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Tourblog

Ein Akt der Erkenntnis ist wirklicher als ein Kristall oder Baum. (Guardini)

Foto oben: Dornheim

Es war ein weiterer schöner, voller und anstrengender Tag in Innsbruck. Zunächst: Das goldene Dacherl habe ich wiedergesehen – mit Betonung auf Dacherl – denn es ist ja wirklich nur klein. Aber wertvoll. Jede vergoldende Kupfer-Schindel ist richtig viel wert. Eigentlich heißt es Dachl. Goldenes Dachl: ein Erker in der wunderschönen Altstadt.

Direkt darunter und daneben wird jetzt schon emsig für Weihnachten geschmückt: Der große Weihnachtsbaum steht dort schon. Meinen ersten habe ich dieses Jahr also in Innsbruck gesehen. Und trotz 2 G und Pipapo stehen hier schon alle Buden, Lichter und Deko für den Weihnachtsmarkt. Innsbruck ist ja ohnehin so wahnsinnig schön. Jetzt zusätzlich noch mit Weihnachts-Deko – ein Traum!: Lichterketten und silberne Figuren und heimelige Buden aus Holz… Direkt vom Mozarteum geht man durch das Tor, hin zum Dom, dann beim Dacherl rechts runter zur Anna-Statue, wo die Busse zum Hotel fahren. Überall Hochbetrieb, viele Menschen. Jedes Restaurant pickepacke voll. Wir waren im Himal, Essen aus Nepal. So lecker! Ich war ja schon einige Wochen in Nepal. Und ich liebe Linsen und diesen besonderen Reis.

Innsbruck ist etwas größer als Würzburg. Und eingekesselt ist man von den Bergen (Nord-Bergkette). Wir waren auch oben auf der Hungerburg mit der besonderen Bahn, eine Art Lift. Mein zweites Mal. Oben phantastischer Ausblick auf die schneebedeckten Bergketten und auf den Inn. Es gibt auch eine „Frau Hitt“ und den „Hundskopf“ in den Bergen. Es war ein sonniger, perfekter Tag. Die Wolken hingen schräg. Die Luft ist frisch.
Das Wohnen in Innsbruck soll sehr teuer sein. Die Leute arbeiten für ihre Mieten und leben beengt. Skifahren in Tirol ist ebenfalls teuer. (Ich bin eh keine Skifahrerin. Bin da zu ängstlich.)
Dann den ganzen Tag wieder Doktorandenkolloquium. Bin erschöpft. Denn ich brauche Zeit für mich allein zum Verarbeiten und Nachdenken und für Stille. Die Gruppe pausenlos um mich zu haben, schlaucht mich. Aber alle sehr nett. Viele Tipps und Anregungen. Einige Begriffe hörte ich zum ersten Mal: „Community Music“, „Hilfskulturen“, News beim sogenannten „Klassenmusizieren“ (Bandarbeit, Pop). Auch ich habe meine Arbeit vorgestellt und wertvolle Anregungen zu Methode und Auswertung bekommen. Man kann ja von Geisteswissenschaften halten was man will – aber so eine „Qualifizierungsarbeit“ ist eine „Reifeprüfung“ in Sachen Geduld, Durchhalten, Leidensfähigkeit. Ich bin/war daran gewöhnt, vieles im „Alleingang“ zu entscheiden und auf mich selbst zu hören. Das war schon im Orgelstudium manchmal oder nicht immer gut angekommen. In einer Promotion ist es auch nicht immer willkommen, wenn man sich „entzieht“ und das eigene Ding macht. Dass ich mich entziehe, das wurde mir allgemein schon öfter gesagt in allemöglichen Dingen des Lebens. Allerdings entscheiden künstlerische Menschen gern allein.

Guardini schreibt „Über das Wesen des Kunstwerks“. Sehr interessant. Vielem kann ich zustimmen. Und sehr mag ich Gioconda Belli, eine sinnliche Lyrikerin aus Nicaragua. Sie wohnt in den USA.

Ich berichte morgen weiter.

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Ich werde hinaustreten müssen aus dem Kirchenraum, ins Freie. (Johannes Lieder)

Manche Gedanken von Lieder sind gut. Jedoch der Rest der Gedanken ist liberal, finde ich, nach dem Motto: Ich glaube, also ist Gott, vllt. aber auch nicht… Als ob Gott von uns abhängig oder erfunden wäre. 

