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Klavier

28. Juni 2026: Bist du weit fortgegangen? Ist es die Schuld der plötzlich so klug Gewordenen? Ist es die eigene, da wir deuten und bohren? Jede Krücke erinnert uns an dich, jedes Paar Augen mit Schmerz. (Elisabeth Lill)

Heute erinnere ich an die wunderschöne Jade Benning und ihre kleine ungeborene Tochter; beide wurden Opfer eines Femizids. Ihrem Mörder wurde bequem bond gewährt.

Mein Konzert heute in Reinheim bei Frankfurt war sehr schön und trotz der Hitze gut besucht, obwohl es in der ev. Dreifaltigkeits-Kirche heiß war und auf der Empore 32 Grad hatte. Selbst die dicksten Mauern einer ansonsten kühlen Kirche können dem männergemachten Klimawandel nicht stand halten – was erschreckend ist. Ich habe es ausgehalten, weil wir zufällig einen Ventilator im Auto hatten. Der flog uns zwar runter und arbeitete dann ohne Schutz, aber er hat dennoch sehr geholfen. Ich spielte die Uraufführung von Bernd Genz‘ Variationen zum schwedischen Volkslied Ute vår hage – und die Goldberg-Variationen zu Bachs Aria; an der schönen pneumatischen historischen Kegelladen-Orgel von 1750/ 1929/2023. Das Konzert wurde per Beamer nach unten gebeamt und aufgenommen. Es ist mein zweites Konzert hier. Mein erstes Konzert waren die Flötenuhren 2025.

Romantische voll-pneumatische Köhler / Förster & Nicolaus Orgel ev. Kirche Reinheim in Hessen, Odenwald, 2 M, 19 R und 3 Transmissionen, Kegelladen, Schweller, Walze, 1240 Pfeifen:

Die Ventilatoren sind rund um Würzburg komplett ausverkauft. Irre. Und es ist so heiß. Ich habe eine Art „Gieß-Störung“: Immer, wenn ich Pflanzen durstig sehe, habe ich das dringende Bedürfnis, sie zu gießen.

Und bin nostalgisch. Momentan bin ich im Jahr 2007 und liebe es, iPod zu hören – im Teufel iTeufel iPod Dock mit der Musik, die ich damals drauf gezogen habe auf meinen grünen 8GB iPod. Vieles davon ist Jazz, Klassik, Gospel, Worship aus den USA.

Meine schöne schwarze Baßflöte von Kunath ist angekommen, die hübsche Sigo-F-Bass, bequem, leicht und angenehm.

Historische Orgel ev. Kirche Mecklar-Ludwigsau 2 in Nordhessen, 1 M, 9 klingende Register

Die schöne Orgel im historischen Gehäuse mit goldenen Lorbeerblättern geht mit dem Gebläseschalter an (Calcant). Sie ist hinten offen und besitzt frühromantische Klänge.

Die evangelische helle Denkmal– Kirche in Mecklar, eine Radwegkirche im Ortsteil der Gemeinde Ludwigsau im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Nordhessen, ist eine Augenweide.

Die Kirchengemeinde Mecklar ist mit der Kirchengemeinde Meckbach zum Kirchspiel verbunden innerhalb von Ludwigsau 1 und 2. Sie gehören zum Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg im Sprengel Hanau-Hersfeld der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. 

Die Saalkirche mit Mansardendach und Tonnengewölbe wurde neu nach dem Vorgängerbau gebaut. Das Kirchenschiff mit einem quadratischen Schiefer-Dachreiter und der Turmuhr ist von weitem zu sehen. Die Glocke ist von 1465.

Die Kanzel steht hinter dem Altar. Aus der alten Vorgängerkirche stammt ein Sakramentshaus im Chor vom Ende des 15. Jahrhunderts und ein Relief auf der Vorderseite des Altars.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:


Prospekt Orgel Mecklar Ludwigsau Hessen



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CD 2026 Bach berühren auf jpc

29. Juni 2026: Lass dein Licht in meinem Herzen scheinen, damit dein Glanz die Nächsten mit beglückt. (Fritz Schmidt-König)

Heute erinnere ich an Juliane Kunigunde von Anhalt-Zerbst, Ehefrau des Landgrafen.

Ich bin unterwegs zum nächsten Konzert in Reinheim. Doch diese 4. Bechstein-Orgel stelle ich euch heute trotzdem vor:

Beautiful Bechstein Nöske Orgel 1890 / 1986 Kirche Sterkelshausen Alheim Hessen, 1 M, 7 klingende Register

Die hübsche rot-goldene Orgel steht auf der Westempore. Die evangelische Kirche in Sterkelshausen in Nordhessen, einem Ortsteil von Alheim, wurde 1774 erbaut und ist Teil der Johanneskirchgemeinde Alheim. Samtig-trockene Akustik.

