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Ann-Helena Schlüter

Der Begriff Vaterunser wird ersetzt durch Elternteilunser. (Czech/Domzalski)

Es war ein sehr schönes Konzert gestern. Ich mag die Späth Orgel von 1932, von Gebrüder Späth (Ennetach-Mengen) erbaut: 28 Register, 1918 Pfeifen, 78 Pfeifen sind aus Holz, 390 Pfeifen aus Zink und 1450 Pfeifen aus einer Zinn-Blei-Legierung. Der nacktpfeifige Prospekt wirkt beinahe weiß, nicht silber. Freier Spieltisch. Süffiges Pedal. Leichtgängig. Trotz der Größe der katholischen Laurentiuskirche (Hauptkirche in Contwig, Pfalz) gibt es keine allzu starke Akustik.

Standing Ovations. Unten verbeugt. Und oben. CDs und Bücher verkauft. Fans von weiter weg gekommen. Die großen Werbebanner hat ein Autohaus finanziert. Manche Männer hielten mein Foto für „verkehrsgefährdend“, teilte mir Oliver mit. 

Sehr gefallen haben mir die silbernen Handhebel der Orgel (sehr mildes Registercrescendo). Man kommt sich vor wie in einer Cockpit-Zeitmaschine. In einer Zeit der alten Grammophone.

Presse: Saarbrückener Zeitung, Rheinpfalz.de, Zweibrückener Rundschau/Merkur. 

Es wurde geheizt. Es ist meine 5. Späth-Orgel. Sie ist ganz anders als die extrovertierte Rieger von meinem Konzert am Freitag, viel weicher. Die Orgel ist sehr kompakt und angenehm am Spieltisch, besonders das Pedal. Es war eine sehr begabte Orgelschülerin zum Blättern da. Es wurde wieder von Gerhard Schmidt gefilmt. Auszüge daraus erscheinen bald auf YouTube. Für einen Live-Stream war das Internet der Kirche nicht stark genug. Ich habe meine eigenen Werke gespielt, dazu Bach, Romantik, Himmelslieder mit Gesang. Hinterher ging ich mit dem Pfarrer etwas essen, denn ich wollte sehr gern mit ihm über den Glauben reden. Es ist ein sehr besonderer Pfarrer, da er ebenso ein „Spätberufener“ ist, sehr musikalisch und zuvor ein ganz normales Leben hatte als BWLer. Wir haben auch über Martin Luther gesprochen. Und über Heldinnen und Heilige. Und über Rom. Ich habe noch nie einen Pfarrer erlebt, der so gut singen kann. Es war auch schön in der Messe frühs, meine eigenen Lieder zu singen. Ich mag den katholischen Glauben, auch wenn ich evangelisch bin. Ich kann auch verstehen, welche Rolle Maria und die Sakramente spielen. Dass Bischöfe so viel verdienen, hat mich jedoch stutzig gemacht. 

Ich habe ein Präludienbuch, perfekt dafür, neue Orgeln damit zu bespielen (ich spiele meist von Blatt).
Sehr schön war es auch, am Abend zuvor in der Messe der kath. Kirche „Maria, Königin der Engel“ in Contwig Stammbach zu spielen, an der Hugo Mayer von 1966. Die ländliche Pfalz ist wirklich schön. Rote Sitzkissen, gut besuchte Messe, Kupferpfeifen im Prospekt, der Spieltisch direkt vor dem Prospekt. Es hat Spaß gemacht, hier in der Messe zu spielen und meine eigenen Lieder zu singen. Ein sehr musikalischer Pfarrer leitet die Gemeinden, Johannes Müller. Danke auch an Oliver Duymel, der alles organisiert hat. 
ps: Das Hotel & Restaurant Bärmann kann ich nur empfehlen. Sehr nette Leute. Sie haben mir sogar die Presseberichte hingelegt. 

 

Späth Orgel St. Laurentius Contwig, Pfalz

 

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Neu: Orgel-Information: 

Oberlinger Orgel Ernstweiler

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Späth Orgel

Mayer Orgel Contwig Stambach

Unsere Weltkugel ist so zerbrechlich wie eine Orgel. Papierdünne Atmosphäre. Die Werke sind Kontinente. (AHS)

Mein Konzert an der Rieger-Orgel war sehr schön. Sie ist groß, blau, 3 M und extrovertiert, für diese große Heilig Kreuz Kirche muß sie das auch sein, starke Akustik. Die Registrierung hat Spaß gemacht. Zwei Presse war da. Die Artikel kommen Dienstag. Ich mag die Pfalz, so dicht an Frankreich. Rheinland-Pfalz und das Saarland – nette Gegend. Die Uni-Abteilung Informatik aus Kaiserslautern unter Prof. Gerhard Schmidt war da wegen dem Livestream, es war eine hybride Veranstaltung:

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Meine Bilder und Kunstwerke am Beamer kamen gut an. Leider ist meine Stimme nicht sehr laut, eher zart.
Leider durfte wegen C nicht geheizt werden (!).
Ich bin im Hotel in Contwig. Das Essen war lecker.

