2026 New CD: Bach berühren: Goldberg Variationen auf der Orgel, Ambiente Audio: Erste CD einer Konzert-Organistin mit dieser Klavier-Transkription auf Orgel
2025 CD BIBLISCHE BILDER, Ambiente Audio. Neue Orgelklänge: Erste CD einer Konzert-Organistin mit ausschließlich eigenen Werken
Liebst Du Musik? Dann bist Du hier richtig im Mitternachts-Blog und Tourblog 2009-2026! Begleite mich live auf meinem musikalischen Weg und hinter die Kulissen der Klassik und Kirchenmusik als Frau in einer Männerwelt.
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Live. Mit Gott. Gegenschätze. Goldstaub, Geistliches und Weltliches von Frauenhand. Your Key To Organ News. Impulse. Beyond Bühne: Konzert & Dokumentation. Musica sacra.
Viele Instrumente und Dispositionen hier zum ersten Mal im Netz.
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Es ist interessant, wie unterschiedlich Menschen aus ganz Deutschland sind, wenn Meisterklassen zusammenkommen wie jetzt in Hagen — als würden wir aus anderen Ländern sein, Norddeutschland, Bayern, Franken, Ruhrpott, Ostdeutschland: Wobei ich diese Menschen sehr mag, sie haben etwas liebevoll ruppiges im Humor und sind schlagfertiger als ich, aber ohne zu verletzen. Und ich konnte wieder einen Zwischenstopp einlegen in Köln, um alte Freunde zu besuchen, die mich schon seit Jahren kennen. Ich habe in Köln einige Jahre gewohnt, während ich studiert habe.
In ein paar Stunden geht es schon nach Triefenstein, poetisch, wie ich finde, da hier der Stein trieft. Oder weint. Überall entspringt Wasser aus den Felsensteinen. Das war früher sicher nicht leicht zum Lagern von Dingen. Es ist ruhig und edel und wie eine Burg, ich komme mir fast wie ein Burg-Fräulein vor. Die Brüder sind 12 an der Zahl, normal gekleidet, freundlich und locker, fast jeden Alters, sehen richtig nett aus, evangelisch, spontan im Gebet und sehr natürlich. Ich spiele jeden Tag, letztes Mal viele CDs verkauft. Es ist schön, erkannt zu werden. Ich habe viele Spaziergänge gemacht und hatte gute Gespräche.
Es ist seltsam, wieder zuhause zu sein. Meine Straße kommt mir vor wie ein wuselnder und dennoch ruhiger Punkt. Es macht wirklich Spaß, Sax zu spielen. Ich habe ein silbernes C-Melody (als Absoluthörerin) von Selmers New York in einem alten Selmers Koffer mit lila Samtfutter innen. Und ein amerikanisches Alt-Sax (Martin), verschnörkelt und in Gold, mit einem roten Koffer. Das C-Melody-Mundstück funktioniert nur mit einem wirklich harten Blatt. Dann aber klingt der Ton weich, sympathisch und singend. Meine Gitarre, ebenfalls eine Martin, ist ebenfalls sehr schön.
Gestern spielte ich mit Uwe Steinmetz in Erfurt in der Ägidienkirche an der Krämerbrücke mitten in der Stadt. Wir haben Daves Grusins durchkomponiertes Jazz-Klavier-Stück Memphis Stomp spontan auch mit Saxophon gespielt — dazu drei neue Stücke von mir. Es war in jeglicher Hinsicht eine Uraufführung. Heute habe ich das Augustinerkloster von Martin Luther besucht. Als Martin Luther damals 1505 in das Kloster kam, wurde die Biblothek gerade gebaut. Heute, 2009, ist wieder diese gleiche Bibliothek an derselben Stelle eine Baustelle, ja, ist wieder große Baustelle an derselben Stelle, als ich kam, da sie erneut aufgebaut wird nach dem Zweiten Weltkrieg. Als Martin in das Kloster kam, hat niemand gewusst, dass jemals so von ihm die Rede sein würde. Den Kreuzgang zu sehen, der auch im Martin Luther-Film gezeigt wird, war ein schöner Moment. Ich hatte zufällig eine Einzelführung, da es Montag war, und durfte in dem einzig wirklich erhaltenen Raum die kleine, zarte Soli Deo Gloria-Orgel spielen. Auch die Akustik der Augustinerkirche ist dadurch, dass sie klein, breit, hoch und aus Holz ist, umwerfend. Der Ton fliegt zur Decke.
Insgesamt spüre ich dort Zeit, Geschichte, Ringen mit sich und Gott. Ich hatte einen Schauer nach dem anderen. Bach hat die Orgel in dieser Kirche inspiziert. Man kann sich kaum vorstellen, dass Bach noch nach Martin Luther lebte. Beide haben die Welt verändert. Martin Luther schrieb: Das Leben ist nicht ein Sein, sondern ein Werden. Nicht eine Ruhe, sondern eine Übung. Nicht Gesundheit, sondern Gesundwerden. Wir sind’s noch nicht, wir werden’s aber. Es ist noch nicht getan oder geschehen, es ist aber im Gang und im Schwang. Es glüht und glänzt noch nicht alles, es reinigt sich aber alles. Ich muss leiden und stillehalten, dass Er mich schaffe.
Das Fotoshooting im Luisengarten Würzburg und der Improvisations- Workshop haben Spaß gemacht, da die Leute durstig danach sind, sich frei ausdrücken zu können, mit geschlossenen Augen zu spielen, sich zu trauen und angeleitet zu werden. Wer sind die Dienstherren? Die Dienstfrauen?
Am 28. April geht mein Flug von Frankfurt nach Riga, und ich bin gespannt auf Lettland, im Vergleich zu Estland oder Litauen, die Länder im Baltikum, die ich bereits besucht habe. Ich mag diesen Teil der Welt, da er für mich eine so interessante Mischung verströmt aus Ost- und Westeuropa, so nah an Skandinavien und Russland.
In Tallin war ich und in Vilnius. Beide Male habe ich dort Konzerte gespielt. Ich bin gespannt, Riga zu sehen und werde dort bei einer befreundeten Pianistin wohnen während der Konzerte. Von Riga werde ich zu Konzerten nach Siauliai in Litauen abgeholt, circa 130 km von Riga entfernt.
Nach den Konzerten und Workshops werde ich meinen schwedischen Onkel Claes, seine litauische Frau Maryte und ihren Sohn (meinen Cousin) Claes Aleksas nahe von Telsiai in dem Dorf Degaiciai besuchen. Claes Aleksas ist sieben Jahre alt und spricht fliessend Schwedisch, Litauisch und Deutsch und nun bald Englisch. Er sieht aus wie Nils Holgersson. Das alte grosse Haus in Degaiciai steht auf einem wilden grossen Grundstück, bewacht von einem wilden Hund.
Die Verwandten von Maryte leben in Vilnius. Ich habe sie bereits letztes Jahr besucht, als wir, das Schlüter-Duo, Konzerte in Kaunas hatten. Ich bin gespannt auf das Leben in Siauliai und ihrer Kultur in den Gemeinden. Am 11. Mai bin ich zurück. Im Juni werde ich dann mit dem Schlüter-Duo in Calvi, Korsika, spielen und eine Woche am Meer bleiben. Bald spiele ich auch in Moskau.