habe bei der CD-Aufnahme meinen Pyjama hier liegen lassen. Er wurde mir mit der Post zugesandt. „Waren da nicht Hasen drauf?“ „Nein, Eulen!“

Aufgrund dessen, dass Kirchen auf gottesdienstliches Spiel angewiesen sind, gibt es eine recht große öffentliche Dilettanten-Szene in der sogenannten „Kirchenmusik“. So sagte man mir auch. Aufgrund dessen, dass diese dann manchmal in ihrem Dorf oder Umfeld „gefeiert“ werden, halten sich manche (verrückte) Dilettanten dann für „Orgelstars“. (Daran sieht man das Dumme dieser Szene.) Jeder pianistische Dilettant im selben Niveau der Orgel-Dilettanten würde nie öffentlich spielen, sondern daheim. Aber das gleiche schlechte Niveau reißt in der Kirchenmusik das Maul auf und lästert in Foren im selben Katastrophen-Niveau wie deren Orgelspiel. Zero Respekt, zero Benehmen, und vor allem zero Erkenntnis und Einsehen, was es bedeutet, Orgel zu studieren, zu üben, zu reisen, zu konzertieren, davon zu leben, am Tag 6 Stunden zu üben etc. Es sind Leute, die Laien „Leihen“ buchstabieren. Aufgrund solcher ist die Orgel für Menschen in der Gesellschaft eher ein Dilettanten-Gottesdienst-Instrument und damit leider uninteressant. Anstatt gegen solche Idioten vorzugehen, machen manche dummen Kantoren noch mit und helfen damit, das Instrument Orgel für Gesellschaft und Musikwelt unattraktiv zu machen und nur einer kleinen Gruppe zugänglich. Dabei ist die Orgel so ATTRAKTIV! Aber manche Laien und Kantoren wollen gar nicht, dass die Orgel attraktiv wird, da dies aus ihrem Bereich, aus ihrer Kontrolle und ihrem Können herausfallen würde. Daher soll die Orgel steif, langweilig und konservativ bleiben.

Schade, dass der neue Thomasorganist wieder ein Mann ist. Ob sich das jemals ändert? Ich glaube, es war wieder eine reine Männerjury? Und diese kann sich scheinbar nicht mal vorstellen, dass es eine Thomasorganistin geben könnte. Männer wie Markus Leidenberger etc. haben scheinbar genaue Vorstellungen der Norm, die hier einzuhalten sind.

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9. Juli 2021

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Erntedank-Gemüse-Orgel im Kurort Bad Frankenhausen! (AHS)

Es war sehr schön, gestern an der wunderbaren, frisch restaurierten Strobel-Orgel im Kurort Bad Frankenhausen in Thüringen im Thüringer Orgelsommer das erste Konzert zu spielen – Nr. 1.

Morgen Nr. 2 an der großen Trost-Orgel in Waltershausen, ebenfalls Thüringer Orgelsommer. Ich bin gerade in Waltershausen (Theo und ich kamen um Mitternacht hier an), wo ich meine wunderbare CD bei audite Detmold aufgenommen habe, und übernachte wieder in der Ratsherberge direkt an der Kirche. Kann ich empfehlen. Die wunderbare Strobel-Orgel von 1886 in Bad Frankenhausen ist 2015-2019 für 600.000 € von Eule saniert und restauriert worden und ist die größte romantische Orgel in Deutschland, die in Thüringen gebaut wurde. Sie hat einen barocken Prospekt von 1703. Die Kirche ist ebenfalls von 1703. Die wunderbare Kantorin Laura Schildmann hat sich sowohl für die Restaurierung der großen Kirche als auch für die absolut notwendige Restaurierung der Orgel eingesetzt und dem Orgel-Freundeskreis (seit 2006) geholfen. Die sogenannte „Außenhaut“ der großen barocken Steinkirche muss jedoch noch gemacht werden (herrliches Mauerwerk). Der Thüringer Orgelbauer Strobel hat in Thüringen sehr viele Orgeln gebaut, auch in den Niederlanden, Haarlem, und in anderen Ländern. Und sogar in Süd-Afrika, wer weiß wo?

Ich bin dankbar, die Erste gewesen zu sein, die diese größte Strobel-Orgel im Thüringer Orgelsommer frisch restauriert spielen durfte, noch dazu zum Jubiläum. 30. Thüringer Orgelsommer. Der Chef des Thüringer Orgelsommers, Theophil Heinke, hat zusammen mit der Kantorin das Begrüßungswort gesprochen. Es war auch der künstlerische Leiter von Orgelbau Eule aus Sachsen da.