Es ist sehr nett hier in Innsbruck. Wir sind im 5. Stock im „Haus der Musik“ der Universität Innsbruck, Mozarteum Innsbruck, Department Musikpädagogik, Zweigstelle vom Mozarteum Salzburg. Hier haben wir eine großartige Aussicht rundum auf die Berge von oben aus, da der Raum einen Knick hat. Seit wenigen Tagen haben die Berge Schnee. Schnee!  ❤️ Man denkt, es ist ein Plakat. Beim Üben am Flügel blickte ich auf die Berge, Wolken und die Kirchen. Super Kulisse! Es ist warm hier in Innsbruck, 8 – 10 Grad, ich habe nackte Beine zum Kleid. Und das im November!
Österreich macht ab Montag teilweise dicht, mit 2 G und Dauer-Maske, so wir haben bis Montag noch Luft und Glück gehabt und können uns frei bewegen ohne Maske und sogar Kekse essen. Dennoch ist die scharfe Maske in Österreich Pflicht, die die Ohren abknickt (ich habe kleine Ohren). Ich ertrage das nicht lange.
Ohne Impfpass kommt man hier nicht weit.
Mein Zug fuhr weiter nach Italien. Um nach Bologna einreisen zu können, muß man viele Extra-Papiere vorweisen und sich Sachen downloaden oder vom Handy aus zeigen, keine Ahnung, was alles. Aber ich stieg ja schon in Innsbruck aus. An der Grenze muss man mitten im Zug auf die scharfe Maske umsteigen (Kufstein). Es gibt auch Masken-Spitzl, die mit Röntgenaugen jede Maske ihrer Umgebung kontrollieren. Früher habe ich darauf reagiert. Mittlerweile habe ich nur ein müdes Lächeln dafür übrig. Ich genieße die „Masken-Freigeister“.
Wenn Leute sich pausenlos mit stinkender Desinfektion einreiben, kriege ich meist keine Luft mehr, es riecht nach Chemie. Nach Gift. 

Zurück zu Innsbruck: Alle Leute sind sehr nett. Es macht mir Freude, mit so vielen klugen Leuten in einem Raum zu tun zu haben. Jedes Promotions-Projekt ist spannend und interessant. Sei es Kirchenmusikgeragogik, Online-Proben für Chor, Bachvermittlung, Orgelvermittlung, Popchor usw. Es sind alles gestandene Leute mit Beruf und Karriere. Alle kommen von woanders her. Die Diskussionen sind sehr fruchtbringend. Es sind einige Orchester-und Kirchenmusiker dabei. Kai Koch ist sehr nett. Vechta liegt bei Oldenburg da oben. Er spielte ein Kennenlern-Spiel mit uns. Ich liebe Spiele, es macht Spaß, und man wird warm miteinander. Nebenan probte das Orchester Beethovens 5. Unten ist das Landestheater. Mein Hotel Rufi‘s ist auch schön. 

Mein Konzert / Klavierabend abends war schön. Es war auch etwas Besonderes für mich, da es ein moderiertes Konzert war. Hinterher durften mir die Leute Fragen stellen. Es war sehr voll, da auch viele Studenten des Department gekommen sind. Ich spielte am Bechstein Flügel. Auch was Besonderes, nicht immer nur Steinway. Ich spielte Chopin, Beethoven, Bach. Und vor allem: Sprechen. Mein Thema war: Was macht Bachs Musik so besonders? So anders?
Spielen UND Sprechen ist anstrengend. Aber da ich frei rede und es ist mein Herzensthema ist, sind die meisten Leute sehr berührt.

Neu: Reubke Orgel:

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5. November 2021

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Von niemand wird der Mensch so leicht und so gründlich getäuscht wie von sich selbst. (Nardini)

Morgen früh nach Innsbruck. Ich freue mich auf die Orgeln in Tirol, die Berge, das goldene Dach und mein Konzert. Na, und der Rest ist natürlich Musikpädagogik und Promotion. Bin gespannt auf die Leute aus Vechta. Und auf das schöne Hotel. Früh aufstehen ist nicht gerade immer super. 
Neu:

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Späth Orgel Maikammer, Pfalz, neu restauriert

Ich lese Monika Maron: Flugasche.

Und Carolin Kebekus. Sie schreibt darüber: Eine Frau reicht, mehr brauchen wir nicht – das Gesetz der Männer.