Ich habe festgestellt, dass bei manchen Menschen die Liturgie bzw. Liturgik (menschengemachte, kirchliche Tradition um Jahreszeiten) über dem Evangelium steht, das immer gültig ist, nicht nur in einem kleinen Jahresabschnitt. Dass der Kreuzweg nur um Ostern herum passend sei oder Relevanz habe, ist pures Heidentum und Unglaube; dass der Heilige Geist nur um Pfingsten herum eine Rolle spielen darf, Dummheit.

Es ist im besten Fall Religion im Sinne von Pharisäertum und fern von Bibelverständnis. Mich nervt Liturgik-Nörgelei. Als ginge es darum, „wann das WO aufzuführen ist“. Weihnachten gibt es auch ohne „WO“ und auch ohne Jahreszeiten, Kirche und Liturgik. Weihnachten kann im Sommer im Dschungel passieren. Was ist Weihnachten?

Nicht Kirchenfrömmigkeit. Weihnachten ist, dass Gott Mensch geworden ist. Und dass Menschen dies erkennen. Mit Musik hat das nichts zu tun. Die Liturgik-Religion ist so, als würde man sagen, Weihnachten ist Weihnachtsbaum, WO, Glühwein, Lebkuchen, liturgische Farbe. Nein.

Weihnachten ist: Gott wurde Mensch. Der Startpunkt des Evangeliums und Gnade für jeden Tag. Revolution. Nicht Tradition.

Und der Kreuzweg mit Jesus gilt jeden Tag, gilt durch alle Ewigkeiten. Das auf bestimmte Rituale und Zeiten zu beschränken ist Kontrolle und Sicherheitsdenken. Das Evangelium aber lässt sich nicht einsperren.

Auch nicht in die Kirche. Da schon gar nicht. Und Gott zu beschränken – just try it. Die, die an Liturgik mehr festhalten als an dem ungeheuerlichen Evangelium, glauben mehr an Kirche und Tradition als an die Botschaft der Auferstehung, die immer gilt. Solche Menschen denken wahrscheinlich, dass die Bibel nur Legenden oder Märchen oder Symbole erzählt, die das Jahr irgendwie einteilen.

Neu: Orgel-Information:

Rieger Orgel Heilig Kreuz Kirche Zweibrücken

Rommel Orgel St. Blasii KircheZella-Mehlis

 

 

Alles erfahre ich, indem ich schweige, auf dass ich höre. (AHS)

Heute erinnere ich an Charlotte Perriand, Designerin.

Mein iPhone hatte heute Update, seitdem sehe ich mehr als je zuvor, wie sehr Google den Markt eingenommen hat, der Browser Safari ist mehr oder weniger Google geworden.

Trotz aller Impferei spricht man von der „vierten Welle“ („woran die Ungeimpften schuld sind“). Die Lockdowns werden vor allem bei labilen Menschen wieder Aggressionen, Langeweile, Frust und Belästigungen im Netz auslösen? Viele dieser Lästermäuler sind entweder arbeitslos, unzurechnungsfähig, in Rente, faul oder beruflich nicht ausgefüllt. Das einzige, was sie haben, ist Zeit. Zeit zu stänkern. Anstatt zu üben. Selbst während ihrer regulären Arbeitszeit verbringen sie Stänkerzeit im Netz. Und die Staatsanwaltschaft scheint nicht bemüht, IP-Adressen etc. zu ermitteln oder sich zu kümmern. Das Internet interessiert die nicht sonderlich. Sie lehnen das Internet geradezu ab. Ist das nicht unfassbar, naiv und dumm? Ich hoffe, ich kann mithelfen, der Staatsanwaltschaft die Augen zu öffnen. Sie bekommen nicht wirklich mit, dass sich die reale Welt mittlerweile im Netz abspielt. Das ist besonders für Selbstständige, Künstlerinnen und allgemein für Frauen bedenklich. Ich bekomme sogar „anonyme“ echte Post von Stalkern aus der „Kirchenmusik“, ich weiß natürlich, von wem. Die Szene der deutschen Kirchenmusiker und ihrer Laien-Absetzer ist in vieler Hinsicht kriminell. Das geht bis in sogenannte „hohe Posten“, zudem Lobbyismus, Männerklüngelei („eine Frau ist genug“) und Inzucht in Form von Mauschelei. Männermauschelei. MM.
Bin ich idealistisch, wenn ich hoffe, die Augen der Welt öffnen zu können?
Aber die Musik erhebt mich wieder.