Die Orgel wird auch „Gemüseorgel“ genannt, da sie atypisch nicht nur mit Engelchen, sondern mit Pflaumen, Blumen, Zwiebeln und Gemüse dekoriert ist. Was mir gefällt. Kreativ. Eine Erntedankfestorgel.

Das Konzert wurde von TMR-Radio mitgeschnitten. Jens und Tommi.

Ich bin eine „Selbstregistrantin“ und „Selbstblätterin“. Die Orgel hat natürlich keine Setzeranlage, und viele verwenden dann zwei Registranten. Was ich gelernt habe und meine Tipps und Hinweise für Selbstregistranten sind:

  1. Es ist Stress und Arbeit.
  2. Wissen und das Risiko kennen, dass die Register zu weit weg und unerreichbar sind, um allein noch etwas ändern (retten) zu können, wenn ein Register zu viel oder zu wenig gezogen wurde.
  3. Dass man gerade bei Solostimmen und Pedal sich auch spontan irren kann, was Lautstärken und Mischungen angeht (besonders wenn die Orgel noch fremd ist).

Nach meinen eigenen Stücken bin ich immer beinahe nass geschwitzt, da ich mich in einem intensiven Tanz mit der Orgel befinde. Die historische Orgel ist an sich durch die fünf Barker-„Maschinen“ (Die Barker sind kleine Bälgchen, die mit Luft gefüllt werden) viel leichter zu spielen als die Trost-Orgel (die zusammen mit Schwerin und Merseburg meine bisherig schwergängigsten sind). Man hört die Barker atmen. Allerdings trillert sie sich nicht so gut. Klebt. Das Pedal ist recht weit gezogen. Vorsicht vor dem tiefen C, nicht verwechseln mit der Außenkante. Besonders schön ist die Hohlflöte im HW (1. Manual), der akustische 32-Fuß, die Zungen und vielen Flöten und Achtfüße. Mein Programm hieß Verlangen und Sehnsucht mit Mendelssohn, Bach, Scheidt, Schlüter (zwei Werke von mir). Ticketverkauf war 18 Uhr. Es war ganz gut besucht. Es waren auch junge Leute da. Aufgenommen haben wir auch wieder Teile aus dem WTK Wohltemperiertes Klavier für Orgel. Ich habe auch CDs verkauft. Ich mag die Emporen, die bunten Register (braun für Pedal, blau für BW und OW, weiß für HW; mit Schweller, den man einhaken kann), den weißen Flammen bei den Pfeifen, Bibelspruchbänder, Deckenbemalung – und den roten Feuerlöscher – haha.

Wenn man die große Kirche betrifft und die Orgel von unten sieht, ist frau schon begeistert und berührt. Frauenpower hier mit der Pfarrerin. Unten steht auch eine kleine Strobel-Orgel. Ich freue mich auch auf meine Konzerte in Arnstadt und Dornheim, heute mit Arnstadt telefoniert.

Während ich die Bach-Aufnahmen anhöre hier im TMR-Radio, wird Techno nebenan gespielt. Krach am Bach. Oder besser Krach mit Bach.

Nach dem Konzert aßen wir in der Kirche, das war gemütlich. Ich vermisse manchmal die direkte Verbindung mit dem Publikum. Diese Connection. Das fällt mir schwer von so weit weg. Ich bin nach dem Konzert die vielen verwinkelten Treppen nach unten gelaufen. Ich liebe es, mich dem Publikum zu zeigen. Die Atmosphäre. Der Kontakt. Das Klatschen, die Blumen.

An sich liebe ich Barockorgeln etwas mehr, da sie „schärfer“ sind, irgendwie, die größeren „Diven“, die es zu erobern gilt.