Der im Ortskern auf 271 Metern Höhe gelegene Bau ist als „Offene Kirche“ bekannt.

Hübsch sind die drei Glocken (Glaube, Liebe, Hoffnung), die den Eingang säumen. 

Die Kirchengemeinde gehört zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Es ist meine 6. Nöske-Orgel und meine 4. Bechstein.

Es gibt hier auch einen sehr gut funktionierenden Schöpfer für lebendigen Wind. Lebendiger Wind ist ein Genuss beim Spielen. Er ist das Gegenteil von lautem Krach an der Orgel, den man mit Motor und Computer und Elektrik machen kann. Er ist zart, beinahe zitternd, sanft, flüsternd, dynamisch. Die ganze Orgel und das Spielgefühl verändern sich:

Die Orgel wird zu einem lebendigen Instrument, wie es auch früher immer gewesen und gemeint war. Und jeder Schöpfer sieht anders aus. Jeder Wind ist anders.

Lustig und etwas daneben ist, dass die Registerzüge innen mit Bleistift folgende Anmerkungen gekritzelt bekommen haben … ohhh… :

  • Laut
  • Leise
  • Schrill

Ich spielte u.a. in Niedergude, Nenterode, Ersrode, Meckbach, Sterkelshausen, Niederthalhausen, Niederellenbach, Rotenburg, Rengshausen, Rohrbach und Beenhausen…

Es war sehr schön, vor meinem Konzert in Ludwigsau Ersrode die Kirchen in Ludwigsau, Knüllwald, Odenwald und Rotenburg an der Fulda zu besuchen und Süd- Nord- und Osthessen kennenzulernen.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:

Glocken Sterkelshausen Kirche

Register Orgel Sterkelshausen Alheim Hessen



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CD 2026 Bach berühren auf jpc

28. Juni 2026: … sind mir aus den Gemeindemitteln bar bezahlet worden. Welches ich hiermit quittierend bescheinige. (Orgelbauer J. Stephan Schmaltz)

Foto: Wilhelm / Döring Orgel ev. Preußenkirche Friedlos Ludwigsau Osthessen 2026

Heute erinnere ich an die Schriftstellerin Maria Waser. Und an den Stadtpfeifer Christoph Hoffmann aus Wandersleben.

Ach, ich liebe diese kleinen historischen verborgenen unbekannten unerforschten Dorforgeln, die Gott in der Verborgenheit und Demut preisen, authentisch und wertvoll; weich oder direkt in samtig-trockener Akustik. Ohne Machtgebaren, Krach, Computer, Pompöses. So beautiful. Sie klingen nach lebendigem Wind.

Ich spielte u.a. in Niedergude, Nenterode, Ersrode, Meckbach, Sterkelshausen, Niederthalhausen, Niederellenbach, Rotenburg, Rengshausen, Rohrbach, Friedlos und Beenhausen… Und ich bewundere die lokalen Orgelbauer von damals, Unternehmer, fleißig, bis ins hohe Alter, selbst und ständig.

Historische romantische Bechstein Orgel 1847 ev. Kirche Rohrbach Ludwigsau 2 in Nord-Hessen, 1 M, 9 klingende Register, Kegelladen

Friedrich Bechstein (Vater von Heinrich Bechstein) (Rotenburg an der Fulda)

Die wunderschöne kleine Orgel 1847 auf der Westempore besitzt goldene Schleierbretter und war etwas eingetütet aufgrund der Maler-Arbeiten in der Kirche und aufgrund von Ameisen in der Kirche (Ameisenbefall).

Allerdings stehen im Prospekt viele bemalte und stumme grau-goldene „fake“-Pfeifen aus Holz (Pfeifen-Attrappen). Vermutlich wurden die klingenden Prospektpfeifen für den Krieg geklaut, oder es war schon immer so. Innen stehen die klingenden Pfeifen aus Blei-Zink.

Die Kirche ist hell und weiß und gepflegt. Sie steht in einem grünen Park und wird (wie viele Kirchen der Gegend) von alten Glocken auf dem Weg zum Eingang gesäumt. Über der Tür steht folgendes Wort:

Erbaut zur Zeit des Kurfürsten Wilhelm des Ersten im Jahre 1819

Das Instrument besitzt einen funktionierenden Schöpfer für lebendigen Wind. Auf Brettern wurden historische Notizen aufgekritzelt.Die evangelische Kirche Rohrbach ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in einem Ortsteil von Ludwigsau im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Hessen.

