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Klavier

9. Juli 2026: MIR WIRD NICHTS MANGELN. (Psalm 23)

Foto: Teile der 2026 sanierten Justus Friedrich Schäffer (Scheffer) / Dieter Nöske Orgel ev. Jakobikirche Rotenburg an der Fulda Hessen

Mechanische Nöske / Scheffer (Schäffer) Orgel Jakobikirche Rotenburg an der Fulda Hessen, 3 M, 32 R, Schleifladen, Altarorgel, großer goldener Zimbelstern, Renaissance-Stil

In der malerischen, idyllischen Altstadt von Rotenburg steht diese wundervolle schmale große Orgel im Osten auf der Chor-Empore. Leider kann man sie nicht mehr historisch nennen. Die alte Kirche von 1495 ist eine Augenweide. Im Turm läuten 5 Glocken.

Im wunderschönen, gold-bläulichen historischen Gehäuse von 1556 / 1682 von Justus (Jost) Friedrich Schäffer (auch Scheffer genannt) sitzt die Nöske Orgel, die 2026 gereinigt und saniert wird, wo ich ein wenig dabei sein konnte. Während die Orgel ausgebaut wird, steht eine kleine neobarocke Hausorgel zum Spielen bereit hinter dem Altartisch.

Orgelbau Nöske führte 1990 einen Teilneubau durch, verwendete aber vieles von Scheffer und rekonstruierte auch (leider nur teilweise und nicht ganz) den wundervollen historischen Klang. Wenn das Gehäuse des Instruments schon so wundervoll aussieht, wie schick muss erst der Klang gewesen sein!

Ich hätte sehr gern die originale Scheffer-Orgel gehört. Auch deswegen, weil ich von diesem Orgelbauer noch nie gehört habe. Er stammte aus Langensalza aus Thüringen. Auch Dieter Nöske hätte ich gern kennengelernt.

Was ich nicht verstehen kann, ist, dass viele nur noch den jetzigen Orgelbauer eines  Instruments nennen, obwohl große Teile der jeweiligen Orgel einem anderen, vorherigen Orgelbauer oder vorherigen Orgelbauern zuzuschreiben sind.

Natürlich gibt es dies auch umgekehrt. Viele interessieren sich unvorstellbarerweise einfach nicht für Geschichte, Gehäuse, Kirchen und Rekonstruktionen; forschen nicht.

Jost Schäffer hat die Schreinerei-Arbeiten von örtlichen Handwerkern aus Rotenburg exakt nach seinen Vorgaben fertigen lassen. Scheffer selbst nutzte große Teile seiner Vorgängerorgel von 1556. Leider kennen wir den Namen dieses ersten Orgelbauers nicht. Ich forsche.

Die originale Orgel hatte 15 klingende Register.

Samtig-brillante Akustik. Die wertvolle alte Kirche mit viel Holz und roten Steinen singt.

Die Renovierung betrifft die Intonation und Reinigung der Pfeifen, Schimmelbekämpfung, Neubau der Windanlage, Neubau von Registern und Revision der Spieltrakturen. Dies kostet ca. 150.000 Euro. Die Orgel besteht aus 2000 Pfeifen, 700 kg Zinn, 30 kg Eisen, 30 Tierfellen von Schafen und Ziegen und 22 Kubikmeter Holz. Tausende Stunden von Arbeit. Aber vor allem besteht sie aus Klang!

Gerade während einer Sanierung und Revision sieht eine Orgel so verletzlich und wundervoll aus.

Anbei die heutige Orgel, die beginnt, sich zu häuten:



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CD 2026 Bach berühren auf jpc

8. Juli 2026: Es mag sein, dass es eine gewisse Nüchternheit gibt, aber eine positive, professionelle, die Hobbymusiker nicht kennen. Das hat auch mit Flow zu tun. (AHS)

Foto: Eberbacher Orgelsommer 2026

Musik ist eine Offenbarung. Nicht nur das Hören, sondern auch das Machen. Mit Offenbarung meine ich, dass du immer mehr von Musik verstehst, dass sie zu einem Teil von dir wird. Man sucht und hofft und fragt nicht mehr, man weiß es: Musik wird uns gewährt vom größten Künstler, sie wird uns zugerechnet. Gedanklich halten wir uns alle an der Hand, die daran glauben, durch alle Zeiten hindurch, und meine liegt in Johann Sebastians Hand.

Ich freue mich auf die nächsten Konzerte.