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Auf seinen Orgeln saust ein englisches Getön, es leb der Virtuos, der Wind und Luft so zwinget. (über Silbermann; anonym)

Es war sehr schön in Detmold. Eine sehr hübsche Stadt. Beziehungsweise, ich bin noch da, habe übernachtet, im wunderschönen Bad Meinberg Horn, ein Kurort im Lipperland, 8 km entfernt im Teutoburger Wald. Es hat so viel Freude bereitet, meine neue Bach-CD März 2022 bei audite mit 5 Top-Surround-Boxen anzuhören.

audite Verlag besitzt wunderschöne große Häuser in einer Villengegend Detmolds. In einem davon ist der Verlag untergebracht:

Eine große, weiße, helle Villa mit besonderen, norddeutschen Doppelfenstern in einem großen Garten. Ich habe mich sofort wohlgefühlt. Ludger und Agnes Böckenhoff sind sehr nett und fröhlich. Justus Beyer, sein super Tontechniker aus Berlin, und ich haben schnell und effizient zusammen gearbeitet und sind in kurzer Zeit perfekt durch die ganze CD durchgekommen: Meine Bach Toccata und Fuge d-Moll The Famous One ist genial geworden, sehr virtuos und (vermutlich in Rekordzeit) von 7 Minuten eingespielt ☺️ –  und das an der Orgel! Trost Orgel Waltershausen! Schwergängig. Wahnsinns-Pedal. Mit super Pedalsolo. Auch die Passacaglia c-Moll und Piece d‘Orgue (Fantasia G-Dur) sind absolut wunderbar geworden! Insgesamt sind alle Werke sehr virtuos und eher (wie überraschend!) auf der extrem schnellen Seite. Ich bin selbst überrascht, wie virtuos!
Meine beiden eigenen Werke Rapture (Entrückung) und Shades sind sehr schön geworden. Vielleicht ist „schön“ das falsche Wort, es sind intensive, ruhige Klangmalereien, der totale Kontrast zum Rest der CD und zu Bach, sind 50 Shades of Colours, mit halb gezogenen Registern, erstaunlichen Mischungen, Farben, die so noch nie auf der Orgel fabriziert wurden, schätze ich. Wilde Kombinationen, auch mit Zungen, Tremulant, sehr hohen Registern solo, Krummhorn halb gezogen mit Ein-Fuß-Pfeifen zusammen… und ausgekostet! Ich bin total begeistert davon und genieße jeden einzelnen, exotischen Klang! Ich kann jedoch verstehen, falls jemand eher Bach und Reincken und Scheidemann auf der CD hören will und diese beiden Tracks weiterklickt. Aber ich bin sehr fasziniert, wie die gleiche Orgel hier klingt!
Reincken ist eine vierfüßige und rasant schnelle Brillanz geworden, Flöte pur, Scheidemann sehr fließend und in alten Klängen. Die beiden Heiligen-Geist-Choräle (besonders Nr. 2) und die Trio-Sonate d-Moll ruhig und wunderbar! („Ruhig“ immer im Takt und Speed Ann-Helena gemeint.)
Soll ich die CD Holy Spirit oder Shades oder „Ann-Helena und Bach“ oder „Ann-Helena meets Bach“ oder FLOW … nennen? Was meint ihr? Schlagt mir vor. Auf dem Cover wird ein Kunstwerk von mir sein, wahrscheinlich „Duft“ (siehe unter „Malerei“ auf dieser meiner Webseite). Langsame Versionen der genannten Werke kann man ja bereits in Hülle und Fülle kaufen.

Justus’ Vater arbeitet bei Schuke Potsdam (geniale Orgelbaufirma) und nimmt jetzt auch Cameron Carpenter in Berlin auf. Er ist ein sehr musikalischer und effizienter Tontechniker, perfekt für Orgel und Klassik. Er in Zusammenarbeit mit Ludger – sehr gute Mischung. Ich habe sehr viel gelernt: Über Pitching, Index, Indizes, Stream, Apple Music, aber auch über das Business, Feuilleton, digital… Wie „die Wolken“ auf dem Bildschirm gerade bei Orgel sich unterscheiden zu anderen Instrumenten, wenn man schneidet… Überlegen, ob man Orgelgeräusche und Pedalgeräusche und Registriergeräusche drin lässt oder nicht, wegschneidet oder nicht … Was sagt ihr? Ich liebe diese originalen Sounds von historischen Instrumenten und habe sie in meinen eigenen Werken belassen, da ich dort auch Sounds „ohne Töne“ mache und auch, weil man hören soll, wie ich arbeite. Was meint ihr? Solche Geräusche in die CD raus oder rein?

Ludger arbeitet viel mit Angela Hewitt zusammen. Die beiden haben Tonnen von CDs zusammen gemacht. Ich mag Angela und auch ihren Bach-Stil nicht ganz so gern, aber das ist natürlich Geschmackssache. Sie ist ja ein Star.

