Startseite Nach oben

Klavier

15. Juni 2026: Ein Gedicht ist ein Museum. (AHS)

Foto: Schlimbach Orgel Heubach Odenwald

Heute erinnere ich an Marie Luise Kaschnitz, 1901 in Karlsruhe geboren. Und an Heinrich Schütz; er wuchs in Köstritz auf, wo ich auch schon war; wurde wohlerzogen und ein poetischer Komponist, deutsch und protestantisch in einer lateinischen Kirchenmusik, sehr gut ausgebildet; aufbauend auf den geistlichen deutschen Gesängen Georg Webers; der Vor-Bach. Selten: Nach dem Tod seiner geliebten Frau Magdalena Wildeck heiratete er nicht wieder.

Das Konzert in Arnstein an der historisch romantischen Siemann Orgel 1931 mit pneumatischen Kegelladen gestern in der St. Nikolaus Kirche war sehr schön. Mein Konzert am 6.12.23 dort war gut besucht, ca. 120 Leute, so auch im Juni 2026. Schöne rosa Konzertblumen, die Bürgermeister, Ehrengäste und eine polnische Delegation waren da.

Auch spielte ich die wunderschöne historisch romantische Frosch Orgel 1888, original erhalten, im nahen Gramschatz in Mainfranken in der St. Cyriakus Kirche, mechanische Kegelladen. Diese Frosch-Orgel besitzt zwei seitliche entzückende, seltene Löffeltritte als Kombis. Sie ist von Klang und Aufbau ähnlich zur schönen historisch romantischen Steinmeyer Orgel 1875 in Sommerhausen ev. St. Bartholomäus Kirche, ebenfalls mit mechanischen Kegelladen.

Wenn mich jemand fragt, was für mich der Unterschied ist zwischen pneumatischen und mechanischen Kegelladen: Ich liebe Kegelladen generell sehr. Ich mag das sinnliche zarte Druckpunkt-Gefühl, das Kegelgefühl, wie ich es nenne; auch wenn manche das nicht fühlen. Sind die romantischen Kegelladen pneumatisch, dann gibt es eine Verzögerung oder kleine Verspätung im Klang; ich merke das wenn, nur am Anfang; meine Ohren kompensieren die Verzögerung sofort.

Es stört mich nicht, im Gegenteil. Unten merkt man das vermutlich kaum; außer, man kennt sich aus natürlich. Die einzige Situation, wo es stören könnte, ist, wenn man mitten in einer komplexen Bachfuge steckt und kurz aus dem Flow auftaucht und merkt, dass man auf hoher See ist mit einer gewissen Schiffskrankheit, nämlich der wackelnden Verzögerung, die erst dann zum zusätzlichen Hindernis werden kann, wenn man sich ihrer bewusst wird.

Mir kommt es so vor, als gäbe es hier auch Abstufungen in der Verzögerung oder Pneumatik; von 1-10. Sind die Kegelladen pneumatisch, zischt die Orgel sprechend mit mir; manchmal denke ich, es ist ein Mensch und höre mit dem Spielen auf und drehe mich um und merke, es ist die Orgel, die mit mir spricht.

Ich finde, man lernt sehr viel, wenn man verschiedene Orgeln der gleichen Gattung und der gleichen oder ähnlichen Windlade innerhalb weniger Tage intensiv spielt; so spielte ich drei verschiedene Kegelladen-Instrumente die letzten drei Tage. Die Klänge der romantischen Frosch-Orgel sind etwas weniger rauchig und kernig als die der Steinmeyer Orgel in Sommerhausen, welche auch wundervolle Zungen hat; beide stehen in samtig-vokaler Akustik.

Auch die Frosch-Orgel in Arnstein ist sehr individuell und interessant. Alle diese Kegelladen-Instrumente wurden oder werden saniert. Auch die Frosch Orgel in Gramschatz wird dieses Jahr saniert. Ich finde es wundervoll, dass diese kleine Pfarreien, seien sie katholisch oder evangelisch, hier in Mainfranken ihre Kirchen und Instrumente pflegen und sanieren, trotz der schwierigen Zeit.

Nur die große Arnsteiner Orgel besitzt Schweller und Walze; sie ist auch die jüngste.