Konzert Altenstadt


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CD 2026 Bach berühren auf jpc

7. Juli 2026: Schwerer Anfang ist zumeist 10 x heilsamer als leichter Anfang. (vom selben)

Foto: Historische Orgel ev. Kirche Mecklar Hessen 2026

Leute ohne Kunst beharren um so eigensinniger bei ihrer Meinung und ihrem „Geschmack“, je weniger sie dafür zu sagen wissen. Geschmack ist aber keine Geschmacksache. (AHS)

Große universale, neobarocke Noeske Orgel ev. Martin Luther Kirche Rotenburg an der Fulda, Hessen, 3 M,  51 R, horizontale spanische Trompeten, elektrisch, Schleifladen

Die schlichte große Orgel mit tollen Zungen, Horizontalen, Bronzepfeifen im Prospekt, reich bestücktem Pedal und Kippschaltern steht auf der breiten Westempore der modernen Kirche von 1962. Sie ist leichtgängig.

Sie ist die größte Orgel in Rotenburg an der Fulda. Sie ist noch größer als die Nöske Orgel in der Stiftskirche mit 38 Registern. Die drittgrößte in Rotenburg steht in der ev. Jakobikirche und wird gerade saniert und gereinigt.

Zusätzlich zu dieser Schleifladen-Orgel in Martin Luther gibt es also in der Rotenburger Jakobikirche eine weitere große Orgel von Dieter Noeske aus dem Jahr 1990 (32 Register, mechanische Traktur, 3 M), die gerade von Orgelbau Rotenburg saniert wird, sowie eine 2004 erbaute große Noeske-Orgel in der ev. Stiftskirche mit 3 M, und eine elektrische in der kath. Kirche mit 2 Manualen. Die Orgelbaufirma Noeske / Orgelbau Rotenburg prägt die Orgellandschaft der Region maßgeblich. Rotenburg an der Fulda ist eine malerische Stadt im Nordosten von Hessen und liegt am Fluss Fulda im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Schön ist hier das Altarwandtuch mit dem „Menschen-Friedens-Band um die Erde“, eine 4 x 6 m große Batik- und Patchworkarbeit von 1985. Und es befinden sich auf der rechten Seite 5 hübsche bunte Glasfenster, mit Motiven zu den hohen Festtagen des Kirchenjahres, gestaltet von Christiane Wollenhaupt-Brenner.

Direkte, angenehme Akustik unter der Holzkuppel. Einige Register „funktionieren“ momentan nicht und sind durchgestrichen. Von den 51 Registern sind es insgesamt 41 klingende Register. So ganz verstehe ich nicht, wie man bei so vielen Registern keine Gamben und Streicher einbaut, dafür allen Ernstes Oberton 1 1/1 und weitere viele dieser Art. Dadurch ist das Instrument etwas zu groß und hart für den Raum. Einige warme und weiche Stimmen hätten dem abgeholfen. Ansonsten ein tolles Instrument.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:

Dieter Noeske Orgel Martin Luther Kirche Rotenburg



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CD 2026 Bach berühren auf jpc

6. Juli 2026: Mit Schrägmaß, Stimmdistel und Windprobe hantieren, werk- und wundertätig, die letze silberne Posaune anblasen, erdnah und himmelweit, gestimmt und intoniert. (Wulf Kirsten)

Die meisten der 21 Orgeln auf meiner Hessen-Orgel-Tour waren romantische einmanualige historische Orgeln; die größte waren die dreimanualige Stiftskirchenorgel und die dreimanualige Noeske Orgel in der ev. Martin Luther Kirche Rotenburg an der Fulda mit 51 Registern, gefolgt von der Nöske-Orgel der kath. Kirche Rotenburg, der Nöske-Orgel im Kloster Haydau, der Nöske-Orgel in Heinebach, den Orgeln in Rengshausen und Friedlos, alle mit 2 Manualen. Groß ist auch die Schleifladen-Orgel in der Rotenburger Jakobikirche von 1990 (32 Register, mechanische Traktur, 3 M), die gerade saniert und gereinigt wird – die drittgrößte Orgel in Rotenburg.

Wenn es darum geht, Orgeln zu dokumentieren, macht es mir mehr Spaß, eine noch nicht oder kaum dokumentierte historische kleine Dorfkirchenorgel mit Charme zu erforschen (welches Baujahr, wann saniert, was ist geschichtlich wann wo geschehen usw.), als eine schon 100 x erwähnte Orgel in der Stadt. Ich liebe es, zu entdecken und zu erobern.

Ich bin eine Orgel-Jägerin. Schätze ausgraben, wie beim Geocaching. Eine Orgel-Schnitzeljagd. Organcaching. Und dies ist mein Logbuch:

Neobarocke elektrische Dieter Nöske Orgel Katholische Kirchengemeinde Kirche Christus der Erlöser Rotenburg an der Fulda, Hessen, 2 M, 24 klingende Register

Die moderne katholische Kirche „Christus der Erlöser“ mit frei stehendem Turm und kleiner Kapelle in Rotenburg an der Fulda verfügt über eine Orgel des ortsansässigen Orgelbaumeisters Dieter Noeske, elektrische Registertrakturen. 