Die klassizistische Saalkirche wurde 1819 erbaut. Es ist meine 3. Bechstein-Orgel hier in Hessen.

Auf dem Satteldach des Kirchenschiffs, das im Osten abgewalmt ist, steht im Westen ein Dachreiter mit quadratischen Grundriss und einer achteckigen Laterne. Die hübsche Dorfkirche gehört zum Kirchspiel Ludwigsau 2 im Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg im Sprengel Hanau-Hersfeld der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Das Kegelladen-Instrument ist ein wertvolles Zeugnis des ländlichen Orgelbaus in der Region und harmoniert mit der Architektur der 1819 errichteten Kirche mit einer Empore, rot verziert.

Friedrich Bechstein aus Rotenburg an der Fulda war der Vater von Heinrich Bechstein, der dann seine Werkstatt eine Zeit in Groß-Umstadt hatte.

Ich spielte bisher in Heubach Odenwald in Südhessen und in Ober-Mossau im Odenwald in Südhessen an Heinrich Bechstein-Orgeln. Dies ist meine erste Friedrich Bechstein-Orgel, also die vom Vater, der die Dynastie gründete. Ich bin geehrt, ein Vater-Instrument dieser Dynastie zu spielen.

In Heubach ist die Sohn-Orgel von 1894 und in Ober-Mossau die Sohn-Orgel von 1866. Doch diese ist von 1847, also um einiges älter.

In Heubach war meine erste Bechstein Orgel überhaupt. Sie ist die einzige vollständig und original erhaltene Orgel aus dieser Werkstatt. Sie besitzt Elfenbeintasten und hat damals 2000 Mark zusammen mit dem Altar gekostet.

Und steht im malerischen Heubach im Odenwaldkreis in Südhessen zwischen Fackwerkhäusern. Ich habe schon viele Bechstein-Flügel gespielt. Aber Heinrich und Friedrich Bechstein haben nichts mit dem Klavierbauer Bechstein zu tun.

Die Rohrbacher Orgel wurde also von Vater Bechstein erbaut. Dieser war auch der Vorgänger von Dieter Nöske, der 1936 in Wriezen geboren wurde und 2020 in Rotenburg an der Fulda verstarb und mit seiner Werkstatt in ganz Deutschland weit über 150 neue Orgeln geschaffen und zahlreiche historische Instrumente restauriert; Orgelbau Rotenburg wurde die Firma nach seinem Tod genannt.

Die Akustik ist auch hier samtig-trocken. Die Orgel wird von Orgelbau Rottenburg betreut. Dort, wo wir den Schöpfer fanden, entdeckten wir oben viele historische Notizen ins Holz geritzt, wann die Orgel betreut, gereinigt und saniert wurde über den langen Lauf der Zeit.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:


Fakepfeifen Rohrbach

Dies ist der Spieltisch:

Spieltisch Bechstein Orgel Rohrfach Ludwigsau




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CD 2026 Bach berühren auf jpc

27. Juni 2026: Das Gegenteil von Opfersein ist Berufung: Sein und Tun und Motor. (AHS)

Foto: Pedal Johann Hoffmann / Siemann Orgel kath. St. Nikolaus Kirche Arnstein Franken 2026

Heute erinnere ich an: In der Zeit der Romantik begannen die Frauen, sich zu befreien; in heimlichen Salon-Meetings strebten viele weibliche Selbstfindung an; nahmen teil im Frauenmissionsverein, suchten literarische Salons auf und andere Zirkel. Wenn sie sich für weibliche Rechte in einer Testosteron-Welt einsetzte, wurde sie bereits damals als emanzipiert beschimpft. Das war für feinfühlige Frauen sehr schlimm.

Die Videos zu folgenden Orgeln sind alle bei mir auf Youtube:

Wilhelm / Döring Orgel Kirche Friedlos Ludwigsau Osthessen, 17 klingende R, 2 M

Die sogenannte Preußische Kirche im größten Ortsteil des osthessischen Ludwigsau namens Friedlos ist eine Augenweide. Sie ist gelb und markant mit einem schwarzen Schieferdach. Auch die alte Vorgängerkirche, eine Fachwerkkirche, war eine Augenweide.

Der osthessische Landkreis Hersfeld-Rotenburg liegt im Fulda-Werra-Bergland an der Fulda. Im Westen grenzt das Knüllgebirge an; jenseits der Fulda liegt der Seulingswald.

Es ist eine malerische und wunderschöne Landschaft mit renovierten Kirchen. Es gibt in dieser Gegend auch ein Machtlos undReilos.

Ludwigsau wird geteilt in Ludwigsau 1 und 2. Beide Teile haben wunderbare Dorfkirchen, die wir besuchten.