Ich freue mich auf das WE und die schönen Konzerte. Meine Kunstwerke werden morgen via Beamer an die Wand projiziert, und ich improvisiere dazu und lese meine Lyrik. Kreuzweg. Meine Gaben kommen so zusammen. Ich liebe es, mein musikalisches Talent mit anderen Kunstformen zu verbinden, der Lyrik. Professor Schmidt und seine Studenten sind da, um die Technik aufzubauen. Diese haben sich auch sehr im Vorfeld engagiert, dass es gestreamt werden kann. Überall in Town große Plakate. (Gewisse Neider, die weibliche Kreativität hassen, haben ja alles versucht, Konzerte aufzuhalten. Die werden sich jetzt wahrscheinlich grün ärgern.) Ich aber denke an die jeweiligen Konzerte immer nur am Tag zuvor. Sonst würde ich nicht zurecht kommen unter der Woche mit all den Verpflichtungen. Kann das klar abgrenzen. Habe das trainiert. Trotz meiner Gefühle muß ich bei gewissen Dingen sehr mit Köpfchen vorgehen, um alles zu schaffen.

Saarbrückener Zeitung und Pfälzischer Merkur dazu (Cordula von Waldow, Oliver Duymel):

https://www.saarbruecker-zeitung.de/pm/zweibruecken/ann-helena-schlueter-zu-gast-in-zweibruecken-und-contwig_aid-64019903

live Stream heute abend 19 Uhr:

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Neu: Orgelvermittlung, Orgel Vlog, Orgel Date AHS

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Orgel Vlog


und sehr nett, von Michael schön geschnitten, und ich mit der weißen Bommelmütze mit der riesigen Bommel in der Orgel

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Elektropneumatische Orgel


Beten heißt für mich, musizieren. (AHS)

Foto oben: Schnitger Orgel Hamburg 

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Dom Orgel Innsbruck

Heute Muscheln gegessen. Austern. Hmmm, im Winter Muscheln aus Frankreich zu essen ist nett, aber natürlich nicht zu vergleichen mit meinen frischen Muschel-Sommer-Inside-Frankreich-Erlebnissen, wo man mit Weißwein Muscheln schlürft am Meer.
Ansonsten wird es kalt. Ich freue mich auf das WE und neue Orgeln und Konzerte.

Orgelvermittlung:

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Orgel-Information:

Schnitger Orgel St. Jacobi Hamburg

 

Du Fernegott, du Zuversichtler. (AHS)

Foto oben: Dom Innsbruck

Neu: Liszt Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen

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Neu: Orgel-Information:

 

Pirchner Dom Orgel Dom Innsbruck

Rensch Orgel Heilbronn

Aigner Orgel Schwaz, Tirol

Pirchner Berg-Orgel Gnadenwald


Bin wieder daheim.
Mussten heizen. Nicht so gut für die Instrumente.
Erinnere mich gern an das WE:

Wunderschöne Aigner Orgel in Schwaz. 1987/88 generalsaniert von Pirchner und 2020 bemalt (Erler, rosa, nicht mehr braun). Rosa Orgel! Wunderschön. Pfeifenmaterial noch aus dem 17. Jahrhundert. Beeindruckender Kreuzganghof von 1507. Arkadenwände, Gewölbematerial, Schlußstein. Schwaz ist eine hübsche Stadt mit 13.000 Einwohnern. In der Franziskanerkirche: Spätgotische Skulpturen, Chorraum, größtes gotisches Gotteshaus in Tirol, im Bettelordenstil, Sippenbild, Statuen. Großer schöner Kreuzgang. Gotisches Relief (1520), barocke Kanzel 1736. Refektorium, Pfortenhof, Klausurportal, Klostergarten, Kapelle.
Weißes Kloster mitten in den Bergen, ein wunderschöner Friedhof, Kreuzgang. Hier leben echte Mönche. Medaillon. Stuckdecke. 
Das Harmonium ist the best. Das Besondere dieser Orgel ist das Harmonium. Insgesamt klingt diese herrliche Orgel in dieser Akustik warm und füllig und süffig. Sie ist u.a. für Barock und Alte Musik geeignet. 