Die Orgelbaufirma Noeske / Orgelbau Rotenburg prägt die Orgellandschaft der Region maßgeblich. Weitere, teils deutlich größere Instrumente aus der Werkstatt von Dieter Noeske befinden sich in unmittelbarer Nähe, etwa in der evangelischen Stiftskirche St. Maria und Elisabeth sowie in der Martin-Luther-Kirche.

Die Pfeifen des Prospekts hängen an der gegenüberliegenden Wand, links vom Altar. Es ist also eine ebenerdige Orgel durch den rechts ebenerdig stehenden Spieltisch und gleichzeitig eine Art Altarorgel durch den Prospekt ala Schwalbennest freistehend an der Wand. Diese Kombination habe ich so noch nicht gesehen. Wie war das Spielen auf einer Orgel, deren Spieltisch am anderen Ende des Gebäudes steht? Lustig.

Die Orgel wird von Orgelbau Rotenburg betreut.

Rotenburg an der Fulda ist eine malerische Stadt im Nordosten von Hessen und liegt am Fluss Fulda im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Die Register sind alle auf der linken Seite. Samtig-trockene Akustik. Die schlichte Kirche besitzt eine große schöne blau-bunte Fensterfront. Es war sehr schön, hier zu spielen.

Sehr schön ist auch die große, dreimanualige Nöske-Orgel in der Stiftskirche: Die beeindruckende schmale Orgel aus hellem Holz in der gotischen hellen Stiftskirche St. Maria und Elisabeth in Rotenburg an der Fulda wurde 2004 von Orgelbau Rotenburg Dieter Noeske erbaut, hinter dem schönen alten Gehäuse von Ernst Rinck von 1865.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz. 

Pedal Orgel Christus der Erlöser Kirche Rotenburg



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CD 2026 Bach berühren auf jpc

5. Juli 2026: Manche meinen, dass Gott dort, wo wir arbeiten, nicht zu finden wäre. Nur eingesperrt in hohe Dome. Das ist falsch. Im Dom ist er oft nicht. (Christa Hacker)

Mir gefallen die vielen interessanten Orgeln in Nordhessen sehr gut, auch die in den Dörfern und Randgebieten; sowohl die historischen als auch die neuen Instrumente. Besonders schlägt mein Herz für die restaurierten historischen Orgeln: 

Historische romantische kleine pfeifenlose Bechstein Möller Orgel 1849 ev. Wehrkirche (1589) in Niederellenbach-Alheim Braach Hessen, 1 M, 9 klingende Register: Friedrich Bechstein, Vater von Heinrich Bechstein (Rotenburg an der Fulda)

Der kleine, gewestete Saalbau hier in Niederellenbach ist eine Augenweide. Die Atmosphäre in der Wehrkirche ist friedlich mystisch und wundervoll. Innen ist es hell, gelb und rosa. Bibelsprüche stehen vorne an den Wänden. Sehr trockene Akustik.

Es gibt Stühle, keine Bänke. Die Flöten und Streicher singen. Die gold-glitzrige Orgel mit „Stummelpedal“ steht direkt unter der Decke. Man kommt mit den Knien an. Die Tasten sind etwas ungleichmäßig. Innen duftet es nach Holz.

Sie ist die älteste Wehrkirche im Rotenburger Land und steht unscheinbar, bescheiden und fast verborgen am Rande. Man könnte sie fast übersehen. Sie gehört zur Johanneskirchengemeinde Alheim in Hersfeld-Rotenburg. Ihre Anfänge sind aus ottonischer Zeit.

Die mechanische Orgel erinnert mich an Schulze-Orgeln: keine Pfeifen im Prospekt, Registerzüge 90 Grad zur Klaviatur. Ich denke, es sind Kegellade. Johann Friedrich Schulze, Orgelbauer aus Thüringen, gestorben 1858 in Paulinzella, habe 6 Orgeln von ihm gespielt.

Der westliche Teil ist romanisch, mit Fischgrätmauerwerk.

1589 wurde die alte Kirche umgebaut und 1677 zu jetziger Größe nach Osten hin verlängert. Bis 1852 wurde der Platz um die Kirche herum als Friedhof genutzt. 2006 wurden Kirche und Orgel saniert.

1845 wurde die Wehrkirche noch mal neu gestaltet und verändert mit Dachreiter und Rundbogenfenstern. Von dem gotischen Wehrkirchhof gibt es noch die Wehrmauer mit Schießscharten, bis zu 5 m hoch geschlossen erhalten.

Die kleine weiße Orgel mit pfeifenlosem Prospekt von 1849 von Vater Bechstein wurde von Valentin Möller später etwas umgeändert.  Es ist meine zweite Vater Bechstein-Orgel und meine 7. Bechstein-Orgel insgesamt.

Es gibt auch ein Oberellenbach.