Anbei die drei Dispositionen der drei Kegelladen-Instrumente der letzten drei Tage zum Vergleich:

Videos und Klangbeispiele zu dieser Orgel sind hier zum ersten Mal im Netz:

Anbei das lange Video zur Franz Xaver Frosch (München) Orgel in Gramschatz:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

14. Juni 2026: Ach, wenn dein Herz fest ist, dann magst du untätig weilen beim Nicht-Handeln, und alle Dinge wandeln sich selber. (Dschuang Dsi)

Foto: Pedal Bechstein Orgel Heubach Odenwald

Heute erinnere ich an die polnische jüdische Psychologin Alicija Englard, unter dem Namen Alice Miller bekannt, 1923 geboren. Sie wandte sich gegen die Lehren Freuds. Zurecht. Und ich höre Keith Green.

Gestern probte ich an der wunderschönen Steinmeyer Orgel 1875, historisch romantisch, im evangelischen Sommerhausen am Main bei Würzburg, einem idyllischen unterfränkischen Dorf, in ev. St. Bartholomäus, eine Altarorgel mit Gesicht zum Altar, was besonders ist. Jetzt fahre ich dann später nach Arnstein zum Konzert.

Historisch romantische Denkmal-Orgel, Altar-Orgel Steinmeyer Orgel ev. St. Bartholomäus Kirche Sommerhausen am Main, 2 M, 24, R, mechanische Kegelladen

Im historischen braunen Gehäuse von 1740 von Johan Philipp Seuffert befindet sich diese wundervolle romantische Orgel mit frei stehendem Spieltisch. Eine Altarorgel mit Gesicht zum Altar, was etwas Besonderes ist.

Die Orgel wird 2026 / 2027 generalsaniert für ca. 30.000 Euro. Die letzte Sanierung ist knapp 25 Jahre her.

Es ist meine 30. Steinmeyer Orgel. Auch diese Orgel im idyllischen unterfränkischen Dorf musste für den  Krieg 1917 ihre Zinn-Prospekt-Pfeifen abgeben, sie wurde 2002 von Orgelbau Hey überholt.

Der Sommerhäuser Prospekt in diesem malerischen Ort ist eben deswegen so schön, weil er über dem Altar steht. Die Akustik ist ein Traum, sehr vokal und samtig. Es gibt viel Holz in der Kirche, unter anderem die zwei Holz-Emporen. In diese Akustik singen die warmen, rauchigen, kernigen Klänge der Orgel.

Nahe der Bischofsstadt Würzburg hier in Franken entstanden hier in den Dörfern die ersten Wehrkirchen. Die wertvolle gelbe Kirche besitzt 4 große Glocken. Obwohl auch dieses  Instrument eine Neobarockisierung durch Orgelbau Mann 1958 erleiden musste, konnte der romantische Klang größtenteils später gerettet werden. Die erste Orgel gab es hier schon 1629.


Ich frage mich, wie es sein konnte, dass Goethe über so lange Zeit angebetet wurde. Er war Beamter, Jurist, privilegiert, verwöhnt, mit reichem Papa, immer gesichert, Staatsdienst, langweilig, hat bekommen, was er wollte; auf der Sonnenseite des Lebens; kein Künstler. Er musste und wollte und konnte nie von der Kunst leben.

Man liest über ihn, er „genoß die Frauen“. Die Frauen. Was auch immer das heißen mag. Manchmal schreiben sogar Autorinnen so, dass Männer „die Frauen“ genießen etc.

Gut, Goethes Sprache ist sehr gut; aber es gibt viele andere mit schönerer Sprache. Zum Beispiel Georg Trakl, ein echter Künstler. Nehmen wir Faust – was für ein Aufhebens wurde gemacht um Faust mit dieser absurden, unrealistischen, lächerlichen Handlung, wo andauernd jemand aus Versehen jemand anderen vergiftet. Was soll das bitte für eine Story sein?

Und schließlich wird ein Mädchen von einem Idioten ins Unglück gestürzt – Grooming, das ist also die Pointe, ist das wirklich so poetisch und kreativ? Frauen heißen bei ihm Gretchen, Lieschen, Bärbelchen, Heidrunchen, Monikachen … was für ein sexistischer Schmarren. Dazu kommt eine Portion gottlose Magie, ein paar kindische Bibi Blocksberg-Figuren aka „Phantasiegestalten“, und schon heißt es, es sei männergenial. Der Idiot aber kommt davon und leidet nicht. Aber die Frau will – natürlich – für ihn sterben.