Und über Helena Demuth und über Marx.
Erstaunlich, dass Fehler, Versagen und Erfolg so dicht beieinander liegen und sich beinahe bedingen: Mark Twain zum Beispiel „versagte“ als Unternehmer/ Verleger (mit 60!), unternahm deswegen eine Lese-Weltreise und wurde mit dem Buch darüber berühmt. Unternehmerin sein UND Künstlerin sein ist auch wirklich schwer. Es sind völlig andere Gehirnhälften, Motive, Talente. Eigentlich muss man ein Stück weit crazy sein, um beides zu können.

Neu: Wundervolle Orgeln:

Trost Hesse St. Martini Orgel Greußen (Greussen)

Konzert soon in Zweibrücken

Welches Cover hier unten findet ihr schöner?  Welches CD Cover gefällt euch besser? Durch die Original-Größe meines Gemäldes hat sich der Ausschnitt verschoben:

Wenn man mich fragt: Was ist Üben für dich? Das Wort Üben ist ja falsch. Es ist: Rückzug, Geschenk, Vorrecht, Ehre, Arbeit, Medizin, Therapie. (AHS)

Bild oben: Konzert Berlin, Sauer Orgel 

Heute erinnere ich an Sigrid Früh, Forscherin, Natalja Gontscharowa, Malerin.
Übrigens, es war nicht Amazon, sondern ein Nachbar, der am Sonntag das Päckchen brachte.

Bund der modernen Katholiken zeigt sich beweglich: Galilei hatte ein Stück weit Recht, aber es bleibt dabei, dass 12-Ton-Musik, Lutheranismus, Demokratie und Frauenrecht zu umgehender Erblindung führen. (Czech/Domzalski)

Yep! Ich mag diese Sorte Ironie.

Neu:

W.H. Pachelbel – Toccata G-Dur, Steinmeyer Orgel Stiftskirche Heilig Geist Rothenburg/Tauber, AHS

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Neu: Wochenspiegel Sachsen-Anhalt (Wospi) von heute, an der schönen Ladegast Weißenfels. Das ist ist die Ausgabe Naumburg, Zeitz, Weißenfels, Hohenmölsen.
Freu mich auf die Konzerte in Zweibrücken und auf Oliver Duymel.

Und danke für die Adventskalender.
Ich liebe Adventskalender (auch wenn sie nur einen Tag halten bei mir und das nicht mal bis zum 1.12.). Ich brauche eigentlich jeden Tag einen ganzen Adventskalender. Meine Liebessprache sind Geschenke. Oder besser: Ich habe jede Liebessprache, zu 100 Prozent. Und das war nicht ironisch. 

Neu:

Sauer Orgel St. Michael Berlin Mitte

Walcker Orgel Ringkirche Wiesbaden

3. November 2021

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Gottesdienst ist Gottes-Perspektive. (AHS)

Foto oben: Tüngeda, Knauf Orgel 

Die Atmosphäre in der Stiftskirche ist sehr schön. Alle sind freundlich und relaxed. Viele Frauen, alle nett. Ich gehe davon aus, wenn der Leiter (oder Boss oder Chefin) charakterlich gut ist, dann ist das ganze Team inspiriert.
Habe heute stundenlang an der Mühleisen geübt. Liszt. Diesmal den Allegro-Teil von Weinen-Klagen bis zum Choral. Beim Choral haben Besucherinnen in der Kirche mitgesungen. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Der ganze Allegro-Teil ist eine perfekte dramatische Linie. Ich habe wieder viel gelernt und diese dramatische Linie irgendwie verkörperlicht und verinnerlicht. Wir haben an beiden Orgeln gespielt. Liszt und diese Orgel, und es explodiert Klang. Fluten. Die Vorstellung Kays von Tempo und Fluss gefällt mir. Hatte noch Tippex noch an den Händen. Die Orgel muß über drei Ebenen angemacht werden. Hatte meine vorvertauschten Socken an. 

Klassik gilt ja oft als „Difficult Listening“. Vielleicht wäre es gar nicht mehr so „difficult“, wenn in Fahrstühlen usw. „Difficult Listening“ gespielt werden würde. „Easy Listening“ finde ich viel „difficulter“ zu hören.

Ich finde es schön, nach dem Ursprung von Kunst zu suchen. Und ich mag die Bewegungswege der Orgel, übertragende Wege. Klangwege.

