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Ann-Helena Schlüter

22. Februar 2023: Harmonie macht das Unverträgliche verträglich. (Menuhin)

Heute erinnere ich an die Komponistin Marianne von Martinez, 1744, die das Musikleben in Wien geprägt hat und die Mozart sehr schätzte.

Und an die Frauen Tryphäna und Tryphosa aus der Bibel. Wer weiß, wo genau in der Bibel sie auftauchen?

Ich mag das ARD Nachtkonzert auf BR Klassik. ❤️

Musiker (und Musikerinnen) sind seit jeher, zumindest seit 1600, ein fahrendes Volk. Viel anders ist es heute nicht. Doch gleichzeitig sind wir Historikerinnen. Durch Musik und Kunst kann ich Geschichte schreiben und geschichtliche Utopien nachempfinden. Ich spüre, dass ich eine lange Geschichte  aufrolle, wenn ich Musik mache, und mich einreihe.

Es ist manchmal schwer erträglich und schmerzlich, da diese lange Geschichte meine eigene berührt. Ich spüre die Wunden des Missverstandenseins, die so vielen Musikerinnen zugefügt worden sind durch alle Jahrhunderte hindurch — und meine dazu, die mich persönlich betreffen. Musikersein ist ein Seins-Zustand, das viel abverlangt: Charakter und Reife.

Unendlichkeit und Geschichte

Wie viele Räume können sich in der vierten Dimension öffnen? Konvergieren und Divergieren, auch wenn sie Gegensätze sind, sind letztendlich das Gleiche im Bereich der Unendlichkeit, konkret nur an der Unendlichkeit interessiert.

Divergiert etwas nach Null? Nein. Konvergieren braucht erst eine Aufgabe und ist sehr abhängig von der Funktion, vom Verhältnis. Aber Divergieren ist davon freier, da Unendlichkeit keine Richtung kennt.

Ewigkeit und Unendlichkeit

Der Kopf und die Seele des Menschen sind auch ein Raum, denn auch hier gibt es Verhältnisse und Gesetzmäßigkeiten und Grenzwerte. Besitzt eine Folge, also ein Denkprozess, eine Summe und einen Grenzwert, eine Funktion, eine Abhängigkeit, so wird sie konvergent.

Denn ich liebe dich

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Es mag sein, dass Divergenz und Denken nicht wirklich kongruent sind, aber ich finde dies ein schönes Bild, sie in Verbindung zu setzen. Konvergiert eine Kurve, wird sie oder das Ergebnis immer kleiner, obwohl die Zahl ins Unendliche geht. Divergenz hat keinen Grenzwert und ist auch nicht abhängig von einem solchen Grenzwert, um einen Sinn zu finden. Divergent zu denken hat für mich nur eine Grenze: die Wahrheit. Denn was oder wer ist die Grenze der Unendlichkeit? Gott.

Foto: Polen

Kreativität ist ebenfalls intuitives, innovatives, divergentes Denken: Denken mit Geist. Divergent bedeutet, dass man aus anderen Bereichen Erkenntnisse und Lösungen auf neue Probleme überträgt. Eigentlich kommt dieser Begriff „divergent“ aus der Mathematik, aus der Kurvendiskussion, und bedeutet „auseinanderdriftend“.

Kreativität und divergentes Denken

Konvergent und divergent sind hier Annäherungsbegriffe in der Analysis. Eine Kurve nähert sich Null an, wird nie Null, wird unendlich klein. Oder sie driftet von Null weg, divergiert ins Unendliche. Ist dies nicht sehr symbolisch? Sie bedingen einander, sind eine Einheit, auch wenn sie Gegensätze sind. Kreativität braucht auch beides.

Man müsste neue Begriffe erfinden und definieren. Was bedeutet der Begriff Kunst? Beim Divergenten wird aus Begrenzung ausgebrochen, es geht um Neues schaffen. So auch in der Kunst.

Kreativität ist Denken

Dass Kreativität Denken ist, sogar Problemlösungs-Denken, mehr als traditionelles, menschliches, „schulisches“ Denken, ist mir lange klar. Die Gesetzmäßigkeit des Denkens ist die Sehnsucht, die Suche nach Wahrheit, für diese man bereit ist, anzuecken und zu leiden, daher kann man auch divergentes Leiden, Suchen, Finden und Schaffen sagen. Kreatives Denken ist die Sucht nach Wahrheit.