Ist es denn so tiefsinnig, zu merken, dass viele den Hals nicht voll kriegen und dem Teufel anstatt Gott gehören wollen, so wie Good Goethe selbst? : „Vom Himmel durch die Welt zur Hölle“. Na super. (augenverdreh) Danke für den Lebens-Tipp! Da halte ich mich lieber an das Umgekehrte: Es strebt die Welt durch Nacht zum Licht, und ohne Kreuz, da geht es nicht. (Erika Bock) Aber Goethe und Faust wollen nicht leiden. Und sein Gewissen auch nicht.

Dagegen Goethe und sein Mephisto: „Wer will was Lebendiges erkennen und beschreiben, sucht erst den Geist heraus zu treiben, dann hat er die Teile in seiner Hand. Fehlt, leider, nur das geistige Band.“ Leider leider, das geistige Band fehlt wirklich, denn der Geist, der in Faust Goethe lebt, ist nämlich eher kindisch und egoistisch. Er hasst die Unschuld.
Sein Mephistochen kann er auf diese Weise vielleicht kontrollieren und bändigen. Auf dem Papier. Wirklich erkannt aber haben beide nicht, um was es im Leben geht. Davon kommt er nicht; und auch die nicht, die lieber Goethe anbeten in einer Art Kult-Religion, wie man am geschicktesten das Leben genießt, ohne Leid und Opfer – und die Frauen.

Die Disposition der schönen Steinmeyer Orgel:

Das lange Video zur Steinmeyer Orgel in Sommerhausen:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

12. Juni 2026: Ich fragte mich scheu, ob oder wann ich einst geboren wurde und gestorben dann? … Und jedes Bild, das ich von dieser Welt gewann, verlor ich doppelt, und auch das, was ich ersann. (Else Lasker-Schüler)

Foto: Bechstein Orgel Heubach Odenwald

Ich lese Der Mann, der den Zügen nachsah.

Heute erinnere ich an Ilma Rakusa, eine tschechisch-schweizerische Schriftstellerin, 1946 geboren. Und an Maria Magdalena von Friedrich Hebbel.

Das Interview zur freikirchlichen Worship-Szene, in der ich lange tätig war, ist ready mit Daniela-Marlin Jakobi und das Video bereits bei ihr auf ihrem Youtube Kanal hochgeladen. Es ist spannend geworden, finde ich. Unten unter diesem Blogbeitrag verlinke ich das Video in ihrem Kanal auch noch mal.

Gestern probte ich für mein Konzert an der schönen historischen romantischen Orgel in Arnstein am Main. Es ist die größte Orgel der Gegend. Die große Stadtkirche ist hell, offen und geschmückt und steht auf einem Berg. Vorher hatte ich Massage.

Die edle Orgel in Arnstein erinnert mich an die große Orgel in Bad Windsheim.

Reicher Barock-Prospekt von Johann Hoffmann 1710 (1660-1725) hier in Arnstein, unterfränkischer Barockorgelbau, der Dom-Orgelmacher aus Würzburg: ein besonderer neunteiliger Prospekttyp mit Wappen, Akanthuslaub, Musikengeln, mit der Arbeit des Bildhauers Auwera.

Früher stand diese Orgel im Kloster Würzburg, seit 1808 in Arnstein im Spessart hier in Unterfranken.

Arnstein ist immer noch die perfekte unterfränkische Stadt voller Fachwerkhäuser, jedoch fahren leider viele tonnenschwere Laster durch die unterfränkischen Dörfer.

Orgelbauer Willibald Siemann (1864 Streitheim – 1932 in München), Binder & Siemann (Regensburg): Kurz vor seinem Tod wurde das Kegelladeninstrument fertig gestellt. Es ist meine vierte Siemann-Orgel. Die Orgel wurde vor ein paar Jahren saniert. Besonders hübsch sind die Torbögen im Prospekt.

Johann Hoffmann darf man nicht mit der modernen Hoffmann-Orgelbaufirma aus der Rhön verwechseln, die viel in Würzburg gebaut hat.

Erste kleine Orgel der Kirche hier war 1573, repariert von Hans K. Hoffmann 1628, J. G. Otto 1731 und 1780 von Orgelbau Wehr aus Marktheidenfeld. Dann wurde 1808 die Johannes Hoffmann-Orgel von 1710 des Karmelitenklosters (wo ich gerade spielte) gekauft, denn das Kloster war säkularisiert worden.