Für die Vorgängerkirche, die leider abgerissen wurde, baute die hessische Orgelbauerfamilie Wilhelm die Orgel. Sie wurde 1978 von Döring erweitert, umgebaut und saniert. Orgelbau Waltershausen betreute die Orgel und sanierte sie 2004. Nun wird die Orgel von Orgelbau Rotenburg an der Fulda betreut.

Die Kirche ist auch innen sehr schön: mystisch dunkel, mit samtiger Akustik. Auf der Südseite steht die Orgel, auf der Südwesten-Empore, da die Kirche nicht geostet ist.


Die wunderschöne rote Holzorgel in Bauerntracht war mal eine romantische süffige Wilhelm Orgel gewesen. Leider wurde sie von Döring neobarockisiert. Trotz dieses Eingriffes ahnt man noch die Schönheit der weichen Klänge. Es ist nun eine gute, leichtgängige und stabile Orgel im alten Prospekt. Leider kennen wir nicht die ursprüngliche Disposition. Ich forsche.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:


Historische mechanische Möller Nöske Orgel Beenhausen Ludwigsau 1 Nord-Hessen, 1 M, 8 kl. R

Die Möller-Orgel in der ev. Kirche im Ludwisgauer Stadtteil Beenhausen in der klassischen Saalkirche wurde 2014 von Orgelbau Rotenburg umfassend renoviert. Die Pfarrei gehört zum Kirchspiel Ludwigsau-Nord, Pfarrbezirk Beenhausen.

Die schöne helle kleine Kirche mit zartgelben hohen Emporen wirkt wie ein leckerer Käsekuchen oder wie eine Sahnetorte. Der dreiteilige kleine weiße Orgelprospekt ist rot umrandet. Ein paar gekröpfte Pfeifen gucken hinten frech über den Prospekt hinaus.

Heinrich Möller war der Vorgänger von Dieter Nöske, dieser wiederum der Vorgänger von Orgelbau Rotenburg. Der Allererste dieser Reihe aber war Orgelbau Bechstein, dessen Orgeln ich auch schon kennengelernt habe. Es ist eine lokale Orgelbau-Dynastie hier in Hessen. Die breiten süßen Registergesichter stehen nach vorn. Es ist meine dritte Heinrich-Möller-Orgel.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:

Rote Nöske Orgel Kirche Niederthalhausen Ludwigsau 1 Hessen, 1 M, 7 R

Die hübsche rote Orgel auf den weißen Emporen hier in Nordhessen ist ein kleines, kompaktes Instrument, das hinten offen steht, so dass man Teile des Innenlebens und Holzpfeifen erkennen kann.

Die evangelische Dorfkirche im Ludwigsauer Ortsteil Niederthalhausen (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) beherbergt eine Orgel der Orgelbauwerkstatt Nöske (Orgelbau Rotenburg). Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche ist überregional zudem für ihre beiden historischen „Zuckerhutglocken“ bekannt.

Die Niederthalhausener Orgel wurde vom Rotenburger Orgelbauer Dieter Nöske erbaut. Nöske, der 1936 in Wriezen geboren wurde und 2020 in Rotenburg an der Fulda verstarb, hat mit seiner Werkstatt in ganz Deutschland weit über 150 neue Orgeln geschaffen und zahlreiche historische Instrumente restauriert.

Die Akustik ist samtig-trocken. Die Orgel wird von Orgelbau Rotenburg an der Fulda betreut.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:



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CD 2026 Bach berühren auf jpc

26. Juni 2026: Vaterlands- und Mutterlandsliebe ist nicht Selbstbewunderung.

Foto: Pedal Nöske Orgel Niederthalhausen Ludwigsau Hessen 2026

Heute erinnere ich an Johanna Siebel, 1873, Schriftstellerin. Und an Sophie von Mereau, deren Ehemann Clemens von Brentano ihr verbieten wollte, weiter Romane zu schreiben: „Glauben Sie mir, Sie sind eine schlechte Künstlerin!“

Das erinnert mich an Robert Schumann mit Clara.

In der Zeit der Romantik entstellten sogenannte „romantische“ Weltanschauungen auch und gerade in der Lyrik den Glauben. Es war von Sinn und Geschmack die Rede, von goldenem Licht; auch Erweckung wurde mystisch und verklärend gesehen.

Frauen hatten es auch in dieser Zeit nicht leicht. Gedichte „durften“ sie schreiben; aber Theaterstücke, Romane oder Novellen – das galt als unschicklich, verdächtig. Es gab viele frauenfeindliche Romantiker und Literaturkritiker, die die Schreiblust und Begabung von Frauen bremsten. Sie sollten nur Briefe und Tagebuch schreiben, nichts Öffentliches.