Es geht dabei um Ästhetik, die für mich mit Denken und Wahrnehmen zu tun hat. Divergentes Denken ist in Ebenen verschachtelt und strebt nach außen, es ist ein Angriffsdenken, ein aus Systemen denkendes Denken, genauer, in Systembeziehungen denkend, ein Übertragungsdenken, im positiven Sinne.

Es mag sein, dass das Wort divergent, seit 1967 von Joy Paul Guilford für Coachingszwecke und Intelligenzforschung genutzt, irreführend ist. Für mich nähert er sich gut an: Ein sich vergrößerndes, sich vermehrendes Denken.

Es stimmt, dass Menschen mit hohem divergenten Denken, also Künstlerische, oft Not haben mit Routine –  oder Schwierigkeiten mit Menschen, die unflexibel, ungerecht, altmodisch und pedantisch sind, klein halten, ausbremsen. Sie kreieren, konstruieren gerne, haben Mut, Neues auszuprobieren.

All diese Fähigkeiten braucht man auch in der Musik, in Wissenschaften, in der Schriftstellerei. Hohe Werte haben sie meist auch in symbolischen und semantischen Fähigkeiten, in abstrakter Symbolik. Ich bin immer noch fasziniert, dass Kreativität und Problemlösung eins sind und eng zusammengehören.

14. Teil Kirchenkunde: Die Waldenser

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Doch viele konventionelle Leiter haben keinen Mut, Neues zu schaffen, zu kombinieren und nicht die Kreativität, das Umsetzen und Erkennen von neuen Wegen. Künstler gehören daher trotz ihrer Mängel dringend auch in Leiterschaft.

Sie sind an ganz neuen Problemlösungen interessiert. Konvergentes und divergentes Denken sind eine Einheit und gehören zusammen. Dadurch passen auch Kunst und Wissenschaft gut zusammen und sind nicht konträr. Sie sind Gegenstücke, aber im guten Sinn. Wie bringt man Künstlersein und Leitersein unter einen Hut? Wie Wissenschaft, Musik und Kunst?

Dazu kommt für mich noch Frausein in einer Leiter-Herrscher-Männerwelt. Es wundert mich, dass viele Gebiete oft Männerdomänen geblieben sind. Ich glaube, dass viele Frauen kreativ begabt und divergent denkend sind und sich einfach nicht trauen, sich dementsprechend (vehement) einzusetzen.

Intelligenztests und Intelligenzforschung mögen umstritten sein, aber der SOI-Test hat meine Seele berührt, und Intelligenz hat viel mit Seele zu tun.

21. Februar: Musik ist eine vereinende Kraft, eine Zusammenfügende. (AHS)

Wusstet ihr, dass Dürer Melanchthon gezeichnet hat? Was für ein Kompliment.

Foto oben: Acryl AHS

Heute erinnere ich an Hedwig, Kurfürstin ab 1602, die Schloss Lichtenburg in Prettin berühmt machte durch Kultur. Hier sollen Bachs Verwandte musiziert haben. Viele Liebende lernten sich hier kennen.

Ich empfehle den duftenden Tee „Rose“ von Yogi Tea.

Für Musik braucht es letztendlich ein weiches Herz. Ich habe viele Wege probiert, mein Herz zum tiefen Lächeln zu bringen, einen weichen Blick hinter meinen Augen; und wenn ich nun weiß, welche Wege nicht gehen, dann bleibt eigentlich oft nur einer übrig. Musik ist eine Zusammenfügende, keine Kraft der Isolation oder Einsamkeit.

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Wäre ich nicht lieber ein Engelwesen oder ein Klang? Doch kann niemand etwas dafür, Mensch zu sein.

Gräben, Burgen und Mauern zu bauen, sich zu schützen vor bösen Menschen oder sich im Kreise zu drehen, sind keine Lösung; auch nicht, etwas zu dringlich oder mit zu großer Wucht zu wollen (wobei Dringlichkeit, Leidenschaft und Wucht für mich positiv besetzte und rote, also positive Wörter sind).