1906 wurde überlegt, die Orgel zu verkaufen. Doch davon nahm man dann Abstand. Es passierte aus Geldgründen lange nichts. Dann kam 1931 das neue Werk in den schönen historischen Prospekt:

Langes Video zu Klang, Aufgang und Walze:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Das Interview zur „WORSHIP“:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

11. Juni 2026: Nein nicht mehr die Schneefeger diese kalten Tage sind nun beinahe vorüber gottlob diese dich ins herz frierenden (Friederike Mayröcker)

Foto: Pedal Schlimbach Orgel Heubach Odenwald

Heute erinnere ich an die österreichische Lyrikerin Friedrike Mayröcker, 1924 geboren; oft vergessen und doch so gut.

Und an Maria Stuart, schottische Königin und politische Gefangene.

Ich lese Ferdinand von Schirach, SCHULD, aber der Stil gefällt mir nicht. Zu kalt.

Gestern war ich beim Friseur; es war angenehm.

Beeindruckend ist das neue große bunte Altarbild in St. Clemens von Thomas Jessen in Drolshagen bei Olpe: Dies ist meine Interpretation dieses Flügelaltars, über dem das große alte goldene Kruzifix schwebt; das war ich euch noch schuldig: Jesus ist im Zentrum, aber die Frau, die auf der Leiter steht, sehr präsent. Sie ist der Mensch, für die Jesus gestorben ist. Sie ist sein geliebtes Kind. Und die beiden Frauen auf dem Flügelaltar sind die Zeugen der Auferstehung und berichten den nackten Männern unten, was sie erlebt und gesehen haben: Das, was wirklich zählt:

Den Sieg über den Tod, der alles zerstört hat.

Der Retter hat Tod überwunden und damit auch wir. Daher ist im Zentrum auch sein leuchtendes Rot. Blut. Seins. Das Bild ist sehr lebendig und edel; wenn man weiter weg steht, denkt man, alles bewegt sich und findet jetzt erst statt. Als würden die Frauen eben erst Jesus begegnet sein, wie er sein Grabtuch liegen lässt.

Sie sind ready für den Dienst für ihn. Sie geben die gute Nachricht weiter, das Evangelium (= predigen) und reichen das Tuch nach unten; gehen los. Als ich ganz weit weg stand, passierte etwas Seltsames: Plötzlich sah ich nicht mehr das Bild, sondern das Bild verwandelte sich in eine Aussage mit riesigen Buchstaben: AUFERSTEHUNG. Ich musste weinen:


Die Dispositionen, Akustik und Fotos sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

10. Juni 2026: Wenn du sprichst, wacht mein buntes Herz auf. Alle Vögel üben sich auf deinen Lippen. Immerblau streut deine Stimme…Singen hängt überall an dir… (Else Lasker-Schüler)

Foto: Spieltisch Heinrich Bechstein Orgel Ober-Mossau Johanniterkirche Odenwald

Heute erinnere ich an Elisabeth Gräfin von Ysenburg-Ronneburg, geborene Gräfin von Gleichen-Tonna. Sie lebte im Hochadel vor und nach der Reformation in Thüringen. Die ehelichen Verbindungen waren politisch. – Und an Christine Lavant, 1915 geboren, Lyrikerin. Oft vergessen. Und doch so gut.

Ich las gerade von dem norwegischen Schriftsteller Trygve Gulbranssen die Heimat-Novelle Heimkehr nach Björndal von 1935. Es ist eine der vielen berührenden Variationen vom Gleichnis Der verlorene Sohn – diesmal eine alte nordische.

In den wirklich guten Gedichten und Geschichten ist immer von Farben, Gerüchen und Lauten die Rede, von inneren Dingen und von Musik, von Rhythmus. – Bei Georg Trakl besonders zu finden. Für mich ist das alles auch oft eins. Es ist die altbekannte Witterung nach richtigem Wald …