Sehr schön sind der Schöpfer und die historischen,handgeschriebenen Notizen mit Wartungen, Stimmungen und Rekonstruktionen von Orgelbauern im alten Holz, insbesondere von Bechstein und Möller, die das wohl oft so gemacht haben, was ich schön finde. Im Innen ist die Orgel mit ihren Pfeifenreihen sauber und gepflegt. Die Orgel wird betreut von Nöske / Orgelbau Rotenburg an der Fulda. Ich habe bereits 8 Nöske-Orgeln und 5 Möller-Orgeln gespielt.

Die schöne weiß-gelbe Kirche mit großem Kronleuchter ist innen schlicht und hell. Der weiße Prospekt passt perfekt hinein. Die Tasten sind schwarz. Die Orgel wurde 2006 saniert.

Samtig trockene Akustik, eine, die kaum als Akustik existiert. Das Pedal ist gerade, die Registerzüge stehen seitlich wie bei vielen Knauf-Orgeln. Wunderschöne 8-Füße. Besonders ist, dass es keine Prospektpfeifen gibt in diesem Instrument. Die Pfeifen stehen alle hinten, hinter einem dunkelblauen Tuch in dem glitzernd-weißen Prospekt. Ich nenne die Orgel „Schlaforgel“ – weil sie aussieht wie ein Mobile mit Sternen zum Einschlafen.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:


Bechstein Orgel Kirche Niederellenbach Alheim Hessen



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CD 2026 Bach berühren auf jpc

4. Juli 2026: Aber ich, der Priester, gehe schweigend an den Armen vorbei. (Helmut Schoepke)

Foto: Bechstein Orgel Heubach

Heute erinnere ich an Ashley Flynn, ein Femizid, von ihrem Mann, einem clean-cut „Worship-Leiter“, ermordet. Sie, Jade Benning und der Femizid an Saria Barney sind die momentan aktuellsten Femizide in den USA, deren Gerichtsverhandlungen gerade live auf YouTube laufen, was sehr spannend ist, zu verfolgen. Der bekannteste ist wohl der an Shanann Watts. Aber es gibt unzählige unbekannte Femizide, täglich – und Männer, die davonkommen?

Gespielt habe ich also über 20 historische Orgeln in den Gebieten Knüllwald, Ludwigsau, Alheim und Hersfeld-Rotenburg an der Fulda in Hessen, zuvor im Odenwald. Eine malerische, idyllische, waldreiche Landschaft voll Fachwerkhäuser, Dorfkirchen und Wald.

Mit dabei waren Bechstein-Orgeln in Rohrbach, Gerterode und Sterkelshausen, Bechstein / Möller-Orgel in Niederellenbach, Möller-Orgel in Niedergude und Schmerbach-Orgel Niederbeisheim Knüllwald, Wegmann-Orgel in Ersrode, Nöske-Orgeln in Niederthalhausen, Rengshausen, Morschen und Heinebach, Ott-Nöske-Orgel in Nenterode, Nöske-Orgeln in ganz Rotenburg, Dauphin-Orgel in Meckbach, Möller-Nöske-Orgel in Beenhausen, Wilhelm / Döring-Orgel in Friedlos, abklären muss ich noch Mecklar. Insgesamt waren Friedrich und Heinrich Bechstein, Heinrich und Valentin Möller und Dieter Nöske hier zugange. Betreut werden die meisten Instrumente von Orgelbau Rotenburg an der Fulda; einige auch von Orgelbau Waltershausen.

Historische kleine Schmerbach Orgel 1775 ev. Kirche Niederbeisheim Knüllwald Hessen, 1 M, 9 klingende Register

Die helle hübsche, gepflegte Dorfkirche wird von einer alten Glocke auf dem Eingangsweg geschmückt. Die Decke ist blau bemalt; ein Kronleuchter baumelt von einem Stern; die helle Holzempore umläuft das Innere. Die Bänke sind ebenfalls aus hellem Holz.

Auf der Westempore steht die kleine historische Orgel im passenden Holz-Gehäuse (mit dunklen, grünschwarzen Schleierbrettern und Engeln) in einem Korb. Dies erinnert mich an Meckbach Ludwigsau, Hessen.

Es ist meine 4. Kirche im Knüllwald. Es ist meine erste Orgel von dem nordhessischen Orgelbauer Schmerbach. Die Orgel wurde von Orgelbau Bosch restauriert.

Die breiten hübschen Register-Gesichter stehen nach vorn. Die Tasten sind schwarz; das Pedal ist kurz und gerade. Viele handgeschriebene historische Notizen u.a. von Möller und von anderen Orgelbauern befinden sich hinten in der Orgel.

Zwei Register sind leider nicht umgesetzt worden. Sonst hätte die Orgel 11 Register.

Vater Schmerbach, der Begründer, baute die Orgel. 1851 baute Valentin Möller die Orgel um. Daher klingen jetzt einige Register samtiger-romantisch.