Justus hat bestätigt, wie verstaubt die Kirchenmusikszene in Deutschland ist und den Beruf des/der Konzertorganistin schwer macht. Und sich damit selbst schadet. Das habe ich ja deutlich im Studium gemerkt. Da sich die „A-Männer“ (A für Alpha) die Konzerte per Tausch zuschustern und beispielsweise Michael Grüber auf seiner Seite „Organpromotion“ meist nur solche Männer-Konzerte listet, wird die Szene verzerrt (dargestellt). Indem die Orgel auf Kirchenmusik und deren konservative und frauenfeindliche Regeln reduziert wird und damit zerstört für jedes Feuilleton. Daher liebe ich es, die Orgel als sinnliches und weibliches Konzertinstrument zu erwecken. ❤️

Anschließend waren wir in Detmold etwas essen beim Italiener und haben über Kunst geredet. Die audite-Webseite gefällt mir auch sehr gut. Wenn ich glaube, hohe (Server-)-Gebühren zu haben: audite zahlt jeden Monat mindestens einen vierstelligen Betrag für ihre Webseite! Davon ist der Server allein 200 € pro Monat!

Am Wochenende spiele ich wieder an der Trost-Orgel. Aber jetzt erst mal Frühstück! Dann über Kassel/Fulda heim. Gestern war ich so müde, dass ich (um 20 Uhr im Hotel angekommen) von 20 Uhr (!) bis 7 Uhr früh durchgeschlafen habe.

Ich habe in Detmold bei Anatol Ugorski Klavier studiert. Er war während des Unterrichts Kettenraucher und unterrichtete mich auch bei ihm zuhause, im Bademantel. Später hatte ich mir überlegt, zu Martin Sander zu gehen, habe auch bestanden, aber wollte dann doch lieber zu Bossert und nach Hamburg.

Wenn ich diese meine neue wunderbare erste große Orgel-CD anhöre und daran denke, wie sehr Carsten Wiebusch, der selbst bei audite aufgenommen hat, mir schwer gemacht hat damals, CDs aufzunehmen! Unfassbar! Verrückte Welt! Ich wusste damals schon, ich werde tolle CDs machen. Hört auf euer Herz! Das künstlerische Studium ist dazu da, sofort durchzustarten, alles zu wagen und Herausforderungen zu meistern und zur eigenen Berufung zu stehen, sei sie auch noch so sehr außerhalb der Norm. Wenn jemand sagt: Du bist noch nicht so weit -ist es meist nicht wahr. Du spürst selbst, wenn es so weit ist! Meist wollen gewisse Männer nur nicht an ihren Orgeln aufnehmen lassen (nur sich selbst): Wiebusch und auch Pieter van Dijk, der noch nie eine Organistin in Alkmaar aufnehmen ließ.

Nur wer ein Leben lang lernt, wird so weit sein.

4. Juli 2021

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Manchmal wendet Gott einen Bart an, damit Menschen sie besser erkennen. Aber meist zwickt der und ist im Weg, vor allem, wenn sie Birnensaft trinkt. (Royne Mercurio)

Amerikanischer Nationalfeiertag. Dazu malte Royne ein kleines Mädchen. Es soll sicher nachdenklich machen. 🙂 (Aus dem Schwedischen übersetzt) 

Neu: Späth Orgel Marienkirche Bad Mergentheim

Neu: Plum Walcker Heilbronn

Neu: Klais Orgel Neckarsulm

Ich habe nun 37 Orgeln, bin dran, besser gesagt. Wie soll ich nur über 500 Orgeln schaffen?

Heute erinnere ich an Colette, Maired Corrigan Maguire (FNP), Viola Davis, Hope Solo. Was für schöne Namen!

Ich freue mich auf die nächsten Konzerte, Neckarsulm, Waltershausen, Bad Frankenhausen, Detmold, Arnstadt, Nürtingen…

Ich bin ein True Crime Fan und habe mich etwas mit Chris Watts beschäftigt. Ich überlege, hierzu ein Crime-Video zu machen, ich probiere es aus und sende es dann.

Manche erklärten mir, dass es für einige Männer schon ein Schock ist, wer und was ich bin und dass ich so viel kann und mache („Da kann doch was nicht stimmen!“). Wenn ich ein Mann wäre und würde heiße Luft produzieren, hätte ich Ehre. Aber als Frau „darf“ ich mich mit gewissen Männern nicht auf eine Stufe oder gar drüber stellen, denn ich bin „maximal begabt, aber mehr darf eine Frau nicht sein“. Dabei halte ich Frauen oft für klüger.