Nicht empfehlen kann ich die Einheitsübersetzung der Bibel, die frauenfeindlich ist: Die sprachliche Selbstoffenbarung Gottes und alle Gottesnamen ohne geschlechtliche Festlegung aus dem original hebräischen Text wurden fast komplett gestrichen und monoton in HERR verwandelt. Aus dem wichtigen hebräischen Gottesnamen Ich bin wurde einfach „Der Ich bin“ gemacht; Überschriften hinzuerfunden, die nur ein männliches Ich verorten. Frauen werden marginal und tauchen nur am Rande auf. Gott wird Mann. Ausschließlich Mann. Im Grunde ist es eine Irrlehre, in der Gott ausschließlich Mann ist oder eine Heilsgeschichte nur für Männer geschrieben oder eine Ideologie, in der nur eine einzige Frau von Wert und Bedeutung ist. Denn es ist falsch. Gott-los. Und wir sehen ja auch, wohin uns diese Irrlehre geführt hat: Kreuzzüge, Machtmissbrauch, Ablasshandel, Hexenverbrennungen, Misshandlungen, Mord, Gewaltstrukturen, Vergewaltigungen…

Wir sehnen uns nach dem richtigen Wald. Und so sehnen wir uns auch nach dem richtigen Glauben und nach der richtigen Übersetzung der Bibel. Das Modell des herrschenden weißen alten männlichen Menschen auf Gott aufzudrücken, ist bedenklich. In der Einheitsübersetzung werden männliche Begriffe patriarchal gebraucht, als ob Gott ein weißer alter feudaler Patriarch oder Sippenoberhaupt mit Bart wäre, der Frauen als „Nicht-Männer“ unterdrückt und ausgrenzt. Und das alles ist schon ganz normale Tradition geworden in und um Kirche, dass es kaum mehr auffällt.

Aber wenn Gott wirklich spricht, leuchten die Herzen; wir fühlen uns alle hingezogen; er lockt und ruft uns; es ist Jesus, die die Frauen am Grab trifft; er redet zu Marta und Maria, und sie sagen: Wenn du sprichst, wacht mein buntes Herz auf. Alle Vögel üben sich auf deinen Lippen. Immerblau streut deine Stimme…Singen hängt überall an dir…

Die Dispositionen, Akustik und Fotos sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

9. Juni 2026: In jedem Menschen gibt es eine Einsamkeit, die keine menschliche Zuwendung füllen kann. Dennoch bist du nie allein. Schaust du in dich, in das Innerste, merkst du, dass dort, wo kein Mensch dem anderen gleicht, Christus auf dich wartet. (Frere Roger)

Foto: Pedal Bechstein Orgel Ober-Mossau Johanniterkirche Odenwald

Heute erinnere ich an Eva von Tiele-Winckler, die Mutter der Armen. Und an die Jüdin Hedwig Klein.

Ich bin jetzt verantwortlich für das kleine Blumenbeet von der Stadt Würzburg vor unserem Haus. Heute kamen die Blumen, gelb und blau; schwedische Farben. Das nennt man „Baumpatin“. Auf diesem Beet gibt es sogar eine kleine Ameisenkolonie unter den beiden großen Steinen. Vor der Pflege war das Beet eine Wüste.

Gestern waren wir in den Gärtnereien rund um Würzburg. Manche sind sehr schön.

Ich lese die beiden Französinnen Marie de France und Marguerite de Navarre. Und Auserwählt von Stefan Haas. Es geht hier um das auserwählte Volk der Juden. Und um das Land Israel. Um Judäa. Um den Augapfel Gottes. Um den Bund. Den Anstoß für alle Völker. Denn wer erwählt ist, wird auch scheitern. Zerstreut, in der Fremde, Antisemitismus ohne Ende. Von Juden wird mehr erwartet als von allen anderen. Ich kann das sehr gut mitempfinden.

Das Bild der Wiedergeburt hat mir noch nie Mühe gemacht. Es war mir immer klar, dass wir einen Retter brauchen. Und ich bin stolz darauf, dass unser Retter jüdisch ist. Wir sind Heidenchristen, Teil des Ölbaums, und sollten immer dankbar sein.

Ein weiteres Buch, das ich sehr liebe, ist Anne Frank Tagebuch. Margot und Anne, was für wunderschöne Mädchen. Was mich am meisten trifft, ist die Arglosigkeit der Untergetauchten, diese Häuslichkeit und „Normalität“ in einer absoluten Katastrophe, die Lebensgefahr, die in jeder kurzen Zeile schwingt, der Glaube, die Hoffnung. So kurz gefasstes Entsetzen. Ihre Identität nie verloren. Ihr Humor, fein und klug.

Zu glauben und auserwählt zu sein, war nie etwas Harmloses. An den Gott des Mose zu glauben, ist immer ein Angriff an die Vielgötterei.