Blue-Eye & Schokomund

13. Teil Kirchenkunde

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Every Moment

Text und Musik: Ann-Helena
1. Every Moment you are there,
in each thought you are allowed to reign. And you reign, God, in all I can imagine.
No dream distracts me from you, no Vision is more important, cause you reign, Lord, in all I can imagine.

Chorus:

Reign in me, Jesus, reign deep inside. Then no one else guides my Life.
No one can ever be closer to me: no one, nothing but You.

2. Every Moment you are there, and each thought of my mind you have saved,
you have cleansed me in all I can imagine.
Your direction is my goal, your affection fills my soul with your love, Lord, in all I can imagine.

Chorus

Interview Sonntagsblatt / evangelisch.de

Wiedergedanken (AHS)

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20. Februar April 2023: „Wie gern, mein Gott, wäre ich unter denen, die dich liebhaben um deinetwillen, die deine Verborgenheit aushalten, weil ihnen das Vertrauen mehr gilt als das Verstehen, die dich nicht einzufangen trachten in ihre Wünsche.“ (Antje S. Naegeli)

Heute erinnere ich an die schwedische Mystikerin Linnea Hofgren (1868).

Sehr, sehr empfehlen kann ich den Film „Zurück in die Wildnis“ über das Elefantenbaby Sara. Wunderschön gefilmt. Sehr berührend. Diese Augen mit den langen Wimpern! Schlammbaden, einstauben, neugieriger Rüssel. Infra-Schall tief. Die wunderbaren afrikanischen Pfleger, die bei den Elefanten schlafen. Und Daphne Sheldrick.

In allen Stürmen

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Es gibt mehr zu dieser Welt als das, was wir sehen. Jede Art Kunst zeigt, dass Gaben und Begabungen nicht von uns Menschen stammen. Es muss einen Künstler geben da draußen und in uns, den wir spiegeln. Die künstlerische Motivation, die aus dem Herzen kommt, ist von Geist inspiriert und angezündet. Wiedergedanken.

Manchmal weiß ich nicht, was ich im Spielen oder Schreiben tue oder getan habe. Da ist etwas im künstlerischen Tun, das nicht mehr meiner Kontrolle unterliegt: das aus mir herausfließt, über meine Gedanken oder durch mein Inneres, beinahe dissoziativ. Manchmal muss man sich eines Besseren belehren lassen oder genau festhalten.

Foto: Basel

Wenn ich im Konzert spiele, vergesse ich manchmal, warum oder für wen ich spiele oder trainiert habe, doch wenn ich übe oder schreibe, fühle ich mich verbunden mit dem Schöpfer, sogar dann, wenn mein Herz nicht wirklich offen ist. Das ist ein Wunder und kann Wunder bei anderen auslösen.

„Wie gern, mein Gott, wäre ich unter denen, die dich liebhaben um deinetwillen, die deine Verborgenheit aushalten, weil ihnen das Vertrauen mehr gilt als das Verstehen, die dich nicht einzufangen trachten in ihre Wünsche.“ (Antje S. Naegeli)

Italienische Kunst mag ich sehr: Leonor Fini und Agenore Fabri, beide Frauen um ca. 1920 geboren, so auch Mattia Moreni. Leider werden Künstlerinnen in Kalendern und Ausstellungen oft eher an den Rand gedrängt, als wären sie nicht gut genug.

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19. Februar 2023: Gedankenklang (AHS)

Ich empfehle sehr den spannenden deutsch-norwegischen Film Zwei Leben mit der wunderbaren Juliane Köhler, über die Stasi. Wenn man bestimmte deutsche Männer auch heutzutage trifft, dann spüre ich, dass es damals wirklich so war: Nazis. Dann Stasi. Denunzianten. Das war Realität. Spürbare. Ich bin dankbar, dass ich nicht in dieser Zeit lebte. Wie schlimm muß das gewesen sein.

Gedanken sind Bekenntnisse. Diese sind in einem inneren Dialog weiterzudenken. Kunst ist Herkunft und Heimat.