Wie geht man mit crazy Stänkerern um, wenn man in der Öffentlichkeit ist? Erstaunlich, dass ich Menschen wie Rochus Schmitz und seine Semi-Orgel-Kumpane von meiner Facebook-Seite sperren muss (da Blockieren nicht ausreicht), da sie selbst in meiner eigenen digitalen Welt stänkern – als ob ihr Revier nicht ausreichen würde. Ist das Universum nicht groß genug? Ich würde doch nie deren Planeten betreten. (Wenn Rochus Schmitz eine Facebook-Seite hätte, wer würde ihn liken? Oder die Seite eines Trier Schmitz, Kropf und Bornheimer?) Eben. Wahrscheinlich hätten viele Hater selbst gerne Musik oder künstlerisch Konzertfach B und M studiert, glaube ich, waren aber vielleicht nicht gut genug. Habe über 12.300 Follower. Davon können sie nur träumen. Es ist ja nicht nur so, dass Schmitzes Kater mich nicht nur nicht unterstützen; obwohl sie es sollten; nein, schaden …? Zudem mit vielen Identitäten werde ich auch anonym zugetextet im immer gleichen Sprachduktus. Muss sagen, die Kommentare des angeblich unzurechnungsfähigen Arbeiters Lucas Kluck sind hierbei genauso dumm wie die von Schmitz aus Münster. Ist das nicht erstaunlich, dass es da wenig Unterschied im Niveau gibt, wenn es gegen eine Frau geht? Sagt das nicht alles aus? Es ist gleiches Niveau. Frauenfeindlichkeit stoppt weder bei Bildung noch bei Alter. Da einen sie sich dann. Vereinen. Per Du. (Dass Männer sich schon nach Minuten duzen und Kumpel sind, mich aber seit Jahr und Tag ständig steif mit „Frau Schlüter“ ansprechen, ist ein weiteres Zeichen von Männerseilschaften, die daher per se frauenfeindlich sind in meinen Augen: Nach dem Motto: „Die da gehört nicht zu unserer Mannschaft.“ Denn als Kumpel hält man zusammen. Ich kann mir vorstellen, wie sie bei einem Bier laut und hässlich lachend und lästernd zusammen hocken. Meine Beobachtungen haben nichts mit Feminismus oder Männerhass zu tun, sondern haben mir sogar schon viele Männer bestätigt… Ich bespreche meine Beobachtungen gern mit Männern. Denn es gibt auch kluge. Irgendwie kommen mir Neider banal vor, wie Idioten, ungebildet. Heißer Luft wird gehuldigt, da man Vorteile wittern kann. Eine Frau wie ich: „Ahhh, suspekt“ – da wird manch ein Konservativer und Unterlegener blass vor Neid. Das müssen dann „Märchen“ sein, was ich sage und kann… Ich hoffe, diese Kerle werden als meine Hater in die Geschichte eingehen. Was aber gut ist: Ich werde abgehärtet. Ich bin nicht mehr so hochsensibel, als würde die Welt untergehen, wenn man/frau Feinde hat. Ich merke, es fängt an, meine Seele (im positiven Sinn) mit Granit zu ummanteln. Wie sagte man mir: Du bist zäh! Ich möchte aber meine weiche Art gern bewahren.

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Mein Weg mit der Orgel (13):

Kann ich empfehlen, an zwei oder drei Orten, wie ich es tat, parallel zu studieren? Ich denke, es ist außergewöhnlich und käme für 95 Prozent der Menschen nicht mal als Gedanke in Frage, richtig? Dem Rest, den 5 Prozent würde ich es empfehlen, wenn die Obsession da ist: Ich habe extrem viel und all das, was ich wollte, gelernt. Und mehr, darüber hinaus. Zudem habe ich in einer noch kürzeren Zeit als geplant eine noch bessere Note bekommen, als ich dachte. Die Frage ist: Warum tat ich es? e