Das hübsche kleine Instrument steht auf der Westempore im idyllischen Niederbeisheim im Schwalm-Eder-Kreis.

Das Dorf liegt im waldreichen Knüllgebirge. Orgelbauer Schmerbach war in Nordhessen sehr verbreitet. Er war bekannt für seine hochliegenden Farbregister. Manchen sind diese zu schrill. Ich mag das.

Samtig-trockene Akustik. Die Orgel singt. In diesem kleinen Ort mit knapp 1000 EW in einem hübschen Talkessel in Nordhessen steht diese bezaubernde Dorfkirche.

Die Disposition ist hier vollständig zum ersten Mal im Netz:

Pedal Orgel Kirche Niederbeisheim Knüllwald

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CD 2026 Bach berühren auf jpc

3. Juli 2026: So wie manche sagen, der Jude, so sagen sie, die Frau. Gebrandmarkt. Denn viele Männer sind nicht daran interessiert, dass Frauen zusammenhalten oder unabhängig sind oder weiter kommen als sie selbst.

Foto: Orgel Kloster Ravengiersburg Hunsrückdom

Heute erinnere ich an alle Tierweibchen im Reich der Schöpfung, hoch angesehen, stark und beschützend.

Und an Ilse Aichinger, 1921, Nachkriegs-Schriftstellerin aus Wien. Der Stil dieser deutschsprachigen Nachkriegsautoren ist sehr speziell und intensiv; solche deutschen Kurzgeschichten gibt es heute gar nicht mehr; vom Stil her.

Zur Zeit schaue ich ganz gern die Serie Scarpetta, wegen Nicole, aber eigentlich ist es schon ziemlicher Schmarren.

Kleine historische Bechstein / Nöske Orgel ev. Kirche Gerterode-Ludwigsau 1 in Nord-Hessen, 1 M, 9 klingende Register

Das schöne kleine Instrument steht auf der West-Empore und wurde 2014 saniert. Zwei Glocken säumen zur Zierde den Eingang der kleinen, hellen Pfarrkirche im Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg. Helle Holzemporen schmücken  den Innenraum. Die Orgel berührt beinahe die niedrige Decke. Die Bänke sind rot-blau.

Die breiten, süßen Registergesichter mit altdeutscher Schrift stehen nach vorn. Die Schriften und das Buchstabieren sind nicht einheitlich. Die Farbe der Pedalfarben-Register ist apfelgrün.

Und die Klänge der Orgel frühromantisch. Samtig-trockene Akustik. Das Manual erinnert an ein Klavier, jedoch sind die Tasten etwas ungleichmäßig. Größere Menschen stoßen mit ihren Knien an die Orgel an.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz:

Nöske Orgel Kirche Gerterode Ludwigsau

Pedal Orgel Kirche Gerterode Ludwigsau

Kleines neobarockes Paul Ott / Nöske Orgel-Positiv ev. Kirche Nenterode Knüllwald Hessen, 1 M, 4 R: Die kleinste Orgel im Knüllwald

Das kleine feine Instrument hier in Nordhessen steht ebenerdig. Die Gemeinde Knüllwald, heimelig und grün gelegen an den beiden Flüssen Efze und Beise, liegt im Schwalm-Eder-Kreis; die Kreisstadt heißt Homberg (Efze).

Die Mittelgebirgslage und der große Waldanteil sind sehr malerisch. Nenterode ist eingebettet ins Knüllgebirge. Rotenburg an der Fulda ist ca. 30 Minuten entfernt.

Nenterode, ein Ortsteil der Gemeinde Knüllwald im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis, hat heute ca. 200 Einwohnerinnen. 

Die evangelische Kirche in Nenterode gehört zum Kirchspiel Knüllwald und ist Teil des Kooperationsraums Homberg-Land im Kirchenkreis Schwalm-Eder. Es ist eine süße gepflegte Fachwerkkirche.

Es gibt kein Pedal an der kleinen Orgel, die eher an eine Truhenorgel erinnert. Man könnte eins anhängen. Das Regal wurde ausgetauscht mit einer milden Gambe, im Diskant besetzt. Die kleine alte Kirche erinnert an eine Kapelle.

Das Ott-Orgelpositiv wurde 2018 von Rotenburg Orgel neu intoniert. Die Fachwerkhaus-Kirche steht am Rande mit schönem Platz und alten Glocken zur Zierde auf den Steinen. Es ist meine 10. Ott-Orgel und 5. Nöske-Orgel. Gottesdienst findet hier alle 2 Wochen statt.

Das Dorf Nenterode im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis bei Rotenburg an der Fulda hat ca. 200 EW. Das kleine alte Instrument hat das Manual auf der Rückseite. Die Kirche ist klein, hübsch und ohne Emporen.