Das mit den Zügen ist fast wie verhext: Warum sind ausgerechnet meine Züge immer verspätet? Und warum ist das, was ich in meiner Tasche suche, immer ganz unten? Warum finde ich immer erst dann was, wenn ich die ganze Tasche ausgeräumt habe?

Heute empfehle ich auf Youtube: The Legend of Jeff. Ich liebe JCS. Und die comments.

Neu:

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Bad Windsheim

Neu:

https://www.ann-helena.de/orgelinfo/knauf-orgel-wangenheim/

Knauf Orgel Tüngeda

Hesse Orgel Brüheim

Knauf Orgel Friedrichswerth

 

https://www.ann-helena.de/orgelinfo/hesse-orgel-goldbach/
Knauf Orgeln
https://www.ann-helena.de/orgelinfo/hey-orgel-bad-windsheim/
Bad Windsheim

Die Dummen sind so sicher, die Gescheiten so voller Zweifel. (Bertrand Russell)

Foto oben: Görsbach, Reubke Orgel

Heute erinnere ich an Alice Merton, Popmusikerin, Alexandra Cousteau, Filmemacherin. Heute Stuttgart. Ich berichte morgen. (Dass gestern Feiertag war, hatte ich vergessen )

Im Sommer 2022 bin ich mit der Promotion fertig. ❤️

Neu: 

Ladegast Orgel St. Gangolf Gangloffsömmern

Neu: 

Knauf Orgel Oesterbehringen

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Knauf Orgel

Leute, wie heißt dieser Choral? 

Pink Sugar

1. November 2021

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Große Worte letzter Männer: Mist! Der war abgefälscht! (Czech/Domzalski)

Foto oben: Heringen.
Es ist schon November! Ich lese Blaue Frau. Genial. Antje Strubel. Kurze, kühle Sätze. Wusstet ihr, dass Amazon auch am Sonntag liefert? Ich bin geschockt. PP für Innsbruck vorbereitet. Und neue Bilder.

Neu:

Katharinen-Orgel Schloss Stuttgart

Im Winter 2017, als ich entschied, noch Orgel zu studieren, überlegte ich zuerst, nach Halle zu gehen, zu Matthias Dreißig, ich hatte bei ihm Probeunterricht in Halle, um zu sehen, wie er unterrichtet. Ich fand ihn nicht gut. Deswegen bin ich woanders hingegangen: Nach Frankfurt. Ob er deswegen beleidigt ist/war? Ich bin froh, dass ich nicht nach Halle gegangen bin. Wenn ich das Niveau von Johannes Richter und Tom Anschütz höre. Und das Lästern bzw. die Gerüchteküche gefallen mir nicht. So habe ich Richter und Anschütz überall blockiert, seitdem lästern sie erst recht. Was ich erlebt habe: Wer in Rechtschreibung schlecht ist, ist meistens auch nicht gut in musikalischer Technik und musikalischer Rechtschreibung. Wer Frauen hintenrum attackiert und nicht den Arsch in der Hose hat, mich mit echtem Namen persönlich und konstruktiv zu kritisieren, ist meist auch in anderen Dingen feige und unmoralisch. Aber wie soll man es bei diesen „Vorbildern“ auch anders lernen? Matthias Dreißig selbst lästert hintenrum. Sehr unseriös. Diese Hochschulen in Halle und Weimar sind Männer-Hochburgen, finde ich. Und allgemein, gewisse Männer sind sehr schnell beleidigt, wenn man andere Wege einschlägt und nicht deren Meinung ist.

Heute erinnere ich an Giulia Enders, Ärztin und Autorin, Mirjam Pressler, Schriftstellerin, Farshid Moussavi, Architektin aus dem Iran.

Heute wollte ich ausschlafen, nach dem Motto: Wer einschläft, muß auch ausschlafen. (Czech/Domzalski)

Pattern

G.F. Händel – Organ concerto Nr. 13  in F Major HWV 295 (Auszug), AHS

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Händel Organ concerto

Astra, homines, Deus. Reformation. 

Oben: Beckerath Bielefeld

Es war schön, dass ich alle Kadenzen improvisiert habe gestern im Konzert in Mozart und Händel. Wer macht das heute noch?
Ronneburg wurde verschoben, so war ich heute in Stuttgart, habe im Schloss geübt, bald Unterricht, jedoch ist die Innenstadt ein Jahrmarkt, Reizüberflutung, überall Lichter, Leuchtreklame, Musik, Krach, Riesenrad und Buden, als hätte die Stadt ADHS, bis ins Schloss. Zuvor spielte ich für die Kulturenmühle (Theater in Stuttgart) Klavier. Heute erinnere ich an Sali Hughes, Autorin, Naomi Klein, kanadische Aktivistin, Rachel Carson, Biologin aus den USA. Morgen mehr. Heute Feiertag.
Gesegneten Reformationstag! Und schön: Zeitumstellung. Wem bezüglich Konzerte nicht zu trauen ist, ist Gustavo La-Cruz aus Schmölln.