Männer hatten schon immer Angst vor dem scharfen Blick und Wort der Frau, vor der weiblichen Schreibgewandtheit und poetischen Gabe. Selbst Reiseberichte sollten sie nicht wirklich schreiben. Sie wurden dann als unweiblich dargestellt, was für viele Frauen ja das Schlimmste ist; und dabei so unsinnig. Heute ist es nicht viel anders; es stellt sich nur anders dar; je nachdem, wie der Zeitgeist blubbert.

Geblieben ist: Frauen werden oft durch das Mittel der Beschämung gestoppt: Unweiblich, schlecht, peinlich, klein, emanzipiert, feministisch, naiv, ungeschickt etc. Zudem das (christliche) Rollenmuster und der enge Rahmen, indem selbständige, mündige Identität und geistiges Wachstum, Gotteserfahrung und Lehrbefugnis von Frauen nicht vorgesehen ist und war. Frauen helfen und halfen sich nicht gegenseitig.

Der in der Männerwelt bis heute allseits geschätzte Brentano war besonders schlimm: Er unterdrückte und manipulierte seine begabte und vor der Hochzeit erfolgreiche Frau Sophie, die er schwängerte und die kurz nach der Hochzeit beim Gebären starb; eine Frau zu stoppen, war (und ist) auf diese Weise leicht. Sofort nach dem Tod von Sophie heiratete er ein sechzehnjähriges Mädchen, ein Kind – das todunglücklich mit ihm war und schon zwei Jahre später davonlief. Gut für Auguste. Er hätte sie sicher sonst auch auf dem Gewissen.

Jedoch seine Schwester Bettina konnte Clemens nicht stoppen. Sie hat sich frei gerungen von ihm.

Und nun wieder zurück zur Orgel:


Rote Nöske Orgel Kirche Niederthalhausen Ludwigsau 1 Hessen, 1 M, 7 R

Die hübsche rote Orgel auf den weißen Emporen hier in Nordhessen ist ein kleines, kompaktes Instrument, das hinten offen steht, so dass man Teile des Innenlebens und Holzpfeifen erkennen kann.

Die evangelische Dorfkirche im Ludwigsauer Ortsteil Niederthalhausen (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) beherbergt eine Orgel der Orgelbauwerkstatt Nöske (Orgelbau Rotenburg). Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche ist überregional zudem für ihre beiden historischen „Zuckerhutglocken“ bekannt.

Die Niederthalhausener Orgel wurde vom Rotenburger Orgelbauer Dieter Nöske erbaut. Nöske, der 1936 in Wriezen geboren wurde und 2020 in Rotenburg an der Fulda verstarb, hat mit seiner Werkstatt in ganz Deutschland weit über 150 neue Orgeln geschaffen und zahlreiche historische Instrumente restauriert.
 
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CD 2026 Bach berühren auf jpc

25. Juni 2026: Professionell zu musizieren ist kein Beruf, sondern eine Lebensanschauung. Vor allem bedarf sie eines ungeheuren Opfergeistes und horrende Arbeit. (Arturo Benedetti Michelangeli)

Foto: St. Cyriakus Kirche Gramschatz

Heute erinnere ich an Susanne von Klettenburg, pietistische Schriftstellerin, 1723.

Ich glaube, Menschen, die hassen, sind vor allem die ohne Opfergeist, die nicht wissen wollen, wieviel Arbeit und Lebensanschauung in einer künstlerischen Begabung und Berufung steckt. Damit meine ich auch Kirchenmusiker. Viele von ihnen sind keine Musiker im Sinne von Künstlertum.

Anna Schlatter gilt als eine Frau der Erweckung. Aus ihrer Familie entstammten viele Theologen, Schriftsteller und Dozenten. Sie war Haus- und Geschäftsfrau, lyrisch begabt, eine Frau, die dem Pietismus angehörte, aber sich sehr für die Ökumene einsetzte. Sie verzichtete auf vieles, aber nicht auf Lyrik und Musik. Der Pietist Hermann Francke hatte die „weltliche“ oder „unnütze“ Musik (für Kinder) noch verboten. Sie lebte in der Zeit der Empfindsamkeit.

Es war damals ganz normal, starke Gefühle öffentlich auszudrücken. Gleichzeitig trafen die Wellen der Aufklärung auf die bürgerliche und geistige Elite. Es war also eine turbulente Zeit; die Frauen- und Kindersterblichkeit sehr hoch, weil sich nicht genug um Frauen und Kinder gekümmert wurde; Fieber, Kinderkrankheiten, wenig Hygiene und Unterernährung spielten eine Rolle. Anna schaffte es bis zum 52. Lebensjahr.