Die Dispositionen, Akustik und Fotos sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

8. Juni 2026: Es gibt Dinge, die sind nicht möglich, aber notwendig.

Foto: Historische romantische E.F. Walcker Orgel 1866 ev. Kirche Fränkisch Crumbach Odenwald Hessen

Heute erinnere ich an P!NK. Sie hat auch viele Trolls, Tastenkrieger und Hater und ist eine starke Frau, die sich behauptet.

In meinem Handy-Vertrag ist nun das iPhone 17 Pro dabei, bin gespannt, ob ich damit noch bessere Videos und Fotos für euch machen kann. Es ist gerade angekommen. Bisher hatte ich das iPhone 14 Pro, aber das war recht alt; noch mit Lightning.

Den Film Interstellar kann ich schon empfehlen: Erst mal wegen der Filmmusik von Hans Zimmer, die ich neulich auf einem Fest auf der Orgel spielte wie gewünscht (die zum Film passt, aber unabhängig vom Film eher nackt ist). Aber auch wegen der „mystischen“ Aussage des Films, der schon von 2014 ist.
Es gibt Dinge die sind dämonisch, und es gibt die, die einfach Kunst und Vorstellungskraft sind und auf etwas hinweisen – auf Gott. So würde ich diesen Film zusammenfassen. Er ist zwar gottlos, weist aber gerade dadurch wie automatisch auf Gott hin, der über Raum und Zeit steht. Kunst muss man auch mal aushalten können.

Mein Rosengarten wächst und gedeiht. Es ist gar nicht so leicht, eine Gärtnerin zu sein. Habe schon einiges versemmelt; aber eins kann ich sagen: Je hochwertiger die Pflanze, desto besser. Aber selbst das muss nicht immer so sein.

Anbei die schöne evangelische Michaelskapelle Schloß Reichenberg Reichelsheim im Odenwald:

Hier lebte Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck, 1776. Er war christlicher Arzt:

Die Dispositionen, Akustik und Fotos sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

7. Juni 2026

Foto: Dreymann Orgel 1838 ev. Georgskirche Georgenhausen Reinheim Odenwald

Ich lese von Annette Jantzen „Gotteswort, weiblich.“ Sehr interessant. Sie berichtet, dass die Einheitsübersetzung der Bibel bewusst Überschriften hinzuerfunden hat, die mit der Macht der Sprache alle Frauen ausschließt und nur von einem männlichen Ich ausgeht: Der Einsame, der Verlorene usw.

Historische romantische seitenspielige Bernhard Dreymann Orgel 1838 evangelische Kirche Georgenhausen-Zeilhard Reinheim, Hessen, 1 M, 9 R

Die wunderschöne kleine grüne Dorforgel ist rechtsseitenspielig mit Registern über dem Kopf. Das mechanische Instrument  hier im Odenwald in dieser evangelischen Dorfkirche, der weißen Georgenhäuser Kirche (Ende 18 Jahrhundert erbaut)  in „Schorsche-Hause“, wie die Hessen sagen, ist eine Augenweide.

Sie ist die erste Orgel, die vor Ort existierte, und sie ist bis heute unverändert erhalten. Es ist meine erste Dreymann Orgel.

Die helle, kleine historische Orgel ist ebenfalls eine AltarOrgel. Sie steht seitlich vorn und reicht bis unter die Decke. Eine steile Treppe hinter der Kanzel führt zu ihr empor. Sie wird nun von F&N betreut.

Die Pedalklaviatur der grün-goldenen Dorf-Orgel hier im Lichtenberger Land im Hunsrück ist von Andreas Ott aus Bensheim verändert worden.

Die schöne, schlichte weiße Saalkirche von 1790 besitzt auf drei Seiten umlaufende grüne Emporen.

Diese liegen auf runden Holzsäulen, die auf der Westseite bis zur Decke durchgehen und das Dach tragen.

Die kleine Georgskirche im schönen Friedhof gehört in den Landkreis Darmstadt-Dieburg Hessen / Nassau.

Die Kirche in Spachbrücken, in der ich auch spielte, ist ihr Vorbild.

Der Taufstein ist von 1865, das Taufbecken aus dem 17. Jahrhundert.

Die Kirche ist samtig grün in Klang und Aussehen. Nur die Lampe am Spieltisch ist ein Ekzem.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz.

Die Firma Dreymann gehörte zu den von Christian Heinrich Rinck besonders geschätzten Orgelbauern. Bernhard Dreymann lebte von 1788-1857. Es gibt noch viele erhaltene Dreymann-Orgeln.