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2. Juli 2026: Eine Gott-Expertin wird nicht aus mir. (Lotte Denkhaus)

Foto: E.F. Walcker Orgel 1866 Fränkisch Crumbach

Heute erinnere ich an Luise Rinser, 1911, Schriftstellerin.

Zimbelstern und Nachtigall….

Schöne Nöske Orgel Rotenburger Orgelbauwerkstatt Kirche Heinebach-Alheim Hessen, 2 M, 18 R, 22 Pfeifenreihen, Nachtigall, Zimbelstern, Altmännergesang 16′

Was für eine schöne blaue Kirche! Die tiefe, bemalte Holzdecke und die blauen Emporen umschlingen mich.

Die schöne mechanische Schleifladenorgel mit Vogelgezwitscher (muss mit Wasser aufgefüllt werden) und wunderbaren Zungen steht hier im nordhessischen Heinebach in der Johanneskirchengemeinde im Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg. Die Kirche ist denkmalgeschützt.

Die malerische alte Wehrkirche wurde vom Landgraf Carl 1730 im einfachen Barockstil neu aufgebaut und 1746 durch Elias Kauffult und Johannes Schönewolf ausgemalt:

Der wunderschön gemalte Wolkenhimmel füllt den fast quadratischen Saalbau. Die Sonne als Symbol für den Schöpfer strahlt im Zentrum.
Ein Regenbogen als Zeichen der nie endenden Güte Gottes umspannt das ganze Gotteshaus. Man fühlt sich geborgen.

Engel musizieren, und die Brüstungsfelder der Empore sind mit biblischen Texten und Blumenornamenten verziert. Eine Augenweide. Heinebach besitzt ca. 2500 EW und ist ein Ortsteil von Alheim.

Da die Kirche aus viel Holz besteht, besonders die himmelblaue Decke, ist es leider zu Schimmelbefall in der Orgel gekommen, die nun saniert wird. Man sieht auf den Holzpfeifen hinten kleine schwarze Punkte.

Das Instrument gehört zu den Lieblingsorgeln von Peter und Dieter; daher haben sie ein paar besondere und ein witziges Register eingebaut: Altmännergesang 16 Fuß. Wenn man dieses Register links zieht, öffnet sich ein Fach, und dort drin stehen: kleine Alkoholflaschen, Flachmann nennt man diese, glaube ich. Das Fach wird immer wieder neu aufgefüllt. So wie die Nachtigall mit Wasser. Nachtigall und Zimbelstern können leider nicht zusammen gezogen werden. Altmännergesang geht immer.

Samtig trockene Akustik. Die blau-goldene Orgel mit Engeln passt genau zum Stil der Kirche. Man könnte denken, das Gehäuse sei historisch, ist es aber nicht.

Sehr schön sind die Flöten und Zungen.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal frei zugänglich im Netz:

Pedal Nöske Orgel Kirche Heinebach Alheim



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  1. Juli 2026: Ob der glaubt (so richtig?) – denn das zu wissen, ist wichtig denen, die den Zweifel glatt missen. (Dieter Gadischke)

Foto: Historische E.F. Walcker Orgel 1866 in Fränkisch Crumbach

Heute erinnere ich an Elisabeth Langgässer, 1899, christliche Schriftstellerin. Und endlich hat es geregnet!

Die Kurzgeschichten von Wolfdietrich Schnurre, 1920, dessen blasphemische Kurzgeschichten mir nicht gefallen: denn ich finde, man sieht diese Art „normale Frauenfeindlichkeit“ manchen Männern schon auf Fotos an.

Große mechanische Rinck / Dieter Nöske Orgel 2004 ev. Stiftskirche Rotenburg an der Fulda Hessen, 3 M, 38 R, Schleifladen

Die beeindruckende schmale Orgel aus hellem Holz in der gotischen hellen Stiftskirche St. Maria und Elisabeth in Rotenburg an der Fulda wurde 2004 von Orgelbau Rotenburg Dieter Noeske erbaut hinter dem schönen alten Gehäuse von Ernst Rinck von 1865. Der Turm wurde 1860 gebaut.

Die ehemalige Stiftskirche St. Elisabeth und Maria ist eine große evangelische Pfarrkirche mit Kreuzrippengewölbe und Gruftkapelle im schönen, malerischen Rotenburg an der Fulda im hessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Rotenburg hat ca. 14.000 EW.

Nicht weit entfernt steht die schöne evangelische Kirche St. Jakobi, ebenfalls mit einer großen Nöske-Orgel.

Der Bauinschrift am südlichen Chorturm zufolge: Anno domini millesimo trecentesimo septuagesimo incepta est structura haec – wurde 1370 mit dem Bau der Kirche begonnen.

Das nachfolgende große spätgotische Hallenlanghaus wurde bis 1501 nach einem Brand neu errichtet.

Nach Abbruch der spätgotischen Pfeiler und Langhauswölbung entstand 1822 ein klassizistischer Innenraum mit von dorischen Säulen getragenen Emporen in den Seitenschiffen.