Anna hatte viel mit Johann Caspar Lavater zu tun, mit Georg Gessner, Johann Michael Sailer, Johann Heinrich Jung-Stilling; durch ihre Gastfreundschaft fanden sich viele an ihrem Tisch ein. Dadurch wurde sie ein wichtige Vermittlerin innerhalb der Erweckungsbewegung, denn ihre Gäste waren sowohl evangelisch, katholisch als auch aufgeklärte Christen und Geistliche.

Anna wehrte sich gegen starren, radikal-fundamentalistischen Glauben, der andere ausschloss; sie war weitherzig und gebildet. Sie verhalf vielen zu einem erweckten Glauben. Zanksucht ließ sie nicht zu. Das war nicht einfach, denn Politik, Gesellschaft, Religion, Zeitgeist und geistliche Strömungen gingen immer Hand in Hand. Der Pietismus wurde angegriffen, während Romantik, Aufklärung und Erweckung aufeinander stießen. Für Anna war nur wichtig, ob ein Mensch ein erweckter Christ ist, suchend nach dem Reich Gottes, sei sie evangelisch, pietistisch oder katholisch.


Historische mechanische Möller Nöske Orgel Beenhausen Ludwigsau 1 Nord-Hessen, 1 M, 8 kl. R

Die Möller-Orgel in der ev. Kirche im Ludwisgauer Stadtteil Beenhausen in der klassischen Saalkirche wurde 2014 von Orgelbau Rotenburg umfassend renoviert. Die Pfarrei gehört zum Kirchspiel Ludwigsau-Nord, Pfarrbezirk Beenhausen.

Die schöne helle kleine Kirche mit zartgelben hohen Emporen wirkt wie ein leckerer Käsekuchen oder wie eine Sahnetorte. Der dreiteilige kleine weiße Orgelprospekt ist rot umrandet. Ein paar gekröpfte Pfeifen gucken hinten frech über den Prospekt hinaus.

Heinrich Möller war der Vorgänger von Dieter Nöske, dieser wiederum der Vorgänger von Orgelbau Rotenburg. Der Allererste dieser Reihe aber war Orgelbau Bechstein, dessen Orgeln ich auch schon kennengelernt habe. Es ist eine lokale Orgelbau-Dynastie hier in Hessen. Die breiten süßen Registergesichter stehen nach vorn. Es ist meine dritte Heinrich-Möller-Orgel.

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Nöske Orgel Beenhausen Ludwigsau



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24. Juni 2026: … dem Orgelmacher Gesell Schmaltz zum Trinkgeld da die neue Orgel fertig d. 14.8. 2 Thl. 6 gr. (Kirchrechnung 1739)

Foto: Konzert Wegmann Orgel Ludwigsau Ersrode 2026

Heute erinnere ich an den Poeten Erdmann Neumeister, 1671, und an den Komponisten Johann Friedrich Fasch, 1688.

In Ludwigsau Ersrode waren wir auch oben im Glockenturm; es war dort heiß wie in der Sauna.

Orgeln im hübschen Knüllwald:

Nöske Orgelbau Rotenburg Orgel 1984 /1996 ev. lutherische Kirche Rengshausen Knüllwald Hessen, 2 M, 17 klingende R, Schleifladen, Seiten-Orgel

Das hübsche, mechanische, neobarocke weiße Instrument steht auf der linken Seitenempore.

Die Kirche ist modern, von 1969. Die alte Kirche wurde leider abgerissen; diese war eine Augenweide; im Stil einer Fachwerkkirche, wie es hier in der Gegend einige gibt. Die Akustik ist erstaunlich schön.

Die lutherische Kirche befindet sich im Kooperationsraum Homberg-Land, Knüllwald-Rengshausen, Kirchenkreis Schwalm-Eder, Kirchgemeinde Knüllwald-Rengshausen ev. Kirche Kurhessen-Waldeck in Osthessen. Schöne Zunge im Pedal.

Es war sehr schön, vor meinem Konzert in Ludwigsau Ersrode die Kirchen in Ludwigsau, Knüllwald, Odenwald und Rotenburg an der Fulda zu besuchen und Süd- Nord- und Osthessen kennenzulernen.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:

Kleines neobarockes Paul Ott / Nöske Orgel-Positiv 1961 / 2018 ev. Kirche Nenterode Knüllwald Hessen, 1 M, 4 R

Das kleine feine Instrument hier in Nordhessen steht ebenerdig rechts. Die Gemeinde Knüllwald, heimelig und grün gelegen an den beiden Flüssen Efze und Beise, liegt im Schwalm-Eder-Kreis; die Kreisstadt heißt Homberg (Efze).