Aigner-Orgel 1843:

Dom Innsbruck

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Bergorgel

Ich hatte am Anfang eher Angst vor so einem Ding, habe dann die Herausforderung angenommen. (AHS 2017 über ihre Anfänge an der Orgel) 

Ich liebe die Pirchner Orgel im Dom Innsbruck St. Jakob in Tirol – Pirchner Orgel (1998-2000), Orgel Date AHS. Schöne blaue Gold-Orgel auf der Westempore der Kathedrale: Österreichische Orgelbaufirma aus Steinach am Brenner bei Italien.
Größte Pirchner Orgel in Tirol (3 M, 60 R), historisches Gehäuse von Johann Kaspar Humpel 1725 mit großen Engeln, 3729 Pfeifen, mechanisch. Der historische, einmalige Humpel-Pfeifen-Fächer mittig im Prospekt ist leider stumm (früher war er natürlich nicht stumm). Er ist mit das Schönste im Prospekt, optisch herrlich und denkmalgeschützt. Die blaue Orgel mit Blattgold leuchtet in der Sonne, ein ungewöhnlicher und historischer Prospekt mit großen Pedaltürmen, Ebenholztasten, hauchdünne Rinderknochen und Elfenbein (Manuale), wunderschöne Registerzüge. Sie besitzt keinerlei Spielhilfen außer französische Koppeln und Zungenabsteller, das Fernwerk ist in der Kuppel und leider nicht mehr an die Orgel angehängt (separater Spieltisch unten). Sie hat viele französische Farben und viele romantische Auszüge, mit Schweller und Walze, Schleiflade. Die Akustik besitzt viel schönen Hall, die Orgel ein kleines Rückpositiv („Gefrierschrank“). Der Raum an sich ist pure Schönheit, große Deckengemälde, Schmuck. Der alte schöne Spieltisch und die Pfeifen von Rieger stehen nun in Wien. Die frühere Dom-Rieger-Orgel aus Innsbruck steht nun in Wien-Breitenfeldt (pneumatisch, Kegellade).
Der Dom Innsbruck glänzt voller Kuppeln, Kunst, Marmor. Ich übte Liszt WKSZ ohne Blätterer und Setzer und registrierte Albert beim Orgelvermittlungskonzert. Danke an Albert Knapp, sehr nett und relaxed. Pirchner 1998-2000 Steinach am Brenner. 3729 Pfeifen, 57 Register, mechanisch. Im Nordturm steht das größte Carillon Österreichs (Niederlande 1982, 48 G). Wundervoller Prospekt von Johann Caspar Humpel 1725 aus Meran, Notenbuch in einer Stuckagraffe. Habsburgischer Doppeladler über der Chorempore, Stuckengel mit Spruchbänder, Wandpfeiler aus rotmarmornen Pilaster, Gnadenbilder, unfassbar schöne Kuppeln, Stuck, Fresko, Silberbüsten, Tabernakel, Silberrelief, Chorbogenaltar, herrliche Ausstattung, Marmorfiguren, Kreuzaltar, Putto an der Brüstung, glänzendes Langhaus. Mitten im Rosa steht die gold-blaue Orgel mit Pfeifen-Fächer, barocker Orgelprospekt mit Engeln, die Violine und Mandoline spielen. Trageengel am Kanzelkorb.

