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Klavier

15. November 2017

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Leipzig und Italien

Gegenüber Thomaskirche: Heute aß ich in Leipzig Bachs angebliche 🙂 Leibspeisen. Und war genau am richtigen Ort. Grassi Museum. Orgel Konzerthalle St. Ulrich in Halle.

Cold? Orgel-Eisbär – die Lösung. Gut, dass ich einen Eisbär-Pyjama habe.

Meine Orgel-Schuhe Tapdancing Shoes sind nun neu gemacht. Heute wird Donata Wenders Foto von mir machen, ich freue mich.

Bald fliege ich mit der Alitalia nach Sardinien (Konzert).

Bellavista Frankfurt hat eine neue Doku von mir gedreht.

A taste of on my new CD: Bach WTK I (Wohltemperiertes Klavier). 

14. November 2017

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North Carolina, Denver, Boulder, USA

Ich flog mit American Airlines nach Charlotte, über den Douglas Intern. Airport, über den pazifischen Ozean. Ich freue mich über mein Konzert in San Francisco, auf den Pier 39, auf die vielen neuen amerikanischen Orgeln. Auf Denver auch, auf Chautauqua Trail, auf mein Konzert in Boulder.

An Weihnachten habe ich an drei Tagen 7 Gottesdienste gespielt, auch in Höchberg.

Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin eine Briefmarke, die gestempelt ist. Gern mag ich die Romane von Joseph Roth.

17. Oktober 2017

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San Francisco

Die Orgel- und Klavier-Konzerte in Saint Mary of Assumption San Francisco, USA, waren sehr schön. Ich mochte sowohl die Rufatti-Orgel als auch den Flügel und übte im schönen Innenraum der Kirche gern. Ich bewunderte wieder die Golden Gate, bin natürlich auch Cable Car gefahren und durch die Lombard Street (mit Auto).

Wir waren abends auch in einem Jazzkeller. „Born to be in a rockband“, auch wenn es noch nicht so den Anschein hat. 🙂

Zurück fliege ich wieder über Charlotte.

Musik trinken

15. Mai 2017

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Würzburg, Stuttgart, Bad Blankenburg

Das Konzert heute in Würzburg war schön. Es ist wirklich ein Geschenk, dass ich so leicht mit Musik anderen eine Freude machen kann, ohne mich anzustrengen. Ich merke manchmal nicht einmal, dass ich ihnen eine Freude mache. Ich spiele einfach nur so gut ich kann und sehe, dass sie lächeln und begeistert sind, dort, wo sie vorher eng und ernst waren. Morgen abend spiele ich wieder hier in Würzburg.

Das expand-Programm an der Universität Hohenheim in Stuttgart am Wochenende war sehr intensiv. Ich sollte mich und meine Vision vorstellen; in dieser Gruppe war ich die einzige Frau und einzige Musikerin. Die meisten waren Business-Männer in irgendeiner Form. Wir waren 19 junge Leute aus ganz Deutschland und ungefähr 7 Trainer und Coaches, die uns 2 Tage lang geprüft haben. Es ging um Vision und Werte. Letztendlich war es eine Verbindung des DISG-Tests (Persönlichkeitstest), des SOI-Tests (Structure of Intelligence) und des Fähigkeitentests, bei dem die 10 stärksten Motivationsfähigkeiten herausgefunden wurden, nicht die erlernten Fähigkeiten.

Es kamen erstaunliche Ergebnisse heraus, so anstrengend es auch war in den Tests, Einzelgesprächen und in den Gruppen. Bei mir passte alles zusammen. Mit Kreativität, Intuition, semantischen Fähigkeiten (mit Wort umzugehen) und divergenten Problemlösungen habe ich den Test weit gesprengt. Beim divergenten Denken habe ich den Test gesprengt. Dass Kreativität Denken ist, sogar Problemlösungs-Denken, das höher bewertet wird als konvergentes Denken, hätte ich nicht gedacht. Es tut gut, Trainer hinter sich zu haben.

Anschliessend spielte ich auf dem Bach-Meisterkurs in Saarbrücken im Musikerhaus Blankenheim Bachs Goldberg-Variationen und die erste englische Suite.

1. Oktober 2016

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Royal Gorge, Canon City, Broadmoor Valley Park, Seven Falls, Manitou Dakota, Colorado Springs, USA

Es ist sehr schön in Colorado. Erholt von den Konzerten in Colorado Springs habe ich mich in den Hot Springs Manitou Dakota.  Sehr schön war der Skyline Drive, die Canon City, Broadmoor Valley Park, Royal Gorge,  Seven Falls.

20. September 2016

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Black Church Kronstadt

Heute waren wir in der Black Church, der Schwarzen Kirche oder dem evangelischen Dom in Kronstadt, genannt so, da ihr helles Gestein durch Feuer, Krieg schwarz geworden war. Die Orgel dort wurde mir von dem Organisten vorgestellt; sie hatte einen so wunderschoenen Klang, dass uns heiss und kalt wurde. Eine Orgel wie diese mit 4000 Pfeifen singt und stoehnt und seufzt, Koenigstrompeten und Orchester erklingen, waehrend federleichte trainierte Haende voller Herz sie spielen, und all die Vorurteile, die Menschen gegenueber Orgel haben, schwimmen dahin. Diese Orgel ist ein Instrument hoechster Kunst und Geschichte. Alle hielten den Atem an. Wir durften in der sonst ringsum verschlossenen Kirche herumwandern nd den Klang auf den Balkonen geniessen, bis die Alarmanlage anging. Steffen und sein Vater spielen in dieser Kirche, sie sind Siebenbuergen-Sachsen oder Siebenbuergen-Deutsche, oder Rumaenien-Deutsche, ich weiss nicht, wie ich sagen soll. Mir ist das fremd. Sie sind Deutsche und doch keine. Sie halten nur deutsche Gottesdienste in dieser Kirche, und es gibt ungefaehr 1000 Deutsche in Kronstadt, frueher 10.000. Man spuert diesen Menschen etwas an, das mich anzieht, sie sind Deutsche und doch weicher, kuenstlerisch, bescheiden, finde ich, fuer mich eine schoene Mischung. Ich freue mich sehr, hier zu spielen.