Die Orgel wird von Orgelbau Rotenburg betreut. Die Akustik ist von einem brillanten Nachhall gefüllt. Sehr schöne singende Traversflöte 8 und Dolce 8; schöner Tremulant und singende Flöten.

Es war spannend, die Orgelbau-Firma Rotenburg an der Fulda zu besuchen und die Orgeln der Gegend zu spielen und die Kirchen anzusehen und vor meinem Konzert in Ludwigsau Ersrode die Kirchen in Ludwigsau, Knüllwald, Odenwald und Rotenburg an der Fulda zu besuchen und Süd- Nord- und Osthessen kennenzulernen. Ich spielte u.a. in Niedergude, Nenterode, Ersrode, Meckbach, Sterkelshausen, Niederthalhausen, Niederellenbach, Rotenburg, Rengshausen, Rohrbach, Friedlos und Beenhausen…

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29. Juni 2026: Wenn man den Tod aus seinem Leben verdrängt, ist das Leben nie vollständig; doch wenn man ihn einbezieht, bereichert man das Leben. (Etty Hillesum)

Foto: Konzert Reinheim Dreifaltigkeitskirche 2026

Heute erinnere ich an Veit Bach, Johann Ernst und Heinrich Bach. Pfarrerstochter Anna Helena Margaretha Wirth heiratete Johann Ernst Bach, der die Stelle nach J.S. in Arnstadt übernahm. Anna Helena starb direkt nach der Geburt ihrer Tochter, weil sich damals wenig um Schwangere gekümmert wurde. Was schade ist, denn diese kleine Tochter Anna Susanna war die letzte Vertreterin der Familie Bach in Arnstadt. Auch sie starb bald, vor ihrem Vater, der Mutter und Kind überlebte. Die Gesundheit von Frauen, Mädchen und Kindern war damals wenig wichtig. Das gleicht sich heute aus.

Ich finde es schön, bei einer Orgel sofort die Art Windlade, das Baujahr, die Trakturen erkennen und definieren zu können.

Romantische voll-pneumatische Köhler / Förster & Nicolaus Orgel ev. Kirche Reinheim in Hessen, Odenwald, 2 M, 19 R und 3 Transmissionen, Kegelladen, Schweller, Walze, 1240 Pfeifen

Die wunderbare Kegelladen-Orgel 1929/2023 im genialen türkisfarbenen Köhler-Barock-Prospekt von 1750 in Reinheim, Odenwald ist denkmalgeschützt. 1750 ist das Geburtsjahr von J.S. Bach. Köhler baute 24 Orgeln in einem Jahr. Heute unvorstellbar.

Der historische grün-goldene Prospekt mit Engeln ist eine Augenweide. Prachtvoll präsentiert sich die Orgel in der Dreifaltigkeitskirche. In dem Prospekt von 1750 stand bis 1928 eine von Köhler aus Frankfurt gebaute Orgel, bis die oberhessische Firma Förster & Nicolaus (F&N) für 18110 Reichsmark eine neue pneumatische Orgel in das bestehende Prospekt einbaute.

Die Disposition war hochromantisch und orientierte sich dennoch an der „Elsässer Orgelreform“ mit Soloregistern im oberen Manual. Bereits 1960 wurde diese Disposition, des zeitlichen Geschmacks geschuldet, leider tiefgreifend verändert und die schwebenden Registerfarben durch obertönige Register ersetzt, sowie Schweller und Crescendowalze ausgebaut.

Der elegante Prospekt ist mit zwei posaunenblasenden Engeln und der Initialkartusche Landgraf Ludwigs VIII. (1739-1768) geschmückt. Die Köhler-Orgel  hatte in Manual und Pedal 17 Register.Es ist meine zweite FN-Orgel. Die erste spielte ich in Frankfurt am Main.

Ich bin also wieder in Reinheim im Odenwald angekommen, eine süße Stadt bei Darmstadt. Die voll-pneumatische, romantische Förster & Nicolaus Orgel von 1929 im wunderbaren Köhler-Prospekt von 1750 wurde 2023 rekonstruiert – von Förster & Nicolaus. Für 230.000 €! Auf den Zustand von 1929. Nachdem Förster & Nicolaus sie selbst nach dem Zeitwahn-Geschmack in den 60er Jahren neobarock zerstört hatte – die eigene Orgel!

Sie bauten damals Sifflöte und ein absurd schrilles dreifaches Scharff in die pneumatische Orgel ein und klebten und klemmten die romantischen Solofarben, die Streicher und Flöten ab. Man sieht hier also eine Orgelbaufirma, die es immer noch gibt, im Wandel der Zeit in dreimaliger Tätigkeit von Neubau über Verirrung hin zur Rekonstruktion.