Wir fuhren dann am Morgen ganz früh von Innsbruck über Hall/Mils (Pirchner Orgeln), Volders (Karls-Kirche mit Kögler-Orgel, die sogenannte Zuckerhut-Orgel direkt im Berg oder am Bergrand) nach Wattens, ca. 16 km von Innsbruck. Florian und Michael holten mich vom Hotel Rufi’s ab. Die Nordkette lag links von uns (u. a. Hundskopf und Bettelwurf). In Innsbruck liegen das gelbe Landestheater, der schwarze moderne Block (Haus der Musik, wo ich spielte), die Hofkirche (Ebert-Orgel) und die Hofburg (Residenz) nahe beieinander. Hinter der Hofburg (Museum) befindet sich der Dom, wo ich spielte.
Wattens ist eine sogenannte Marktgemeinde mit ca. 8000 Einwohnern. Eine Marktgemeinde ist größer als ein Dorf, aber keine Stadt. Die Tiroler denken zuerst in Tälern und Bergen und dann in Städten.
In Wattens besuchten wir die Laurentiuskirche mit der Pflügerorgel (1986) mit 18 Registern (2 M). Die Kirche ist ca. 700 Jahre alt, historischer Prospekt aus dem 18. Jahrhundert (Ohren, Türme, der Schwung in der Mitte, Bögen, Bordüre). Leider haben sich die Firmen Pflüger und Pirchner beide aufgelöst (Insolvenz 2015). Martin Pirchner ist ein Ein-Mann-Betrieb (Familienbetrieb), der Wartungsverträge hat. Pirchner hat allein in Tirol über 100 Orgeln. Ganz Tirol ist voll mit Pirchner. Im Dom Innsbruck St. Jakob steht eine mechanische, in Wattens eine elektro -pneumatische.
Die schöne Pirchner Orgel in Wattens ist 12 Meter breit, 4 Meter tief und 7 Meter hoch. Sie hat 3 M, 3624 Pfeifen, 48 klingende Register, Kegellade und einen freistehenden 16’-Prinzipal vom HW im Prospekt. Der Prospekt ist nacktpfeifig (freistehend ohne Einhausung). Obwohl Pirchner in ganz Tirol sehr vorhanden ist (auch in Bayern), ist jeder Prospekt überall völlig unterschiedlich und so auch die Spieltraktur (mechanisch, vollpneumatisch, voll elektrisch oder elektro-pneumatisch). Mechanisch ist natürlich am langlebigsten, wartungsfreiesten und am wenigsten empfindlich für Fehleranfälligkeit (Wartungen für Hänger, Heuler, Klemmer sind nicht oft). Die Kronleuchter hier in Wattens sind von Swarovski, Firma aus Wattens mit 5000 Angestellten.
Die Pirchner Orgel in Wattens besitzt 3 Bälge, für jedes Manual (Werk) einen, und einen riesigen Motor, einen göttlichen Kino-Tremulanten auf dem 2. und 3. M, die übrigens beide schwellbar sind, eine Crescendo-Walze, eine Hochoktav-Koppel, einen freistehenden Spieltisch und freie Kombinationen. Die Orgel ist ausgebaut für französische Literatur. Der kleine Schwung über dem Spieltisch ist stumm. Die Akustik ist eher samtig-trocken.
Es war heute der „Helden-Sonntag“ zum Gedenken der Verstorbenen im Krieg in der katholischen Marienkirche (Mariä-Empfängnis), es sang der Wattener Männer-Chor, alle in Trachten (einer machte mich an), Fahnen-Abordnung der Vereine, Schützen mit Gewehren, Musikkapelle und Orgel und Totenwache (Feuerwehrmänner mit silbernen Helmen). Trotz allem war die Predigt sehr gut (trotz der Action). Hinterher spielte ich Liszt. Mit hervorragenden Registranten macht es richtig Spaß! In der Orgel innen zeigte mir Florian die Bälge, die Spieltrakturen, die Umlenkung der Schwellmechanik (Zugbewegung), das Pedalwerk, alles ist sauber und gepflegt. Früher war starker Schimmelbefall im Lockdown durch Weihrauch.
Nach Wattens fuhren wir zum Ezeb zum Kaffeetrinken, danach zur katholischen Franziskanerkirche in Schwaz (ca 12 km von Wattens, 13.000 Einwohner). In Schwaz sind die wunderschöne (rosa!) Josef Aigner Orgel von 1843 und die unfassbare Reinisch-Pirchner in der (weltweit größten vierschiffigen) Stadtpfarrkirche von 1809/1898/1909. Diese Reinisch-Pirchner ist denkmalgeschützt und die einzige Orgel weltweit, deren Rückpositiv um einen Pfeiler (!) rankt! Zudem hat sie zwei getrennte Seiten-Orgeln. Dann fuhren wir nach Terfens, zur Heiligen Juliana, der Dorfkirche, zur neuen Erler-Orgel von 2007, Eiche massiv und Neubau. Zuvor war dort eine alte Reinisch-Orgel, verschimmelt und von Holzwurm zerfressen.
Zuletzt fuhren wir nach Gnadenwald (Berg-Gemeinde), der siebten Orgel von heute, 879 ü. M., im Berg, zur Klosterkirche St. Martin, zur Pirchner Orgel von ca. 1965. Es ist eine hübsche kleine Bergorgel (1 M, 6 R), Alpenorgel, Freipfeifen-Prospekt, wie die Pirchner in der Marienkirche, nur zu heiss gebadet. Viele Bergorgeln, die (um) die 1000 Meter kratzen, haben keine Zungen, da der Luftdruck (Temperatur, atmosphärischer Druck) so stark variiert, dass sie sich nur verstimmen. Wir haben Choräle gespielt und gesungen, während es draußen dunkel und finster wurde. Ein gepflegtes, warmes Kloster, in dem leider keine Schwestern mehr leben.
Es war ein spannender, voller Tag, und ich berichte morgen mehr. „Wohl“! Danke an Florian und Michl Rexeis!