Ich tat es aus Leidenschaft, genau das sofort zu lernen, was ich als Konzertorganistin brauchte, die am Durchstarten ist, da ich von einer andern Welt kam. Ich bekam die Doppel-Injektion, die ich brauchte. Als Pianistin. Dennoch ist es sehr anstrengend. Man muss schon in Obsession für Musik sein. Und je außergewöhnlicher etwas ist, desto mehr wird es auch angegriffen. Vielleicht hätte ich die 1,0 in Würzburg nicht geschafft in so einer kurzen Zeit ohne Hamburg. Zudem und vor dem musste ich mich in meinem speziellen Fall schützen vor gewissen „Lehrern“. Es ist aber unmöglich, sich gegen alle Attacken zu schützen

Das gab es jedenfalls noch nie. In Hamburg lernte ich also weiterhin andere Dinge, Repertoire, Technik und Orgeln, ganz andere Sichtweisen und Philosophien. Es geht ja nicht um die Orgel, sondern um die Kunst. Man könnte mich als gierig bezeichnen, dass ich all das erfahren wollte, musste, sofort. Mein Herz brennt. Bereue ich das? Nein. Im Februar spielte ich dann, ebenfalls hochgestuft, als eine der Ersten Streamkonzerte als Prüfung, noch dazu zwei in einer Woche, was es noch nie gab. Dennoch machten mir die Hater ganz kurz vorher (eine Woche zuvor) meine Prüfungskonzerte in Hamburg bewusst schwer durch Attacken im Netz und auch im realen Leben, insbesondere Christoph Bornheimer und Jan Wilke

Warum? Ich habe im Oktober 2020 mein Zeugnis mit der Note 1,0 nicht veröffentlicht gehabt, da ich zeitgleich in Hamburg studierte und Hamburg nicht irritieren wollte. Neidische Hater haben das dennoch im Oktober recherchiert (wobei diese Hater ja recht dumm im Recherchieren sind, ist mir bereits aufgefallen, denn dann hätten sie u.a. Hamburg gefunden und wer ich bin), obwohl ich die alle null kannte. Da sieht man das Niveau dieser Szene. So ein Wort, wie die verwenden, habe ich zuvor noch nie gehört. Ich wusste gar nicht, dass es das Wort gibt. Dieses Pöbeln wurden dabei von vielen „Kirchenmusikern“ gedeckt, die schwiegen und mich noch angriffen, u.a. Friedemann Wieland. Christoph Bornheimer stimmte bewusst in das gleiche bzw. ähnliche Lied von Schmitz ein, genauso auch Bornheimers Kumpel Jan Wilke. Es ist nicht von ungefähr, dass sich Wilke und Bornheimer sofort mit Rochus Schmitz verbündet haben. Die gleiche schmutzige Art in meinen Augen. Niemand griff ein. Im Gegenteil. Warum ich das öffentlich mache? Um deutlich zu machen, was die „Kirchenmusik“ für ein Szene ist. Ignorieren ändert und rettet die Szene nicht

Motiv für die Attacken und Macht“spiele“: Meine sehr aussergewöhnliche, bisher nie dagewesene Vita in der Männer-Domäne Kirchenmusik und Orgelwelt. Das Ziel war, mich als unglaubwürdig darzustellen, um meine Karriere zu zerstören. Wolfgang Gourgé ist zudem als Anwalt direkt aus dieser Szene, und einige mehr, wie Rochus Schmitz, der mich belästigt. Großteil Semi-Szene. Bedeutet, die meisten können selbst gar nicht spielen oder Noten lesen, schon gar nicht das, was ich spiele, und stänkern trotzdem massiv. Trotz dieser schwierigen Umstände eine Woche vor meinen Prüfungen war Hamburg ein Segen für mich, und ich bin für diesen Weg dankbar, besonders für die Lehrer, Pieter und Jan Ernst

Es ist erstaunlich, dass immer dann, wenn ich einen Teil-Abschnitt meines Weges und meiner Ausbildung öffentlich machte, dieser Abschnitt sofort angegriffen wurde. Daher musste ich Hamburg geheim halten und doppelt studieren. Ich fühlte mich in all dieser Zeit sehr besonders und außergewöhnlich. Sämtliche Dislikes, (oft anonymen) emails, Kommentare und Attacken, jetzt wisst ihr, woher die kommen.

Ich finde, dass selbst in Hamburg die Frauenfeindlichkeit groß ist, wenn auch „zivilisierter“ und höflicher. Es gibt eine sehr höfliche, norddeutsche Frauenfeindlichkeit in meinen Augen: „Bis hierher und nicht weiter, Ladies“. Bedeutet: Noch nie gab es hier eine weiblich Dozentin oder Professor für Orgel. Noch nie wurde das überhaupt in Angriff genommen oder bedacht. Im Gegenteil. Wolfgang Zerer hat seine Spezis, die imitieren, wie er ist, meiner Meinung nach. Darunter sehr viele, sehr liebe, brave Asiatinnen und andere Ausländerinnen, die auch wieder gehen. Rest Männer, gefördert, was Stellen angeht.