Zarte, samtig-trockene grüne Akustik.
Es war sehr schön, hier zu spielen. Ich mag es, die historischen, hessischen Dorforgeln im Odenwald. Es ist fein, in Hessen diese wundervollen Orgel-Kleinode zu entdecken. Ich habe sie alle gern gespielt. Auch die Kirchen haben mich berührt.

Die Dispositionen, Akustik und Fotos sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

6. Juni 2026: Sie ist nicht die einzige, die fehlt.

Foto: Schlimbach Orgel 1871 ev. Kirche Heubach Odenwald

Gestern waren wir im Hafentheater im Stück Kardinalfehler, eine satirische „Kirchenkomödie“ von 2023. Es ist ein gutes Stück, wenn auch einiges plakativ, politisch und etwas geschmacklos war. Doch das Schlimme ist, dass vieles in der Kirche noch viel schlimmer ist, als es im Stück dargestellt wird (und schon sehr schlimm ist). Berührend ist, dass das Kreuz auf der Bühne durch all die Lügen am Schluss verkrümmt dasteht, als würde das Kreuz brechen müssen. Sich übergeben. Das verkrümmte Kreuz.

Es fällt mir schwer, bei solchen Komödien zu lachen. Ich kann auch nicht so laut und bitter auflachen wie viele aus dem Publikum. Man kann eigentlich nur weinen. Man hält so ein Stück nur mit einem guten Longdrink aus, einem Moscow Mule on ice. Gegen Ende der ersten Hälfte aber war der satirische Overload so heftig, dass ich lachweinte: Ich lachte und weinte gleichzeitig leise vor mich hin, gegen meinen Willen fast. Denn die Schuld der Kirche ist übermäßig, und besonders die Schuld der Männer und Leiter. Die Kirche ist so oft so weit entfernt von Gott und der Liebe wie der sonnenfernste Punkt von der Sonne. Und Gott lässt sich nicht spotten.

Historische romantische kleine Schlimbach Orgel 1871 ev. reformierte Kirche Heubach im Odenwald, Hessen, 1 M, 11 klingende R, Elfenbeintasten, mechanische Kegelladen

Im malerischen Heubach im Odenwaldkreis voll Fachwerkhäuser steht die hübsche Dorfkirche von 1743 mit ihrer weißen Orgel von 1871. Es ist meine 11. Schlimbach-Orgel. Heubach im Odenwald ist ein kleiner, idyllischer Ortsteil der Stadt GroßUmstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen.

Der Ort liegt im westlichen Vor-Odenwald und ist auch als Sandstein-Klettergebiet bekannt. Es ist nicht zu verwechseln mit Großheubach am Main, eine eigenständige Marktgemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg in Bayern direkt am Main, am östlichen Rand des Odenwaldes.

Es ist die einzige Schlimbach Orgel, die in einer evangelischen Kirche steht. Denn Schlimbach ist ein katholischer Orgelbauer aus Würzburg.

Die wunderbare weiße kleine Orgel ist in einem guten Zustand. Sie besitzt zwar nur ein Manual wie auch in Fränkisch Crumbach, hat aber genauso singende und weiche, vollmundige Klangfarben. Die Orgel steht auf der Westempore, frau sitzt mit dem Gesicht zum Altar, was schön ist.

Die Akustik ist samtig trocken, sehr angenehm und karamellisiert. Die vielen 8-Füße im Manual singen, es gibt eine wundervoll weiche Gamba und ein romantisches Salicional. Die Orgel erinnert mich an mein Konzert in Aub. Sogar einen weichen 16 Fuß gibt es im Manual, was selten ist bei einer einmaligen Orgel.

Es ist sehr schön, die gut sanierten oder rekonstruierten Orgeln in Süd- und Nordhessen zu spielen in den malerischen Orten hier u.a. im Odenwald oder an der Grenze zu Bayern.

In Heubach gibt es auch eine weitere evangelische Kirche, eine lutherische, diese hat eine wundervolle Bechstein Orgel. Auch diese ist in meiner Orgel Information und die habe ich gespielt.