„Sie ist wissbegierig wie ein Monsterle, ein fanatisches Ding.“ (Florian Domanits über AHS)

Österreich ❤️ Morgen fahre ich wieder heim.

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Pirchner Orgel Dom Innsbruck

Verschmelzen mit Raum und Instrument – das hat mir schon immer gefallen. Und von einem Instrument, von einer Orgel auf die andere schalten, am selben Tag, das ist spannend. Und auf Orgel und Klavier gleichermaßen konzertieren.
Cyber-Bullying erlebte ich bisher nur in der Kirchenmusik-Welt.
J.S. Bach – Alpen-Berg-Orgel Pirchner Orgel Gnadenwald Kloster St. Martin, Tirol, AHS

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Alpen-Orgel

Astra, homines, Deus. Reformation. 

Oben: Beckerath Bielefeld

Es war schön, dass ich alle Kadenzen improvisiert habe gestern im Konzert in Mozart und Händel. Wer macht das heute noch?
Ronneburg wurde verschoben, so war ich heute in Stuttgart, habe im Schloss geübt, bald Unterricht, jedoch ist die Innenstadt ein Jahrmarkt, Reizüberflutung, überall Lichter, Leuchtreklame, Musik, Krach, Riesenrad und Buden, als hätte die Stadt ADHS, bis ins Schloss. Zuvor spielte ich für die Kulturenmühle (Theater in Stuttgart) Klavier. Heute erinnere ich an Sali Hughes, Autorin, Naomi Klein, kanadische Aktivistin, Rachel Carson, Biologin aus den USA. Morgen mehr. Heute Feiertag.
Gesegneten Reformationstag! Und schön: Zeitumstellung. Wem bezüglich Konzerte nicht zu trauen ist, ist Gustavo La-Cruz aus Schmölln.

Auch Rolf Frey aus Simmersfeld hat mich nach einem Konzert massivst genervt.

Schlosskirche mit Sternengewölbe, 1562 erbaut, Kleinod im Herzen Stuttgarts. Früher gab es hier die legendäre Eberhard Friedrich Walcker Orgel 1865. Ein Juwel!

Die Berner-Orgel (Stuttgart) wird demnächst ersetzt (Kay Johannsen). Das Instrument scheint nicht genug Klang, Glanz und Tiefe zu besitzen. Hier wird bald die Königin Katharina Orgel in Anlehnung an Walcker bis 2024 entstehen. Die Orgelbaufirma wurde noch nicht gewählt.

Großneuhausen

Die letzte von Mozarts schönen Kirchensonaten:

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Mozart Church Sonata KV 336 C-Dur Spitalkirche Rothenburg 

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Pachelbel an der Steinmeyerin

Per aspera ad astra. Durch Stürme zu den Sternen.

Foto oben: Bielefeld, Brackwede

Heute ist Konzert mit Orchester in Rothenburg Heilig Geist Kirche an Steinmeyer Orgel und Sandtner Orgel, ich freue mich. Händel und Mozart KV 336.

Heute erinnere ich an Louise Otto-Peters, Frauenrechtlerin, und Marie Jahoda, Sozialwissenschaftlerin. Sie schreibt, unsere Welt habe in all der Zeit keinen Fortschritt gemacht. Technologisch ja. Aber im Gesamtzustand nicht. Ich sage: Richtig. Im Gegenteil, in all der Zeit unserer Existenz hat die Welt im Gesamtzustand zwei Schritte und fünf zurück gemacht. Was nützt uns da technologischer Fortschritt? Das befriedigt meist nur Männer. (Und sind nicht Frauen und Kinder der Hauptteil der Welt-Bevölkerung?)

Aus meinen veröffentlichten Gedichten:

Töne sinken ein, als hätten sie Gewicht an ihrem Hals.

