28. Juni 2026: … sind mir aus den Gemeindemitteln bar bezahlet worden. Welches ich hiermit quittierend bescheinige. (Orgelbauer J. Stephan Schmaltz)
Foto: Wilhelm / Döring Orgel ev. Preußenkirche Friedlos Ludwigsau Osthessen 2026
Heute erinnere ich an die Schriftstellerin Maria Waser. Und an den Stadtpfeifer Christoph Hoffmann aus Wandersleben.
Ach, ich liebe diese kleinen historischen verborgenen unbekannten unerforschten Dorforgeln, die Gott in der Verborgenheit und Demut preisen, authentisch und wertvoll; weich oder direkt in samtig-trockener Akustik. Ohne Machtgebaren, Krach, Computer, Pompöses. So beautiful. Sie klingen nach lebendigem Wind.
Ich spielte u.a. in Niedergude, Nenterode, Ersrode, Meckbach, Sterkelshausen, Niederthalhausen, Niederellenbach, Rotenburg, Rengshausen, Rohrbach, Friedlos und Beenhausen… Und ich bewundere die lokalen Orgelbauer von damals, Unternehmer, fleißig, bis ins hohe Alter, selbst und ständig.
Historische romantische Bechstein Orgel 1847 ev. Kirche Rohrbach Ludwigsau 2 in Nord-Hessen, 1 M, 9 klingende Register, Kegelladen
Friedrich Bechstein (Vater von Heinrich Bechstein) (Rotenburg an der Fulda)
Die wunderschöne kleine Orgel 1847 auf der Westempore besitzt goldene Schleierbretter und war etwas eingetütet aufgrund der Maler-Arbeiten in der Kirche und aufgrund von Ameisen in der Kirche (Ameisenbefall).
Allerdings stehen im Prospekt viele bemalte und stumme grau-goldene „fake“-Pfeifen aus Holz (Pfeifen-Attrappen). Vermutlich wurden die klingenden Prospektpfeifen für den Krieg geklaut, oder es war schon immer so. Innen stehen die klingenden Pfeifen aus Blei-Zink.
Die Kirche ist hell und weiß und gepflegt. Sie steht in einem grünen Park und wird (wie viele Kirchen der Gegend) von alten Glocken auf dem Weg zum Eingang gesäumt. Über der Tür steht folgendes Wort:
Erbaut zur Zeit des Kurfürsten Wilhelm des Ersten im Jahre 1819
Das Instrument besitzt einen funktionierenden Schöpfer für lebendigen Wind. Auf Brettern wurden historische Notizen aufgekritzelt.Die evangelische Kirche Rohrbach ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in einem Ortsteil von Ludwigsau im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Hessen.
Die klassizistische Saalkirche wurde 1819 erbaut. Es ist meine 3. Bechstein-Orgel hier in Hessen.
Auf dem Satteldach des Kirchenschiffs, das im Osten abgewalmt ist, steht im Westen ein Dachreiter mit quadratischen Grundriss und einer achteckigen Laterne. Die hübsche Dorfkirche gehört zum Kirchspiel Ludwigsau 2 im Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg im Sprengel Hanau-Hersfeld der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Das Kegelladen-Instrument ist ein wertvolles Zeugnis des ländlichen Orgelbaus in der Region und harmoniert mit der Architektur der 1819 errichteten Kirche mit einer Empore, rot verziert.
Friedrich Bechstein aus Rotenburg an der Fulda war der Vater von Heinrich Bechstein, der dann seine Werkstatt eine Zeit in Groß-Umstadt hatte.
Ich spielte bisher in Heubach Odenwald in Südhessen und in Ober-Mossau im Odenwald in Südhessen an Heinrich Bechstein-Orgeln. Dies ist meine erste Friedrich Bechstein-Orgel, also die vom Vater, der die Dynastie gründete. Ich bin geehrt, ein Vater-Instrument dieser Dynastie zu spielen.
In Heubach ist die Sohn-Orgel von 1894 und in Ober-Mossau die Sohn-Orgel von 1866. Doch diese ist von 1847, also um einiges älter.
In Heubach war meine erste Bechstein Orgel überhaupt. Sie ist die einzige vollständig und original erhaltene Orgel aus dieser Werkstatt. Sie besitzt Elfenbeintasten und hat damals 2000 Mark zusammen mit dem Altar gekostet.
Und steht im malerischen Heubach im Odenwaldkreis in Südhessen zwischen Fackwerkhäusern. Ich habe schon viele Bechstein-Flügel gespielt. Aber Heinrich und Friedrich Bechstein haben nichts mit dem Klavierbauer Bechstein zu tun.
Die Rohrbacher Orgel wurde also von Vater Bechstein erbaut. Dieser war auch der Vorgänger von Dieter Nöske, der 1936 in Wriezen geboren wurde und 2020 in Rotenburg an der Fulda verstarb und mit seiner Werkstatt in ganz Deutschland weit über 150 neue Orgeln geschaffen und zahlreiche historische Instrumente restauriert; Orgelbau Rotenburg wurde die Firma nach seinem Tod genannt.
Die Akustik ist auch hier samtig-trocken. Die Orgel wird von Orgelbau Rottenburg betreut. Dort, wo wir den Schöpfer fanden, entdeckten wir oben viele historische Notizen ins Holz geritzt, wann die Orgel betreut, gereinigt und saniert wurde über den langen Lauf der Zeit.
Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:

Dies ist der Spieltisch:

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wunderschönes Kleid und Haare
Jürgen Strupat, genannt ForenTroll, hat das Pfeifenorgelforum zugrundegerichtet
Die Pfeifenattrappen stehen für die verlogene, intrigante, ignorante und zutiefst unchristliche „Kirchenmusiker-Kultur“, die auch in die Pfaffenschaft und Laienschaft metastasiert ist. Wollte man aber für jede menschliche Pfeife eine Attrappe in die Prospekte stellen, der Dom zu Passau reichte nicht aus, siehe Pfeifenorglforum, von Admin-Trolls zugrunde gerichtet.