Der Prospekt, spitz zulaufend, ist komplett historisch und war nie vom Holzwurm befallen. Es befinden sich große goldene Engel oben und ein LL-Wappen. Die Pfeifen im Prospekt sind klingend. 2026/2027 wird der Turm mit Dach neu gemacht und die Orgel deswegen eingetütet.

Wunderschöne rosa Kippschalter für das HW I und himmelblaue für das SW. Auf einer Windlade unten steht mit kleinen Schildchen die Originaldisposition 1929.

Die Spendengelder vom Staat kamen, weil die Orgel im restaurierten Zustand unter Denkmalschutz steht. Das hatt 2021 Patrizia Lips (CDU) veranlasst, dann kamen vom Land Hessen, Landeskirchen, Sparkasse Hessen Thüringen weitere Spenden.

Gut kann die Gemeinde 53000 € stemmen, und durch weitere Spenden sind es „nur noch“ 25000 €.

Der Schweller hat sich ausgehängt, die Orgel ist etwas windstößig (und damit etwas verstimmt) und die Pedalkoppeln sind positiv träge, aber sie ist eben denkmalgeschützt.

Bei der Abnahme durch den Sachverständigen fiel die Orgel durch. Ups! Da war was los!
Beim nächsten Termin war der Chef von F&N dabei, da wurde einiges richtig gestellt: der Zustand von 1929 ist so, wie er ist – und nicht wie er gegenwärtig sein sollte. Basta. Das hat gesessen.

Klar sind Defizite vorhanden: der ca. 7 m lange Weg zum Gebläse auf dem Dachboden beispielsweise. Da sind die beiden Säulen rechts und links. Macht zwar keine Geräusche, ist aber ein viel zu weiter Weg, den die Luft gehen muss.
Aber da gab es strenge Auflagen, damit das Instrument als Denkmal anerkannt wurde, für die Fördergelder.

Selbst der Knopf zum Einschalten musste außerhalb des Spieltischs montiert werden. Wer kommt denn auf sowas?

Warm-samtig-trockene Akustik. Die schöne Oboe funktioniert leider nicht.

In die Orgelwand schnitten sich verewigend die Organisten der Jahrhunderte ein, u.a. von 1777 und 1786. Besonders schön ist die Traversflöte 4 und die Harmonika Aetheria 8.

Die Orgel wurde 29 Jahre lang nicht gereinigt; wurde jetzt alles gemacht, nach so langer Zeit ist dies sehr teuer, 53000 €. Bei der Restaurierung durch die Fa. F&N 2021/22 stellte sich heraus, dass die Windversorgung  im Spieltisch bis 1960 unzureichend war, d.h. gerade so funktionierte. Das spürt man auch heute noch etwas.

Bei geringen Temperaturschwankungen entfalteten sich diese Mängel und führten zu Fehlfunktionen bei der pneumatischen Schalttechnik, die nach 1960 reduziert wurde. Das Förderprogramm der Bundesregierung für historische Orgeln machte es möglich, die Orgel die originale Disposition zurückzugeben und sie erst dadurch als denkmalgeschützt einzustufen.

Laut Aussage der Orgelbauer ist sie die einzige erhaltene Orgel der Firma F&N, deren Disposition sich an die Elsässer Orgelreform orientiert und mit einer enormen Fülle an Spielhilfen wieder ausgestattet ist.

Bei der Gelegenheit wurde die Orgel gereinigt (letzte Reinigung vor ca. 30 Jahren), die pneumatische Technik überarbeitet (besonders die unzureichende Luftzufuhr  am Spieltisch), Pfeifen ausgetauscht, repariert und die Stimmvorrichtung gerichtet. Das doppelfaltige Magazin wurde komplett neu beledert. Die Manualklaviatur wurde überarbeitet und verformte Tastenbeläge erneuert.

Im Fußwinkelbrett wurde der Bretterverschlag entfernt und die Crescendowalze, deren Schaltmodul 60 Jahre mit gekappten Bleirohren in der Orgel lag, wieder eingebaut. Das Schwellwerk, dessen Jalousien über 60 Jahre auf dem hinteren Gehäuse lagen, wurde ebenso wieder in Funktion gebracht.

Nach 17 Monaten Arbeitszeit, im Sommer 2022 wurde die Orgel wieder feierlich eingeweiht und überrascht seither mit einem vollen, angenehmen, lichten und variationsreichen Klang. Inzwischen wurden namhafte Orgelvirtuosen und Virtuosinnen auf dieses Instrument aufmerksam und spielen Konzerte zur Freude aller.

Zu gern würde ich wissen, wie die barocke Köhler-Orgel von damals geklungen hat. Sie war seitenspielig und besaß ein Manual. 1929 kam dann der Neubau von FN im alten, wunderbaren Prospekt.

Die Dispositionen zu den Vorgänger-Orgeln sind hier zum ersten Mal im Netz:



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