Die Mittelgebirgslage und der große Waldanteil sind sehr malerisch. Nenterode ist eingebettet ins Knüllgebirge. Rotenburg an der Fulda ist ca. 30 Minuten entfernt.

Nenterode, ein Ortsteil der Gemeinde Knüllwald im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis, hat heute ca. 200 Einwohnerinnen. 

Die evangelische Kirche in Nenterode gehört zum Kirchspiel Knüllwald und ist Teil des Kooperationsraums Homberg-Land im Kirchenkreis Schwalm-Eder. Es ist eine süße gepflegte Fachwerkkirche.

Es gibt kein Pedal. Man könnte eins anhängen. Das Regal wurde ausgetauscht mit einer milden Gambe, im Diskant besetzt. Die kleine alte Kirche erinnert an eine Kapelle.

Das Ott-Orgelpositiv wurde 2018 von Rotenburg Orgel neu intoniert.

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23. Juni 2026: Wie ist das Leben gering, wenn nichts in uns unsterblich ist. (Amiel)

Foto: Spieltisch Johann Eberhard Dauphin Orgel Barockorgel 1725 Meckbach Ludwisgau Hessen

Heute erinnere ich an Anna Schlatter-Bernet, 1773-1826, eine weltoffene hingegebene St. Galler Christin mit wunderbarer Lyrik, deren Texte eine Sängerin und ich gerade vertonen.

Historische barocke Dauphin Orgel 1725 Dorfkirche Meckbach Ludwigsau 2 in Nordhessen, 1 M, 8 klingende Register, Altar-Orgel

Diese alte original erhaltene Dauphin Orgel aus der ersten Dynastie geht mit dem Calcanten an, dem Gebläseschalter, und wird von Orgelbau Waltershausen gewartet, zuletzt 2025. Das Instrument ist eine Augenweide und komplett historisch. Nur die Sesqui ist später hinzugekommen.

Die Orgeln in Nordhessen auf dem Land sind noch sehr unerforscht.
Dabei ist diese kleine Kirche ein Traum: bemaltes Holz in Rottönen, wohin man blickt, was eine schummerige Atmosphäre auslöst, eine samtig trockene Akustik, schiefe Emporen, Logen, eine weiße gepflegte Stuckdecke, und die Orgel mit ihren goldenen Schleierbrettern steht als Krönung über dem Altar in einem bemalten schiefen Holzkorb.

Die Kirche wirkt durch die weiße Stuckdecke trotz allem hell; die Farben rot (das schwedische dunkle Rot), gold und weiß treten sofort ins Auge.

Man könnte die Klangfarben der historischen Barockorgel als etwas schrill bezeichnen; aber ich mag diese Kombination und finde, diese direkten Klänge in der trockenen Akustik haben etwas sehr Reizvolles.

Sehr besonders ist auch die wunderbare alte Lied–Ampel: Sie wird mit einer Kurbel bei der Altarorgel hochgezogen und bestückt, was eine sehr tricky Angelegenheit ist; die Küsterin ist jedoch bestens damit vertraut.

Die Kirchen in Hessen sind meist sehr gepflegt mit Schieferturm; viele sind Fachwerkkirchen.

Diese Orgel auf der Empore im Chorbereich wurde im Zuge der Kirchenrestaurierungen umfassend saniert und wird dem Orgelbauer J. E. Dauphin zugeschrieben. Es ist meine 2. Dauphin Orgel; die erste in Spachbrücken Reinheim, Hessen.

Meckbach bildet mit dem Nachbarort Mecklar ein gemeinsames Kirchspiel.

Es ist nicht die Orgel allein, die beeindruckt: Die Atmosphäre und Persönlichkeit der gesamten Kirche. Es war sehr schön, vor meinem Konzert in Ludwigsau Ersrode die Kirchen in Ludwigsau, Knüllwald, Odenwald und Rotenburg an der Fulda zu besuchen und Süd- Nord- und Osthessen kennenzulernen.

Das bemalte Holz wirkt wie Samt, auch am wunderbaren Prospekt. In das trockene Samt der Holz-Akustik singt die Orgel direkt; diese historisch alt-trocken-schrill-Kombi mit historischem Klang-Samt (und das ist der Punkt!) ist sehr berührend.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.


Wegmann Orgel Kirche Ersrode Ludwigsau Hessen


Möller Orgel Kirche Niedergude Alheim bei Rotenburg an der Fulda

Nöske Orgelbau Rotenburg Orgel ev. Kirche Knüllwald Rengshausen Hessen



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22. Juni 2026: Eine Gottesgabe ist nie etwas Selbstverständliches.