Die Disposition ist hier zum ersten Mal im Netz: Anbei die schönen Fotos:

Die Dispositionen sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc

5. Juni 2026: … und eine Wasserader.

Foto: Heinrich Bechstein Orgel 1894 ev. Kirche Heubach Odenwald

Historische romantische Bechstein Orgel 1894 ev. Kirche Heubach im Odenwald, Hessen, 1 M, 6 R, Altar-Orgel, seitenspielig, mechanische Kegelladen

Sie ist meine erste Bechstein Orgel. Sie ist die einzige vollständig und original erhaltene Orgel aus dieser Werkstatt. Sie besitzt Elfenbeintasten und hat damals 2000 Mark zusammen mit dem Altar gekostet.

Sie steht hier im malerischen Heubach im Odenwaldkreis in Südhessen zwischen Fackwerkhäusern. Ich habe schon viele Bechstein-Flügel gespielt. Aber Heinrich Bechstein hat nichts mit dem Klavierbauer Bechstein zu tun.

Die linksseitenspielige Altarorgel ist eine Augenweide. Schön sind die originalen Notizen und Zeichnungen auf der Orgelwand.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde über dem Altar auf der Empore die dreiseitig gegliederte Orgel mit neoklassizistischen Stilmerkmalen erbaut. Es handelt sich um eine Denkmal-Orgel aus der Werkstatt der Umstädter Orgelbau-Dynastie Bechstein.

Der kleine Saalbau von 1754 mit einem nach Süden ausgerichteten Chor besitzt eine fast umlaufende Holzempore. 1860 erfolgte die Ausmalung der Kirche durch den Darmstädter Maler Velte.

Die Eingangstür hat einen Segmentbogensturz, und in dem darüberliegenden Inschriftfeld findet man die Erbauungszeit. Die Original-Holztür ist noch erhalten.

Sehr schön und einzigartig sind hier die Klapp-Notsitze an den Bankreihen zum Mittelgang, die ich so noch nie gesehen habe. Die Kanzel aus Eichenholz ist mit Nuss- und Kirschbaumeinlagen verziert.  Nebenan stand die ehemalige Schule.

Im malerischen Heubach im Odenwaldkreis voll Fachwerkhäuser steht die hübsche Dorfkirche mit ihrer grünen Orgel. Heubach im Odenwald ist ein kleiner, idyllischer Ortsteil der Stadt GroßUmstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen.

Er liegt im westlichen Vor-Odenwald und ist auch als Sandstein-Klettergebiet bekannt. Es ist nicht zu verwechseln mit Großheubach am Main, eine eigenständige Marktgemeinde im unterfränkischen Landkreis Miltenberg in Bayern direkt am Main, am östlichen Rand des Odenwaldes.

Die wunderbare grüne kleine Orgel ist in einem guten Zustand und klingt fast so wundervoll wie die E.F. Walcker Orgel im nahen Fränkisch Crumbach. Sie besitzt zwar nur ein Manual wie auch in Fränkisch Crumbach, hat aber singende und weiche, vollmundige Klangfarben.

Die Akustik ist samtig trocken, sehr angenehm und karamellisiert. Das Pedal ist gerade; ich mag es, das Holz unter meinen nackten Füßen zu spüren. Die vielen 8-Füße im Manual singen, es gibt eine wundervoll weiche Gamba und ein romantisches Salicional.

Bei diesen Registern hätte es auch eine zweimalige Orgel werden können. Aber auch Stumm hat bewusst einmalige große Orgeln gebaut.

Es ist sehr schön, die gut sanierten oder rekonstruierten Orgeln in Süd- und Nordhessen zu spielen in den malerischen Orten hier u.a. im Odenwald oder an der Grenze zu Bayern.

In Heubach gibt es auch eine weitere evangelische Kirche, eine reformierte, diese hat eine wundervolle Schlimbach Orgel. Auch diese ist in meiner Orgel Information und die habe ich gespielt.

Lutherisch und reformiert haben sich durch die Art, Abendmahl zu feiern, unterschieden; auch heute noch. Für die einen ist das Brot und für die anderen erinnert das Brot.

Die Dispositionen sind hier zum ersten Mal im Netz:



Anbei meine neue CD bei Naxos:

https://www.naxos.de/neuheiten/4029897020553

https://nxd.lnk.to/ACD2055WE


Neue CD 2026: BACH BERÜHREN:

https://www.ann-helena.de/orgelinformation

https://www.ann-helena.de/shop

https://magazin.klassik.com/records/teaser.cfm?RECID=41534

https://www.ann-helena.de/news

CD 2026 Bach berühren auf jpc