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Orgel Friedlos Ludwigsau

Wilhelm / Döring Orgel Kirche Friedlos Ludwigsau Osthessen

ev. Pfarrkirche (1911)

Orgelbauer:

Hoforgelbauer Wilhelm (Kassel) / Orgelbau Bruno R. / Johann Ernst Döring

Baujahr:

1880 / 1978 / 2004

Datum des Erstbesuchs:

Juni 2026

Disposition und Spielhilfen

Teil-historische Wilhelm Döring Orgel Kirche Friedlos Ludwigsau Osthessen, 17 klingende R, 2 M

Die sogenannte Preußische Kirche im größten Ortsteil des osthessischen Ludwigsau namens Friedlos ist eine Augenweide. Sie ist gelb und markant mit einem schwarzen Schieferdach. Auch die alte Vorgängerkirche, eine Fachwerkkirche, war wunderschön.

Der osthessische Landkreis Hersfeld-Rotenburg liegt im Fulda-Werra-Bergland an der Fulda. Im Westen grenzt das Knüllgebirge an; jenseits der Fulda liegt der Seulingswald.

Es ist eine malerische und wunderschöne Landschaft mit renovierten Kirchen. Es gibt in dieser Gegend auch ein Machtlos und Reilos.

Ludwigsau wird geteilt in Ludwigsau 1 und 2. Beide Teile haben wunderbare Dorfkirchen, die wir besuchten.

Für die Vorgängerkirche, eine Fachwerkkirche, die leider abgerissen wurde, baute die hessische Orgelbauerfamilie Wilhelm die Orgel. Sie wurde 1978 von Döring erweitert, umgebaut und saniert. Orgelbau Waltershausen betreute die Orgel und sanierte sie 2004. Nun wird die Orgel von Orgelbau Rotenburg an der Fulda betreut.

Die Kirche ist auch innen sehr schön: mystisch dunkel, mit samtiger Akustik. Auf der Südseite steht die Orgel, auf der Südwesten-Empore, da die Kirche nicht geostet ist.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz. 

Links

Subbass 16

Oktavbass 8

Mixtur 3fach

Prinzipal 8

Gamba 8

Holzflöte 8

Oktave 4

Gedecktflöte 4

Oktave 2

Rechts

Rohrflöte 8

Gemshorn 4

Nasat 2 2/3

Prinzipal 2

Terz 1 3/5

Siffflöte 1

Pommer 16

Choralbaß 4

Tremulant

Normalkoppeln- Pistons

Die wunderschöne rote Holzorgel in Bauerntracht war mal eine romantische süffige Wilhelm Orgel gewesen. Leider wurde sie von Döring neobarockisiert. Trotz dieses Eingriffes ahnt man noch die Schönheit der weichen Klänge. Es ist nun eine gute, leichtgängige und stabile Orgel im alten Prospekt.

Leider kennen wir nicht die ursprüngliche Disposition. Ich schätze, sie ging eher Richtung Bechstein Orgel in Rohrbach.

Zu den Veränderungen der Dispositionen findet sich folgendes im Pfarramt:

Weggefallen sind leider das ursprüngliche Geigenprinzipal 8, Salizional, Lieblich Gedackt 8, Violon 8 und die wunderschöne Gambe 8.

Klang und Akustik

Samtig-trockene Akustik. Es ist meine erste Döring Orgel. Und meine erste Wilhelm Orgel.

Schöne Gamba und Flöten. Der Choralbass 4 ist leider etwas zu schwach und die Aliquoten etwas zu schrill.

Persönliche Note

Es war sehr schön, vor meinem Konzert in Ludwigsau Ersrode die Kirchen in Ludwigsau, Knüllwald, Odenwald und Rotenburg an der Fulda zu besuchen und Süd- Nord- und Osthessen kennenzulernen.

Ich spielte in Niedergude, Nenterode, Ersrode, Meckbach, Sterkelshausen, Niederthalhausen, Niederellenbach, Rotenburg, Rengshausen, Friedlos, Rohrbach und Beenhausen…


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