Foto: Johann Hoffmann Orgel kath. St. Nikolaus Kirche Arnstein Franken

Heute erinnere ich an Alfred Delp, der 1945 von Nazis ermordet wurde, weil er seinem Glauben nicht entsagen wollte. Er war gläubiger Jesuit.

Mittlerweile kenne ich Südhessen, Nordhessen und Osthessen ganz gut. Besonders Knüllwald, Ludwigsau, Rotenburg, Odenwald und Taunus haben mir gefallen. In Ersrode steht die schönste Orgel in ganz Ludwigsau. Wir sind viel herumgefahren und haben Kirchen und Orgeln besucht.

Der besondere Gottesdienst in Niedergude Alheim hier in Hessen gestern war sehr schön und gut besucht:

Pneumatische historische Möller Orgel 1876 ev. Kirche Niedergude Alheim (bei Rotenburg an der Fulda), Hessen, Westempore, zwischen den Turmstützen, 1 M, 9 klingende R

Das leichtgängige kleine Instrument mit festen Kombinationen gefällt mir gut. Die historische Möller-Orgel in der ev. Kirche im Alheimer Ortsteil Niedergude gehört zur Gemeinde Alheim bei Rotenburg an der Fulda und ist ein wertvolles, seltenes Instrument mit pneumatischer Traktur, das bis heute für Gottesdienste und Konzerte genutzt wird. Der Klang schmiegt sich in trocken-samtige Akustik.

Die Kirche wirkt fast wie ein normales Haus, nur mit kleinem schwarzen Schiefer-Turm: Klassizistischer Fachwerkbau mit Bruchsteinausfachung und Haubendachreiter, 1949 erneuert. Der Kirchenbau ist außen quer-, innen längsorientiert. Die Emporenstützen als Träger des Dachreiters sind bis zur Decke durchgeführt. Die wertvolle Kanzel hinter dem Altar ist von 1698. 

Diese süße Fachwerkkirche ist eine Augenweide und steht mitten im Ort. Innen ist sie hell, schief, gelb und eng. Das Dorf ist klein und liegt sehr ländlich.
Die Orgel wird von Orgelbau Rotenburg betreut.

Die Akustik ist hell-trocken; der Spieltisch in rötlichem Braun sehr schön; die Orgel geht mit einem goldenen Knopf an. Das pneumatische Instrument hat viele schöne 8-Füße, Koppel und P-Mf-F-T-A. Der Gottesdienst war mit der Musikakademie Kassel gestaltet.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:

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Anbei meine neue CD bei Naxos:

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Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

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CD 2026 Bach berühren auf jpc

21. Juni 2026: Es kommt alles wieder, was nicht bis zu Ende gelitten und gelöst ist. (Hermann Hesse)

Foto: Siemann Orgel Stadtkirche Arnstein Franken

Heute erinnere ich an Maria Gonzalez, die maskuline Stereotypen in der Astronomieforschung beklagte.

Das Konzert in Ersrode Ludwigsau gestern war sehr schön und gut besucht. Hinterher gab es Wein und Snacks für alle. Die Presse war da: Die Hersfelder HZ und HNA. Ich habe Blumen bekommen. Wir haben einige Lieder von mir auch gesungen: In allen Stürmen und Jeden Augenblick.

Das war für mich Premiere, dass wir für meine Songs eine historische Pfeifenorgel kombiniert haben mit einer Wersi-Orgel mit allem Schnick-Schnack. Der Klang einer Wersi-Orgel ist völlig anders; ich kannte diese Instrumente bis dato gar nicht, aber sie haben wohl Kultstatus und sind sehr teuer. Es war eine witzige Kombi. Unten spielte Lars Tappe, oben ich. Ich unterrichte ihn jetzt seit einigen Monaten; er wird als Orgelbauer ausgebildet.

Zuvor und danach haben wir eine intensive Orgeltour durchgezogen: bei der Hitze war das schon heftig. Aber ich sammle ja Orgeln in meiner Westentasche. Hessen hat eine Menge sehr interessanter Dorfkirchen zu bieten. Wir fuhren mit Drop und haben insgesamt 20 Orgeln in 3 Tagen dokumentiert.

Anschließend grillten wir, aßen vom Kirschbaum und den Himbeeren, saßen auf dem Balkon und badeten im Garten-Pool. Nachts hatte es stark geregnet zuvor, das war gut.

Wundervoller Klang, zart-brillante Akustik: nicht zu trocken: Die schlichte Kirche zu Ersrode besitzt Stühle, keine Bänke, was sehr schön aussieht, und steht in einem gepflegten Garten. Schön sind die Zungen der kleinen historischen Orgel, besonders die Hobo (Mischung aus Oboe und Trompete) – und es gibt einen seitlichen Tremulanten und Koppeln. 


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