Eine Kirche, ein Klang, durch Krieg und Feuer gelaeutert, dunkel, arm, beruehrt mich ebenfalls, denn sie war voll: voll Lob. Deutsche haben um 1235 herum die Altstadt Kronstadts gebaut, damals Corona genannt, dann Kronstadt, es gab bis zum 1. Weltkrieg einen deutschen Bürgermeister, erzählte er mir. Die Stadt ist sowohl deutsch, rumänisch als auch ungarisch. Es hat sich so ergeben, dass ich dieses Jahr zufällig einige ehemals deutsche Städte konzertmässig besucht habe, die sich ausgestreckt hatten in Litauen, Polen, Rumänien, bis nach Russland. Ich freue mich, Bachs Goldberg-Variationen in Kronstadt spielen zu können.

Nach Brasov (oder Brasso, ungarischer Name) verbrachte ich eine kleine Zeit in Bucuresti, also Bucharest — diese Stadt ist anders als Riga, sie ist mit 2,5 Millionen Einwohnern eine laute, hektisch wilde Großstadt, in der man sich leicht verläuft, die zwar nicht gefährlich ist, aber recht chaotisch wirkt. Sie hat sehr schöne Ecken, vor allem abends, wenn alles angestrahlt wird, die vielen Musikhäuser, Konzerthallen, Museen, das Opernhaus, die Universitäten, der Palast House of People, der aussieht wie eine eigene Stadt in der Stadt — in manchen Alleen kam ich mir vor wie in London oder Paris oder auf Highways in den USA mit riesigen Malls an den Straßen.
Ich kann nicht nachempfinden, wie es zum Beispiel gewesen sein muss, in Kommunismus zu leben. Ich höre darüber, wir reden darüber, ich stelle viele Fragen, und doch kann ich es mir nicht recht vorstellen. Es kommt mir vor, als sei Kommunismus das Gegenteil von Kunst. Kunst hat sehr viel mit Strategie und Intuition zu tun, ich finde sogar, Strategie gebiert Intuition. Kommunismus dagegen scheint mir Chaos, Willkür, Unbelehrbarkeit, destruktive, depressive Kraft zu sein.

Mir fiel auf, wie sehr Ungarn, Rumänien und Deutschland Brüder und Schwestern sind. Die rumänische Musikerfamilie mit drei sehr begabten Kindern, die mich aufgenommen hat, um mir die Stadt zu zeigen, hat mich berührt. Der Vater ist Missionar, der ebenfalls viel reist, und Musik und Kunst sind untergeordnet unter Beziehung.

Ich finde, Musik und Kunst kommen erst zum Tragen in ihrer vollkommenen Schönheit in dieser Unterordnung unter Beziehung. Für mich ist das neu, es verunsichert mich, berührt mich. Gaben (und seien sie auch noch so schön) ruhen auf diesen Schwingen von Friede und Freude in Beziehungen. Es kam mir vor, als wir in ihrem Auto saßen, als flöge ich dahin durch das Land auf Flügeln von Sicherheit und Friede. Sie haben mich aufgenommen, als wäre ich Teil ihrer Familie, als würden sie für mein Leben genauso einstehen und es beschützen wie jedes andere in dieser Familie.

Sie haben dafür gesorgt, dass ich absolut beschützt und wohlbehalten war. Besonders an dem Verhalten der Kinder habe ich gesehen, was es bedeutet, die Gaben nicht an erster Stelle gestellt zu haben.
Als ich im Flugzeug saß, habe ich bewusst nachgefühlt, was es für mich bedeutet, in der Luft mein Leben loszulassen. Es war einer der schönsten Flüge meines Lebens. Die kleine Lufthansa-Maschine war warm in der Sonne gebadet unterhalb der Wolken, nachdem sie steil angezogen und scharfe Kurven gedreht hat, kam etwas rau in Wolken, und schließlich flogen wir dahin über den Wolken in der Sonne. Ich hatte keine Angst und genoss, keine Kontrolle zu haben. Irgendwann schlief ich am Fenster ein, umgeben von Bechern mit Wein und Kaffee und von Bergen von zerknülltem, gelesenen Zeitungspapier. Kaum war ich zuhause, hatte ich ein Konzert und musste schnell alle Dinge zusammenpacken, Noten, Gedichte, Stage Piano, mich umziehen, ich trug mein neues Kleid aus Brasov und Pumps aus Bad Homburg. Der Abend verlief schön, es war eine ganz andere Art von Auftritt als ich es sonst kenne, vielleicht ähnlich wie auf dem Slot-Festival in Polen, aber genau das gefiel mir gut: Neues zu erleben.

Sonntags Pianotalk Wittenberg 

Nach dem Kirchentag in Wittenberg (den ich trotz Hitze sehr genossen habe) und dem Konzert in Wuppertal-Cronenberg Ibach-Orgel auf zum Saal Salles de Pologne, Leipzig und Luther-Stammtisch Bad Blankenburg. Ich bin so gern in Sachsen und Thüringen.