Heute erinnere ich an Ingeborg Rapoport, Ärztin, sie wurde über 100 Jahre alt und promovierte noch spät fertig, an Betty Friedan, Frauenrechtlerin (möchte ich auch sein), und an Andrea Zietzschmann, Intendantin.

Neu: Ronneburg

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Ronneburg Ladegast Orgel

Heute las ich in EMMA (sie kam heute das erste Mal per Post zu mir), dass Frauen sich oft gegenseitig entwerten. Das sehe ich genauso. Ich dachte immer, ich bin die einzige Frau, die das erkennt. Endlich finde ich vor, dass ich nicht alleine bin. Es ist tatsächlich verstörend, dass Frauen „beigebracht bekommen“, sich gegenseitig abzuwerten. Ich bin traurig, dass die meisten meiner Fans, Blogleser, Unterstützer und Freunde Männer sind. Warum ist das so? Ich selbst habe erlebt, dass es mir Frauen schwer gemacht haben, während Männer sehr unterstützend waren. Woran liegt das? Ich möchte Frauen erreichen. Aber vielleicht ist meine Berufung, in einer Männerwelt positiv über Frauen zu reden?
Es ärgert mich, wenn Ehefrauen nicht vorgestellt werden und da stehen und keinen Pieps sagen und in der Beziehung putzen und kochen, während der Mann die Töne spuckt. Manchmal denke ich, wenn deutsche Männer dürften, sie würden auch Vierzehnjährige heiraten.

Wenn die „Großen“ einer Stadt aufgezählt werden, sind es meist nur Männer. 

Carolin Kebekus schreibt: In der Welt der Schlümpfe gibt es Schneiderschlumpf, Malerschlumpf usw. – und Schlumpfine? Männer organisieren die Welt, und es darf immer nur eine Frau mitspielen. Und dann wird so getan, als wären Frauen von Natur aus „stutenbissig“. Frauen positionieren sich deswegen voneinander weg, anstatt aufeinander zu, weil Männer nur wenige Frauen im Spiel mitspielen lassen (oft nur eine). Frauen sind nicht von Natur aus frauenfeindlich.

Mehr Frauensolidarität unter Frauen! Das ist auch mein Wunsch. In der Kirchenmusik habe ich das fast gar nicht erlebt. Sind Frauen da wirklich nur Schattengewächse, wie mir jemand schrieb?

Es ist Fakt, Frauen sind das Schönste im Universum. Es gibt im gesamten All kein schöneres Geschöpf als die Frau. Sie ist Gottes Meisterleistung. Und jeder Mann, der eine Frau schlecht behandelt, sollte nie vergessen, dass er Gottes Augapfel antastet.
(Zudem glaube ich nicht, dass es anderes Leben gibt im All. Gott hätte darüber sicher nicht geschwiegen. Und Geld auszugeben, danach zu suchen oder gar, dass wir woanders leben könnten, ist buchstäblich hinausgeworfen. Dies Geld lieber für Hungernde ausgeben. Vermutlich gäbe es keine Hungernden mehr, wäre all dieses Geld an sie geflossen.)

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Heringen, Schulze Orgel

Knauf Orgel Tüngeda

Aber du hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet. Wer kann der Macht deines Armes widerstehen? (Weish. Salomonis 11, 21)

Oben: West-Orgel.

Glaube, der die Erde liebt – und dies auch im musischen Bereich. Ich bin einfach so hineingewachsen in das musikalische Leben. Bachvermittlung. Musikpädagogik. Literatur, Lyrik, Songs. Aus meinen veröffentlichten Gedichten:

Töne teilen sich wie das Meer. 
Jage und schwinge hindurch mit den Händen, mit dem Streitwagen der Kunst.
Tasten biegen und fliegen, springe ab, stehe! Von wem soll ich singen? 

Es ist interessant zu beobachten, wie eine Orgel gewartet wird: Spieltischbeleuchtung, Heuler, wenn Tasten hängen, Register unsauber sind usw.

Ich habe nun fast 100 Orgeln fertig auf Orgel-Information. Und doch ist es nur ein winziger Bruchteil von meinen Orgeln. Es sind bestimmt schon 1000. Wie soll ich nur fertig werden? 

Neu: Trost Orgel Altenburg 

Neu: Mühleisen Hamburg 

Alle, die den Blog lesen und nicht helfen, obwohl sie es könnten, sei es durch Screenshots der Lästereien der Hater, durch Hinweise an mich usw., oder die sich an Streit anderer ergötzen usw., sind für mich Mittäter. Diejenigen, die solche Leute decken, sind genauso schlimm. „Angst vor denen“ ist für mich keine Begründung.