Ich genieße Musik, als würde meine Seele an der Zeltwand hängen, als würde mein Geist auf meinem Herz liegend die luftigen Zeltwände berühren.

Empfehlen kann ich das Buch „Die Versuchung“ von Ann Charlott Settgast, ein Buch über Paul Gerhardt.

Foto: Gemälde AHS Acryl

Ich habe meine Augenbrauen etwas verlängern lassen, Semi-Permanent-Makeup, da ich mir aus Versehen vor einem Jahr nach einer Peeling-Maske, die ich zu lange drauf hatte, Augenbrauen weggerupft hatte und es ewig dauert, bis es nachwächst. Meine Haut ist so zart. Sie hat den hellsten Ton genommen und mit Farbe gestochen. Es tat etwas weh, aber ich war so erschöpft, dass ich trotzdem auf der Liege eingeschlafen bin.

Analyse und Gott

Es schmerzt mich manchmal, Musik zu analysieren. Schuberts Lieder – (D), DD, Zwischendominante, Doppeldominante… sN, Tonikaparallele, Sixte ajoutee… Kadenzflucht, geflohene Bassklausel, Trugschluss.. als würde man eine Ballerina aufschneiden und die Knochen zählen. Auf der einen Seite ist es faszinierend, etwas so Wunderschönes tatsächlich und überhaupt analysieren zu können. Als müsste man eine unendliche Kurve in ein Raster zwängen. Wie ein Stimmungssystem in eine Siebenton-Skala. Als ob nichts Sprache, nichts Geheimnis bleiben darf.

Auf der anderen Seite ist es befremdlich, das man mit Zahlen und Buchstaben Musik auf Biegen und Brechen einfangen muss, einen bunten Pfau in einen Käfig, den man verstehen will, verstehen muss, „wie Musik funktioniert“. Aber diese Analysen fangen das Geheimnis nicht ein. Alles muß analysiert werden können? Warum? Da mag ich eher die Beschreibung.

Ich glaube, es gibt die Sorte Mensch, die es braucht, alles verstehen und analysieren zu können. Diese glauben auch meist nicht an Gott. Und dann gibt es die Sorte Mensch, die braucht, dass etwas unerklärlich, frei und geheimnisvoll bleibt. Dazu gehöre ich. Ich kann nur bewundern und lieben, was ein Mysterium bleibt. Was ich verstanden habe, verliert sofort seine Faszination.

ps: Die Koch-Methode (Wiener Klassik) gefällt mir noch am besten. Seine Definitionen machen Sinn: Satz, Periode…

Oh nein, heute zieht der Faschingsumzug durch meine Straße! Die Polizei rief mich heute ganz früh morgens an, meinen Beetle rechtzeitig wegzufahren. I hate Fasching. Ich mag weder Rauchen noch Saufen noch Lärm noch …

Wobei, ein Schluck Cointreau hin und wieder abends … lecker.

Übrigens, die Statistik meiner Webseite hat neue Rekordwerte erreicht.

Fotos: Korsika

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18. Februar 2023: Sola gratia, solus Christus. (Confessio Augustana 1530, Augsburger Bekenntnis)

„Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.“ (John Ruskin)

Foto oben: Rottenburg am Neckar

Ich mag sehr gern die Musik von Claude Goudimel.

Foto: Köln

Leben und Werden gehören zusammen. Aber Leben und Überleben sind zwei verschiedene Dinge. Ich glaube, dass alles, was wir tun müssen, um wirklich zu leben, symbolisch ist für eine viel größere Dimension: Symbole für unsere Rettung. Verstoßen wir gegen diese Symbole, verstoßen wir nicht nur gegen Regeln. Symbol ist Sinnbild.

Smile

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Text und Musik: Ann-Helena

You open up a world of thoughts I didn‘t know before. Could in that trouble be such a way to you? Be such a way to you that I see you smile? Smiling at me.

You‘ve given me new eyes, your smile even brighter than ever.

Chorus:

How did I deserve your love?
To come to you in agony to worship you again? You again.

How did I deserve your love?
I’ll come to you in agony to love you again. You.