Auch Rolf Frey aus Simmersfeld hat mich nach einem Konzert massivst genervt.

Schlosskirche mit Sternengewölbe, 1562 erbaut, Kleinod im Herzen Stuttgarts. Früher gab es hier die legendäre Eberhard Friedrich Walcker Orgel 1865. Ein Juwel!

Die Berner-Orgel (Stuttgart) wird demnächst ersetzt (Kay Johannsen). Das Instrument scheint nicht genug Klang, Glanz und Tiefe zu besitzen. Hier wird bald die Königin Katharina Orgel in Anlehnung an Walcker bis 2024 entstehen. Die Orgelbaufirma wurde noch nicht gewählt.

Großneuhausen

Die letzte von Mozarts schönen Kirchensonaten:

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Mozart Church Sonata KV 336 C-Dur Spitalkirche Rothenburg 

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Pachelbel an der Steinmeyerin

30. Oktober 2021

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Mein Mann hat jetzt endlich sein Idealgewicht. 5 Kilo. Und da ist die Urne schon mit drin. (Czech/Domzalski)

Foto oben: Beckerath Orgel Bielefeld

Das Konzert war schön. Ich war/bin zwar noch krank, aber dafür war es gut. Die Hustensafts bringen nicht so viel, machen mich nur dizzy. Es war sehr gut besucht. Es waren Fans von mir da. Ich spielte an beiden Orgeln der Heilig Geist (Steinmeyer und Sandtner). Die Steinmeyer steht auf der obersten Empore und verschmilzt mit der Decke. Der Dirigent war wirklich süß (=lieb, herzig). Es macht mir immer Spaß, mit Orchester zu spielen. Und Rothenburg ist so eine hübsche Stadt. Besonders mag ich bei Händel F-Dur 3. und 4. Satz. 6/8-Takt ist einfach schön. Diesmal aßen wir im RothenBurger. Heute erinnere ich an Rosalia Mera, spanische Mode-Unternehmerin, Jenny Marx, Sozialistin, und Miriam Makeba, Sängerin aus Südafrika.

Man hat mich gefragt: Was bringt es, sich über die Polizei zu beschweren, wenn diese nicht oder nur schleppend ermittelt gegen Hetze im Netz gegen Frauen? Nun. Da heißt es dann: Passt scho. So eine Post kann man genauso gut aus dem Fenster werfen. Es kommen nur Floskel zurück, landen im Off des „passt scho so“. Zudem scheinen Polizei und Staatsanwalt nicht wirklich unabhängig zu sein, sondern sich gegenseitig zu streicheln. Wahrscheinlich ermittelt die Polizei schon da wenig, wenn die aus Erfahrung weiß, dass es der Staatsanwaltschaft egal ist. Die Justizämter scheinen vor allem verdienen zu wollen: Wenn frau Männer anzeigt, heißt es dann: Wählen Sie den Privatklageweg. Um Gerechtigkeit scheint es der Justiz nicht zu gehen, sondern um Kohlemachen, denn ein Privatklageweg ist teuer. (Ich gehe davon aus, dass im Privatklageweg vor allem Männer vorzufinden sind). Damit macht es sich die Justiz leicht. Ich finde es billig, ungerecht und faul: eine Seite Post mit formellem Blabla, nicht mal mit Unterschrift. Dass mittlerweile viele Richterinnen und weibliche Angestellte bei der Justiz arbeiten, verändert seltsamerweise nicht die Frauenfeindlichkeit: Wieviel Frauenhass wird denn bestraft? Es wird nicht mal gegendert, es heißt: „Lieber Absender“. Justiz: eine Welt, die dringend Veränderung und Reformation braucht. Ich glaube, wenn ich nicht Künstlerin wäre, wäre ich eine sehr gute Anwältin geworden. Es gibt offenbar viel zu viele kriminelle Anwälte. Aber dazu morgen mehr.
ps: Ob es nicht auch Männerhass gäbe? Mag sein. Bestimmt. Aber der ist nur eine Reaktion. Frauenhass kommt immer zuerst.