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Spinett @ home 

Traukirche Dornheim

Liszt – Präludium und Fuge B-A-C-H on the name B-A-C-H Beckerath Orgel Hamm, Ann-Helena Schlüter AHS

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27. Oktober 2021

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Frauenmorde sind politische Morde, Frauenhass ist eine Waffe. (EMMA)

Foto oben: Schulze Orgel.

Bin etwas erkältet. Stimme tief. Kopf weht. Bisschen Temperatur. Trinke Erdbeer-Sahne-Tee. Und das paar Tage nach meiner Grippeimpfung (für Barmer-Punkte). Hoffe, morgen wieder fit. Am Freitag Konzert will ich komplett fit sein. Leider mache ich selbst angeschlagen nicht viel langsamer. Mein Motor brennt heiß. Aber ich spüre immer, dass mich Gott beschützt. Ein Beispiel: Einmal hatte ich mein ganzes Portemonai vergessen im Zug nach Österreich. Ich wurde auf dem Weg nicht kontrolliert. Nicht mal an der Grenze. Und als ich Hunger hatte, hat mir jemand Brötchen und Kaffee spendiert. Und auf dem Rückweg drückte die Schaffnerin ein Auge zu. So ist Gott. Ein Beschützer. ❤️
Mein Stipendiats-Clavichord von der Deutschen Clavichord Societät DCS wurde heute nach einem Jahr abgeholt. Ein Jahr schon rum! Heiko Hansjosten, der mir das Instrument als ehemaliger Vize vermittelte, von der DCS, und eine Studentin (Korrektur: Ehefrau) holten es bei mir ab. Es ist ein schönes Burkhard Zander, ein Nachbau von Leipzig Nr. 10. C/E – c3 mit kurzer gebrochener Bassoktave, kurze Oktave plus Fis und Gis, Temperatur modifiziert mitteltönig, 2-fach Bindung, D und A bundfrei, ein tolles Instrument, nur der Tastenumfang war zu klein für mich, siehe:

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Aber ich bekomme ja bald mein eigenes großes von Sander. Zwei Manuale und Pedal. Das Specken mit Eibeklaviatur ist wunderbar. Rötlich hell. Farblich eine Wucht. Uiii, Vorfreude.
Heute bekam ich wieder ein künstlerisches Stipendium. Ich freue mich.
Ich lese gerade viel über Albert Schweitzer. Sehr interessant. In einem der Bücher schreibt Hermann Busch bereits 2009 vom dramatischen Rückgang von Kirche und Kirchenmusik, was schon damals von vielen  verdrängt worden sei. Heute ist es eher noch schlimmer und wird noch immer verdrängt. Ich halte die Verkommenheit vieler Kirchenmusiker für den Grund: Neidisch, frauenfeindlich. Es geht nicht um „heilige oder unheilige Orgel“, sondern um heilige oder unheilige Menschen. Und damit ist nicht gemeint, dass „heilig“ konservativ, streng, spießig und männerbevorzugend ist. Sondern barmherzig, freundlich und gläubig. Eine Orgel kann nicht heilig oder wahr oder unwahr sein. Nur Menschen können das. Da lag Schweitzer falsch. Es ist nicht die Konnotation der Orgel oder der Orgelliteratur. Es ist die Atmosphäre der Härte, Kälte, Gleichgültigkeit und des Unglaubens, die nicht einladend ist, egal, welche Orgel. Die Vision eines „heiligen Instruments“ lenkt ab von der Vision Jesu: Die der heiligen Menschen. Denn Orgeln können nicht in den Himmel oder in die Hölle kommen. Menschen schon. Auch wenn das viele Kirchenmusiker nicht glauben. Nun, Schweitzer war Mystiker und Philosoph, vielleicht kein Christ im biblischen Sinne, eher „christlicher Humanist“. Er hatte seine eigene Lehre, seine eigene universelle Ethik, mit der er viel Gutes tat. 

Es ist leichter, „heilige Orgeln“ als „Ideal“ herzustellen und zu wollen als heilige Menschen. Aber was nützt die heiligste Orgel, wenn ein unheiliger Mensch dran sitzt?

Schweitzer war kein Virtuose, aber ich mag seine Aufnahmen.

Neu: Orgel-Information: (ich lerne selbst immer viel dabei) 

Bach Schönefeld Orgel Traukirche Dornheim bei Arnstadt

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