Ruhe, Nahrung, Stillung, Geburt, Tod, all das weist auf unsere Erlösung hin. Es gibt nichts, was uns nicht darauf hinweist. Auch Älterwerden, Verwelken, Verblassen, Verlieren, Sterben. Wir verlieren unsere Farbpigmente und unsere Kraft. Dass wir Rettung brauchen, ist nicht zu übersehen. Unsere Rettung ist nicht zu übersehen. 

Jedes Gefühl von Hunger und Durst und der Wunsch nach Geborgenheit, Gerechtigkeit und Liebe sprechen davon, von dem, was auf uns zukommt, was Sinn macht, warum wir sind, wofür bestimmt. Unsere Bedürfnisse und Ängste erzählen von dem, wer wir sind, wohin wir gehören.

Ich empfehle für Kontrapunkt die Bücher von Thomas Daniel.

Kirchenvermittlung

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17. Februar 2023:  Dein Gesicht streift meine Rüstung ab, beendet den Kampf. (AHS)

Es ist erstaunlich, wie sehr man mit Musik Menschenherzen erreichen kann. Aber auch diese Facette der Liebe hat ihre Grenzen. Fechten mit Seele, mit Mund.

Foto: Zeichnung AHS

Heartbeat

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Text und Musik: AHS

Dieses Lied geht um Gottes Charakter

1. Your Glory is your beautiful mind.

Your ways are straight, upright, never fail. Your passion broke my boundaries, your emotions changed my world.

Just one word of yours breaks my yoke and softs my frozen Heartbeat. Your touch is full of Life: All what‘s dead inside me you Call to Life with Fire.

2. Your glory is your beautiful Heart.


Your love is breaking through my fears. Your kindness rains behind my wall. Your surrender changed my world.

Just one touch of yours breaks my heart and softs my frozen Heartbeat. Your touch is full of Love: All what‘s deaf inside me you call to life with singing.

Es gibt Dinge, die man außerhalb der Kunst suchen muss. Ich hätte nie gedacht, dass Liebe eine solche Macht und so viele Gesichter hat. Musik ist nur ein Gesicht der Liebe. Was für Musik spielt Gott? Er tanzt, jubelt und spielt: Hymnus und Lied.

Residenz Würzburg

Schön finde ich es, wenn man Epochen im großen Überblick und Zusammenhang erkennen, erfühlen kann über die Jahre: Bach am Ende seiner Epoche, Widerspiel und gegensätzlicher Kosmos zu Händel, im selben Jahr geboren. Und zuvor der wunderbare Komponist Quantz, der in Kammermusik mit Cembalo viel Freude macht (künstlerischer Generalbass), Pachelbel, Muffat, Walther, Rathgeber, der Magdeburger Predigersohn Telemann und der Hamburger Diktator Mattheson – alle diese Komponisten spiele ich gern. Alle in der Spannung zwischen Unterhaltung und „Recreation des Gemüths“.

Unterschied zwischen Pommern und Franken

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16. Februar 2023: Musik vergeht, Ton auch, aber ich bin noch da. Es ist zwar Musik in mir, Rhythmus, aber mein Sein ist länger und eher da als Musik. (Gott) 

Ich mag die Lieder des Genfer Psalters, 1543, Gauillaume Franc, französischer Komponist.

Im April kommt mein vierter Gedichtband heraus in einem neuen Verlag. Und in zwei Wochen mein erstes Klavierkonzert. Und in der nächsten Ausgabe im Sonntagsblatt erscheint ein Interview. Ich halte euch mit genauen Details auf dem Laufenden.

Musik ist nicht Gott. Er hat sie geschaffen,  Akustik, Obertöne, Frequenzen, Schall und Geräusch. Und, dass diese Kombination von Oberton- und Geräuschanteilen Sprache und Musik wurden/sind. Die Geräuschkomponente ist dabei nicht zu verachten. Sie löst letztendlich Klang aus, die Konsonanten der Sprache. Hierbei empfehle ich das Buch von Martineau.

Wie viele musikalische Räume können sich in der vierten Dimension, in meiner öffnen? Kreativität ist ein Nadelöhr. Sie und Intuition haben weniger mit Impulsivität zu tun als mit Strategie. Freude und Kunst gehören zusammen. Welche Prinzipale, welche Weiche! Seele ist Sinn und Haut.