Die Kantoren der Hauptkirchen in Hamburg kamen mir teilweise sehr frauenfeindlich vor, was vermutlich an der speziellen Verbindung mit Carsten Wiebusch liegt (der eine Hamburgfahrt damals unternahm mit Frankfurt, als ich noch in Frankfurt studierte). Wenn immer nur eine Frau in der Männerwelt da ist, ist die Unausgewogenheit so groß, dass diese eine Frau tatsächlich fehl am Platze und störend und irritierend wirkt, wie eine einzige Frau in einem Männerfußballspiel.

Es war seltsam zu wissen, dass diese Hater im Streamkonzert (Prüfung Hamburg) live zusahen im Internet, lästernd, nachdem sie mir eine Woche zuvor schon bewusst meine Prüfungen zerstören wollten. Ich könnte förmlich spüren, dass sie wollten, dass ich es nicht schaffe. Ich spürte es durch das Internet hindurch bis in die Orgeltasten. Deren Hass. Der mir völlig unerklärlich ist. Ich vermute stark, dass die obigen Hater auch in Hamburg gelästert haben. Ist es nicht feige, als Männer-Meute eine Frau anzugreifen? Man stelle sich das mal außerhalb des Internets vor.

Wenn ich sage: Es sind 100 Prozent nur grüne M&Ms. Dann gibt es Männer, die sagen: STIMMT NICHT. Klar gibt es ein rotes. Alles klar.

Vielleicht auch zwei oder drei und andere Ausnahmen.

In diesem ganzen Prozess waren leider auch immer wieder recht gehässige Frauen dabei, die teilweise sogar „vorgeschickt“ wurden. Ich weiß, dass ich auch gegenüber Frauen sehr vorsichtig sein muss.

Eine Sache lernte ich dadurch auch noch: Ich dachte hin und wieder, Jesus sei ein Softie. Aber er wurde auch sehr angefeindet. Von seinen eigenen Leuten. Er kann kein Softie gewesen sein. Er kennt, wie ich mich gefühlt habe. Das Schlimme dabei ist nicht, angegriffen zu werden für etwas, das man falsch macht. Nein.

Angegriffen zu werden für etwas, was wunderbar an einem ist, was man geschafft hat, für das, was man ist, was wahr, besonders, was bewundernswert, was großartig ist – das ist das Schlimme. Für das, was man gut machen, bewegen, verändern möchte. Dafür angegriffen und gehasst zu werden. Neid. Das ist schlimm. Und: Jesus ist perfekt damit umgegangen. So, dass ich Chills bekomme. Klug ohne Ende, zart, weise, scharf, direkt, und vor allem: Mit Vollmacht. Das ist etwas anderes als die typische „Männermacht“. Je mehr ich darüber nachdenke: Jesus ist der wundervollste Mann dieser Erde … gewesen. Und doch: noch immer. Es ist noch nicht lange, dass ich so denke. Ich bemerke es nur immer mehr, Stück für Stück. Ohne seine Hilfe hätten die Hater das leichte Spiel gehabt, was sie zu haben geglaubt hatten.

THANKS for your Prayers!

3. April 2021

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Die Liebe ist ein Gewebe von Bindungen, das einen werden lässt. (Saint-Exupéry)

Heute erinnere ich an Anita Augspurg, Martha Nussbaum, Elly Ney, Jennifer Morgan, Salome Surabischwili.

Ich habe spontan einen Orgel–und Klavier-Vlog begonnen, Organ and Piano Vlog #1: ORGAN PIANO VLOG #1 auf Englisch. Ich glaube, der erste Orgel-Vlog. Ich finde Vlogs auf YouTube spannend.
Gesegneten Karfreitag. Und morgen fahre ich nach Thüringen, ich freue mich sehr.

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18. März 2021

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Zehntausend Dinge. Jedes will zurück zum Grund. Ich schaue nur zu. (Marie-Luise Stangl)

Wie schön, dass ich wieder einen Hauskreis habe. Es macht Spaß, es hat mir gefehlt. Und es geht doch ganz gut mit Zoom. Alles hat Vor-und Nachteile.