Ganglöffsömmern

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Steinmeyer op. 46 Rothenburg, Franken

Per aspera ad astra. Durch Stürme zu den Sternen.

Foto oben: Bielefeld, Brackwede

Heute ist Konzert mit Orchester in Rothenburg Heilig Geist Kirche an Steinmeyer Orgel und Sandtner Orgel, ich freue mich. Händel und Mozart KV 336.

Heute erinnere ich an Louise Otto-Peters, Frauenrechtlerin, und Marie Jahoda, Sozialwissenschaftlerin. Sie schreibt, unsere Welt habe in all der Zeit keinen Fortschritt gemacht. Technologisch ja. Aber im Gesamtzustand nicht. Ich sage: Richtig. Im Gegenteil, in all der Zeit unserer Existenz hat die Welt im Gesamtzustand zwei Schritte und fünf zurück gemacht. Was nützt uns da technologischer Fortschritt? Das befriedigt meist nur Männer. (Und sind nicht Frauen und Kinder der Hauptteil der Welt-Bevölkerung?)

Aus meinen veröffentlichten Gedichten:

Töne sinken ein, als hätten sie Gewicht an ihrem Hals.

Heute erinnere ich an Ingeborg Rapoport, Ärztin, sie wurde über 100 Jahre alt und promovierte noch spät fertig, an Betty Friedan, Frauenrechtlerin (möchte ich auch sein), und an Andrea Zietzschmann, Intendantin.

Neu: Ronneburg

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Ronneburg Ladegast Orgel

Heute las ich in EMMA (sie kam heute das erste Mal per Post zu mir), dass Frauen sich oft gegenseitig entwerten. Das sehe ich genauso. Ich dachte immer, ich bin die einzige Frau, die das erkennt. Endlich finde ich vor, dass ich nicht alleine bin. Es ist tatsächlich verstörend, dass Frauen „beigebracht bekommen“, sich gegenseitig abzuwerten. Ich bin traurig, dass die meisten meiner Fans, Blogleser, Unterstützer und Freunde Männer sind. Warum ist das so? Ich selbst habe erlebt, dass es mir Frauen schwer gemacht haben, während Männer sehr unterstützend waren. Woran liegt das? Ich möchte Frauen erreichen. Aber vielleicht ist meine Berufung, in einer Männerwelt positiv über Frauen zu reden?
Es ärgert mich, wenn Ehefrauen nicht vorgestellt werden und da stehen und keinen Pieps sagen und in der Beziehung putzen und kochen, während der Mann die Töne spuckt. Manchmal denke ich, wenn deutsche Männer dürften, sie würden auch Vierzehnjährige heiraten.

Wenn die „Großen“ einer Stadt aufgezählt werden, sind es meist nur Männer. 

Carolin Kebekus schreibt: In der Welt der Schlümpfe gibt es Schneiderschlumpf, Malerschlumpf usw. – und Schlumpfine? Männer organisieren die Welt, und es darf immer nur eine Frau mitspielen. Und dann wird so getan, als wären Frauen von Natur aus „stutenbissig“. Frauen positionieren sich deswegen voneinander weg, anstatt aufeinander zu, weil Männer nur wenige Frauen im Spiel mitspielen lassen (oft nur eine). Frauen sind nicht von Natur aus frauenfeindlich.

Mehr Frauensolidarität unter Frauen! Das ist auch mein Wunsch. In der Kirchenmusik habe ich das fast gar nicht erlebt. Sind Frauen da wirklich nur Schattengewächse, wie mir jemand schrieb?

Es ist Fakt, Frauen sind das Schönste im Universum. Es gibt im gesamten All kein schöneres Geschöpf als die Frau. Sie ist Gottes Meisterleistung. Und jeder Mann, der eine Frau schlecht behandelt, sollte nie vergessen, dass er Gottes Augapfel antastet.
(Zudem glaube ich nicht, dass es anderes Leben gibt im All. Gott hätte darüber sicher nicht geschwiegen. Und Geld auszugeben, danach zu suchen oder gar, dass wir woanders leben könnten, ist buchstäblich hinausgeworfen. Dies Geld lieber für Hungernde ausgeben. Vermutlich gäbe es keine Hungernden mehr, wäre all dieses Geld an sie geflossen.)

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Heringen, Schulze Orgel

Knauf Orgel Tüngeda