Foto: Würzburg

Jan Hus, Petrus Valdes und die Waldenser

Heute erinnere ich an Petrus Valdes, einer der ersten, der sich gegen den Ablasshandel und das Geschäft mit dem frei erfundenen Fegefeuer der römischen katholischen Kirche stellte. Die Bewegung, die er gründete, hieß „die Waldenser“. Petrus Valdes ist viel weniger bekannt als Martin Luther und hat doch ein bemerkenswertes Zeugnis gegeben:

Sie wehrten sich gegen Heiligenverehrung, das Eintreiben von Geld, gegen die Erfindung des Fegefeuers, ließen Frauen predigen (ein Schock für die römische Kirche). Sie wurden verfolgt, verbannt. Die „Geistlichen“ der römischen Kirche hatten übrigens Sex mit den Töchtern der Bauern, wann immer sie wollten (kurzum: Vergewaltigungen. In heutiger Zeit wurden die Opfer des Zölibats dann kleine Jungen und Mädchen.)

9. Teil Kirchenkunde

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Die Waldenser sorgten überall für Unruhe – aber daran sieht man, wie wichtig und gut es ist, wenn Unruhe aufkeimt in kaputten Systemen! Petrus Valdes und die Christen sind ein Vorbild für Jan Hus gewesen, der wiederum ermordet wurde von dieser Kirche. Und dieser wiederum Vorbild für Martin Luther. So begann die Reformation. Die mehr als notwendig und nicht mehr aufzuhalten war.

Worship Songs by Ann

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Festival U&D Mainwiesen Würzburg

15. Februar 2023: „Kunst ist nicht ein Können, sondern ein Müssen.“ (Arnold Schönberg)

Eingewickelt in die Flügeldecke bin ich wie in ein Kleid, ein Konzertkleid, ein schwarzes dickes Lederkleid mit rotem Futter.
Schönheit und Form ist Klang. Bachs Klänge sind Blüten, Intervalle sind Blütenform. Kunst macht Augen.

Ich liebe die Musik von Josquin Desprez!!

Schönberg ist übrigens in keiner Weise Erfinder der Zwölftonmusik, sondern Josef Matthias Hauer, der 1919 bereits darin komponierte!

Foto: Ochsenhausen

Empfehlen kann ich das Buch: „Die Bildlichkeit der wortgebundenen Musik“ und Arndts 6 Bücher „Vom wahren Christentum“ von 1850 in alter Schrift.

Ich mag auch gern die Knister-Duftkerzen mit Holzdocht. Wenn ich dazu BR Klassik höre, höre ich das Knistern allerdings nicht mehr. Denn ich mag mein kleines Radiogerät mit Batterien, das etwas knistert. Natürlich habe ich auch ein gutes Bose-Gerät, aber das knistert nicht so gemütlich. Ich bin altmodisch und liebe zudem ASMR-Sounds: sanftes Knistern, Knacken, Rauschen, Klacken…

Manila Universität, Philippinen

Danke für alle Glückwünsche ❤️. Es war ein schöner Tag mit Kerzen, Blumen, Büchern, Sekt, Film, leckerem Essen, Orgel-Noten, Geschenken und Spaß! Ich war aber noch erschöpft von der Reise.

Jan Hus

Schon als Neunjährige beschäftigte mich die Reformation. Heute erinnere ich an Jan Hus, der am 6. Juli 1415 in Konstanz am schönen Bodensee ermordet und lebendig verbrannt wurde als „Ketzer“. Er war Priester, standhaft vor dem vermutlich entsetzlichen und dämonischen konziliaren Ketzergericht. Und an Hieronymus von Prag, ebenfalls ermordet, weil er „nicht gehorsam war“.  Solche Ketzergerichte gibt es heute noch (auch wenn Menschen nicht mehr verbrannt werden): Wenn Menschen sich überlegen fühlen und über andere herziehen, besonders gern dann, wenn diese nicht zugegen sind. Aber die Wahrheit stirbt nicht in den Flammen.