Ich liebe Monet, besonders Die Landspitze bei Heve, Die Eisenbahnbrücke, Rouen. Sehr mag ich auch Botticelli und besonders Boudin. Weiterhin mag ich Tizian, Cézanne, Cuyps. Ach, wann kann man wieder Museen besuchen. Ich bin auch gespannt auf das Orgelmuseum.

Und langsam geht es wieder los mit Üben, nachdem ich mir und meinen Händen eine kleine Pause gegönnt und mich auf die Dissertation verlegt habe. Aber die CD-Aufnahme kommt bald. Ich freue mich und nähere mich wieder der Königin.

Zwei Königinnen. Was will man mehr? 🙂 Jedoch muss ich an der Dissertation dran bleiben, denn das Raus- und Reinhüpfen ist ein Killer. Ich brauche einen doppelten Plan und Doppel-Flow.

Wann lernt man eine Person und sich selbst kennen? In der Krise. Heute erinnere ich an die wundervollen Frauen, die unter Männerterror gelitten und sich für Menschenrechte eingesetzt haben: Phan Phuc, Olympe de Gouges, Ntozake Shange, Navanethem Pillay, Naika Foroutan. Populistische Argumentation und frauenfeindliche Ressentiments mussten manche dieser Frauen schon 1748 ertragen.

Die Wolke zu spüren im Haar. Springende Blätter wie paarende Frösche. (AHS)

#annhelena

7. März 2021

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Warum willst du dich von uns allen und unsrer Meinung entfernen? – Ich schreibe nicht, euch zu gefallen. Ihr sollt was lernen. (Goethe)

Schönes Interview im Sonntagsblatt Nürnberg, ich bin auf dem Cover. Ich freue mich auch auf den Thüringer Orgelsommer und Bachfest Arnstadt und bin gespannt. Diese Orgeln sind Himmel.
Schreibe an meinen beiden Arbeiten. Jetzt ist Zeit da. Bewundere jeden, der es geschafft hat. Es ist wirklich hart.

Sehr empfehlen kann ich den Film „Der menschliche Körper“ von BBC. Phänomenal ist der erste Part davon:„Wie das Leben beginnt“.

Rivalität und das eifersüchtige Hüten von Orgeln mancher Männer erstaunt mich. Als würde man „die ganze Welt erobern wollen“, wenn man Orgeln der Welt spielt. Diese Ansichten bestimmen teilweise die Szene und waren schon zu Bachs Zeiten so. Aber er nahm die Rechte an sich, trotz aller Auseinandersetzungen, er war sozusagen hochberühmt und vielgeschmäht gleichzeitig. Auch er musste sich durchsetzen. Die Universität wollte daraufhin nichts mehr mit ihm zu tun haben. Bach war ein Kämpfer. Dennoch weiss ich bis heute nicht, wie er wirklich war. 

Wichtig ist immer die Ökonomie an der Orgel, und hierzu muss man die Grundsätze verstehen.

Ich habe übrigens wie der Pianist bei Snoopy eine blaue Kuscheldecke mit meinem Geruch (von einem Pastorenehepaar aus den USA geschenkt), die ich gern zum Einschlafen habe und in Hotels vermisse.

25. Februar 2021

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Hast du einen Feind, gib ihm Information. (Rolf Dobelli)

Es geht darum, dass die wenigsten Menschen mit Informationen umgehen können. Sie wissen oft nicht, was wirklich relevant und wichtig ist.

Meine zweite Prüfung ist auch sehr gut gelaufen. Es hat Spaß gemacht. Am Anfang meinte ich noch kurz, ich säße am Flügel, war wie eine Art Backflash, wahrscheinlich, weil ich nervös war. Brahms, Mendelssohn, Liszt, Messiaen, Chopin, Raas, Messiaen. Danke, dass ihr an mich gedacht habt! Bald kommt der Link.


Ich liebe es, wenn es in einem Konzert eine Begrüßung gibt. Bei einer Prüfung ist das leider nicht so.

Das Geräusch von Setzern ist nicht schön, nie schön wie das von echten Registern.
Ps: Manchmal komme ich mir vor, wenn ich aus Spaß mit den Füßen über die Pedale gleite, also Slides mit etwas „Schmutz“, mit „Extrageräuschen“ wie in der Popmusik, als würde ich Slides auf der Gitarre spielen.