Auch John Wycliff wurde als Ketzer noch posthum verbrannt! Es ist ein Wunder, dass Martin Luther nicht ermordete wurde. Was ist das für eine Kirche? Ich bewundere Hus und möchte die Bethlehem Kapelle in Prag besuchen, wo er gepredigt hat. Ein Märtyrer! Wir sind alle Hussiten, schrieb Luther! Hus wird groß im Himmel sein. Er hat früh verstanden, wie verwerflich das Geschäft mit den Sünden ist: der Ablasshandel. Lange vor Luther sorgte dieser Ablasshandel für Empörung! Es ging gar nicht anders, als dass die Reformation kam. Das war unvermeidlich. Die römische Kirche beutete die Armen bis aufs Blut aus. Und sie hörte einfach nicht auf.

Kirchenvermittlung

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14. Februar 2023: Wer das Christentum wie ich völlig verlernt hat, der hört es in Bachs Matthäuspassion wirklich als Evangelium. (Nietzsche 1870 an Erwin Rhode)

Foto: Sachsen

Mein Geburtstag ❤️🥰

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Ein Leben zu leben, ohne den Sinn des Lebens zu begreifen, ist, wie in einer grossen Notenbibliothek herum zu spazieren, ohne etwas zu berühren, auszuleihen oder zu spielen. (AHS)

13. Februar 2023: Nichts ist stumm. Jedes Wesen hat seinen Ton. Auch die Tiefsee ist voller Klänge. Nichts ist stumm. (AHS)

„Die Musik ist eine vermischte Mathematische Wissenschaft, welche von den Ursachen, Eigenschaften und Unterschieden des Klanges handelt, woraus eine liebliche Sangweise gemacht wird, Gott zu loben und zu ehren, den Menschen zu bewegen zur Andacht, Freude, Traurigkeit und Tugend. Was ist Kunst? Eine Nachahmung der Schöpfung.“ (L.C. Mizler, 1725)

Foto: Nordrhein-Westfalen

Nichts ist stumm. Jedes Wesen hat seinen Ton. Auch die Tiefsee ist voller Klänge. Nichts ist stumm. (AHS)

Heute hatte ich eine 5-stündige Prüfung (Tonsatz), die 12. in 3 Wochen. Prima geschafft. Deswegen bin ich etwas spät dran mit dem Blog. Und wisst ihr was, liebe Leute? Ich fahre heute heim ❤️ Nach fast einem Monat voller Prüfungen und extremem Fleiß und voller Wundern hier in Greifswald fahre ich heute gerade so rechtzeitig heim zu meinem Geburtstag (der ist morgen!), heim nach Franken, 10 Stunden quer durch Deutschland ❤️ Ich bin dankbar und erschöpft und super glücklich, heim zu kommen und alles geschafft zu haben. Ohne Gottes Gnade hätte ich es nicht geschafft: Dass ich gesund und voller Energie, sicher und versorgt war, dass ich trotz allem Unterstützung hatte und dass ich gerne lerne und interessiert bin – alles Geschenke Gottes. Denn es war schon sehr extrem, die Zeit. Gelinde gesagt. Als würde ich das ganze Kirchenmusik-Studium in 4 Wochen in Extrem-Intensität durchlaufen. Ich habe Gott einfach vertraut. Danke an jeden, der mir geholfen hat! ❤️ Manchmal waren das auch „Wildfremde“! Gott sendet Engel vorbei!

Ihr werdet es nicht glauben, aber meine Wohnung daheim ist gar noch weihnachtlich geschmückt! Und Richie steht noch und nadelt.

Bin jetzt im Zug nach Berlin.

Doch wohin nur

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Konzert

Die ersten Minuten eines Konzertabends zählen, das Jetzt und Diesseitige zu verlassen, ungefähr so, als würde man das Bewusste abstreifen, das Bewusstsein verlieren und ins Unbewusste gehen. Wie die Minuten vor dem Einschlafen, dieses Loslassen vom Tag, so empfinde ich es. Sofort abgeholt von der unsichtbaren Musik, eingetaucht in tiefere Ebenen.

Es kommt mir vor, als würde meine Seele über meinen Wasserwogen schweben, über meine Seele, wie eine Taube. Aber nicht nur über meine Seele allein, sondern auch über die Seelen des Publikums.

Jerusalem

Kirchenkunde

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